William Shatner zum 90.

Der Schauspieler des Captain Kirk feiert heute seinen neunzigsten Geburtstag. Leider ist Leonard Nimoy (Mister Spock) bereits verstorben sonst hätte er in dieser Woche (am 26.3.) auch seinen Neunzigsten feiern können.

Als Star-Trek-Fan muss man hierzu einfach gratulieren. Wobei ich William Shatner erst durch seine Rolle als Danny Crane in Boston Legal so richtig als Schauspieler schätzen gelernt habe. Als Danny Crane in Verbindung mit Alan Shore (großartig gespielt von James Spader) finde ich ihn um Längen besser. Wer sagt, Shatner könne nicht schauspielern, möge sich eine Folge von Boston Legal ansehen.

Es ist erstaunlich wie rührig der Mann in dem hohen Alter noch ist. Heute habe ich gelesen, dass er sich letztes Jahr mal wieder hat scheiden lassen. Dazu hat er eine Ranch, züchtet Pferde und Hunde, singt und schauspielert immer noch. Hut ab.

Ich habe William Shatner bereits mehrfach live gesehen. Das erste Mal 1997. Immer wieder hat er mich dabei überrascht. Zuletzt sah ich ihn 2016 auf der FedCon in Bonn. Wobei so richtig gesehen habe ich ihn da nicht. Weil wir nur Tageskarten hatten, durften wir nicht in den Saal und mussten uns das Panel draußen im Foyer auf dem Handy über einen Stream anschauen. Aber das war nicht so schlimm, die meisten seiner Witze und Kommentare kannte ich schon.

Beinahe jede Tageszeitung hat heute einen Artikel über ihn herausgebracht, sogar die Süddeutsche Zeitung. Ich bin schwer beeindruckt.

Also dann:

Happy Birthday Mr. Shatner! Live long and prosper!

Star Trick: The next Generation

Quelle: Amazon

Ich gebe offen zu, ich war skeptisch, als ich das erste Mal von der geplanten neuen Star Trek-Zeichentrickserie hörte. Ich erinnerte mich an die Zeichentrickserie aus den Siebzigern, die bei uns auf DVD im Schrank steht, und die ich, bis auf wenige Folgen, seltsam albern finde. Das war irgendwie Star Trek, aber irgendwie auch wieder nicht.

»Star Trek: Lower Decks« heißt der aktuelle Versuch einer Star Trek-Zeichentrickserie. Sie spielt auf der der USS Cerritos in der Zeit von »Star Trek: The next Generation« nach dem Kinofilm »Nemesis«. Hauptdarsteller sind junge Offiziere mit niedrigen Rängen, die sich im Alltag auf einem Sternenflottenschiff herumschlagen müssen. Und entgegen von »Star Wars – The Clone Wars« richtet sich die Serie keinesfalls an ein jugendliches Publikum. Die meisten Folgen sind erst ab 16 Jahre freigegeben. Das liegt unteranderem an den teils ausufernden Gewaltdarstellungen aber auch an den Geschichten selbst.

Nach dem Anschauen der ersten Folge sah ich meine Befürchtungen bestätigt. Das war nichts. Mir war die Geschichte zu schnell, zu laut und zu hektisch. Meine Sinne waren komplett überfordert. Die Hauptfiguren waren grässlich überzogen und der Plot bestenfalls mittelmäßig. Das Geplapper von Mariner nervte und die Crew fand ich doof.

Dennoch blieben wir dran. Unteranderem weil Claudia Kern im »Geek-Magazin« geschrieben hatte, dass sich die Serie von Folge zu Folge steigern sollte. Die zweite Folge war okay, aber das schnelle Geplapper der Figuren ging mir trotzdem auf den Keks. Ab Folge drei wurde es interessant. Die Schiffsführung strich der Besatzung die Zeitpuffer in denen sie ihre Arbeiten zu erledigen hatten. Von nun an sollte alles nach Plan abgearbeitet werden und das möglichst zügig. Kurze Zeit später waren alle total fertig und überarbeitet. Sollte sich in der Handlung sowas wie Gesellschaftskritik verstecken? Es fühlte sich so an.

