Schneckenpost oder die Konfusion des Götterboten

Die Überschrift gerät es, ich hatte mal wieder Ärger mit HERMES. Mein Fazit: lebenswichtige Dinge, wie Medikamente oder verderbliche Waren sollte man nie, nie, niemals mit HERMES versenden. Warum?

Nebenstehendes Bild zeigt den Sendungsverlauf eines Paketes. Ich hatte seit langem mal wieder etwas bei Ebay ersteigert. So lange, dass noch unsere alte Hausnummer in der Adresse stand. Also nicht 33a sondern 33. Nun stehen die Häuser nur ein paar Meter auseinander, aber für einen Paketdienst ist das ein unüberwindliches Hindernis. Zum Glück schickte mir der Verkäufer die Sendungsnummer, damit ich das Paket in den Paketshop umleiten konnte.

Aber selbst die Sache mit dem Paketshop funktionierte nur bedingt. HERMES benötigte nämlich nochmal exakt 6 Tage, um das Paket in den Shop zu liefern. Wo mir dann eine ziemlich patzige Mitarbeiterin erklärte, dass ich mir das Paket gleich an den Shop hätte schicken lassen sollen. Als ob ich dem Verkäufer vorschreiben kann, mit was er die Sachen verschickt.

Na, ja. Jedenfalls hat das Paket zwei Wochen gebraucht, bis es mich erreichte. Der Ebay-Verkäufer war schon ganz nervös, weil ich den Fall nicht geschlossen habe, und er von Ebay dauernd angemahnt wurde.

Wirrwarr auf Gorrawaan

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 217 – »Die zerborstene Welt« von Ruben Wickenhäuser

Die FANTASY erreicht Gorrawaan. Der gespaltene Planet ist so eine Art »Werftwelt«, auf der die insektoiden Garrm Rohstoffe für das Compariat abbauen und daraus Bauteile verschiedenster Art herstellen. Überwacht werden sie von Shafakk, denen sie nur wenig Sympathie entgegenbringen.
Mittels der Torkade kann ein Reviersteiger der Garrm überredet werden, für die FANTASY notwendige Ersatzteile herzustellen. Doch damit das von den Shafakk nicht bemerkt wird, müssen die Menschen stillgelegte Anlagen wieder in Gang bringen, was nicht komplikationslos abläuft.
Derweil erforschen Gucky und Perry Rhodan den Kern des Planeten. Hier gibt es Artefakte einer uralten Zivilisation. Unteranderem wurde hier der Kreell-Block mit dem Leyden-Team gefunden. Alles erinnert stark an die Überbleibsel der Memeter. Rhodan entdeckt einen defekten Zeitbrunnen und hat eine Begegnung mit einem steinalten Arkoniden. Der stirbt jedoch, bevor Rhodan ihn befragen kann.

Ein Generalstreik der Garrm und die Bequemlichkeit des Shafakk-Zuul sorgen dafür, dass die FANTASY mit neuer Ausrüstung entkommen und endlich Kurs auf Lashat nehmen kann.

Der Autor lässt die zerborstene Welt sehr plastisch vor den Augen des Lesers entstehen. Da werden viele Elemente aus dem Bergbau und der Schwerindustrie vermischt. Das ist gut beschrieben, war mir auf Dauer aber zu üppig, insbesondere die unzähligen »Achterbahnfahrten«.

Ohnehin hatte ich meine Schwierigkeiten mit den Abläufen. Vieles erschien mir stellenweise nicht logisch. Ich hatte immer das Gefühl, der Autor würfelt viele Handlungsstränge zusammen, ohne konkret zu wissen, wie er sie auflösen soll. Zwischen dem 4. und 5. Kapitel gibt es definitiv einen Übereinstimmungsfehler. Wir erleben die Szene erst aus der Sicht des Reviersteigers und anschließend nochmal aus Sicht von Laura Bull-Legacy. Dabei stimmen weder die Dialoge noch die Abläufe. Das hat mich beim Lesen derartig gestört, dass ich den Roman zunächst zur Seite gelegt habe.

