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Ende gut, alles gut für Simon’s Cat

Im letzten Teil der Kurzfilmreihe über die entlaufene Miete, zeigt der Katzenbesitzer viel Fantasie, um seine Katze nach Hause zu lotsen. Es erinnert ein wenig an Hänsel und Gretel.

Nur was macht er mit den Überbleibseln?

Schaut es euch an:

Verlorengegangene Mietze

Katzenbesitzer wissen ganz genau, wie sich das anfühlt. Die Katze ist weg. Verzweiflung und Sorge sind groß, man macht sich Vorwürfe und würde alles tun, um sie wieder in die Arme zu schließen, dennoch sind einem die Hände gebunden. Bloß die Hoffnung gibt man nicht so schnell auf.

So geht es auch Simon der immer noch auf der Suche nach seiner Katze ist.

Eine Katze wird vermisst

Das ist in den vergangenen Wochen vor lauter PERRY RHODAN und Gratis Comic Tag irgendwie untergegangen. Der zweite Teil des Vierteilers von Simon’s Cat ist online.

Wir erinnern uns: Die Katze hatte sich nach einer Waschaktion aus dem Staub gemacht und nun entdeckt das Herrchen, dass etwas fehlt.

Ich wünsche viel Spaß!

Tolles Heft

»Tolles Heft« mit Beilage

Ich gebe zu, dass ich den bekannten Science-Fiction-Autor Philip K. Dick bisher nur vom Hörensagen kannte. Einige seiner Bücher und Kurzgeschichten sind verfilmt worden und inzwischen echte Klassiker. Ich sage nur »Blade Runner«, »Total Recall« und »Minority Report«. Die Spielfilme habe ich alle gesehen, aber bisher habe ich von dem Autor noch nichts gelesen. Ja, ich weiß, das ist eine echte Bildungslücke. Schon allein deswegen reizte mich die Anfrage der Büchergilde, ob ich nicht ihr neuestes Printprodukt rezensieren möchte.

Was ich geschickt bekam, ist tatsächlich ungewöhnlich. So ungewöhnlich, dass es dem Autor selbst wahrscheinlich gefallen hätte. Es handelt sich um eine Ausgabe der sogenannten »Tollen Hefte«. Das sind in einer limitierten Auflage gedruckte Illustrierte Hefte mit Fadenbindung. In den Ausgaben steht die Verbindung zwischen Illustration und Text im Vordergrund. Im Fall von Heft 46 handelt es sich um eine Comic-Adaption. Es ist die illustrierte Version einer Kurzgeschichte von Philip K. Dick.

»Ach, als Blobbel hat man’s schwer« ist eine klare Anti-Kriegs-Geschichte, die in einer nicht allzu fernen Zukunft spielt. Die Menschen haben beim Terraforming des Mars, die dort lebende Blobbel-Zivilisation in Nöten gebracht, was zu einem jahrelangen Krieg führte. Protagonist der Geschichte ist George Munster, ein Veteran dieses Krieges. Weil man ihn genetisch veränderte, um hinter den Linien zu spionieren, verwandelt er sich ohne seinen Willen mehrere Stunden am Tag in einen Blobbel, einem gallertartigen Organismus. Da die Menschen auf der Erde auch nach dem Krieg nicht gut auf die Blobbels zu sprechen sind, leider er unter der Diskriminierung und zieht sich in sein Elend zurück, bis sein robotischer Therapeut eine Idee hat. Er bringt George mit einer Blobbelfrau zusammen, die im Krieg von den Menschen gefangen genommen wurde. Sie teilen das gleiche Schicksal. An achtzehn Stunden des Tages ist sie ein Mensch, die restlichen sechs Stunden lebt sie in ihrer ursprüngliche Form als Blobbel. Die beiden finden zueinander, heiraten und bekommen Kinder, George Munster wird ein erfolgreicher Geschäftsmann, doch eine dauerhafte Lösung, ist für beide nicht in Sicht …

Die Umsetzung als Comic-Adaption halte ich für gelungen, auch wenn mich der Stil der Künstlerin Katja Fouquet nicht so richtig anspricht. Ich mag es lieber realistisch gezeichnet. Dennoch hat das Heft einen künstlerischen Wert, schon allein wegen des Druckes – Flachdruck in Sonderfarben – und der Haftung mit gelbem Faden. Es richtet sich eindeutig an Sammler und Liebhaber des Besonderen. Was ich schön finde ist, dass dem Heft die originale Kurzgeschichte beiliegt. So kann man sie nochmals im Detail nachlesen.

