Musikalisches von der ESOC

Robert Vogel machte mich gestern auf ein Musikvideo aufmerksam, was die Mitarbeiter der ESOC (European Space Operations Centre) Ende 2020 bei YouTube veröffentlicht haben.

Die Wissenschaftler haben ein Musikvideo gedreht, in dem sie auf originelle Weise ihre Arbeit vorstellen. Als Musiktitel wählten sie »Bohemian Rapsody« von Queens. Mit neuem Text zu dem genialen Musikstück, beweisen sie nicht nur künstlerisches Können, sondern auch viel Humor.

Das Weltraum-Nerd Robert Vogel zugestimmt hat da mitzumachen, ist keine Überraschung. Überraschend ist allerdings, welcher Astrophysiker noch in dem Video zu sehen ist. Schaut mal genau hin.

Ich habe mich gestern richtig gut amüsiert und wünschte die Verantwortlichen bei der ESOC würde begreifen, was für Möglichkeiten das Video bietet, um ihre wissenschaftliche Arbeit bei der Bevölkerung besser verständlich zu machen. Das Video gehört auf die Startseite der ESOC und nicht nur in den YouTube-Kanal eines Mitarbeiters.

Perlen, Perlen, Perlen

Für alle, die sich fragen, warum ich in letzter Zeit so wenig gebloggt habe. Ich fröhnte mal wieder einem Hobby, das ich lange Zeit vernachlässigt habe. Wie ich schon mal erzählt habe, mag ich die Perlentörtchen von Beadsmania.

Unter dem Namen »Gateau de Bijoux« bringt Beadsmania Bastelsets für kleine Törtchen aus Perlen heraus. Seit mehr als zehn Jahren gibt es regelmäßig neue Sets. Diese sind limitiert und nur für den japanischen Markt gedacht. Eigentlich werden sie als Sammlerstücke gehandelt.

Da es die Sets ausschließlich in Japan gibt, habe vor zehn Jahren damit angefangen zumindest die Bilder zu sammeln. So sind im Laufe der Zeit, eine Menge Fotos zusammengekommen. Ich hatte mir schon vor Jahren vorgenommen, diese entsprechend zu sortieren und schön auszudrucken, damit ich sie mir immer anschauen kann. Nun kam mir unlängst die Idee, dass ich die Bilder in einem Fotobuch verewigen könnte.

Gesagt getan. Zwischendrin stellte ich aber fest, dass sich inzwischen so viel verschiedene Törtchen angesammelt hatten, dass ich die nie alle in ein Fotobuch bekomme. So wurden es drei Fotobücher. Zwei sind schon fertig, an einem arbeite ich noch.

Ich freue mich, denn jetzt kann ich mich auf die Couch setzen und Perlentörtchen anschauen oder sie nachbasteln. Material hätte ich genug, allein es fehlt die Zeit. Wobei ich feststellen muss, dass ich wohl niemals alle werde nachmachen können. Macht aber nichts, anschauen ist auch schön.

Für alle die jetzt denken: Die hat ’nen Knall. Ja! In Sachen Perlen habe ich das tatsächlich. Ich gebe es offen zu. Aber so ein bisschen verrückt ist jeder irgendwie.

Doku über die Südwestküste Portugals

»Der Fischerpfad – Wandern im Südwesten Portugals« heißt eine Dokumentation, die wir uns am Sonntag angesehen haben.

Ich war begeistert. Wir kennen die Landschaft schon von unseren Reisen an die Algarve. Wir waren bisher aber nur zwei Mal an der Westküste. Es ist schon lange ein Traum von mir, dort mehr als nur ein paar Stunden zu verbringen. Wir überlegen, ob wir dort nicht mal länger Urlaub machen, um die schönsten Stellen und Ausblicke zu besuchen.

Wer die atemberaubende Küstenlandschaft Portugals noch nicht kennt, dem empfehle ich die 90-minütige Dokumentation in der Mediathek vom SWR. Es lohnt sich.

Zwei der Orte haben wir selbst schon besucht. Hier ein paar Eindrücke.

Spargelsaison

Ich liebe Spargel und wenn Spargelzeit ist kann ich eigentlich nicht genug davon bekommen. Gut, dass es bei uns so einen Selbstbedienungsstand vom Spargelbauern gibt, bei dem man zwischen März und Juni immer frischen Spargel kaufen kann. Ich nehme am liebsten ganz dünne Stangen oder gleich die Spitzen. Die dicken nehmen wir nur zum Braten.

 

An diesem Wochenende war es wieder soweit. Ich habe eine 1,3 kg Kiste mit dünnen Spargelspitzen erstanden. Am Sonntag haben wir uns daraus ein leckeres Mittagessen gezaubert. Heute hatte ich Spargelsuppe und am Freitag gibts gebratenen Spargel.

Inzwischen konnte ich sogar meinen Mann überzeugen, der nach einem Kindheitstrauma keinen Spargel mehr angerührt hat. Jetzt isst er hin und wieder welchen.