Viele der Schwierigkeiten auf die die Crew bei ihrer Mission trifft, waren von Anfang an vorhersehbar. Dass es den Menschen nicht gelingt, die Fertigungsanlagen in Betrieb zu nehmen, ohne das dies jemandem auffällt, darauf hätten sie selbst kommen können. Der Reviersteiger hatte einerseits Befehlsgewalt, andererseits nicht und wenn, war er als Vermittler nicht zur Stelle. Er geht genauso blauäugig vor wie die Menschen. Ich hätte es sinnvoller gefunden, wenn er zuvor seine Kollegen informiert und zur Zusammenarbeit aufgerufen hätte. Schließlich funktioniert es am Ende genau so und nur so. Da wurde die Logik leider wieder der Spannung geopfert.

Gucky gibt den Shafakk, was eher unterhaltend ist, als das er seine Gegner wirklich in Angst und Schrecken versetzt. Sophie und Laura Bull-Legacy streiten ständig und auch die Torkade verhält sich nicht, wie sie sollte. Das dieses Himmelfahrtskommando überhaupt funktioniert und »nur« ein Menschenleben kostet, ist vielen Zufällen und dem Gutdünken des Shafakk-Zuul geschuldet, der keinen Ärger in seinem Revier will.

Interessant war Rhodans Ausflug ins Innere des Planeten. Die Artefakte und die Informationen die der Protektor sammelt, werfen Fragen auf. Ich musste ganz tief in meinem Gedächtnis kramen, um die Zusammenhänge zwischen Kreell, Molkex, den Memetern usw. wieder hervorzuholen. Mit den Auftauchen des Zeitbrunnens und des alten Arkoniden stellen sich Perry Rhodan neue Rätsel. Da freue ich mich schon auf die Auflösung.

Seit vielen Bänden taucht zum ersten Mal wieder Froser Metscho auf. Der Chefingenieur, der das Versagen des Linearantriebs verursacht hat, scheint nicht mehr von Iratio Hondro besessen zu sein. Oder doch? Man weiß es nicht. Es wundert mich jedoch, dass dieser so wichtige Punkt in den vergangenen Romanen keine Rolle gespielt und auch hier nicht wieder aufgenommen wurde.

Stilistisch ist an dem Roman wenig auszusetzen. Vielleicht die etwas zu lockere Sprache. Stellenweise hatte ich das Gefühl, das sich der Autor selbst nicht so richtig ernst nimmt. Und was das Verwenden von bekannten Filmzitaten angeht, weise ich auch hier wieder ausdrücklich daraufhin, das weniger mehr ist. »… hatte ein mieses Gefühl« kam sooft vor, dass ich es schon als lästig empfand.

Gelungen ist auf alle fälle das Titelbild von Dirk Schulz, das die Bergwerks-Welt eindrucksvoll wiedergibt.

»Die zerborstenen Welt« enthält einige wichtige Hinweise auf die Vorgänge vor vielen Millionen Jahren und damit auch auf die Zeitbrunnen. Die Geschichte rund um die Ersatzteilbeschaffung für die FANTASY artet dagegen ein wenig in Wirrwarr aus.

Hinter die Kulissen von NEO

SOL 97

… blicken wir in der kommenden Ausgabe der SOL 97. Es werden Fragen beantwortet wie: Wie entstand die Serie? Was braucht es neben den Autoren noch, um spannende Geschichten zu erzählen? Oder wie schwierig ist es, einem Roman den passenden Titel zu verleihen? Zudem lüften wir das Geheimnis der grünen Sonnen bei NEO.

Das Titelbild der SOL 97 ziert ein Bild von Alfred Kelsner. Im Heft kommt der Künstler selbst zu Wort und erzählt in einem sehr persönlichen Interview über seine Leidenschaft das Malen und wie er zur PERRY RHODAN-Serie gekommen ist.

Auf weiteren Seiten verrät uns Kai Hirdt Details zur Fortsetzung von »Mission SOL« und Robert Corvus spricht über seine Arbeit an seinem Roman für die »Dunkelwelten«-Trilogie. Selbstverständlich gibt es wieder Rezensionen der PERRY RHODAN-Erstauflage und NEO, Berichte aus der Fan-Szene und vieles mehr.

Das Heft wird voraussichtlich Mitte Februar an die Mitglieder der PRFZ verschickt und hoffentlich den Lesern wieder viel Freude bereiten.

In eigener Sache: Ich arbeite derweil schon fleißig an der folgenden Ausgabe. Da geht es um das Thema Merchandise bei PERRY RHODAN. Hoffen wir mal, dass wir viele spannende Artikel dazu bekommen.

