Ein Wochenende wie 2019

Manch einen wird es gewundert haben, dass ich in den vergangenen tagen nicht regelmäßig gebloggt habe. das hatte vielfältige und durchaus erfreuliche Gründe. Ich liste hier mal auf, was wir am Wochenende alles so erlebt haben. Einiges bespreche ich dann nochmal im Detail in einem weiteren Beitrag.

Am Freitag fand die Mitgliederversammlung der PRFZ e.V. statt. Um 17:30 Uhr trafen wir uns online bei Zoom. Bis das Einlassprozedere mit dem Abgleich der Anmeldedaten durch war, war es 18 Uhr und der Vorsitzende konnte die Versammlung eröffnen. In diesem Jahr standen die Vorstandswahlen an und ich hatte mich für den Posten der Schriftführerin beworben. Außerdem war ich bei der MV als Protokollantin tätig und durfte die Stimmen zählen. Das ist bei Zoom übrigens nicht so einfach wie man denkt, da muss man seine Augen überall haben, damit man auch alle Hände genau sieht. Zum Glück hatten wir nur einen Bildschirm und ich musste nicht immer vor und zurückblättern. Jedenfalls verlief die Versammlung sehr strickt, danke dafür an den Versammlungsleiter, der alles voll im Griff hatte. Ich wurde gewählt und habe die Wahl angenommen. Ich bin also ab sofort Vorstandsmitglied der PRFZ e.V.. Jetzt geht die Bürokratie aber erst so richtig los. Gestern habe ich das Protokoll der MV geschrieben und zur Kontrolle an meine Mitstreiter geschickt. Wenn alles okay ist, muss ich damit nächste Woche zum Notar und meine Unterschrift legitimieren lassen. Kostenpflichtig natürlich und dann geht es an das nächste Vorstandsmitglied, der das genauso wiederholen muss und dann weiter an das nächste und an das übernächste usw. Zum Schluss wird das Protokoll ans Vereinsgericht geschickt und die bestätigen dann den neuen Vorstand, oder nicht. Manchmal gab es da in der Vergangenheit ein paar Probleme. Ich hoffe aber, dass es diesmal glatt geht, weil wir eigentlich an alles gedacht haben.

Seeoner See

Der Samstag stand dann ganz im Zeichen der Science Fiction. Ich war zum erstmal wieder seit mehr als zwei Jahren auf einem Con. Der OldieCon fand in Unterwössen statt und ich werde darüber in den nächsten Tagen ausführlicher berichten. Kurzer Vorgeschmack: es war echt schön mal wieder persönlich unter Gleichgesinnten zu wandeln.

Am Sonntag hatte mein Schwiegervater Geburtstag und wir haben mit meinen Schwiegereltern und meinen Schwägern (das sagt man laut Duden so) ganz in Familie gegrillt. Das Wetter war echt toll. Nachmittags gab es dann noch ein Eis vom Italiener und einen kleinen Bummel über den Waginger Herbstmarkt. Der sehr gut besucht war. An so viele Leute auf einem Trampel muss man sich erst wieder gewöhnen.

Das Kloster liegt auf einer Halbinsel im See

Montags wurde bei uns von 8 Uhr bis 16 Uhr das Wasser abgestellt. Die graben gerade die Straße vor unserem Haus auf, es wird also nicht das letzte Mal in den nächsten Wochen sein. Weil mein Mann Urlaub hat und wir ohne Wasser nicht daheim bleiben wollten, sind wir nach Seeon gefahren und um den See gewandert. Anschließend haben wir noch in der Gamba-Bavaria Bio-Semmeln gekauft. Bier haben die da auch. Wenn man sich anmeldet, gibt es sogar eine Brauereiführung mit Verkostung. Anschließend haben wir uns bei Vietnamesischen Imbiss in Waging etwas zum Mittag geholt und bei meinen Schwiegereltern im sonnigen Garten gegessen. Nachmittags habe ich dann das Protokoll für die MV geschrieben.

Heute hat mich dann wieder der ganz normale Wahnsinn auf Arbeit eingeholt. Ich weiß nicht, irgendwie werden die Menschen immer verrückter und bekloppter. Anders kann ich das eigentlich nicht mehr bezeichnen. Es ist grenzwertig, was da gerade abgeht.

