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Dr. Mabuse auf Schwäbisch

Kreisch! Den Filmklassiger »Die 1000 Augen des Dr. Mabuse« gibt es jetzt auf Schwäbisch. Ich lach mich schlapp. Leider läuft der Film nur in ausgesuchten Kinos.

Stadt-Park-Schloss

Skulptur im Botanischen Garten

Man könnte Karlsruhe als die ideale Kombination ansehen. Städtisches Flair, ganz viel Grün und beinahe unbegrenzte kulturelle Möglichen. Würde man mich, die schon in großen und kleinen Städten gewohnt hat, vor die Wahl stellen, wo ich meinen Lebensabend verbringen möchte, würde ich mich wahrscheinlich für Karlsruhe entscheiden. Nicht das es mir nicht da gefiele, wo ich gerade lebe, aber es wäre tatsächlich eine denkbare Alternative.

Bei unseren ausgedehnten Spaziergängen am Freitag und Samstag beeindruckten mich die Parks und Bäume. Wobei die Grünflächen selbst durch den heißen trockenen Sommer schwer gelitten haben. Dennoch, der alte Baumbestand, die vielen Parks, die baumgesäumten Straßen sind schon eine besondere Form der Lebensqualität. Dabei muss man auf die Vorzüge einer Großstadt nicht verzichten, wie den Nahverkehr und die vielseitigen Einkaufsmöglichkeiten. Und auch kulturell hat man die Qual der Wahl. Wie wir bei den Schlosslichtspielen wieder feststellen konnten.

Der Samstagvormittag führte uns durch den Botanischen Garten in den Schlossgarten. Wo wir die Eichhörnchen beobachteten und die Aufbauten der Bierbörse besichtigten. Zurück ging es durch die Innenstadt mit dem Mix aus alten und modernen Häusern, den Museen und Einkaufszentren. (Die Baustellen sind im Vergleich zum vergangenen Jahr tatsächlich weniger geworden.) An jeder Ecke gibt es etwas Ungewöhnliches zu entdecken. Sowas gefällt mir.

Am Abend standen die Schlosslichtspiele auf dem Programm. Dieses Mal setzten wir uns weiter nach vorn und hatten auch Sitzkissen dabei. Schließlich sollte es kühl werden. Irgendwie schien es mir, dass noch mehr Besucher da waren, als im vergangenen Jahr, was wahrscheinlich der Bierbörse geschuldet war, die hinter dem Schloss stattfand. So wankten ständig einige nicht mehr ganz nüchterne Zeitgenossen an uns vorbei. Was ich teils faszinierender fand, als die Projektionen am Schloss. Die Auswahl der Shows an diesem Wochenende, war leider nicht so spektakulär wie im vergangenen Jahr. Einige hatten wir schon gesehen. Beeindruckend fand ich die Vorführung »Cleansing« bei der immer mehr Wasser aus den Fenstern des Schlosses zu strömen schien, bis das ganze Schloss in den Fluten unterging, um am Ende in neuem Glanz wieder auf zu erstehen. Die aktuelle Show von Maxin10sity »I’MMORTAL« lief leider erst sehr spät, so dass wir sie nicht mehr mitbekamen. Zum Glück kann man sie sich auch bei YouTube ansehen.

Müde und Fußlahm (wir waren den ganzen Tag zu Fuß unterwegs) fielen wir dann spät ins Bett. Ach ja, gut essen gehen, kann man hier übrigens auch.

Pizza denied

Diesen großartigen Kurzfilm möchte ich niemandem vorenthalten. Da steckt so viel Wahrheit drin, dass man Angst vor der Zukunft bekommt.

»Nach einem Jahr Sci-Fi Filmfestivals nun online. No Budget, geschrieben und gedreht innerhalb von 36 Stunden beim Kinokabaret in Hamburg.«

Vielen Dank an Sebastian Egert für den Link!

