Christinas Multiversum

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Home Sweet Home

Seit heute ist es amtlich und endlich kann ich auch darüber bloggen. Weil nach dem Desaster vom vergangenen Jahr mit dem missglückten Hauskauf, habe ich mir das ehrlich gesagt nicht getraut. Aber jetzt ist alles gut verlaufen und in sicheren Tüchern.

Wovon ich rede? Wir haben eine neue Wohnung gekauft und ziehen demnächst um. Ergeben hat sich das Ganze vor ein paar Wochen bei einem Schwatz mit unserer Hausmeisterin. Die erzählte mir, dass im Nachbarhaus eine Wohnung zum Verkauf steht. Ich habe sofort meinen Mann angerufen. Er hat das Angebot bei der Sparkasse auch schnell entdeckt und sich vormerken lassen. Zuerst hieß es, die Wohnung wäre schon reserviert, aber dann ist der Interessent doch abgesprungen und wir durften sie besichtigen. Wir haben uns sofort dafür entschieden, weil es mehrere große Vorteile hat. Zum Einen: es ist in etwa unsere Wohnung nur mit einem Zimmer mehr. Zum Zweiten: befindet sie sich im baugleichen Nachbarhaus, was den Umzug erheblich erleichtert. Wir benötigen keinen Möbelwagen und brauchen unsere Sachen einfach nur die 15 Meter rübertragen. Zum Dritten: bei unsere Adresse ändert sich einzig der Zusatz zur Hausnummer. Und Viertens: wir behalten unseren Tiefgaragenstellplatz.

Wir ziehen nur vom Erdgeschoß in den ersten Stock, aber das ist zu verkraften. Statt einer großen Terrasse haben wir jetzt zwei Balkons. Das ist auch nicht schlecht. Vor allem haben wir endlich genügend Platz für unsere Hobbys. Ich meine, 200 Raumschiffe und gefühlt eine Millionen Perlen brauchen eben Raum. Von den Büchern und DVDs bzw. BluRays ganz zu schweigen. Die Räume in der neuen Wohnung (blau) sind sehr viel großzügiger als in unserer alten (gelb, gleicher Schnitt nur mit Terrasse). Sogar die Küche ist vom Raum her identisch, so dass wir unsere Spaceküche einfach nur abbauen und wieder aufbauen brauchen.

Unsere alte Wohnung werden wir verkaufen, um die neue bezahlen zu können. Wie schon erwähnt, sind die Immobilienpreise in Waging sehr hoch. Wir hoffen, dass wir für unsere Wohnung den gewünschten Preis bekommen, so dass wir den Kredit schnell abzahlen können. Aber zumindest ist die Finanzierung überschaubar. Was ich in Zeiten wie diesen besonders wichtig finde.

Jetzt sind wir am Planen und Packen. Außerdem kommen regelmäßig Interessenten, die sich unsere Wohnung anschauen möchten. Und auch das ist ein Grund, warum ich in den vergangenen Wochen hin und wieder mal keine Zeit zum Bloggen hatte. Das kann in der nächsten Zeit noch häufiger passieren, weil ab September starten die Renovierungs- und Umzugsarbeiten.

Eine Waschmaschine aus der Zukunft

Quelle: Constructa

Mein Mann und ich haben einen außergewöhnlichen Geschmack, was die Einrichtung unserer Wohnung betrifft. Wir haben eine Spaceküche und noch andere coole Sachen. Zumindest stimmen wir bei Design und Form stets überein, wenn es um eine Neuanschaffung geht. Und so war ich auch nicht besorgt, als mich mein Mann gestern aus der Arbeit anrief, er wolle die Waschmaschine im spaßigen Retrodesign im Firmeneigenen Shop kaufen. Die war gerade im Angebot und unsere Waschmaschine hat inzwischen auch schon eine zweistellige Jahreszahl auf dem Buckel. Also hatte ich nichts einzuwenden, war aber gespannt, was mein Mann denn da nach Hause bringen würde.

