Halloween-Trek in München

Quelle: www.sandrakoenig.net

Vor einer Woche haben wir es seit Langem mal wieder zum Trekdinner nach München geschafft. Dieses Jahr war irgendwie der Wurm drin. Immer wenn der Star Trek-Stammtisch stattfand (jeden 4. Freitag im Monat) kam irgendwas dazwischen. Unteranderem war mehrere Monate lang die B304 an zwei Stellen gesperrt. So dass wir lange Umwege hätten fahren müssen. Die A8 ist wegen der permanenten Staus am Freitagnachmittag keine Alternative, erst abends geht es wieder. So sind wir tatsächlich seit Januar nicht mehr im Bar-Restaurante Portugal gewesen. Skandalös!

Im Umfeld des Lokals hat sich in der Zeit einiges getan. Die Baugrube ein paar Häuser weiter ist inzwischen ein mehrgeschossiger Rohbau. Auch die Verkehrsführung hat sich geändert. Plötzlich war da eine Einbahnstrasse, wo zuvor keine war. Sehr verwirrend. Wir haben mit Mühe und Not einen Parkplatz gefunden. Das wird auch jedes Mal schwieriger.

Neben den bekannten waren ein paar neue Gesichter da. Dann kam noch Besuch aus Berlin. Es gab zumindest genügend Gesprächsstoff, wenn man so lange nicht da war. Ich hatte den saustarken Artikel aus der »phantastisch!« von Thomas Höhl (ehemaliges Trekdinnermitglied) über »The Orville« mitgebracht. Das Essen war wie immer lecker. Ich war nach meinem Teller vegetarischer Pasta pappsatt. Vielleicht nehme ich beim nächsten Mal doch wieder einen Salat.

Im Oktober steht das Trekdinner unter dem Motto Halloween. Es waren auch ein paar Teilnehmer verkleidet, obwohl es früher schon mal mehr waren. Wir trugen zumindest unser obligatorisches Star Trek-Outfit. Ich hatte kurzzeitig überlegt, meinen neuen Enterprise-Overall anzuziehen. Doch dann zog ich lieber den neuen selbstgeschneiderten Classic-Pullover über. Sandra hat ein paar schöne Fotos gemacht und anscheinend draußen auch unser Auto entdeckt. Alle Fotos und einen kleinen Bericht finden sich in Sandras Blog.

Weitere Informationen zum Trekdinner München finden sich auf der Homepage des Trekdinners: www.trekdinner-muenchen.de.

Im Raumschiffwahn

Quelle: Eaglemoss.com

Seit ein paar Jahren bezieht mein Mann im Abo die »Star Trek-Raumschiffsammlung« von Eaglemoss. Einerseits ist es so für mich sehr einfach, meinem Mann ein geeignetes Geschenk zu kaufen. Andererseits werden die Regale immer voller und ein Ende scheint nicht in Sicht (Die Reihe ist schon bei Ausgabe 161 angelangt!), denn Eaglemoss lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen, um die Sammler der Modellschiffe zu ködern. Der letzte Coup aber geht zu weit, oder eben nicht weit genug …

Es gibt jetzt eine »getarnte« Ausgabe der U.S.S. Defiant, siehe Bild.

Das findest sogar mein Mann übertrieben, der sonst jedes Schiff aus der Sammlung plus einiger Bonus- und Sonderausgaben sein eigen nennt. Mit dem »Convention-Exklusive-Modell« bekommt man ein durchsichtiges Plastikschiff, während die anderen Schiffe der Sammlung zumindest zum Teil aus Metall bestehen. Das Ding ist auch noch auf 2500 Stück limitiert. Wahrscheinlich, weil es sonst keiner kaufen würde.

Ich denke, dass es noch nicht weit genug geht, mit dem Kommerz. Ein getarntes Schiff sollte eigentlich komplett unsichtbar sein. Wäre es da nicht viel einfacher für Eaglemoss, sie würden nur den Ständer verkaufen? Das wäre doch mal originell.

Ich bin mir sicher, das es dennoch genügend Fans gibt, die dafür Geld ausgeben. Also wer es kaufen möchte, folge diesem Link zum Eaglemoss-Shop. Dort gibts noch ganz andere skurrile Sachen. Der Einkauf und Versand klappen übrigens hervorragend, das möchte ich an dieser Stelle mal anmerken.

Das andere Star Trek 2

Quelle: Serienjunkies.de

Eigentlich wollte ich schon die ganze Zeit etwas über »The Orville« schreiben, aber dann dachte ich mir, ich schaue mir erst alle Folgen an. Am vergangenen Montag lief nun die letzte Folge auf ProSieben. Ich versuche, möglichst nichts zu Spoilern, weshalb die Besprechung hier auch eher allgemein ausfällt. Ich möchte den Leuten, die die zweite Staffel der Serie noch nicht kennen, die Chance geben, sie in vollen Zügen zu genießen.