SF im Blick

Um Science Fiction drehen sich derzeit die YouTube-Videos meines Autorenkollegen Ben Calvin Hary. Der stellt nämlich das Genre mit seinen Besonderheiten vor. Nach einer allgemeinen Betrachtung im letzten Monat erschien diese Woche ein Video zum Thema Roboter. Selbst ich, die sich schon lange mit SF beschäftigt, hat dabei etwas neues gelernt und zwar, dass der Begriff Roboter auf einen tschechischen Autor zurückgeht. Der Name leitet sich von »Robota« wie arbeiten ab. Im Russischen klingt es ähnlich.

Ich finde es schön, das Ben solche Sachen aufgreift und bei YouTube Jugendtauglich erklärt, sonst stirbt das literarische SF-Fandom noch irgendwann aus.

Aber seht selbst.

Kurzentschlossener Kinobesuch

Vergangene Woche beschlossen wir kurzerhand mal wieder ins Kino zu gehen.

Im Vergleich zum letzten Jahr waren wir heuer noch nicht so oft. Was vielleicht auch am mangelnden Angebot liegen mag. Ein Marvel-Blockbuster folgt dem anderen, die gestarteten Animationsfilme haben uns auch nicht so sehr angesprochen. Wobei man bei 7,50 Euro pro Person und das an einem Montagnachmittag, es sich gut überlegt, ob man nicht noch ein paar Monate wartet und sich dann für 12 Euro die DVD oder Blu-Ray kauft, oder den Film für 5 Euro online ausleiht.

Manchen Film sollte man vielleicht im Kino gesehen haben, bei anderen ist das, finde ich, nicht so wichtig. Vor allem das mit dem 3D wird meines Erachtens völlig überschätzt. Meist hält der 3D-Effekt nur die ersten paar Minuten an und verpufft, sobald man in der Geschichte drin ist. Außerdem wird mir beim Ansehen oft schwindlig und gerade für Brillenträger ist es kein großes Vergnügen. Deshalb mag ich 3D-Filme im Kino eigentlich gar nicht so sehr.

Ach so! Was ich mir angesehen habe? Kein 3D-Film sondern »MamaMia 2«. Entgegen der durchwachsenen Kritiken gefiel mir der Film sehr gut. Die Geschichte war interessant, die Schauspieler gut ausgesucht und die Musik ist sowieso zeitlos. Das einzige: ich hätte eine Packung Taschentücher einstecken sollen. Nicht nur einmal kamen mir während des Films die Tränen. Eine Kinobesucherin schluchzte am Ende so laut, dass man sie mehrere Reihen weiter vorn noch hörte. Auch das ist ein Grund, sich manche Filme lieber nicht im Kino anzusehen. Zuhause sieht einen niemand heulen.

Bitte warten …

Quelle: Wikipedia.org

Einer der Filme auf den ich mich schon seit fast einem Jahr freue, erschien dieser Tage auf DVD. Es ist natürlich klar, dass ich ihn mir sofort ansehen musste.

»Please stand by« handelt von der jungen Autistin Wendy, die ein STAR TREK-Manuskript bei einem Wettbewerb einreichen möchte. Doch es stellen sich ihr viele Hindernisse in den Weg: die Betreuerin, die eigene Schwester und die Tücken des Alltags. Doch Wendy brennt so sehr für ihre Geschichte, dass sie auch ihrem behüteten Leben ausbricht und in die Welt hinausgeht, nur um ihr Manuskript rechtzeitig abzugeben. Auf ihrer Reise begegnen ihr gute und schlechte Menschen. Sie muss Dinge tun, die uns vielleicht banal erscheinen, die aber Wendys Mut auf eine harte Probe stellen. Auch ihre Schwester und ihre Betreuerin müssen erkennen, dass in Wendy viel mehr steckt, als sie bisher geglaubt haben.

Das klassische Roadmovie ist nicht nur für STAR TREK-Fans interessant, sondern auch für Menschen, die in dieser Hinsicht völlig ahnungslos sind. Es vermittelt zwischen den Welten, zeigt die Faszination, die STAR TREK auf ganze Generationen hat und erklärt gleichzeitig das Unverständnis jener, die nie mit dieser Welt konfrontiert wurden.