Alles in allem ein wirklich »tolles Heft«, was die Büchergilde hier veröffentlicht hat. Zu beziehen ist es im Shop der Büchergilde oder in einer ihrer Buchhandlungen. (Leider nur für Mitglieder.) Die Büchergilde ist eine Verlagsgenossenschaft, die sich für den Erhalt der Buchkultur im 21. Jahrhundert stark macht. Sie sieht sich als »lebendige Gemeinschaft aus Leserinnen und Lesern, Autoren, Künstlern, Druckern und Büchermachern«.

Broceliande beim Gratis Comic Tag 2019

Quelle: gratiscomictag.de

Und noch ein Comic vom Gratis Comic Tag über den ich unbedingt schreiben muss. »Broceliande« ist ein Märchen, das nicht nur sehr aufwendig gezeichnet ist, sondern das auch eine klassische Geschichte auf neue Weise erzählt.

Ein Geschichtenschreiber wird von zwei Trollen dazu genötigt eine Geschichte zu erzählen. Um sich inspirieren zu lassen, geht er hinaus in den Wald. Dort wird er Zeuge wie Merlin eine schöne Edeldame umgarnt, die ihn aber die kalte Schulter zeigt. Doch Merlin wäre nicht Merlin, wenn er nicht einen Zauber hätte, mit dem er die junge Frau zu beeindrucken weiß. Die ist nämlich auf der Suche nach dem sagenhaften weißen Hirsch, doch da ist sie nicht allein. Drei Jäger, die den weißen Hirsch erlegen wollen, streifen ebenfalls durch den Wald, in dem es längst Winter sein müsste und der unter der Hitze leidet. Wie der Geschichtenschreiber aus Merlin, der jungen Frau, den Jägern, Trollen und dem Wald eine Geschichte schreibt, die vor seinen Augen passiert, will ich and er Stelle nicht verraten.

Wie gesagt, es ist ein Märchen, es geht um Magie und Liebe. Eigentlich nicht das, was ich üblicherweise konsumiere. Doch die Handlung ist vielschichtig und mit aussagekräftigen Bildern hinterlegt, das macht den Comic, oder sagen wir lieber Graphic Novel dazu, zu einem echten Augenschmaus.

»Broceliande – Der Wald des kleinen Volkes« von Oliver Peru, Bertrand Benoit und Elodie Jacquemoire erschien bei Splitter und ist Teil einer ganzen Serie.

Auf den letzten Seiten des 66 Seiten starken Heftes ist ein Ausschnitt eines neuen Projektes von Splitter abgedruckt. Es geht um einen jungen Mann der im 18. Jahrhundert von einem Segelschiff in den Atlantik befördert und an einem Strand von einer Gruppe entflohener Sklaven aufgelesen wird. Später sieht man ihn als kranken alten Mann, dem ein Edelmann eine Schatzkarte von El Dorado abnimmt. »Der grosse Indien-Schwindel« wird im Laufe des Jahres bei Splitter erscheinen und sieht recht vielversprechend aus.

Hilda beim Gratis Comic Tag 2019

Quelle: gratiscomictag.de

Der Gratis Comic Tag liegt schon eine Weile zurück. Inzwischen habe ich so gut wie alle Comics gelesen, die mein Mann mitgebracht hat. Wie gesagt, die Mangas haben wir ausgespart, da ich grundsätzlich damit nichts anfangen kann. Es war wie jedes Jahr eine illustre Mischung an Comics. Vom Superhelden-Comic über Disney bis zur aufwendigen Graphic Novel war alles dabei. Einen der Comics habe ich bereits hier besprochen. Auf eine weitere Publikationen möchte ich heute eingehen.

