Bürokratiemonster

In einem kann uns Deutsche eigentlich kaum einer schlagen – in Bürokratie spielen wir an der Weltspitze mit.

Das habe ich dieser Tage wieder live miterleben dürfen. Um die staatliche Prämie für unser Elektroauto zu bekommen, muss man bei der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) einen Antrag stellen. Mein Mann quälte sich zwei Stunden lang durch viele Formulare. Am Ende hatte er einen kleinen Stapel Papier erzeugt. Für seine Steuererklärung 2020 brauchte er gestern knapp eine Stunde. Mir graut schon davor, die KfW-Förderung für die Wallbox zu beantragen. Die Leistungserhöhung für unseren Stromanschluss bei den Gemeindewerken hat mich schon vier Seiten Formular gekostet. Da ich diese Formulare auf Arbeit aber häufiger ausfülle, weiß ich inzwischen, was ich wo eintragen muss.

Vergangene Woche kämpfte ich mit der Bürokratie zum Corona-Impfprozedere für meine Eltern. Die sind nächste Woche mit der ersten Impfung dran und ich musste für jeden fünf Formulare ausfüllen. Zum Glück konnte ich sie online anmelden, auch wenn das etwas knifflig war, weil man keine zwei Personen gleichzeitig anmelden kann. Problem: man kann sich die Termine nicht aussuchen, sondern muss nehmen, was einem vorgeschlagen wird. Beim ersten Versuch hatte ich Termine an zwei verschiedenen Tagen. Das war natürlich blöd. Ich habe dann einen der beiden nochmal angemeldet und gehofft, dass ich einen Termin am selben Tag vorgeschlagen bekomme. Das hat auch geklappt. Für jede Anmeldung bekommt man eine E-Mail, die man bestätigen muss. Ich habe die nicht genutzte Anmelde-E-Mail eben nicht bestätigt, damit wurde der Termin wieder freigegeben. Ich frage mich, wie soll das ein über Achtzigjähriger hinbekommen. Das ist alles viel zu kompliziert, vor allem wenn ich mir die Papiere dazu ansehe … kein Wunder das wir so lange brauchen, bis wir die Leute geimpft haben.

Wir Deutschen brauchen eben für alles eine einhundertprozentige Lösung, weniger geht bei uns nicht. Einfach mal etwas über den kurzen Dienstweg lösen, ist für die Bürokraten in den Ämtern anscheinend unmöglich. Flexibilität scheint da ein absolutes Fremdwort zu sein.

Angriffe aus dem Nichts

Als ich zwei Tage vor Weihnachten morgens die Tageszeitung aus dem Briefkasten meiner Eltern fischte, wunderte ich mich. Die Zeitung war ausgesprochen dünn, die Bildqualität mies und überall verliefen kleine graue Linien über Texte und Bilder.
»Die Zeitung wird auch immer dünner«, sagte ich, als ich sie meinem Vater hinlegte. »Die sind wohl schon im Weihnachtsurlaub oder in Quarantäne.«
Tatsächlich hatte die Zeitung nur acht Seiten und war eine Notausgabe, wie ich später erfahren sollte. Was war passiert?

Die OTZ gehört zur Funke-Mediengruppe und die wurde vor Weihnachten Opfer eines Hackerangriffs. Was genau passiert ist, weiß ich nicht, aber es hat bis heute Auswirkungen auf die Publikationen. Nach wie vor erscheint die Zeitung nur als Notausgabe ohne ausführlichen Lokalteil. (Dafür ist das E-Paper auf der Internetseite zur Zeit kostenlos.) Offensichtlich wurden die Datenleitungen und die Plattenbelichter für die Druckmaschinen in Mitleidenschaft gezogen. Es ist schon erschreckend, welchen Schaden so ein Angriff anrichten kann und wie viele, vor allem Behörden, die Gefahren immer noch unterschätzen.

Denn ein weiterer Hackerangriff traf am 30. Dezember das Impfportal zur Corona-Impfung in Thüringen. Da brachen am ersten Tag durch eine gezielte Attacke die Server zusammen und die Leute, die sich angemeldet haben, bekamen keine Bestätigungen für ihre Termine. Da frage ich mich doch: warum schützt man solche sensiblen Seiten nicht besser? Bei den ganzen Impfgegnern da draußen muss doch klar sein, dass die gerade solche Seiten attackieren. Genau diese Impfgegner sind wahrscheinlich auch Schuld daran, dass in Thüringen die Standorte der Impfzentren geheim gehalten werden. Sofern überhaupt schon welche existieren. Im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt gibt es noch keines. Das habe ich festgestellt, als ich meine Eltern am Freitag zum Impfen anmelden wollte. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Hygiene an der Autobahn

Wegen der Pandemie war ich in diesem Jahr deutlich weniger mit dem Zug unterwegs, dafür sind wir öfters mit dem Auto gefahren, zwei Mal in Zeiten eines Lockdowns bzw. Teil-Lockdowns. Bevor jemand fragt: Ja, das musste sein. Ich muss mich hin und wieder um meine hochbetagten Eltern kümmern, da es sonst niemand tut. Und ich wohne leider nicht um die Ecke, sondern 450 Kilometer entfernt.