Der Film wartet mit einer ganzen Reihe bekannter Hollywoodschauspieler auf. Dakota Fanning brilliert als Wendy, Alice Eve (bekannt aus STAR TREK- Into Darkness) spielt ihre ältere Schwester Audrey und Toni Collette verkörpert die freundliche aber auch etwas ignorante Betreuerin Scottie. In Nebenrollen sind Laura Innes (ER) und Patton Oswald (King of Queens) zu sehen.

Mir gefiel der Film sehr gut. Er erinnerte mich ein wenig an »Fanboys«. Die autistische Welt der Protagonistin wird sehr glaubhaft inszeniert. Auch die Faszination für STAR TREK kam gut rüber, inklusive der kleinen Insidergags.

Das einzige was ich bemängeln muss. In der deutschen Fassung hat die Szene in der Wendy mit dem Polizisten klingonisch spricht, nur Untertitel mit den Sätzen: »Er spricht eine fremde Sprache.« bzw. »Sie spricht eine fremde Sprache.« Der Dialog geht für alle ohne Klingonischkenntnisse verloren und das, wo wir in Deutschland mit Lieven Litaer den Experten schlechthin haben. Jemanden, der sogar die Klingonischen Untertitel für STAR TREK-Discovery liefert. Unfassbar! Ich muss mir nochmal die Originalfassung ansehen, ob es wenigstens da Untertitel gibt.

Ansonsten ist »Please stand by« ein netter kleiner Film mit einer schönen Botschaft.

Doku zu Liebe im Roman

Quelle: Arte.tv

Eine Dokumentation, die vergangene Woche auf ARTE lief, stellt das Genre Liebesroman vor. Dabei kommen sowohl Autoren und Autorinnen zu Wort, als auch Verleger, Lektoren, Blogger und Fotografen. Es wird gleichermaßen über den Liebesroman im Heftformat und in Buchform berichtet. Dabei beeindrucken nicht nur die schieren Zahlen, sondern vor allem die Details des Geschäfts.

Fünf Tage braucht eine Autorin für einen Heftroman, zzgl. zwei Tage fürs Exposé und Überarbeitung. Eine, zumindest für mich, unvorstellbare kurze Zeitspanne. Die erfolgreiche irische Romanautorin Cecilia Ahern berichtet, wie sie von Januar bis Mai schreibt und anschließend bis September überarbeitet, so dass der Roman im Herbst fertig ist, und das Jahr für Jahr. Beeindruckend ist ebenfalls der Blick ins Archiv von Bastei-Lübbe, in dem Heftromane aus mehr als 50 Jahren lagern.

Die Programmleiterin vom Cora-Verlag erläutert den ungebrochenen Erfolg von Liebesromanen, der von vielen Frauen auch als Flucht aus dem Alltagsleben genutzt wird. Eine Autorin gibt Einblick wie ein Liebesroman funktioniert und liefert mit einem Blick auf die Hamburger Alster aus dem Stegreif einen Romanplot. Auch wenn dem Liebesroman ein negatives Image anhaftet, findet er seit Jahren sein Publikum. Woran man sieht, dass es in der Literatur für jeden Geschmack eine Nische gibt. Die Professionalität mit der die Liebesromane produziert werden, steht der anderer Genreliteratur oder gar der so genannten Hochliteratur in nichts nach. Im Gegenteil, vielleicht ist die Qualität manch eines Trivialromans sogar höher. Die Arbeit und Mühe von Redaktion, Lektorat und Autor sind zumindest gleich aufwändig.

Nach »Perry Rhodan – Unser Mann im All« ist dem Regisseur André Schäfer mit »Herzensbrecher« eine weitere hervorragende Dokumentation zur Genreliteratur gelungen. Zum Erfolg beigetragen hat PERRY RHODAN-Autor Hartmut Kasper – den Perrylesern besser unter dem Namen Wim Vandemaan bekannt. Ich fand die Dokumentation aufschlussreich und unterhaltsam. Sie liefert Einblicke in einen Geschäftsbereich der Literatur, der von vielen belächelt wird, über dem man aber kaum etwas weiß. Es war an der Zeit, dass zu ändern.