Ich möchte Luke Pearsons Geschichte »Hilda und die Vogelparade« vorstellen. Der Comic richtet sich an Kinder, aber auch Erwachsene werden daran Freude haben, zumindest jene, die sich ein Gespür für Natur und fürs Phantastische bewahrt haben. An dem Heft hat mir vor allem die zu Herzen gehende Geschichte des kleinen Mädchens Hilda gefallen.

Hilda wächst in einem Haus mitten in der Natur auf. Sie kann den ganzen Tag draußen herumtollen und die Natur beobachten. Doch dann zieht ihre Mutter mit ihr in die Stadt Trolberg. Nicht nur, das Hilda hier keine Freunde hat und in eine neue Schule muss, nein, sie darf auch nicht mehr nach draußen, weil ihre Mutter das für gefährlich hält. Als sie dann doch mal ins Freie darf, rettet sie einen sprechenden Raben. Der begleitet sie den ganzen Tag durch die Stadt, auf ihrer Suche nach ihrem Zuhause. So lernt Hilda nicht nur die Stadt Trolberg kennen, sondern entdeckt auf der Vogelparade am Abend, dass ihr Rabenfreund besonders wichtig für die Stadtbewohner ist.

Die Geschichte ist ungewöhnlich gezeichnet und wirkt, obwohl sie sich an Kinder richtet, nicht kindlich sondern transportiert einen ernsten Hintergrund. Mir gefiel das gut. Von den Hilda Comics sind bereits eine ganze Reihe an Bänden bei »Reprodukt« erschienen. Sie können im regulären Buchhandel erworben werden und sind nicht nur für Kinder empfehlenswert.

Comic in 4D

Quelle: GratisComicTag.de

Unter den Comics vom Gratis-Comic-Tag 2019 sind ein paar echte Hingucker. Soeben habe ich die Lektüre von »Unschlagbar« beendet.

Eigentlich steht auf dem Comic »für Kids«, aber ich weiß nicht, ob Kinder die Genialität hinter den Comic-Strips in dem Heft durchschauen. Bis zu dem einen oder anderen AHA-Moment hat es bei mir etwas gedauert.

Man kann das gar nicht richtig erklären, was der Autor und Zeichner so genau macht. Zumindest nutzt er das Medium Comic so geschickt für seine Geschichten aus, dass man ziemlich verblüfft ist und erstmal nachdenken muss, wie hat er das gemacht. Ganz kurz: er bezieht die Reihenfolge der Strips in die Handlung mit ein. Sein Held klettert mal kurz ein oder zwei Bilder weiter oder greift durch die Seite um den Bösewicht zu schnappen oder einfach mal die Katze einer älteren Dame von einem Baum zu retten.

Wie gesagt, das ist alles ziemlich ungewöhnlich. Ich überlege mir tatsächlich eines der genialen Alben von Pascal Jousselin dem Vater von »Unschlagbar« zu kaufen. Somit hat Carlsen Comic mit dem Gratis Comic alles richtig gemacht.

Vom Lesen und Schreiben

Aufmerksame Leser meines Blogs werden festgestellt haben, dass ich in der letzten Zeit nicht mehr täglich blogge. Das liegt schlicht daran, dass ich neben der SOL jetzt auch für meine eigene Kolumne in der PERRY RHODAN Erstauflage schreibe. Textlich sind das zwar nur vier Seiten, die ich meist an einem Vormittag zusammenschreibe. Davor aber steht die Lektüre der Fanzines an, die ich von der Redaktion zugeschickt bekomme. Und das sind nicht wenige. Irgendwann muss ich die ja lesen, wenn ich darüber schreiben will. Also sitze ich meist abends da und schmökere in Fanzines, statt zu bloggen. Das ist okay, denn dafür werde ich bezahlt. Wer kann schon von sich behaupten, fürs Lesen bezahlt zu werden.