Wir waren also mit dem Auto längere Zeit auf der Autobahn unterwegs. Früher hielten wir immer an Raststätten, wenn wir auf die Toilette mussten, oder bei diversen FastFood-Restaurants in den Autohöfen. Das war im Frühjahr und ist aktuell nicht möglich, weil viele der Raststätten geschlossen sind und die FastFood-Ketten nur den DriveIn geöffnet haben. Wenn man ein menschliches Bedürfnis hat, ist man jetzt gezwungen, die Klohäuschen auf den Parkplätzen zu nutzen. Seit der Einführung von SaniFair war ich nicht wieder auf einer solchen Toilette. Jetzt musste es sein und ich kann nur sagen, ich habe die WCs aus gutem Grund gemieden.

Da liest man überall von Hygienekonzepten, Maskenpflicht, Händewaschen, Abstand halten. Für die normalen Parkplätzen an der Autobahn scheint das nicht zu gelten. Keine Schilder, dass man eine Maske tragen soll. (Die trägt man übrigens freiwillig, wenn man ein solches WC betritt.) Sich gründlich die Hände zu waschen … Pustekuchen! Wenn man Glück hat, gibt es kaltes Wasser aber keine Seife. Die Toiletten sind schmutzig, die Türen lassen sich nur bedingt verriegeln und wenn auf der Autobahn viel los ist, sind die Parkplätze überfüllt, meist mit LKW-Fahrern oder Großfamilien, die da ihre Brotzeit machen. Da heißt es anstehen, während die Leute ohne Maske um einen herumstehen und rauchen oder essen.

Es gibt übrigens tatsächlich noch Parkplätze ohne WC. Für Männer ist das kein Problem, die pinkeln an den nächsten Baum, aber sich als Frau in die Büsche schlagen, wie früher zu DDR-Zeiten geht nicht, weil alles eingezäunt ist. Oftmals sieht man aber auch an den Parkplätzen mit WC Trampelpfade, die in die angrenzenden Wälder und Wiesen führen. Jetzt darf sich jeder ausmalen, wie verseucht der Boden in der Nähe eines solchen Parkplatzes ist. Es gibt also noch mehr Leute, die die öffentlichen Toiletten meiden, weil man sich da sonst was holen kann.

Ich fasse mal zusammen: Raststätten mit vernünftigen Toiletten, die sauber sind, auf denen man sich die Hände waschen kann und deren Zugang kontrolliert werden kann, wurden dicht gemacht. Dafür drängeln sich die Leute jetzt auf den Parkplätzen in gammligen WCs, die nur selten gereinigt werden, in denen es keine Seife gibt und bei denen keiner kontrolliert, ob man eine Maske auf hat und die Abstände einhält. Da frage ich mich doch, wo man sich eher ansteckt?

Solche blödsinnigen »Maßnahmen« sind es, die mich aufregen. Das ist wie mit den Gaststätten. Man zwingt die die Leute regelrecht in die Illegalität und verschlimmert das Problem dadurch nur. Ich denke dabei nichtmal an die Leute, die nur zum Spaß durch die Gegend fahren und lieber daheim bleiben sollten, sondern an die vielen LKW-Fahrer, die dort halten müssen. Die können oftmals gar nicht anders. Dabei dürfen die seit neuestem nicht mal mehr in ihren Fahrerkabinen übernachten. Wo sollen die hin? Wir haben nur wenige Hotels an den Autobahnen gesehen, die geöffnet hatten.

Das smarte Home und die Technik der Zukunft

Smart Home – der Begriff geistert schon seit einigen Jahren durch die Medien und viele technikaffine Menschen springen darauf an. Was es aber wirklich heißt, in einem smarten Home zu leben oder es zu bauen, wissen die wenigsten. Ich habe in den vergangenen Jahren einen kleinen Einblick bekommen und kann zumindest etwas mitreden.

Die ansässigen Elektriker bezeichnen so ein smartes Home gemeinhin als »Bushäusl«. Das hat nichts mit einer Bushaltestelle zu tun, sondern bezieht sich auf die Technologie hinter der Hausintelligenz. Die basiert meist auf dem KNX-Bus, einem System das einst aus dem INSTA-Bus hervorgegangen ist. Es erfordert eine gute Vorausplanung, denn die Leitungswege für diese Art Verdrahtung sind anders, als wenn man Leuchten und Steckdosen auf herkömmliche Weise installiert. Doch die vielen Kabel und Drähte sind nur das eine, die richtige Arbeit kommt erst, wenn alles fertig ist, wenn man es in Betrieb nehmen will. Jedem Lichtschalter muss man sagen, welche Lampe er schalten oder dimmen soll. Sollen die Jalousien alle zusammen hochfahren oder einzeln oder nach einem Zeitprogramm. Soll das Licht angehen, wenn man nicht zu Hause ist. Oder will man alles stromlos machen, wenn man das Haus verläßt.

