Frauen im PR-Report

Ich habe seit langem mal wieder einen Artikel für den PERRY RHODAN-Report geschrieben. Er erschien letzte Woche im PR 3144. Dieses Mal wurde ich gefragt, ob ich etwas zum Thema Frauenfiguren bei PERRY aus meiner Sicht als Leserin schreiben wolle. Ich musste eine Weile überlegen, was ich schreiben soll? Denn ich kenne nur einen Bruchteil der Serie und kann da gar nicht so viel darüber sagen.

Weil ich mich schon lange für Perry Rhodans Partnerinnen interessiere, fand ich das einen guten Aufhänger. Dass ich damit sogar ein bisschen Werbung für meine FanEdition und mein Star Trek-PERRY RHODAN-Crossover machen konnte, kam mir natürlich nicht ungelegen. Früher wäre mir solche Eigenwerbung unangenehm gewesen, inzwischen bin ich da selbstbewusster. Andere machen es auch, warum soll ich das nicht ebenfalls tun.

Im heute erschienen PR 3145 ist wieder meine Kolumne »FanSzene« enthalten. Es ist schon die Ausgabe 37. Die Zeit vergeht … Wenn alles nach Plan läuft, steht im nächsten Jahr schon die Nummer 50 an. Doch bevor es soweit ist, habe ich heute erst einmal die Texte für die Ausgabe 39 geschrieben, die im Januar erscheinen soll.

Perkoll, übernehmen Sie

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 265 – »Meister der Spione« von Ruben Wickenhäuser

Die Maahks greifen aus dem galaktischen Leerraum einen geheimen Außenposten der Arkoniden an. Doch nicht nur das. Von dieser Seite von M13 aus ist das Arkonsystem so gut wie ungeschützt, weil die meisten Schlachtkreuzer an anderen Fronten kämpfen. Es wird systemweiter Alarm ausgelöst, was zu chaotischen Verhältnissen auf den Planeten und Raumstationen führt.
Genau zu diesem Zeitpunkt erreicht der Celista, Lexx da Perkoll – alias Kal Hersher alias Faktor IV – Arkon, um die Pläne der Konverterkanone an die arkonidische Regierung zu übergeben. Doch er ist sich nicht sicher, wem er noch trauen kann. Denn eine weitere Partei scheint an den Plänen interessiert zu sein und lockt ihn in eine Falle. Er kann den Überschweren entkommen, aber die Häscher von Leticron bleiben ihm auf der Spur. Selbst in der Nähe des Kristallpalastes versuchen sie ihn auszuschalten.
Hilfe erhält er von Perry Rhodan, Gucky und Mirona Thetin. Die versuchen ebenfalls da Perkoll zu fassen und sicherzustellen, dass er die Pläne nicht an Faktor I dieser Zeit übermittelt, sondern sie ausschließlich den Arkoniden übergibt.
Es ist am Ende Mirona Thetin selbst, die den korrekten Verlauf der Zeitlinie sicherstellt.

Einen spannenden Agentenroman hat Ruben Wickenhäuser hier abgeliefert. Die durchaus abwechslungsreiche Verfolgungsjagd hält nicht nur den Protagonisten in Atem, sondern auch den Leser. Auch wenn nicht immer alles logisch und nicht jede Actionszene überzeugend choreografiert ist, hat man Spaß damit. Wobei … Ich mag mir kaum vorstellen, was für ein Feuerwerk ein Kai Hirdt mit einer solchen Handlung abgebrannt hätte.

Lexx da Perkoll ist als Figur zu jedem Zeitpunkt überzeugend. Der Autor hat ein Gespür für den Celista und führt ihn glaubhaft durch die Handlung. Da Perkoll besitzt die Überlegenheit eines Meisters der Insel und die Abgebrühtheit eines arkonidischen Celista. Mir waren es zwar mitunter zu viele Todesopfer, die er auf seinem Weg zurücklässt, aber das gehört wohl bei einem Geheimagenten im Einsatz dazu.

