Woche der Wahrheit

Heute hat unser »Märchenkönig« Markus Söder die »Woche der Wahrheit« angekündigt, nachdem ihm im Freistaat die Inzidenz um die Ohren fliegt.

Na dann reden wir doch endlich mal Tacheles. Das hätte die Politik schon von Anfang an machen müssen, dann wären wir jetzt nicht in dieser Situation. Im Landkreis Traunstein ist die Inzidenz seit Wochen hoch, wir stehen kurz davor die 1000er Marke zu durchbrechen. Also halten wir fest:

1. Eine Pandemie dauert drei Jahre. Ein Jahr kommt sie, ein Jahr bleibt sie und ein Jahr geht sie.

2. Eine Pandemie ist erst zu Ende, wenn alle infiziert waren. Das heißt, wir müssen da durch, auf die eine oder anderen Weise.

3. In einer Pandemie wird es immer viele Tote geben, egal wie vorsichtig man agiert. Es wird immer Menschen geben, die daran sterben. Die Frage ist nur, ob sie jung oder alt sterben.

4. Mit einer Impfung wurde noch nie eine Pandemie beendet. Schon gar nicht mit Impfstoffen, die nur für einen kurzen Zeitraum (3-4 Monate) Übertragungsschutz bieten, nicht zu verwechseln mit Impfschutz. (Siehe schwedische Impfstoff-Studie.) Es gehören immer mehrere Punkte dazu. Ein wichtiger ist und bleibt nach wie vor die Durchseuchung. Da sollten wir uns nichts vormachen, da kommen auch wir nicht drumrum, egal was wir anstellen.

5. Druck erzeugt Gegendruck. Je mehr Druck man auf Menschen ausübt, dass sie etwas tun sollen, desto weniger werden diese Menschen das auch tun. Es ist wie bei kleinen Kindern, wenn man ihnen etwas verbietet, machen sie es erst recht. Die Corona-Tests kostenpflichtig zu machen, um den Impfdruck zu erhöhen, hat bei uns im Landkreis und überall in Bayern dazu geführt, dass Corona-Partys gefeiert werden. Die Jugend feiert bei dem Kumpel der Corona Positiv ist, um sich anzustecken. Damit sie dann als Genesen gelten und die Test nicht bezahlen müssen.

6. Andauernde Panikmache und Hysterie bewirken irgendwann das Gegenteil. Wer kennt die Geschichte von dem Jungen, der immer rief »Die Wölfe kommen«, obwohl das gar nicht stimmte? Der Junge machte das so oft, dass ihm die Dorfbewohner irgendwann nicht mehr geglaubt haben, wenn er rief. Eines Tages kamen die Wölfe tatsächlich, und der Junge schrie sich die Seele aus dem Leib, doch keiner hörte auf ihn. Sprich, es setzt ein Gewöhnungseffekt ein, und da können die Medien noch so schlimme Bilder von überfüllten Krankenhäusern zeigen, es wird die wenigsten noch interessieren.

Halten wir fest: Die Abschaffung der kostenlosen Tests war der schlimmste Fehler, den man machen konnte. Da war ich sogar mit Herrn Lauterbach mal einer Meinung, obwohl ich ein arg gespaltenes Verhältnis zu dem Politiker habe und ihn für einen der gefährlichsten Menschen in der derzeitigen Politik halte.

Ein weiterer großer Fehler war, sich vollends auf die Impfungen zu verlassen und die Leute glauben zu lassen, dann wäre alles vorbei. Man sieht ja nun, dass der Schutz schnell nachlässt und es weiterhin zu Übertragungen kommt. Auch die Boosterimpfungen werden das nicht ändern. Das ganze führte zu einer trügerischen Sicherheit, vor allem bei den Geimpften, auch weil sie sich nicht mehr testen müssen. Ganz ehrlich, wer testet sich freiwillig, das machen die wenigsten Geimpften. Geimpfte müssen auch nicht mehr in Quarantäne, wenn sie Kontaktperson waren. Das ist auch so eine schwachsinnige Regelung. So dämmt man ganz sicher keine Infektionsketten ein.

Das Gesundheitssystem krankt schon seit Jahren, die zwei Jahre Pandemie haben das nicht nur sichtbar gemacht, sondern auch verschlimmert. Jetzt sind wir an einem Punkt, an dem tatsächlich kaum noch was geht. Vielleicht wäre es besser gewesen in der ersten Welle mehr Infektionen zuzulassen, als die Krankenhäuser personell noch besser dastanden. Durch das immer wieder Verzögern und Eindämmen der Infektionen haben wir uns in eine Situation gebracht, die vielleicht tatsächlich nicht mehr zu handhaben ist. Und je länger wir das Unvermeidliche hinauszögern, desto länger werden wir darunter leiden und desto mehr Menschen werden sterben, ob an Covid 19 oder an den Kollateralschäden. Vielleicht sollte die Politik endlich mit der Wahrheit rausrücken und die Leute vor die Wahl stellen, ob sie ein Ende mit Schrecken wollen oder ein Schrecken ohne Ende. Denn auf eines von beiden wird es herauslaufen, einen dritten Weg aus der Pandemie gibt es nicht.