Als die Maschine dann im Flur stand, war ich ganz verzückt. Die sieht wirklich futuristisch aus, auch wenn es eigentlich so eine Art Retrolook sein soll. Wer hat daheim schon eine blaue Waschmaschine mit Chromleisten?! Der Verkäufer hat nochmal extra zehn Prozent Rabatt gegeben, wahrscheinlich damit er sie los wurde.

Ich finde das cool! Und es hat mir mal wieder bestätigt, dass mein Mann und ich eben doch gleich ticken.

Neues Badmobiliar

Nachdem das mit dem Loch in unserer Badwand in diesem Jahr wohl nicht mehr klappen wird, (So wie es jetzt aussieht, müssen wir es wohl selbst bohren. Etwas, das ich gern vermieden hätte, aber leider findet sich keine Firma, die das Risiko eingehen will, weil eventuell ein paar Fliesen zu Bruch gehen könnten.) haben wir uns kurzentschlossen einen Badschrank bestellt. Bisher hatten wir nur ein wackeliges Regal, dass sich bei der letzten Ausräumaktion als unpraktisch erwiesen hat.

Am vergangenen Wochenende haben wir den neuen Schrank aufgebaut und gestern kam auch endlich die funktionierende Beleuchtung dazu. Endlich genug Platz für Handtücher und Kosmetikartikel. Und ein bisschen futuristisch sieht er auch aus, damit passt er zu unserer Spaceküche.

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Die Star Trek-Couch

Seltsam ist es schon. Immer dann wenn es sehr heiß ist, gehen wir Möbel kaufen und entdecken dabei die tollsten Sachen. Das war bei unserer Küche so und passierte uns nun wieder bei der Suche nach einer neuen Couch.

Samstag Vormittag. Die Sonne brennt und statt ins Schwimmbad fahren wir nach Bad Reichenhall zu einem Fachhändler für Polstermöbel. Es geht um unsere Couch, die haben wir erst seit ca. eineinhalb Jahren und sind total unglücklich damit. Zum einen kann man kaum darauf sitzen, weil einem ständig irgendwelche harten Stellen pieksen und dann quietscht sie auch noch bei jeder Bewegung. Eigentlich hätten wir das Ding sofort wieder an das Versandhaus nach Pforzheim zurücksenden müssen, was wir aber leider nicht getan haben. Es muss also eine Neue her. Wir suchen schon länger, aber so richtig hat uns bisher keine überzeugt.

Das Prospekt des Händlers sah vernünftig und erfolgversprechend aus. Und tatsächlich: Wir wurden freundlich begrüßt und ehe wir uns versahen, bekamen wir ein Glas Mineralwasser und Orangensaft in die Hand gedrückt. Schon im Erdgeschoss hatten wir eine Couch ausgemacht, die sowohl optisch, als auch von der Größe in unser Wohnzimmer passt. Aber der junge und sehr nette Verkäufer führte uns dennoch durchs ganze Haus (drei Etagen plus Keller) und kam bei 30°C etwas ins Schwitzen. Als wir den dritten Stock betraten, bekamen mein Mann und ich glänzende Augen. Da stand sie – die Couch …

Die Garnitur „WAVE“ des italienischen Herstellers Formenti könnte einem Star Trek-Film entsprungen sein. Es ist quasi das Äquivalent zu unserer Küche. (Sie kostete auch in etwa so viel, obwohl sie bereits reduziert war.) Das ganze hat aber einen Haken, für diese Wohnlandschaft bräuchten wir ein Wohnzimmer, das mindestens doppelt so groß ist wie unseres. Schier unmöglich! Etwas traurig standen wir davor. Ich setzte mich zumindest mal drauf und bekam von dem netten Verkäufer den Prospekt dazu geschenkt. Er hatte wohl Mitleid mit uns. Somit können wir uns in Zukunft wenigstens an den Bildern erfreuen.

Stattdessen kauften wir an diesem Tag ein kleineres Modell (das Kleinste was sie im Hause hatten) eines bayrischen Herstellers. Dies würde zumindest ins Budget und in unser Wohnzimmer passen. Zum erfolgreichen Kaufabschluss gab es dann sogar noch eine Flasche Sekt.