Die Überschweren stecken ziemlich tief in den Positroniken der Arkoniden und scheinen über alles und jeden Bescheid zu wissen. Ich frage mich, warum das noch niemandem aufgefallen ist? Spätestens seit dem Vorfall auf Salex IV sollten die Behörden wach geworden sein.

Thora bekommt ein gesundheitliches Problem, auf das im Folgeroman näher eingegangen wird. Sie wirkt angeschlagen und geht dennoch mit ihrem Mann auf Mission. Die Szenen mit Gucky fand ich nicht so gelungen, da muss der Autor noch nachsteuern, der Ilt agiert mitunter zu albern. Dafür fand ich das Ende mit Mirona Thetin stark, die hier nochmal in ihre Rolle als Faktor I schlüpft.

»Meister der Spione« ist ein spannender Roman von Ruben Wickenhäuser, der mich gut unterhalten hat. In meinen Augen der bisher beste NEO, den der Autor abgeliefert hat.

Schokolade an der Saale

Quelle: MDR

Für alle Schokoladenfans habe ich einen Fernsehtipp. Heute Abend sendet das MDR eine Dokumentation über die Schokoladenfabrik meiner Heimatstadt. Die steht schon seit über einhundert Jahren und zu DDR-Zeiten wurde hier 85 Prozent aller in der DDR verkauften Schokolade produziert.

Heute laufen dort täglich 150 Tonnen Schokolade und Pralinen vom Band. Eine unfassbar große Menge. Schnäppchenjäger können im Werksverkauf, in der sogenannten »Schokoscheune« sich Kistenweise für wenig Geld mit Schokolade eindecken.

Also wer wissen will, wie man Schokolade macht und welche Geschichte die Schokoladenproduktion in Saalfeld hat, sollte sich die gut gemachten 45 Minuten anschauen. Es gibt die Doku auch in der Mediathek. Wir haben sie uns schon am Sonntag angesehen.

Übrigens, im dort gezeigten Park vom Bergfried und in dem dazugehörigen japanischen Garten haben wir 2010 unsere Hochzeitsfotos gemacht. Wenige Meter außerhalb des Parks liegt nämlich das Hotel-Restaurant in dem wir gefeiert haben. Ach, ja, meine Nachbarin ist auch kurz zu sehen.

Dark Matter

Quelle: Amazon

Wie wir auf die kanadische Science-Fiction-Serie kamen, ist einem Irrtum geschuldet. Mein Mann wollte eigentlich »Dark Mirror« kaufen und bestellte »Dark Matter«. Weil wir die BluRay-Box nun mal hatten, schauten wir uns die Serie auch an.

Es geht um eine Raumschiffcrew aus sechs Menschen und einem Androiden, die an Bord ihres Schiffes RAZA aus Tiefschlafkapseln erwachen und keine Erinnerungen mehr besitzen. Keiner weiß, wer er ist und was passiert ist. Auch die Speicher des Androiden sind gelöscht, den sie im Frachtraum vorfinden. Weil sie ihre Namen nicht kennen, bezeichnen sie sich nach der Reihenfolge ihres Erwachens – Eins bis Sechs. Unter den vier Männern und zwei Frauen ist ein etwa sechzehnjähriges Mädchen, das im Laufe der Zeit erstaunliche technische Fähigkeiten entwickelt. Die Sechs raufen sich zusammen, versuchen Informationen sowie Vorräte zu sammeln bzw. das Raumschiff Instand zusetzen. Doch das ist schwieriger als gedacht, denn offenbar scheint alle Welt hinter ihnen her zu sein.