Ich bin zwei Mal geimpft und werde mir auch den Booster holen, sobald das geht. Das tue ich aber ausschließlich für mich, denn ich weiß, dass das einzige Richtige im Moment die 1G Regel wäre. Sprich, jeder muss sich testen. Das würde endlich auch die Spaltung in der Bevölkerung beenden und wäre nur fair.

Süßes oder Saures

Quelle: Amazon

Nein, das wird kein Beitrag zu Halloween. Mir geht es um etwas völlig anderes, was aber durchaus mit der Jahreszeit zu tun hat. Es geht um Tee.

Ich bin eine leidenschaftliche Teetrinkerin. Schon als ich Kind war, gab es bei uns jeden Abend Tee. Damals mochte ich am liebsten Pfefferminz mit Zitrone oder Mate-Tee. Später als ich zum Star Trek-Fan wurde, war mein Favorit natürlich Earl Grey. Was sonst! Auch heute gibt es jeden Abend bei uns Tee. Selbst auf Arbeit habe ich immer eine Kanne Tee auf meinem Schreibtisch stehen.

Inzwischen bin ich auf Früchtetee umgeschwenkt. Grüntees und Kräutertees sind nicht so mein Fall. Seit vielen Jahren liebe ich die Tees von Goldmännchen. Die stammen nicht nur aus Thüringen, sondern die haben immer tolle Kreationen. Ich erinnere mich an die leckeren Cocktail-Tees, besonders den »Bitter Orange«. Mein absoluter Lieblingstee von Goldmännchen war aber der Tee »Apfelfrucht«. Den hätte ich Tag und Nacht trinken können. Leider gibt es ihn seit gut zwei Jahren nicht mehr. Als Ersatz gibt es dafür nun einen Tee mit der Bezeichnung »Apfelernte« sowie »Apfel Granatapfel«. Und da beginnt mein Problem.

Viele Hersteller auch Goldmännchen verwenden neuerdings in ihren Tees Süßholz oder Stevia bzw. Süßkraut. Das ist zwar besser als Zucker oder künstliche Süßstoffe, aber ich frage mich warum. Warum muss Tee immer süß sein? Bei Kindertees kann ich das vielleicht verstehen. Bei Tees für Erwachsene finde ich das nicht notwendig. Vor der Zulassung von Stevia als Lebensmittel in Deutschland waren die meisten Tees ungesüßt. Warum auch? Wer wollte, konnte selbst nachsüßen. Heute müssen in alle möglichen Früchtetees Süßungsmittel rein. Ich finde das doof. Ich trinke lieber Tee, der säuerlich schmeckt. Und ich möchte meinen Goldmännchen »Apfelfrucht« zurück. Bisher habe ich noch keinen Apfeltee gefunden, der annähernd an den von Goldmännchen heranreicht. Leider!

Die Welt geht den Bach runter …

… Der Gedanke kam mir in dieser extrem stressigen Woche ein paar Mal.

Früher hat man gesagt: »Einmal mit Profis arbeiten«, heute muss man froh sein, einmal nicht mit Idioten zu arbeiten. Seit ein paar Jahren beobachte ich diese Besorgnis erregende Entwicklung. Das Wissen unter den Menschen scheint abzunehmen, der gesunde Menschenverstand wird immer weniger und es macht sich eine Bequemlichkeit breit, die zu Ignoranz führt und nicht selten Schaden anrichtet.

Gerade im Handwerk sind viele Dinge, die noch vor ein paar Jahren selbstverständlich waren, plötzlich scheinbar irrelevant. Entweder die Leute wissen es nicht besser oder es ist ihnen schlicht egal. Ich gehe jetzt nicht ins Detail, aber unter diesen Umständen verliere ich zunehmend die Lust an der Arbeit. Es ist ermüdend immer wieder an Dinge erinnern oder sie einfordern zu müssen, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, oder Leute auf die Konsequenzen ihres Handelns aufmerksam zu machen. Umsichtigkeit scheint nicht mehr in Mode zu sein, Dinge zu hinterfragen sowieso nicht.

Am Freitag früh kaufte ich im REWE Gemüse. An der Kasse legte ich meine Ware aufs Band. Bei der Kohlrübe zögerte die junge Verkäuferin, sah mich groß an und fragte, was das sei. Ich sagte, das sei eine Kohlrübe. Doch die Bezeichnung fand sie auf ihrer großen Liste nicht. Also ging ich ans Gemüseregal las den Preis ab und die Bezeichnung, die dort als Steckrübe ausgezeichnet war. Unter dem Begriff Steckrübe fand sie schließlich die Nummer, die sie in die Kasse eintippen musste. Ich sah es positiv. An dem Tag hat die Verkäuferin etwas dazugelernt.