Den Trailer zur Dokumentation kann man sich auf ARTE.de ansehen.

Schnipp, schnapp!

Dieses neue Video von Simon’s Cat möchte ich niemandem vorenthalten. Da geht es schließlich um ein wichtiges Thema. Unkastrierte streunende Katzen können zu einem echten Problem werden, deshalb ist es sinnvoll bei den kleinen Lieblingen Schnipp Schnapp zu machen.

In diesem Sinne wünsche ich viel Spaß!

Schwein gehabt

Quelle: Amazon

Am Freitag habe ich eine Bildungslücke geschlossen. Der Film erschien schon Mitte der Neunzigerjahre und ich habe ihn, ungelogen, bisher nicht ein einziges Mal gesehen, obwohl er sehr beliebt und erfolgreich war. Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen, das ich nicht zur Zielgruppe des Films gehöre.

»Ein Schweinchen namens Babe« erzählt die Geschichte eines Schäferschweins. Ein Ferkel das Schafe eintreibt, sieht schon ziemlich lustig aus. Die Story ist nett und Kindertauglich erzählt. An den Animationen dagegen erkennt man, dass der Film nicht mehr ganz so taufrisch ist. Damals wurde noch mit Puppen gearbeitet und das sieht man. Den Darsteller James Cromwell kenne ich als Zefram Cochrane aus STAR TREK – Der Erste Kontakt.

Jedenfalls habe ich mich gut unterhalten. Auch wenn mir der Film über »Schweinchen Wilbur und seine Freunde«, den ich auch erst vor wenigen Wochen zum ersten Mal gesehen habe, besser gefiel.

Steampunk aus Frankreich

Das es nicht immer superdetaillierte 3D-Animationen sein müssen, um zu begeistern, habe ich gestern auf ARTE erleben dürfen. Dort lief nämlich der gezeichnete Trickfilm »April und die außergewöhnliche Welt«. Und außergewöhnlich war sie, die Geschichte eines Mädchens in Paris, das sich nach dem scheinbaren Tod ihrer Eltern allein durchschlagen muss …

Halt! So ganz allein ist Avril nicht, immer an ihrer Seite ist Darwin ihr sprechender Kater. Er ist es auch, der ihr vorliest und sie Naturwissenschaften lehrt, ganz im Sinne der Familie, die schon seit Generationen an einem Unsterblichkeitsserum gearbeitet hat. Ob Avril eines Tages erfolgreich ist und wie das alles mit den weltweiten Entführungen von Wissenschaftlern zusammenhängt, davon erzählt der klassische Trickfilm vom französischen Comic-Superstar TARDI.

In detailreichen Bildern zeigt er ein Frankreich der 1940er Jahre, in dem es weder Elektrizität noch Erdöl gibt. In dem es aber auch durch den massiven Einsatz von Kohle und Holzkohle keine Bäume und Pflanzen mehr gibt. Das Zeitalter der Dampfmaschinen und die Herrschaft der Napoleons ist hier nie zu Ende gegangen, ein Grund dafür ist Avrils Urgroßvater.

Zu der spannenden Grundgeschichte gesellen sich noch eine Liebesgeschichte und ein Kriminalplot mit einem übereifrigen Polizisten, der es auf Avril und ihren Großvater abgesehen hat. All das macht die Handlung extrem kurzweilig.

Besonders gut hat mir Kater Darwin gefallen, der nicht nur mit seinem losen Mundwerk punktet, sondern auch mit den natürlichen Bewegungen und dem niedlichen Katzennäschen. Der Zeichner hat ihn sogar anatomisch korrekt als Kater dargestellt.

Noch bis zum 20.6. ist der Film in der ARTE Mediathek zu sehen. Allen, die auf phantastische Geschichten stehen und sich für klassische Trickfilme begeistern, kann ich nur sagen, schaut euch »April und die außergewöhnliche Welt« an. Es lohnt sich.

Warum das Mädchen im Filmtitel allerdings April heißt, während in der deutschen Synchronisation der französische Name Avril beibehalten wurde, muss ich nicht verstehen.