Neues Jumbo-Spielzeug

Ich habe ein neues großes »Spielzeug« zum Basteln.

Weil ich es irgendwann leid war, für die Weihnachtskarten Tannenbäume auszuschneiden, habe ich mir in diesem Jahr einen Jumbo-Stanzer bestellt. Was soll ich sagen: Das ist ein so cooles Teil. Das Ding ist riesig. Ich stanze schon die ganze Woche Tannenbäumchen aus verschiednen Papieren und kann gar nicht genug davon bekommen. Jetzt muss ich erstmal die gestanzten Karten und Bäume verzieren. Das gibt dann eine komplett neue Collection an Weihnachtskarten.

Ich weiß, Weihnachtskarten schreiben ist altmodisch. Heute schreibt man E-Mails oder WhatsApp-Nachrichten. Ich bastle trotzdem Karten, einfach, weil ich Freude daran habe. Inzwischen verschicke ich die Karten aber nur noch an einen erlauchten Kreis von Leuten, die es zu schätzen wissen und von denen ich auch jedes Jahr Grüße oder eine Karte bekomme. Es werden merklich weniger, wie ich zu meinem Bedauern feststellen muss. Einfach weil viele ältere Leute darunter sind, die so nach und nach wegsterben.

Hin und wieder verkaufe ich auch Karten an Verwandte oder Bekannte. Das ist okay. Obwohl ich mich von meinen Eigenkreationen mitunter schlecht trennen kann. Es sind ja schließlich Unikate.

Zu Bruch gegangen

Muss ich mir jetzt Gedanken machen, dass ich eventuell zu viel gehäkelt habe? Vorgestern ist nämlich meine Lieblingshäkelnadel zu Bruch gegangen, die mit dem ergonomischen Griff.

Es hatte sich schon am Dienstag mit einem verdächtigen Knacken angekündigt. Ich war ganz erschrocken und habe die Nadel hin und her gedreht, aber nichts erkennen können. Da war kein Riss oder Sprung. Vorgestern brach sie dann völlig unerwartet mitten beim Häkeln durch. Ich nehme mal an, dass der Weichmacher aus dem Plastik diffundiert ist. Kunststoffgriffe halten eben nur eine begrenzte Zeit, dann werden sie spröde oder klebrig. Wie die Griffe unserer Lichtschwerter, die fassen sich ebenfalls so an. Also besser, wenn man die Lichtschwerter nur anschaut und nicht anfasst. Nicht, dass die guten Master Replicas noch auseinanderfallen.

Jetzt ist es nicht so, dass ich keine Häkelnadeln mehr hätte. Im Gegenteil, ich habe eine ganze Schachtel voll, aller Stärken. Die meisten haben aber leider keinen ergonomischen Griff. Noch besser wäre es, wenn es die ergonomischen Griffe aus Holz gäbe. Die Häkelnadeln meiner Mutter haben einen Holzgriff und sind bestimmt schon mehr als sechzig Jahre alt. Aber dann könnten die Hersteller nicht mehr so viele verkaufen, wenn die so lange halten.

Ach ja. Jetzt will bestimmt jemand wissen, was ich gehäkelt habe. Ich habe das Muster für die Baby-Chucks vergrößert. Die Kleinen wachsen so schnell raus und ich hatte inzwischen mehrere Anfragen für die Schuhe. So wie ich sie gehäkelt hatte, gingen sie weg wie warme Semmeln. Ich kam gar nicht hinterher. Von denen auf dem Bild geht am Wochenende wieder ein Paar weg. Dieses Mal sogar nach Malawi.

Converse für Babys

Weil in meinem näheren Umfeld zur Zeit viele Babys zur Welt gekommen und weitere unterwegs sind. habe ich mich mal an einer Anleitung für Baby-Turnschuhe versucht. Ich hatte mehrere Vorlagen im Internet gefunden, aber keine war so richtig passend. Ich habe also so lange probiert, bis ich mir die richtige Häkelvorlage selbst erarbeitet hatte. War ein bisschen mühsam, aber jetzt kann ich die Schühchen auch in verschiedenen Größen häkeln. Als Wolle verwende ich die No.2 von My Boshi, man kann aber anderes ähnliches Baumwollgarn nehmen. Es sollte weicher als übliches Schulgarn und nicht allzu fest sein.

