Christinas Multiversum

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Cyber-Thriller auf Rumal

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 204 – »Der Schaltmeister von Rumal«

Ungewöhnliche Dinge geschehen im Materiegürtel des Algolsystems. Auf Rumal erfährt davon nur die Wassermeisterin und verständigt NATHAN. Kurz darauf wird sie tot aufgefunden. Schaltmeister und Obmann von Rumal – Krumar Rabkob – sowie der Polizeichef – Shmuel Rodensky – werden in einen Strudel der Ereignisse gezogen, den sie nicht durchschauen und der zum Auslöschen der Kolonie führen könnte.
NATHAN schickt die Zwillinge Laura und Sophie Bull-Legacy zur Aufklärung der Vorfälle. Mit von der Partie sind Leibnitz und Monade. Doch die Positronikspezialisten geraten bei mehreren Anschlägen selbst in Gefahr.
Es gibt nur einen, der hinter all den Geschehnissen stecken kann – Iratio Hondro. Seit der Abschottung von Plophos vor einem halben Jahr scheint seine Macht inzwischen über die Grenzen des Capella-Systems hinauszureichen.

Ich bin kein großer Fan von Krimis oder Thrillern, aber ich weiß welche enorme Arbeit das Schreiben eines Solchen macht. In diesem Fall kommt die technologische Komponente hinzu. Das neuronale Positroniknetz, was die Kolonie organisiert und das von einem Schaltmeister und einem Wassermeister verwaltet wird, hat dem Autor die Arbeit sicher nicht erleichtert. Allein dafür verdient er Bewunderung.

Rainer Schorm verknüpft geschickt die Thriller-Struktur und die Cybertechnologie zu einer spannenden Handlung. Die agierenden Personen verfügen über eigenständige und manchmal kauzige Charaktere. Trotz der tödlichen Geschehnisse, kommt der Humor nicht zu kurz. Nur die Töchter von Reginald Bull bleiben im Laufe der Handlung etwas blass. Dafür freute ich mich, Leibnitz und seine Monade wieder in Aktion zu sehen und mehr über ihre Verbindung zu erfahren.

Natürlich war klar, dass die Katastrophe – die Zerstörung der Kolonie sowie der Tod des Schaltmeisters – abgewendet werden wird, was dem Ende ein wenig die Spannung nimmt. Das eine oder andere Opfer (vielleicht sogar Leibnitz oder der Schaltmeister) hätten mich an dieser Stelle mehr überrascht.

Was inzwischen ein bisschen stört, ist die Übermächtigkeit von Iratio Hondro. Die Exposé-Autoren müssen aufpassen, der Figur nicht zu viele Machtmittel zu verleihen. Sonst besteht die Gefahr, dass Perry Rhodan an seinem persönlichen »Moriaty« scheitert und am Ende der Staffel wieder in die Trickkiste gegriffen werden muss, um die natürliche Ordnung innerhalb der Serie wieder herzustellen. Hondro scheint sich zum »Overhead« der NEO-Serie aufzuschwingen … ach nein, den hatten wir ja schon.

Für Freunde des Thrillers bietet »Der Schaltmeister von Rumal« genügend Spannung, um sich gut zu unterhalten. Alle anderen erfreuen sich an dem großartigen Handlungsort Rumal. Hier gibt der Autor schöne Einblicke in eine wundersame aber glaubhafte Welt, die allein schon die Lektüre lohnen. Prima!

Die Abgründe von Plophos

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 203 – »Tekener« von Oliver Plaschka

Die beiden Rhodansöhne sind mit Jessica Tekener weiterhin auf der Jagd nach Iratio Hondro. Dieser konnte zusammen mit Jessicas Bruder, Ronald, der Feuerhölle auf Olymp entkommen und treibt jetzt auf Plophos sein Unwesen. Während Ronald Tekener noch überlegt, ob er nur Hondros Werkzeug ist, oder ob er dem ehemalige Obmann von Plophos freiwillig folgt, versuchen Tom, Farouq und Jessica an das Oberhaupt des Geminga-Kartells und damit auch an Hondro zu kommen. Der entledigt sich inzwischen einiger seiner ehemaligen politischen Gegner. 
Dann läuft jedoch alles aus dem Ruder. Ronald Tekener versagt bei einem Auftrag für Hondro und wird vor den Augen seiner Schwester von drei Ertrusern halbtot geschlagen. Doch anstatt das Hondro ihn bestraft, lässt er ihn retten und zusammenflicken. Tekener muss zusehen, wie sich Hondros Aufmerksamkeit auf seine Schwester und die beiden terranischen Agenten richtet. Auf seiner Jagd stürzt Hondro mittels seiner manipulativen Fähigkeiten die Hauptstadt von Plophos ins Chaos und sabotiert den Sonnentransmitter, der Plophos mit der Erde und den anderen Kolonien verbindet.