Die Schreie der Geräte

Am Freitagvormittag fiel es mir mal wieder besonders auf. Wie sehr wir uns eigentlich von technischen Geräten gängeln lassen. Und ich rede hier noch nicht mal von Smartphones oder Tablets.

Ich wollte schreiben, doch zunächst forderte mich mein Computer zu einem Update auf. Gut, ich machte das Update. Kaum hatte ich eine halbe Stunde geschrieben, piepste die Waschmaschine. Also stand ich auf, machte sie aus und schaffte die Wäsche in den Keller, um sie dort zum Trocknen aufzuhängen. Danach machte ich Muffin-Teig und schob das Blech in den Ofen.

Eine halbe Stunde später, ich war gerade mitten im Schreibfluss, piepste der Backofen. Die Muffins wollten raus. Ich stand also auf, schaltete den Ofen ab und nahm das Blech heraus.

Gerade hatte ich mich wieder hingesetzt und einen Satz geschrieben, meldete sich das Telefon. Der Akku war leer. Prima! Ich steckte das Telefon lieber gleich in die Ladeschale, weil es sonst keine Ruhe geben würde.

Zurück am Computer waren inzwischen mehrere E-Mails gekommen, die ich dringend beantworten musste. Danach versuchte ich wieder in den Text einzutauchen, da meldete die Spülmaschine mit einem hartnäckigen Piepton, dass sie jetzt fertig wäre und ausgeräumt werden wollte. Der Versuch sie zu ignorieren, misslang. Ich schaltete sie aber nur aus und ließ sie offen stehen.

Ein Blick zur Uhr und mein knurrender Magen zeigten mir an, dass es Zeit war, das Mittagessen zu bereiten. Ich setzte Wasser auf den Herd und schaltete die Kochsensorik ein, dann kehrte ich an den Computer zurück. Keine zehn Minuten später meldete der Kochsensor mit lautem Piepsen, dass das Wasser jetzt kochte und ich die Nudeln hereingeben konnte. Wieder ging ich in die Küche und schüttete die Nudeln ins Wasser. Setzte die Soße auf den Herd und stellte den Timer. Der Herd würde sich nach Beendigung des Kochvorgangs selbst abschalten, damit ich nicht wieder aufstehen musste.

Mir blieb noch zirka eine halbe Stunde, um an meinem Roman zu schreiben, dann kam mein Mann zum Essen nach Hause.

Soviel dazu, dass man an einem freien Tag doch ganz viel Zeit zum Schreiben hat. Dabei war das war nicht mal ein typischer Freitagvormittag, meisten klingelt nämlich noch das Telefon oder der Postbote. Und zwar genau dann, wenn man gedanklich einen perfekten Satz formuliert hat. Aber ich will nicht meckern. Ich habe am Freitag fast 15.000 Zeichen geschrieben. Das ist nicht schlecht für einen Vormittag, an dem einen die Haushaltsgeräte auf Trapp gehalten haben.

Ach, so. Nachts um zwölf hat uns dann noch der Radiowecker in der Küche aus dem Schlaf gerissen. Irgendeiner von uns war tagsüber beim Anschalten mal wieder auf den Alarmknopf gekommen. Er liegt direkt über dem Einschalter. Mein Mann hat sich erbarmt und ist aufgestanden, um ihn auszumachen. Manchmal kann die Technik auch zum Fluch werden, vor allem Nachts.

Perry-Beschaffungs-Problem gelöst

Vor einiger Zeit jammerte ich an dieser Stelle, wie schwierig es ist, bei uns im Ort an PERRY RHODAN-Hefte zu kommen. Der einzige Kiosk hatte die Hefte immer nur sporadisch. Mal gab es den NEO, mal nur die Erstauflage, mal waren beiden vorhanden, oft aber keines von beiden. Man konnte sich nicht darauf verlassen, dort ein Heft zu kaufen. Bestellen war auch nicht möglich. Wahrscheinlich war das der Inhaberin zu aufwendig oder zu kompliziert.

Wir sind dann immer nach Traunstein gefahren. In der dortigen Bahnhofsbuchhandlung sind immer genug Hefte von beiden Serien vorrätig und man bekommt sie dort bereits am Donnerstag. Nur mussten wir meist 50 Cent Parkgebühren für die Tiefgarage zahlen, wenn wir nicht innerhalb von zehn Minuten wieder am Auto waren. Außerdem zwölf Kilometer wegen eines Heftromans ist Klimatechnisch eine Katastrophe.