Hier noch ein Bild vom vorletzten Wochenende. Ich habe die Enterprise-Kuh entdeckt. Bei der Registriernummer muss man sich halt die eine Sieben wegdenken.

Spaziergang zum Wasserfall

Ich weiß nicht, ob ich es schon mal erwähnt habe, aber ich habe ein Faible für Wasserfälle. Auf Madeira sind wir mal einen ganzen Tag lang alle Wasserfälle abgefahren, die wir finden konnten, und das waren eine ganze Menge. Zu einem sind wir gut zwei Stunden hingewandert, auf der schmalen Brüstung eines Levada und dann erwartete uns nur ein armseliges Getröpfel. Im Maggia-Tal im Tessin haben wir an einem einsamen Wasserfall gerastet. Die Erinnerungen daran sind heute noch präsent.

Dass es bei uns in der Gegend auch spektakuläre Wasserfälle gibt, ahnte ich bisher nicht. Am Wochenende haben wir einen gefunden. Dank Google Maps. Der Wasserfall heißt passend »Wasserwandl« und ist für hiesige Verhältnisse beeindruckend. Vom Wanderparkplatz Kohlstadt aus geht man in 50 Minuten einen mäßig steilen Forstweg hinauf. Inzwischen sind dort mehr Radfahrer unterwegs als Wanderer, was schon ein bisschen seltsam ist. Der Bach ist häufig angestaut und bietet Ausblicke auf viele kleinere Wasserfälle. Es ist keine sehr anstrengende Tour, die sogar für nicht passionierte Berggeher oder mit Kleinkindern geeignet ist.

Im Tal war es angenehm frisch. So um die 20 Grad, während außerhalb der Berge die Dreißig-Grad-Marke überschritten wurde. Wir verbrachten etwa eine Viertelstunde dort, machten ein paar Fotos und gingen dann wieder zurück zum Auto.

Hier ein paar Impressionen:

Im Urlaub

Bevor sich der eine oder andere Besucher meines Blogs wundert, weil ich nichts schreibe. Ich bin seit Donnerstag im Urlaub in Thüringen.

Donnerstagmittag sind wir losgefahren, den Staus auf der A9 zum Trotz. Die Alternativroute über Pfaffenhofen war dann aber nicht ganz so clever, weil das Ampelmanagement in Pfaffenhofen unterirdisch ist. Alle haben Vorfahrt, nur nicht der Verkehr auf der B13, was dazu führt, dass man nur im Schritttempo durch den Ort kommt, weil man an jeder Ampel gefühlte Ewigkeiten wartet.

Dann hat unser Bordcomputer hat auf dem Navigationsdisplay ein kurioses Zeichen angezeigt. Das umgestürzte Auto bedeutet nicht zu viel Wind, sondern Unfall. Normalerweise sind da immer zwei Autos abgebildet, die zusammengefahren sind. Das Auto, das auf dem Dach liegt, war mir jedenfalls neu. Der im Bild angezeigte Unfall, war aber nur eine Reifenpanne. Also nichts schlimmes. Allerdings war der Verkehr auf der Autobahn schon recht heftig. Nichts im Vergleich zum Verkehr in Lockdownzeiten.

Am Freitag waren wir dann noch in der Keksfabrik von Griesson einkaufen. Das ist immer wieder ein Erlebnis. Man steigt aus dem Auto und schon umfängt einen der Duft frisch gebackener Kekse. Im Laden dann Regale voller Kekse, teils Kiloweise abgepackt. Es gibt alles was das Herz begehrt, mit Schokolade oder ohne, Waffeln, Cookies, Schokokekse und eine 3,6 kg Prinzenrolle. Also wer gern Kekse ist, kann sich dort eindecken. Es gibt aber auch Salzgebäck, Chips, Gummibärchen und Pralinen. Wer mal in die Nähe von Kahla kommt, sollte sich das zumindest mal ansehen. Wir waren noch in der Porzellanfabrik und haben uns noch ein paar Tassen gekauft.