Ich kann die Exposé-Autoren zu ihrer Autorenauswahl nur beglückwünschen. Oliver Plaschka ist einer der wenigen Autoren im Team, der einen solch komplexen Charakterroman, so gekonnt zu schreiben vermag. Sein Tekener hat nicht nur enorme Tiefe, sondern weckt in mir Sympathien, obwohl er ein eher negativer Charakter ist. Seine Spielsucht und die daraus resultierende kriminelle Vergangenheit, wurden von einem ungeklärten Vorfall vor 30 Jahren ausgelöst. Er leidet unter Alpträumen, in denen außerirdische Wesen mit ihm herum experimentieren und eine Infektion auslösen, an der er fast stirbt und die zu seinem Pockennarbigen Äußeren führen. Ich vermute stark, dass Merkosh und seine Spezies dabei ihre Finger im Spiel hatten. Das alles schildert der Autor in sehr eindringlichen Bildern.

Gut eingefangen, hat er meiner Meinung nach auch die Chemie zwischen Tom und Farouq Rhodan, sowie Tekeners Schwester Jessica. Das Agententrio ist keineswegs einer Meinung und harmoniert gerade deswegen so gut. Wobei Jessica hin und wieder dazu neigt, sich nicht ihrem Alter entsprechend zu verhalten. Nach wie vor unklar ist, über welche geistigen Fähigkeiten sie verfügt. Das muss schon ein bisschen mehr als nur Intuition sein.

Gegenüber Olymp, das Ruben Wickenhäuser im vergangenen Roman so »farbenfroh« beschrieben hat, wirkt Plophos eher grau und häßlich. Die sparsamen aber treffenden Schilderungen von Oliver Plaschka unterstreichen das und machen damit offensichtlich, warum die beiden Kolonien miteinander konkurrieren. Der Wald, mit der gefährlichen Tierwelt, die Sonnen, die nur wenig Licht spenden und die teils morbide Architektur, fühlen sich schon beim Lesen trostlos an. Wie muss erst für diejenigen sein, die dort leben? Sehr gut gelungen empfand ich die Atmosphäre des »Achantur«-Casinos, man fühlte sich geradezu hineinversetzt in Spielhöllen wie heutzutage in Las Vegas.

Großen Respekt zolle ich an dieser Stelle sowohl dem Autor als auch den Exposé-Autoren für das Spiel »Colonies«. Sie haben sich mit sehr viel Mühe Regeln für ein Spiel ausgedacht, dass ausschließlich in diesem Roman vorkommt. Im Grunde ist dies ein Detail, welches für die Handlung nicht relevant ist, und was man hätte vernachlässigen können. Das haben sie aber nicht getan, sondern lassen Tekener auch noch mehrere Runden spielen. Die Szenen bekommen dadurch einen sehr glaubwürdigen und natürlichen Anschein.

Aber auch spannungstechnisch hat die Handlung einiges zu bieten. Wobei der Autor die Spannung weniger aus Action-Szenen bezieht, sondern mehr aus den Figuren heraus. Bestes Beispiel ist die Szene, in der Tekener zusammengeschlagen wird. Einfach wäre es gewesen, sie aus der Perspektive seiner Schwester oder eines anderen Aussenstehenden zu erzählen. Der Autor nutzt jedoch die Innenperspektive von Ronald Tekener, was enorm schwer ist, weil dessen Sinne spätestens nach dem ersten Schlag schon stark eingeschränkt sind. Er fühlt, hört und riecht also den Kampf mehr, als dass er ihn sieht. Ein Beispiel: »Eine Woge aus Adrenalin schien die Zeit derart auszudehnen, dass in die Spanne zwischen zwei Herzschlägen plötzlich ganze Minuten passten, und in jede dieser Minuten eine gigantische Zahl von Sekunden des Schmerzes – um den Schmerz portionierter, erträglicher zu machen.«

Damit kommen wir zu dem, womit mich der Roman am meisten mitnimmt – seine Sprache. Ich gestehe, ich habe stellenweise geschwelgt und manchen Satz zweimal gelesen, weil er so poetisch klang. Ich kann mir vorstellen, dass nicht jeder so empfindet. Aber jeder mit Sinn für Sprachgefühl wird mir zustimmen, dass Oliver Plaschkas Romane sprachlich perfekt ausformuliert sind. Kein anderer bekommt das so harmonisch hin wie er und kein anderer NEO-Autor kann mich auf diese poetische Art fesseln.

Für mich ist »Tekener« ein Edelstein unter den NEO-Romanen. Die Geschichte um Ronald Tekener berührt auf vielfältige Weise. Informationen zur Staffel werden zwischen den Zeilen transportiert, wie es sein sollte. Das erfordert Aufmerksamkeit vom Leser, für die er aber mit ausgefeilten Formulierungen belohnt wird. Ich kann nur sagen: Ganz großes Kino!

