Christinas Multiversum

Ansichten, Rezensionen, Kommentare

rainbow

Posts Tagged ‘Perry Rhodan’



Buchmesse voraus

Die Buchmesse in Leipzig rückte in den vergangenen Tagen immer näher. Seit 2015 fahre ich regelmäßig im März nach Leipzig, um die Buchmesse zu besuchen. Auch wenn ich kein Fan von großen Menschenansammlungen bin. Aber was tut man nicht alles, für sein Hobby.

Auf meiner Liste habe ich mir Termine und die Stand-Koordinaten einiger Verlage vermerkt, die ich besuchen möchte. Ansonsten bummle ich immer gern durch die Hallen, sofern man durchkommt. Auf alle Fälle werde ich dem Stand der PERRY RHODAN-Redaktion einen Besuch abstatten. Dort wird Andreas Eschbach sein neuestes Werk signieren, die Perry Rhodan-Biografie. Und vielleicht bekomme ich dort diesmal auch einen Kaffee.

Da mein Mann die Zeit nicht abwarten konnte, hat er Eschbachs Roman bereits vor Wochen bestellt und auch schon gelesen. Ich wollte ihn erst in Leipzig kaufen, damit ich das dicke Buch nicht durch halb Deutschland schleppen muss. Nun, ja, jetzt muss ich morgen früh doch mit dem Wälzer im Gepäck die Fahrt nach Leipzig antreten. Ich hoffe, dass die Deutsche Bahn mir nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht. Und vor allem könnte ich auf solche Wetterkapriolen wie im vergangenen Jahr gern verzichten. Schau’n wir mal, wie der Bayer sagt.

Mein Freund Ben, stellt in seinem neuesten Video Andreas Eschbachs Roman vor. Vielleicht hat ja der eine oder andere Nicht-Perry-Leser hier Lust, sich auf die Geschichte des jungen Perry Rhodan einzulassen. Sie spielt in den 1960er Jahren und verknüpft sehr geschickt geschichtliche Fakten mit den fiktionalen Ereignissen des Perryversums.

Ein Leben im Zeichen des Raben

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 195 – »Tuire« von Rüdiger Schäfer

ES taucht unvermittelt in Terrania auf und erzählt Thora, Bully und Ngata die Lebensgeschichte von Tuire. Am Ende entschuldigt er sich bei Thora dafür, dass Perry und Tuire sterben müssen, um ANDROS zu vernichten.
Sie erfahren, wie er zu seinem zweiten Ich Thayanar kommt, wie er seine Kampfkunst »den Weg der Schwingen« erlernt, wie er von der ALLIANZ und ES gleichermaßen missbraucht wird und wie er sein Gedächtnis verliert. 

Ich behaupte mal das kein anderer Autor diesen Roman so einfühlsam hätte schreiben können wie Rüdiger Schäfer. Er erzählt genau die Art Geschichte, in der er seine Stärken als Autor ausleben kann. Tiefsinnig und mit viel Emotionen bringt er dem Leser seinen Protagonisten nahe. Ich litt mit dem Auloren und brauchte an manchen Stellen mehr als nur ein Taschentuch.

Bisher wurde die Figur des Tuire Sitareh nur Schlaglichthaft beleuchtet. Bis zu diesem Roman kannten die Leser nur einen kleinen Teil seiner Lebensgeschichte. Rüdiger Schäfer zeichnet endlich ein vollständiges Bild. Ich kann nur annähernd erahnen, wie schwierig die Recherchearbeit für den Roman gewesen sein muss. Informationen mussten aus über 90 Bänden zusammengetragen und zu einer Geschichte verknüpft werden. Dies gelingt dem Autor auch über weite Strecken hinweg. Viele Querverbindungen haben mich überrascht, andere wiederum fühlen sich sofort schlüssig an.

Der Aulore (man erfährt auch endlich, was ein Aulore ist) erlebt viele Schicksalsschläge, muss höchste Höhen und tiefste Abgründe überwinden. Er lernt Freunde kennen und verliert sie wieder. Er unterwirft sich, leidet im Verborgenen und triumphiert am Ende doch über seine Gegner. Sein überlegener Intellekt bildet sich erst im Laufe eines langen Zeitraums heraus, ebenso wie seine Kampfkunst. Und dennoch …

Manchmal hätte ich mir mehr Kampfeswillen bei Tuire gewünscht. In meinen Augen lässt er sich zu oft gehen, um sich dann im nächsten Moment wieder dem Leben zu stellen. Das lässt den Charakter ambivalenter erscheinen, als man ihn kennt. Sicher, die Entwicklung Tuires zu der Person, die man kennt und lieb gewonnen hat, dauert Jahrhunderte und das lässt sich nur schwer vermitteln, vor allem in der Kürze eines einzigen Romans. Weshalb ich mich gefragt habe, wozu der Autor die ersten beiden Kapitel für eine Nebenstory verschwendet, die am Ende nicht wieder aufgegriffen wird. Keine Frage, das war toll geschrieben, aber mir fehlte ein bisschen der Bezug zum Rest des Romans.