Am Samstag hatte mein Vater 85. Geburtstag, den wir in Nachbarschaftlicher Runde gefeiert haben und gestern haben wir im Wochenendhaus nach dem rechten gesehen. Das Wetter war ganz okay. Es hätte am Samstag nicht unbedingt dann mit Regnen anfangen müssen, wenn wir den Grill aufgebaut haben. Schauen wir mal, was die Tage noch bringen.

Wechselhafter Maiurlaub

Es ist aufgefallen, dass ich in den vergangenen Wochen nicht so häufig gebloggt habe. Der Grund: Ich habe mir etwas Urlaub gegönnt. Was auch hieß, dass ich meine Finger stillgehalten und weniger geschrieben habe. Mein Mann war drei Wochen zu Hause, ich nur zwei. Viel konnte man nicht unternehmen, zum einen wegen der anhaltenden Pandemielage und zum anderen wegen des Aprilwetters, das keine halbe Stunde lang stabil war. Dennoch will ich mich nicht beschweren, der Regen ist besonders für die Wälder dringend notwendig. Die letzten beiden Jahre waren einfach zu warm und zu trocken, was man erkennt, wenn man auf der A9 Richtung Norden fährt und im Frankenwald die sterbenden Bäume sieht.

Eine Woche waren wir in Saalfeld und haben dort mehr gearbeitet als uns erholt, aber zumindest waren wir an einem schönen Vormittag auf dem Kulm. Das Top-Ausflugsziel in der Region wird derzeit saniert. Aus dem ehemaligen Restaurant wird ein Hotel mit Restaurant und Außenterrasse. Noch stehen die Baumaschinen und durchwühlen die Bergspitze, zum Aussichtsturm kann man aber hinlaufen. Ich hab mich natürlich nicht bis ganz hoch getraut. Bei der steilen Treppe, dem luftigen Stahlträgergerüst und der Höhe, erschien mir das zu gefährlich. Ich weiß nicht, als Kind hat mir das nichts ausgemacht, da war ich immer die erste, die oben war. Dabei gab es damals keine Edelstahl-Fangnetze und der Rost hatte den 1884 erbauten Turm fest im Griff. Der Ausblick ist aber nach wie vor sensationell und mein Mann war so lieb ein paar Fotos zu machen.

Das frische Grün der Blätter und die Rapsfelder leuchteten in der Sonne und man konnte die Stadt und die sie umgebenden Berge in aller Schönheit bewundern. Der Sendemast ist nach wie vor beeindruckend in seiner Größe, obwohl ein Teil der Spitze zurückgebaut wurde. Ich denke, da fahren wir wieder einmal hoch oder besser laufen. Ich möchte einmal von unten bis hinauf wandern.

Hin- und Rückfahrt liefen wieder völlig unkompliziert und angenehm. Mit dem ID3 fährt es sich einfach entspannter, auch wenn EnBw demnächst massiv die Preise an den Ladesäulen anheben wird. Leider gibt es da keine staatliche Regulierung wie beim Ölpreis, die Anbieter dürfen verlangen, was sie wollen. Bei manchen kostet die Kilowattstunde 1,09 Euro, das Dreifache dessen, was man beim Haushaltsstrom zahlen muss. Ich würde es verstehen, wenn die Anbieter den Aufbau der Infrastruktur komplett selbst bezahlen müssten, aber alle Ladestationen, bei denen wir getankt haben, wurden alle staatlich gefördert von unseren Steuergeldern. Da kleben überall die Aufkleber des Verkehrsministeriums drauf. Wenn das so weitergeht, wird das mit der E-Mobilität nichts werden.

Hier noch ein paar Bilder vom Kulm.

Pimp up your photobook

Das ich gern Fotobücher layoute, habe ich hier schon mehrfach angedeutet. In den Tagen vor und nach den Feiertagen beschäftigte ich mich mit unseren Urlauben 2018 und 2019. Da wir während unserer Algarve-Reise 2018 so viele Fotos gemacht hatten, bin ich bei dem Buch immer noch dabei. Zumindest ist aber das Fotobuch über unseren Ostseeurlaub 2019 fertiggeworden. Gestern durfte ich das gute Stück im Drogeriemarkt abholen.

