Christinas Multiversum

Ansichten, Rezensionen, Kommentare

rainbow

Es grünt und blüht

Veilchenblau

Weil über Ostern so schönes Wetter war, nahm ich die Kamera mit zum Spaziergang, um ein paar Fotos zu machen. Gerade jetzt, wenn die Obstbäume blühen und die Bäume ausschlagen, finde ich die Farbkontraste besonders schön. Das hat sowas von Neuanfang. Obwohl ich eigentlich eher der Herbstfan bin, kann ich mich dennoch an den vielen Blüten erfreuen.

So ist die Wiese vorm Haus nicht mehr grün, sondern hellblau. Tausende von Veilchen stehen dicht an dicht und bilden einen regelrechten Teppich. Auch die Vergissmeinnicht, die wir die vergangenen Jahre auf unserer Terrasse kultiviert haben, wurden von den Ameisen über die ganze Wiese verbreitet. Die Katzen der Nachbarin haben im Gras schon kleine Pfade getreten und hocken auf dem Fensterbrett in der Sonne.

Die japanischen Kirschen leuchten schon von weitem und in den Obstbäumen summen die Bienen. Ja, es gibt tatsächlich noch welche. Sowohl im Kurpark, als auch auf dem Gelände des Bergader Käsewerks stehen Bienenstöcke. Die Gemeinde hat im Kurpark Obstbäume angepflanzt und auch in den Gärten sieht man Apfel, Birne und Kirsche wieder häufiger.

Von unserer neuen Wohnung aus sieht man viel mehr grün. Wir haben eben keine Straße mehr vorm Haus. Abends gehen wir meistens noch ein bisschen spazieren und schauen uns den Fortschritt an, den die Natur jeden Tag macht. Inzwischen fängt bereits der Flieder zu blühen an. Aber wenn es nicht bald regnet, wird die Schönheit schnell dahin sein. Es ist staubtrocken, trotz des vielen Schnee, der im Januar gefallen ist und der zum Glück lange genug liegengeblieben ist, um tief in die Erde zu dringen.

Zu viel Sonnenschein hat halt auch seine Schattenseiten, im wahrsten Sinne des Wortes. Ach ja, die Weidezäune stehen wieder unter Strom, was das einprägsame Schild beweist.

Der Posbi-Diktator

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN Erstauflage Band 3007 – »Zeuge der Jahrhunderte« von Michelle Stern

Nachdem mich die beiden letzten Heftromane von Andreas Brandhorst und Uwe Anton nicht wirklich vom Hocker gehauen haben, gefällt mir der Roman von Michelle Stern umso besser.

Das dynamische Duo Atlan und Gucky gehen mit einer Zivilistin und einer Posmi auf eine Außenmission. An Bord der Raumstation WHEELER müssen sie einen Diktator entmachten, um die dort lebenden Posbis zu befreien, die der RAS TSCHUBAI den Weg nach Culsu weisen sollen.

Besonders die Passagen aus der Sicht der Zivilistin Marli sind großartig erzählt. Michelle Stern gelingt es, die Angst und die Vorurteile der Figur glaubhaft mit viel Sympathie zu vermitteln. Ihre Abneigung gegen Gucky und ihre Ehrfurcht vor Atlan sind erfrischend lebensnah.

Auch die Geschichte rund um die Posbis, die unter dem Posizid und der Datensintflut leiden und von einen Shelter-Programm unterdrückt werden, ist bis zur letzten Seite spannend.

Solche Geschichten lese ich gern, wenn eben nicht die großen kosmischen Ereignisse im Mittelpunkt stehen.

Neuzugänge im April

Gefärbte Orchidee

Nicht nur mit unserem Transport vor zwei Wochen, haben wir unsere Wohnung um ein paar Gegenstände bereichert.

Seit dem wir uns im Januar von unserer Innovation-Couch getrennt hatten, wirkte unser Hobbyraum etwas leer. Die alte Couch hatte am Ende nur noch gekrümelt und weil es keinen Ersatzbezug gab, habe ich bei Ebay-Kleinanzeigen eine neue (gebrauchte) gekauft: gleiches Model, anderer Bezugsstoff und etwas jünger. Der Verkäufer war so nett, sie zu meinen Eltern zu liefern. Dort stand sie jetzt den Winter über, bis wir sie hergeholt haben. Nun kann man auch im Hobbyraum wieder entspannt auf der Couch rumlungern. Übernachtungsgäste können wir ab jetzt auch empfangen.

Weil sie meiner Mutter im Weg rumstand, haben wir auch noch die Monstera/Fensterblatt aus dem Wintergarten mitgenommen. Jetzt haben wir zwei solche grünen »Monster« im Wohnzimmer. Aber Grünpflanzen kann man bekanntlich nicht genug haben.

