Christinas Multiversum

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Arbeitsreiche Urlaubswoche

Wer macht den sowas?

Ich bin völlig fertig. Vier Tage Wohnung streichen, ein Tag Küche abbauen und dabei feststellen, dass die Wand nicht komplett gefliest ist. Also in den Baumarkt rennen, Fliesen und Kleber kaufen und auch noch die Wand fliesen. Zum Glück bin ich Tochter eines Fliesenlegers und habe schon als Kind zugesehen, wie das geht. Am Montag kommt der Elektriker und verlegt noch zwei Steckdosen in der Küche und einen Kabelanschluss im Hobbyraum, damit wir dort auch Fernsehen können. Dann heißt es Regale bauen und Möbel schleppen.

Es ist erstaunlich, was man in einer Woche so alles schaffen kann, wenn man sich reinhängt. Dabei waren wir nur zu dritt – mein Mann, mein Schwiegervater und ich. Hilfe hatten wir nur, als es daran ging, die sperrige Arbeitsplatte aus der alten Küche über den Balkon nach draußen zu hieven. Nach sieben Zimmern weiß ich jetzt, dass ich perfekt im Abkleben von Türen, Fenstern und Sockelleisten bin. Mein Mann rannte die ganze Zeit mit der Spachtel und der Farbrolle durch die Gegend, während mein Schwiegervater für die Ecken und Kanten zuständig war. Ich habe auch ab und zu mal den Pinsel geschwungen und die vergessenen Stellen nachgestrichen. Zum Glück deckte die Farbe gleich, obwohl alle Wände farbig gestrichen waren. Insgesamt haben wir fünfeinhalb Eimer Farbe verstrichen.

Den Küchenabbau brachten wir auch gut über die Runden. Ich habe alle Schränke nummeriert und die Löcher in der Wand dokumentiert, damit sie in unserer bisherigen Wohnung wieder aufgebaut werden kann. Das muss aber der neue Besitzer machen. Das mit den fehlenden Fliesen war natürlich eine höchst unerwartete Überraschung. Wer denkt sich denn, dass die Wand nicht bis zum Ende gefliest ist und sie vier Zentimeter hinter dem Schrank aufhören. Selbstverständlich gab es die Fliesen nicht mehr im Baumarkt. 20 x 20 Fliesen sind schon seit Jahren out. Heute gibt es nur noch diese riesigen Fliesen. Als Alternative haben wir jetzt drei 20 x 50 Fliesen genommen. Es kommt ein schmaler Schrank davor, so dass es nicht auffällt.

Und wir mussten die Steckdosen und Schalter auswechseln, weil sie schon ziemlich vergilbt und teilweise auch gebrochen waren. Bloß habe ich von dem neuen Schalterprogramm zu wenig Steckdosen und Rahmen bestellt, weil einige der Dosen erst nach dem Abbau der Küche zutage gekommen sind. Bei einem Blick ins Internet habe ich dann festgestellt, dass die Steckdosen und Schalter bei Amazon mit Mehrwertsteuer weniger kosten, als wenn ich sie über die Firma beim Großhandel bestelle. Unglaublich!

Wenn alles fertig ist, haben wir jedenfalls sehr viel mehr Platz. Wir freuen uns schon darauf, alles einzurichten.

Home Sweet Home

Seit heute ist es amtlich und endlich kann ich auch darüber bloggen. Weil nach dem Desaster vom vergangenen Jahr mit dem missglückten Hauskauf, habe ich mir das ehrlich gesagt nicht getraut. Aber jetzt ist alles gut verlaufen und in sicheren Tüchern.

Wovon ich rede? Wir haben eine neue Wohnung gekauft und ziehen demnächst um. Ergeben hat sich das Ganze vor ein paar Wochen bei einem Schwatz mit unserer Hausmeisterin. Die erzählte mir, dass im Nachbarhaus eine Wohnung zum Verkauf steht. Ich habe sofort meinen Mann angerufen. Er hat das Angebot bei der Sparkasse auch schnell entdeckt und sich vormerken lassen. Zuerst hieß es, die Wohnung wäre schon reserviert, aber dann ist der Interessent doch abgesprungen und wir durften sie besichtigen. Wir haben uns sofort dafür entschieden, weil es mehrere große Vorteile hat. Zum Einen: es ist in etwa unsere Wohnung nur mit einem Zimmer mehr. Zum Zweiten: befindet sie sich im baugleichen Nachbarhaus, was den Umzug erheblich erleichtert. Wir benötigen keinen Möbelwagen und brauchen unsere Sachen einfach nur die 15 Meter rübertragen. Zum Dritten: bei unsere Adresse ändert sich einzig der Zusatz zur Hausnummer. Und Viertens: wir behalten unseren Tiefgaragenstellplatz.