Für dieses Fotobuch habe ich wieder einen besonderen Umschlag vorgesehen. Wie schon zum Fotobuch über Lanzarote ließ ich kein Titelbild drucken, sondern nur einen Rahmen in Metallic-Veredelung. Das lässt Fotobücher übrigens sehr professionell wirken. In den Rahmen klebte ich dann eine 3D-Postkarte, die ich im Urlaub gekauft hatte. Das ist quasi das I-Tüpfelchen auf dem Buch.

Wenn die Postkarten nicht allzu dick sind, kann man sie auch innen einkleben. Einfach einen schönen Hintergrund nehmen, ihn transparent machen und das 3D-Bild darüber kleben. Man kann statt des Hintergrunds auch einen Rahmen auswählen.

Immer wenn wir irgendwo im Urlaub sind, schaue ich, ob ich 3D-Postkarten von der Urlaubsregion bekomme. Auf den Kanaren ist das Angebot sehr groß, auch an der Ostsee und hier in Oberbayern findet man die Karten in den Souvenirs-Shops. In Portugal habe ich trotz intensiver Suche nichts bekommen, da werde ich den Umschlag zum Algarve Fotobuch klassisch mit Fotos gestalten.

Also, wer ein besonderes Fotobuch haben will, der kann es mit 3D-Postkarten »pimpen« wie man so schön sagt.

Sommerurlaub 2020

Ich bin eigentlich nicht der Sommerurlauber. Mein Mann und ich machen lieber im Mai oder Juni bzw. im September oder Oktober Urlaub. Aber weil mein Vater Geburtstag hatte, haben wir beschlossen eine Woche im August zu verreisen. Ziel: Thüringen.

Seien wir ehrlich, es war eher ein Arbeitsurlaub. Am Haus ist halt doch immer wieder etwas zu tun und die betagten Eltern schaffen vieles nicht mehr aus eigener Kraft. Dazu kollidieren dann hin und wieder die Vorstellungen und Wünsche, dann bricht schon mal ein kleiner Streit aus. Aber das gehört eben alles zum Familienleben.

Wir hatten dennoch schöne Tage und haben einen Ort besucht, an dem ich noch nie war und von dem ich aus dem Fernsehen erfahren habe. Dabei liegt er direkt an unserer Reiseroute, wenn wir mit dem Auto fahren.

Zu Zeiten der DDR lag Hirschberg direkt an der Grenze. Die wurde von der Saale markiert. Auf der einen Seite die DDR auf der anderen die BRD. Heute ist Hirschberg ein verschlafenes Örtchen, dass stellenweise ein wenig so wirkt, als wäre die Zeit stehengeblieben. Aber die Bürger haben den, vor dem Mauerbau abgerissenen Steg, wieder aufgebaut. Die Holzkonstruktion windet sich entlang eines Felsens direkt über dem Fluss. Der Weg verbindet die Stadt mit dem dahinter beginnenden Wanderweg. Wenn man diesem folgt, gelangt man auf den ehemaligen Kolonnenweg. Hier verlief bis 1990 die Staatsgrenze. Eine Schautafel erklärt in Bildern, wie es hier vor dreißig Jahren ausgesehen hat. Heute ist das alles unvorstellbar. Denn überall ist Wald, die Laubbäume stehen dicht an dicht und nur die Betonplatten des Kolonnenweges erinnern an den Grenzverlauf.

Man kann sich kaum vorstellen, dass sich dieser Weg ohne Unterbrechung quer durch die Republik zog, zuzüglich eines meterhohen Grenzzauns und diverser andere Installationen. Allein die Ressourcen, die das gekostet hat und wegen des ideologischen Gesichtspunktes, war das einfach nur ein riesiger Irrsinn. Jetzt steht dort eine dreißig Meter lange Bank und viele Schautafeln, die auf seltene Bäume und Pflanzen im »grünen Band« hinweisen. Denn die Flusslandschaft an der Saale, ist dort nahezu unberührt.

Wer Hirschberg besuchen, und sich den Felsen mit dem Steg selbst ansehen möchte, braucht bloß an der Anschlussstelle Lobenstein von der A9 abfahren. Die Strecke nach Hirschberg ist ausgeschildert.