Ich habe sogar mit mehrfarbigen Mustern experimentiert, weil ich die Wollreste verarbeiten wollte. Das ist aufwendiger, hat aber auch geklappt. Die schwarz-weiß-karierten Schühchen sind eine Erinnerung an meine Jugend. Ende der Achtziger hatte ich auf einem Bild in der Bravo meinen Lieblingssänger mit solchen karierten Converse Schuhen gesehen. Natürlich war in der DDR nicht daran zu denken, solche Schuhe zu bekommen. Aber es gab für 12,60 M weiße Basketballschuhe aus Stoff, die so ähnlich aussahen, allerdings ohne den Converse Stern. Ich bat meine Mutter mir solche weißen Turnschuhe zu kaufen und dann druckte ich mittels Kartoffeldruck und schwarzer Farbe, Karos auf die Schuhe. Leider gibt es kein Foto von mir mit den Schuhen.

Wer Interesse an der Anleitung hat, kann sich melden.

Diamond Painting

Wegen meines leicht erhöhten Blutdrucks sollte ich mir ein entspannendes Hobby suchen. Etwas, das mich beruhigt und wo ich nicht nachdenken muss.

Nun, ich hätte Mandalas ausmalen können oder eines der Erwachsenenmalbücher, die ich herumliegen habe. Ich hätte auch den neuen Aquarellkasten auspacken oder etwas aus den Millionen von Perlen basteln können, die die Schränke einer ganze Zimmerhälfte füllen. Aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht etwas Neues ausprobieren müsste. Ich gestehe, dass ich extrem anfällig für neue Basteltrends bin. Die Bastelkataloge, die mir regelmäßig ins Haus flattern, sind ein wahrer Quell an Inspiration und ziemlich schlecht für mein Konto.

Jedenfalls entdeckte ich im letzten Katalog Diamond Painting. Das ist wie ein Kreuzstichbild ohne zu Sticken. Stattdessen klebt man winzige farbige Steinchen auf ein mit Klebstoff überzogenes Stück Leinwand. Das ist sehr meditativ und entspannend. Man muss nichts denken, pickt einfach nur mit einem Wachsstift die Teilchen auf und ordnet sie der Vorlage nach an. Dazu hörte ich Podcasts.

Das erste Bild habe ich fertig. Knapp eine Woche mit je zwei Stunden Arbeit pro Tag habe ich gebraucht. Keine Ahnung, was ich mit dem Bild mache, aber das nächste liegt schon bereit.

Ein Perlenei zu Ostern

»Ich hätte Lust mal wieder etwas zu basteln«, verkündete ich am Karfreitagabend. »Ich weiß bloß nicht, was.«

Mein Mann nahm’s gelassen, der weiß, dass seiner Frau immer was einfällt. Weil ich an diesem Ostern bewusst darauf verzichten wollte, stundenlang vor dem Computer zu verbringen, war mir nach irgendetwas, mit dem ich meine Finger beschäftigen konnte.

Die erlösende Idee kam mir am Vormittag des Ostersamstags, als uns die Nachbarin ein gebackenes Osterlamm vor die Tür stellte. Ich beschloss für ihren Ostereierbaum auf der Terrasse ein Osterei zu basteln. Nicht irgendeines, sondern eins mit Perlen. Das Muster hatte ich mir vor Jahren mal ausgedacht. Dabei kann man Perlenreste verarbeiten und allzu schwer ist es auch nicht herzustellen. Wobei ich dann doch länger gebraucht habe, als gedacht. Ich scheine nicht mehr in Übung zu sein. Die Augen machen auch nicht mehr so mit, wie früher, habe ich festgestellt.

Aber letztendlich konnte ich es ihr heute an die Tür hängen und sie hat sich von ihrer Terrasse herauf auch herzlich bedankt.

Damit ich’s hier teilen kann habe ich es schnell noch fotografiert. Ich glaube ich mache auch noch ein Zweites für mich selbst.

In dem Sinne wünsche ich meinen Lesern noch ein frohes Osterfest.