Viele Kunden, die zu uns kommen und ein Smart Home wollen, haben leider keine Ahnung, was sie eigentlich wollen. Die meisten haben davon gehört und finden es cool mit dem iPad auf der Couch das Licht im Schlafzimmer anzumachen oder die Heizung im Bad zu steuern. Was das aber bedeutet und wie sie die Funktionen sinnvoll nutzen können, darüber haben sich die wenigsten Gedanken gemacht. Genauso wenig wie viel Aufwand und Kosten dahinter stecken. Die legen dann erstmal die Ohren an, wenn sie 30 000 Euro mehr für ihre Elektroinstallation zahlen sollen. Es gibt zwar inzwischen günstigere Alternativen, die sich auch nachrüsten lassen, aber das sind meist nur Krücken und die Performance reicht nicht an eine reine KNX-Installation heran.

Mir stellt sich bei dem Ganzen immer die Frage: Braucht man das? Ist es so schlimm, von der Couch aufzustehen und das Licht an- oder auszuschalten? Gibt es nicht günstigere Methoden, um die Heizung passend einzuschalten, damit es schön warm ist, wenn man nach Hause kommt? Braucht man eine Leuchte über dem Esstisch, die sich mit Gesten steuern lässt? Oder ist es wirklich sinnvoll statt eines WC-Drückers einen Infrarot-Sensor zu installieren? Was passiert denn, wenn mal der Strom ausfällt oder die Technik anfängt zu spinnen …? Ich erinnere mich mit Grausen, als ich im Hilton in München vor der Kloschüssel stand und die Spülung nicht auf meine Handbewegung reagierte, und ich nicht wusste, wie ich meine Hinterlassenschaften runterspülen sollte. Was ist denn, wenn der Strom weg ist, weil ein Feuer ausgebrochen ist und die Jalousien lassen sich nicht nach oben ziehen? Bis vor zwei Jahren musste wenigstens ein Raum in einer Wohnung mit einem Gurtwickler ausgestattet werden, damit man sich durch das Fenster in Sicherheit bringen konnte. Oder andersrum, man sitzt Abends auf der Terrasse, der Sensor für die Rollläden meldet, dass es dunkel wird und fährt die Rollläden runter. Dann steht man draußen, ausgesperrt vom smarten Home.

Dabei rede ich noch nicht mal davon, dass die elektronischen Bauteile mit der Zeit altern und ausfallen, dass der Homeserver regelmäßig eines Updates bedarf, oder gar davon, dass man das alles noch mit dem Internet koppeln muss. In Zukunft wollen dann auch noch die Haushaltsgeräte mitreden. Der Kühlschrank will selbsttätig die Lebensmittel nachbestellen, die Geschirrspülmaschine schreit vielleicht, weil ihr die Tabs nicht passen und stellt ihren Betrieb so lange ein, bis das richtige Spülmittel eingefüllt wurde. Oder der Herd schreibt uns vor, wie wir unser Fleisch braten oder wann wir was in den Topf geben müssen.

Wir geben einen Teil der eigenen Autonomie auf, nur wegen etwas mehr Bequemlichkeit. Am Ende kommt es vielleicht doch so, dass unsere Häuser und Wohnungen tatsächlich smarter, sprich klüger sind, als wir selbst. Die Frage ist, wollen wir das wirklich?

Neuer Arbeitsplatz

Nach zwei Wochen daheim (Urlaub und krank) durfte ich diese Woche meinen neuen Arbeitsplatz beziehen. Der Chef hat mir und meinem Kollegen aus der Planung ein neues Büro samt Einrichtung spendiert. Neben einer Lüftungsalage gibt es bald ein Klimagerät, damit sind wir dann auch für den Sommer gerüstet.

Die schicken Schränke muss ich noch komplett einräumen. Das habe ich diese Woche nicht geschafft, weil einfach keine Zeit dafür war. Wenn man 14 Tage nicht im Büro ist, bricht alles über einen herein. So kam ich diese Woche mit zwei Kundenterminen, einem Baustellentermin (bei Eiseskälte) und einer Schulung kaum dazu, meine 729 E-Mails zu bearbeiten, geschweige denn meine Arbeit komplett zu erledigen.