Virtueller Urlaub

Schlosslichtespiele 2017

Wir hatten für 2020 keine Urlaubsreise geplant, was sich im Nachhinein als richtig herausgestellt hat. Wir hätten im Mai oder Juni ohnehin nicht fahren können. So bleiben wir in diesem Jahr zuhause, was überhaupt nicht schlimm ist, da wir dort wohnen, wo andere Urlaub machen.

Dennoch kam bei mir in den letzten Wochen ein wenig Urlaubsfeeling auf. Und das, obwohl ich jeden Tag zur Arbeit ging. Mein Geheimnis: Fotobücher. Seit Jahren liegen die Fotos unaufbereitet auf unserem Computer. Schon lange wollte ich Fotobücher damit füllen, doch die Arbeit blieb liegen. In den letzten Wochen packte es mich und ich fing an Fotojahrbücher und Fotobücher zu unseren Urlauben zu erstellen. Eine Arbeit, die mir viele schöne Erinnerungen zurückbringt. Beim Anschauen der Bilder und Schreiben der Texte ist es, als wäre ich wieder vor Ort, würde sehen, fühlen und riechen, manchmal auch schmecken. Das ist wie ein virtueller Urlaub. Noch schöner ist es dann das Ergebnis in der Hand zu halten und herumzuzeigen.

Egal ob es unsere Reisen nach Karlsruhe zu den Schlosslichtspielen in den vergangenen drei Jahren waren, oder unser Urlaub an der Algarve 2018 oder auf dem Darß 2019. Die Bilder bringen die Urlaubsstimmung zurück ins heimische Wohnzimmer. Und wenn man morgens auf den Balkon tritt und die Augen schließt, kommt es einem manchmal so vor als wäre man dort. Da fehlt einem der Urlaub gar nicht mehr so sehr.

Leuten mit Fernweh, kann ich nur empfehlen: sucht eure Fotos von den letzten Urlauben heraus und erstellt ein Fotobuch. Das ist einfacher als gedacht. Es gibt viele Anbieter, die sich in der Qualität kaum unterscheiden. Denn mit der Beschäftigung mit den Bildern kommen die Erinnerungen zurück und man fühlt sich wieder, als wäre man weit weg von zu Hause, obwohl man daheim am Computer sitzt.

Botanischer Garten Karlsruhe 2018

Perry im Schwarzwald

Quelle: www.mein-schwarzwald-magazin.de

Das Magazin »Mein Schwarzwald« berichtet in seiner aktuellen Ausgabe unteranderem über die PERRY RHODAN-Serie. Der Artikel richtet sich vor allem an Unkundige des Perryversums, hält aber auch für Fans ein paar interessante Informationen sowie Fotos aus den Räumen der PERRY RHODAN-Redaktion parat. Da findet sich auch mal die Auflagenzahl im Kleingedruckten oder die Anzahl der Anschläge für einen Erstauflagen-Roman. Und wer schon immer mal wissen wollten, was die Mitarbeiter des PERRY RHODAN-Marketings denn so im Schrank stehen haben, oder wie Chefredakteur Klaus N. Frick seine Heftromane archiviert, kommt an dem Magazin nicht vorbei.

Doch auch die anderen Beiträge im Heft sind interessant geschrieben und schön bebildert. Beispielsweise erfährt man wie aufwendig der Anbau von Meerrettich ist, wo man aufbereitete Lederschuhe bekommt, oder welche Leute eine Autobahnkirche besuchen. Das Geheimnis des Schwarzwälder Schinkens wird gelüftet, das Rezept für einen perfekten Glühwein abgedruckt und wofür Zitronenverbene gut ist. Die Hornisgrinde, ein legendärer Gipfel des nördlichen Schwarzwalds, wird genauso vorgestellt wie das »Molerhüsli« am Herzogenhorn und zehn Wein-Erlebnisse im Badischen. Daneben gibt es jede Menge Tips zu Ausflügen und Insider-Informationen rund um die Schwarzwald-Region.