Wir ziehen nur vom Erdgeschoß in den ersten Stock, aber das ist zu verkraften. Statt einer großen Terrasse haben wir jetzt zwei Balkons. Das ist auch nicht schlecht. Vor allem haben wir endlich genügend Platz für unsere Hobbys. Ich meine, 200 Raumschiffe und gefühlt eine Millionen Perlen brauchen eben Raum. Von den Büchern und DVDs bzw. BluRays ganz zu schweigen. Die Räume in der neuen Wohnung (blau) sind sehr viel großzügiger als in unserer alten (gelb, gleicher Schnitt nur mit Terrasse). Sogar die Küche ist vom Raum her identisch, so dass wir unsere Spaceküche einfach nur abbauen und wieder aufbauen brauchen.

Unsere alte Wohnung werden wir verkaufen, um die neue bezahlen zu können. Wie schon erwähnt, sind die Immobilienpreise in Waging sehr hoch. Wir hoffen, dass wir für unsere Wohnung den gewünschten Preis bekommen, so dass wir den Kredit schnell abzahlen können. Aber zumindest ist die Finanzierung überschaubar. Was ich in Zeiten wie diesen besonders wichtig finde.

Jetzt sind wir am Planen und Packen. Außerdem kommen regelmäßig Interessenten, die sich unsere Wohnung anschauen möchten. Und auch das ist ein Grund, warum ich in den vergangenen Wochen hin und wieder mal keine Zeit zum Bloggen hatte. Das kann in der nächsten Zeit noch häufiger passieren, weil ab September starten die Renovierungs- und Umzugsarbeiten.

Von kleinen und großen Chilipflanzen

Die Babychilis sind gewachsen.

Im April berichtete ich hier von meinem Versuch Sämlinge einer Chilipflanze zu vermehren. Es hat geklappt. Auch wenn nur drei Pflanzen durchgekommen sind.

Ich muss gestehen, dass ich nicht erwartete hatte, dass es so lange dauert. Aber die kleinen Pflänzchen haben einige Zeit gebraucht, um sich zu entwickeln. Zwischenzeitlich sah es so aus, als würde gar keine durchkommen. Doch dann pflanzte mein Mann sie kurzerhand in einen großen Topf um und siehe da, es regte sich was. Inzwischen zeigen sich die ersten Blüten, womit ich eigentlich in diesem Jahr nicht mehr gerechnet habe. Aber das liegt vielleicht daran, das sich mein Mann um die Pflanzen kümmert. Er hat einfach mehr Geschick darin. Deshalb sieht unsere Terrasse zur Zeit aus wie eine grüne Hölle, mit all den Kartoffeln, Tomaten, Kräutern und dem Weinstock, der sogar schon Trauben trägt.

Heute Morgen beim Frühstück entpuppten sich dann, die Früchte einer von meinem Mann als Gemüsepaprika gekauften Pflanze, als ziemlich scharf, um nicht zu sagen höllisch scharf. Wobei wir also jetzt nicht nur kleine Chilischoten ernten können, sondern auch große. Da können wir im Winter jede Menge Chili con Carne kochen.

Nun müssen wir die Pflanzen nur noch über den Winter bekommen. Das wird die nächste Herausforderung.

Der perfekte Sonntag

Sonnenschein und zwanzig Grad bereits am Morgen. Ausschlafen bis halb acht. Ein leckeres Frühstück mit gekochtem Ei und frischen Semmeln. Dann die Sachen gepackt und ab ins Freibad nach Bergen.

