Selbstüberschätzung von Hobbyautoren

Sechs Schreibseminare, ein Schreibcoaching und fast dreißig Jahren Schreibpraxis, dennoch bezeichne ich mich als »Möchtegernautorin«. Was auch irgendwie passt. Außer Veröffentlichungen im Fanbereich kann ich nicht viel vorweisen. Manch einer wird mir zustimmen, ein andere vielleicht wegen meiner redaktionellen Tätigkeit für die PERRY RHODAN- Serie widersprechen. Wenn ich ein größeres Ego hätte, würde ich sicher selbstbewusster auftreten. So ein bisschen mehr Ego schadet nicht. Allerdings gibt es unter den Hobbyautoren immer wieder einige, die schwer an Selbstüberschätzung leiden und das nicht mal mitbekommen, sondern damit auch noch offen hausieren gehen.

Dieser Tage kochte im PR-Forum mal wieder eine solche Diskussion hoch. Da gibt es einen Fan, der unbedingt mal einen PERRY RHODAN-Roman schreiben möchte. Mit diesem Wunsch steht er nicht allein da. Diesen Wunsch hegen insgeheim viele Fans. Die Wenigsten würden das aber so offen kommunizieren. Das er das tut ist, an sich auch nicht weiter wild. Es haben sich sogar PR-Autoren gefunden, die dem Foristen Vorschläge gemacht haben, es doch zunächst mit einer STELLARIS-Kurzgeschichte zu versuchen.

Offenbar gefällt das dem Autor nicht, weil die STELLARIS-Geschichten einen moralischen Konflikt enthalten müssen. (Wie eigentlich jede gute Geschichte und jeder gute Roman.) Vielleicht scheut er aber auch die Arbeit, die eine Überarbeitung eines solchen Textes nach sich zieht. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Hobbyautor daran scheitert. Das musste ich gerade leidvoll erfahren, als ein Autor die garantierte Veröffentlichung seiner FanEdition ausgeschlagen hat, weil ihm die Überarbeitung seines Manuskriptes zu mühevoll erschien. Drei Wochen Lektoratsarbeit von mir für die Katz.

Jedenfalls hat heute Susan Schwartz, langjährige PERRY RHODAN-Autorin und Verlegerin, im Forum etwas dazu geschrieben. Sie, die Schreibkurse und Coaching anbietet, bringt es auf den Punkt. »Man kommt … nicht als perfekter Autor auf die Welt, es ist ein langer dorniger Weg.« Selbstüberschätzung hilft da nicht weiter, auch kein großes Ego. Letztendlich werden solche Autoren meist von den Lesern überführt, wenn das Ergebnis nicht stimmt und keiner ihre Bücher liest.

Ich denke darüber nach, den Autor zu fragen, ob er nicht eine FanEdition schreiben möchte. Zwar bekommt man dafür kein Honorar, aber immerhin eine Analyse des Exposés sowie ein professionelles Lektorat. Und was noch wichtiger ist, die PRFZ garantiert dem Autor eine garantierte Veröffentlichung.

Ich danke Susan Schwartz für ihre deutlichen Worte, und das sie den Mut hatte, sich im PR-Forum so offen dazu zu äußern. Wer den Wortlaut nachlesen möchte, den verweise ich auf den Foreneintrag:

5https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?p=691235#p691235

 

Hinter die Kulissen von NEO

SOL 97

… blicken wir in der kommenden Ausgabe der SOL 97. Es werden Fragen beantwortet wie: Wie entstand die Serie? Was braucht es neben den Autoren noch, um spannende Geschichten zu erzählen? Oder wie schwierig ist es, einem Roman den passenden Titel zu verleihen? Zudem lüften wir das Geheimnis der grünen Sonnen bei NEO.

Das Titelbild der SOL 97 ziert ein Bild von Alfred Kelsner. Im Heft kommt der Künstler selbst zu Wort und erzählt in einem sehr persönlichen Interview über seine Leidenschaft das Malen und wie er zur PERRY RHODAN-Serie gekommen ist.

Auf weiteren Seiten verrät uns Kai Hirdt Details zur Fortsetzung von »Mission SOL« und Robert Corvus spricht über seine Arbeit an seinem Roman für die »Dunkelwelten«-Trilogie. Selbstverständlich gibt es wieder Rezensionen der PERRY RHODAN-Erstauflage und NEO, Berichte aus der Fan-Szene und vieles mehr.