»Mein Schwarzwald« richtet sich an Bewohner der Region, aber auch an Leser, die gern ihren Urlaub im Schwarzwald verbringen oder verbringen möchten. Das Magazin erscheint zweimal im Jahr und kann hier abonniert oder als Einzelheft bestellt werden. Es ist allerdings auch in Zeitschriftenläden zu bekommen. Einfach mal nachfragen.

 

Blauer Sonntag

Blick aus dem Hotelfenster zum »Affenberg«

Im Gegensatz zum tristen Samstag überraschte uns der Sonntag mit strahlend blauem Himmel. Ich machte gleich ein paar Fotos aus dem Hotelzimmer.

Nach dem Frühstück packten wir unsere sieben Sachen und machten uns auf den Rückweg. Schnell waren wir aus Karlsruhe heraus und auf der A8. Die war schon recht bevölkert. Zwar kamen wir bis Stuttgart gut durch, standen aber anschließend mehrere Kilometer im Stau.

Weil wir noch Zeit hatten, schlug ich vor, von der Autobahn abzufahren und in Blaubeuren Mittagessen zu gehen. Die Parkplatzsuche gestaltete sich schwierig, wir fanden erst einen am Ortsausgang. Dafür war in der Stadt trotz schönstem Sonnenschein und warmen Temperaturen erstaunlich wenig bis gar nichts los. Fast alle Restaurants oder Gaststätten hatten entweder Urlaub oder waren geschlossen. Die Touristen und Ausflügler irrten durch die Straßen. Das einzig offene Lokal, was wir fanden, war ein Italiener der mit kreativer Küche warb. Hier ergatterten wir die letzten freien Plätze. Die vegetarische Pasta war schmackhaft und auch die Preise waren moderat, man kann das Lokal also weiterempfehlen. Warum die anderen Gaststätten an einem Sonntagmittag im Hochsommer nicht offen hatten, wissen wohl nur sie selbst. Denn der Andrang an Gästen bei dem Italiener war so groß, das viele weggeschickt werde mussten. Denen blieben nur die Imbissbuden rund um den Blautopf.

Nach dem Essen bewunderten wir das türkisfarbene Wasser des Blautopfs. Die Quelle des Flüsschens Blau sollte man einmal mal besucht haben. Wenn möglich bei Sonnenschein, damit die Farben richtig zur Geltung kommen. Ich machte eine Menge Fotos, weil ich mich nicht sattsehen konnte. Von dort spazierten wir zurück zum Auto und fuhren ins wenige Kilometer entfernte Ulm, die Verwandtschaft besuchen.

Die Heimfahrt über die Autobahn und die baustellengeplagte B304 zog sich am Abend scheinbar ewig hin. Bei Wasserburg stauten sich die Autos sogar auf der Gegenspur über mehrere Kilometer. Das hatte ich auch noch nicht erlebt. Aber wir kamen heil daheim an und das ist das Wichtigste.

hier noch ein paar Eindrücke vom Blautopf:

Blautopf
Orgie in blau und Grün

Feucht und flauschig

Brücken-Restaurants gibt es nicht nur an der Autobahn

Der Samstag begann trist, außerdem hatten wir verschlafen. Wir gingen – für unsere Verhältnisse ziemlich spät – erst nach neun Uhr frühstücken. Wie immer war das Frühstück im Hotel reichhaltig und schmackhaft. Dieses Mal schmeckte auch der Kaffee. Da hat sich die Investition in eine neue Kaffeemaschine gelohnt.

Ich fühlte mich, analog zum tristen Wetter draußen, ein wenig deprimiert. Da hilft meist ein ausgedehnter Spaziergang. Mein Mann wollte sich den Campus des KITs (Karlsruher Institut für Technologie) ansehen und so schlenderten wir quer durch die Südstadt nach Norden. Trotzdessen es immer wieder leicht nieselte, war es ziemlich warm. Ich hatte die Regenjacke übergezogen und schwitzte die ganze Zeit.

Es gibt eine Menge sehr schöner Ecken in Karlsruhe, Parkanlagen zwischen den Häuserfronten, durch die schmale Wege führten. Viele alte Bäume und auch sonst viel Grün. Dann wieder weite Anlagen mit großen modernen Betonbauten, Springbrunnen und glänzenden Fassaden, ein Brücken-Restaurant und Gassen wie in einer Kleinstadt. Wir ließen uns durch die Stadt treiben.