Ab Folge vier wurde die Serie enorm besser. Die Darstellungen waren nach wie vor blutrünstig, Mariner plapperte immer noch viel, aber das, was sie sagte, bekam Inhalt. Hier wurde Dinge, die man bei »Star Trek: The next Generation« einfach hingenommen hat, hinterfragt. Zwar waren die Geschichten ein bisschen verrückt, aber nie ohne Hintergedanken. Das steigerte sich bis zur letzten Folge konsequent.

Die hat es dann in sich. Nicht nur, dass hier ein unerwartet gefährlicher Gegner etabliert wird. Die Fans dürfen sich auch auf ein Wiedersehen mit Commander Riker und Deanna Troi freuen, die mit der USS Titan der USS Cerritos zu Hilfe kommen. Die kleinen Anspielungen, die versteckte Kritik am Vorgehen der Sternenflotte, die sehr spannende Handlung (ich habe sogar aufgehört mit Häkeln) all das macht die Folge für jeden Star Trek-Fan zum Leckerbissen.

Ohne Zweifel, mich haben die zehn Zeichentrickfolgen besser unterhalten als die letzten drei Staffeln von »Star Trek: Discovery«. Die zweite Staffel von »Lower Decks« wurde bereits für Mitte 2021 bei Amazon Prime angekündigt. Ich freue mich schon riesig darauf.

Die PERRY RHODAN Verfilmung – Fluch oder Segen

Unlängst fragte ein Fan in einem Artikel:

»Wo bleibt die Verfilmung unserer Serie? … Was fehlt, ist die Initiative der Herausgeber. … Meister der Insel! … Mit dieser Geschichte, runtergebrochen auf einen Film (oder eine Serie …), kann man nichts falsch machen! «

Oh doch, man kann.

Zu allererst sollte klargestellt werden: die Herausgeber haben keinen Einfluss auf eine Verfilmung. Der Verlag hat die Filmrechte verkauft – Ich weiß nicht genau, bei wem sie gerade liegen. Das einzige, was sie sich die Redaktion gesichert hat, ist ein Mitspracherecht bei der Handlung. Ohne das Okay von Chefredakteur Klaus N. Frick, wird das Filmmanuskript nicht freigeben. Das dient dem Schutz der Serie, denn die Filmleute interessiert die Geschichte um Perry Rhodan in ihrer Gesamtheit und in ihrer Bedeutung für die Fans eher weniger. Die sehen nur die Marke. Film ist ein Geschäft, in dem es darum geht, mit wenig Aufwand möglichst viel Geld zu verdienen und bei dem die Produzenten und Regisseure ihre eigenen künstlerischen Visionen verwirklichen wollen. Die haben eigene Vorstellungen davon, was spannend ist. Und das geht meist nicht mit den Wünschen und Vorstellungen von Fans und Lesern konform. Fragt man Andreas Eschbach, was er von der Verfilmung seines Jesusvideos hält, dann wird er nur mit dem Kopf schütteln. Ihm wurde nicht mal das Script zum Film vorgelegt. Die Geschichte hat bis auf die Figuren kaum noch etwas mit dem Buch und seiner Aussage gemein.

Persönlich bin ich froh, dass es keine neue Verfilmung von PERRY RHODAN gibt und hoffentlich auch nie geben wird, egal ob als Film oder Serie. Wahrscheinlich wäre jeder einzelne Leser auf die eine oder andere Weise enttäuscht, weil jeder seine eigene Vorstellung von der Person Perry Rhodan hat. Ein Film würde diese Vorstellung unwiederbringlich zerstören. So wie es vielen Lesern von Tolkiens »Herr der Ringe« passiert ist. Bei denen haben sich die eigenen Bilder in ihrem Kopf in die aus den Filmen verwandelt. Für sie und alle folgenden Generationen werden die Geschichte und die Figuren beim Lesen ausschließlich von den Filmen geprägt sein, da ist kein Platz mehr für die eigene Fantasie. Außer man hat die Filme zuvor nicht gesehen. Ganz ehrlich, ich fände das für PERRY RHODAN eine schauerliche Vorstellung.