Das Heft wird voraussichtlich Mitte Februar an die Mitglieder der PRFZ verschickt und hoffentlich den Lesern wieder viel Freude bereiten.

In eigener Sache: Ich arbeite derweil schon fleißig an der folgenden Ausgabe. Da geht es um das Thema Merchandise bei PERRY RHODAN. Hoffen wir mal, dass wir viele spannende Artikel dazu bekommen.

Textarbeit am Freitag

Eigentlich liebe ich es, Texte zu korrigieren. Stundenlang könnte ich an Manuskripten und Kurzgeschichten herum feilen. Manchmal aber ist es aber auch zäh und dann quäle ich mich sehr.

Über den Jahreswechsel hatte ich mir eigentlich vorgenommen, mal wieder an eigenen Projekten zu arbeiten. Doch da ich in den vergangenen Monaten keine Zeit hatte, eine zukünftige Publikation der PRFZ zu lektorieren, musste das noch erledigt werden. Weil es beim letzten Mal so gut flutschte, dachte ich mir, dass ich das nebenbei erledige.

Denkste! Neuer Autor, neues Glück, kann man nur sagen. Formulieren wir es mal so: es ist schwierig. Wenn eine Geschichte rein inhaltlich nicht funktioniert, weiß man nämlich nicht, was man zuerst korrigieren soll, Inhalt oder Stil. Vor allem ist es schwierig, es dem Autor so zu vermitteln, dass er sich nicht angegriffen fühlt. Man muss also die Kommentare abwägen, damit sie möglichst verständlich aber auch noch nett formuliert sind.

Jedenfalls habe ich heute die erste Hälfte des Manuskriptes abgeschlossen und an den Autor geschickt. Jetzt warte ich gespannt auf seine Rückmeldung. Vielleicht macht der Autor noch eine richtig tolle Geschichte aus dem Manuskript. Ich wünsche es mir.

In der Zwischenzeit habe ich die Gelegenheit genutzt, mal wieder etwas für mich zu schreiben. Da bekanntlich im Juli der GarchingCon stattfindet und es dazu wieder ein Conbuch geben wird, arbeite ich an einer angefangenen Kurzgeschichte, die ich dort zu veröffentlichen gedenke. Mal sehen ob es klappt.  Immerhin habe ich heute 10.000 Zeichen geschafft.

Die SOL 96 im Gespräch

Als Redakteurin der SOL jammere ich oft, dass man so wenig Feedback zum eigenen Magazin der PRFZ bekommt. Bei der Ausgabe 96 kann ich mich nicht beschweren. Gleich an drei Stellen wurde die aktuelle Ausgabe besprochen.

Uwe Bätz stellte die SOL 96 bereits am 2. Dezember in seinem Blog: »Ansichten zu Perry Rhodan« vor. Er zieht ein durchweg positives Fazit zum Heft und hat zu fast jedem Artikel etwas zu sagen. Das finde ich schön. Wer es nachlesen möchte kann das hier tun.

PERRY RHODAN-Chefredakteur Klaus N. Frick hat sich ebenfalls zur SOL 96 geäußert. Sein Vergleich zum PERRY RHODAN-Magazin schmeichelt mir natürlich. Die SOL ist derzeit tatsächlich das einzige Magazin, was sich ausschließlich mit der PERRY RHODAN-Serie beschäftigt. Sowas spornt natürlich an. Zu lesen ist die Besprechung im Blog der PERRY RHODAN-Redaktion.

Am meisten gefreut hat mich jedoch das Feedback der vergleichsweise jungen Leserin Jennifer Denter. In ihrem Videoblog »Letters&Life« erzählt sie mehr als eine Viertelstunde lang, was ihr an der SOL 96 besonders gefallen hat. Highlight ist für sie der Bericht von Robert Corvus zum WorldCon in Dublin. Den fand ich persönlich auch sehr aufschlussreich und kann der »Vloggerin« nur beipflichten. Aber seht selbst:

Ein Sammelsurium für die SOL 96

Die letzten Wochen hielt mich die SOL, das Magazin der PRFZ, in Atem. Anfang September machte ich die ersten Artikel zum Redigieren fertig. Mein geschätzter SOL-Redaktionskollege Norbert Fiks hat dieses Mal Überstunden machen müssen, weil er ganz allein alle Artikel auf Fehler prüfen musste. An dieser Stelle nochmals vielen Dank für seinen Einsatz. Für die nächste Ausgabe haben wir einen zweiten Lektor gefunden – denn geteilte Arbeit ist bekanntlich halbe Arbeit, wie es so schön heißt.