Vor unserem Haus wird seit Mitte September gegraben. Eigentlich ging es ursprünglich darum, ein neues Baugebiet anzuschließen. Erst wurde eine Seite aufgegraben und die Wasserleitung neu verlegt. Dann wurde wieder zugemacht und die Erde festgerüttelt. Zwei Tage später wurde wieder aufgebaggert und ein gelbes Band eingelegt, das auf die Gasleitung hinweist. (Das hatte man wohl in der Eile vergessen.) Wieder wurde zugemacht und gerüttelt, dass die Gläser im Schrank klirrten. Einige Tage später begann das Spiel von vorn. Dieses Mal war es das Telefonkabel. Vorletzte Woche ging es dann wieder los, dieses Mal wurde sogar der Gehweg weggebaggert und so tief aufgegraben, dass wir drei Tage lang nicht in die Tiefgarage fahren konnten. Die oberirdischen Parkplätze sind entweder mit Baumaterialen belegt oder weitläufig abgesperrt. Die Bewohner müssen auf dem öffentlichen Gemeindeparkplatz parken. Einer der Anwohner konnte sein Auto nicht rechtzeitig entfernen. Das steht nun schon seit zwei Wochen auf der Wohnanlage, denn rauskommen tut er nicht. Zumindest kann es nicht geklaut werden. Inzwischen wurden alle Hausanschlüsse erneuert und man kam auf die glorreiche Idee, die noch asphaltierte Straßenhälfte ebenfalls wegzufräsen, um die Straße komplett neu zu machen. Es wurden neue Bordsteine verlegt und es soll neu asphaltiert werden, angeblich in zwei Wochen. Wer es glaubt! Angekündigt wurden diese immer weiter ausufernden Baumaßnahmen übrigens nicht. Die Bewohnerin unter uns, die bis Ende Oktober ausziehen muss, findet das nicht so toll. Die bekommt ihre Möbel nicht weg, weil der Möbelwagen nirgendwo halten kann.

Zwischenzeitlich wurde zweimal das Wasser für neun Stunden abgestellt, weil man gemerkt hat, dass man die Hydranten eigentlich auch erneuern müsste. Neun Stunden ohne Wasser ist schon echt lang, wenn man Urlaub hat. Beim zweiten Mal wurde die Absperrung nur angekündigt, fand aber nicht statt. Der Hydrant hing wohl doch an einer anderen Leitung. Jetzt stehen zwei Eimer Wasser bei uns im Bad. Das reicht für die nächsten Wochen zum Blumengießen.

Im Baugebiet zwei Straßen weiter, welches vor einem Jahr erschlossen wurde, hat man jetzt festgestellt, dass man das Telekomkabel bei der Erschließung vergessen hat. Das fiel erst auf, nachdem einer der dortigen Häuslebauer seinen Anschluss bei der Telekom beantragt hat.

Ich könnte noch weiter erzählen von Bauherren und Baufirmen, von Gemeinden und ihren Schildbürger-Streichen, aber ich hör an der Stelle auf. Man mag über die Planwirtschaft der DDR streiten, aber da wurde wirklich erst geplant und dann gearbeitet. Es hat zwar meist länger gedauert, das lag aber an anderen Dingen. Heute scheint alles ohne Plan und vor allem ohne Verstand zu laufen. Hauptsache jeder bekommt Recht und Vorrang, ob es im Sinne der Gemeinschaft ist oder nicht.

Ich sags ja. Die Welt geht den Bach runter!

Das Grüne Herz ist krank

Kulmberg Frühjahr 2021 – Ein paar dürre Fichten sind erkennbar anderenorts sieht es verheerender aus

In den Achtzigern wurde viel über das Waldsterben geredet, über Sauren Regen und den Tod der Bäume. In Thüringen merkte ich davon nicht viel. Waldsterben mit dürren, abgestorbenen Bäumen kannte ich nur aus dem Fernsehen. Ich war damals Kind und die Wälder kamen mir dicht und grün vor. Ich hatte keinen Vergleich.

Wenn ich heute durch Thüringen fahre, dann schmerzt es. Ganze Berghänge sind braun, überall klaffen kahle Stellen, wo die toten Bäume schon gefällt wurden. Es gibt im Grunde kein Waldstück mehr, das intakt ist und in dem keine kranken Bäume stehen. In diesem Herbst ist es besonders sichtbar. Ganze Hänge im Oberland der Saale sind voller brauner Fichten. Wenn man sie sich näher ansieht, hängt nicht eine Nadel mehr an den Zweigen. Es sieht aus wie in einem Endzeitfilm. Grund dafür ist nicht nur der Borkenkäfer, sondern vor allem die Dürre, die in den vergangenen drei Jahren in Ostthüringen herrschte. Da hat es oft monatelang nicht geregnet. Das machen die stärksten Bäume nicht mit, auch die Laubbäume nicht.

Ich glaube, unsere Wälder sind kränker als sie es in den achtziger Jahren je waren. Wenn wir uns heute in den Mittelgebirgen umsehen, sind wir umgeben vom Waldsterben und zwar im fortgeschrittenen Stadium. An der A9 bei Hof ist der Wald rechts und links der Autobahn schon seit Jahren kaputt. Jetzt hat man dort angefangen, die gerodeten Flächen mit Photovoltaikanlagen vollzupflastern. Ob sinnvoll oder nicht, Bäume werden dort ohnehin nicht mehr wachsen. Nicht, wenn es weiterhin so trocken ist. Und es wird durch den Klimawandel immer trockener werden. In diesem Jahr hat es zwar wieder mehr geregnet als in den Jahren zuvor, aber nicht so viel, dass sich die Natur hätte erholen können.