Ich und LEGO

Über die Feiertage habe ich einen Selbstversuch gestartet. Wir hatten seit Oktober beim REWE Treuepunkte gesammelt und eigentlich wollte ich dafür das LEGO-Set mit dem Wal kaufen. Doch das war vor Weihnachten schon weg und so nahm ich dann den Rettungshubschrauber von LEGO-Technics. Schön an dem Modell ist, dass es eigentlich zwei Modelle sind. Auf der Rückseite der Packung ist noch ein Konzeptflugzeug abgebildet, von dem man die Anleitung auf der Internetseite von LEGO herunterladen kann. Also wenn mir der Hubschrauber mal nicht mehr gefällt, kann ich das Flugzeug bauen.

Ich bin kein großer LEGO-Experte. Als Kind hatte ich einen Kasten mit Klemmbausteinen, die aussahen wie LEGO, aber auf denen »PePe« stand. Damit habe ich damals allerhand Sachen gebaut. Unteranderem ein Wohnmobil, für das ich in der Schule sogar einen Preis bekommen habe. Seit dem war mein Kontakt mit LEGO drauf beschränkt, bei Freunden die LEGO-STAR WARS-Modelle zu bewundern. Selbst gebaut hatte ich ein LEGO-Modell also noch nie.

Ich hatte ganz schön zu tun, an dem Nachmittag nach den Feiertagen. Die Anleitung war sehr ausführlich, dennoch steckte ich ein oder zwei Mal die Steine in der falschen Richtung an. Einmal vergaß ich sogar einen Schritt und musste das Modell zum Teil wieder auseinandernehmen. Aber ich habe es geschafft. Der Hubschrauber sieht aus wie auf der Packung und die Rotoren bewegen sich. Anscheinend habe ich alles richtig gemacht.

Was ich festgestellt habe: Man benötigt für LEGO ein gutes dreidimensionales Vorstellungsvermögen, um die Anleitungen richtig zu interpretieren. Insofern wird das beim Zusammenbauen auch geschult, was ich sehr gut finde. Fingerfertig sollte man sein, also für Grobmotoriker ist LEGO eher ungeeignet. Und es macht tatsächlich Spaß. Ist also definitiv für Erwachsene und Kinder gleichzeitig geeignet.

Was ich nicht so gut finde: Bei den LEGO-Technic-Modellen gibt es sehr viele Sonderbauteile, die man eigentlich kaum anders verwenden kann, als in diesem speziellen Modell. Daraus etwas anderes zu bauen, ist nur was für Spezialisten. Kinder werden sich da schwertun. Ich fände es ohnehin für Kinder besser, wenn sie etwas nach ihrer Fantasie bauen, mit einfacheren Teilen und nicht nach Anleitung. Mich würde es auf Dauer langweilen, die Steine nur nach Anleitung zusammenzusetzen. Deshalb habe ich mein Model variiert. Es waren noch ein paar Steine übrig, die ich dann in das fertige Modell integriert habe.

Crop-A-Dile in Action

Crop-A-Dile mit farbigen 3 mm Ösen

Sie ist da und sie ist beeindruckend … Mein »Mercedes« der Ösenzangen ist eingetroffen und ich habe auch schon damit gearbeitet. Allein das Gewicht, was die Crop-A-Dile auf die Waage bringt … Sie liegt in der Hand wie ein schwerer Hammer. Na, ja vielleicht hinkt der Vergleich, aber sie fühlt sich zumindest wertig an.

Das Wichtigste ist aber, dass sie genau das tut, wofür ich sie gekauft habe. Sie stanzt 3 und 5 Millimeter große Löcher und setzt dann die dazu passenden Ösen perfekt in jedes Material. Sogar in 2 Millimeter dicken Buchbinderkarton. Ich bin beeindruckt. Laut Beschreibung kann sie auch Druckknöpfe setzen, das habe ich noch nicht ausprobiert.

Was ich doof finde, dass die Crop-A-Dile – wie fast alles – in China produziert wird. Typisch! Es steht groß »American Crafts« drauf und dann lassen die Amis sie in China produzieren. Dabei ist das Ding nicht mal billig.