Seth MacFarlane ist es gelungen, Witz, Alltag, Moral und Science Fiction so gekonnt miteinander zu verbinden, dass tatsächlich etwas Eigenständiges dabei herauskommt. »The Orville« bedient sich nicht nur bei Star Trek, sondern auch bei anderen erfolgreichen SF-Serien und Filmen, wie STARGATE oder Star Wars und bleibt dennoch sich selbst treu.

Ich bin völlig begeistert von der Serie. Die zweite Staffel ist noch mehr Star Trek, als es die Folgen der ersten waren. Es gab keine Folge, die Schwächen zeigte. Kein übertriebener Fäkalhumor, kein »Monster of the week« dafür unglaublich komplexe Geschichten, die vor allem im zwischenmenschlichen Bereich rangieren. Manche Folge kam völlig ohne Action-Szenen aus und war dennoch spannend. In anderen wiederum gab es bombastische Raumschlachten und gewagte Verfolgungsjagden. In wieder anderen lernte man exotische Planeten und fremde Völker kennen. Hauptsächlich aber standen die Charaktere an Bord des Schiffs im Mittelpunkt. Es gab einen Abschied von einem Besatzungsmitglied, dessen Ersatz den Verlust aber vollständig aufwiegt. Was vor allem wichtig ist, es wurde eine positive Zukunft gezeigt.

Das große Geheimnis hinter »The Orville« sind nicht unbedingt die vielen bekannten Namen aus dem Star Trek-Umfeld im Abspann oder der eine oder andere bekannte Gaststar. Die Produzenten haben erkannt, was den Erfolg einer guten Serie ausmacht, nämlich die Geschichten. Die sind komplex und ihre Auflösung ist bisweilen verblüffend. Bis auf eine Folge haben sie mich einhundertprozentig überzeugt. Selbst die wissenschaftliche Ungereimtheiten hielten sich in Grenzen. Nicht das es keine gab, aber sie dienten der Geschichte und fielen nicht wirklich auf.

»The Orville« ist mit der zweiten Staffel ernster geworden. Die erzählten Geschichten sind durchdachter und halten zum Nachdenken an. Dennoch stehen nicht die großen kosmischen Probleme im Vordergrund, sondern die Menschen mit all ihren Schwächen. Star Trek-TNG wurde immer Sterilität vorgeworfen, weil die Crew sich stets perfekt und von ihrer besten Seite zeigte, weil es keine Auseinandersetzungen zwischen der Crew gab und kaum Charakterschwächen offenbart wurden. Das ist bei »The Orville« anders. Die Besatzung verhält sich, wie du und ich. Sie haben die gleichen Probleme und die gleichen Sorgen, wie die Menschen von heute, nur das sie auf einem Raumschiff leben. Das macht sie nicht nur glaubhafter, sondern verleiht ihnen einen besonderen Charme. Die Serie erzählt Geschichten, wie sie die PERRY RHODAN-Redaktion gern für die STELLARIS-Kurzgeschichten hätte: Vom Alltag an Bord eines Raumschiffs, dass sich auf friedlicher Forschungsmission befindet.

Warum ProSieben die Serie am Montagabend um 23 Uhr ausgestrahlt hat, weiß ich nicht. Der Sendeplatz war für die Serie äußerst ungünstig, weshalb viele sie gar nicht entdeckt haben dürften. Zum Glück gibt es Mediatheken und Festplatten-Rekorder. Wir haben die Folgen aufgenommen und zu einer vernünftigeren Uhrzeit angesehen. Die zweite Staffel ist auf DVD leider noch nicht angekündigt. Sehr schade!

Die Natur als Vorbild

Manchmal würde ich gern wissen, woher die Kostüm- und Maskenbildner in den Science-Fiction-Filmen ihre Ideen nehmen. Die oftmals schrägen Kreaturen müssen irgendeiner Vorlage entstammen. Dass sich die Künstler öfters bei Mutter Natur bedienen, ist zu vermuten. Gibt es doch viele ungewöhnlich aussehende Tiere und Pflanzen auf der Welt, von deren Existenz die wenigsten von uns eine Ahnung haben.

Unlängst vertilgte ich einen Pfirsich, einen dieser platten Bergpfirsiche, die es seit einigen Jahren im Handel gibt. Als ich mir den Kern näher betrachtete, entdeckte ich eine verblüffende Ähnlichkeit mit einer Figur aus den neuen Star Trek-Filmen …

Keenser ist der Assistent von Chefingenieur Scotty und gibt sich meist recht schweigsam. Vielleicht ging es dem Maskenbildner ähnlich und er ließ sich von einem Pfirsichkern inspirieren.

