Grotesker Sprachtest

In dieser Woche habe ich mit meinen Kollegen einen lustigen Sprachtest veranstaltet. Eigentlich ist der Test erst richtig interessant, wenn man die Leute nicht kennt, aber trotzdem … Es geht darum herauszufinden, wer aus dem Osten Deutschlands kommt und wer in Westdeutschland aufgewachsen ist. Festmachen kann man das sehr leicht an der Aussprache zweier Wörter, nämlich: Dynamo und Konsum.

Ein Westdeutscher wird das Wort Dynamo mit der Betonung auf dem y aussprechen und meint damit das Gerät zur Stromerzeugung am Fahrrad.
Währenddessen ein Ostdeutscher das a betonen wird und bei dem Namen eher diverse Sportclubs im Hinterkopf hat. So hießen nämlich die den Sicherheitskräften zugehörigen Vereine in der DDR, wie z. B. Dynamo Dresden.

Bei Konsum ist das ähnlich; ein Ostdeutscher betont das o und denkt an den Lebensmittelladen um die Ecke, ein Westdeutscher denkt eher an Verbrauch und betont das u.

So lassen sich anhand von zwei Wörtern ganze Bevölkerungsschichten kategorisieren. Seltsam!
Ich gebe zu, die Idee ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Ich habe sie aus einem sehr interessanten Buch, welches ich gerade lese und das ich, wenn ich durch bin, auch hier besprechen werde. Bis dahin erfreue ich mich an solch skurrilen Inhalten.

Militanter Vegetarier

Was muss ich da heute im Internet lesen: Im MERIDIAN von Traunstein nach München hat in dieser Woche ein Vegetarier eine Gruppe Jugendlicher mit einem Messer bedroht, weil diese im Zug Döner verzehrt haben. Einer der Jugendlichen hat in Bad Endorf die Polizei verständigt, die den militanten Vegetarier dann in Rosenheim festgenommen hat.

Wow! Der Mann muss je echt ausgehungert gewesen sein. Ich kann mir das schon gut vorstellen, da ist man nie Fleisch und plötzlich hockt da eine Truppe Leute neben einem, die sich Döner reinziehen. Alleine der Geruch hat den Mann wohl schier in den Wahnsinn getrieben. Aber muss er gleich ein Messer zücken? Das zeugt doch davon, dass der Mann wahrscheinlich mehr Probleme hat, als nur eine Abneigung gegen Fleischkonsum im allgemeinen und Döner im speziellen. Wahrscheinlich haben ihm die Polizisten am Rosenheimer Bahnhof erstmal ein Snickers gereicht.

Ich kenn das ja von mir. Wenn ich Hunger habe, bin ich kein besonders netter Zeitgenosse. Mein Mann kann ein Lied davon singen. Aber ich gehe nicht mit Waffen auf meine Mitmenschen los, ich breche in Tränen aus … Obwohl, das ist auch irgendwie eine Waffe. Mhmm! Die Waffe der Frau!

Da muss ich mir jetzt nochmal Gedanken darüber machen; am besten bei einem Döner.

Respekt vor schlängelnden Kriechtieren

Wer mich kennt weiß, dass ich wenige Klischees femininer Art erfülle. Eines davon ist vielleicht meine Vorliebe für kleine bunte Glasperlen, das andere ist eine typisch weibliche Phobie.

Während einige Frauen vor Mäusen Reißaus nehmen oder wegen einer Spinne panisch durch die Gegend rennen, sind es bei mir schlangenähnliche Kriechtiere. Am Freitag hatte ich mal wieder das „Vergnügen“ einer solchen Begegnung. Während sich meine Eltern spottend über mich lustig machten, als ich wie ein geölter Blitz über die Wiese rannte und „eine Schlange, eine Schlange“ rief, fand ich das in jenem Augenblick überhaupt nicht lustig. Es ist zwar nur eine Blindschleiche gewesen, die sich vor mir im Gras geringelt hat, aber trotzdem … Mal davon abgesehen, dass Blindschleichen eigentlich Eidechsen ohne Beine sind, überkam mich bei ihrem Anblick das blanke Entsetzen. Ich erschrecke mich dann fürchterlich und kann in dem Moment eigentlich an nichts anderes mehr denken, als ans weglaufen. Ich weiß, dass das bescheuert ist, weil von einer Blindschleiche ganz sicher keine Gefahr ausgeht. Aber bei uns gibt es eben nicht nur Blindschleichen, sondern auch Kreuzottern. Und da mir schon als Kind eingetrichtert wurde, das die giftig sind, habe ich da wohl eine etwas übergesteigerte Sensibilität gegenüber dieser Art Kriechtieren entwickelt.

