Christinas Multiversum

Ansichten, Rezensionen, Kommentare

rainbow

Posts Tagged ‘Schreiben’



Inside MADDRAX

MADDRAX 475

Dieses hübsche Romanheft trudelte dieser Tage bei mir ein. Etwas verspätet zwar, aber ich habe mich trotzdem darüber gefreut.

Der Roman wurde von Ben Calvin Hary verfasst, der inzwischen schon den nächsten Roman abgeliefert hat. Durch Ben bekomme ich hin und wieder die Gelegenheit in die Romanserie MADDRAX hinein zu schnuppern. Die apokalyptische Welt von Matthew Drax ist eigentlich nicht so mein Ding, obwohl es sich um eine Science-Fiction-Serie handelt. Ich bin kein großer Fan von Dystopien, weshalb mich die Handlung von MADDRAX nicht richtig anspricht.

Warum ich die Romane von Ben dennoch lese, liegt schlicht daran, dass ich als Testleserin fungiere. Der Autor bezeichnet mich gern als »Bluthund« oder »Endgegnerin«, weil ich streng und unnachgiebig alles ankreide, was mir am Roman missfällt, oder wo ich ein Plothole vermute. Natürlich ist vieles davon Geschmacksache. Ich vertraue dem Autor dahingehend, dass er nur das übernimmt, was ihn überzeugt. Weshalb ich mich immer freue, wenn ich im Belegexemplar den einen oder anderen Vorschlag von mir umgesetzt wiederfinde.

Ich bin gern Testleser, weil ich dabei viel über mich selbst und für mein eigenes Schreiben lernen kann. Ich wünschte mir nur, dass ich etwas mehr Zeit bekäme. Meist erreicht mich das Manuskript erst kurz vor Abgabetermin und dann ist Schnelligkeit gefragt. In dem Fall kann ich es leider nicht so sorgfältig überarbeiten, wie ich gern möchte. Aber wenn ich das Heft dann in der Hand halte, macht es mich stolz einen kleinen Beitrag dazu geleistet zu haben.

Mein erster Zeitungsartikel

Nachdem ich den Text über die Deutsche Bahn am Freitag in meinen Blog gestellt hatte, überlegte ich kurz. Immer wieder hatten meine Eltern mich aufgefordert, meine Texte doch mal an die Zeitung zu schicken. Und immer wieder bin ich dem ausgewichen, weil ich mir sagte, das interessiert doch keinen.

Auch am Freitag dachte ich zunächst so, überlegte es mir dann aber anders und suchte die E-Mail Adresse des Redaktionsleiters der Lokalzeitung heraus. Allen Mut zusammennehmend schrieb ich eine kurze Erklärung und ein paar Eckdaten zu mir und schickte den Artikel ab. Es hat mich einiges an Mut gekostet und ich hatte ehrlich gesagt, nicht mit einer Antwort gerechnet. Doch meine Sorge war unbegründet. Ich erhielt eine geradezu euphorische Antwort-Mail und die Bitte, doch ein Foto von mir vor einem Zug zu schicken.

Noch am Samstag morgen fuhr ich mit meinem Vater und einem leeren Koffer an den Bahnhof. Just zu diesem Zeitpunkt wartete eine Regionalbahn auf den Gleisen und wir konnten das perfekte Foto machen. Ich gebe zu, die Leute im Zug haben ein wenig misstrauisch geguckt, als ich ohne einzusteigen mit meinem Koffer den Bahnsteig wieder verließ, aber das war mir in diesem Moment egal. Ich hatte das Foto und ich schickte es noch am selben Tag an die Redaktion.

Heute nun erschien mein Artikel als Gastbeitrag auf der Lokalseite. Es ist mein erster Zeitungsartikel in der Regionalpresse. Ich bin einigermaßen stolz darauf, vor allem, dass ich den Mut gefunden habe, ihn einzureichen. Wenn ich mir recht überlege, hätte ich das schon viel früher mal tun sollen.

Alles eine Frage des Alters?!

Quelle: Twitter @Teilzeithelden

Schön!