Über dem Hochfelln türmen sich weiße Wolken, ansonsten ist der Himmel blau und klar. Auf den grünen Wiesen flimmert die Hitze, die Dorfstraßen sind wie leergefegt. Wie immer ist im Bad wenig los. Im Schwimmerbecken tummeln sich nur ein paar Rentner. Im Naturbecken pumpt der Bademeister gerade Luft in die aufblasbare Wasserrutsche. Die Dusche ist eiskalt, das Wasser im 25-Meter-Becken aber mit 26 Grad perfekt.

Ich ziehe meine Bahnen und meinen Mann wegen seines hilflos aussehenden Schwimmstils auf. Er ist nach drei Runden völlig kaputt, da bin ich noch nicht mal eingeschwommen. Dann raus und sich an der Sonne trocknen und die Leute beobachten, die ins Freibad strömen. Als es zu warm wird, zurück ins Wasser und noch ein paar Runden schwimmen, bis mich der Hunger plagt. Wir duschen, ziehen uns an und fahren nach Traunstein zum Inder.

Wir nehmen an einen Tisch vor dem Restaurant platz. Es ist wenig los und keine Bedienung zu sehen. Ich gehe rein und suche nach dem Kellner. Ein Mann mit Turban kommt aus der Küche und ich sage: »Grüß Gott!« Später denke ich ernsthaft darüber nach, was ich geantwortet hätte, hätte er gefragt: »Welchen?«. Das Essen ist göttlich. Das Maharaja hat wahrscheinlich die größte Auswahl an vegetarischen Gerichten der gesamten Umgebung. Das nächste Mal probiere ich aber etwas mit Hühnchen oder Lamm. Anschließend zu Hause noch ein Eis.

Nach dem Mittagsschläfchen trinken wir auf der Terrasse Kaffee und beobachten die Bienen im Lavendel. Ich schreibe an meinem Blog. Mein Mann liegt auf der Terrasse und liest. Das Abendessen müssen wir nach drinnen verlegen, weil es donnert. Leider muss wegen des Gewitters unser täglicher Abendspaziergang ausfallen, dafür schauen wir uns einen schönen Film auf DVD an.

Als wir im Bett liegen, sagt mein Mann: »Das war ein schöner Tag.« Dem kann ich nur uneingeschränkt zustimmen. Nur Fotos haben wir mal wieder keine gemacht.

Dem Einhornhype erlegen

Mini-Einhorn

… bin ich am Freitag.

Schuld war die Deutsche Bahn. Durch die Verspätung musste ich lange auf meinen Anschlusszug warten. Da bummelte ich ein bisschen durch den Nürnberger HBF. Im »Nanu Nana« entdeckte ich dann das aufblasbare Mini-Einhorn und es war um mich geschehen.

Es ist ein Getränkedosenhalter für den Pool. Während man also durchs Wasser treibt, schwimmt, dank dem Einhorn, das Getränk gleich nebenher. Total überflüssig, aber ich musste es trotzdem haben.

Mein Mann bezeichnete mich als ein bisschen gaga, nachdem ich das Ding gestern aufgepumpt hatte. Das weiß ich ja selbst, aber manchmal muss der vernünftigste Mensch gaga sein. Das gehört irgendwie dazu, sonst wäre das Leben ja langweilig.

Abo oder Kiosk

Wie vielleicht schon erwähnt, habe ich seit Dezember ein NEO-Abo. Seitdem bekomme ich die Hefte viel später, als ich sie noch in der Bahnhofsbuchhandlung gekauft habe.

Bisher wurden die Taschenhefte erst zwei Mal am Donnerstag ausgeliefert. Zwei oder dreimal kamen sie am Freitag, meistens jedoch am Samstag und wenn ein Feiertag in der Woche war, wie vergangene Woche, dann erst am Dienstag der Folgewoche. (Selbst die Autobild meines Mannes kam statt Freitag erst am heutigen Mittwoch. Ich habe das jetzt bei der Post reklamiert, gehe aber nicht davon aus, dass es etwas bringt.

Für mich bedeuten die ständigen Verspätungen schlichtweg, dass ich das Abo Ende des Jahres wieder kündigen werde und mir die NEOs stattdessen im Dorfkiosk bestelle, sofern es den bis dahin noch gibt. Ansonsten muss ich eben wieder 12 Kilometer zur nächsten Bahnhofsbuchhandlung fahren und 50 Cent zusätzlich fürs Parken in der Tiefgarage zahlen.