Ich kann mich entsinnen, das meine Mutter und ich mal einen Waldspaziergang abbrechen mussten, weil ich eine Schlange gesehen und panisch im Wald herum geschrien habe ohne mich wieder zu beruhigen. Damals war ich vielleicht 10 Jahre alt. Ganz so schlimm ist es heute nicht mehr, aber wegrennen tue ich immer noch.

Das etwas verwackelte Bild zeigt eine junge Schling- bzw. Glattnatter, die mein Vater letzte Woche fotografiert hat. Sie wohnt unterhalb unseres Kompostierers. Diese heimische Natternart kann bis zu 90 Zentimeter lang werden und bringt lebende Junge zur Welt. Die Schlangenart flüchtet meist nicht, sondern verharrt bewegungslos und wartet ab bis die Gefahr vorbei ist. Außerdem sind sie ziemlich angriffslustig. Ihr Biss ist harmlos, aber ich möchte ihr dennoch nicht begegnen und bewege mich daher nur äußerst vorsichtig, wenn ich in der Ecke bin.

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Deklassiert

Trotz des Streiks bei der deutschen Bahn oder vielleicht gerade deswegen, hatte ich am Donnerstagabend eine äußerst entspannte Fahrt nach Thüringen.

Es war der einzige Zug, der am späten Donnerstagnachmittag in diese Richtung fuhr, und es war anzunehmen, dass er ziemlich voll sein würde. So nutzte ich die Gelegenheit und löste meinen 1. Klasse-Upgrade-Gutschein ein, den ich vor ein paar Wochen von der Deutschen Bahn bekommen hatte.

Gleich beim Einsteigen wählte ich das kleine Abteil, welches hinter dem Zugführerstand liegt und machte es mir dort bequem. Aber was heißt hier bequem. Die Ledersitze der ersten Klasse sind zwar breiter und stehen weiter auseinander, dafür rutscht man andauernd auf dem glatten Lederbezug nach unten und fängt spätestens nach zehn Minuten an zu schwitzen.

Zu meiner Überraschung füllte sich bis zur Abfahrt das sechssitzige Abteil, fast bis auf den letzten Platz. Gleich nach Abfahrt des Zuges kontrollierte der Zugbegleiter die Fahrscheine. Anschließend lehnte ich mich zurück und vertiefte mich in mein Manuskript, wurde aber ziemlich schnell wieder herausgerissen, als eine junge Frau vom Servicepersonal hereinkam um Tageszeitungen zu verteilen. Die Passagiere hatten die Wahl zwischen Süddeutscher, Welt und Bildzeitung, was auch von den meisten dankend angenommen wurde. Ich lehnte ab, da ich in Ruhe zu arbeiten gedachte.
Wenig später kam die junge Frau zurück, verteilte Gratisnaschereien und fragte, ob jemand Wünsche ans Bordbistro hätte. Ich hatte gerade meine Tüte vom Bahnhofsbäcker und meine Trinkflasche vor mir und sah mich ein wenig beschämt um, als mein Platznachbar ein Bier und ein Sandwich bestellte.

Plötzlich fühlte ich mich nicht mehr wohl in meiner Haut. So viel Service von der Deutschen Bahn bin ich einfach nicht gewohnt. Mit meinem 2. Klasseticket schien ich nicht hierher zu gehören und ich glaubte, dass jeder im Abteil das wusste. Schon komisch, was für Gedanken einem manchmal durch den Kopf gehen und in welche Kategorie man sich selbst einordnet, obwohl man in Kategorien zu denken eigentlich ablehnt.

Natürlich blieb ich sitzen. Die meisten Fahrgäste stiegen unterwegs aus und als ich daheim den Zug verließ, blieb das Abteil verlassen zurück. Die junge Frau vom Service war noch ein paar Mal vergeblich vorbeigekommen. Nach dem Wechsel der Zugbegleiter wurde auch nochmal meine Fahrkarte kontrolliert. Ansonsten genoss ich die entspannte Ruhe auf der Fahrt: Ohne laut telefonierende Mitreisende, ohne Gedrängel und Geschubse. Ich gehörte zwar nicht hierher, aber angenehm war es dennoch. Man könnte sich fast daran gewöhnen, doch das würde meiner sozialen Einstellung widersprechen, dem Saldo meines Bankkontos sowieso.