Vorsorglich hat mein Mann Samstag vor einer Woche schon mal meine Geburtstagsblumen gekauft – eine blaue Orchidee. Sie verliert aber schon die Farbe, weshalb ich die blaue Ostereierfarbe aufgehoben habe, um den Stock regelmäßig damit zu wässern. Mal sehen, ob das mit dem Nachfärben klappt.

Und dann habe ich mir endlich ein neues iPad mini zugelegt. Es wurde Zeit, mein Altes war einfach zu langsam. Man merkt dann doch den Unterschied, auch am Display. Neben dem Computer ist es mein wichtigstes Arbeitsutensil. Schließlich schreibe ich immer fleißig damit, wenn ich unterwegs oder zu faul bin, den Computer einzuschalten. Das neue ist rosé (gold) und passt damit zum iPhone.

Frohe Ostern 2019

Da Osterkarten schreiben, ein bisschen aus der Mode gekommen zu sein scheint – ich habe auf meine 10 Karten gerade mal 4 Karten und zwei E-Mails zurückbekommen – wünsche ich meinen Lesern an dieser Stelle ein frohes Osterfest.

Das Wetter spielt in diesem Jahr mit. So sommerlich war es an Ostern lange nicht. Ich habe mir schon einen leichten Sonnenbrand geholt.

Ein kleiner fotografischer Gruß mit selbstdekorierten Eiern. Leider nur noch liegend, der Osterstrauß ist schon verblüht.

Aktuelle Bücherflut

Seit der Buchmesse stecke ich in einer nicht enden wollenden Bücherflut. Stimmt, ich habe sie selbst ausgelöst, merke jedoch inzwischen, dass ich nicht weiß, wann ich das alles lesen soll.

Zu allem Überfluss flatterte mit der letzten ESPost-Info ein Angebot ins Haus, dem ich nicht widerstehen konnte. 13 NEO-Platin-Editionen für 80 Euro! Da ich nur die ersten 11 NEO-Romane gelesen habe und dann erst wieder bei Band 75 eingestiegen bin, war das natürlich verlockend. Noch liegen sie im Karton, ich bin schon auf der Suche nach einem passenden Platz.

Den Einhorn-Comic hat mir mein Mann geschenkt. Es ist bereits Band 5 der Reihe.

Dann ist da noch ein Teil der Ausbeute von der Buchmesse und meiner letzten Bestellung bei Jokers. Das Sachbuch über Fotos auf dem Mac muss ich unbedingt zeitnah lesen, weil ich dem Verlag seit zwei Jahren noch eine Rezension schuldig bin. Bei den Ratgebern von Mandl&Schwarz kann man übrigens nichts falsch machen, die sind alle sehr gut.

Die Graphic Novel über Punks im Osten entdeckte ich durch puren Zufall. Der erste Eindruck ist nicht übel. Zum Glück sind Comics schnell gelesen.

Aktuell arbeite ich den Stapel Bücher von der Buchmesse ab. Das aktuelle Buch von Dirk Bernemann ganz oben auf. Das ist eher was für den Nachtschrank – viele kurze Einzelkapitel, die man schnell vor dem Schlafengehen lesen kann. Den Rest schaffe ich hoffentlich auch irgendwann. Luxusprobleme!

PERRY RHODAN Fans im Video

Teil 3 der »Geschichte der PERRY RHODAN-Serie« ist seit dieser Woche online. Im letzten Video der Reihe beschäftigt sich Ben Calvin Hary mit den Fans bzw. der Fan-Szene. Dafür hat er nicht nur erstaunliche Fakten zusammengetragen, sondern auch viele schöne Fotos aus früheren Zeiten.

Die SOL wird dabei ebenso erwähnt, wie die PRFZ und der PROC. Selbstverständlich geht Ben auch kurz auf die Fans außerhalb von Deutschland ein. Das ist ebenso spannend und sollte eigentlich einen eigenen Videobeitrag wert sein.

Wenn man im Abspann genau hinguckt, taucht dort auch mein Name auf. Dabei habe ich gar nicht so viel dazu beigetragen. Erfreuen tut es mich aber trotzdem.

Wer wissen will, wie sich das Fandom rund um PERRY RHODAN entwickelt hat, sollte sich das Video unbedingt ansehen.

Schreck in der Morgenstunde

Ein Hauch von Frühling

Gestern Abend war ich zu müde zum Fernsehen und auch um im Internet zu surfen. Ich ging früh zu Bett und bekam daher nicht mit, was zu dieser Zeit in Paris passierte.