Enttäuschung auf Evolux

Quelle Perrypedia

Enttäuschend! Mehr fällt mir zu Band 2 der Miniserie-MISSION SOL eigentlich nicht ein. Nach dem furiosen Start durch Kai Hirdt, gelingt es Bernd Perplies nicht, meine Euphorie weiter zu befeuern. Im Gegenteil, angesichts der vielen kleinen Unstimmigkeiten im Roman fürchte ich schon beinahe, was mich in den nächsten Bänden erwartet. Der ganze Roman wirkt auf mich oberflächlich und substanzlos. Die Plotpoints waren vorhersehbar vorbereitet und zu einfach gestrickt. So vermisse ich nicht nur die lebendigen Figuren, sondern auch die bildhaften Beschreibungen des Planeten aus dem ersten Band. Ich kenne den Zyklus nicht, auf den die Geschichte Bezug nimmt. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Evolux nur aus einer verstrahlten Wüste aus Prallfeldern und Energieschirmen besteht.

Die Geschichte, die der Autor in »Die Althanos-Verschwörung« erzählt, bleibt bis zum Ende so flach wie ihr Setting. Rhodan handelt unüberlegt und mit wenig Einfühlungsvermögen. Das er die riesige Kugelzelle der SOL alleine zu steuern versucht, gehört da ebenso dazu, wie die Tatsache, dass er Mahlia nach ihrer Hypnoschulung das Schiff überlässt und ihr alle Verantwortung aufbürdet. Mal davon abgesehen, dass ich nicht glaube, dass eine Hypnoschulung so funktioniert. Klar man hat das Wissen, aber ob man plötzlich alle Handgriffe auch auf Anhieb beherrscht, wage ich doch stark zu bezweifeln. Vor meiner ersten praktischen Fahrstunde wusste ich theoretisch auch, wie ein Auto funktioniert und was man machen muss. Aber als ich dann hinterm Steuer saß, habe ich das Auto auch erst ein paar mal abgewürgt. Unverantwortlich war auch, dass er die Siedler aus dem Tal allein mit dem Schiff zurückgelassen hat, ohne nicht wenigstens zwei oder drei Leute zu schulen. Klar will er wissen, was passiert ist, aber es gab keine direkte Bedrohung, die seinen sofortigen Einsatz gefordert hätte. Seine Jahrtausendelange Erfahrung hätte ihm sagen müssen, dass sich eine Mutter nicht aufhalten lässt, wenn sie von ihrem Kind getrennt wurde.

So war zumindest die Handlung um Mahlia etwas realistischer. Obwohl auch hier einige Kleinigkeiten zu bemängeln sind und vor allem die Nebencharaktere eher flach blieben. Irgendwie wusste ich nie, wie viele der Talbewohner jetzt eigentlich in den Einsatz gehen, weder auf der SOL-Zelle 2, noch auf der Space Disk mit der Mahlia ins Tal zurückgeflogen ist. Gut fand ich, dass sie an ihrer Mission scheitert und auf Widerstand unter den eigenen Leuten stößt. Weniger gut war, dass sie, als sie zum Schiff zurückgeflogen ist, die wenigen, die noch auf ihrer Seite standen, nicht mitgenommen hat.

Auf die Figur von Hemlir mu-Varall einzugehen. Der Bösewicht ist mir persönlich zu stereotyp. Ein ambivalentes Tentakelmonster das Rhodan foltert … Bitte, das ist so tief in die Klischeekiste gegriffen. Noch schlimmer finde ich allerdings, dass er es sein soll, der Rhodan wieder befreit und zur Flucht verhilft. Sorry, das kann und will ich nicht glauben.

Hier noch einer der Flüchtigkeitsfehler, die mir aufgefallen sind. Auf Seite 36, zweite Spalte, vierter Absatz sagt Rhodan zu mu-Varall: »… Zu dem Zeitpunkt müssten die beiden Raumschiffe ins Tal gebracht worden sein.« Dann auf Seite 37 zweite Spalte oben denkt Rhodan: »Dass es ein weiteres Raumschiff dort gab und dass ein drittes derzeit noch verschollen war, verschwieg er.« – Er hat es doch schon verraten. Zum Glück scheint mu-Varall nicht zugehört zu haben.

Fazit: Es ist tatsächlich das Rätsel um die SOL, das mich hat weiterlesen lassen. Ich hoffe, die Romane der kommenden Autoren bieten mehr Tiefe und Charakterentwicklung.

Tolles Heft

»Tolles Heft« mit Beilage

Ich gebe zu, dass ich den bekannten Science-Fiction-Autor Philip K. Dick bisher nur vom Hörensagen kannte. Einige seiner Bücher und Kurzgeschichten sind verfilmt worden und inzwischen echte Klassiker. Ich sage nur »Blade Runner«, »Total Recall« und »Minority Report«. Die Spielfilme habe ich alle gesehen, aber bisher habe ich von dem Autor noch nichts gelesen. Ja, ich weiß, das ist eine echte Bildungslücke. Schon allein deswegen reizte mich die Anfrage der Büchergilde, ob ich nicht ihr neuestes Printprodukt rezensieren möchte.