Ich frage mich, warum der Verlag die Taschenhefte überhaupt als Büchersendung verschickt? Ich würde gern mehr Versandkosten zahlen, wenn ich die Hefte stattdessen am Donnerstag im Briefkasten hätte. Und überhaupt: War es nicht mal so das Abonnenten, Zeitschriften und Magazine früher bekommen haben? Bei der PM ist das heute noch so, außerdem werden keine Versandkosten fällig und die Hefte waren früher im Abo auch noch günstiger.

Und nein, ich kann nicht digital lesen, davon tun mir Arm und Nacken weh. Außerdem fehlt mir dann das Haptische.

Sonnig mit Aussicht auf Blütenstaub

Das schöne Wetter in den letzten zwei Wochen hat dazu geführt, dass die Natur aufgeblüht ist. Das ist einerseits sehr schön, andererseits ist das immense Pollenaufkommen selbst für Nichtallergiker inzwischen lästig. Straßen und Wege sind gelb, von den Feldern erheben sich gelbe Wolken. Autos und alle glatten Flächen sind mit einer sichtbaren Schicht aus Blütenstaub bedeckt. Selbst im Haus findet sich das Zeug wieder (irgendwann muss man ja mal Lüften).

Am Samstag hat mein Mann mit Staubmaske die Terrasse gekehrt und alles abgewischt. Wenige Stunden später sahen unser Glastisch und die Stühle wieder aus wie zuvor.

Als ich heute morgen mit dem Fahrrad am See entlang fuhr, tränten mir nach kurzer Zeit trotz Brille die Augen, weil der Pollen einfach überall eindringt. Ich bin (Gott sei Dank!) gegen kein Kraut allergisch, aber das war selbst mir zu viel.

Durch die anhaltende Trockenheit, wäscht es den Pollen nicht aus der Luft. Wenn also der Wind geht, ist das fast schon wie ein Sandsturm. Ich hoffe, dass in den nächsten Tagen ein paar Regentropfen fallen, damit das mit dem Blütenstaub ein Ende hat. Nicht nur die Allergiker werden dankbar sein, auch die Autofahrer, die in den letzten Tagen vergeblich in die Waschanlage gefahren sind.

Neues aus dem Perryversum

Ben Calvin Hary hat ein neues YouTube-Video für die PERRY RHODAN-Redaktion produziert. Es geht darin schlicht um die Frage, wo man denn die Heftromane kaufen kann.

Das ist in der Tat ein wichtiges Thema, denn es wird zunehmend schwieriger an die Perryhefte zu kommen.

In Thüringen zum Beispiel bekomme ich keine NEO-Romane, wenn ich Glück habe, finde ich die Ausgaben der Erstauflage in einem einzigen Zeitungsladen in der Stadt. Aber selbst am Hauptbahnhof in München ist es inzwischen schwierig. Nicht jedes der Zeitungsgeschäfte dort führt noch Romanhefte und wenn, dann sind die in der allerletzten Ecke versteckt, damit sie auch ja nicht gefunden werden. Früher hätte man das schon fast als Verschwörung gewertet, damit die Jugend keinen Schund liest. Aber inzwischen sehen sich die Kids von heute im Internet schlimmeres an.

Auf unserem Dorf in Bayern gibt es gar keinen Perry … Halt! Das stimmt so nicht … Seitdem ich nämlich die NEO-Serie abonniert habe, führt der ortsansässige Lottoladen (in dem es zuvor kein PERRY RHODAN gab) PERRY RHODAN NEO. Was für ein Zufall! Mein Mann schwärmt von früher, als man PERRY RHODAN noch im Edeka kaufen konnte. Aber die Zeiten sind längst vorbei.

Inzwischen bevorzugen viele Leser E-Books. Kein Platzbedarf, einstellbare Schriftgröße, keine Rennerei zum Kiosk und man hat alle Folgen seiner Lieblingsserie immer dabei – das sind natürlich unschlagbare Vorteile. Trotzdem habe ich persönlich lieber ein Heft in der Hand, es riecht nach Papier, man kann es einrollen, damit es in die Handtasche passt und mir tut der Arm nicht weh, nachdem ich eine halbe Stunde gelesen habe. Aber das muss jeder Fan für sich selbst entscheiden.