Die PERRY RHODAN-Redaktion hat heute auf dem Litcamp in Heidelberg, bekanntgegeben, dass sie im Herbst ein Casting für neue Autoren startet. Das ist löblich und auch notwendig. Mich irritiert nur eine Anforderung an die Autoren (siehe Bild). Schon klar, PERRY RHODAN ist ein Generationenprojekt.

Aber … Warum sollte es im Literaturgeschäft anders sein, als auf dem Rest des Arbeitsmarktes – mit 40 ist der Zug abgefahren? Bei allen Bemühungen der Redaktion, aber diese Aussage finde ich zutiefst diskriminierend. Auch im Hinblick auf das Alter der Leser, die müssen sich von solchen Botschaften fast schon bedroht fühlen.

Was kommt als nächstes? Müssen die Autor/innen auch noch vorzeigbar sein?

Ich bin gerade ein wenig fassungslos, deswegen möchte ich auch nichts weiter dazu sagen.

Im Übrigen: einer der PERRY RHODAN-Gründerväter Clark Dalton war 41.

Wenn nichts mehr geht, dann Bernemann

Es gibt Zeiten in denen ich beim Schreiben in einer Sackgasse zu stecken scheine. Unmotiviert füge ich Wort um Wort aneinander, um am Ende des Satzes festzustellen, nur eine leere Satzhülse hinterlassen zu haben. Das bedeutet nicht, mir fehle die Motivation. Nein, nein, die ist da, auch an Ideen mangelt es nicht, aber ich bekomme diese einfach nicht in einer für mich akzeptablen Qualität zu »Papier«. Das steigert natürlich meinen Frust, der alles nur noch schlimmer macht. Spätestens da ist der Zeitpunkt gekommen, meine Wunderwaffe auszupacken, die Dirk Bernemann heißt.

Dirk Bernemanns Texte sind besonders. Sie folgen keinen strengen Regeln. Er lässt sich nicht in Schubladen packen und schon gar nicht von Konventionen zügeln. Gerade das macht seine Texte für mich so wertvoll. Seine fast unmöglichen Wortschöpfungen und Metaphern haben etwas poetisches und seinen Geschichten hängt eine Traurigkeit an, die die eigenen Probleme unbedeutend erscheinen lassen. Er überträgt die Gefühlswelt seiner Protagonisten auf den Leser, ohne sich streng an Erzählperspektiven zu halten. Er vermittelt Nähe ohne im Kopf der Figur zu stecken, sondern damit, sie bis ins Intimste zu beobachten.

Ich hole mir also eines von Dirk Bernemanns Büchern aus dem Regal und lasse mich von der wortgewaltigen Welt des Autors inspirieren. Wenige Seiten reichen schon aus, um die Qualität meiner eigenen Texte spürbar zu verbessern.

»Erst lesen, dann schreiben« so heißt ein Ratgeber der Bundesakademie Wolfenbüttel, den ich vor längerer Zeit gelesen habe. Und es stimmt. Durch das Lesen fremder Texte kann man den eigenen Schreibstil beeinflussen. Ich habe festgestellt, dass ich dafür besonders anfällig bin. Ich schreibe so wie das, was ich zuvor gelesen habe. Befasse ich mich mit schlechten Texten und langweiligen Geschichten, sind auch meine eigenen Texte nicht gut. Lese ich Geschichten, die mich zum Staunen bringen und in einem gefälligen Schreibstil verfasst sind, wirkt sich das direkt auf mein eigenes Schreiben aus.

Ein Grund, weshalb ich mich am Freitag mit Dirk Bernemanns Roman »Trisomie – So ich dir« beschäftigt habe. Wenn ich damit durch bin, werde ich das Buch an dieser Stelle auch besprechen. Zuvor muss ich aber erst die gewonnene Inspiration nutzen und meine eigenen Gedanken niederschreiben.

Zeit für Henry

Handschriftlicher Titel

… so lautet der Arbeitstitel des Science Fiction-Romans an dem ich derzeit arbeite.

Inzwischen habe ich mir auch Zeit für die Geschichte nehmen können. Nachdem ich in den letzten Wochen die Szenenplanung ausgearbeitet habe, konnte ich nun endlich mit dem Schreiben beginnen.