Also habe ich vor einem Jahr ein E-Book-Abo für die NEO-Serie abgeschlossen und lese sie seit dem nur digital. Die Erstauflage bezog ich bis Oktober im Print-Abo.

Im Oktober öffnete dann der REWE-Markt in Waging. Als wir zum ersten Mal dort einkauften, entdeckten wir im Zeitschriftenregal die PERRY RHODAN-Erstauflage. Seit dem kaufen wir unsere Perry-Hefte im REWE. Einmal waren wir zu spät und es gab keins mehr, weshalb wir jetzt jeden Freitagnachmittag zum Supermarkt laufen, um dort fürs Wochenende einzukaufen. Da nehmen wir den Heftroman gleich mit.

Anscheinend sind wir nicht die einzigen Käufer. In den ersten Wochen gab es dort nur zwei Hefte. Heute lagen vier Stück im Regal. Ich bin begeistert. Denn, nur wenn die Hefte ausliegen, werden sie gekauft und nur wenn sie gekauft werden, liegen sie auch im Regal. Man sollte diesen Kreislauf besser nicht unterbrechen. Weswegen wir jetzt immer meinen Schwiegervater losschicken, damit er das Perry-Heft kauft, wenn wir Freitags mal nicht da sind. Ich hoffe, das funktioniert weiterhin so gut.

Übrigens, bin ich mit dem NEO-Abo aus dem PERRY RHODAN-Shop ebenfalls hoch zufrieden. Das hat bisher problemlos geklappt. Man bezahlt so viele Hefte, wie man möchte im Voraus. Und wenn sie erscheinen, bekommt man eine Benachrichtigungs-Mail. Man loggt sich im Shop ein, geht auf Abo-Verwaltung und kann sich bereits ab Donnerstag den aktuellen NEO aufs Lesegerät herunterladen. Gedruckt gibt es das Taschenheft erst am Freitag und günstiger ist so ein E-Book außerdem.

Für mich als Rezensentin hat das noch einen zusätzlichen Nutzen. Ich kann in dem E-Book besser suchen, wenn ich eine Stelle mal näher besprechen möchte. Dennoch vermisse ich manchmal die Haptik und den Geruch von bedrucktem Papier. Da bin ich dann doch irgendwo Nostalgikerin.

Hard SF in Perfektion

Ich bin eigentlich nicht der »Serien am Stück«-Seher aber bei »The Expanse« kommt man eigentlich nicht aus. Zum einen ist die Serie unheimlich spannend – da fiebert man bei jeder Folge mit – andererseits ist die Handlung so komplex, dass, wenn man mal ein oder zwei Wochen nicht geguckt hat, man teilweise vergessen hat, worum es ging.

»The Expanse« ist nicht nur großartige Serienunterhaltung, sondern auch Science Fiction par excellence. Der Sense of Wonder ist zu spüren, obwohl die physikalischen Gesetze befolgt werden. Man erlebt Raumfahrt und Raumschlachten in realistischen Dimensionen und dennoch vermag die Serie mit Visionen zu überraschen.

Machen wir uns nichts vor, wie viele SF-Produktionen ist auch »The Expanse« eine Dystopie. Sie hat sich aber zumindest den Kern einer Utopie bewahrt, obwohl sie stellenweise ziemlich gewalttätig ist. Wenigsten glaubt ein Teil der Protagonisten noch an das Gute im Menschen.

Was mir jedoch am besten an der Serie gefällt, ist ihre Komplexität und die politischen Hintergründe. Die von den Regierungen gesponnenen Intrigen, die Vorurteile und die Kurzsichtigkeit, erinnern sehr stark an unsere heutige Zeit. Somit ist auch »The Expanse« ein Kind seiner Zeit.

Ich und LEGO

Über die Feiertage habe ich einen Selbstversuch gestartet. Wir hatten seit Oktober beim REWE Treuepunkte gesammelt und eigentlich wollte ich dafür das LEGO-Set mit dem Wal kaufen. Doch das war vor Weihnachten schon weg und so nahm ich dann den Rettungshubschrauber von LEGO-Technics. Schön an dem Modell ist, dass es eigentlich zwei Modelle sind. Auf der Rückseite der Packung ist noch ein Konzeptflugzeug abgebildet, von dem man die Anleitung auf der Internetseite von LEGO herunterladen kann. Also wenn mir der Hubschrauber mal nicht mehr gefällt, kann ich das Flugzeug bauen.