Ein anderes Problem sind die vielen privaten Waldbesitzer, die ein vom Borkenkäfer befallenes Waldstück einfach stehen lassen. Früher hat man die Bäume umgehend gefällt, damit sich die Käfer nicht weiter ausbreiten. Außerdem hat man Fallen aufgestellt, damit werden die männlichen Käfer angelockt und eine weiter Paarung verhindert. Das waren Holzgestelle mit weißen Folien mit Lockstoff und Auffangschalen, in denen die Käfer dann landeten, wenn sie gegen die Folien geflogen waren. Man erwischt dadurch zwar nur einen kleinen Teil der Population aber immerhin einen Teil. Leider sind das Kosten, die die privaten Waldbesitzer heute nicht aufbringen können oder wollen. Also lassen viele alles so wie es ist und die Käfer vermehren sich unkontrolliert.

Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass das Grüne Herz Deutschlands immer mehr braune Flecken bekommt. Dass von den dichten Nadelwäldern in den nächsten Jahren nur noch wenige stehenbleiben werden. Man versucht zwar die gerodeten Flächen mit Laubbäumen und Temperaturresistenteren Bäumen wie der Douglasie wieder aufzuforsten, aber es ist ein Wettlauf mit der Zeit. Im Unterschied zum Sauren Regen, den man mit Filteranlagen beenden konnte, ist dem Klimawandel nicht so leicht beizukommen.

Das Schlimme jedoch ist, es scheint niemanden zu interessieren. Kein Fernsehsender, keine Zeitung berichtet groß und medienwirksam vom Sterben der Wälder. Stattdessen diskutieren wir über Gendersternchen und Doppelmoral, während unsere Lebensgrundlage gerade aufgefressen wird oder verdorrt. Denn ohne Wald wird es auf lange Sicht keine saubere Luft und kein sauberes Wasser mehr geben. Vielleicht sollten sich »Die Grünen« wieder auf ihre eigentlichen Werte besinnen, anstatt Rassismus- und Genderdebatten zu führen.

Es kotzt mich so an.

Beispiel für irreführende Berichterstattung

… oder was der Flugverkehr von Österreich mit den Bewohnern des Nationalparks Berchtesgaden zu tun hat.

Nachrichtenbeiträge im Internet müssen Klicks generieren, je mehr Klicks, desto höher die Werbeeinnahmen. Das gilt für private Nachrichtenanbieter mehr wie für Öffentlich-Rechtliche. Es wird sehr oft auf der BILD-Zeitung rumgehackt, weil sie eine verzerrte auf Sensation getrimmte Berichterstattung machen. Das haben sie aber schon immer getan. Nicht für umsonst gibt es seit Jahrzehnten solche Sprüche wie: »Fabrik flog in die Luft, BILD flog mit« oder »Mord – BILD sprach zu erst mit der Toten«. Bei der BILD ist man es gewohnt, dass man nicht alles glauben darf, was sie drucken. Das wird bei dem neuen Fernsehsender nicht anders sein. Jemand aus meiner Abiturklasse ist übrigens Redakteur bei der BILD-Zeitung. Deswegen bleiben wir trotzdem befreundet.

Aber wie schon gesagt, das war schon immer so und andere Pressekanäle vor allem die Privatfinanzierten stehen dem in nichts nach. Am Wochenende bin ich selbst mal wieder so einer irreführenden Schlagzeile aufgesessen. »Erste Auslandsflüge in Österreich« stand da bei Chiemgau24 zu lesen.

Ich habe mich gefragt, warum es in Österreich bisher keine Auslandsflüge gegeben haben soll. Wo doch der Flugverkehr – wir wohnen in der Einflugschneise des Salzburger Flughafens – inzwischen wieder so geschäftig wie vor der Pandemie ist? Vielleicht hat der »Shorty« wie Kanzler Kurz allgemein genannt wird, wieder irgendein irres Gesetz erlassen, das den Österreichern die Auslandsreisen verbot. Konnte ich mir zwar nicht vorstellen, aber man weiß ja nie heutzutage. Ich klickte also den Artikel an.

Beim Lesen der ersten beiden Sätze dann die Erkenntnis, das es weder um Österreicher und Auslandsflüge noch um Flugzeuge geht. Tatsächlich handelt der Artikel von zwei Bartgeiern, die unlängst im Nationalpark ausgesetzt wurden. Vielleicht fand derjenige, der den Artikel verlinkt hat, es lustig, ein Bild von einem Flugzeug zu der Headline zu posten. Vielleicht hat er oder sie den Artikel auch gar nicht erst gelesen. (Was ich eher glaube.) Nun … wenn das keine Irreführung ist, weiß ich auch nicht.

Rückschlag für unsere E-Mobilität

Es gibt Menschen die leugnen den Klimawandel. Es gibt welche, die meinen, E-Autos werden sich sowieso nicht durchsetzten und es gibt Leute, die gönnen anderen nicht das, was sie selbst nicht haben können.