Ich marschierte wie immer zielstrebig voran und stieß dabei unbeabsichtigt auf die Rotlichtmeile der Stadt. Ehrlich, ich war völlig verblüfft, als wir plötzlich in die Brunnenstraße abbogen und mitten zwischen Laufhäusern und Erotic-Bars standen. Es war Samstagvormittag und das einzige, was sich in der Straße bewegte, waren die Lieferwagen. Dennoch saßen ein paar Damen in den Schaufenstern der Etablissements und warteten auf Kundschaft. Wir stiefelten hindurch, als wäre es nur eine von vielen Straßen. Auf der Kreuzung dahinter waren schon die ersten Gebäude des KITs zu sehen, doch in dem Moment hattet mein Mann nur Augen für … nein, nicht das was jetzt manchen denken … das Autohaus auf der anderen Straßenseite. Dort standen ein paar Old- und Youngtimer im Schaufenster, die mussten genauer betrachtet werden. Die freizügigen Damen in der Brunnenstrasse, waren für ihn hingegen nicht so interessant gewesen. Sehr brav!

Vom KIT-Campus steuerten wir das Schloss an. Die Fassade ist auch tagsüber beeindruckend, nicht nur wenn die Projektoren auf sie gerichtet sind. Das Gelände rund ums Schloss war nur mäßig besucht, einige wenige Touristen drängten ins Museum für Kulturgeschichte. Wir saßen ein Weile davor und bewunderten die Anlagen. Als es anfing stärker zu regnen, gingen wir weiter.

Wir wollten etwas nachholen, was wir beim letzten Mal nicht geschafft hatten – einen Besuch im »Cats Café« in der Kaiserpassage. Das Münchner Katzen-Café haben wir bereits zweimal besucht und wollten uns nun das Katzen-Café mit den meisten Katzen in Deutschland ansehen. Es ist überraschend groß, es gibt 13 Katzen und außer lecker aussehendem Kuchen auch veganes und vegetarisches Essen. Kurz nach zwölf war es schon ziemlich voll, die meisten Tische waren reserviert. Da wir nicht vor hatten, allzu lange zu bleiben, setzten wir uns an einen Tisch, der ab 13 Uhr reserviert war. Die Einrichtung des Cafés ist recht originell und man sieht, dass dabei viel von Hand selbst gestaltet wurde. Überall gibt es Schlafplätze für Katzen und sogar eine kleine Terrasse, wo Gäste essen und die Vierbeiner frische Luft schnappen können. Das Desinfizieren der Hände vor dem Eintreten ist Pflicht und ein Regelwerk auf jedem Tisch klärt die Besucher über das richtige Verhalten auf. Die Bedienung war ausgesprochen freundlich. Wir bestellten eine Flasche Wasser und »Schwäbische Lasagne«. Das einzige, was mich störte, war die Wärme. Ich schwitzte und fühlte mich wie in den Tropen. Den Katzen schien es nicht zu warm zu sein, sie spazierten unter den Tischen hindurch und ließen sich von den Besuchern streicheln. Manch ein Gast spielten mit ihnen, andere machten Fotos oder filmten. Es waren vor allem sehr viele junge Leute da. Ich glaube, wir fielen wegen unseres Alters schon auf.

Kurz vor ein Uhr gingen wir wieder. Draußen waren die Temperaturen angenehmer und es hatte auch aufgehört zu regnen. Nach einem kurzen Zwischenstopp im »Füllhorn«, einem riesigen Bioladen, spazierten wir zum Hotel zurück. Ich duschte ausgedehnt und am späten Nachmittag genehmigten wir uns noch einen Kaffee im »Tante Emma«. Anschließend organisierten wir uns im Hauptbahnhof noch eine Kleinigkeit zum Abendessen.

Der Abend zeigte sich verregnet, so dass wir nicht, wie geplant, nochmal zu den Schlosslichtspielen gingen.

Lauschige Parks …
… Pflaster-Kunst …
… und kuschelige Miezen