Absolut Nervig ist zudem das Update der CAD-Software. Die Programmierer haben es echt geschafft, aus einem gut durchdachten und intuitiven Programm eine Katastrophe zu machen, nur weil sie in Zukunft auf Fenster verzichten wollen. Stabil läuft das Ding auch noch nicht – ich hatte wieder zwei Abstürze – und ergonomisch ist es unter aller Kanone. Ich sitze jedesmal nach dem Öffnen des Programms da und überlege, wo ich klicken muss, damit sich die Zeichnung öffnet – der entsprechende Button ist nämlich ausgegraut. Das habe ich denen von der Hotline schon ein paar mal reingedrückt, aber auf Anwender hört niemand. Ich verstehe es einfach nicht. Wieso muss man etwas verbessern, was perfekt war?

Zumindest hatte ich am Donnerstag die E-Mails auf 230 eingedämmt und die wichtigsten Pläne gezeichnet. Die Angebote werden dann kommende Woche folgen. Ich bin mir aber sicher, dass, wenn ich am Dienstag komme, die E-Mails wieder auf 400 angewachsen und gaaanz dringende andere Projekte zuerst zu erledigen sind.

Seufz! Kennt jemand das Gefühl, wenn die Arbeit immer mehr und mehr wird und man nicht mehr weiß, wo man zuerst anfangen soll. Wenn man dadurch völlig frustriert ist und sich am liebsten weinend unter den Schreibtisch verkriechen möchte. So geht es mir seit Wochen. Und dabei habe ich jetzt sogar einen Kollegen, der mir einen Teil der Arbeit abnimmt. Zum Glück, sonst hätte ich schon kapituliert.

Aber diese blöde Mehrwertsteuersenkung sorgt dafür, dass die ohnehin überlasteten Handwerksbetriebe noch weiter getrieben werden und ihre Mitarbeiter regelrecht verheizen müssen, damit die Bauherren ja die drei Prozent weniger Mehrwertsteuer kassieren können. Es ist eine Farce. Und dann bekommen auch noch diejenigen in den Ämtern und im Managment, die sich ins Homeoffice verkriechen dürfen, einen Steuervorteil, während die, die raus an die Front müssen, wie Handwerker, Verkäuferinnen und Krankenschwestern, wiedermal nichts davon haben. Aber was rege ich mich auf …

Ich genieß den Stress dann einfach im neuen Büro.

Ein Paket und seine Waage

Ich wollte ein Paket an eine gute Freundin schicken. Deren Tochter ist fünf geworden und sie sollte zu ihrem Geburtstag eine Überraschung bekommen. Das Paket war schnell gepackt: Ein paar Süßigkeiten, ein Buch, Mal-Hefte und ein Set mit Stiften und Farben. Es wurde recht sperrig, deshalb wählte ich einen größeren Karton und stopfte die Lücken mit Papier aus.

Es war Freitag, wenn ich das Paket noch an diesem Tag abschicken würde, käme es am Montag, spätestens Dienstag pünktlich zum Geburtstag an.

Wir trugen den übergroßen Karton zur Postfiliale in der Fußgängerzone. Das Licht im Inneren brannte, doch an der Tür begrüßte uns ein Schild, auf dem stand, dass die Postfiliale die ganze Woche über geschlossen wäre.

Na Prima! Ich fummelte mein Smartphone aus der Tasche und schaute nach, wo ich das Paket noch würde abgeben können. (Ein Hoch auf das Internet.) Eine der wenigen Alternativen war im »Marktkauf«, einem Einkaufszentrum draußen vor der Stadt. Im dortigen Getränkemarkt könnte man das Paket abgeben, stand da. Da wir ohnehin Getränke holen wollten, würden wir also mit dem Auto dorthin fahren und das Paket einfach aufgeben.

Im Getränkemarkt dann die Ernüchterung. »Da müssen Sie runter in den Markt. Hier können Sie keine Post aufgeben.« Wir kauften also Getränke und trugen das Paket quer über den riesigen Parkplatz zum Haupteingang vom Supermarkt. Ich fragte an der Information nach der DHL-Annahmestelle und man verwies mich auf einen Geschenkeshop außerhalb des Marktes. Ich war irritiert. In dem Moment machte mich mein Mann darauf aufmerksam, dass auf dem gegenüberliegenden Zeitungskiosk ein DHL-Logo leuchtete.

Wir gingen hinüber, warteten einige Minuten bis die Verkäuferin auftauchte und den Kunden vor uns bediente. Mit dem sie übrigens noch ein kleines Schwätzchen hielt. Sie kannten sich wohl. Neben dem Tresen, waren die üblichen Paketzettel ausgelegt, die man zum Versenden brauchte. Ich hatte aber schon einen draufgeklebt.