Die Grundidee der Geschichte ist relativ einfach. Und in den ersten beiden Staffeln ist es recht spannend zu sehen, wie sie nach und nach mehr über sich herausfinden. Dass dabei nicht alles so ist, wie der Zuschauer denkt, liegt an den vielen falschen Fährten die gelegt werden und an der zunehmenden Komplexität. Das ist der Knackpunkt, denn die Serienautoren verzetteln sich mit der Zeit und manch angefangener Handlungsstrang, wird erst sehr spät wieder aufgegriffen. Ebenfalls verwirrend ist der »Weltenbau«. Die Serie spielt viele hundert Jahre in der Zukunft, die Besatzung wird von verschiedenen Wirtschaftsallianzen und einer übermächtigen »Galactic Authority« gejagt. Da kommen im Laufe der Zeit so viele verschiedene Gruppierungen zusammen, die sich gegenseitig ausstechen und am Ende einen interstellaren Krieg anzetteln, dass man selbst nach drei Staffeln nicht richtig durchblickt, wer jetzt zu wem gehört und wer, was, warum für wen arbeitet.

Die Hauptaussage der Serie ist: Können sich Menschen zum Guten verändern, wenn sie die Chance haben, von vorn anzufangen? Ist das Böse anerzogen und von Erfahrungen gelenkt, oder sind sie von Natur aus böse? Diese Fragen versucht die Serie zu beantworten und macht das auch ganz ordentlich. Mit der Zeit wachsem einen die unterschiedlichen Charaktere ans Herz. Besonders mochte ich den Androiden. Sie wirkt wie eine weibliche Ausgabe von Data und wird brillant gespielt von Zoie Palmer.

»Dark Matter« basiert auf den Comics von Joseph Mallozzi und Paul Mullie und lief hierzulande von 2015 bis 2017 auf Syfy. Trotz der genannten Kritikpunkte ist sie dennoch einen Blick wert. Was ich aber bis zum Schluss nicht begriffen habe, woher die Serie ihren Titel »Dark Matter« hat. Denn der Begriff dunkle Materie kommt nicht ein einziges mal vor. Vielleicht bezieht es sich auf die ursprünglich dunklen Charaktere, der Besatzung der RAZA oder auf die schwarzen Aliens, die am Ende der Serie das Universum übernehmen.

Weinsuppe, Lasagne und andere Köstlichkeiten

Ich habe hier lange nichts über Kulinarisches gebloggt, stelle ich gerade fest. Dem ist abzuhelfen, denn wir haben in den vergangenen Wochen wieder fleißig am Herd gestanden.

Eines meiner Lieblingsgerichte, die unglaublich einfach zu machen sind, ist Weinsuppe. Ja, richtig gehört Wein! Normalerweise trinke ich keinen Wein und mein Mann schon mal gar nicht, der trinkt überhaupt keinen Alkohol. Aber zum Kochen haben wir immer eine Weinflasche im Kühlschrank. Weinsuppe besteht im Grunde aus Gemüsebrühe, Sahne, Zwiebeln und Wein. Für die Croutons braucht man trockene Semmel oder Weißbrot das in angeschwitzem Knoblauch und Olivenöl geröstet wird. Das Gericht heizt besonders in der kalten Jahreszeit gut ein.

Lasagne gibt es bei uns alle paar Monate mal, wenn wir Lust darauf haben, mal mit und mal ohne Fleisch. Dieses mal haben wir ein bisschen variiert und statt Bechamelsauce Champignons dazwischen geschichtet. Die Auflaufform war leider in der Spülmaschine daher habe ich kurzerhand die Hackbratenform hergenommen. Ging super und sah auch entsprechend toll aus.

Gebacken haben wir auch. Ich bin leider nicht immer dazugekommen Fotos von den Kuchen zu schießen, so schnell waren sie weg. Aber die pikanten Rohrnudeln mit Schinken-Käse-Füllung und die Hefe-Muffins mit Stachelbeeren habe ich noch vor die Linse bekommen.