Als ich heute morgen den Computer einschaltete und auf den Nachrichtenseiten die Fotos der brennenden Kathetrale von Notre Dame sah, erschrak ich. Zu sehr erinnerte es mich an den 11. September. So wie damals schienen sie irgendwie irreal.

Sofort dachte ich, wie wir während unserer Parisreise 2017 die Kathetrale besichtigten. Wir gingen nicht hinein, weil zu viele Leute davor warteten.

Es ist schon bezeichnend, dass wir in unserer so hochtechnisierten Welt manchmal keine Macht über die Elemente haben. Wie hilflos wir in solchen Situationen sind.

Jahrhunderte hat sie überdauert, Kriege überstanden und der Zeit getrotzt. Ich hoffe, dass die Kathetrale bald wieder in altem Glanz erstrahlen wird.

Neues aus der Eastside

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 197 – »Der Dimensionsblock« von Ruben Wickenhäuser

Das Situativ mit Perry Rhodan wird von der MAGELLAN geborgen, leider hat der Protektor keinerlei Erinnerungen mehr daran, wer er ist und wer die Menschen um ihn herum sind.
Derweil ist die AMUNDSEN auf dem Weg zur Eastside. Nach dem letzten Transmitter-Durchgang landet sie schwer beschädigt mitten in einem Trümmerfeld. Ihre ohnehin brenzlige Lage spitzt sich zu, als zwei rivalisierende Verbände der Azaraq (Blues) damit drohen, das Feuer zu eröffnen. Dem Ingenieur Alexander Kaspescu gelingt es die Kommunikation rechtzeitig wieder herzustellen, um ihre Notlage zu signalisieren. Die Azaraq lotsen daraufhin das terranische Schiff aus der Gefahrenzone und setzen ihren Kampf gegeneinander fort.
Mit einem Datenpaket von Faktor I im Gepäck steuert die AMUNDSEN das Ovi-System mit dem Planeten Moloch an. Den Empfänger der Botschaft orten sie auf der GELBSCHLEIER V, einem Seuchenschiff, das die Azaraq vor Jahren leer zurückgelassen haben.
Brent Dargas, Alexander Kapescu und drei Begleiter gehen an Bord. Hier bringt sie eine aggressive Flora in tödliche Gefahr, bevor sie endlich das Datenpaket an Faktor VII und Baar Lun übergeben können, die damit den Dimensionsblock initialisieren können. Er soll das Suprahet hindern auszubrechen, wenn die Transmitterstrecke aktiviert wird.
An Bord der Gelbschleier V befindet sich auch Tharvis Kerrek. Der ehemalige Gatasische Kommandant hat sich hierher zurückgezogen, um seinen Sohn zu betrauern, der einst von Perry Rhodan von der Seuche gerettet worden war. Er wird in die Begegnungen von Menschen und Faktor VII hineingezogen und erfährt nicht nur mehr über die drohende Gefahr für das Universum, sondern auch viel über sich selbst.

Die Länge der Zusammenfassung täuscht. Es scheint in diesem Roman viel zu passieren, doch einen richtigen Handlungsfortschritt enthält er nicht.

Ruben Wickenhäuser gelingt es zwar die handelnden Figuren sehr glaubhaft mit all ihren Sorgen und Nöten darzustellen, dennoch fühlt sich die Geschichte wie eine Wiederholung von Band 196 an. Wieder stehen Kämpfe gegen aggressive Pflanzen im Vordergrund. Warum in dem stillgelegten Schiff sich eine solche Flora überhaupt entwickeln konnte, wird am Ende eher beiläufig erläutert. Ebenso wie und warum Faktor VII und Baar Lun in die Milchstraße gekommen sind. Der Rest ist mit Beschreibungen, Innenansichten und Rückblenden gefüllt. Das liest sich alles etwas mühsam.

Vergebens wartete ich auf das Auftauchen einer Bestie, schließlich geben sie der Staffel ihren Namen. Stattdessen erfahre ich wie es den Azaraq nach der Ausrottung der tödlichen Seuche ergangen ist. Diese Informationen sind durchaus interessant, fühlen sich aber drei Romane vor dem Staffelende irgendwie fehl am Platz an.

Bitte nicht falsch verstehen, Ruben Wickhäuser macht das exzellent. Seine Beschreibungen sind plastisch, die Gedankengänge des Azaraq Kerrek über sein Volk und die Menschen haben viel Tiefgang. Ich halte diesen Roman für den bisher besten Beitrag des Autors für NEO, aber angesichts des bevorstehenden Finales habe ich einfache eine andere Erwartung an die Handlung.