Nutella(Kram)

In der Mittwochsausgabe des heimischen Wochenblatts lese ich meist nur zwei Beiträge, nämlich die mit den Anzeigen der neugeborenen Babys, weil das ein unerschöpflicher Quell exotischer Namen ist und die Kolumne des Redaktionsleiters Mike Schmitzer. Letztere sorgt bei mir und meinem Mann regelmäßig für Erheiterung und Erstaunen. Der Mann ist gut, sehr gut sogar, er sollte Bücher schreiben.

Vergangene Woche erklärte er den Lesern, die Geheimnisse der beliebtesten Nuss-Nougat-Creme Deutschlands. So erfuhr ich, wie der Name Nutella zustande kam und das es zwei Versionen der Creme gibt: Ein Nord-Nutella und ein Süd-Nutella. Bevor ich näher darauf eingehe, möchte ich noch sagen, dass ich Nutella schon als Kind mochte, wenn die Oma vom Westbesuch mal ein Glas mitgebracht hat oder uns die Westverwandschaft mit einem Paket beglückte. Leider ist der Genuss des Brotaufstrichs meiner Figur nicht besonders zuträglich, weshalb ich meinen Konsum in den letzten Jahren stark einschränken musste.

1940 von dem Konditor Pietro Ferrero erfunden, hieß der Brotaufstrich zunächst „Pasta gianduja“, ab 1951 dann „Supercrema gianduja“. Im Jahr 1964 verbot die italienische Regierung das „Super“ in Markennamen und so wurde aus dem englischen Wort „nut“ und der italienischen Verniedlichungsform „ella“ das Kunstwort Nutella geboren.
Das mit den zwei verschieden Varianten von Nutella wurde lange totgeschwiegen und kam erst jetzt heraus. Nord-Nutella enthält mehr Kakao und ist zäher; es wird vorwiegend in Deutschland verkauft. Süd-Nutella enthält dagegen mehr Nüsse und ist sowohl weicher als auch süßer und vorwiegend in Südeuropa und Teilen der Schweiz im Handel.

Übrigens ein 400 Gramm Glas Nutella enthält außer jeder Menge Fett auch 72 Stück Würfelzucker. Nur soviel zu den Gesundheitshinweisen.

Ach ja, ich habe mir in diesem Blogeintrag große Mühe gegeben, die große Streitfrage geschickt zu umschiffen. Denn ich weiß auch nicht, ob es eigentlich die Nutella oder das Nutella heißt. Sucht es euch selbst raus.

Von Anwälten, Versicherungen und Behördenkram

Oh je, dachte ich mir, was für ein Schlamassel. So viele Probleme, die ich an diesem Wochenende lösen muss. Nicht das ich den Ärger verursacht hätte, nein ich bin da einfach so hineingeschubst worden und muss die Geschichten nun regeln. Irgendwie.

Unteranderem führte es dazu, dass ich in alten Akten kramen musste, um für die Versicherung 20 Jahre alte Rechnungen rauszusuchen. Ha! Ich habe sie sogar gefunden und noch so einiges mehr.
Außerdem gibt es E-Mail und zum Glück habe ich kein Problem damit, meinen Standpunkt zu verteidigen, sowohl schriftlich, als auch mündlich. Aber nervig ist das schon, wenn man sich um blöde aber wichtige Angelegenheiten kümmern muss, die einfach nicht sein müssten, wenn wir Menschen ein wenig solidarischer wären und jeder zu seiner Verantwortung stünde. Zum Glück kann man sich Rechtshilfe beschaffen und so ein Anwalt wirkt manchmal echt Wunder. Da gehen plötzlich Dinge, die vorher nicht gingen. Vielleicht funktioniert das bei der Versicherung dieses Mal auch so. Ich hoffe es.

Und dann sind da noch solche Behördengeschichten. Meine Feststellung vom Wochenende: Wenn die Steuer dein Geld erst einmal kassiert hat, auch wenn es unberechtigter Weise geschah, dann verteidigen sie es bis aufs Blut und es wird Monate dauern, bis man es zurückbekommt.

Erfreulich war hingegen ein Telefonat mit einem Mitarbeiter einer großen Online Druckerei. Die hatten sich einen ziemlich bösen Schnitzer beim Versand meiner Fotobücher erlaubt. Da trudelten nämlich die Fotobücher von völlig fremden Leuten bei mir ein. Also entweder besagte Familie hat jetzt meine, oder der Auftrag ist schon beim Druck falsch gelaufen und meine Bücher wurden gar nicht erst gedruckt. Ich finde dies schon aus Datenschutzrechtlichen Gründen ein wenig heikel, schließlich stellt es einen groben Einschnitt in die Privatsphäre dar. Was wenn in einem der Fotobücher Aktfotos drin gewesen wären …?
Jedenfalls bot mir die Online Druckerei sofort eine unkonventionelle Lösung an; mein Auftrag wird neu gedruckt, ich muss nichts extra bezahlen und die fremden Fotobücher soll ich umweltgerecht entsorgen. Das ist positiver Service, der mich zufriedenstellt.

