Kritik einstecken kann man lernen

»Wer seinen Hintern zum Fenster raushängt, der muss damit rechnen, dass es drauf regnet.« Den Satz von NEO-Exposéautor Rainer Schorm sage ich jedes Mal zu mir selbst, wenn ich in der einen oder anderen Weise Kritik für meine schreiberische oder redaktionelle Arbeit einstecken muss.

Diese Woche hatte ich gleich zwei Mal das Vergnügen, mich mit Kritiken zu meiner Kolumne »FanSzene« auseinanderzusetzen. Unabhängig voneinander wurden Inhalt und Aussagen kritisiert. Noch vor ein paar Jahren hätte mich das total verunsichert. Inzwischen habe ich gelernt, konstruktiv damit umzugehen. Die Kritiker meinen es nicht böse, sie haben nur einen anderen Standpunkt oder eine andere Meinung. Das ist legitim. Meist ist es der fehlende Einblick in die Abläufe, um zu verstehen, warum ich das eine Fanzine nicht dafür aber das andere besprochen habe? Warum in der Ausgabe der SOL jene Artikel drin sind und nicht andere. Ich kann allen nur versichern, dass es gute Gründe gibt für das, was ich schreibe und tue. Was meine Aussagen betrifft, so hat jeder seine eigenen Ansichten. Ich finde es gut, wenn sich jemand gegenteilig äußert, denn das beweist mir, das diejenigen es gelesen und sich damit auseinandersetzt haben. Das bringt ganz viel für mich selbst, weil manches von einem anderen Standpunkt ausgesehen, tatsächlich einen anderen Eindruck macht. Insofern bin ich froh, wenn sich jemand kritisch äußert. Es sollte aber konstruktiv sein, da bin auch auch gern bereit, mit demjenigen zu diskutieren.

Es gab diese Woche auch angenehme Kritik. Zum Beispiel zur SOL 102. Uwe Bätz, der fleißig alle Romane der PERRY RHODAN Erstauflage rezensiert, schrieb in seinem Blog »Ansichten zu PERRY RHODAN« zur aktuellen Ausgabe der SOL. Und Volker Hoff hat zusammen mit Martin Ingenhoven ein YouTube-Video über die SOL 102 gedreht.

Beides freut mich natürlich sehr. Ich hoffe, auch die anderen Leser der SOL hatten viel Freude mit den Beiträgen im Heft. Momentan arbeite ich schon an der Ausgabe 103.

Online an der BA Wolfenbüttel

Die Schünemannsche Mühle – das Gästehaus der Bundesakademie

Am Freitag und Samstag nahm ich endlich mal wieder an einem Seminar der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel teil. Ich war allerdings nur virtuell dort, denn das Seminar fand Online über Zoom statt. Aber es war schön, dennoch den einen oder anderen wiederzusehen. Olaf Kutzmutz der »Literaturpapst« der BA, sprich Bereichsleiter für Literatur, war sichtlich froh wieder einem Seminar als Dozent beizuwohnen.

Thema des Seminars war die Software »Papyrus Autor«, die ich schon seit Jahren besitze, aber bisher nur rudimentär nutze. Dabei kann das Programm so viel mehr. Wolfgang Tischer vom »Literaturcafe« führte souverän durch das Seminar und brachte den 15 Teilnehmern an zwei Tagen die Oberfläche und die Funktionen des Programms detailliert näher. Es kann nur ein kurzer Einblick sein, ich bin mir sicher, dass die richtigen Fragen bei den meisten erst auftauchen, wenn sie damit arbeiten. Deshalb halte ich ein Fortgeschrittenen-Seminar für eine gute Idee, bei dem man Projektspezifisch auf die Probleme der Teilnehmer eingehen könnte. Vielleicht in einem kleineren Kreis, damit es nicht ausartet und sich ein Teil der Teilnehmer langweilt.

Langweilig waren die beiden Sessions am Freitag von 16-19 Uhr und am Samstag von 10-16 Uhr zu keiner Minute. Ich habe eine Menge Wissen mitgenommen, das ich gleich mal an meinem Romanprojekt ausprobiert habe. Prompt habe ich auch einen Bug gefunden, den ich mit dem Support klären muss. Aber das Manuskript nimmt Form an und eventuell hilft mir das, meinen Roman zügiger zu beenden. Schauen wir mal.