Ich bin kein großer LEGO-Experte. Als Kind hatte ich einen Kasten mit Klemmbausteinen, die aussahen wie LEGO, aber auf denen »PePe« stand. Damit habe ich damals allerhand Sachen gebaut. Unteranderem ein Wohnmobil, für das ich in der Schule sogar einen Preis bekommen habe. Seit dem war mein Kontakt mit LEGO drauf beschränkt, bei Freunden die LEGO-STAR WARS-Modelle zu bewundern. Selbst gebaut hatte ich ein LEGO-Modell also noch nie.

Ich hatte ganz schön zu tun, an dem Nachmittag nach den Feiertagen. Die Anleitung war sehr ausführlich, dennoch steckte ich ein oder zwei Mal die Steine in der falschen Richtung an. Einmal vergaß ich sogar einen Schritt und musste das Modell zum Teil wieder auseinandernehmen. Aber ich habe es geschafft. Der Hubschrauber sieht aus wie auf der Packung und die Rotoren bewegen sich. Anscheinend habe ich alles richtig gemacht.

Was ich festgestellt habe: Man benötigt für LEGO ein gutes dreidimensionales Vorstellungsvermögen, um die Anleitungen richtig zu interpretieren. Insofern wird das beim Zusammenbauen auch geschult, was ich sehr gut finde. Fingerfertig sollte man sein, also für Grobmotoriker ist LEGO eher ungeeignet. Und es macht tatsächlich Spaß. Ist also definitiv für Erwachsene und Kinder gleichzeitig geeignet.

Was ich nicht so gut finde: Bei den LEGO-Technic-Modellen gibt es sehr viele Sonderbauteile, die man eigentlich kaum anders verwenden kann, als in diesem speziellen Modell. Daraus etwas anderes zu bauen, ist nur was für Spezialisten. Kinder werden sich da schwertun. Ich fände es ohnehin für Kinder besser, wenn sie etwas nach ihrer Fantasie bauen, mit einfacheren Teilen und nicht nach Anleitung. Mich würde es auf Dauer langweilen, die Steine nur nach Anleitung zusammenzusetzen. Deshalb habe ich mein Model variiert. Es waren noch ein paar Steine übrig, die ich dann in das fertige Modell integriert habe.

Umzug abgeschlossen

Alt und neu

Zwei Tage hat er gedauert, der Umzug vom alten auf den neuen Computer. So ganz problemlos funktionierte es nicht, aber größere Unwägbarkeiten blieben zum Glück aus.

Seit November hatten wir den Umzug vor uns hergeschoben, denn so eine Hardware-Umstellung ist nicht ohne. Außerdem war ich mitten in der Zusammenstellung der SOL 97, da wollte ich lieber auf Nummer sicher gehen. Nicht dass sich das Heft wegen mir verzögert.

Nun ist die Migration geglückt. Der neue iMac läuft. Der Alte ersetzt in Zukunft meinen uralten Windows PC. Da ist noch Windows 7 drauf, das bekanntlich ab diesem Monat nicht mehr aktualisiert wird. Außerdem ist die Batterie auf dem Motherboard leer und ich muss nach jedem Einschalten die Uhrzeit einstellen.

Der neue Mac ist ein wenig größer. Das war eigentlich nicht so geplant, aber wir konnten dem Angebot vom Media-Markt einfach nicht widerstehen. Da ich seit einem Jahr auf Arbeit zwei Riesenmonitore habe, bin ich inzwischen verwöhnt. Außerdem komme ich langsam in das Alter in dem man eine Lesebrille braucht. Da ist so ein großer Monitor von Vorteil.

Die denkbar ungünstigste Stelle für den Ladestecker

Das einzige, was mir an dem neuen Mac nicht gefällt: Die Maus. Bei der kann man nicht mehr die Batterien tauschen. Sie muss geladen werden. An sich eine gute Idee. Wenn da nicht die Anschlussbuchse an der Unterseite wäre. Soll heißen, wenn die Maus läd, kann man nicht arbeiten. Ich frage mich ja, was die Entwickler geritten hat. Wahrscheinlich funktioniert das nach dem Prinzip, »Funktion folgt Design« und nicht umgedreht, wie es sein sollte.