Kurioser Unfall

Am Dienstag war ich Ohrenzeuge eines ziemlich seltsamen Verkehrsunfalls. Ohrenzeuge deshalb, weil ich den eigentlichen Unfallhergang nur gehört aber nicht gesehen habe.

Ich stieg gerade zusammen mit einer Kollegin in den Bus, als es hinter uns mächtig schepperte. Wie ich mich rumdrehe, sehe ich einen Kleinwagen in der Ein-/Ausfahrt des Park&Ride-Parkplatzes stehen. Unter dem Auto das Verkehrsschild inklusive Stange, das zuvor noch auf der kleinen Verkehrsinsel in der Ein-/Ausfahrt gestanden hatte.

Also entweder, war der Fahrer kurzzeitig erblindet oder er hatte so viel Tempo drauf, dass er die Einfahrt verpasst hat. Und so stand er nun ziemlich hilflos und versuchte mühsam das Verkehrsschild unter seinem Wagen zu bergen.

Leider fuhr der Bus los und ich konnte das weitere Geschehen nicht mehr verfolgen.
Gestern sah ich jedoch, dass das Verkehrsschild wieder an seinem angestammten Platz auf der Verkehrsinsel ruhte, ein wenig zerknautscht zwar, aber einigermaßen intakt.

Schon komisch, was manche Leute für Unfälle bauen.

Verwirrung in Dosen

Gestern habe ich tatsächlich Sekt aus der Dose getrunken. Anlass war die letzte gemeinsame Fahrt mit meiner langjährigen Reisebegleitung, die endlich ihr Leben als Pendlerin zwischen München und Thüringen aufgeben darf, weil sie im nächsten Monat in den verdienten Ruhestand geht.

Doch zurück zu den Dosen. Da ich ein strikter Gegner von koffeinhaltigen oder mit sonstigen Wirkstoffen versetzten Energiegetränken bin, hatte ich in den letzten zwei Jahrzehnten wenige Berührungspunkte mit Dosengetränken. So konnte ich mich gestern Abend auch nicht erinnern, wann ich das letzte Mal aus einer Dose getrunken habe. Das muss wohl irgendwann Anfang der Neunziger gewesen sein, als Getränkedosen für uns Ossis noch eine wahnsinnig moderne Erfindung aus dem Westen waren, die man schon aus Gründen der Coolness unbedingt haben musste. Meist konsumierte man daraus Bier oder Cola, doch ich hasste bald den metallischen Geschmack, den man im Mund hatte, sobald man zum Trinken ansetzte.

Als 2006 das Dosenpfand eingeführt wurde, waren Getränkedosen ziemlich schnell aus den Geschäften verschwunden. Ich fand das gut, weil es Ressourcen schonen sollte, dass es aber der Einweg-PET- statt der Mehrwegflasche zum Siegeszug verhalf, ist eine andere Sache.

Im vergangenen Jahr konnte man zunehmend feststellen, dass die Getränkedose zurück ist. Viele Discounter haben sie wieder im Sortiment, manchmal sogar als 0,1 l Minidosen. Wobei ich Letzteres für übertrieben halte. Noch spannender finde ich die Sache mit dem Pfand. Auf meiner Sektdose war nämlich nur das Zeichen für Dosenrecycling aber kein Pfandlogo zu finden. Warum gibt es ein Dosenpfand, wenn es anscheinend möglich ist, es zu umgehen? Oder warum gibt es Ausnahmen für Saft, Wein und Spirituosen? Und überhaupt, in Bier ist doch auch Alkohol, aber dafür ist Pfand fällig und bei Wein nicht? Alles Fragen, die ich nicht so ganz verstehe. Dose ist Dose und PET-Flasche ist PET-Flasche unabhängig davon, aus was der Inhalt besteht. Oder?

Wir hätten gestern auch zu zweit aus einer Sektflasche trinken können, doch das erschien mir im vollen ICE irgendwie unpassend. Außerdem war es eine einmalige Angelegenheit und somit geht das mit der Dose schon in Ordnung.

Übrigens: Der Sekt bzw. Perlwein war gar nicht mal übel.