 

 

 

 

 

 

Wer sich beim nächsten Bild fragt, was das für ein komischer Salat in der Schüssel ist. Das ist Winterportulak, der auch Postelein oder Tellerkraut genannt wird. Die fleischigen Stile und Blätter kann man wie Feldsalat essen. Sie schmecken mir aber deutlich besser als Feldsalat, durch die leicht nussige Note. Warum es den Salat nur im Bioladen gibt, kann ich nicht sagen. Wahrscheinlich weil ihn im normalen Handel kein Mensch kennt und nicht kaufen würde. Sehr schade für das leckere Gemüse. Ich gehe jedenfalls nicht mehr daran vorüber.

Phantastische Cover-Illus

Seit 1971 erscheinen PERRY RHODAN-Romane in Japan. Das sind 50 Jahre in denen anfangs vierteljährlich, später monatlich und seit 2010 zweiwöchentlich, 15 x 10 cm große Taschenhefte veröffentlicht werden.

Das besondere an den japanischen Ausgaben von PERRY RHODAN sind eindeutig die Cover-Motive, die sich komplett von den Originalen unterscheiden und von japanischen Künstlern angefertigt werden.

Ich habe unlängst eine größere Anzahl dieser Hefte bekommen und bin ganz verliebt in die Titelbilder. Die Darstellungen der Figuren unterscheiden sich sehr von den etwas strengen Darstellungen der Deutschen Titelbildzeichner. Wobei Perry Rhodan bei den Japanern wie eine Reinkarnation von Captain Kirk aussieht. Dafür wirkt Gucky tatsächlich wie eine Maus. Er ist ja auch ein Mausbiber. Schön finde ich die Darstellung der Frauen. Ich kann mangels Japanischkenntnissen leider nicht auf Anhieb sagen, um wen es sich bei den einzelnen Frauen handelt, (dazu müsste ich erst die Perrypedia konsultieren) aber ihre Darstellung gefällt mir.

Auffällig ist, dass auf den Covern kaum Raumschiffe dargestellt werden sondern meist Personen zu sehen sind. Das ist bei den deutschen Ausgaben anders. Hier dominieren Raumschiffe, Fahrzeuge sowie Planeten- und Weltraumszenen.

Eines der Cover ist mir besonders in Auge gefallen. Es zeigt einen Mann (wahrscheinlich Jen Salik) und sechs weiße Kaninchen. Was die weißen Kaninchen angeht, bin ich etwas ratlos. Vielleicht sollen sie den Chulch darstellen, ein hamsterförmiges Wesen mit weißem Fell und sechs Beinen.

Der japanische Roman enthält die Erstauflagenbände PR 1205 und PR 1206. Ich habe mal die Originalcover dem japanischen Titelbild gegenübergestellt:

Quelle: Perrypedia
Quelle: Perrypedia
Quelle: Perrypedia

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer übrigens wissen will, was die blauroten Markierungen an der Seite der deutschen Heftromane bedeuten, und wie sich die Titel im Laufe der sechzig Jahre seit der Gründung der PERRY RHODAN-Serie verändert haben, dem sei das Video meines Freundes und Autorenkollegen Ben Calvin Hary empfohlen.

Neues Jumbo-Spielzeug

Ich habe ein neues großes »Spielzeug« zum Basteln.

Weil ich es irgendwann leid war, für die Weihnachtskarten Tannenbäume auszuschneiden, habe ich mir in diesem Jahr einen Jumbo-Stanzer bestellt. Was soll ich sagen: Das ist ein so cooles Teil. Das Ding ist riesig. Ich stanze schon die ganze Woche Tannenbäumchen aus verschiednen Papieren und kann gar nicht genug davon bekommen. Jetzt muss ich erstmal die gestanzten Karten und Bäume verzieren. Das gibt dann eine komplett neue Collection an Weihnachtskarten.