Diese Woche wurde groß angekündigt, dass man »Raumpatrouille Orion« neu verfilmen möchte. Deutsche Filmproduzenten wagen sich an Science Fiction heran. Das klingt erstmal ganz gut. Die Frage wird sein, ob die Umsetzung so gut ist, dass sie sowohl die Fans, als auch neue Zuschauer überzeugen kann. Bei vielen solcher Reboots in anderen Franchises hat das nicht geklappt, einschließlich Star Trek: Discovery oder den Star Trek-Filmen von J.J. Abrams. Die Star Wars-Serie »The Mandalorien« beweist aber, dass es funktionieren kann. Außerdem war »Raumpatrouille Orion« eine Fernsehserie. Bei einer Literaturverfilmung wie bei PERRY RHODAN sieht das nochmal ganz anders aus.

Nun, schauen wir mal, ob und was daraus wird. Wenn es klappt, könnte es tatsächlich Einfluss auf die Produktion eines Films oder einer Serie über PERRY RHODAN haben. Lassen wir uns überraschen.

Interview mit John Billingsley

München 2012

Ich habe für Warp-Core ein Interview mit John Billingsley geführt, dem Schauspieler von Dr. Phlox aus Star Trek: Enterprise. Ich hätte es auch auf meinem Blog veröffentlichen können, aber Warp-Core hat um einiges mehr an Reichweite als ich, somit ist der Text dort besser aufgehoben.

Ich traf John Billingsley und seine Frau Bonita Friedericy am 17. September 2012 in München. Es war ein sehr warmer sonniger Montag. Am Samstag zuvor waren beide bei einer Veranstaltung in Deggendorf aufgetreten, an der ich leider nicht hatte teilnehmen können. Ich klagte dem Veranstalter von FKM-Events Filip Krejick mein Leid und er meinte, sie würden am Montag nach München kommen und da ich dort wohne, könnte ich sie doch herumführen. Das fand ich einen tollen Vorschlag und so wurde ich zum Stadtführer von John und Bonnie.

Wir trafen uns vorm Parkhaus an der neuen Synagoge, spazierten über den Viktualienmarkt zum Marienplatz und zum Odeonsplatz. Durchquerten die Residenz und kamen von dort in den Englischen Garten. Am Chinesischen Turm tranken wir im Biergarten ein Bier und schauten einer Filmcrew zu, die dort gerade einen Werbespot drehte. Dann spazierten wir zurück an den Surfern vom Eisbach vorbei über die Maximilianstraße zum Platzl, wo das Hofbräuhaus steht. Den schönen sonnigen Tag beschlossen wir im alten Hackerhaus in der Sendlinger Straße mit einem Abendessen.

Seit dem stehen John und ich in regelmäßigen Mailkontakt und so erfuhr ich auch über seine Arbeit für die Hollywood Food Coalition. Und weil ich es wichtig finde, in Zeiten wie diesen über den eigenen Horizont hinauszublicken und die eigenen Befindlichkeiten zurückzustellen, wollte ich etwas darüber schreiben. Und so kam unteranderem das kurze Interview zustande. John ist sehr witzig und direkt, das kann man aus dem Interview gut herauslesen.

Jetzt will ich euch aber nicht länger auf die Folter spannen. Hier ist der Link zum Interview bei Warp-Core.

Hunger im reichsten Land der Welt

Die vereinigten Staaten zählen zu den reichsten Ländern der Welt. Hier leben die reichsten Menschen wie Elon Musk oder Bill Gates. Nirgendwo gibt es so viele vermögende Menschen, so viele Banken und so viel Geld auf einem Haufen wie hier. Und dennoch leiden sehr viele Menschen, vor allem Kinder und alte Leute, an Hunger.

Der Hunger hat viele Gründe. Vergangenes Jahr las ich einen Bericht über den mittleren Westen der USA. Dort wo große Farmen das Bild der Landschaft prägen. Hier wird vorwiegend Mais und Soja angebaut. Man sollte meinen, dass die Leute dort ausreichend mit gesunden Nahrungsmitteln versorgt werden, doch das Gegenteil ist der Fall. In den meisten der kleinen Ortschaften gibt es keine Lebensmittelgeschäfte mehr, in denen man frisches Obst & Gemüse oder Fleisch kaufen kann. Die Leute versorgen sich dort an der Tankstelle, wo es nur Tiefkühlware und ungesunde Fertiggerichte zu kaufen gibt. Wer selbst keinen Garten hat, muss auf Obst und Gemüse verzichten oder sehr lange Strecken bis zum nächsten größeren Einkaufszentrum fahren.