Was ich geschickt bekam, ist tatsächlich ungewöhnlich. So ungewöhnlich, dass es dem Autor selbst wahrscheinlich gefallen hätte. Es handelt sich um eine Ausgabe der sogenannten »Tollen Hefte«. Das sind in einer limitierten Auflage gedruckte Illustrierte Hefte mit Fadenbindung. In den Ausgaben steht die Verbindung zwischen Illustration und Text im Vordergrund. Im Fall von Heft 46 handelt es sich um eine Comic-Adaption. Es ist die illustrierte Version einer Kurzgeschichte von Philip K. Dick.

»Ach, als Blobbel hat man’s schwer« ist eine klare Anti-Kriegs-Geschichte, die in einer nicht allzu fernen Zukunft spielt. Die Menschen haben beim Terraforming des Mars, die dort lebende Blobbel-Zivilisation in Nöten gebracht, was zu einem jahrelangen Krieg führte. Protagonist der Geschichte ist George Munster, ein Veteran dieses Krieges. Weil man ihn genetisch veränderte, um hinter den Linien zu spionieren, verwandelt er sich ohne seinen Willen mehrere Stunden am Tag in einen Blobbel, einem gallertartigen Organismus. Da die Menschen auf der Erde auch nach dem Krieg nicht gut auf die Blobbels zu sprechen sind, leider er unter der Diskriminierung und zieht sich in sein Elend zurück, bis sein robotischer Therapeut eine Idee hat. Er bringt George mit einer Blobbelfrau zusammen, die im Krieg von den Menschen gefangen genommen wurde. Sie teilen das gleiche Schicksal. An achtzehn Stunden des Tages ist sie ein Mensch, die restlichen sechs Stunden lebt sie in ihrer ursprüngliche Form als Blobbel. Die beiden finden zueinander, heiraten und bekommen Kinder, George Munster wird ein erfolgreicher Geschäftsmann, doch eine dauerhafte Lösung, ist für beide nicht in Sicht …

Die Umsetzung als Comic-Adaption halte ich für gelungen, auch wenn mich der Stil der Künstlerin Katja Fouquet nicht so richtig anspricht. Ich mag es lieber realistisch gezeichnet. Dennoch hat das Heft einen künstlerischen Wert, schon allein wegen des Druckes – Flachdruck in Sonderfarben – und der Haftung mit gelbem Faden. Es richtet sich eindeutig an Sammler und Liebhaber des Besonderen. Was ich schön finde ist, dass dem Heft die originale Kurzgeschichte beiliegt. So kann man sie nochmals im Detail nachlesen.

Alles in allem ein wirklich »tolles Heft«, was die Büchergilde hier veröffentlicht hat. Zu beziehen ist es im Shop der Büchergilde oder in einer ihrer Buchhandlungen. (Leider nur für Mitglieder.) Die Büchergilde ist eine Verlagsgenossenschaft, die sich für den Erhalt der Buchkultur im 21. Jahrhundert stark macht. Sie sieht sich als »lebendige Gemeinschaft aus Leserinnen und Lesern, Autoren, Künstlern, Druckern und Büchermachern«.

Krimi auf Olymp

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 202 – »Die Geminga-Morde« von Ruben Wickenhäuser

Perry Rhodan trifft auf Olymp mit Kaiser Anson Argyris zusammen. Der Obmann empfängt ihn mit Pomp und Ehren. Doch dann ereignet sich eine Explosion in der Nähe eines Situationstransmitter auf dem Handelsplaneten und man vermutet Rhodans Söhne im Zentrum des Geschehens. Perry fliegt los, um seine beiden Jungs dort hoffentlich heil herauszuholen.
Groom ist ein Grunner, ein genetisch Flüchtling, der auf Plophos geboren wurde, dort aber nicht leben möchte. Weil Grooms Gene aber Firmeneigentum eines am Variable Genom Projekt beteiligten Konzerns sind, muss er sich auf Olymp verstecken. Als Multi-Ingenieur hat er das Wissen, seine Identität zu verschleiern. Aber eines Tages wird er in Geschäfte des Geminga-Kartells verwickelt. Schneller als er denken kann, gerät er zwischen die Fronten des Kartells und den Agenten des Terranischen Geheimdienstes. Es droht nicht nur seine Enttarnung, sondern er entgeht nur knapp einem Anschlag durch Handlanger des Kartells. Die Rhodansöhne bieten Groom Schutz durch den terranischen Geheimdienst an, wenn er ihnen dabei Hilft Iratio Hondo und den Kopf des Kartells zu fassen. Doch das Vorhaben geht furchtbar schief.