Als wir endlich dran waren, schob ich ihr das Paket über den Tresen.
»Sie wollen ein Paket aufgeben?«, fragte sie ernsthaft.
»Ja, sieht so aus.«
»Ich habe aber keine Waage.«
»Wie? Sie haben keine Waage? Das ist doch ein Paket-Shop.«
»Ja, schon, aber nur für Notfälle.«
»Das ist ein Notfall, weil die Postfiliale in der Stadt zu hat.«
»Wissen Sie denn, wie viel es wiegt?«
Ich schüttelte den Kopf. »Wenn ich gewusst hätte, dass Sie keine Waage haben, hätte ich es vorher gewogen.«
Sie nahm das Paket, hob es an und sagte skeptisch: »Das wiegt bestimmt mehr als fünf Kilo.« Dann fummelte sie mit ihrem Handy herum.
»Haben Sie schon mal ein Paket angenommen?«, fragte ich vorsichtig.
»Ehrlich gesagt, nicht. Aber ich kann das Paket schon annehmen. Es wird nur schwierig wegen dem Gewicht.«
»Was passiert, wenn das Paket falsch frankiert wird und zurückkommt. Wer haftet dafür?«
»Das weiß ich nicht.«
Ich kapitulierte. »Geben Sie mir mein Paket! Ich versuche es lieber an anderer Stelle zu versenden.«
»Das ist eine gute Idee!« Sie schien tatsächlich erleichtert, als sie mir das Paket über den Tresen zurück gab.

Wir trugen das Paket also wieder raus aus dem Markt und entdeckten tatsächlich den kleinen Geschenkeladen, über dem ein Postzeichen prangte. Als ich den winzigen Laden betrat, der mit allerlei Krempel gefüllt war, fragte ich die Verkäuferin gleich: »Sie haben hoffentlich eine Waage?«
Sie schaute mich einigermaßen verdutzt an. »Selbstverständlich habe ich eine Waage. Das ist ein Paket-Shop.«
»Na, ja Ihre Kollegin am Kiosk drinnen hat zwar einen Paket-Shop aber keine Waage.«
»Wie, da gibt es einen Paket-Shop und die haben keine Waage? Wie will sie denn dann Pakete frankieren.«
»Ich fürchte, dass weiß sie auch nicht so genau.«
Kopfschüttelnd stellte die Frau mein Paket auf die Waage. Es wog genau 4,6 kg.
Ich bezahlte und ging.

Nie hätte ich geglaubt, dass es einmal so schwierig sein kann, ein Paket aufzugeben. Es erinnerte mich an meine Zeit in NYC, wo ich einmal ein 20 Kilo-Buchpaket von der Hauptpost hinter dem Madison Square Garden verschicken wollte. Es hat mich eine Stunde und viele Formulare gekostet. Acht Wochen später kam es in Deutschland an, in einem löchrigen Sack mit dem Aufdruck »US Mail«. Mein Vater hat ihn aufgehoben.

Verkehrsinfarkt in Innenstädten

Kommt es mir nur so vor oder wird der Straßenverkehr in den Städten immer dichter? Ich kenne nur die Situation in Traunstein und Saalfeld, aber da fiel mir in letzter Zeit auf, dass immer mehr Autos durch die Stadt fahren, sich Staus bilden oder man als Fußgänger kaum noch über die Straßen kommt.

Oftmals ist das Problem hausgemacht. Der Irrglaube, wenn die Leute nicht bis in den Laden fahren können, würde dies dem Einzelhandel schaden, ist nachweislich falsch. Mehrere Studien aus Skandinavien zeigen, dass verkehrsberuhigte Zonen mehr Leute in die Geschäfte locken. Dass Verkehr eher abschreckt, kann man in Saalfeld gut beobachten. Seit der Sanierung des Marktplatzes ist es noch leichter mit dem Auto in und durch die Stadt zu fahren. Rund um den Marktplatz wurden neben zwei Bushaltestellen jede Menge Parkplätze angelegt, es gibt keine Fußgängerüberwege oder Ampeln mehr, an denen man warten muss und so fahren nicht nur diejenigen durch die Innenstadt, die einkaufen möchten, sondern auch diejenigen, die auf dem schnellsten Weg von einer Seite der Stadt auf die andere wollen, obwohl es eine alternative Route gibt, die nur unwesentlich länger ist. Und so kommt man, wenn man von der Fußgängerzone auf den Marktplatz will, meistens kaum über die Straße. Wie oft sehe ich dort ältere Leute hilflos an der Straße stehen, die sich nicht rübertrauen, weil ein Auto nach dem anderen vorbeifährt. Seit auch die Straße vor dem Rathaus wieder für den Verkehr geöffnet ist (sie war Jahrzehnte gesperrt) kann man das Phänomen beobachten, dass Autofahrer auf der Suche nach einem Parkplatz mehrere Runden um den Markt drehen, bis eine Parkstelle frei ist. Wenn man sich also vom Markt kommend durch parkenden Autos schlängelt, um über die Straße zum dort ansässigen Einkaufszentrum zu kommen, muss man aufpassen nicht über den Haufen gefahren zu werden. (Das gleich gilt übrigens auch für die Fußgängerüberwege in unserer Straße. Da halten die wenigsten Autos an, obwohl sie müssten.)