Das große Dorf

München und insbesondere Schwabing ist schon besonders. Das stellte ich erst jetzt wieder fest, auch wenn ich nicht so genau sagen kann, woran es liegt und was diese Besonderheit ausmacht, aber es hat einfach seinen eigenen Charme. Zwölf Jahre meines Lebens habe ich dort verbracht und manchmal vermisse ich die Atmosphäre. Als wir letztens im dichten Verkehr die Leopoldstraße hinunterfuhren, in der Akademiestrasse unser Auto abstellten und in Richtung Türkenstrasse gingen, kamen all die Erinnerungen wieder hoch.

Genau genommen gehört die Türkenstrasse ja schon zur Maxvorstadt, aber hier ist das Schwabinger Flair am intensivsten zu spüren. Es hat immer noch den Charme eines Künstlerviertels, obwohl die alten Zeiten längst vorbei sind. Doch Künstler kann man hier so nah an der Akademie der Künste und der LMU auch heute noch entdecken. Da ist zuerst mal mein ehemaliger Arbeitgeber, der den ganzen Block zwischen Türkenstraße, Rambergstraße, Kurfürstenstraße und Adalbertstraße einnimmt. Ein Großbetrieb der neben Filmkameras auch filmische Illusionen produziert und ein eigenes Kino hat. Von der technischen Ausrüstung das Beste was es in München gibt. Manchmal finden dort Premieren statt und wenn man genau hinsieht, kann man auch mal den einen oder anderen Promi zum Tor herauskommen sehen.

Stars und Sternchen sieht man hin und wieder auch in den umliegenden Cafés und Restaurants. Viele haben Tische und Stühle auf dem Gehweg stehen, in denen es sich nicht nur bei schönem Wetter gut sitzen und beobachten lässt. Dazwischen findet man immer wieder kleine ausgefallenen Geschäfte, die ständig zu wechseln scheinen (wahrscheinlich, wegen der exorbitant hohen Mieten). Dieses Mal entdeckte ich ein Geschäft für Luftballons und eine T-Shirt Druckerei mit witzigen Motiven. (Zum Beispiel zwei auf sich zielende Panzer, darunter der Spruch: Bis einer heult!) Aber es gibt sie noch, die alteingesessenen Läden wie den Suckfüll (Haushaltswaren) oder Geschäfte die ausschließlich Papier und Pigmente verkaufen. Aber auch in dieses Viertel drängen sich zunehmend die Ladenketten. Noch vor zehn Jahren, wäre hier ein „Butlers“ unvorstellbar gewesen. Und leider gibt es auch das „Zweitausendundeins“ nicht mehr, dort habe ich gern in Büchern und CD’s gestöbert.

Einzig der Verkehr ist in den engen Straßen ein wenig nervig. Inzwischen ist die Türkenstrasse ja zur Einbahnstraße geworden, aber mit den parkenden Autos, rechts und links, ist es trotzdem recht eng. Seit der radikalen Parkplatz-Reformation von vor ein paar Jahren, findet man aber nun auch zu Spitzenzeiten einen Parkplatz, auch wenn er ein wenig teuer ist. Früher war das eine ziemliche Katastrophe, weil viele Plätze durch Dauerparker besetzt waren. Heute gibt es Seitenstraßen in denen nur Anwohner parken dürfen, im Rest ist parken nur mit Parkschein erlaubt. Das ist für die Stadt nicht nur ein riesiges Geschäft, sondern hat auch dazu geführt, die Parkplatzsituation merklich zu entspannen.

Ich komme immer wieder gerne hierher, weil man sich hier nicht wie in einer Großstadt fühlt. Und weil ich es liebe die Leute in den Cafés und beim Flanieren zu beobachten, frei nach dem Motto: „Sehen und gesehen werden!“

Galaktische Köstlichkeiten

Ich habe meinen Mann mal wieder mit einer Geburtstagstorte überrascht. Eigentlich sollte ja normaler Zuckerguss auf die „Schweizer Rübli“ – Torte, aber dann konnte ich dem silbernen Fondant im REWE nicht widerstehen. Ich mag solche Spielereien, da kann ich ganz darin aufgehen. Also wurde aus einem einfachen Kuchen wiedermal eine Star Trek-Torte.

Zum Mittag entdeckten wir beim Griechen noch einen spannend klingenden Nachtisch, den wir unbedingt ausprobieren wollten. Was soll ich sagen, das Gericht hielt, was der Name „Galaktoboureko“ suggerierte. Es schmeckte „Galakto…“-fantastisch.

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