Vergangene Woche war Eigentümerversammlung – ich nenne das ja immer bayrischer Komödienstadl. Zur Diskussion stand unteranderem unser Antrag auf Installation einer Wallbox. Gerade jetzt, wo es soviel Förderung vom Staat gibt, ist das der optimale Zeitpunkt. Nun ist es so, die Tiefgarage gehört nicht der Eigentümergemeinschaft, die Stellplätze sind nur von den Eigentümern angemietet. Von der Besitzerin der Tiefgarage hatten wir die ausdrückliche Erlaubnis eingeholt, dass wir eine Wallbox installieren können, sofern wir sie an unseren eigenen Zähler anschließen. Die Gemeindewerke waren dafür, die Hausverwaltung sah auch kein Problem und hatte das entsprechend formuliert. Nämlich, dass, wenn noch jemand einen Ladepunkt haben möchte, wir unsere Wallbox zugunsten einer anderen Lösung gegebenenfalls zurückbauen müssten. Das klang vernünftig und hätte für niemandem der anderen Eigentümern Kosten verursacht. Da wir nur von unserem Zähler aus ein Kabel in die Tiefgarage hätten legen lassen müssen. Der Zählerschrank steht direkt hinter der Wand an der unser Auto parkt. Darüber kommen die Versorgungsleitungen und die Stromzuleitung fürs Haus aus der Wand. Es hätte kein Loch in die Wand gebohrt werden müssen, sondern nur das Kabel rausgelegt und abgeklemmt.

Nun gibt es einige Eigentümer im Haus, die Eigentümerversammlungen grundsätzlich fernbleiben und sich per Vollmacht von anderen vertreten lassen. Wir haben zwei solche Parteien im Haus. Die anderen Eigentümer sind ein jüngerer Mann, eine ältere Dame und eine jüngere Frau, die bei einer Versicherung arbeitet. Die jammerte schon bei der Begehung, dass E-Autos ja so schwer zu löschen sind und nicht in einer Tiefgarage geladen werden sollten (eine These, die inzwischen mehrfach widerlegt wurde). Spätestens da hätten bei uns eigentlich alle Alarmglocken klingeln müssen. Aber da wir grundsätzlich an das Gute im Menschen glauben und daran, das Fortschritt sich nicht aufhalten lässt, haben wir nicht die großen Geschütze aufgefahren. Zuzüglich aller Gesetzestexte, die zu dem Thema existieren. Das hätten wir mal lieber tun sollen. Denn unser Antrag wurde vier zu eins bei einer Enthaltung abgeschmettert. Besagte ältere Dame, die ohnehin bei allen neue Sachen skeptisch ist und immer meint, dass man das nicht braucht, hatte nämlich die Vollmachten der beiden nicht anwesenden Eigentümer. Die, so vermuten wir, gar nicht wissen, über was und wie in ihrem Namen abgestimmt wurde. Der junge Mann enthielt sich und die Versicherungsangestellte war natürlich auch dagegen. Mit der Begründung es könne ja brennen und das würde die Tiefgarage der ungeliebten Tiefgaragenbesitzerin aufwerten (was völliger Blödsinn ist). Außerdem würde ein Präzedenzfall geschaffen, wenn nun ein anderer auch eine Wallbox wollte, nach dem Motto: »Wo kämen wir da hin.« Kurzgesagt, unsere Miteigentümer gönnen uns die Wallbox nicht. O-Ton: Wir hätten einfach kein E-Auto kaufen sollen.

Nun gibt es seit Herbst letzten Jahres eine Änderung im Wohneigentumsgesetz. Dort steht: es gibt ein Anrecht auf eine Wallbox. Eigentümerversammlungen dürfen Lademöglichkeiten für E-Autos nicht mehr ablehnen. Sie dürfen nur noch über das WIE bestimmen, nicht mehr über das ob. So wurde von den Miteigentümern vorgeschlagen eine Lademöglichkeit für alle außerhalb der Tiefgarage auf dem Grundstück zu schaffen. Grundsätzlich ist das ein gute Idee, die wir auch befürworten würden. Ich bin mir nur nicht sicher, ob die Eigentümergemeinschaft sich im Klaren ist, welche Kosten, da auf sie zukommen. Die meisten haben kein E-Auto und sich mit dem Thema noch nie befasst. Die glauben, man schraubt da eine Wallbox an die Wand und gut ist. Für so etwas braucht man eine Ladesäule und die benötigt ein Fundament mit einem Fundamenterder oder einem Tiefenerder. Das heißt, man muss da ziemlich tief graben. Das geht aber auf dem Großteil des Grundstückes nicht, weil überall die Tiefgarage drunter ist. Dazu gehört weiter, dass man von der Gemeinde eine Baugenehmigung einholen muss. Als Nächstes benötigt man einen Stromanschluss und eine Leitung, die kann man nicht einfach aus einem der Häuser herauslegen, weil die Hausanschlussleistung dafür nicht ausreicht und man damit auch nur ein Haus damit belastet, obwohl die Bewohner der anderen drei Häuser gegebenenfalls mitladen. Diese Anschlussleitung muss beim Stromversorger beantragt und gelegt werden, dafür muss nicht nur aufgegraben werden, sondern so ein Anschluss kostet richtig Geld. Hinzu kommt das Abrechnungssystem, mit dem die jeweiligen Nutzer der Ladestation einzeln abgerechnet werden können, das ist ebenfalls nicht billig.