So ist es im Leben. Manchmal muss man eben die Realität nehmen wie sie ist. Aber träumen, träumen darf man zumindest davon:

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Spaceküche für Trekkies Teil 7

Die endlose Geschichte unserer Spaceküche oder warum man ein bestimmtes schwäbisches Möbelhaus lieber meiden sollte …

Heute: Das vorläufige Ende

Die Geschichte nähert sich ihrem ersehnten Ende.
Im November erhalten wir eine E-Mail mit der Nachricht, dass unsere Reklamation vom Hersteller anerkannt wurde und die noch lieferbaren Fronten ausgetauscht werden. Als Termin wird der 19.12.2013 vereinbart.

Dieses Mal trifft es meinen Mann, der zu Hause bleiben und die Schränke ausräumen muss. Die Monteure kommen pünktlich und der Austausch geht zügig vonstatten. Beim letzten Frontauszug dann die Überraschung – die Bohrungen stimmen nicht überein. Die Monteure müssen noch mal wiederkommen. Nun, sie kennen ja inzwischen den Weg.

Die abschließende Reparatur, erfolgt am 26.3.2014. Es ist übrigens das siebente Mal, dass wir Besuch vom Möbelhaus bekommen. Unsere Küche ist bis auf die beiden großen Risse auf den Hängeschränken wieder perfekt und wird es hoffentlich noch eine lange Zeit bleiben.

Ob es sich für das große Möbelbaus in Senden gerechnet hat, mag bezweifelt werden. Wir wissen aber nun, das wir sicher nichts mehr dort bestellen werden.

Spaceküche für Trekkies Teil 6

Die endlose Geschichte unserer Spaceküche oder warum man ein bestimmtes schwäbisches Möbelhaus lieber meiden sollte …

Heute: Reklamation zum Dritten

Der Jahreswechsel 2009/2010 geht vorüber und auch Januar und Februar ziehen ins Land, ohne dass wir von dem Möbelhaus hören. Dann endlich im März bekommen wir einen Brief mit einem Reparaturtermin für den 8. April 2010.  Ich nehme einen Tag frei und warte auf die Monteure. Sie kommen und tauschen die Front mit dem losen Griff, vervollständigen die Sockelleiste, setzen eine Glasscheibe richtig ein und … Wunder über Wunder … bringen den richtigen Besteckeinsatz mit.

Nach fast 16 Monaten ist unsere Küche endlich fertig. Wir sind zufrieden, wenn auch etwas erschöpft.
Doch lange können wir uns an unserer schönen Küche nicht erfreuen …

Ende 2012 entdecken wir die ersten Risse in den Fronten. Am schlimmsten betroffen sind die gewölbten Flächen der Hängeschränke. Da wir eine fünfjährige Garantie auf die Küche haben, rufe ich beim Möbelhaus an. Sie bitten mich, Fotos von den Schäden anzufertigen und weiterzuleiten, was ich auch tue.

Die Stellungnahme vom 6.2.2013 klingt ernüchternd: Wenn, dann könnten nur die glatten Fronten getauscht werden, weil die Hängeschränke nicht mehr im Programm sind. Doch sie müssten das zunächst mit dem Hersteller wegen der Kostenübernahme klären.
Dann passiert lange nichts mehr.

Im Juni frage ich noch einmal nach, doch von dem Vorgang weiß im Möbelhaus niemand mehr, weil die Bearbeiterin in den Ruhestand gegangen ist. Also wende ich mich direkt an den Hersteller sowie an Mustering, erkläre unsere Situation und bekomme Unterstützung zugesagt.
Irgendwie geht dann alles überraschend schnell. Wir erhalten die Zusage, dass die fehlerhaften Teile (zumindest die noch lieferbaren) ausgetauscht werden; zugleich wird uns ein Termin genannt.
Am 26.8.2013 bleibe ich zu Hause und räume die Küchenschränke aus. Als der Monteur vor der Tür steht, schwant mir Böses. Es ist einer der beiden, die die Küche damals aufgebaut haben. Er lässt sich von mir alles zeigen und macht Fotos. Etwas verwirrt frage ich, wie lange sie denn heute für den Austausch benötigen würden. Da meint er, dass er nicht zum Austausch gekommen sei, sondern nur um alles zu protokollieren. Das Möbelhaus würde dann darüber entscheiden und die Teile beim Hersteller bestellen. Sprachlos sehe ich mit an, wie er davonfährt und räume murrend die Küchenschränke wieder ein.