Aber irgendwie geht es noch ziemlich zäh. Ich muss immer daran denken, die Szene umzusetzen, ohne dabei das Drumherum zu vergessen. Damit tue ich mich zur Zeit ziemlich schwer. Jetzt wo ich weiß, was passieren muss, worüber die Charaktere sprechen oder was sie denken, lasse ich sie ständig in »Weißräumen« agieren. Und muss anschließend mühsam den Hintergrund ergänzen. Das nervt mich irgendwie. Bei meinem letzten Roman habe ich keine so ausführliche Szenenplanung gemacht und da klappte das mit dem Drumherum irgendwie von selbst.

Habe ich jetzt zu viel geplant oder zu wenig? Diese Frage stelle ich mir momentan. Oder muss ich erst richtig in den Schreibfluss eintauchen, bis es von alleine kommt? Hm! Ich weiß es nicht. Zumindest habe ich mir über das Schreiben noch nie so viele Gedanken gemacht, wie in den letzten Tagen. Vielleicht sollte ich doch wieder drauflos schreiben. ohne so viel nachzudenken.

Zumindest konnte ich die ersten beiden Kapitel mit insgesamt 25.000 Zeichen fertigstellen. Bleiben nur noch 38 weitere Kapitel.

Das Lesen von Büchern ist out …

… so ist zumindest mein Eindruck, wenn ich mir meinen Freundes- und Bekanntenkreis anschaue. Die Wenigsten lesen noch Bücher oder E-Books. Ein paar von den Nichtlesern hören zumindest noch Hörbücher. Ein Großteil aber scheint weitestgehend nur mit Facebook-Kommunikation und dem Anschauen von Serien bei Streaming-Diensten beschäftigt zu sein. Selbst mit den Trekkies kann man sich kaum noch über die Star Trek-Romane von Heyne oder CrossCult unterhalten. Früher waren die Bücher das einzige was man hatte, wenn gerade mal keine Star Trek-Serie im Fernsehen lief.

Ich glaube, die tägliche mediale Überflutung führt dazu, dass die Leute das Lesen von Büchern zu anstrengend finden und es ihnen vor allem nicht schnell genug geht. Früher bekam man eine Folge seiner Lieblingsserie pro Woche, heute kann man sich eine ganze Staffel hintereinander am Stück ansehen. Dass dabei von dem Gesehenen aber nicht viel hängen bleibt, scheint keinem etwas auszumachen. Im Gegenteil, es wird sich gleich auf die nächste Serie gestürzt. Als die Privatsender anfingen, zwei Star Trek-Folgen hintereinander zu zeigen, stellte ich schnell fest, dass mir diese Folgen wesentlich weniger präsent im Gedächtnis blieben als die Folgen, die ich in größerem Abstand gesehen habe.

Unser Gehirn mag zwar schnell sein, aber so schnell kann es die Eindrücke dann doch nicht verarbeiten. Weshalb ich immer noch gern lese. Beim Lesen lassen wir unserem Kopf Zeit, um Bilder zu erschaffen und langfristige Eindrücke zu speichern. Das Lesetempo richtet sich dabei ganz nach den eigenen Bedürfnissen. Ich halte mich nicht für einen schnellen Leser – mein Mann hat mir da einiges voraus – aber dass muss man auch nicht sein. Dafür lese ich aufmerksamer und merke mir die Texte besser, die ich gelesen habe. Hin und wieder erkenne ich auch Dinge zwischen den Zeilen. Was mich zu einem schlechten Krimileser macht, weil ich meist schon früh erahne, wer der Mörder ist. Mir ist beim Lesen vor allem wichtig, dass die Eindrücke von dem, was ich gelesen habe, langfristig bestehen bleiben. Das hilft mir beim Schreiben meiner eigenen Geschichten. So weiß ich nur durch meine Lese-Erfahrung, wie ich welche Stimmung beim Leser erzeugen kann.

Ich fürchte nur, wenn es so weiter geht, gibt es bald nur noch Autoren und keine Leser mehr. Auch weil manche glauben, weil sie einen Stift halten können, können sie auch ein Buch schreiben. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Endlich, die phantastisch! 69 ist da

Danke an Olaf Kutzmutz für den netten Tweet

Vier Monate ist es her, seit ich die Tagung von und über Andreas Eschbach an der Bundesakademie Wolfenbüttel besucht habe. Wie bereits erzählt, wurde ich gebeten, für die phantastisch! einen Artikel darüber zu schreiben.