Ich weiß, Weihnachtskarten schreiben ist altmodisch. Heute schreibt man E-Mails oder WhatsApp-Nachrichten. Ich bastle trotzdem Karten, einfach, weil ich Freude daran habe. Inzwischen verschicke ich die Karten aber nur noch an einen erlauchten Kreis von Leuten, die es zu schätzen wissen und von denen ich auch jedes Jahr Grüße oder eine Karte bekomme. Es werden merklich weniger, wie ich zu meinem Bedauern feststellen muss. Einfach weil viele ältere Leute darunter sind, die so nach und nach wegsterben.

Hin und wieder verkaufe ich auch Karten an Verwandte oder Bekannte. Das ist okay. Obwohl ich mich von meinen Eigenkreationen mitunter schlecht trennen kann. Es sind ja schließlich Unikate.

Streamen oder kaufen

Manchmal bin ich heilfroh über unsere große DVD- und Blu-Ray-Sammlung, und dass wir uns nicht wegen Star Trek: Discovery bei Netflix angemeldet haben. Besonders heute, wo verkündet wurde, dass sämtlicher Star Trek-Inhalt von Netflix abgezogen wird und zu Paramount+ wandert. Das wird in Deutschland irgendwann im nächsten Jahr starten und über Sky abonnierbar sein.

Sprich, die Fans in Deutschland werden auf die vierte Staffel von Star Trek: Discovery noch ein wenig warten müssen. Und wie viele Fans sich dann deshalb ein Sky-Abo zulegen, ist fraglich. Wir warten auf die Blu-Rays. Aus dem Grund haben wir auch die dritte Staffel noch nicht gesehen, da erscheint die Box erst in diesem Monat. Wir kennen das noch aus den Neunzigern, als man drei Jahre warten musste, bis die Serien über den großen Teich nach Deutschland kamen. Verpassen tut man ohnehin nichts, wenn man sich die Kritiken durchliest.

Ich frage mich jedoch, ob das mit den vielen verschiedenen Streamingdiensten auf Dauer funktionieren wird. Amazon Prime, Netflix, Disney+ jetzt noch Paramount+, wenn jedes Studio seinen eigenen Streamingdienst startet und die Leute alle möglichen Anbieter abonnieren müssen, um ihre Lieblingsserien und -Filme zu sehen, müssen die Leute viel Geld ausgeben. Ob sie das wollen oder können ist eine andere Frage.

Für diejenigen, die das nicht mitmachen wollen, bleibt entweder der Kauf von DVDs oder Blu-Rays oder eine digitale Kopie bei Amazon Prime. Wer das Geld nicht hat, schaut beim TV-Sender Tele5 vorbei. Irgendeine Star Trek-Serie läuft dort immer.

Woche der Wahrheit

Heute hat unser »Märchenkönig« Markus Söder die »Woche der Wahrheit« angekündigt, nachdem ihm im Freistaat die Inzidenz um die Ohren fliegt.

Na dann reden wir doch endlich mal Tacheles. Das hätte die Politik schon von Anfang an machen müssen, dann wären wir jetzt nicht in dieser Situation. Im Landkreis Traunstein ist die Inzidenz seit Wochen hoch, wir stehen kurz davor die 1000er Marke zu durchbrechen. Also halten wir fest:

1. Eine Pandemie dauert drei Jahre. Ein Jahr kommt sie, ein Jahr bleibt sie und ein Jahr geht sie.

2. Eine Pandemie ist erst zu Ende, wenn alle infiziert waren. Das heißt, wir müssen da durch, auf die eine oder anderen Weise.

3. In einer Pandemie wird es immer viele Tote geben, egal wie vorsichtig man agiert. Es wird immer Menschen geben, die daran sterben. Die Frage ist nur, ob sie jung oder alt sterben.

4. Mit einer Impfung wurde noch nie eine Pandemie beendet. Schon gar nicht mit Impfstoffen, die nur für einen kurzen Zeitraum (3-4 Monate) Übertragungsschutz bieten, nicht zu verwechseln mit Impfschutz. (Siehe schwedische Impfstoff-Studie.) Es gehören immer mehrere Punkte dazu. Ein wichtiger ist und bleibt nach wie vor die Durchseuchung. Da sollten wir uns nichts vormachen, da kommen auch wir nicht drumrum, egal was wir anstellen.