Mit einem Mix aus Agententhriller und Krimi überrascht Ruben Wickenhäuser die NEO-Leser. Die Geschichte ist nicht nur spannend erzählt und mit jeder Menge Wendungen gestrickt, nein, dem Autor gelingt es zudem, die Welt Olymp sehr plastisch zu beschreiben. Das liest sich atmosphärisch dicht und wirklichkeitsnah. Es ist eine Welt der Zukunft, die dennoch viel von unserer Gegenwart besitzt. Sie ist fast schon als dystopisch zu bezeichnen.

Allein die Tatsache, dass der Protagonist Eigentum einer Firma ist, weil er mit den Genen geboren wurde, die diese Firma irgendwann einmal seinen Eltern eingepflanzt hat, hat mich schockiert. Es scheint nicht alles so perfekt gelaufen zu sein in den vergangenen 30 Jahren. Es scheint, als habe Perry Rhodan wenig Einfluss auf die adminstrative Politik Terras. Da haben andere die Zügel in der Hand und der Protektor wohl zu wenig Macht, solche Menschenverachtenden Praktiken zu verhindern. Da haben mich der Autor und die Expokraten kalt erwischt. Damit hatte ich nicht gerechnet. Aber ich finde das genial, weil die NEO-Geschichte somit viel realer erscheint, als wenn nur eitel Sonnenschein herrschte. Das Solare Imperium hatte in seiner Anfangszeit ebenfalls Schattenseiten, nur wurden diese nicht so offensichtlich gezeigt.

Wie der Autor das Szenario umsetzt, hat mir jedenfalls großen Spaß bereitet. Das war komplex und durchdacht und ich bin voll des Lobes. Sogar die technischen Abläufe waren für mich glaubhaft geschildert ohne zu viel phantastischen Firlefanz.

Ruben Wickenhäuser hat sich bisher von Roman zu Roman gesteigert, dass finde ich gut. Mit »Die Geminga-Morde« setzt er den starken Staffelauftakt fort und macht viel Lust auf die nächsten Romane. Perfekt!

Arbeitsplatz Friedhof

Quelle: shop.hirnkost.de

Der einzige Tote, den ich in meinem Leben gesehen habe, war ein Fahrradfahrer, der vor unserem Haus von einem LKW überfahren wurde. Damals war ich etwa 13 oder 14 Jahre alt und beobachtete vom Fenster aus, wie die Notärzte versuchten, den Mann wiederzubeleben und es schließlich aufgaben. Dann holte mich meine Mutter vom Fenster weg. Das letzte, was ich sah, war, wie man die Leiche mit einem Tuch abdeckte. Das Bild werde ich nie wieder vergessen.

Volker Langenbein sieht so etwas täglich und oft noch viel schlimmere Dinge, denn der Mann ist Totengräber. Jetzt hat er ein Buch darüber geschrieben, wie er zu dem Beruf gekommen ist, und was er bei seiner täglichen Arbeit auf dem Friedhof alles erlebt. Und das ist ausgesprochen interessant.

Seien wir ehrlich, wer von uns weiß schon, wie die Arbeit eines Totengräbers aussieht. Die meisten haben keine Ahnung und wollen es auch nicht wissen. Wir sind Meister im Verdrängen, wenn es ums Sterben und den Tod geht. Und wir schauen vielleicht auch auf Menschen herunter, die solche »Drecksarbeit« für uns erledigen. Warum das so ist, ist eine der Fragen, die der Autor in seinem Buch zu beantworten versucht.

Er nennt sich Rusty und hat eine schwere Kindheit hinter sich. Der gewaltsame Tod des Vaters, das tägliche Überleben auf den Straßen der Vorstadt prägen ihn und bringen ihn bis ins Gefängnis. Als er 1993 eine befristete Stelle als Friedhofsgärtner angeboten bekommt, packt er sein Schicksal am Schopf. Er arbeitet sich hoch bis zum Leiter eines Stadtteilfriedhofs. Doch der Beruf zehrt, nicht nur an seinem Körper, sondern auch an seiner Seele. Die Rufbereitschaften, in denen er nachts Selbstmörder und Unfallopfer buchstäblich von der Straße kratzen muss, lasten zunehmend auf ihm. Am Ende steht er kurz vorm Scheitern.