Und dann sind da noch die hohen Lebensmittelpreise. Ich erinnere mich an meine Zeit in New York City Ende der Neunziger. Damals lebte ich dort mehrere Monate fast nur von Reis und Tomatensoße, weil ich im Chinaladen um die Ecke günstig einen Sack Reis gekauft hatte und pürierte Tomaten aus der Dose nur 49 Cents kosteten. Manchmal kaufte ich mir im Supermarkt Wurst, Käse und Butter. Doch das kostete mich stets ein kleines Vermögen. Ich war die niedrigen Lebensmittelpreise aus Deutschland gewohnt und konnte über vier Scheiben Käse für 3,50 $ und ein paar Scheiben Salami für 4 $ nur staunen (damals kostete ein Dollar 1,76 DM). Das Vollkornbrot aus dem Supermarkt war übrigens ungenießbar ebenso wie der Jogurt. Weißbrot hatte ich irgendwann über, also fuhr durch halb Manhattan, um in einer französischen Bäckerei genießbares Brot zu kaufen. Fragt lieber nicht, was das gekostet hat. Auf der anderen Seite war ich oft versucht, einfach zu Mc Donalds oder Burger King zu gehen. Dort bekam man für 2,22 $ zwei Cheeseburger und zweimal Pommes inklusive Getränk. Das Dilemma wird sichtbar: gesunde Lebensmittel kosten in den USA viel Geld, während Fast Food spottbillig und jederzeit verfügbar ist.

Nun hat sich das in den vergangenen zwei Jahrzehnten wahrscheinlich nicht groß geändert. Vielleicht haben die Preise in den Fast Food Ketten etwas angezogen. Billiger wird das Leben nicht geworden sein, im Gegenteil. Durch die Corona-Pandemie trifft es jetzt auch Haushalte, die zuvor geradeso über die Runden gekommen sind. Ein Bericht in den Nachrichten zeigte unlängst lange Autoschlangen in denen Menschen um Lebensmittelspenden anstanden.

Umso wichtiger ist es, wenn sich Menschen mit Geld und Einfluss gegen solche Missstände einsetzen und ihre Kraft in Projekte stecken, die Menschen in der Nachbarschaft vor Hunger bewahren oder ihnen zumindest zu einer Mahlzeit am Tag verhelfen. Einer dieser Menschen ist der Schauspieler John Billingsley, bekannt durch seine Rolle als Dr. Phlox aus Star Trek: Enterprise. Wir lernten uns 2012 kennen, als ich ihn und seine Frau durch München führen dufte. Er und seine Frau Bonnie unterstützen seit Jahren die Hollywood Food Coalition (hofoco).

Seit 1987 verteilt die Wohltätigkeitsorganisation Lebensmittel und Mahlzeiten an Bedürftige und das 365 Tage im Jahr. Zuerst waren es nur Sandwiches, heute sind es ca. 65.000 Mahlzeiten im Jahr zuzüglich Lebensmittel- und Hygienepakete. Man sollte meinen, dass es in Hollywood keine Armut gibt, aber das ist falsch. Gerade hier gibt es mehr hungernde Menschen als sonstwo im Großraum Los Angeles. In einem Flyer der hofoco heißt es:

»Wir helfen Überlebenden von häuslicher Gewalt, ausgerissenen Jugendlichen, Jugendlichen in der Übergangsphase, Senioren, Mitgliedern der LGBTQ+-Gemeinschaft, Menschen mit Behinderungen, Veteranen, Familien, ehemaligen Häftlingen oder auch Menschen mit psychischen Erkrankungen und Drogenabhängigkeit. Einige unserer Gäste sind gezwungen, zwischen Miete und Essen wählen. Keiner wird abgewiesen.«

Die Mitglieder der Hollywood Food Coalition wollen den Menschen Hoffnung machen und zu einem humanerem Dasein verhelfen. Niemand ist vergessen und jeder ist wichtig – das ist die Philosophie hinter dem Anliegen. Das beinhaltet nicht nur Essen, sondern auch medizinische Versorgung und Beratung. Inzwischen sammelt die Hollywood Food Coalition mehr Lebensmittel, als sie für ihren Bezirk benötigt, diese Überschüsse fließen an andere Hilfsorganisationen im Großraum Los Angeles, damit jeder, der es notwendig hat, Hilfe erhält.