Dabei befindet sich keine 100 Meter entfernt an den Rändern der Innenstadt große Parkplätze, auf denen man für kleines Geld den ganzen Tag parken kann. Ich wäre dafür, die Tarife fürs Parken am Markt auf sechs Euro die Stunde zu erhöhen und die Ein- und Ausfahrt mit einer Schranke zu sichern. Vielleicht würden sich dann auch wieder mehr ältere Leute zum Einkaufen zu Fuß in die Stadt trauen. Und einige der Geschäfte müssten nicht schließen, weil die ältere Kundschaft ausbleibt.

Ein ähnliches Problem gibt es übrigens auch in Traunstein. Da ist es die Straße vorm Bahnhof, die oftmals so von Autos verstopft ist, dass man kaum mehr aus der Tiefgarage herauskommt. Die meisten, die hier durchfahren, wollen nicht zum Bahnhof, um jemanden abzuholen oder zu bringen. Die meisten nutzen die Straße als Abkürzung, weil sie sich dadurch eine Ampelkreuzung sparen. Auch hier wäre eine Schranke angebracht, dann würde der Bahnhofsvorplatz in Traunstein wieder an Attraktivität gewinnen.

Aber in einem Autoland wie Deutschland sind solche Gedanken reine Blasphemie.

Und die Sirenen blieben stumm

Diesen Donnerstag fand der erste nationale Warntag statt, der mehr oder weniger offen zeigte, dass wir in Deutschland während einer Katastrophensituation ziemlich alt aussähen.

Ich kann mich gut daran erinnern: wenn ich als Kind eine Sirene hörte, wurde mir ganz warm und ich bekam ziemliche Angst, obwohl es immer nur ein Probealarm war. Diese Adrenalin-Reaktion ereilt mich bis heute in unveränderter Intensität. Dabei habe ich viele Probealarme in der Schule miterlebt. Es waren mindestens zwölf, in jedem Schuljahr mindestens einer. In der neunten Klasse wurden uns im Zivilkundeunterricht die verschiedenen Signaltöne – vom Chemischen bis zum Atomalarm – vom Tonband vorgespielt. Jeden Mittwochnachmittag um ein Uhr heulten die Sirenen in der ganzen Stadt einmal für einen Probealarm. Als ich in den frühen Neunzigern nach Bayern zog, fand der Probealarm einmal im Monat am Samstag statt. Und das obwohl es in dem Dorf nur eine handvoll Häuser gab. Von meinem Fenster konnte ich die Sirene auf dem Dach gegenüber sehen, dementsprechend laut war es.

Nach meiner Rückkehr nach Thüringen verstummten die Sirenen. Sie wurden innerhalb eines Jahrzehnts überall in Thüringen abgebaut. Der Kalte Krieg war vorüber und die Feuerwehr arbeitete mit Funkmeldeempfängern. Ich kann mich nicht mal erinnern, ob es an der Uni je einen Probealarm gegeben hat.

Eine richtige Sirene hörte ich erst wieder, als ich nach Waging zog. Sie steht unweit von unserem Haus und heult jeden ersten Samstag im Monat um Elf Uhr Elf drei Mal (Was eigentlich verwirrend ist, weil dies das Signal eines Feueralarms und nicht das eines Probealarms ist.) Außerdem hört man sie, wenn es einen Unfall gab oder ein Feuer ausgebrochen ist. Am Warntag am Donnerstag blieb sie allerdings stumm.

Warum, erklärte mir am Abend mein Mann, der es von einem Kollegen wusste, der beim DLRG ist. Die Sirene in Waging gehört der Feuerwehr. Für den Katastrophenschutz gibt es im Landkreis Traunstein nur zwei (ich betone zwei!) Sirenen. Eine davon steht in Trostberg. Die Sirenen der Feuerwehr wurden also nicht für den Warntag genutzt. Warum nicht, wissen wahrscheinlich nur die Beamten in den jeweiligen Behörden und Ministerien. Auch in Saalfeld blieben die Sirenen stumm. (Das wurde sogar in der Zeitung angekündigt.) Aus gutem Grund, weil es entweder keine Sirenen mehr gibt, die wurden bekanntlich abgebaut, oder weil sie nicht in der Lage sind, den vorgeschriebenen Ton für den Katastrophenalarm zu erzeugen.

Wie man in den Medien mitbekam, hat das mit den Warn-Apps wohl auch nur so halbwegs funktioniert. Wenn man davon ausgeht, dass nicht alle Menschen in Deutschland ein Smartphone haben, dass es auch keine flächendeckendes Mobilfunknetz gibt, wie beispielsweise im Waginger Gewerbegebiet, wo viele Leute arbeiten, dann fragt man sich, ob so eine Sirene nicht doch sinnvoll wäre. Die Naturkatastrophen werden in Zukunft nicht weniger werden.