Geradlinig erzählt Volker Langenbein seine Geschichte. Die Kapitel bauen in den ersten zwei Dritteln aufeinander auf und liefern dem Leser einen intimen Einblick in die Arbeit eines Friedhofs. Eine Menge Arbeitsschritte sind notwendig, um einen Toten zu bestatten. Die Leiche muss abgeholt, gewaschen, umgezogen und für die Aufbahrung geschminkt werden. Bei Unfallopfern müssen Wunden vernäht und Körperöffnungen verschlossen werden. Gräber müssen ausgehoben, Blumen für die Trauerfeier arrangiert und die Zeremonie vorbereitet werden. Und am Ende müssen Sarg oder Urne beigesetzt werden. Doch das ist längst nicht alles. Ein Totengräber muss auch Grabstätten verkaufen und Hinterbliebene trösten. Er steht an vorderster Front, wenn es darum geht, mit trauernden Angehörigen zu kommunizieren. Und das alles mit einem Hauptschulabschluss und zu einem mickrigen Arbeitslohn. Erst seit 2003 gibt es die offizielle Berufsbezeichnung »Bestattungsfachkraft« und erst seit 2007 hat man sich in Deutschland auf eine einheitliche 3-jährige Berufsausbildung geeinigt. Allein daran erkennt man, welchen Stellenwert der Tod in unserer Gesellschaft hat.

»Totengräbers Tagebuch« ist kein Roman. Es ist, wie schon gesagt, ein Tagebuch. Die Geschichten beruhen auf wahren Begebenheiten und echten Personen. Und hier liegt auch das Kernproblem. Es fehlen die Plotpoints, die Konflikte für die Hauptfigur und ein geschlossener Spannungsbogen. Auch wenn im Buch viele menschliche Schicksale angesprochen werden, für Rusty geht im Grunde alles gut aus. Er hat Erfolg, er arbeitet sich schnell hoch, wird von den Kollegen und Vorgesetzten anerkannt. Man sieht ihn nicht scheitern und wenn, liefert der Autor dies in einer Zusammenfassung nach. Das macht das Buch leider, ich will nicht sagen langweilig, aber vorhersehbar.

Ein guter Vergleich an dieser Stelle ist »Bob, der Streuner« von James Bowen. Das Buch des ehemaligen Junkies entstand auf ähnliche Weise. Auch er erzählt seine Lebensgeschichte und wie die Begegnung mit einem streunenden Kater sein Leben veränderte. Doch James Bowens Geschichte ist deshalb so erfolgreich, weil er auf dem Weg zum »Ruhm« immer wieder vom Schicksal gebeutelt wird oder an sich selbst scheitert.

Das Leben ist nicht gnädig, mit keinem von uns. Jeder stößt irgendwann an Grenzen, an denen er aufgibt oder sie überwindet. Keine Frage, es gehört Mut dazu, darüber zu sprechen. So gesehen hätte ich mir gewünscht, dass Volker Langenbein ein wenig mehr aus den dunklen Kapiteln seines Lebens erzählt hätte. Von den Momenten an denen er kurz davor stand aufzugeben, oder mehr über die Konflikte, in die er durch seine Arbeit getrieben wurde, zum Beispiel über die Trennung von seiner Frau. Ich hätte den Menschen hinter dem Totengräber gern noch ein bisschen näher kennengelernt.

Doch das ist Mäkeln auf hohem Niveau. Denn wie der Titel schon sagt, ist »Totengräbers Tagebuch« kein Roman, sondern ein Tagebuch und so sollte man es auch lesen. Es ist informativ und erweitert den Blickwinkel auf jene Menschen, die uns irgendwann einmal zu Grabe tragen. Es fördert die Wertschätzung für einen Beruf, der sowohl körperlich als auch psychisch unglaublich belastend ist und zudem schlecht bezahlt wird. Allein das zählt.

Ko-Autor des Buches ist Klaus N. Frick, der als Punk im Anzug Erwähnung findet. Das Buch erschien im Juni 2019 im Hirnkost-Verlag und ist als Hardcover-Ausgabe und E-Book im Buchhandel erhältlich.

Action auf Mimas

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 201 – »Mission auf Mimas« von Michelle Stern und Lucy Guth

Ras Tschubai befindet sich auf Mimas in jener Regenerationsphase, die der Zellaktivator der Liduuri benötigt um sein Leben zu verlängern. Gewissermaßen im Schlaf übernimmt Iratio Hondo die Kontrolle über Ras Tschubais Geist, lässt ihn erwachen und zwingt ihn mit ihm zu teleportieren. Der ehemalige Obmann wurde von einer dunklen Macht übernommen, die Menschen in seiner Nähe zu willigen Marionetten macht.
Tschubai kann zwar Perry Rhodan und die Mediziner des Instituts warnen, doch Hondo ist verschlagen. Sein Plan ist viel ausgeklügelter als alle denken, ebenso wie seine Fähigkeiten, die stetig zu wachsen scheinen. Auf seiner Flucht mit Tschubai als Geisel, kann er den Sicherheitsteams, den Mutanten Sud und John Marshall sowie Gucky und der halben Terranischen Flotte immer wieder entkommen. Er hinterlässt dabei Chaos und Zerstörung.
Als er durch einen Situationstransmitter nach Olymp entkommt, können ihm nur Thomas und Farouq Rhodan mit der NATHALIE folgen. Mit ihnen unterwegs ist Jessica Tekener, die sich auf der Handelswelt sehr gut auszukennen scheint. Doch auch hier kann Hondo entkommen, zurück lässt er einen schwerverletzten Ras Tschubai, der in letzter Sekunde von Sud gerettet werden kann.