5. Druck erzeugt Gegendruck. Je mehr Druck man auf Menschen ausübt, dass sie etwas tun sollen, desto weniger werden diese Menschen das auch tun. Es ist wie bei kleinen Kindern, wenn man ihnen etwas verbietet, machen sie es erst recht. Die Corona-Tests kostenpflichtig zu machen, um den Impfdruck zu erhöhen, hat bei uns im Landkreis und überall in Bayern dazu geführt, dass Corona-Partys gefeiert werden. Die Jugend feiert bei dem Kumpel der Corona Positiv ist, um sich anzustecken. Damit sie dann als Genesen gelten und die Test nicht bezahlen müssen.

6. Andauernde Panikmache und Hysterie bewirken irgendwann das Gegenteil. Wer kennt die Geschichte von dem Jungen, der immer rief »Die Wölfe kommen«, obwohl das gar nicht stimmte? Der Junge machte das so oft, dass ihm die Dorfbewohner irgendwann nicht mehr geglaubt haben, wenn er rief. Eines Tages kamen die Wölfe tatsächlich, und der Junge schrie sich die Seele aus dem Leib, doch keiner hörte auf ihn. Sprich, es setzt ein Gewöhnungseffekt ein, und da können die Medien noch so schlimme Bilder von überfüllten Krankenhäusern zeigen, es wird die wenigsten noch interessieren.

Halten wir fest: Die Abschaffung der kostenlosen Tests war der schlimmste Fehler, den man machen konnte. Da war ich sogar mit Herrn Lauterbach mal einer Meinung, obwohl ich ein arg gespaltenes Verhältnis zu dem Politiker habe und ihn für einen der gefährlichsten Menschen in der derzeitigen Politik halte.

Ein weiterer großer Fehler war, sich vollends auf die Impfungen zu verlassen und die Leute glauben zu lassen, dann wäre alles vorbei. Man sieht ja nun, dass der Schutz schnell nachlässt und es weiterhin zu Übertragungen kommt. Auch die Boosterimpfungen werden das nicht ändern. Das ganze führte zu einer trügerischen Sicherheit, vor allem bei den Geimpften, auch weil sie sich nicht mehr testen müssen. Ganz ehrlich, wer testet sich freiwillig, das machen die wenigsten Geimpften. Geimpfte müssen auch nicht mehr in Quarantäne, wenn sie Kontaktperson waren. Das ist auch so eine schwachsinnige Regelung. So dämmt man ganz sicher keine Infektionsketten ein.

Das Gesundheitssystem krankt schon seit Jahren, die zwei Jahre Pandemie haben das nicht nur sichtbar gemacht, sondern auch verschlimmert. Jetzt sind wir an einem Punkt, an dem tatsächlich kaum noch was geht. Vielleicht wäre es besser gewesen in der ersten Welle mehr Infektionen zuzulassen, als die Krankenhäuser personell noch besser dastanden. Durch das immer wieder Verzögern und Eindämmen der Infektionen haben wir uns in eine Situation gebracht, die vielleicht tatsächlich nicht mehr zu handhaben ist. Und je länger wir das Unvermeidliche hinauszögern, desto länger werden wir darunter leiden und desto mehr Menschen werden sterben, ob an Covid 19 oder an den Kollateralschäden. Vielleicht sollte die Politik endlich mit der Wahrheit rausrücken und die Leute vor die Wahl stellen, ob sie ein Ende mit Schrecken wollen oder ein Schrecken ohne Ende. Denn auf eines von beiden wird es herauslaufen, einen dritten Weg aus der Pandemie gibt es nicht.

Ich bin zwei Mal geimpft und werde mir auch den Booster holen, sobald das geht. Das tue ich aber ausschließlich für mich, denn ich weiß, dass das einzige Richtige im Moment die 1G Regel wäre. Sprich, jeder muss sich testen. Das würde endlich auch die Spaltung in der Bevölkerung beenden und wäre nur fair.