Und damit komme ich zu dem Punkt, der meine Freude über den Roman ein wenig trübt. Die Rahmenhandlung mit ES. Gab es keine bessere Möglichkeit, als ES auftauchen zu lassen, der die Geschichte von Tuire erzählt? Mir wäre lieber gewesen, Tuire selbst zu erleben, wie er seine Erinnerungen zurückerlangt und Perry oder jemand anderem seine Geschichte erzählt. Das Auftauchen von ES fand ich an dieser Stelle überflüssig. Bisher hat sich die Superintelligenz nicht gezeigt. Warum jetzt und warum zu einem für sie so banalen Zweck? Da hätte es in der Vergangenheit weit wichtiger Momente gegeben. Außerdem, hieß es nicht, dass ES die Schwester von ANDROS ist? Ich hatte mit einer schönen Frau und nicht mit einem alten Mann gerechnet. Das klang mir zu sehr nach Erstauflage, da hätte ich mir mehr Innovation gewünscht.

»Tuire« ist ein überaus gelungener Roman von Rüdiger Schäfer, der mich mit seinem Erzählstil wieder mal tief berührt hat. Der viele Fakten über Tuire zu einer stimmigen Lebensgeschichte verwebt und dem NEO-Leser einige Zusammenhänge liefert. Allein die Rahmenhandlung vermochte mich nicht zu überzeugen.

Seit Band 101 habe ich die Figur des Tuire sehr lieb gewonnen. Oftmals gefiel er mir besser als Atlan. Ich fürchte jedoch, dass wir uns bis Band 199 von dem Auloren verabschieden müssen. Eine Tatsache, die ich jetzt schon bedauere. Na gut, dafür haben wir jetzt Zemina Paath, den weiblichen »Tuire« in der Erstauflage.

Göttliche Unterhaltung

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN Band 3001 – »Von Göttern und Gönnern« von Oliver Fröhlich

So lange habe ich keinen Erstauflageroman mehr von Oliver Fröhlich gelesen, dass ich beinahe vergessen hatte, wie sehr mir seine Geschichten gefallen. Die Handlung von Band 3001 gehört definitiv zum besten, was ich von ihm kenne.

Die Geschichte um die Olubfaner, die nicht nur unter der Herrschaft der Cairaner sondern auch unter Überfällen der Ladhonischen Piraten leiden, war kurzweilig zu lesen. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich diesen Roman spannender finde als den Jubiläumsband. Zumindest haben mich die Physiognomie der Olubfaner und ihre Kultur in den Bann gezogen.

Warum so viele Fans im PR-Forum Probleme mit dem Roman haben, kann ich nicht nachvollziehen. Die Fragen zur Religionsausübung, die der Autor aufwirft, regen definitiv zum Nachdenken an. Das ist keine flache Unterhaltung, sondern intellektuell ansprechend. Schwierig ist auch die Situation in der sich Perry Rhodan und die Crew der BJO BREISKOLL wiederfinden. Zwischen den Fronten und ohne die Möglichkeit in den Konflikt einzugreifen, stellt es ihre moralische Verantwortung auf eine harte Probe.

Band 3001 ist ein großartiger Roman, mit vielen ausgefallenen Ideen, warmherzigen Charakteren und exotischen Schauplätzen. Er stellt einen gelungenen Start in den neuen Zyklus dar. Von solchen Geschichten hätte ich gern mehr.