Quelle: Memory-Alpha
Das Pfirsich-Alien

Star Trek-Fan und Multitalent

Quelle: Dahkur on DeviantArt

Wir kennen uns schon eine kleine Ewigkeit. Damals Anfang der Neunziger, als ich ganz neu im Star Trek-Fandom war, zählte sie schon zu den »alten Hasen«. Wir teilten unsere Leidenschaft für Star Trek – Deep Space Nine mit weiteren Fans im »Star Trek Forum«. Der Club war damals einer von vielen Fanclubs, aber einer der Wichtigsten für Hobbyautorinnen wie mich. Ich habe sie immer bewundert, dafür dass sie so gut schreiben und noch viel besser zeichnen konnte. Irgendwann wollte ich auch mal so gut sein wie sie, das hatte ich mir fest vorgenommen. Aber zumindest was das Zeichnen angeht, ist sie mir heute noch um Längen voraus.

Die Rede ist von Gabi Stiene. Sie hat einige meiner DS9-Kurzgeschichten für die »Starbase« illustriert, dem Fanzine des Clubs. Dafür habe ich hin und wieder eine Geschichte für die Anthologien beigesteuert, die sie im Rahmen des Club veröffentlichte. Mitte der Zweitausender wurde der Fanclub aufgelöst und jeder von uns zog sich ins Privatleben zurück. Seit ein paar Jahren ist Gabi wieder aktiv. Sie schreibt wieder – für das Fan-Fiction-Portal »TrekNation.net« – und sie zeichnet wieder. Ihre beeindruckenden Werke kann man bei DeviantArt bewundern.

Schön, wie manche Leidenschaft nach so langer Zeit wieder aufflammt.

Nebenstehendes Bild gehört zu meinen Lieblingsbildern von Gabi. Sie zeichnete es für meine Kurzgeschichte »Dem Land dienen«. Es zeigt Gabis Lieblingscharaktere die Bajoraner Shakaar Edon und Barail Antos. Die Kurzgeschichte, sowie mehr Bilder von Gabi findet man in meiner Kurzgeschichten-Sammlung »Am Rande des Wurmlochs«.

 

Picard in Serie

Da schlug mein Herz gestern Nachmittag schneller, als ich den aktuellen Trailer der angekündigten Star Trek-Serie mit Captain Picard bewunderte.

Wie es aussieht, haben einige Schauspieler aus den Serien einen Cameo-Auftritt. Seven of Nine aus Voyager und Data aus TNG zauberten mir ein breites Lächeln aufs Gesicht. Angekündigt sind auch Jonathan Frakes und Marina Sirtis.

Die Bilder im Trailer versprechen Spannung und durchdachte Geschichten. An denen es bei Star Trek-Discovery oftmals mangelnde.

Das die Serie bei Amazon Prime laufen soll, ist für mich fast noch die beste Information, bedeutet es doch kein Netflix-Abo. Starten soll »Picard« Anfang 2020. Ich freue mich jedenfalls schon sehr darauf.

Porno und Perry Rhodan

Quelle: Amazon

»FKK im Streichelzoo« von Björn Berenz steht bereits seit einer Weile in meinem Bücherregal. Ich hatte den Roman schon mal quergelesen, zumindest diejenigen Szenen mit Perrybezug. Dann kamen andere spannende Dinge dazwischen und der Roman geriet in Vergessenheit. Da ich auf der Zugfahrt nach Osnabrück eine dickere Lektüre brauchte, die dennoch nicht allzu schwer zu tragen war, pickte ich den Roman heraus. Was soll ich sagen: das Buch trifft genau meinen Nerv.

Die vergnügliche Geschichte handelt vom Autor einer Raketenheftserie, dessen Nebenjob Pornodarsteller ist, weil er nicht vom Schreiben allein leben kann. Dem jungen Mann passieren allerlei Peinlichkeiten, an denen er oft nicht ganz unschuldig ist. Er ist auf der Suche nach der großen Liebe, erkennt sie aber selbst dann nicht, als sie leibhaftig vor ihm steht. Außerdem ärgert er nicht nur über seinen Pornoagenten, sondern auch mit dem Chefredakteur und Exposéautor der Heftromanserie, für die er schreibt. Dass er den Pornojob nur widerwillig tut und sich lieber voll und ganz dem Schreiben von Bestsellern widmen würde, ist der Kernkonflikt des Romans.

Björn Berenz erzählt seine Geschichte mit viel Witz und schrägen Ideen. Ob es die Beschreibungen der Pornodrehs sind, oder die peinlichen Situationen in die er seinen Helden stürzt, das ist witzig und unterhaltsam, wenn auch nicht besonders tiefgründig. Das will der Roman auch gar nicht sein.