Spaceküche für Trekkies Teil 5

Die endlose Geschichte unserer Spaceküche oder warum man ein bestimmtes schwäbisches Möbelhaus lieber meiden sollte …

Heute: Reklamation zum Zweiten

Nach der falschen Lieferung des Besteckkastens im Oktober, hörten wir lange nichts. Bis uns im Dezember ein weiterer Reparaturtermin angekündigt wurde.
Sollte es tatsächlich sein, dass unsere Küche noch vor Weihnachten und nach mehr als einem Jahr seit dem Kauf, endlich fertig werden würde?

Das Reparaturteam, wieder die beiden Typen, die auch die Küche aufgebaut hatten, kam am 21.12. 2009. Sie tauschten eine Front des Hängeschranks, den Auszug des Spülenschranks, ein Frontteil eines anderen Auszugfachs sowie zwei Glasböden. Letztere passten danach wenigstens einigermaßen farblich zu denen des anderen Schranks. Dafür hatte sich die Griffleiste des Spülenschranks gelöst und konnte nur mit Heißkleber einigermaßen befestigt werden, sah aber nicht mehr schön aus.
Die Sockelleiste jedoch konnte wieder nicht getauscht werden, weil sie angeblich in der Mitte gebrochen war. Nachkontrollieren konnten wir Letzteres nicht, weil die Monteure sie nicht mal mitgebracht hatten. Man will ja niemandem etwas unterstellen, aber wahrscheinlich hatten die beiden sie extra vergessen, damit sie noch einmal kommen mussten. Denn für die beiden jungen Monteure war ein Besuch bei uns ein toller Arbeitstag; drei bis vier Stunden Anfahrt, ein bisschen was arbeiten und dann wieder drei bis vier Stunden zurück, oder gar übernachten. Ich war richtig sauer, weil die fehlende Sockelleiste echt nervte, da der kurze Teil, der schon stand, dauernd umkippte.

Übrigens, der von uns bestellte Besteckkasten war wieder nicht dabei. Dafür präsentierte mir einer von beiden ein Prospekt, in dem ich ankreuzen sollten, welchen Besteckeinsatz wir vor einem Jahr bestellt und bereits bezahlt hatten. Seltsam, dachte ich mir, die im Möbelhaus müssen doch wissen, was wir bestellt haben. Der Kasten tauchte mit Artikelnummer auf dem Bestellformular und auch auf dem ersten Lieferschein auf. Und jetzt sollte keiner mehr wissen, was wir bestellt haben? Über so viel Unfähigkeit konnte ich nur noch mit dem Kopf schütteln.

Wenn das so weitergeht, wird die Küche nie fertig, zumindest nicht vor 2010. Ich sollte recht behalten.

Spaceküche für Trekkies Teil 4

Die endlose Geschichte unserer Spaceküche oder warum man ein bestimmtes schwäbisches Möbelhaus lieber meiden sollte …

Heute: Die Reklamation

Wie gesagt, hatten wir einiges an unserer neuen Küche zu reklamieren. Von falsch geklebten Glasscheiben, über mit schwarzer Farbe beschmierte Auszüge (die definitiv auf die Monteure zurückzuführen sind) bis hin zur farblich unterschiedlichen LED-Beleuchtung. Also machte ich Fotos, schrieb einen langen Brief an das Möbelhaus und telefonierte sogar mit dem Marketingleiter des Küchenherstellers. Von letzterem bekam ich sogar neue LED-Leisten geschickt, doch es lag nicht an der Farbe der LEDs, sondern wie ich von Anfang an vermutete an den Glasböden, die aus unterschiedlichen Chargen stammten.