Es sind immer wieder richtig tolle Magazine dabei. Heute habe ich beispielsweise das EXODUS gelesen, das ist ein regelmäßig erscheinendes Heft mit Kurzgeschichten. Allesamt von professionellen Autoren geschrieben und von Künstlern illustriert, sehr hochwertig gefertigt, nicht nur inhaltlich. Ich bin begeistert.

Morgen werde ich mir die LARPzeit näher anschauen und die Andromeda-Nachrichten des Science-Fiction-Club-Deutschlands. Die SOL ist heute übrigens auch eingetroffen. Gut, die kann ich natürlich nicht besprechen, aber ich freue mich, denn das Heft ist nicht nur optisch ein Hingucker, auch die Beiträge passen schön zusammen. Es war bis zuletzt eine schwere Geburt, aber es hat sich gelohnt. Ich bin ja gespannt, was die Leser sagen.

Und so werde ich mich auch die nächsten Tage quer durch Fanzines und Magazine lesen. Ach ja … die Comics vom Gratis-Comic-Tag sind ja auch noch da. Da muss ich wohl Prioritäten setzten.

Comicbeute

Beute vom Gratis-Comic-Tag

Da habe ich mir ja etwas vorgenommen. Diesen Stapel an Comics hat mein Mann bei Gratis-Comic-Tag abgeräumt. Normalerweise werden nur maximal drei Comics pro Person weitergegeben. Aber wahrscheinlich findet kaum einer aus der Gegend den Weg in die Bahnhofsbuchhandlung von Bad Reichenhall, so dass sie dort froh sind, wenn ihnen jemand das Zeug abnimmt.

Wir haben jedenfalls jetzt einen Packen an Comics, die gelesen werden wollen. Ich lasse mich überraschen, beim letzten Mal habe ich mir anschließend tatsächlich das eine oder andere Album gekauft. Dafür findet diese Aktion überhaupt statt.

Gestern Abend habe ich mir allerdings erst einmal den wunderbaren Comic von Zep angesehen, den ich von meinem Mann zum Hochzeitstag bekommen habe. Zep ist der Star der französischen Comic-Szene. Seine Cartoons sprühen vor Witz. Ich hatte gestern fast Atemnot vor Lachen. Im Album »Happy Sex – ab 18 Jahre« nimmt er die sexuellen Problemchen von Erwachsenen aufs Korn und das ziemlich freizügig. Das grenzt schon an Pornografie, ist aber so witzig gezeichnet, dass es eine wahre Freude ist. Ich musste das Buch ein paar mal aus der Hand legen, sonst hätte ich mich vor Lachen nicht mehr eingekriegt. Mein Mann meinte: er freue sich, dass er mir das Richtige geschenkt hat. Ich freu mich auch.

Neuer 4-Teiler von Simons Cat

Nach echt höllischen Tagen an Arbeit, Seminaren und Besprechungen, in der ich nichtmal zum Bloggen gekommen bin, poste ich zum Wochenende etwas Lustiges von Simons Cat.

Hat schon mal jemand versucht eine Katze zu waschen? Normalerweise sind Katzen total wasserscheu. Das trifft aber nicht auf alle Exemplare zu. Wir hatten mal einen Kater, der nur nach draußen wollte, wenn es in Strömen regnete. Außerdem kam er angerannt, wenn jemand aus der Familie unter die Dusche wollte. Er war dann nur schwer davon abzuhalten, mit zu duschen.

Auch unsre Friedel liebte Wasser. Immer wenn wir Grundwasser aus dem Keller pumpen mussten, stand sie neben und unter dem Wasserschlauch und hat mit dem Wasser gespielt. Irgendwann schaffe ich es mal eines der Videos, die ich damals gemacht habe, hier zu posten. Das glaubt mir sonst keiner.

Na jedenfalls, gibt es wieder etwas Längeres von Simons Cat. Der erste Teil beginnt mit einem Bad und einer Katze, die auszog. Ich bin schon gespannt, wie die Geschichte nächsten Monat weitergeht.