Zum Inhalt: Der ist wieder sehr bunt geraten. Neben den Besprechungen zur Erstauflage und zur NEO-Staffel »Die solare Union«, werfen wir im Schwerpunkt einen Blick auf die Publikationen, die in diesem Jahr zusätzlich zur Erstauflage zur PERRY RHODAN-Serie erschienen sind, inkl. Interviews und Werkstattberichten der Autoren. Die 6-teilige Reihe zu den »verlorenen Jahrhunderten« wird genauso vorgestellt wie die Romane zu den »Dunkelwelten«. Aus Platzgründen konnten wir leider nicht alle Ausgaben in dieser SOL vorstellen. Aber keine Sorge, die verbliebenen Artikel werden ins nächste Heft verschoben. Es gibt zudem eine Besprechung zu Andreas Eschbachs »Perry Rhodan – Das große Abenteuer« und zwei Werkstattberichte zur Miniserie »Mission SOL«.

In einem Interview berichtete Robert Corvus, wie er vom Gucky-Hasser zum Gucky-Fan wurde und warum Gucky für jeden Autor eine Herausforderung darstellt. Wie versprochen liefern wir die Highlights des NEO-Programmpunkts von den 3. PR-Tagen Osnabrück nach. Außerdem drucken wir einen Artikel über die Zyklus-Enden und ihre Titelbilder. Liebhaber von Fan-Geschichten kommen bei zwei Geschichten aus dem Perryversum auf ihre Kosten. Und wie in jeder letzten Ausgabe des Jahres gibt es bei einem Kreuzworträtsel etwas zu gewinnen.

Das Cover stammt von Thomas Rabenstein und zeigt eindrucksvoll eine gestrandete SOL.

Neues Mitglied der PRFZ

Am vergangenen Wochenende fand der BrühlCon statt. Ich konnte leider aus vielerlei Gründen nicht teilnehmen. Vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr. Aber PERRY RHODAN-Autor Robert Corvus war vor Ort. Er hatte mir in dieser Woche schon berichtet, dass er ein neues Mitglied für die PRFZ gewonnen hat. Seit gestern weiß ich auch, um wen es sich handelt.

Jennifer Denter ist Bloggerin bzw. Video-Bloggerin. Sie bloggt quasi vor der Kamera. Unter Letters&Life kann man ihre Videos bei YouTube finden. Jetzt hat sie ein schönes Video über den BrühlCon gemacht. Hier erzählt sie, wie sie zu der Mitgliedschaft in der PRFZ gekommen ist. (Tja, Robert Corvus ist eben ein Verkaufstalent, ihm kann man einfach nichts abschlagen. Danke Robert!)

Mich freut, dass wir ab sofort nicht nur ein junges Mitglied mehr in der PRFZ haben, sondern dass Jennifer so begeistert von der SOL 95 spricht. Da hüpft das Herz der Chefredakteurin. In solchen Momenten weiß ich, warum ich ein großen Teil meiner Freizeit in die SOL investiere. Vielen Dank an Jennifer! Meine Redaktionskollegen und ich würden sich über eine Videobesprechung der SOL 95 sehr freuen.

Hier nun das Video (ab Minute 3:50 gehts um die PRFZ). Im Video zu sehen sind übrigens auch die Aufkleber, die ich anlässlich der 3. PERRY RHODAN-Tage Osnabrück entworfen habe.

Conblues am Sonntag

Programmpunkt zur EA

Ein wenig später als am Vortag fielen wir morgens im Haus der Jugend Osnabrück ein. Dort war schon einiges los. Nicht nur die PRFZ hatte an diesem Tag ihre Zelte dort aufgeschlagen. Nein, in einem Teil des Jugendhaus war auch das Wahlbüro eingerichtet, was am Tag der Europawahl öfters für Verwirrung sorgen sollte.

Der Stand war schnell eröffnet und die ersten Fans trudelten ein. Das Programm war ursprünglich bis zum Nachmittag geplant gewesen, dann hatten aber einige Ehrengäste angekündigt, bereits am Sonntagmorgen abzureisen, unteranderem die NEO-Autoren Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm.

Ein Highlight gab es jedoch, ich meine damit die beiden Programmpunkte mit Wim Vandemaan, der in diesem Jahr von Klaus N. Frick unterstützt wurde. Leider kann ich nicht viel darüber berichten, weil ich draußen saß und mit Fans und Autoren plauderte, sowie mir von Robert Corvus eine Strafpredigt anhören musste. Falls Du das liest Robert: ich werde Deinen Rat beherzigen – mehr Schreiben und weniger PRFZ.