Wobei das Programm zum Prokrastinieren einlädt. Da gibt es so viel einzustellen und so viele Informationen zu hinterlegen, dass es mir manchmal schon zu viel ist. Man kommt schnell in Versuchung, sich mehr mit dem Drumrum der Geschichte zu beschäftigen und weniger sie zu schreiben. Ich halte es für mich am besten, die Geschichte nach dem Plotten erstmal zu niederzuschreiben und sich dann beim Überarbeiten mit der Aufteilung von Kapiteln und Szenen sowie dem Zeitstrahl zu beschäftigen.

Zum Plotten ist Papyrus inzwischen aber unschlagbar. Da gibt es das »Denkbrett« bei dem man sogar Vorlagen einlesen kann, die man nur noch ausfüllt. Zum Beispiel zur Drei-Akt-Struktur oder zur Heldenreise. Das ist eine riesige Hilfe. Man kann sich aber auch selbst eine MindMap erstellen und Bilder hochladen und damit ganz kreativ wie auf einem Blatt Papier arbeiten. Ich habe zum Plotten bisher »Simple Mind Lite« verwendet, werde es aber ab jetzt gleich in Papyrus machen. Blöd nur, dass man keine extern erstellten MindMaps importieren kann.

Das Allerbeste an »Papyrus« ist aber nach wie vor die Stilanalyse, die unteranderem auf Ideen von Andreas Eschbach zurückgeht. Er ist Softwareentwickler und hat bei Papyrus seine Ideen eingebracht. Die Stilanalyse hat mich tatsächlich zum sauberen Schreiben erzogen. Ich merke inzwischen, wie ich beim Schreiben automatisch Dopplungen, Füllwörter und zu viele Adjektive vermeide. Außerdem achte ich mehr darauf, einfacher zu schreiben und keine Schachtelsätze zu fabrizieren.

Was auch toll ist, bei »Papyrus« ist der Duden-Korrektor dabei. Ein Programm, für das man sonst viel zahlen muss, wenn man es als Ergänzung in einem Officeprogramm benutzen will. Hier ist es dabei und hilft mir regelmäßig bei meiner Rechtschreibschwäche, die Klippen der Deutschen Rechtschreibung & Grammatik zu überwinden.

Vielen Dank an Wolfgang Tischer und Olaf Kutzmutz für das schöne Seminar. Danke, dass ihr es mir möglich gemacht habt, die Bundesakademie zumindest online zu besuchen. Auch wenn ich lieber vor Ort gewesen wäre, denn die Abende im Mühlen-Foyer sind durch nichts zu ersetzen.

Interview mit John Billingsley

München 2012

Ich habe für Warp-Core ein Interview mit John Billingsley geführt, dem Schauspieler von Dr. Phlox aus Star Trek: Enterprise. Ich hätte es auch auf meinem Blog veröffentlichen können, aber Warp-Core hat um einiges mehr an Reichweite als ich, somit ist der Text dort besser aufgehoben.

Ich traf John Billingsley und seine Frau Bonita Friedericy am 17. September 2012 in München. Es war ein sehr warmer sonniger Montag. Am Samstag zuvor waren beide bei einer Veranstaltung in Deggendorf aufgetreten, an der ich leider nicht hatte teilnehmen können. Ich klagte dem Veranstalter von FKM-Events Filip Krejick mein Leid und er meinte, sie würden am Montag nach München kommen und da ich dort wohne, könnte ich sie doch herumführen. Das fand ich einen tollen Vorschlag und so wurde ich zum Stadtführer von John und Bonnie.

Wir trafen uns vorm Parkhaus an der neuen Synagoge, spazierten über den Viktualienmarkt zum Marienplatz und zum Odeonsplatz. Durchquerten die Residenz und kamen von dort in den Englischen Garten. Am Chinesischen Turm tranken wir im Biergarten ein Bier und schauten einer Filmcrew zu, die dort gerade einen Werbespot drehte. Dann spazierten wir zurück an den Surfern vom Eisbach vorbei über die Maximilianstraße zum Platzl, wo das Hofbräuhaus steht. Den schönen sonnigen Tag beschlossen wir im alten Hackerhaus in der Sendlinger Straße mit einem Abendessen.