Ausgefeilte Haluterhistorie

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 194 – »Abgründe der Zeit« von Rainer Schorm

Perry Rhodan erreicht mit dem Situativ das Epsilon-Lyrae-System und damit eine weitere Anlage um die Transmitterstraße zu aktivieren. Ihm auf den Fersen ist Hak Gekkoor. Der Entrione will Rhodans Tod, doch er hat nicht mit der Verschlagenheit einiger Bestien gerechnet, deren Bewusstseine innerhalb der Pyramiden auf der Steuerwelt Ka’Gassh gespeichert sind. Rhodan kann den Transmitter aktivieren und Gekkoor entkommen. Nur die Reise mit dem Situativ scheint ihm immer mehr von seinen Erinnerungen zu nehmen. Er fragt sich, was am Ende von seiner Persönlichkeit bleiben wird.
Derweil entführt Tolot im SOL-System Sud und Nathalie in die DOLAN, damit sie ihm beistehen, das Ungleichgewicht innerhalb seiner drei Gehirne, dem Planhirn, dem Ordinärhirn und dem Tertiärknoten wieder ins Lot zu bringen. Er steht neben sich und kurz vor dem Ausbruch einer Drangwäsche. Damit befinden sich Sud und Nathalie in großer Gefahr. Doch sie erfahren durch ihn auch, wie die Haluter entstanden sind und warum auf Tolot eine so schwere Last liegt, die ihn zu zermürben droht.
Thora da Zoltral will ihre Tochter schützen und stellt sich dem Haluter entgegen, als er die Kontrolle verliert.

»Abgründe der Zeit« ist ein ungewöhnlicher Roman für Rainer Schorm. Seine sonst üblichen ausschweifende Erklärungen zu Technologie finden sich hier kaum, stattdessen erzählt er die faszinierende Geschichte der Haluter, auch wenn ich das Wie als nicht so ganz originell empfinde.

Eine Menge Puzzlestücke fügen sich in diesem Roman endlich zu einem großen Ganzen. Das fühlt sich zu keiner Zeit konstruiert an. Nebenbei enttarnt der Autor auch das »Ringen« als Schwindel, mit dem ANDROS seine Untergebenen an der Nase herumführt.

Besonders gelungen sind die Einblicke in Tolots Vergangenheit. Rainer Schorm verleiht der Figur damit sehr viel Tiefe. Auch Sud und Nathalie erhalten von ihm einen komplexeren Hintergrund.

Der Handlungsstrang um Perry Rhodan nimmt zwar nur einen Bruchteil im Roman ein, man hat aber als Leser nie das Gefühl, sinnlos Zeit zu verlieren.

Zwei kleinere Fehler inhaltlicher Art habe ich dann doch entdeckt, aber darüber sehe ich angesichts der faszinierenden Erzählung hinweg.

Als Fazit bleibt zu sagen, dass »Abgründe der Zeit« genau das liefert, was ein Roman in der finalen Staffel vor dem Jubiläum liefern sollte: Antworten und Zusammenhänge. Auch wenn Rainer Schorm dies auf einem ungewöhnlichen Weg erreicht, mir hat es gefallen.

PR 3000 – Der Inhalt

Quelle: Perrypedia

Nach dem ganzen Trubel rund um den dreitausendsten Band meiner Lieblingsheftromanserie, kam ich endlich auch dazu, ihn zu lesen.

So ein Band muss natürlich vieles leisten. Er muss die Altleser mitreißen und den Einsteigern genügend Informationen zur Serie zu bieten, ohne sie mit allzu vielen Altlasten zu langweilen. Dennoch muss er genügend Spannung enthalten, um beide Fraktionen zu fesseln. Das ist ein dünner Grat, den die Autoren von »Mythos Erde« aber meistern.

Zwei übersichtliche Handlungsstränge um den Schauplatz des Zyklus und seine Haupt-Protagonisten vorzustellen. Rhodans Verunsicherung und die Verzweiflung seiner Mitstreiter über den vergangenen Zeitraum werden gut dargestellt. Die Erstauflage hat jetzt also auch ihren Tuire Sitareh, nur das Er eine Sie ist und Zamina Paath heißt. Wobei ich von der Figur etwas mehr Widerstand erwartet hätte, als sie sich von Perry Rhodan einfach so unter »Arrest« stellen lässt. Schließlich hat sie die RAS TSCHUBAI und ihre Semitronik ANANSI gerettet. Auffällig ist auch, das von dem Firnis, mit dem sie das Schiff der Terraner umgeben hat, um es vor der Ortung der Cairaner zu schützen, im zweiten Teil des Romans nicht mehr die Rede ist. An dieser Stelle erschien mir der Charakter nicht mehr so stark wie zu Beginn.