Unser »neues« Raumschiff

Die neue USS Thor.

Vor gut sieben Monaten kauften wir einen Toyota Yaris, bevor unser Diesel Corsa gar nichts mehr wert war. Er sollte wie der Corsa einen Sternenflotten-Look bekommen. Doch das war schwieriger, als gedacht, weil wir jetzt ein blaues Auto haben und kein weißes mehr.

Aufkleber auf dunklen Untergründen müssen anders aufgebaut werden, damit die Farbe auch gut herauskommt. Das war mit den Dateien, die ich für unseren Corsa gemacht hatte, nicht möglich. Was ich brauchte, war eine Vektorgrafik. Ich habe zwar die entsprechende Software, was mir schlicht fehlte, war die Zeit.

Hinzu kam, dass mein Mann inzwischen überlegte, den Toyota wieder zu verkaufen, weil ihm neben dem üppigen Verbrauch (gegenüber dem Corsa) noch weitere Kleinigkeiten missfallen. Da sich das Angebot, das uns der Opelhändler machte, aber nicht rechnete, beschlossen wir den Yaris jetzt doch zu behalten.

Nächsten Monat hat mein Mann Geburtstag und er wünschte sich von mir, dass ich die Vorlagen für die Aufkleber machte. Das habe ich am Montag endlich getan, und auch gleich einen Termin mit der Folierungsfirma vereinbart. Jetzt kann mein Mann zu seinem Geburtstag sein Auto bekleben lassen. Damit die Angestellten auch wissen, wo sie die Folie aufbringen sollen, habe ich gestern gleich noch eine Fotokollage gemacht. Schauen wir mal, ob es in echt dann auch so gut aussieht, wie auf dem Foto.

Alle Neune!

Wie immer fand am 6. Januar das Trekbowling des Münchner Trekdinners statt. Wir waren zum zweiten Mal dabei und es hat viel Spaß gemacht. Vielleicht nicht so viel wie im vergangenen Jahr, aber immerhin.

Ich muss gestehen, viel Ahnung vom Bowling habe ich nicht. Im letzten Jahr »bowlte« ich zum ersten Mal. Als Jugendliche hatte ich zwar gelegentlich beim Kegelclub meines Vaters die Kegel aufgestellt. – Ja in der Tat, damals machte man das noch mit den Händen. Wofür es den Job eines Kegeljungen bzw. im meinen Fall den des Kegelmädchens gab. Am Ende des Abends wurde man für seine Arbeit auch entlohnt. Ich weiß aber nicht mehr, wie viel ich bekommen habe. – Aber gekegelt habe ich damals nie.

Dafür stellte ich mich am Samstag gar nicht so dumm an. Gut, ein paar Treffer gingen daneben. Aber das lag auch an der Bahn, die hatte einen leichten Linksdrall. Wenn man die Kugel nämlich ganz langsam rollen ließ, bog sie ab der Mitte der Bahn ab und rollte nach Links. Egal, ab dem zweiten Spiel hatte ich mich eingespielt und traf in jeder Runde alle Neune! Problem war nur. Beim Bowling gibt es zehn Kegel (oder wie auch immer die da heißen). Zehn – also einen Strike – schaffte ich nur einmal. Die anderen waren geübter und schneller. Die gehen auch öfter, weshalb ich am Schluss nur auf den drittletzten Platz von 23 Leuten gelandet bin. Mein Mann wurde immerhin Zehnter, trotz oder wegen seiner ausgefallenen Wurftechnik. (Ich hatte zwischenzeitlich Bedenken, er mache bei einem seiner Würfe die Bahn kaputt.)

Da der Italiener bei dem wir vergangenes Jahr anschließend essen waren, dicht gemacht hat, und uns die Preise und das Angebot des Ersatz-Italieners abgeschreckt haben, sind wir nach dem Bowling wieder nach Hause gefahren. Vielleicht findet sich ja im nächsten Jahr ein anderes Lokal. Es muss ja kein Italiener sein.

Fotos und einen weiteren Bericht gibt es im Blog von Sandra.