Schließlich meldetet sich für den 13.10.2009 ein Reparaturteam an. Wir freuten uns schon, dass unsere Küche bald fertig sein würde. Doch als die Monteure schließlich eintrafen, erfuhren wir, dass sie nur angereist waren, um die von uns reklamierten Fehler zu protokollieren. Wir wiesen nochmals daraufhin, dass immer noch der Besteckkasten fehlt und man versprach uns, diesen so bald wie möglich nachzuliefern. Und tatsächlich kam am 26.10.2009 die erhoffte Lieferung. Leider war es der falsche Besteckkasten; nämlich irgend so ein billiges Plastikding, aber nicht das teure steckbare Edelstahlteil, was wir bestellt hatten.

Also wieder in die Spur, wieder lange sinnlose Telefongespräche geführt. Dazu sollte man wissen, dass, wenn man in der Reklamationsabteilung dieses großen schwäbischen Möbelhauses anruft,  man zunächst in der Warteschleife landet. Bis man jemanden am Apparat hat, dauert es bis zu einer Viertelstunde und das ist verdammt nervig. Außerdem hat man jedes Mal einen anderen Sachbearbeiter am Telefon und darf die Geschichte jedes Mal von vorne erzählen. Den Verkaufsberater zu kontaktieren, brachte auch nichts, da jener keinen Einfluss mehr eine bereits ausgelieferte Küche hat. Ein „super“ Service ist das!

Spaceküche für Trekkies Teil 3

Die endlose Geschichte unserer Spaceküche oder warum man ein bestimmtes schwäbisches Möbelhaus lieber meiden sollte …

Heute: Lieferung und Aufbau
Wie schon gesagt, hatten wir die Küche am 13. Dezember 2008 bestellt. Im Februar 2009 waren wir noch einmal vor Ort, um einige Details, wie die Position der Anschlüsse zu klären. Wir verbrachten weitere zwei Stunden im Küchenstudio. Anschließend überwiesen wir die Anzahlung. Anfang August 2009 kam ein Anruf, dass unsere Küche demnächst geliefert werden sollte.

Am 20.8.2009 war es dann soweit. Es war ein unglaublich heißer Sommertag. Schon Tage zuvor hatten wir alles ausgeräumt und die Wände frisch gestrichen. Kurz vor Mittag sollte der Lieferwagen kommen. Gegen 11 Uhr riefen die Männer an, dass sie zwar unterwegs wären, aber auf der A8 im Stau steckten und das es später werden würde. Na gut, auf der A8 ist Stau ein alltägliches Phänomen und wir machten uns keine großen Gedanken. Als sich gegen 15 Uhr immer noch keiner hatte blicken lassen, wurde ich langsam unruhig. Die Nachrichten im Radio tönten von einer Totalsperrung der A8 und wahrscheinlich, war unsere Küche mittendrin. Dann endlich! Mit mehrstündiger Verspätung fuhr um halb fünf Uhr Abends der Möbelwagen vor. Mir schwante Böses. Wie sollten die Männer das noch schaffen und würden sie überhaupt heute noch mit dem Aufbau beginnen? Außerdem machten beiden jungen Monteure (was der eine zu dick war, war der andere zu dürr) keinen unbedingt erfahrenen Eindruck. Der Aufbau zog sich bis 21 Uhr hin. Am Ende wurde uns gesagt, dass angeblich die Sockelleiste fehlte, obwohl ich sicher war, dass ich sie im Lieferwagen gesehen hatte. Wahrscheinlich hatte sich einer der beiden vermessen und die Leiste falsch abgesägt, so dass sie nicht mehr zu gebrauchen war. Denn die beiden hatten auch den Ausschnitt fürs Spülbecken so knapp ausgesägt, dass man ihn von unten sehen konnte, wenn die Schranktür offen stand. Außerdem fehlte, der von uns bestellte, Besteckeinsatz, und der mitgelieferte Mülleimer war unbrauchbar, weil man nun mal in einem ausziehbaren Schrank keinen ausziehbaren Mülleimer würde öffnen können. Ein logischer Fehler auf den uns der Küchenberater eigentlich hätte aufmerksam machen müssen.