Gut gefiel mir auch die Handlungsebene mit der Terranerin Giuna Linh, die alles aufs Spiel setzt, um ihren Partner aus dem Cairanischen Gefängnis zu holen. Der Twist, aus ihrem Schicksal eine Agentengeschichte zu machen, war überraschend. Hier erfährt man einiges über die Cairaner, deren Absichten wohl kaum einem der Galaxis-Bewohner richtig klar sind. Da bleibt bei mir ein kleiner Zweifel. Wenn die Cairaner die Milchstrasse schon so lange dominieren, sollte dem einen oder anderen »Befriedeten« mal der Gedanke gekommen sein, was sie mit dem aufgezwungenen Frieden eigentlich bezwecken.

Schön, war am Ende das Wiedersehen mit Bully und seinem unerwarteten Bündnispartner Vetris-Molaud. Letzteren finde ich nach wie vor einen höchst interessanten Charakter.

Der Roman hat in meinen Augen alle Bedingungen für einen Jubiläumsband erfüllt und doch wünschte ich mir, die Exposé-Autoren hätten eine etwas andere Richtung eingeschlagen. Wieder kommt die Bedrohung von außen, wieder gibt es Unterdrücker und Unterdrückte, wieder muss Perry Rhodan den Helden spielen, um das angerichtete Chaos zu beseitigen. Das hatten wir in den vielen Jahrzehnten der Seriengeschichte schon zu oft.

Ich hätte gern einmal etwas völlig anderes gelesen. Zum Beispiel über eine Milchstrasse in der seit 500 Jahren ein Frieden herrscht, der von selbst gewachsen ist. Und dann kommt Perry Rhodan als Störfaktor zurück (Das wäre übrigens ein cooler Titel: »Störfaktor Rhodan«). Die eine Hälfte der Völker der Galaxis lehnen ihn ab, weil er dem Mythos nach, der Milchstraße in der der Vergangenheit nur Unbill gebracht und den Weltenbrand ausgelöst hat. Andere wiederum feiern ihn als Heiland, als Erlöser, der endlich zurück gekehrt ist. Es kommt zu Unruhen und bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen seinen Anhängern und Gegnern. Rhodan muss zusehen, wie der Frieden wegen seiner Person zu bröckeln beginnt. Er muss sich entscheiden, die Galaxis für immer zu verlassen oder nach Terra zu suchen, um dem »Mythos Erde« mit Fakten zu begegnen. Auf der anderen Seite Bully als sein Gegenspieler, dessen chaotarchisch geprägter Zellaktivator ihn zum Despoten gemacht hat, und der Rhodan die Schuld am Verschwinden seiner Frau und Tochter gibt. Das hätte ich faszinierend gefunden. Aber wahrscheinlich ist das für die meisten Leser der EA zu simpel und nicht kosmisch genug.

Fanzines im Fokus

Dieses Wochenende steht ganz im Zeichen der Fanzines. Für meine Kolumne »Fan-Szene« in der PERRY RHODAN-Erstauflage bekomme ich vom Verlag regelmäßig die Publikationen der Clubs sowie diverse Magazine zum Thema SF- und Comic-Literatur zugesandt. Das alles will konsumiert werden. Und so lese ich mich in diesen Stunden durch die »World of Cosmos« mit der »Time Machine« von »Andromeda« bis ins »Paradise«. Insider werden wissen, was ich meine.

Die Beobachtungen, die ich dabei mache, ist, dass die Beiträge in unterschiedlichen Fanzines meist von den gleichen Leuten stammen. Der Kreis der Schreiber ist klein und man bekommt das Gefühl, sich in einer Blase zu bewegen. Schmoren im eigenen Fett sozusagen. Das macht mich ein wenig nachdenklich. Es gibt da draußen viele aktive Fans, die zeichnen und schreiben, aber meist für ihre eigenen Blogs und in den Sozialen Medien. Was mich zur Frage bringt: Wollen die nicht in den gedruckten Fanzines veröffentlicht werden, oder wollen vielleicht die Fanzine-Macher keine Artikel, die irgendwo im Netz schon mal veröffentlich worden sind?

Ich habe keine Antwort darauf. Ich kann nur für die SOL sagen, dass ich durchaus Leute anspreche, deren Beiträge ich im Netz entdeckt habe und von denen ich gern Artikel in der SOL veröffentlichen würde. In neunzig Prozent der Fälle klappt das auch.

Nicht, dass ich hier einen falsche Eindruck hinterlasse, um Himmels willen. Ich möchte den Fanzine-Machern keinesfalls vorschreiben, wie sie ihren Job zu machen haben. Aber ich kann ihnen den Rat geben, einfach mal ins Netz zu gehen und sich umzuschauen. Da gibt es eine Menge talentierter Leute, die sich freuen, wenn sie auf ihre Texte und Grafiken angesprochen werden. Und die sich durchaus vorstellen können, auch mal einen Beitrag für ein gedrucktes Fanzine zu liefern.