Es ist eine durchaus spannende Geschichte, die die beiden Autorinnen erzählen. Die Verfolgung innerhalb der Klinik auf Mimas zieht sich im Mittelteil zwar etwas, aber mit dem Schauplatzwechsel nach Olymp haben die beiden letztendlich die Kurve bekommen.

Der NEO-Leser erfährt sehr viel über die vergangenen Jahre, über das Genom-Projekt, über den terranischen Geheimdienst und was aus Persönlichkeiten wie Belle McGraw, John Marshall, Julian Tifflor und Ras Tschubai geworden ist. Der geheimnisvolle Merkosh hat einen Kurzauftritt. Hintergründe aus dem Leben Ras Tschubais und Iratio Hondo werden mittels Visionen transportiert. Man bekommt einen guten Eindruck, wie sich die Erde bzw. die Terraner im Laufe der vergangenen Jahrzehnte entwickelt haben. Olymp wird so beschrieben, wie man sich eine Handelswelt vorstellt, mit Casinos und Bordellen am Raumhafen. Alles ist sehr lebhaft und glaubwürdig geschildert.

Mir war es unmöglich herauszufinden, welche Autorin welchen Handlungsstrang geschrieben hat. Der Roman wirkt sehr homogen. Nur eine Entscheidung der Protagonisten konnte ich nicht so recht nachvollziehen. Perry Rhodan und Thora, lassen Jessica Tekener mit ihren beiden Söhnen gemeinsam auf die Mission gehen, obwohl die junge Frau eindeutig Informationen geklaut hat und nicht preisgeben will, wie sie die gesicherten Kommunikationskanäle der Crest II abhören konnte. Das fand ich etwas unglaubwürdig. Vor allem Thora hätte Jessica Tekener niemals getraut und schon gar nicht ihre Söhne unter diesen Umständen mit der Frau losziehen lassen. Auch wenn sie inzwischen erwachsene Männer sind.

»Mission auf Mimas« ist ein spannender Actionthriller mit einem Bösewicht, der Perry Rhodan und der Terranischen Union tatsächlich gefährlich werden kann. Lucy Guth hat damit ihren Einstand bei NEO mit Bravour bestanden.

NEO schlägt Star Trek

Merkheft

Das ist mal eine interessante Nachricht. Die größte Science-Fiction-Serie der Welt verweist die erfolgreichste Science-Fiction-Serie auf Platz zwei. Wo? Im aktuellen Katalog von »Fröhlich und Kaufmann« steht NEO auf Platz eins und Star Trek auf Platz zwei. Es handelt sich jeweils um die ersten 13 Platinbände und die DVD-Box zur Star Trek-Classic Serie.

Im vergangenen Jahr wurde die Platin-Edition von PERRY RHODAN NEO eingestellt. Das Handelshaus hat die vorhandenen Restbestände der Platin-Edition aufgekauft und gibt diese jetzt sehr preisgünstig ab. Und das scheinen sich viele Fans nicht entgehen zu lassen. Ich übrigens auch nicht.

Aber auch die Star Trek DVD-Boxen sind um ein Vielfaches günstiger zu erwerben. Unteranderem weil sich viele die Blu-Rays zugelegt haben oder die Serie gleich streamen.

Ebenfalls in der Liste, nämlich auf Platz 6, taucht »Raumpatrouille Orion« auf. So viel SF auf einem Haufen. Es scheint, dass das Science-Fiction-Genre viel beliebter ist, als allgemein behauptet wird. Aber wie heißt es so schön: Totgesagte leben länger. Für den Buchhändler scheint es sich zu lohnen.

Porno und Perry Rhodan

Quelle: Amazon

»FKK im Streichelzoo« von Björn Berenz steht bereits seit einer Weile in meinem Bücherregal. Ich hatte den Roman schon mal quergelesen, zumindest diejenigen Szenen mit Perrybezug. Dann kamen andere spannende Dinge dazwischen und der Roman geriet in Vergessenheit. Da ich auf der Zugfahrt nach Osnabrück eine dickere Lektüre brauchte, die dennoch nicht allzu schwer zu tragen war, pickte ich den Roman heraus. Was soll ich sagen: das Buch trifft genau meinen Nerv.

Die vergnügliche Geschichte handelt vom Autor einer Raketenheftserie, dessen Nebenjob Pornodarsteller ist, weil er nicht vom Schreiben allein leben kann. Dem jungen Mann passieren allerlei Peinlichkeiten, an denen er oft nicht ganz unschuldig ist. Er ist auf der Suche nach der großen Liebe, erkennt sie aber selbst dann nicht, als sie leibhaftig vor ihm steht. Außerdem ärgert er nicht nur über seinen Pornoagenten, sondern auch mit dem Chefredakteur und Exposéautor der Heftromanserie, für die er schreibt. Dass er den Pornojob nur widerwillig tut und sich lieber voll und ganz dem Schreiben von Bestsellern widmen würde, ist der Kernkonflikt des Romans.