Seit der Ankündigung Anfang des Monats wartete ich sehnsüchtig auf das Heft. Leider ist es in keinem der umliegenden Kioske erhältlich. Deshalb habe ich es kurzerhand direkt beim Verlag bestellt. Ich war neugierig, wie mein Artikel zur Eschbach-Tagung im fertigen Layout aussehen würde.

Heute lag das Heft im Briefkasten. Viereinhalb Seiten nimmt der Bericht ein. Wow! Eigentlich wollte ich gar nicht so ausführlich schreiben, aber der Chefredakteur der phantastisch! Klaus Bollhöfener meinte, es können ruhig bis zu sechs Seiten werden.

Olaf Kutzmutz von der Bundesakademie twitterte schon am Freitag über den Artikel und bedankte sich bei mir. Den Dank gebe ich natürlich zurück. Denn ohne sein Zutun hätte es die Tagung nicht gegeben und ich hätte diesen Artikel nicht schreiben können. Mich würde ja interessieren, was Andreas Eschbach dazu meint, aber das werde ich wohl nicht erfahren. Zumindest hat er den Tweet retweetet.

Fangirl on the Road

Was für Star Wars-Fans der Film Fanboys ist, so schient Please Stand By der Ableger für Trekkies zu sein, Verzeihung Trekker (die amerikanischen Fans machen da einen Unterschied). Zumindest hört sich die Geschichte um eine autistische junge Frau ähnlich an, wie seinerzeit der Film über vier Nerds, die in die Skywalker Ranch eindringen, um ihrem todkranken Freund zu ermöglichen Star Wars – Episode I noch vor der Premiere anzuschauen. Besagte junge Frau ist Star Trek-Fan und hat ein Drehbuch für eine Star Trek-Folge geschrieben. Damit möchte sie an einem Wettbewerb teilnehmen, den das Studio ausgerufen hat. Weil die Idee in ihrem privaten Umfeld bei Betreuern und Schwester wenig Anklang findet, macht sie sich kurzerhand selbst auf den Weg, das Manuskript im Studio abzuliefern.

Der Stoff für ein klassisches Roadmovie also. Der Trailer verspricht eine emotional ansprechende Geschichte und ich würde mich freuen, wenn der Streifen es auch in die deutschen Kinos schaffen würde. Drücken wir als schreibende Star Trek-Fans gemeinsam die Daumen, damit das klappt. Bis dahin erfreuen wir uns an den hoffnungsvollen Ausschnitten.

Der Punk »rockt«

Es ist vollbracht. Heute Nachmittag habe ich das Wörtchen ENDE unter den Roman gesetzt, mit dem ich mich jetzt seit zweieinhalb Jahren beschäftige.

Die letzten Seiten waren ziemlich emotional und ich habe tatsächlich ein paar Tränen vergossen. Ob es den Lesern ähnlich ergehen wird, weiß ich noch nicht. Dazu muss ich das Urteil der Testleser abwarten. Vielleicht finden die das auch ziemlich scheiße, was ich da geschrieben habe. Dann wird dieser Roman den gleichen Weg gehen, den bereits mein »Parallelwelten« gegangen ist, nämlich auf meiner Festplatte in der Versenkung verschwinden.

Doch noch ist es nicht so weit. Die letzten 170 Seiten müssen überarbeitet werden (die ersten 150 Seiten sind es schon). Und dann haben meine kritischen Testleser das Sagen. Von ihrem Urteil hängt es ab, was mit der Geschichte passieren wird. Ich habe ja die große Hoffnung, dass alles nicht so schlimm kommt.

Für mich ist mit dem Projekt etwas Besonderes zu Ende gegangen. Zum ersten Mal habe ich eine Geschichte geschrieben, die weder STAR TREK noch PERRY RHODAN – ja, nicht einmal mal Science Fiction ist. Und das, obwohl sie mich in eine völlig fremde Welt entführt hat. Ein Paralleluniversum, was neben meinem existierte, aber zu dem ich nie Kontakt hatte. Etwas, dass ich im Nachhinein ehrlich bedauere.