Das belebt die Szene und könnte manchem Club die Existenz sichern.

Erfreuliche Belegexemplare

SOL 93 & PR 3001

Gleich zwei Postsendungen mit höchst erfreulichem Inhalt habe ich diese Woche schon bekommen.

Gestern fischte ich die SOL 93 aus dem Briefkasten. Ich war gespannt, weil wir eine neue Druckerei mit dem Druck beauftragt haben. Die Qualität stimmt, das Heft sieht gut aus, fühlt sich auch so an. Jetzt hoffe ich, den Fans gefällt auch der Inhalt. Übrigens: Skandal! In der SOL 93 sind erstmalig auch nackte Brüste zu sehen. Zumindest für denjenigen, der sie findet. Viel Spaß beim Suchen!

Heute kamen dann auch die Belegexemplare von PR 3001 an. In der Mitte des Heftes die erste Ausgabe meiner Kolumne »Fan-Szene«. Darüber habe ich mich selbstredend sehr gefreut. Auch hier bin ich sehr gespannt, über die Reaktionen aus dem Fandom. Dieser Tage stelle ich bereits die dritte Ausgabe zusammen, noch ist das Ganze im Fluss. Ich möchte möglichst die Erwartungen der Fans erfüllen und bin somit vom Feedback abhängig.

Countdown mit Längen

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO 193 – »Countdown für die Menschheit« von Arno Endler

Im Sol-System versucht die terranische Flotte die Bestienraumer von den Posbischiffen wegzulocken, die den Angriff auf ANDROS vorbereiten. Bis NATHAN einen überlichtschnellen Hyperimpuls startet, um die Manifestation des Geisteswesens in der Nähe des Sedna-Nexus zu verhindern, fordert der ungleiche Kampf viele Menschenleben.
Derweil begibt sich Perry Rhodan mit der MAGELLAN zum Planeten Aklur ins Capella-System, um die Transmitterstrasse nach Andromeda zu aktivieren. Beim Kontakt mit der Transmittersteuerung löst sich sein Körper auf. Er erwacht auf einer Welt, auf der es keinerlei Technologie gibt, dafür eine mittelalterliche Gesellschaft, deren Herrscher die Unwissenheit und Not der Bevölkerung ausnutzen. Hier wird Rhodan von einem Erzfeind verfolgt, der ihn denunzieren und auslöschen will, erfährt aber auch Einzelheiten über seine Aufgabe.
Nach seiner Rückkehr zur MAGELLAN besteigt Rhodan ein Situativ und macht sich allein auf den Weg, den Riss zwischen den Dimensionen zu verschließen.

Der Roman erschien parallel mit Band 3000 der EA und hatte damit harte Konkurrenz. Andererseits habe ich mich mit der Geschichte auch ohne diese Tatsache ziemlich schwergetan. Zum einen bringt der Roman die Staffelhandlung nicht wirklich voran, und zum anderen ist mir nach wie vor unklar, welchen Zweck Rhodans »Pilgerfahrt« eigentlich hat.

Diese Handlungsebene nimmt ein Drittel des Romans ein und erinnert mehr an einen Fantasyroman, als an Science Fiction. Außerdem liest sich die Geschichte wegen der ausschweifenden Beschreibungen des Settings sehr zäh. Ich musste mich schon ziemlich zusammenreißen, damit ich den Roman überhaupt zu Ende gelesen habe. Letztendlich wäre das eigentlich auch nicht nötig gewesen, da Rhodans Ausflug – wohin auch immer – ohne nennenswerte Konsequenzen bleibt. Außer, dass er mitgeteilt bekommt, dass er mit dem Situativ allein losziehen muss, um die Transmitterkette zu aktivieren.

In den anderen Handlungssträngen lässt Arno Endler Figuren aus seinen vergangenen Romanen wiederaufleben. Meist handelt es sich um Charaktere mit niedrigen Rängen, die sich beweisen müssen und mit staunenden Augen zu den Handlungsträgern aufblicken. Das finde ich gut.

Ich weiß nicht, ob man mit diesem Roman nicht ein wenig Potential verschwendet, so knapp vor dem Finale in Band 199. Da wären so viele Fragen zu beantworten, so viele Handlungsfäden zu verknüpfen, dass man sich solche »Füllromane« eigentlich nicht leisten kann.