Seit dem stehen John und ich in regelmäßigen Mailkontakt und so erfuhr ich auch über seine Arbeit für die Hollywood Food Coalition. Und weil ich es wichtig finde, in Zeiten wie diesen über den eigenen Horizont hinauszublicken und die eigenen Befindlichkeiten zurückzustellen, wollte ich etwas darüber schreiben. Und so kam unteranderem das kurze Interview zustande. John ist sehr witzig und direkt, das kann man aus dem Interview gut herauslesen.

Jetzt will ich euch aber nicht länger auf die Folter spannen. Hier ist der Link zum Interview bei Warp-Core.

Neuer Newsletter der PRFZ

Heute wurde der neue Newsletter verschickt, den meine PRFZ-Mitstreiterin Alexandra Trinley zusammengestellt hat.

Ich bin mit zwei Artikeln vertreten. Zum einen verliere ich ein paar Worte zur neuen FanEdition 22, die von Ulf Fildebrandt geschrieben wurde, und bei der ich das Lektorat gemacht habe. Und natürlich habe ich wie immer meine NEO-Kolumne abgeliefert, in der ich einen kurzen Abriss über die Geschehnisse der laufenden Staffel gebe.

Hervorheben möchte ich den Artikel über die Videoreihe von Robert Corvus. Der erzählt in einer Art Videotagebuch über seine Arbeit an Band 3101 und 3102 der PERRY RHODAN-Erstauflage. Ich habe heute ein bisschen reingezappt. Hier kann jeder Interessierte nachvollziehen, wie so ein Heftroman entsteht, was beim Schreiben alles beachtet werden muss und wie viele Menschen in den Prozess involviert sind. Das ist sehr spannend. In einem der Videos erwähnt der Autor sogar die FanSzene und meinen Namen. Das ist schön.

Der Newsletter hat noch viel mehr spannende Artikel zu bieten, zum Beispiel ein Interview mit Roman Schleifer, einen Bericht vom PERRY RHODAN Online Abend und Chefredakteur Klaus N. Frick schreibt darüber, warum es bei PERRY RHODAN nicht nicht immer nach seinem Geschmack geht.

Mitglieder der PRFZ erhalten den Newsletter kostenlos nach einer Anmeldung auf der PRFZ-Seite.

Bilder im Advent 9 – Vulkan

Der Planet Vulkan ist wohl dasjenige Objekt bei Star Trek, mit dem ich mich am intensivsten beschäftigt habe. Ich habe sehr viel dazu gelesen, habe im Laufe meiner Zeit als aktiver Fan alles zusammen getragen, was ich zum Thema zusammentragen konnte. Es existiert auf meiner Festplatte eine fast achtzigseitige Worddatei mit einem Reiseführer für Vulkan. Da steht von der Geologie & Geschichte, über Flora & Fauna bis hin zu Sehenswürdigkeiten & Gesellschaft alles drin. Ein Teil listet sogar die wichtigsten Persönlichkeiten des Planeten auf.

Zusammen mit einer Freundin habe ich Mitte der Zweitausender an einem vulkanischen Wörterbuch gearbeitet. Allerdings haben wir das Projekt irgendwann beerdigt, weil eine Onlineversion beim Vulcan Language Institute herauskam. Außerdem hatte ich mir damals bei Lulu-Books (einem BoD-Anbieter) ein dickes vulkanisches Wörterbuch in englischer Sprache gekauft.

Viele der von mir recherchierten Informationen habe ich für meinen Roman »Suraks Erben« benötigt. Nach Abschluss des Projektes, fand ich es damals schade, die vielen Informationen zu Vulkan einfach brachliegen zu lassen. Leider ist das Projekt aus Zeitmangel irgendwann eingeschlafen. Vor ein paar Jahren erschien dann beim kalifornischen Verlag Insight Editions ein vulkanischer Reiseführer, der aber bei weitem nicht so umfangreich war, wie das, was ich zusammengetragen hatte.

Ich beschäftige mich also schon sehr lange mit dem Planeten Vulkan. Wie lange, erkennt man an der Signatur des obenstehenden Ölbildes. Das malte ich 1992 und seitdem hängt es bei meinen Eltern im Wohnzimmer.