Berenz hat einige Zeit in der PERRY RHODAN-Redaktion gearbeitet und bringt seine Erfahrungen mit ein. Insider werden all die Anspielungen und Namen erkennen, auch wenn die Heftromanserie im Buch nicht PERRY RHODAN heißt sondern »Jerry Lightning«. Für Perryfans lohnt sich die Lektüre allein aus diesem Grund. Star Trek-Fans und Besucher der FedCon werden ebenfalls Bekanntes entdecken, wobei da die Details nicht einhundertprozentig stimmen. Die Band »Die Ärzte« hat einen Gastauftritt.

Was mich ein wenig irritiert, der Autor macht mit »FKK im Streichelzoo« einen richtig tollen Job. Sein Heftroman, den er für die ARKON-Miniserie geschrieben hat, fällt dagegen massiv ab. Dem Text fehlt es an der Leichtigkeit, die der Autor in seinem Debütroman präsentiert. Was beweist, dass das Schreiben eines PERRY RHODAN-Heftromanes nach Exposé eine ganz andere Nummer ist.

Inzwischen hat der Autor weitere erfolgreiche Romane im gleichen Genre herausgebracht, außerdem schreibt er Heftromane für den Cora-Verlag. Insofern hat er sich und seinem Protagonisten den Wunsch erfüllt, ein erfolgreicher Autor zu sein.

DS9-Dokumentation vor Veröffentlichung

»What you leave behind« – die Dokumentation über Star Trek DS9 ist fertiggestellt. In den USA wird sie in ausgewählten Kinos am 13. Mai zu sehen sein. Danach sollen die DVDs und Blu-Rays an die Unterstützer ausgeliefert werden. Außerdem ist der Film für Unterstützer der Produktion auf einer Plattform als Stream zu sehen.

Wann der Film auch für das normale Publikum erhältlich sein wird, steht noch nicht fest. Auch nicht wann und ob man die Doku außerhalb der Staaten z. B. in Deutschland kaufen kann.

Ich hoffe sehr, dass dies nicht mehr so lange dauern wird. DS9 war die Star Trek Serie, mit der ich mich am meisten identifizieren konnte und über die ich die meisten Kurzgeschichten verfasst habe. Vielen deutschen Fans aus dem damaligen Fandom ging es ähnlich. Ich würde mich freuen, wenn diese besondere Serie eine würdige Dokumentation erhalten könnte, wenn schon eine Wiederaufbereitung und Veröffentlichung auf Blu-Ray nicht möglich zu seien scheint.

Einen kleinen Vorgeschmack auf die Dokumentation liefert der aktuelle Trailer.

Punkgirl auf der Jagd nach verlassenen Orten

Quelle: inexplicable-past.de

Ich möchte heute Julia vorstellen und auf ihre Internetseite verweisen.

Julia lernte ich vor einigen Jahren beim Münchner-Trekdinner kennen. Als Star Trek-Fan und jüngstes Stammtisch-Mitglied wusste sie alles über die Serie und war beim Quiz immer mit vorne dabei. Damals schrieb sie auch SF-Geschichten. In den letzten Jahren hat sie zunehmend den Punkrock für sich entdeckt. In letzter Zeit hört sie verstärkt Heavy Metal. Jede Woche bekomme ich von ihr einen Link zu einem Punksong bei YouTube, damit ich mitkriege, was in der Szene gerade angesagt ist. Manchmal schicke ich auch einen Punksong zurück.

Die Zwanzigjährige hat ein spannendes Hobby. Sie fotografiert gern verlassene Orte. Also Gebäude, die aufgegeben wurden und schon viele Jahre leerstehen. Besonders in den neuen Bundesländern gibt es eine Menge solcher Ruinen zu entdecken, aber auch in den Alpen kann man sie finden. Mit einem Freund fährt sie quer durchs Land auf der Suche nach solchen Häusern und auf der Jagd nach neuen Motiven.

Seit ein paar Monaten präsentiert Julia ihre Fotos auf ihrer Internetseite »inexplicable-past«. Vergangene Woche wurde sie sogar von einem Metal-Magazin im Internet interviewt.

Julia möchte gern als Fotografin arbeiten, aber einen Ausbildungsplatz zu finden, ist schwerer als gedacht. Falls jemand einen Tipp für sie hat, kann er sich gern bei mir melden. Ich leite es dann weiter.

Mir gefällt, wenn junge Menschen versuchen, ihre Träume zu verwirklichen und sich eben nicht den Konventionen der Gesellschaft beugen. Außerdem bin ich froh, dass es heute noch Mädchen gibt, die sich für Punkrock interessieren. Bedeutet es doch, dass Punk nicht tot ist.