Das Arno Endler, der mich in der Vergangenheit mit vielen kurzen Kapiteln in seinen Geschichten geärgert hat, auch anders kann, beweist er mit diesem Roman. Und dennoch mag er mich auch dieses Mal als Autor nicht zu überzeugen. Was vor allem an Rhodans Pilgerfahrt liegt. Fantasy ist einfach nicht meins und wird es wahrscheinlich auch nie werden.

»Countdown für die Menschheit« ist ein etwas zäh zu lesender Roman, der wenig neue Informationen enthält, aber für Freunde des Fantasy-Genres eine nette Geschichte in der Geschichte zu erzählen weiß. Was den Titel angeht: ein Countdown kommt zwar vor, ist aber weniger dramatisch, als der Titel weismachen will.

PR 3000 Nachlese

Ich teile heute mal zwei Audio-Interviews vom österreichischen Journalisten Christian Wehrschütz. Der auch auf der Veranstaltung im Münchner Literaturhaus war und viele Beiträge zu PERRY RHODAN für den ORF gedreht hat. Einige sind heute bei ORF2 zu sehen. Zumindest für diejenigen, die in Österreich wohnen oder die Sender über das Kabelfernsehen bekommen (wie wir).

Christian Wehrschütz ist selbst Fan und hat neben Interviews mit den beiden Wiener PR-Autoren Michael Marcus Thurner und Leo Lukas, auch mit Andreas Eschbach und Klaus N. Frick gesprochen. Letztere verlinke ich hier mal, weil ich sie auch für Nicht-Perryfans ausgesprochen interessant finde.

Viel Spaß!

#PerryRhodan Band 3000 Interview mit #AndreasEschbach

Eschbach hat eine fiktive Biographie der Jugend von PR geschrieben, bis zum Mondflug. Lesenswert.Perry Rhodan Sendetermine im ORF am 18.2.2019Die Sendungen können über Livestream aber auch danach über die sogenannte TVThek des ORF gehört und gesehen werden. Die TV-Beiträge stelle ich dann auch noch auf meine offizielle Facebook-Seite. Radio:Kulturjournal um 17.09 Ö1 Fernsehen:ORF2, „Mittag in Österreich“ ab 13.15 nach der Zeit im Bild um 13 UhrORF2, „Studio2“ Beginn der Sendung um 17.30 Kultur Montag, ORF2, Beginn um 22.30

Gepostet von Christian Ferdinand Wehrschütz am Mittwoch, 13. Februar 2019

 

#PerryRhodan Band 3000 Interview mit CHefredakteur #KlausFrick

Die Sendetermine für Montag habe ich auf FB bereits angekündigt. Ad astra. CW

Gepostet von Christian Ferdinand Wehrschütz am Freitag, 15. Februar 2019

Risiken und Nebenwirkungen

Da habe ich ja was angerichtet. Na, ja eigentlich war ich es nicht selbst, aber so ganz unschuldig bin ich nicht.

Ich rede von dem Zeitungsbericht, der am Freitag über mich erschienen ist. Die erste Auswirkungen war eine SMS meiner Kollegin um 4:15 Uhr in der Früh, dass sie mich in der Zeitung entdeckt hat.

Das war aber eher harmlos, gegenüber dem was meinem Mann widerfahren ist. Dessen Kollegen haben das natürlich auch spitz gekriegt und den Artikel gleich mal ans Schwarze Brett gepinnt. Und weil er gleich zweimal abgebildet ist, heißt es, dass er einen ausgeben muss, also Leberkäs und Brezn für die ganze Abteilung.

Diese Nebenwirkung habe ich natürlich nicht bedacht. Wo mein Mann doch schon in München leiden musste. Auf dem Event im Literaturhaus kamen viele Leute zu mir, um mich zu begrüßen. Meinen Mann ließen sie links liegen, selbst die, die ihn kannten. Das habe ich in dem Moment gar nicht mitbekommen. Erst als er sich abends bei mir darüber beschwert hat, ist mir das bewusst geworden. Ich kann verstehen, dass ihm das nicht gefiel.

Ansonsten ist der Artikel für mich bislang folgenlos geblieben. Mal sehen, was meine Kollegen am Dienstag sagen. Der Chef ist nicht da und die anderen werden es nicht mitbekommen haben, da komme ich wahrscheinlich gut weg.

Weil der Artikel im Internet nur mit Anmeldung zu lesen ist, habe ich ihn fotografiert und stelle ich ihn hier in voller Auflösung als Bild rein.