Ich kenne mich inzwischen bestens aus, weil das mein tägliches Geschäft ist und ich außerdem diverse Schulungen dazu hatte. Und natürlich interessiert mich Elektromobilität auch aus rein privaten Gründen. Daher weiß ich, dass eine Gemeinschaftslösung in dieser Form nicht durchsetzbar ist, weil das für viele einfach zu teuer ist. Viele Eigentümer haben die Wohnungen nur vermietet und wohnen nicht selbst darin, denen ist das komplett egal, obwohl sie dann höhere Mieten verlangen könnten, weil das Wohneigentum attraktiver geworden ist. Kurz um, unsere vorübergehende Lösung, hätte niemandem geschadet. Keiner der Eigentümer hätte einen Cent zahlen müssen und wenn weitere Eigentümer auch eine Wallbox hätten haben wollen, dann hätte man das zu dem Zeitpunkt gemeinsam angehen können. Im besten Fall hätte man sich die Wallbox teilen können, es laden ja nicht beide zur gleichen Zeit. So werden wir jetzt unseren Anspruch auf eine Lademöglichkeit geltend machen und auf die vorgeschlagene Lösung pochen, bei der dann alle 26 Eigentümer zur Kasse gebeten werden. Selbst Schuld, sage ich da nur.

Lebensfeindlicher Irrsinn

… so bezeichnete es unlängst ein Kolumnist in der »Welt« – ich weiß, die gehören zu Springer, aber – so unrecht hat der Mann nicht. Die Beschränkungen mit denen uns die Regierung nach wie vor knechtet, sind mitunter einfach nur noch absurd. Bestes Beispiel die Maskenpflicht auf Supermarktparkplätzen bei knallenden Sonnenschein und einer einstelligen Inzidenz, in Bayern auch noch mit FFP2. Da sehen die Urlauber aus dem Norden ganz schön alt aus, wenn sie in den REWE wollen und mit ihren medizinischen Masken nicht reinkommen. Zum Glück sind jetzt Ferien, aber da geht das Theater erst recht los. Ab heute Testpflicht für Reiserückkehrer. Warum eigentlich erst jetzt und warum so kurzfristig? Kann es sein, dass die Inzidenz den Obrigkeiten noch nicht hoch genug ist, die Angst in der Bevölkerung so langsam verfliegt. Da muss man dafür sorgen, dass sie wieder steigt, in dem man so viel wie möglich testet. Das Erschreckende: ein Teil der Bevölkerung zieht da immer noch mit. Warum? Die Antwort liefert der Kolumnist, in dem er sagt:

»Geht es nach dem Milieu der privilegierten Beamten und Home-Office-Angestellten, dann hört die Pandemie wohl niemals auf – mit Masken, Abstand und geschlossenen Schulen. Doch außerhalb dieser Blase sind viele nicht mehr bereit, die nächste Lockdown-Runde mitzuspielen.«

Ja, einige sind gerade dabei, die Pandemie zu kultivieren. Es ist doch schön kuschlig im Homeoffice und so sicher. Das wollen offenbar viele nicht mehr missen und denken mit Bangen an den Tag, an dem der Chef sie wieder ins Büro beordert. Damit wurde tatsächlich ein lebensfeindlicher und ungerechter Irrsinn geschaffen, bei dem die Privilegierten auf dem Rücken derjenigen leben, die eben nicht daheim arbeiten können. Vielleicht sollten diejenigen, die da draußen das Leben aufrechterhalten, einfach mal alle Fünfe gerade sein lassen und sich ins Homeoffice zurückziehen, damit allen mal klar wird, dass es eben nicht auf Dauer geht, die Leute einzusperren und ihnen die persönlichen Kontakte zu verwehren.

Wir sind Menschen, wir brauchen zwischenmenschlichen Kontakte. Sie sind wichtig für das Zusammenleben in einer Gesellschaft. Was passiert, wenn wir die auf Dauer nicht mehr haben, kann man gerade gut in den Sozialen Netzwerken verfolgen. Bei Twitter gehen Leute aufeinander los, die bisher befreundet waren. Welcher Hass dort von beiden Seiten aus den Postings spricht, erschüttert mich regelmäßig.

Spätestens jetzt, wo eine Impfung für alle möglich ist. Wo selbst die Experten fordern, dass die Inzidenz nicht mehr das Maß aller Dinge sein sollte. Spätestens jetzt, muss der Irrsinn aufhören. Das Leben war schon immer ein Risiko. Wir sind alle nicht unsterblich, obwohl einige das offensichtlich glauben. Und wenn wir uns in dem gleichen Maße um die Menschen auf der ganzen Welt sorgen würden, wie um die Menschen in Deutschland, dann wäre die Erde jetzt schon ein besserer Ort.