Die Aufgabe, die ich mir zu Beginn des Projektes stellte, war: Kann ich etwas schreiben, von dem ich keine Ahnung habe? Wie viel muss ich recherchieren, damit es glaubwürdig ist? Glaubt mir, ich habe viel recherchiert. Ich habe Bücher gelesen und Filme angeschaut, ich habe Internetseiten durchforstet und Interviews gelesen. Vor allem aber habe ich sehr viel Musik gehört und zwar solche, die nicht jedermanns Geschmack ist, und die ich vor Jahren selbst niemals gehört hätte. (Ich denke übrigens darüber nach, dem Roman noch einen Soundtrack zu verpassen, für all die Leser, die von Krachmusik keine Ahnung haben.)

Im Grunde habe ich mich Hals über Kopf in ein Abenteuer gestürzt, von dem ich nicht wusste, wo es mich hinführt. Die Welt, die ich kennenlernen durfte, hat mich verändert. Sie hat meinen Horizont erweitert und mir die Augen geöffnet. Meine Einstellung gegenüber Subkulturen ist heute eine andere, als noch vor zweieinhalb Jahren. Die Geschichte hat mir aber auch viel über mich selbst gelehrt, darüber wer ich bin und warum ich so bin. Und natürlich habe ich in der Zwischenzeit viel übers Schreiben gelernt. Was funktioniert und was nicht. Dinge, die ich in die nächsten Projekte mitnehmen kann.

Es war eine schöne Zeit und ich bedauere fast, dass sie schon zu Ende ist. Aber dank des Plotseminars in Wolfenbüttel falle ich nicht in ein Loch. Denn es wartet bereits das nächste Großprojekt darauf, angepackt zu werden.

Wie es weitergeht mit dem »Geheimprojekt: Punkroman« und was daraus wird, darüber werde ich hier weiter berichten.

Von Null auf Hundert

So sieht es aus, wenn man aus vielen Ideen den Handlungsstrang eines Romans zusammenstellt.

Ich glaube, ich brauche noch ein paar Tage, um die Tatsache zu verdauen. Ich fuhr zum Plot-Seminar nach Wolfenbüttel mit nicht mehr als dem Klappentext und einer einzigen Szene. Zurück komme ich mit einer kompletten Geschichte. Der Stapel Karteikarten ist kaum dicker als einen Zentimeter und enthält doch die Handlung für einen ausgewachsenen Roman.

Wie ich hier schon beschrieb, bestand mein Problem, weshalb ich am Seminar teilgenommen hatte darin, dass ich einfach zu lange brauche, um eine Geschichte zu entwickeln. Bisher passierte das bei mir weitgehend im Kopf. Kathrin Langes Methode »Plotten für Chaoten« hat mir innerhalb von wenigen Stunden zu einem funktionierenden Plot über 40 Kapitel verholfen. Damit hatte ich nie im Leben gerechnet und es fühlt sich immer noch ziemlich unwirklich an.

Gut, die Szenen sind noch nicht vollständig ausgearbeitet. Außerdem muss ich die Figuren noch richtig charakterisieren und auch die Facetten der Welt, in der die Geschichte spielt, sind mir noch nicht in allen Details klar. Aber das Wichtigste – der Handlungsfaden – ist festgetackert

Womit ich während des Seminars zunächst etwas gehadert habe, dass ich das alles weitgehend allein entwickeln musste. Wenn, dann war es vor allem der Input der anderen Teilnehmer/innen, der mich bei dem einen oder anderen Punkt auf den richtigen Weg geführt hat. Bei 16 Teilnehmern war es Kathrin Lange und Klaus N. Frick verständlicherweise nur schwer möglich, sich um jeden ausführlich zu kümmern. Im Nachhinein empfinde ich den Umstand aber als positiv. Die Erfahrung gibt mir die Zuversicht, dass ich das jederzeit daheim im stillen Kämmerlein wiederholen kann.

Was mir aber niemand abnehmen kann, ist eine strukturierte Arbeitsplanung, bei der ich jeden Tag schreiben kann, um in Zukunft auch die Schreibzeit zu verkürzen. Damit der nächste Roman nicht wieder drei bis vier Jahre dauert.