Das Leticron-Dilemma

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 264 – »Leticrons List« von Rüdiger Schäfer

Die Überschweren haben sich fünf Monate nach dem Verschwinden von Erde und Mond im Solsystem eingenistet und treiben ihre Expansion weiter voran. Nach und nach machen sie aus dem Solsystem und den Kolonien der Terraner eine Waffenschmiede. Aber auch die Ferronen und die Topsider wurden von ihnen versklavet und arbeiten für Leticrons großes Ziel – die Eroberung Andromedas.
Reginald Bull muss gute Miene zum bösen Spiel machen. Er versucht unter Leticrons Herrschaft den verbliebenen Terranern auf dem Mars und den Monden im Sonnensystem, so viele Freiheiten wie möglich zu erhalten. So muss sich auch die Widerstandsgruppe »Ares« unter ihrem Führer Zeus zurücknehmen, wenn die fragilen Zugeständnisse erhaltenbleiben sollen.
Doch es gibt eine Menge Leute, die unter der Herrschaft der Überschweren zu leiden haben. Einer von ihnen ist Harkon von Bass-Teth. Der Akone strandete beim Transfer von Erde und Mond ins Akonsystem auf dem Mars. Der Positronikspezialist möchte eigentlich nur nach Hause, und dafür greift er auf die verschlüsselten Informationen der Terraner und Überschweren zu. Das bleibt nicht lange unentdeckt. Harkon wird gefangen genommen und in ein Umerziehungslager der Überschweren verfrachtet. Dort kommt er noch ganz anderen Geheimnissen auf die Spur und wendet sich in seiner Verzweiflung an »Ares«.
Thomas Rhodan da Zoltral und Ronald Tekener werden von Zeus beauftragt, den Akonen zu befreien, was ihnen auch gelingt. Doch Leticron hat damit gerechnet. Er will Rhodans Sohn zu seinem Verbündeten machen und stellt ihm eine Falle. Als Köder nutzt er etwas dem Thomas nicht widerstehen kann – die wiedererwachte Jessica Tekener.

Beim vorletzten Kapitel dachte ich noch: »Das ist mal ein NEO von Rüdiger Schäfer, bei dem ich kein Taschentuch brauche.« Und dann schafft er es doch, mir im letzten Kapitel noch die Tränen in die Augen zu treiben. Also wirklich …

Zehn Bände hat es gebraucht, bis der Handlungsbogen um Leticron im Solsystem fortgesetzt wurde. Ich hatte schon nicht mehr daran geglaubt. Aber das, was Rüdiger Schäfer daraus macht, ist spannend und meist auch glaubwürdig.

Zum einen ist da der Akone Harkon von Bass-Thet, der sich nach fünf Monaten auf dem Mars so leidlich in die Gesellschaft der Menschen integriert hat. Als Positronikspezialist weiß er inzwischen, wohin es Erde und Mond verschlagen hat. Er traut sich aber nicht, mit der Führung der Terraner Kontakt aufzunehmen, weil er befürchtet von den Überschweren entdeckt zu werden. Was letztendlich trotzdem passiert. Der Charakter des Akonen ist ein wenig zwiespältig. Einerseits hat er Angst und hält sich selbst für einen Feigling, andererseits hackt er sich immer wieder in die Positroniken der Terraner und Überschweren. So groß kann seine Feigheit dann doch nicht sein.

