Kamihimo Meisterstück

Nach einer kleinen Pause habe ich mich mal wieder an ein Kamihimo-Projekt gewagt. Dieses spezielle Muster hat mich schon lange gereizt. Ich hatte auch schon mal damit angefangen, es aber erfolglos wieder aufgegeben.

Ich will ehrlich sein, ich bekam es einfach nicht hin.

 

Wenn es eines gibt, was mich nicht loslässt, dann sind das Sachen, die mir nicht gelingen wollen. Ich probiere es dann so lange, bis es gelingt. So wie dieses Muster. Es hat mich immer wieder beschäftigt, denn es sieht so harmlos aus. Das war kein Zustand den ich akzeptieren wollte. Also habe ich YouTube konsultiert und auf diversen japanischen Webseiten nach Lösungen geforscht, ohne großen Erfolg. Irgendwann kurz vor dem Jahreswechsel hat es mich einfach gepackt. Das konnte doch nicht so schwer sein.

Denkste! Ich folgte zwar den Anleitungen, aber irgendwie verhielt sich meine Flechterei nicht so, wie sie sollte. Die Streifen fielen immer wieder auseinander. Ich wünschte mir vier Hände, um alles festzuhalten. Irgendwann kam mir die Idee. Ich hatte schon mehrfach gesehen, dass Leute die Kamihimostreifen anfeuchten. Ich selbst hatte das noch nie gemacht, weil das bis jetzt nicht notwendig gewesen war. Jetzt probierte ich das aus. Mit einer Sprühflasche sprühte ich den Anfang des Musters ein und fügte nach und nach die neuen Streifen hinzu. Das Material quoll auf und wurde flexibel, blieb aber reißfest. So konnte ich die Streifen enger aneinander schieben und das Muster nahm endlich die Gestalt an, die es haben sollte. Es erforderte allerdings einiges an Geschick, aus dem flachen Muster ein Körbchen zu formen und mit einem schönen Rand zu versehen. Diese Form der Umrandung war auch neu für mich.

Ich gebe zu, dieses Projekt war eine ziemliche Fummelei und ich bin mir sicher, dass ich das nicht so schnell wiederholen werde, aber das Ergebnis sieht schon toll aus. Verkaufen kann man sowas nicht, dazu stecken zu viele Arbeitsstunden drin. Dafür haben wir jetzt ein schickes neues Brotkörbchen.

Neue Taschen in der Kollektion

Ich habe zwei neue Kamihimo-Projekte beendet. Das eine hat meine Finger so sehr beansprucht, dass ich jetzt erstmal pausieren muss, bis meine Fingernägel wieder nachgewachsen sind und die Hornhaut von meinen Fingerkuppen wieder weg ist.

Das ist eine neue Technik, in der ich bisher noch nicht geflochten habe, die ich aber unbedingt aber mal ausprobieren wollte. Hier werden teilweise die Kamihimo-Bänder doppelt gelegt und dann nochmals überflochten. Bei einem Muster in Längsrichtung und bei der Gelb-Schwarzen quer. Das sieht toll aus, verbraucht aber Unmengen an Material und durch die Festigkeit, die beim doppelten Flechten entsteht, muss man sich anstrengen, damit man die Bänder durchgezogen bekommt.

Vorteilhaft ist der obere Taschenbund, den muss man nicht kleben, sondern man verflechtet die Bänder einfach. Das macht das Ganze weich und flexibel. Ich habe jetzt auch halbrunde Ringe mit eingeflochten, so dass ich die Henkel nicht mehr annähen muss. Mit den Nieten klappt das Befestigen der Lederbänder sehr gut und ist schnell erledigt.

Die gelbe Tasche hat unten einen interessanten Boden. Das mit den dünnen gelben Streifen durchsetzte schwarze Geflecht sieht irgendwie edel aus. Beide Taschen sind nicht zu groß und eignen sich auch als Handtaschen.


Black & White Beauty

Darf ich vorstellen: meine neueste Kreation.

Dieses gute Stück hat mich ganz schön gefordert. Ich habe fast eine Woche dafür gebraucht. Na gut, es waren keine acht Stunden am Tag, aber eine Stunde mindestens. An sich sieht das Muster nicht so schwierig aus, wäre es auch nicht, wenn der Boden nicht wäre. Da gibt es nämlich keine Anknüpfungspunkte. Sprich, ich konnte die Fäden nicht einfach von einer Seite zur anderen durchziehen. Dann geht das nämlich nicht auf. Ich habe dann von beiden Seiten oben angefangen und geschaut, wie ich mit dem Boden zurechtkomme.

Faszinierend finde ich ja, wie das Muster von innen aussieht. Das ist fast noch schöner, als außen.

Trotzdem bin ich froh, dass ich es endlich fertig habe. Als nächstes mache ich etwas einfacheres.

Neues aus der Kamihimo Taschenwerkstatt

Ich war wieder fleissig und habe ein neues Kamihimo-Muster ausprobiert. Zum ersten Mal habe ich eine Tasche ohne einen geraden Boden gemacht. Das ist zwar komplizierter, aber die Flechtarbeit wird präziser. Meinem Hang zum Perfektionismus kommt das sehr entgegen. Außerdem habe ich zweifarbiges Band simuliert, indem ich ein Band auf das andere aufgeklebt habe. Ich ärgere mich nach wie vor, dass ich mit den Farben so limitiert bin. Ich muss wirklich mal den Hersteller anschreiben.