Bei den Amazon-Bewertungen finden sich Hinweise, dass die Plastikgriffe Chemikalien enthalten, die in Kalifornien dafür bekannt sind, Geburtsschäden und Krebs hervorzurufen. Auf meiner Zange fehlt dieser Hinweis. Also entweder, hat der Hersteller reagiert und andere Materialen verwendet. Oder, was nahliegender ist, es gibt eine spezielle internationale Verpackung, auf der das einfach nicht mehr draufsteht.

Wahrscheinlich geht es um die Weichmacher, die in flexiblen Plastikmaterialien Probleme verursachen. Ich arbeite zwar nicht den ganzen Tag damit und ich kaue nicht darauf herum. Außerdem wasche ich mir nach dem Basteln die Hände. Blöd ist es trotzdem.

Im Bastelfieber

Minibücherregal

Warum ich in den vergangenen Wochen nicht jeden Tag gebloggt habe, liegt unteranderem an nebenstehenden Bastelprojekt. Nachdem ich die Idee in einem Buch gesehen habe, hat es mich gepackt. Das wollte ich auch mal basteln. Wobei es mir dabei grundsätzlich um den Prozess geht. Ist das Ding dann fertig, verschenke ich es meist. Egal, wie viele Stunden ich rein gesteckt habe.

Bei dem angesprochenen Projekt konnte ich viele neue Dinge ausprobieren. Zum Beispiel, wie man 2 mm starken Buchbinderkarton schneidet, ohne sich mit dem Teppichmesser zu verletzten. Wo man selbstklebenden Stoff findet und wie man ihn möglichst faltenfrei aufzieht. Oder wie man aus einem Bilderrahmen ein Regal baut.

In den vergangenen Tagen habe ich mit Cabouchons experimentiert. Es ist tatsächlich schwierig a den richtigen Kleber für das Glasstück zu finden und b das fertige Stück mit dem richtigen Kleber in die Fassung zu kleben. Beim ersten Versuch hat es nicht geklappt, weil der eine Kleber das Papier auf- und das Bild vom Cabouchon abgelöst hat. Der zweite Versuch mit doppelseitigem Klebeband hat dann geklappt. Es geht übrigens nichts über doppelseitiges Klebeband. Es ist meines Erachtens eine der wichtigsten Erfindungen der letzten hundert Jahre.

Im nächsten Schritt muss ich Ösen anbringen. Dummerweise ist meine Ösenzzange zu groß. Da musste ich mir doch tatsächlich den Rolls-Royce unter den Ösenzangen kaufen, in der Hoffnung, dass ich meine Miniaturösen damit setzen kann. Schauen wir mal!

Wenn ich das Projekt beendet habe, werde ich noch mal ein paar Fotos präsentieren. Um was es sich dabei handelt? Das sollte eigentlich nicht so schwer zu erraten sein.

Handarbeiten für Nerds

Star Trek zum Sticken

Abends vor dem Fernseher muss ich immer irgendwas zwischen den Fingern haben. Meist häkle ich, früher habe ich oft gestickt.

Mein Mann hat mir jetzt zu Weihnachten die passende Lektüre geschenkt. Jetzt kann ich auch im Star Trek- und Star Wars-Universum handarbeitstechnisch unterwegs sein.

Die Stickmuster habe ich tatsächlich auch schon ausprobiert. Damit lassen sich Handtücher und anderes mit witzigen Star Trek-Motiven versehen.

Das Star Wars-Häkelset enthält unter anderem Anleitungen zu allen Star Wars Charakteren aus den klassischen Filmen. Allerdings entpuppt sich das Set bei näherem Betrachten als Mogelpackung. Ein riesiger Karton und kaum Inhalt. Mit der mitgelieferten Wolle kann man gerade mal zwei Figuren (Yoda und Stormtrooper) fertigen. Dabei wäre in dem Karton Platz für Wolle für mindestens die Hälfte aller Figuren. Aber nun ja, so ist das bei Merchandising-Produkten meistens viel Luft und wenig Substanz. Da ich genug Wolle im Schrank habe, versuche ich mich an Ewok Wicket. Ich werde darüber berichten.