Abgerechnet wird zum Schluss

In der Mittagspause packte ich schon mal die Publikationen zusammen und machte gemeinsam mit Uwe die Kasse. Später tummelten sich alle im großen Saal und warteten auf die Abschiedsworte von Herbert Keßel, der den Con fast im Alleingang organisiert hatte. Von der Bühne gab es ein Dankeschön an das Orga-Team sowie an Fans und Ehrengäste, dann war der Con auch schon Geschichte. Leider waren da bereits viele schon unterwegs. Persönlich gefreut hat mich, das Chefredakteur Klaus N. Frick bis zur letzten Minute geblieben ist, obwohl ihm eine längere Heimreise bevorstand.

Im Namen des Orga-Teams bedanke ich mich herzlich beim Con-Team, bei allen Ehrengästen und selbstverständlich bei allen Fans und Besuchern: Ihr habt die 3. PERRY RHODAN-Tage in Osnabrück erst möglich gemacht. Ich hoffe, wir sehen uns alle im Jahr 2021 gesund und munter in Osnabrück wieder. Dann feiern wir 60 Jahre PERRY RHODAN-Serie. Der Termin ist schon reserviert.

Im Anschluss kehrte ein Teil des Orga-Teams im Ratskeller zum Mittagessen ein, wo wir in kleiner Runde das Wochenende Revue passieren ließen. Am späten Nachmittag spazierte ich mit meinem Mann noch durch die ausgestorben wirkende Osnabrücker Innenstadt, wobei ich einige Fotos machte. Am Ende des Tages war ich traurig, dass die beiden Tage so schnell vorbeigegangen waren.

Wie im Rausch … der Con-Samstag

Beim PRFZ-Panel

Der Samstag war tatsächlich schneller rum, als man bis Drei zählen konnte. So kam es mir jedenfalls vor.

Morgens ging es gleich nach dem Frühstück los. Im Jugendhaus bestückte ich zunächst den Stand. Am Tag zuvor hatten wir nur die Kartons unter den Tisch gestellt, jetzt musste ich die FanEditionen, Dorgon-Romane und PerryPaper-Bastelbögen noch hübsch auslegen. Enttäuschung macht sich breit, nachdem ich feststellte, dass die aktuelle SOL-Ausgabe 94 fehlte. Noch enttäuschter war ich aber, dass meine STELLARIS-Geschichte im Conbuch durch das Layout derart verhunzt wurde, dass sie eigentlich nicht mehr verständlich ist. Ich entschuldige mich also schon mal im Voraus bei denjenigen, die sich beim Lesen durch die nicht mehr vorhandenen Kapiteltrennungen verlieren. Mir bleibt nur ein seufzendes Kopfschütteln.

Kaum aufgebaut, ging es schon los mit dem Verkauf. Eine neue FanEdition und ein neuer DORGON ziehen immer Käufer an. Noch schöner wäre es aber gewesen, wir hätten mal wieder ein neues Papiermodell anbieten können. Kurz nach 10 Uhr stand plötzlich Con-Moderator Markus Gersting neben mir, um mich zum PRFZ-Programmpunkt abzuholen. Inzwischen hatten sich zum Glück mit Michael Tinnefeld und Gerhard Huber zwei Helfer gefunden, die mich an Stand vertreten konnten. Danke an die beiden Fan-Autoren.

Zusammen mit Nils Hirseland wurde ich dann auf der Bühne im großen Saal von Roman Schleifer über die SOL, die PRFZ und die FanSzene ausgequetscht. Roman ist der geborenen Entertainer und moderierte auch all die anderen Programmpunkte mit Witz und viel Wiener Schmäh. Nach dem Programmpunkt blieb ich im Saal, weil ich das, was da kommen sollte, um nichts in der Welt verpassen wollte. Unter dem langen Titel »Die Vorsitzenden der PRFZ – im Gespräch über gestern, heute und morgen« mit Klaus Bollhöfener, Nils Hirseland und Rüdiger Schäfer verbarg sich nämlich etwas anderes. Es sollte eine Überraschung werden und zwar für die Zuschauer und für einen der Beteiligten auf der Bühne. Der hatte keine Ahnung und war zunächst entspannt, blickte dann aber zunehmend ungläubiger, je länger Klaus Bollhöfener redete. Der PERRY RHODAN-Marketingchef spielte großartig mit und verlieh am Ende einem völlig verdutzten und sichtlich gerührten Rüdiger Schäfer die Ehrenmitgliedschaft der PRFZ. Überraschung gelungen, würde ich sagen.