Fun Facts zur Maskentragepflicht

Der Herr Söder hat im Januar in Bayern das Tragen von FFP2-Masken in Handel, Gastronomie und im öffentlichem Nahverkehr eingeführt – gebracht hat es wenig, Bayern hatte dennoch die höchsten Inzidenzen. In Waging gilt trotz niedrigem Inzidenzwert auf den Parkplätzen der Supermärkte eine Maskentragepflicht. (Die wurde ursprünglich mal bei Inzidenzen ab 200 eingeführt, aber nie wieder abgeschafft.) Zurück zur Bahn. Jedenfalls muss in Bayern nun auch im Fernverkehr eine FFP2-Maske getragen werden. Die darf dann aber, sobald der Zug die Grenze zu Thüringen überfahren hat, gegen eine normale medizinische Maske getauscht werden. Im Nahverkehr in Thüringen muss man nur einen geeigneten Mund-Nasen-Schutz tragen, sprich, da geht dann auch wieder eine Stoffmaske.

Irgendwie finde ich das alles reichlich absurd. Maskenpflicht hin oder her, aber solche Vorschriften tragen dazu bei, dass die Leute das Ganze nicht ernst nehmen und als Bevormundung bzw. Humbug sehen. Bei solchen Absurditäten braucht sich bitte kein Politiker beschweren, dass Menschen zu Querdenkern werden. Die Herren da oben fahren ja auch nicht mit der Bahn, sondern mit ihren Dienstwägen oder Privatfliegern, ansonsten kämen die nie auf solche Ideen. Ich würde gern jeden Politiker mal dazu einladen, sich sechseinhalb Stunden lang mit einer FFP2-Maske in die Bahn zu setzen, beziehungsweise am Bahnhof von Zug zu Zug zu hetzen. Mir war jedenfalls vor lauter Sauerstoffmangel richtig schwummrig und den Rest des Tages kribbelte mir die Nase, von dem Ausschlag im Gesicht rede ich gar nicht mal.

Das bringt mich zu einer weiteren Frage, die ich mir schon seit einiger Zeit stelle: Prüft eigentlich irgendjemand diese billigen chinesischen Masken, die unsere Regierung da eingekauft hat und nun verteilen lässt, regelmäßig auf Schadstoffe? Gibt es dazu Gutachten, was da alles drin ist und was wir da eigentlich täglich einatmen? Für alles gibt es Zertifikate und Grenzwerte. Soweit ich weiß, werden die Masken nur auf ihre Tauglichkeit und den Sitz geprüft, was alles in dem Stoff steckt und ob das auf Dauer alles so unbedenklich ist, das wage ich zu bezweifeln. Zumindest nicht bei den Masken aus China. Bei der Deutschen Welle bin ich auf einen Artikel gestoßen, der sich mit dem Thema näher befasst. Aber die Aussagen sind mir am Ende dann doch zu schwammig.

Deshalb gehen wir auf Nummer sicher und benutzen ausschließlich Produkte »Made in Germany«. Damit tun wir auch noch was für die heimische Wirtschaft, außerdem stinken die Masken auch nicht so.

Noch ein Fakt am Rande. Noch vor einem Jahr stand in den Anweisungen zur Arbeitssicherheit über FFP2-Masken, dass diese nicht von Kindern, Senioren und Menschen mit Lungenproblemen getragen werden dürfen. Man benötigte sogar ein pneumologisches Gutachten, dass man in der Lage ist, so eine Maske überhaupt zu tragen. Kurz nach der Einführung der FFP2-Maskenpflicht wurde der entsprechende Satz aus der Anweisung für Arbeitssicherheit gelöscht. Das sind so Sachen, die mir dann doch immer wieder zu denken geben. Jetzt prüft die Regierung auch noch die Herstellung von FFP2-Masken für Kinder. Da bleibt einem doch glatt die Luft weg, auch ohne Maske.

Legionellenprüfung ad absurdum geführt

Trinkwasserhygiene ist eines der wichtigsten Themen in der Baubranche. Die Vorschriften, Regeln und Gesetze füllen ganze Bücherregale. Ein Grund sind Legionellen, das sind Bakterien, die sich in stehenden lauwarmen Wasser sehr gut vermehren, zum Beispiel in Rohrleitungen, in denen das Wasser nicht regelmäßig zirkuliert. Wenn das Wasser beim Duschen beispielsweise verwirbelt wird und die Legionellen an Aerosole gebunden werden, können sie vom Menschen eingeatmet werden und dessen Lunge befallen. Die Krankheitssymptome ähneln einer schweren Grippe und im schlimmsten Fall bekommt derjenige dann die Legionärskrankheit, die sich in einer akuten Lungenentzündung äußert, die unbehandelt zum Tod führt oder bei der selbst nach erfolgreicher Behandlung mit Antibiotika, Schäden im Lungengewebe zurückbleiben können. In Deutschland gibt es jedes Jahr bis zu 30.000 Erkrankungen, die Dunkelziffer wird aber viel höher liegen, weil nicht bei jeder Lungenentzündung nach Legionellen untersucht wird.