Textarbeit am Freitag

Eigentlich liebe ich es, Texte zu korrigieren. Stundenlang könnte ich an Manuskripten und Kurzgeschichten herum feilen. Manchmal aber ist es aber auch zäh und dann quäle ich mich sehr.

Über den Jahreswechsel hatte ich mir eigentlich vorgenommen, mal wieder an eigenen Projekten zu arbeiten. Doch da ich in den vergangenen Monaten keine Zeit hatte, eine zukünftige Publikation der PRFZ zu lektorieren, musste das noch erledigt werden. Weil es beim letzten Mal so gut flutschte, dachte ich mir, dass ich das nebenbei erledige.

Denkste! Neuer Autor, neues Glück, kann man nur sagen. Formulieren wir es mal so: es ist schwierig. Wenn eine Geschichte rein inhaltlich nicht funktioniert, weiß man nämlich nicht, was man zuerst korrigieren soll, Inhalt oder Stil. Vor allem ist es schwierig, es dem Autor so zu vermitteln, dass er sich nicht angegriffen fühlt. Man muss also die Kommentare abwägen, damit sie möglichst verständlich aber auch noch nett formuliert sind.

Jedenfalls habe ich heute die erste Hälfte des Manuskriptes abgeschlossen und an den Autor geschickt. Jetzt warte ich gespannt auf seine Rückmeldung. Vielleicht macht der Autor noch eine richtig tolle Geschichte aus dem Manuskript. Ich wünsche es mir.

In der Zwischenzeit habe ich die Gelegenheit genutzt, mal wieder etwas für mich zu schreiben. Da bekanntlich im Juli der GarchingCon stattfindet und es dazu wieder ein Conbuch geben wird, arbeite ich an einer angefangenen Kurzgeschichte, die ich dort zu veröffentlichen gedenke. Mal sehen ob es klappt.  Immerhin habe ich heute 10.000 Zeichen geschafft.

Blutgeld

Quelle: Amazon

Bereits 2013 ließ das ZDF diesen Fernsehfilm nach einer wahren Begebenheit produzieren. Die DVD erschien 2017.

Drei Brüder leiden Anfang der 70er Jahre an der gleichen unheilbaren Krankheit. Als Bluter sagen ihnen die Ärzte keine große Lebenserwartung voraus. Doch es kommt anders, nach einem Fahrradunfall des Jüngsten, erfahren sie von einer neuen Therapie, die ihr Leben normalisieren kann. Das Medikament mit dem Namen: Faktor VIII ist ein Gerinnungsmittel, das aus Blutspenden gewonnen wird.

Die Jungs wachsen von da an ganz normal auf und führen ein normales Leben. Sie gründen Familie und verwirklichen ihre beruflichen Träume. Was keiner ahnt, in den 80er Jahren werden immer mehr der Blutkonserven mit HIV verseucht, weil es noch keine Testmethode dafür gibt. Alle drei Brüder werden infiziert. Sie leiden nicht nur an der durch Unwissenheit hervorgerufenen Ausgrenzung, sondern leben in ständiger Angst vor AIDS.

Nach dem Tod des ersten Bruders überwirft sich die Familie, während einer resigniert und die Augen vor der Realität verschließt, kämpft der andere um Gerechtigkeit. Er möchte die Ärzte und den Pharmakonzern zur Rechenschaft ziehen. Doch die versuchen mit Geld, die Betroffenen ruhig zu stellen und die Geschichte zu vertuschen.

David Rott brilliert hier in der Rolle eines der Opfer. Als Familienvater und Physiotherapeut mit eigener Praxis, stellt er sich bewusst gegen den eigenen Bruder, der gegen Ärzte und Medikamentenhersteller kämpft. Er will in Ruhe gelassen werden und fürchtet vor allem die Ausgrenzung seiner Familie durch die Gesellschaft, jedoch ohne dies verhindern zu können.

Der Film offenbart ein düsteres Kapitel der deutschen Medizingeschichte. Wie Ärzte, Pharmakonzerne und staatliche Stellen mit dem Leben von Patienten spielen, wie bewusst Opfer in Kauf genommen werden, um Geld zu verdienen. Vor allem aber zeigt der Film wie groß die Unwissenheit über HIV unter der Bevölkerung in den 80ern war.

Die hervorragende Besetzung macht den Streifen zu einem sehr eindringlichen Film, den man nicht nur als David Rott-Fan unbedingt gesehen haben muss.