Sehr gut in Erinnerung geblieben, ist mir der nationale Warntag in Österreich 2016. Der fand nämlich während des AustriaCons statt. In dem Gebäudekomplex der Wiener Verkehrsbetriebe hallte die Sirene so laut, dass man sich draußen die Ohren zuhalten musste und drinnen die Vorträge der Autoren unterbrochen werden mussten, weil keiner mehr ein Wort verstand. Der Zinnober dauerte den halben Tag. Alle Stunde wurde ein neuer Signalton ausprobiert, vom chemischen bis zum Atomalarm. Vielleicht sollten die Deutschen doch hin und wieder mal über die Grenzen schauen und sich ansehen, wie man sowas macht. Wobei ich natürlich nicht weiß, ob damals die Sirenen auch in den Dörfern außerhalb der Donau-Metropole geheult haben oder bis hinauf ins letzte Bergdorf.

Hoffen wir, dass es in nächster Zeit zu keiner Katastrophe kommen wird. Wahrscheinlich würden die meisten von uns erst dann etwas davon mitbekommen, wenn es zu spät ist.

Bahn und Politik – der Weg in den Untergang

Quelle: Amazon

Am Wochenende zeigte sich die Deutsche Bahn mal wieder von ihrer »besten« Seite. Na, ja, eigentlich eher von ihrer normalen Seite. Am Freitag fehlte in München der zweite Zugteil des ICEs. Sprich, es wurde kuschelig in den Wagons. Wobei es noch ging. Es stand keiner und neben mir war noch ein freier Platz, wie bei den meisten anderen Plätzen auch. Insofern, wäre dass unter normalen Umständen kein Grund zum Nörgeln gewesen. In Zeiten einer Pandemie ist das jedoch nicht so super. Zumindest kam ich pünktlich an und musste nicht länger als nötig mit Maske im Zug sitzen. Nach sechs Stunden tun einem dann doch irgendwie die Ohren weh und die Nase kribbelt.

Am Montag hatte mein ICE in Nürnberg 45 Minuten Verspätung. Das perfide, er wurde anschließend über Treuchtlingen umgeleitet, ohne das dies publik gemacht wurde. Hätte ich kein Smartphone, hätte ich nicht erfahren, dass der Zug mehr als eineinhalb Stunden später in München ist. Erst durch meine Nachfrage beim Zugbegleiter in der Regionalbahn erfuhr ich davon. Selbst die Zugbegleiter des ICEs, die am Bahnsteig in Nürnberg warteten, hatten keine Ahnung. Einer guckte wenigstens nach und siehe da. Wegen einer technischen Störung am Zug, durfte der nicht über die Hochgeschwindigkeitsstrecke fahren. (Warum, kann man gut in dem nachfolgend besprochenen Buch nachlesen.) Ich habe dann in Nürnberg einen anderen ICE genommen, damit ich nur eine halbe und keine ganze Stunde Verspätung an meinem Zielbahnhof hatte.

Dafür hatte ich die passenden Lektüre dabei, die ich auf beiden Fahrten sogar komplett gelesen habe. Der Journalist Arno Luik rechnet in seinem Buch »Schaden in der Oberleitung« mit der Deutschen Bahn ab. Seit mehr als einem Jahrzehnt recherchiert er zu den Vorgängen innerhalb der Bahn AG, zu den Versäumnissen der Politik und den Auswirkungen auf den Bahnverkehr in Deutschland. Für seine Recherche über Stuttgart 21 wurde er sogar ausgezeichnet. Sein Buch setzt sich aus Interviews mit Beteiligten, Prüfberichten von unabhängigen Instituten und teils geheimen Unterlagen zusammen.

Es ist deprimierend, schockierend und empörend, worüber er schreibt. Vieles ist so unfassbar, dass man das Buch ab und zu mal zuschlagen muss, um die Informationen zu verdauen. Ängstliche Zeitgenossen/innen könnten nach dem Lesen den Wunsch verspüren, nie wieder mit der Bahn zu fahren. Selbst mir als langjährige krisenerprobte Bahnfahrerin ist es zeitweise vergangen. Man möchte sich fast aus dem Zugfenster stürzen, bei so viel krimineller Unvernunft.