Es gibt also auch noch Lungenkrankheiten neben dem Corona-Virus. Ich sage das nur, weil viele Leute das in den vergangenen eineinhalb Jahren offensichtlich vergessen haben. Die Coronakrise hat das Problem verschlimmert. Weil Schulen, Hotels und Ferienwohnungen lange Zeit leer standen und damit auch das Wasser in den Rohren, konnten sich dort womöglich Legionellen stark vermehren, wenn in der Zwischenzeit nicht regelmäßig gespült wurde. Ich bin mir nicht sicher, ob vor allem in den Schulen und Kitas die Hausmeister jeden Tag durchs Haus gegangen sind und die Wasserhähne überall aufgedreht haben. Ebenso sieht es in den Ferienwohnungen aus. Bei Hotels könnte es anders sein, die werden vom Gesundheitsamt strenger überwacht und müssen meistens einen Spülplan vorlegen. Die Frage ist natürlich, ob sich jeder daran gehalten hat, denn der Wasserverbrauch ist enorm und wenn kein Geld hereinkommt … Ich denke das jetzt mal nicht zu Ende.

Auch Vermieter und Verwalter von Mehrfamilienhäusern müssen die Trinkwasseranlagen alle drei Jahre auf Legionellen prüfen. Bei uns in Wohnanlage steht der Termin zur Prüfung Anfang Juli wieder ins Haus. Normalerweise kommt da jemand und entnimmt in den Wohnungen in den obersten Stockwerken der vier Häuser Wasserproben. Jetzt las ich doch auf dem Zettel der Hausverwaltung, das seit neuestem Wohnungen, die leer stehen oder die als Ferienwohnungen genutzt werden (das sind in unserer Gegend nicht wenige) aus der Prüfung herausfallen. Dort darf nicht getestet werden. Das heißt, man wird in unserer Wohnung die Wasserproben entnehmen, da über uns eine Ferienwohnung ist.

Es kann also gut sein, dass das Trinkwasser in der Wohnung über uns verseucht ist, weil die Leute nur sehr selten da sind. Es bekommt aber keiner mit, weil nicht hingeschaut wird. Wie jetzt? Da, wo sich potentiell Legionellen angesammelt haben könnten, schaut man einfach nicht hin? Was macht dann diese Legionellenprüfung überhaupt noch für einen Sinn? In dem man die Wohnungen herausnimmt, in denen nicht so oft jemand da ist, und das Wasser Wochenlang (in Zeiten von Corona Monatelang) in den Leitungen steht, will man offensichtlich nicht riskieren, das dort eventuell etwas gefunden wird. Ganz ehrlich, dann kann man das Prozedere auch gleich ganz sein lassen. Das haben sich bestimmt irgendwelche Wohnungsgenossenschaften und Hausverwaltungen ausgedacht und sind damit vor Gericht gezogen und haben Recht bekommen. Nur damit sie die Kosten nicht tragen müssen, wenn tatsächlich Legionellen gefunden werden. Dann muss nämlich die komplette Anlage aufwendig gespült werden und das kann sehr teuer werden.

Kurioses und Seltsames aus der Woche

Heutzutage gibt es Meldungen in den Nachrichten, die man früher nicht mal als Aprilscherz geglaubt hätte, die aber offensichtlich wahr sind.

Da las ich doch diese Woche, dass man das Oktoberfest nach Dubai verlegen will. Es soll am Rande der Expo stattfinden. Dubai? Echt jetzt? Wissen die Scheichs eigentlich genau, um was es beim Oktoberfest eigentlich geht? Richtig, ums Saufen. Soviel ich weiß, herrscht in den arabischen Staaten ein striktes Alkoholverbot, zumindest in der Öffentlichkeit. Da frage ich mich, was die bei dem Oktoberfest ausschenken wollen: alkoholfreies Bier? Die Leute haben schon seltsame Ideen.

Auf seltsame Ideen ist man auch bei Vodafone gekommen. Da klingelt es doch gestern bei uns an der Tür. Ich dachte, es ist mein Mann, der noch was vergessen hat, und betätige den Türöffner. Als ich rausschaue, steht da ein Typ mit roter Vodafone-Jacke im Treppenhaus. Die Maske (immerhin eine ffp2) hing an seinem Ohr. Der wollte mich doch tatsächlich vollquatschen. Noch bevor er was sagen konnte, habe ich ihm zu verstehen gegeben, dass er sich »schleichen« kann und wir bestens mit Internet und Co versorgt sind. Dabei war ich sogar noch freundlich. Er meinte: Ich wüsste doch noch gar nicht, was er von mir wolle und er wollte mir das erklären. Da bin ich tatsächlich laut geworden und hab ihn gebeten zu gehen und die Tür zugeschmissen. Heute hat er schon wieder geklingelt. Dieses Mal hab ich gar nicht erst aufgemacht. Ja, geht’s noch! Ich kann doch nicht mitten im Lockdown, Vertreter von Haustür zu Haustür schicken. Selbst bei berechtigtem Interesse. Wenn es wirklich was Wichtiges sein sollte, kontaktiert man die Hausverwaltung und die macht einen Aushang, aber man schickt doch nicht einfach die Leute so rum.