Bilder im Advent 8 – Bashir

In jeder Star Trek-Serie habe ich meine Lieblingscharaktere. Bei Classic ist es Spock, bei TNG Wesley Crusher und Data, und bei DS9 ist es eindeutig Dr. Julian Bashir. Ja, ich weiß, dass viele Fans von dem Charakter anfangs total genervt waren, aber ich fand ihn stark. Noch interessanter wurde die Figur, als seine Herkunft bzw. seine genetische Aufwertung bekannt wurde. Das hat dem Charakter enorme Tiefe verliehen. Die Figur entwickelt sich vom nervigen Jungspund, der total von sich überzeugt ist, zum charakterstarken Menschen, der mit dem Geheimdienst Sektion 31 kooperieren muss. Julian Bashir war der Protagonist einiger wirklich cooler DS9-Episoden. Ich erinnere mich an die Bond-Episode »Our Man Bashir«, wo er als James Bond-Verschnitt (J.B. = Julian Bashir) auf dem Holodeck die Welt retten muss, in dem er sie zerstört. Großartig!

Auch die Männerfreundschaft zwischen Bashir und Miles O’Brien gefiel mir, einfach weil sie so normal war. Man spürte, dass die Leute auf der Raumstation keine Abenteurer waren, die ständig gegen irgendwelche Bedrohungen ankämpften oder kosmische Rätsel lösten. Sondern es waren Menschen, die dort jeden Tag ihrer Arbeit nachgingen. Erwähnenswert ist ebenfalls die Freundschaft Bashirs mit dem cardassianischen Schneider Garak, bei der man immer spürte, dass Garak ein Auge auf den guten Doktor geworfen hatten.

Ich habe mehrere Kurzgeschichten geschrieben, in denen Julian Bashir der Protagonist ist. Außerdem habe ich der Figur einen ganz besonderen Roman gewidmet. Die Bleistiftzeichnung ist eine Illustration aus meinem Buch »Wüstenpfade«. Hier verschlägt es Julian Bashir durch den Drehkörper der Zeit ins Jahr 1994. Die Geschichte spielt im Sudan nachdem Ministerpräsident Sadiq al-Mahdi durch einen Putsch von Omar Hassan Ahmad Al Bashir abgesetzt wurde. Sadiq al-Mahdi war der Onkel des Bashir-Darstellers Siddig el Fadil (Alexander Siddig). Diese Verbindung in der Kombination mit dem Namen Bashir, konnte ich nicht ungenutzt lassen.

Noch eine traurige Notiz: Sadiq al-Mahdi verstarb am 26. November 2020 vierundachtzigjährig an COVID-19.

Bilder im Advent 5 – Spock

Auch wenn ich mit TNG ins Star Trek-Universum eingestiegen bin, ist es doch eine Figur aus der Classic-Serie, die mich auf Dauer faszinierte und noch immer fasziniert. Faszinierend, würde Spock sagen, denn es handelt sich um keinen geringeren als den Vulkanier.

Meine Faszination für Spock entwickelte sich aber nicht, wie vielleicht gedacht, über die Episoden im Fernsehen, sondern einzig über die Romane. Es erschienen in den achtziger und neunziger Jahren eine Reihe ausgezeichneter Romane zur Star Trek-Serie, in den USA bei Pocket Books und hierzulande im Heyne-Verlag. Die meisten erzählten Geschichten aus der Handlungszeit von Kirk und Spock, oder auch davor. Sie gaben sozusagen den Helden aus der Serie einen Hintergrund.

Obwohl die Romane nie zum sogenannten Kanon gehörten, waren und sind sie für viele Fans relevant. Denn oftmals erzählten sie bessere und tiefergehendere Geschichten, als es eine Fernsehepisode konnte. So erinnere ich mich noch sehr gut an Romane wie »Spocks Welt«, »Ishmael«, »Fremde vom Himmel«, »Schwarzes Feuer« oder »Sohn der Vergangenheit«. Hätte ich mit dem Schreiben von Star Trek-Geschichten angefangen, wenn es diese Bücher nicht gegeben hätte, wenn ich nur die Fernsehfolgen gekannt hätte? Vermutlich nicht.

Für meine Geschichten fertigte ich immer auch Illustrationen an. Eine der ersten Illustrationen zeigte Spock. Als Vorlage diente eine Abbildung des Vulkaniers aus dem dritten Star Trek-Film »The search for Spock«.

Mein Kommentar zur SOL 100

Quelle: perry-rhodan.net

Ich hatte bereits erwähnt, dass ich für den PERRY RHODAN-Report in Band 3088 einen kleinen Bericht über meine Arbeit als Chefredakteurin der »SOL« verfasst habe.