Auch wenn ich an diesem Abend ziemlich kaputt war, begutachtete ich die aufgebaute Küchenzeile eingehend und entdeckte weitere Qualitätsmängel. Die Monteure meinten, da sie wegen der Sockelleiste eh nochmal kommen müssten, sollten wir die Mängel direkt beim Möbelhaus reklamieren und alles würde dann in einem Rutsch erledigt werden.

Nun war nur noch die Restzahlung offen, die wir direkt bei den Monteuren begleichen sollten und hier machten wir den entscheidenden Fehler. Wir zahlten die restliche Summe vollständig aus. Wenn wir gewusst hätten, wie lange sich die endgültige Fertigstellung der Küche hinziehen würde, hätte wir einen Teil des Geldes als Druckmittel zurückbehalten. Doch anständig wie wir sind, taten wir das nicht. Ein schwerwiegender Fehler …

vorher

vorher

nachher

nachher

Spaceküche für Trekkies Teil 2

Die endlose Geschichte unserer Spaceküche oder warum man ein bestimmtes schwäbisches Möbelhaus lieber meiden sollte …

Heute: Der Kauf

Wir waren uns einig, wenn wir uns eine Küche kaufen sollten, dann nur jene die wir in Ludwigsburg gesehen hatten. Und eigentlich war eine Neuerung längst überfällig, denn unsere jetzige war eigentlich keine richtige Küchenzeile, sondern nur ein aus Baumarktmaterialien zusammengeflicktes Etwas. Da traf es sich gut, dass mein Schwager und seine Familie zu jener Zeit im Dezember 2008 ebenfalls eine Küche suchten und so verschlug es uns in die Küchenaustellung eines sehr bekannten Möbelhauses bei Ulm. Und tatsächlich, dort sahen wir unsere Traumküche wieder. Klopfenden Herzens fragten wir, ob sie die Küche auch in unser fast 200 km entferntes Zuhause liefern würden. Das wäre kein Problem, verkündetet der Berater und so beschlossen wir, das gute Stück zu bestellen.
Eigentlich glaubten wir uns gut vorbereitet. Gleich nach unserem Fund in Ludwigsburg hatten wir in blindem Aktionismus unsere Räumlichkeiten vermessen und im Internet bei Mustering auch bereits ausgesucht, welchen Schrank in welcher Ausführung wir wollten. Ich hatte eine Zeichnung angefertigt, aus der ersichtlich wurde, wo welche Anschlüsse waren und wo wir die Schränke hinhaben wollte. Allzu umfangreich war es nicht, denn unsere Küche ist nicht sehr groß und die Küchenzeile durfte maximal 2,50 Meter lang werden. Das würde vieles vereinfachen und unser Budget schonen, das dachten wir zumindest,  ebenso dass die Bestellung zum Kinderspiel werden würde. Denkste …
Wir verbrachten an diesem Tag vier!!! Stunden im Küchencenter, weil die Bestellung unserer Traumküche kompliziert und der Berater überfordert war. Ich erinnere mich noch daran, dass wir einen zusätzlichen Schrank für den Herd mitbestellen mussten, obwohl wir ihn nicht brauchten, nur damit es günstiger wurde. Diesen zusätzlichen Schrank haben wir übrigens nie erhalten. Und günstig war die Küche auf keinem Fall. Heute weiß ich, dass wir damals über den Tisch gezogen wurden.

Das es sich für das Möbelhaus dennoch nicht gelohnt hat, offenbart sich in den folgenden Ereignissen …

Die Bilder stammen aus dem Verkaufskatalog:

Quelle: Mustering

    Quelle: Mustering

Quelle: Mustering

Quelle: Mustering