Weitere Handlungsträger sind Thomas Rhodan da Zoltral und Ronald Tekener, die sich immer noch nicht riechen können, aber gemeinsam für »Ares« in den Einsatz gehen. Erst am Ende sind sie sich einig, wenn es darum geht, Jessica Tekener aus den Fängen von Leticron zu befreien. Wenn man die Kapitel liest, hat man den Eindruck, es mit jungen, durchtrainierten Menschen um die dreißig zu tun zu haben. Allerdings sollte man sich vor Augen führen, dass Thomas 62, Ronald 66 und Jessica schon 70 ist. Zwar wird immer wieder erklärt, dass die Menschen im Jahr 2102 viel älter werden und länger jung bleiben. Aber dennoch wünschte ich mir, man würde dem ein bisschen mehr gerecht werden und sei es nur, in dem man auf die größere Lebenserfahrung hinweist. Zumindest werden die drei erst einmal sauber geparkt.

Die tragischste Figur des Roman ist aber Reginald Bull. Der Protektor hat sich in seine Rolle als Gon-Shial – dem Verkünder von Leticrons Worten – gefügt, auch wenn sich jede Faser seines Körpers dagegen sträubt. Er arrangiert sich mit den Feind, um die verbliebenen Terraner und Kolonisten vor den Repressalien der Überschweren zu schützen. Zumindest findet er in Administratorin Stella Michelsen eine neue Partnerin.

Leticron bleibt auch in diesem Roman weitgehend undurchsichtig. Wir als Leser wissen inzwischen, woher er kommt, aber seine Ziele sind nach wie vor unklar. Ist es tatsächlich Andromeda, das er seinem Imperium einverleiben möchte? Aber warum und vor allem wie? Seine Raumschiffe scheinen nicht in der Lage, die große Leere zwischen den Galaxien zu überbrücken. Und wer ist der geheimnisvolle Mann mit der Maske und warum hört Leticron auf ihn? Fragen, die noch zu beantworten sind.

Am Ende des Romans gibt es noch einen Zeitsprung von fünf Jahren. Hier erfahren wir einiges, was auf Terra und Luna im Akonsystem vor sich gegangen ist. 10 Millionen Eheverträge zwischen einem Akonen und einer Terranerin in knapp fünf Jahren? Und was ist mit den Männern, heiraten die keine Akoninnen? Oder die Schwulen, Lesben und Diversen? Sollte hier gegendert werden? Wenn, dann ist das ziemlich in die Hose gegangen. Wobei ich mir 7000 Eheverträge pro Tag nicht so wirklich vorstellen kann, aber …

Einige Dinge bleiben wegen dem Zeitsprung am Ende auf der Strecke. Nicht aufgeklärt wird zum Beispiel das Schicksal von Harkon. Konnte er mit einem Kurierschiff nach Akon zurückkehren? Überhaupt, warum kriegen die Überschweren den Kontakt zwischen Erde und Akon innerhalb eines so langen Zeitraums nicht mit, nachdem Leticron schon Verdacht geschöpft hat? Und wieso ist dieser Kontakt einseitig? Bull bekommt Nachricht von seinen Töchtern, schreibt aber in all der Zeit nicht einmal zurück, dass er jetzt verheiratet ist? Und was wurde aus den Opfern der Umerziehungslager? Sind die Leute nun gestorben, denen die Behandlung mit den Amöbophagen offenbar nicht bekommen ist? Hat Reginald Bull Leticron überhaupt darauf angesprochen? In den fünf Jahren sind da sicher eine Menge Menschen zu Schaden gekommen. Auch hier wird ein wichtiger Erzählstrang nicht bis zu Ende geführt.

»Leticrons List« ist eigentlich keine, denn außer, dass er mit Jessica Tekener Thomas Rhodan da Zoltral anlocken will, sehe ich keine wirkliche List in den Plänen des Überschweren. Ihm muss klar sein, dass Rhodans Sohn sich nicht so einfach übers Ohr hauen lässt. Daher ist der Titel des Romans ein wenig irreführend. Ja, er ist spannend und emotional geschrieben, aber es fehlen am Ende ein paar Details, um die Geschichte rund zu machen. Durch den Zeitsprung nimmt der Autor der Geschichte außerdem einen Teil ihrer Glaubwürdigkeit. Schade!