Ein großer Teil des Buches ist dem Prestigeprojekt Stuttgart 21 gewidmet. Ich habe davon vieles nur am Rande mitbekommen durch die Medien, bzw. bei einem Blick in die Baugrube vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof. Die erschreckenden Details des Projektes, die von Arno Luik offenbart werden, haben mir aber die Haare zu Berge stehen lassen: Da soll ein Kopfbahnhof in die Tiefe gelegt und zu einem Durchgangsbahnhof gemacht werden. Soweit so gut, das haben die Wiener auch hinbekommen. Aber das Ganze findet in einer geologisch höchst ungünstigen Region statt. Unterhalb von Stuttgart gibt es große Vorkommen an unter Druck stehendem Mineralwasser, das nur durch eine Schicht aus Mergel und Gips vom Grundwasser getrennt ist. Das Gestein neigt dazu sich in Wasser aufzulösen und Hohlräume zu bilden, wenn Wasser eindringt. Dort einen Tunnel zu bohren ist an sich schon Wahnsinn, einen ganzen Bahnhof unterirdisch anzulegen erst recht, von den Kosten mal ganz zu schweigen. Dann hat dieser Bahnhof eine so starke Neigung, das abgestellte Koffer und Kinderwagen ins Rollen kommen, wenn niemand sie festhält. Die stehenden Züge sollten über gute Feststellbremsen verfügen.
Weiter: 
Die Fluchtwege die nach oben führen, sind nicht behindertengerecht. Es gibt erhebliche Mängel beim Brandschutz, die Tunnel sind viel zu eng, die Feinstaubbelastung liegt weit über den Grenzwerten und so weiter. Das sind aber nur die Nebensächlichkeiten. Das Hauptproblem ist, dass nicht alle Züge den Bahnhof benutzen dürfen, weil herkömmliche Signalanlagen fehlen (kein Platz) und die digitale Technik nicht in jeden Zug eingebaut werden kann bzw. nicht überall zuverlässig funktioniert. Der Bahnhof in Stuttgart wird dadurch 20 Prozent weniger Kapazität haben als jetzt. Es werden also weniger Züge fahren, weniger Pendler umsteigen können und es wird sich dadurch mehr Verkehr auf die Straße verlagern.

Die Kosten des Umbaus waren ursprünglich bei 4,5 Milliarden Euro gedeckelt. Diese Schallmauer wurde längst durchbrochen, inzwischen gehen die Experten von acht bis zehn Milliarden aus. Alles zum Großteil aus Steuergeldern. Man nimmt also sehr viel Geld in die Hand, um etwas Funktionierendes zu verschlechtern. Dieses Muster ist übrigens bei allen Großprojekten der Bahn seit 1994 zu erkennen. Die Projekte haben irrsinnig viel Geld verschlungen, den Bahnkunden aber nichts gebracht. Im Gegenteil, viele Menschen wurden vom Fernbahnnetz abgeschnitten, es wurde Umwelt zerstört und durch die Bauarbeiten das Klima geschädigt.

Wer sich jetzt wundert, warum das passieren konnte, werfe einen Blick in den Vorstand bei der Bahn AG und ihren Töchtern. Die Manager dort haben zuvor bei Banken, im Investment oder bei Bau- und Automobilfirmen gearbeitet, kein einziger war bei der Bahn. Denen geht es gar nicht darum in Deutschland Menschen von A nach B zu bringen. Die investieren im Ausland in dubiose Projekte und Firmen, die ihnen ein Klotz am Bein sind und den Gewinn auffressen.

Wäre die Deutsche Bahn kein staatliches Unternehmen, wäre sie schon längst pleite und zerschlagen. Doch da der Staat jedes Jahr Geld hineinpumpt, geht es immer so weiter, bis auch der letzte Bahnhof abgehängt, die letzte Strecke stillgelegt und der letzte Zug abgefahren ist. Traurig! Besonders perfide, die Bahn verkauft massenhaft ihre Grundstücke. Grundstücke die dem Staat gehören, die sechs Generationen an Steuerzahlern aufgebaut haben.

Unsere lieben Politiker machen da mit, weil ihnen die Autoindustrie am Herzen liegt, weil sie an einer Verkehrswende nicht interessiert sind. Stattdessen lassen sie sich von der vierten Macht im Lande (den Medien) feiern, wenn mal wieder ein neues Großprojekt der Bahn eingeweiht wird. Eines, dass sich Monate später als unwirtschaftlich und unnötig herausstellt.

»Schaden in der Oberleitung« wirft nicht nur einen Blick auf die verqueren Abläufe innerhalb des Bahnkonzerns, sondern auch einen Blick auf die Politik in Deutschland, auf die Mauscheleien in einem Staat, der sich demokratisch nennt, in dem Politiker aber allesamt Marionetten der Industrie sind, in der Neoliberalismus und Turbokapitalismus die Richtung bestimmen, in dem Menschen nur noch Stückgut sind. Man reist nicht mehr mit der Bahn, sondern man wird von ihr transportiert.

Ich empfehle die Lektüre allen Bahnfahrern und all denjenigen, die immer noch daran glauben, dass unsere Regierung nur das Beste für uns will.

»Schaden in der Oberleitung« von Arno Luik erschien 2019 bei Westend.