Björn Berenz erzählt seine Geschichte mit viel Witz und schrägen Ideen. Ob es die Beschreibungen der Pornodrehs sind, oder die peinlichen Situationen in die er seinen Helden stürzt, das ist witzig und unterhaltsam, wenn auch nicht besonders tiefgründig. Das will der Roman auch gar nicht sein.

Berenz hat einige Zeit in der PERRY RHODAN-Redaktion gearbeitet und bringt seine Erfahrungen mit ein. Insider werden all die Anspielungen und Namen erkennen, auch wenn die Heftromanserie im Buch nicht PERRY RHODAN heißt sondern »Jerry Lightning«. Für Perryfans lohnt sich die Lektüre allein aus diesem Grund. Star Trek-Fans und Besucher der FedCon werden ebenfalls Bekanntes entdecken, wobei da die Details nicht einhundertprozentig stimmen. Die Band »Die Ärzte« hat einen Gastauftritt.

Was mich ein wenig irritiert, der Autor macht mit »FKK im Streichelzoo« einen richtig tollen Job. Sein Heftroman, den er für die ARKON-Miniserie geschrieben hat, fällt dagegen massiv ab. Dem Text fehlt es an der Leichtigkeit, die der Autor in seinem Debütroman präsentiert. Was beweist, dass das Schreiben eines PERRY RHODAN-Heftromanes nach Exposé eine ganz andere Nummer ist.

Inzwischen hat der Autor weitere erfolgreiche Romane im gleichen Genre herausgebracht, außerdem schreibt er Heftromane für den Cora-Verlag. Insofern hat er sich und seinem Protagonisten den Wunsch erfüllt, ein erfolgreicher Autor zu sein.

Geräusche und Literatur

Quelle: www.unsichtbar-verlag.de

So richtig einordnen lässt sich das aktuelle Buch von Dirk Bernemann nicht. Es ist kein Roman, es sind keine Kurzgeschichten und es ist keine richtige Autobiografie. Und irgendwie ist es Letzteres doch.

Dirk Bernemann schreibt über sich und über Musik – unteranderem. Denn es steckt wieder mal mehr hinter den Zeilen, als offensichtlich ist. Kapitel für Kapitel gewährt der Autor dem Leser einen Blick in seine Seele. Er erzählt, wie durch Musik aus ihm der Mensch wurde, der er ist. Es geht um Inspiration und Politik, um Emotionen und Worte. Wie immer balanciert er zwischen Verzweiflung und Euphorie, Düsternis und Licht. Dabei vollführt Bernemann keinen Seelenstripteese, der auf die Zurschaustellung seines Egos abzielt. Vielmehr lässt er erahnen, dass sich in dem Autor ein verletzter und zutiefst verunsicherter Mensch verbirgt. Ich bewundere ihn für den Mut, so offen sein zu können. Andererseits ist dies kein Tagebuch und Bernemann ein überaus geschickter Autor, der mit den Emotionen seiner Leser zu spielen weiß.

Ich kann nicht sagen, welche der Geschichten wahr sind oder welche nur ausgedacht. Es kann auch alles ganz anders sein, aber selbst das würde mich nicht stören. Es ist wie immer die Sprache, mit der er mich abholt. Diese eigentlich unmöglichen Vergleiche, der Satzbau, der so typisch ist und der jeden Satz zu einem Gedicht macht. Ich glaube, er könnte eine Bedienungsanleitung so schreiben, dass sie wie Poesie klänge.

»Gesten & Geräusche« ist ein Buch, das den Zeitgeist aufgreift. Man entdeckt sich in den Gedanken des Autors wieder, erkennt das Chaos der gegenwärtigen Realität und versteht. Genau das machen die Bücher von Dirk Bernemann. Er hält uns einen Spiegel vor, erinnert uns an das eigene Versagen und manchmal rüttelt er uns auf, sich gegen das Außen zu wehren. Er erzählt von Inspiration und inspiriert dadurch andere.

Das Buch hat übrigens einen eigenen Soundtrack verdient. Wer möchte, darf sich die passenden Songs der Bands und Interpreten beim Lesen anhören, die jedes Kapitel mal mehr, mal weniger thematisieren. Oder man stellt sie sich einfach nur vor. Dirk Bernemanns Texte sind so intensiv, dass man Geräusche tatsächlich lesen kann.

»Gesten & Geräusche« erschien im Dezember 2018 und ist überall erhältlich, wo es Bücher gibt. Ich habe mein Exemplar direkt beim Verleger am Stand auf der Buchmesse erworben.