»Wir glauben, dass das Schmieden von Allianzen mit Gleichgesinnten der schnellste Weg ist, um sinnvolle Veränderungen innerhalb unserer Gemeinschaft zu bewirken. Aus diesem Grund bauen wir aktiv Partnerschaften mit anderen sozialen Einrichtungen, Gemeindegruppen, kleinen und großen Unternehmen, Kirchen aller Konfessionen, Nachbarschaftsräten, sowie Städten und gewählten Führungspersönlichkeiten der Stadt und des Bezirks. Wir teilen Lebensmittel, Wissen und Ressourcen mit Dutzenden von Gruppen mit dem Ziel, die Qualität und Quantität der Dienstleistungen für die Bedürftigen in der ganzen Stadt zu erhöhen.
Wir sind ein „barrierefreier“ Koalitionsbauer über programmatische und geografische Grenzen hinaus.«

Die Corona-Pandemie erleichtert ihnen die Arbeit nicht gerade, weil jetzt nicht nur 63 Prozent mehr Mahlzeiten ausgegeben werden müssen, sondern die Menschen nicht vor Ort verköstiget werden können und Essen nur zum Mitnehmen angeboten werden kann. Unterstützer werden daher ständig gesucht, ob als Volunteer oder finanziell. Firmen und Privatleute können Sachspenden wie Lebensmittel, Hygieneprodukte und Kleidung einreichen. Mehr informationen zur Hollywood Food Coalition gibt es auf deren Homepage, und in den sozialen Netzwerken, dort finden regelmäßig Spendenaufrufe statt, an denen man sich beteiligen kann. Man kann auch mittels PayPal oder Kreditkarten spenden, was von Europa aus, die sinnvollste Alternative darstellt.

Mir ist klar, dass auch in Deutschland jeden Tag Menschen Hunger leiden, dass die Zahl der Bedürftigen, die von den Tafeln versorgt werden, jedes Jahr ansteigt. In den kommenden Wochen und Monaten wird es da noch größeren Zulauf geben. Aber dies ist nichts, verglichen mit den Zuständen in den USA. Wo es kein engmaschiges Netz staatlicher Absicherung gibt, das Menschen auffängt, die durch Krankheit, Arbeitslosigkeit und Trennung ins Straucheln geraten sind. Daran sollten wir immer mal wieder denken, wenn wir uns über die deutsche Politik ärgern.

Hier noch zwei Bilder mit Statistiken, die ich sehr spannend finde:

Durchmischte 5. Staffel

Quelle: Filmstarts.de

»The Expanse« ist unbestritten eine der besten SF-Serien der letzten zehn Jahre. Keine andere Serie verknüpft spannende Geschichten, starke Charaktere und visuelle Effekte so genial miteinander. Es mag daran liegen, dass die Geschichte auf einer literarische Vorlage basiert. Dabei weicht die Serienhandlung mal mehr oder weniger von den Originalromanen ab. Die Serienproduzenten beweisen ein Gespür für Charaktere und Spannungsbogen. Daher ist es kaum verwunderlich, dass die Serie nach ihrer Absetzung auf Syfy bei Amazon Prime ein neues Zuhause gefunden hat. Der Amazongründer Jeff Bezos persönlich hatte sich für die Serie eingesetzt.

In den vergangenen Wochen lief nun die fünfte Staffel. Wir haben uns gestern das Staffelfinale angesehen. Die erste Hälfte der Staffel hatte einige richtig tolle Folgen. Da saß man mitunter nägelkauend vor dem Fernseher und war enttäuscht, als die Folge zu Ende war. Überraschend war, wie viele verschiedenen Handlungsstränge in den Einzelepisoden erzählt wurden, die innerhalb der Folge nicht aufgelöst wurden. In der zweiten Hälfte konzentrierte sich die Handlung dann meiner Meinung nach zu sehr auf eine Hauptfigur. Das hat der Spannung geschadet. Entweder hat die Schauspielerin, Dominique Tipper, Fans in der Produzentenriege, oder sie hat die Produzenten unter Druck gesetzt. Jedenfalls ging es gefühlt fast nur noch um Naomi Nagata. Dabei fiel mir auf, dass die Figur öfter »out of character« agierte, wie man so schön sagt. Normalerweise kennt man Naomi als taff und beherrscht. Sie ist Technikerin und ließ sich bisher kaum von Gefühlen leiten. In dieser Staffel traf sie nicht nur ein paar fragwürdige Entscheidungen, sondern agierte zudem noch weinerlich und schwach. Es sah fast so aus, als wolle sie Michael Burnham aus »Star Trek: Discovery« Konkurrenz machen. Es ist schon sehr offensichtlich, wie ähnlich sich beide Charaktere sehen. Da beugten sich die Verantwortlichen der derzeitigen Diversitätsdebatte. Ich finde, das  »The Expanse« dies eigentlich nicht nötig hatte, weil die Charaktere an sich sehr ausgewogen sind.