Ich habe jetzt auch eine Methode zur Befestigung der Henkel gefunden. Ich niete die Leberbänder einfach zusammen. Wozu habe ich mir schließlich vor Jahren so eine sündhaft teure Nieten- und Ösenzange gekauft.

PS: Die nächste Tasche ist auch schon wieder fast fertig.

 

Neues aus der Taschenwerkstatt

Ich habe festgestellt, wenn ich meinem Kamihimo Hobby nachgehe, schlafe ich endlich durch. Sprich, ich wache nachts nicht mehr auf und wälze mich dann stundenlang hin und her. Offensichtlich entspannt mich die Flechtarbeit so sehr, dass ich besser schlafe.

Der Nebeneffekt ist, dass ich jede Menge schöner Taschen produziere. Eine habe ich jetzt schon verkauft. Es fällt mir ja immer schwer mich von den selbstgemachte Dingen zu trennen. Vor allem, wenn es sich um Einzelstücke handelt. Da muss ich noch an mir arbeiten, aber bei meinen Perlensachen, war es anfangs auch so, bis ich die ersten Teile verkauft habe. Ich mache dann einfach neue.

Hier nun die beiden neuen Machwerke. Bei der blauen Tasche muss ich mir noch überlegen, wie ich den Henkel befestige. Ich habe da schon eine Idee.

 

Neue Taschenkunstwerke

Es gibt Neues von der Kamihimo-Front.

In den vergangenen Wochen sind von mir zwei neue Taschen fertiggestellt worden. Eine weitere steht kurz vor der Vollendung. So langsam wird es eng im Regal. Ich werde sie wohl doch verkaufen. Bei uns gibt es einen Geschenkeladen, da kann man ein Fach mieten und seine Sachen verkaufen lassen. Das werde ich mir mal ansehen. Ich habe ja noch mehr Schmuckstücke und Bastelarbeiten im Schrank.

Hier sind aber erstmal die beiden Taschen.

Die Rosafarbene war schwierig wegen der Zierknoten und dem Annähen der Henkel.

Bei der Grünen lag die Herausforderung darin, dass Muster fehlerfrei zu flechten. Hier habe ich auch zum ersten Mal einen Henkel aus Kamihimo gemacht.

Ich habe gestern noch mal neue Kamihimo-Bänder geordert, meine Kiste leerte sich nämlich. Bevor das Papier wieder teurer wird.

Drei Mal Kamihimo

Ich bin ja immer noch begeistert von meinem neuen Hobby. Am Wochenende stellte ich die nächste Tasche fertig. Das Muster hat mich ganz schön beschäftigt, weil es kein richtiges Grundgerüst gibt und die Bänder nur dann fest sitzen, wenn alles miteinander verflochten sind. Weil sich alles erst im finalen Schritt ergibt, kann man auch nichts festkleben, sondern muss Klammern verwenden. Ich habe ein paar mal laut geflucht, als es zeitweise wieder auseinander fiel. Aber sie sieht schon toll aus.

 

Endlich habe ich auch das einzige deutschsprachige Buch zum Thema bekommen. Die Anleitungen sind sehr gut gemacht. Jeder Schritt ist bebildert und ausführlich erklärt. Manche Modelle sprechen mich mehr an als andere. Einige sind mir inzwischen zu simpel, die hätte ich gern am Anfang gemacht. Manche Tricks kenne ich schon aus diversen YouTube Videos. Aber ich habe auch einiges Neues entdeckt, was ich demnächst ausprobieren werde. Es gibt auch ein paar zusätzliche Informationen zum Material und zur japanischen Tradition.

Apropos Japan und Kamihimo. Ich habe ein Video entdeckt, das zeigt, wie Kamihimoband hergestellt wird. Es erinnert irgendwie an die Herstellung von Garn. Nun ja, das ist es irgendwie auch. Man erkennt an dem Video, dass da noch viel Handarbeit drinnen steckt. Ich finde es spannend.

Im Kamihimo-Fieber

Nein, das wird jetzt kein Beitrag zu einem neuen exotischen Virus aus Asien.

Ich hatte ja unlängst erzählt, das ich Kamihimo für mich entdeckt habe. Mit den Streifen aus kleinen Papierschnüren lassen sich allerlei schöne Sachen machen. Inzwischen habe ich zwei größere Projekte gemacht, dank YouTube und diversen japanischen Blogs.

Das eine ist eine Handtasche, die ich noch mit einem Innenfutter ausstatten möchte. Das zweite ist ein Körbchen das fast komplett aus den Resten der Handtasche entstanden ist.

Ich hasse es, Dinge zu verschwenden und suche mir daher Projekte aus, bei denen ich das Material möglichst effizient einsetzen kann. Billig sind die Kamihimo-Bänder nicht (5 Euro für 15 Meter). Leider gibt von der Buntpapierfabrik, in der sie in Deutschland hergestellt werden, keine große Auswahl an Farben. Ich wünschte mir zum Beispiel ein dunkles Grün oder ein Schokoladenbraun. Zumindest habe ich jetzt bei einem italienischen Anbieter ein schönes Rot gefunden. Ansonsten vertreibt nur ein Händler in der Schweiz original Kamihimo-Bänder aus Japan, manche sind sogar zweifarbig. Aber dafür muss ich noch ein wenig sparen.