Netterweise erscheinen seit kurzem die Berichte mit zeitlichem Abstand auch auf der PERRY RHODAN-Homepage, so dass auch Nichtleser der Erstauflage in den Genuss der Reportberichte kommen. Die Idee finde ich gut.

Aus diesem Grund verlinke ich heute Teil 1 und Teil 2 meines »SOL« Sonderberichts. Die Fotos dazu gibt es nicht, aber dass muss auch nicht sein.

Ich freue mich schon darauf, wenn ich endlich die »SOL 100« in Händen halten darf. Ein bisschen müssen sich die Mitglieder der PRFZ und ich noch gedulden.

Besser spät als nie

Titelbild von Hans-Jochen Badura

Ich weiß nicht, warum es so lange gedauert hat, bis Thomas Harbach seine Rezension zu meiner zweiten FanEdition bei robots&dragons.de hochgeladen hat, aber das ist auch egal. Seine Besprechung erschien bereits in der SOL 88, jetzt kann sie auch online von jedem gelesen werden.

Den meisten seiner kritischen Anmerkungen muss ich beipflichten. Der Anfang hat mich damals selbst nicht überzeugt. Die ursprüngliche Version der Szene hatte 8000 Zeichen, doch mein Schreibcoach bemängelte, dass es zu kurz und zu wenig Konflikt drin wäre und ich solle das so umschreiben, das Perry Rhodan immer wieder scheitert. Ich tat wie mir geheißen und blies die Szene auf 25000 Zeichen auf. Mir war da schon klar, dass ich das nicht so lassen konnte. »Das nimmt uns keiner ab«, warnte ich Roman Schleifer. Wir einigten uns darauf, dass ich die Szene wieder eindampfte, auf letztendlich 18000 Zeichen und weniger Konflikte. Wie sich zeigte, war es immer noch zu viel und zu unglaubwürdig.

Einen Thriller oder Krimi zu schreiben ist extrem aufwändig, man muss im Grunde zwei Exposés schreiben. Eines aus Sicht des Täters und eines aus der Sicht des Ermittlers. Man braucht viel Hirnschmalz, damit beides fugenlos ineinanderpasst. Meine Hochachtung vor Krimiautoren ist dadurch gewachsen.

Ich finde, das es dennoch eine spannende Geschichte geworden ist und bin einigermaßen stolz auf meinen ersten Thriller.

Zur Rezension von Thomas Harbach geht’s hier lang.

Wolfenbüttel 2020

An diesem Wochenende fand das Schreibseminar zum phantastischen Roman an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel statt. Nachdem im Mai das Seminar coronabedingt abgesagt werden musste, war das aktuelle Seminar das erste seit März, das wieder vor Ort an der Bundesakademie stattgefunden hat. Unter den entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen, versteht sich.

In den vergangenen Tagen wurde ich gefragt, warum ich nicht teilnehme, obwohl ich sogar von Literatur-Bereichsleiter Olaf Kutzmutz angeschrieben wurde. Da gibt es gleich mehrere Gründe. Ich hatte in diesem Jahr ohnehin nicht geplant, am Romanseminar teilzunehmen, weil ich meinen Roman noch nicht fertig habe und es unnütz wäre, mitten in der Schreibarbeit an einer neuen Romanidee zu tüfteln. Außerdem wollte ich mir durch das Corona-Prozedere nicht die schönen Erinnerungen an Wolfenbüttel verderben lassen. Außerdem hieße es für mich neun Stunden Zugfahrt mit Maske und vielen Leuten. Nein, da warte ich lieber ab, bis sich die Lage wieder einigermaßen normalisiert hat. Und wenn es nie wieder normal werden sollte … dann war es das für mich und die BA. Dann bleiben mir eben nur die schönen Erinnerungen daran.

Im Juli hatte ich im PERRY RHODAN-Report in Heft 3076 einen Artikel über die Seminare in Wolfenbüttel und ihre Bedeutung für die PERRY RHODAN-Serie veröffentlicht. An diesem Wochenende wurde der Text auf der PERRY RHODAN-Homepage veröffentlicht. Der Länge wegen, wurde er in drei Teile zerlegt.

Teil 1: bit.ly/2QzdiEi
Teil 2: bit.ly/2YFaxFY
Teil 3: bit.ly/2EBCSX1