Zurück zur Staffelhandlung. Durch die Zeit, die man mit Naomi vergeudete, blieben für die letzte Folge so viele Handlungsfäden offen, dass ich mich fragte, wie sie das eigentlich alles auflösen wollen. Es überraschte mich, dass sich auch die letzte Folge fast zur Hälfte um Naomi drehte, während die anderen kaum in Aktion traten, allen voran Alex und Bobby. Die beiden Marsianer bekam am wenigsten Sendezeit. Dabei war ihre Geschichte um die Aufdeckung einer Verschwörung innerhalb der Marsregierung spannend genug, um mehr Raum einzunehmen. Auch James Holden, sowie Amos Burton und Clarissa Mao kamen in der letzten Folge zu wenig zum Zug. Entsprechend hektisch verliefen die letzten Minuten, in denen so viel passiert, dass man es locker in einer weiteren Episode hätte erzählen können. Das fand ich sehr schade.

Noch mehr bedauere ich aber den Serientod von Alex Kamal. Der Schauspieler wurde aus der Serie geschrieben, weil gegen ihn Vorwürfe wegen sexueller Belästigung vorliegen. Die Vorwürfe kamen im Sommer 2020 auf und konnten trotz offizieller Untersuchung bisher nicht nachgewiesen werden. Ich sehe das kritisch, wie leicht kann man heute in den sozialen Medien denunziert werden, obwohl man unschuldig ist. Ich werde den Charakter jedenfalls vermissen.

Meine absolute Lieblingsfigur in der Serie ist allerdings Chrisjen Avasarala. Die Generalsekretärin der Vereinten Nationen hat sich über die ganzen Serie hinweg von der skrupellosen Politikerin zu einer weitsichtigen Anführerin gewandelt. Sie entspricht keinem der sonstigen Klischees, ist unberechenbar und trägt immer so tolle Klamotten.

Eine sechste Staffel ist angekündigt, gleichzeitig soll es die letzte Staffel sein, obwohl es neun Romane gibt. Band 9 ist gerade erschien. Aber bekanntlich soll man aufhören, wenn es am Schönsten ist.

Auch wenn die Staffel nicht hundertprozentig perfekt war. »The Expanse« beweist, dass man vor allem eine gute Geschichte braucht, um erfolgreich zu sein, dass innere Logik und Glaubwürdigkeit die Erfolgsgaranten für eine Fernsehserie sind. Verglichen mit »The Expanse« ist »Star Trek: Discovery« billiger belangloser Abklatsch. Dies tut um so mehr weh, als das der Executive Producer und Autor mehrerer Folgen von »The Expanse« – Naren Shankar – einst für TNG und DS9 geschrieben hat.

Ich finde übrigens die Veröffentlichungsweise von Amazon Prime gut, nämlich nur eine Folge pro Woche, wie es früher immer war. Da erhält man sich die Spannung und genießt die Serie umso mehr.

Die Classic-Katzen

Quelle: Amazon

Weil mir die Star Trek-Katzen aus TNG so gut gefielen, bestellte ich mir gleich noch die Buchausgabe mit den Star Trek Classic Charakteren. Auch hier sind die Figuren gut getroffen. Spock als Siamkatze zum Beispiel oder Scotty mit den geknickten Ohren.

Das Buch ist ähnlich gestaltet wie die TNG-Ausgabe und stellt bekannte Szenen aus der Serie dar. Das kätzische Star Trek Logo finde ich fast noch besser, als das aus dem TNG-Buch.