Auch beim nächsten Programmpunkt blieb ich im Saal, weil es einer der wenigen Punkte war, die ich mir fest vorgenommen hatte anzusehen. PR-Chefredakteur Klaus N. Frick stand Rede und Antwort zu Fragen, die Roman Schleifer ihm stellte. Es waren auch einige dabei, die Fans in den Sozialen Medien gestellt hatten. Eine Stunde lang wurde über die Produktion der PERRY RHODAN-Serie geredet. Unteranderem wurden Schreibblockaden von Autoren angesprochen und der dann in Kraft tretende Plan B verraten. (Wenn es hart auf hart kommt schreibt der Chefredakteur auch mal höchstselbst den Roman übers Wochenende fertig.) Sowie allerlei weitere interessante Fakten über die Hintergründe der Serie offenbart. Ich war überrascht mit welcher Offenheit Klaus N. Frick den durchaus kritischen Fragen begegnete und sichtlich Spaß an der Unterhaltung hatte.

In der darauffolgenden Mittagspause blieb keine Zeit zum Luft holen, denn es war die Mitgliederversammlung der PRFZ ausgerufen. Hermann Ritter übernahm die Leitung und zog die Versammlung straff wie am Schnürchen durch. Immerhin 20 Mitglieder hatten sich eingefunden, beim letzten Mal in Osnabrück waren es noch 25 gewesen. Vor allem waren viele Vorstandsmitglieder nicht anwesend, was kein gutes Licht auf die innere Struktur der PRFZ warf. Da ist fürs nächste Mal definitiv noch Luft nach oben.

Mir blieb nicht mal eine Stunde am Stand, bevor ich erneut auf die Bühne klettern durfte. Roman Schleifer hatte mich gebeten, ihm beim NEO Programmpunkt zu unterstützen, um gezielt inhaltliche Fragen stellen zu können. Es war mir eine Ehre Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm ein paar Informationen zu entlocken und Rainer eine Dr. Brömmers-Frosch-KI zu überreichen. Ob die Zuschauer Spaß an dieser Unterhaltung hatten und ob sie mit den Fragen und Antworten zufrieden waren, kann ich an dieser Stelle nicht beantworten. Ich hoffe es wenigstens.

Den Rest des Nachmittags verbrachte ich am Stand, um Publikationen zu verkaufen und mit Leuten zu plaudern. Besonders gern erinnere ich mich dabei an die Unterhaltung mit Karl Nagel, dessen Lesung ich wegen NEO leider verpasst hatte. Es war aber sehr nett, den Autor, Punk und ehemaligen Kanzlerkandidaten der APPD persönlich zu treffen. Dazwischen holte ich mir noch die eine oder andere Unterschrift in der Autogrammstunde.

Die zwei Stunden vor dem Abendprogramm nutzten mein Mann und ich, mit den beiden NEO-Exposéautoren und NEO-Lektor, Dieter Schmidt, zu einem Abendessen im Kartoffelhaus, um anschließend gestärkt dem großen Finale des Con-Samstags beizuwohnen.

Rüdiger Schäfer hatte zur Saturday Night Live-Talkshow geladen und begrüßte unteranderem Wolfgang Kehl (Arndt Elmer), Andreas Brandhorst, Klaus N. Frick, Hermann Ritter und Robert Corvus auf der Bühne. Klaus Bollhöfener wurde von Klaus N. Frick gedoubelt (leider ohne fränkischen Dialekt). Dazwischen gab es Quizfragen fürs Publikum, bei dem Raritäten und Sammlerstücke gewonnen werden konnten. Ich hätte gerne die NEO-Sternenkarte ergattert, wusste aber nur den Vornamen des Pseudonyms von Rainer Schorm – Regina Shadow. Dabei stand er in der letzten Ausgabe der SOL auf Seite 43. Ich hätte es eigentlich wissen müssen. Nun ja, Namen sind eben nicht meine große Stärke.

Völlig erschöpft fiel ich kurz vor Mitternacht in Bett. Es war ein toller Tag, wie immer bei solchen Ereignissen nur leider zu kurz.