Vieles erschließt sich mir auch auf logischer Ebene nicht. Warum muss das Datenpaket direkt übergeben werden? Hätte es nicht eine Übertragung von Schiff zu Schiff an anderer Stelle auch getan?
Warum betreten Dargas und sein Team das Seuchenschiff in den sichtlich beschädigten unteren Bereichen und nicht gleich auf der Kommandoebene, die unbeschädigt ist? Schließlich sollten sie einen Plan des Schiffes von Perry Rhodans letzten Besuch haben. Warum drehen sie nicht um, als sie die Gefahr erkennen und versuchen woanders anzudocken? In dieser Hinsicht muss ich Kapescu sogar recht geben, der sich genau darüber beschwert.

Überhaupt Kapescu! Der von Madeleine Puljic eingeführte Charakter nervt zwar ein wenig, zeigte aber großes Entwicklungs-Potenzial, dass gerade in einem solchen Roman hätte ausgeschöpft werden können. Stattdessen lässt man ihn einen idiotischen und sinnlosen Tod sterben. Die Anteilnahme und Rührung auf seiner Trauerfeier nehme ich keinem seiner menschlichen Begleiter ab, nicht so, wie sie den Ingenieur erlebt haben.

»Der Dimensionsblock«, so schreiberisch perfekt er auch in seiner Ausführung sein mag, hinterlässt den Eindruck von Bemühtheit. Die Exposé-Autoren versuchen fast schon krampfhaft alle Fäden zusammenzuknüpfen. Die Lockerheit, die die Staffeln in Andromeda und der Eastside ausgezeichnet haben, scheint verloren gegangen. Es bleibt zu hoffen, dass Kai Hirdt und Rüdiger Schäfer in den letzten verbleibenden Romanen vor Band 200 ein wenig mehr Spannung aufkommen lassen.

Datum zum Erinnern

Meine Eltern können sich noch lebhaft daran erinnern, obwohl sie damals Kinder waren.

Am 13. und 14. April 1945 marschierten die Amerikaner in Saalfeld und Umgebung ein. Das ist jetzt unglaubliche 74 Jahre her. In der Regionalpresse war dieser Tage nichts darüber zu lesen. Auch nicht über den Bombenangriff der am 9. April wenige Tage zuvor mehr als 200 Menschenleben gefordert und einen Teil der Stadt in Schutt und Asche gelegt hat.

Und weil anscheinend noch nicht genug kaputt gegangen ist, haben die Nazis kurz vor dem Eintreffen der Amerikaner auch noch die Saalebrücke gesprengt. Als ob die sich davon haben aufhalten lassen. Das amerikanische Bataillon errichtete wenige Meter weiter eine Ponton-Brücke, über die sie mit ihren Panzern und dem Begleittross ans andere Ufer der Saale gelangten.

Meine Mutter erinnert sich, wie die Jeeps in der Straße vor unserem Haus standen und sie von einem Soldaten eine Orange geschenkt bekam.

80 Tage später zogen sich die Amerikaner aus Saalfeld und dem Rest von Thüringen wieder zurück und die russische Armee wurde zur Besatzungsmacht im Austausch für Westberlin. Der Rest ist Geschichte.

Es gibt einen gut erhaltenen Film über den Einzug der Amerikaner in Saalfeld, auf dem auch die besagte Ponton-Brücke zu sehen ist.

DS9-Dokumentation vor Veröffentlichung

»What you leave behind« – die Dokumentation über Star Trek DS9 ist fertiggestellt. In den USA wird sie in ausgewählten Kinos am 13. Mai zu sehen sein. Danach sollen die DVDs und Blu-Rays an die Unterstützer ausgeliefert werden. Außerdem ist der Film für Unterstützer der Produktion auf einer Plattform als Stream zu sehen.

Wann der Film auch für das normale Publikum erhältlich sein wird, steht noch nicht fest. Auch nicht wann und ob man die Doku außerhalb der Staaten z. B. in Deutschland kaufen kann.

Ich hoffe sehr, dass dies nicht mehr so lange dauern wird. DS9 war die Star Trek Serie, mit der ich mich am meisten identifizieren konnte und über die ich die meisten Kurzgeschichten verfasst habe. Vielen deutschen Fans aus dem damaligen Fandom ging es ähnlich. Ich würde mich freuen, wenn diese besondere Serie eine würdige Dokumentation erhalten könnte, wenn schon eine Wiederaufbereitung und Veröffentlichung auf Blu-Ray nicht möglich zu seien scheint.

Einen kleinen Vorgeschmack auf die Dokumentation liefert der aktuelle Trailer.