Wenn man sich ein bisschen bei einschlägigen Onlinehändlern umschaut, gibt es zu den Star Trek Cats jede Menge Merchandise, wie Figuren, Kalender, Tassen und natürlich T-Shirts …

Nein, ich habe es nicht lassen können und mir ein Wesley-Cat T-Shirt gekauft. Da konnte ich einfach nicht widerstehen.

Die Star Trek Katzen

Quelle: Amazon

Man nehme Katzen, stecke sie in Star Trek-Uniformen und stelle damit Szenen aus der Serie nach. Das Ganze verpacke man in ein kleines Büchlein und fertig ist das ideale Geschenk für den nerdigen Katzenfreund.

Als mir mein Mann das Buch gestern überreichte, traf er damit genau ins Schwarze. Ich mag Star Trek und ich liebe Katzen. Ich konnte mich an den Zeichnungen gar nicht sattsehen. Wesley als kleine Tigerkatze ist noch süßer als im Original.

Das Buch erzählt keine Geschichte, man kann nur anhand der Szenen erraten, welche Charaktere als Katzen umgesetzt wurden und aus welcher Episode die Szene stammt. Das ist nicht viel …

aber hey, was soll’s. Ich liebe es!

Verärgertes Fandom

Vor wenigen Wochen ging die dritte Staffel von Star Trek: Discovery zu Ende. Ich habe sie nicht gesehen, da wir kein Netflix haben. Aber was man so darüber hört und liest, klingt nicht gerade ermutigend.

Wie schon mehrfach gesagt war ich persönlich schon von der ersten und zweiten Staffel nicht überzeugt, dabei versuchte ich mit niedrigen Erwartungen und möglichst vorurteilsfrei an die Serie heranzugehen. Was allerdings schwerfällt, wenn man die Meinungen der Star-Trek-Fans im Vorfeld wahrgenommen hat. Das veränderte Aussehen der Klingonen, eine Mary Sue als Hauptprotagonistin und der fehlende wissenschaftliche Bezug, waren die Hauptkritikpunkte der Fans. Dem konnte ich nur zustimmen, nachdem ich die ersten Episoden gesehen hatte. Mir fiel vor allem die arg konstruierten Geschichten auf, die erzählt wurden und die vielen Logiklöcher, die von Folge zu Folge und von Staffel zu Staffel mehr wurden.

Nun scheint das in Staffel drei nicht wirklich besser geworden zu sein, zumindest in den letzten Folgen. Es ist wohl dasselbe passiert wie bei Star Trek: Picard, auf einen starken Beginn folgte ein unsägliches Finale, das weder logisch war, noch den »Idealen« von Star Trek entsprach. Anschauen werde ich sie mir irgendwann, wenn sie auf DVD oder Blu-Ray erhältlich sein wird.

Meinen Freund Ben Calvin Hary hat die Staffel so gewurmt, dass er ein Video darüber gemacht hat, in dem er die Frage stellt: Ist die dritte Staffel von Discovery wirklich so schlecht? Offensichtlich ist sie das wohl, wenn man sich die Kommentare der Fans dazu durchliest.

Wen das Video interessiert, ich teile es an dieser Stelle gern.

Bilder im Advent 24 – Positive Zukunftsvision

Zum Abschluss meines kleinen Adventskalenders steht ein Fotomosaik mit dem Logo der Vereinten Föderation der Planeten. Und damit jeder die Einzelbilder auch anschauen kann, habe ich es in voller Größe hochgeladen. Warum das Logo der Föderation? Weil es ein Sinnbild ist, für was Star Trek steht. Für Völkerverständigung, für Frieden und für eine lebenswerte Zukunft aller.

Star Trek hat auf vielfältige Weise mein Leben beeinflusst. Hätte ich ohne Star Trek: Classic, The next Generation oder Deep Space Nine angefangen zu Romane zu schreiben? Wahrscheinlich nicht. Hätte ich ohne Star Trek: Voyager Elektrotechnik studiert? Eher nicht. Hätte ich ohne Star Trek: Enterprise meinen Mann kennengelernt. Ganz sicher nicht.

Star Trek war und ist für mich wichtig. Es wird immer ein ein Teil von mir bleiben. Es ist der Glaube an eine positive Zukunft, die mich hoffen lässt.

In dem Sinne wünsche ich all meinen Lesern besinnliche Feiertage und kommt gesund ins Neue Jahr.