Langer Confreitag in Osnabrück

Das Con-Hotel

Die Deutsche Bahn brachte uns pünktlich und ohne Probleme nach Osnabrück. Na, ja, ich hatte meinen Mann dabei, der bringt mir bei Bahnreisen meist Glück. Ich genoss es mal wieder lange am Stück in einem Zug zu fahren, ohne nach zwei oder drei Stationen umsteigen zu müssen. Ich schrieb eine Szene für meinen Zeitreise-Roman und schmökerte in einem Buch, in dem es um PERRY RHODAN (zumindest indirekt) und um Pornos geht. Die Mischung ist durchaus skurril und witzig. Ich werde bei Gelegenheit darüber berichten.

Nach der Ankunft in Osnabrück stärkten wir uns in einem Café in der Fußgängerzone. Ein selig lächelnder Chefredakteur eilte an uns vorbei, ohne uns zu bemerken. Ich nahm aber freudig zur Kenntnis, dass Klaus N. Frick tatsächlich sein Versprechen wahr gemacht hatte, den Con in Osnabrück zu besuchen. Wo er doch in der Vergangenheit oft genug hatte verlauten lassen, keinen Perry-Con mehr besuchen zu wollen.

Während sich mein kränkelnder Ehemann im Hotelzimmer etwas hinlegte, ging ich ins Jugendhaus um Hallo zu sagen und bei den Vorbereitungen zu helfen. Vor und im Jugendhaus herrschte reges Treiben. Jugendliche aller Alterstufen tummelten sich dort. Schön zu sehen, dass sich die Jugend doch noch für nicht-virtuelle Aktivitäten von ihren Smartphones und Computer weglocken lässt.

Es hatten sich außerdem schon viele aus dem engeren Kreis der PRFZ versammelt und waren dabei, die Con-Räumlichkeiten zu dekorieren und die Händlertische aufzubauen. Die ausgedruckten Poster mit dem Programm wurden mir aus der Hand genommen und strategisch günstig aufgehängt, während ich mich um den Aufbau des Stands und das Anbringen des großen Banners an der Bühnenfront kümmerte. Im Laufe des Nachmittags kamen weitere Fans vorbei und boten ihre Hilfe an. Vielen Dank an dieser Stelle dafür, denn so waren wir schneller fertig als gedacht und setzten uns bei einem Kaffee im großen Kreis zusammen.

Gegen 18 Uhr wechselten wir ins wenige Meter entfernte Kartoffelhaus. Michael Tinnefeld und Gerhard Huber hatten mich schon im Vorfeld zum Essen eingeladen, als Dankeschön, dass ich ihre FanEdition lektoriert hatte. Nach einem sehr guten und vor allem umfangreichen Abendessen schlenderten mein Mann und ich ins Hotel zurück.

Am späteren Freitagabend traf sich dann die PRFZ-Spitze zu einem Vorgespräch im Biergarten vom Romantik-Hotel Walhalla. Mit von der Partie war Klaus Bollhöfener aus der PR-Redaktion. Wir sprachen über Zukünftiges und über die Verbesserung interner Abläufe. Doch je weiter der Abend voranschritt, desto kälter wurde es. Als ich eingewickelt in zwei Decken und mit einer Tasse Tee immer noch fror, zog ich mich dann doch lieber ins Hotelzimmer zurück. Außerdem war es spät und ich wollte am nächsten Morgen ausgeschlafen sein.

Der Saal im Jugenhaus

Im Constress

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen an jedem Tag des Wochenendes ein wenig vom Perry-Con zu berichten. Aber …

Mitarbeiterin im Con-Team zu sein, ist dann doch etwas anderes als solch eine Veranstaltung als normale Besucherin zu erleben. Es ist Arbeit und es ist mitunter stressig. Da will der Stand der PRFZ betreut, zwei Bühnenauftritte absolviert werden und dann ist noch das Nebenbei. Kleinigkeiten, die selbstverständlich immer vorkommen und die erledigt werden wollen.

Ganz wichtig jedoch waren an diesem Wochenende die Gespräche mit den Menschen, mit Fans genauso wie mit den Autoren. Dass ich dadurch kaum etwas vom Programm mitbekommen habe, ist da zu vernachlässigen. Der Austausch untereinander ist es, der einen Con unteranderem so wertvoll macht.

Jetzt, nachdem die 3. PERRY RHODAN-Tage Osnabrück hinter mir liegen, bin ich zwar ein wenig erschöpft, aber glücklich und zufrieden mit dem Ausgang. Es war ein ereignisreiches Wochenende, an dem ich viele nette Menschen getroffen und viele gute Gespräche geführt habe. Darüberhinaus war der Con auch ein schöner Erfolg für die PRFZ.