Eisige Zeiten

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 275 – »Kriechende Kälte« von Ruben Wickenhäuser

Thomas Rhodan da Zoltral gelingt es mit Hilfe der Vitalier aus einem havarierten Raumschiff der Gon-Mekara eine Datenbulle zu bergen. Dem Artefakt hängt allerdings eine ansteckende Kälte an, die alles erstarren lässt, was ihr zu nahe kommt und die sich wie ein Organismus ausbreitet. Selbst im SPEICHER, der geheimen Raumstation der Vitalier im Solsystem, können die Daten der Bulle nicht ausgelesen werden. Nur die Überschweren auf dem Mars haben die Technologie, mit der die Botschaft aus der Bulle extrahiert werden kann.
Thomas bricht mit Jessica Tekener zu einer Undercover-Mission auf den Mars auf. Dort treffen sie auf einen Posbi, der sie zu einem geheimen Stützpunkt der Überschweren führt. Nur hier im Aerarium kann die Bulle ausgelesen werden. Sie können erfolgreich ins Aerarium eindringen, werden dann aber kurze Zeit später von den Überschweren entdeckt. Der Posbi opfert sich und zerstört das Aerarium, damit die beiden mit der Bulle und den entschlüsselten Daten entkommen können.
Die Vitalier besitzen nun geheime Informationen über die von NATHAN gegründetes Kolonie Cybora und machen sich auf den Weg dorthin.

Das ist jetzt schon der dritte Roman in Folge, ohne Perry Rhodan. Nicht das ich ihn vermissen würde, aber es ist schon auffällig, dass der Namensgeber der Serie so lange aus der Handlung verschwindet.

Ruben Wickenhäuser beleuchtet in diesem Roman die Gesellschaft der Vitalier. Was er sehr ordentlich macht. Dennoch frage ich mich ernsthaft, warum die Überschweren, die Vitalier noch nicht entdeckt haben, so fahrlässig, wie sich die Piraten verhalten. Thomas Rhodan da Zoltral bildet da keine Ausnahme, auch er geht sehr blauäugig mit der Gefahr um, die von der Bulle ausgeht. Er hat gesehen, was die kriechende Kälte mit der Besatzung des Schiffs der Überschweren angerichtet hat, dennoch riskiert er es, das Ding in den SPEICHER zu bringen, wo er doch weiß, dass die technischen Einrichtungen der Vitalier nicht optimal funktionieren. Letztendlich wird es für ihn und andere beinahe zur tödlichen Gefahr. Anschließend schleppt er sie auch noch in einem Rucksack auf dem Mars mit sich herum.

Wobei ich nicht ganz verstanden habe, woher die Überschweren dieses Artefakt haben. Haben sie es den Posbis geklaut? Arbeiten die Posbis mit den Überschweren zusammen? Ist es etwas, dass die Schwestern der Tiefe Leticron in die Finger gespielt haben? Wie kommen die Überschweren sonst zu solcher exotischer Technologie, wie sie im Aerarium steckt. Das alles hat sich mir im Roman nicht erklärt. Im Gegenteil, einerseits scheinen die Überschweren und Leticron viel zu übermächtig und an anderer Stelle lassen sie sich einfach überlisten. Da fragt man sich, ob das tatsächlich ein und der gleiche Gegner ist.

Apropos Gegner. Zuerst dachte ich der Posbi steht auf der Seite der Überschweren, weil er mit großer Leichtigkeit an Informationen über das eigentlich geheime Aerarium kommt. Seinem Ende geht eine Infektion mit dem Posbivirus voraus, gegen das er eigentlich immun sein sollte, das aber offensichtlich in die Systeme der Überschweren und des Mars übergreifen kann. Anders kann ich mir das Chaos, das am Ende auf dem roten Planeten ausbricht, nicht erklären. Da fehlen meiner Meinung nach ein paar Details. Vielleicht erpressen die Überschweren die Posbis mit dem Virus, damit sie ihnen die Transformkanonen bauen. Wir werden es erfahren.

Die Nebenhandlung des Romans ist das eigentliche Highlight. Hier geht es um den »Bastler« Sec Tinker, einem Menschen, der von den Überschweren einer Gehirnwäsche unterzogen wurde und der sich nun unter die Vitalier gemischt hat, um sie auszuspionieren. Was in seinem Kopf vorgeht, und wie die beiden Meinungen, seine ursprüngliche und die konditionierte, immer wieder in Konflikt geraten, ist großartig erzählt. Die Nebenhandlung endet leider mitten im Roman auf sehr abrupte Weise und ohne Konsequenzen für die Haupthandlung. Das hat mich etwas enttäuscht. Ich hätte mir gewünscht, dass Sec Tinker als Bösewicht Widerwillen, Thomas Rhodan und Jessica Tekener aufzuhalten versucht. So bleibt ein fader Beigeschmack und viel verschwendetes Potenzial.

»Kriechende Kälte« – der Titel verspricht mehr, als er halten kann. Denn über das Phänomen, welches sehr spannend beschrieben wird, erfährt man letztendlich nichts und ab einem bestimmten Punkt spielt es auch keine Rolle mehr. Das fand ich schade. Ansonsten ist es ein lesbarer Roman, bei dem zu oft der Zufall den Protagonisten zu Hilfe kommt.

Blogpause

Ich habe fast schon ein schlechtes Gewissen, weil ich so lange nicht gebloggt habe. Aber es gibt momentan ein paar Projekte an denen ich arbeite, die mir einfach wichtiger sind.

Über die Osterfeiertage waren wir wieder unterwegs. Es war weniger Urlaub und mehr Stress, weil wir einfach zu viele Verpflichtungen in zu kurzer Zeit hatten. Ich brauchte tatsächlich die Tage auf Arbeit erstmal wieder zum erholen. Dafür habe ich ein paar Fotos gemacht, auch nicht so viel wie üblich, aber immerhin.

Auf der Rückfahrt ist uns das erste Mal seit eineinhalb Jahren passiert, dass eine Ladesäule außer Betrieb war. Nun ja, war kein Problem, da sind wir halt eine Raststätte weiter gefahren. Ansonsten ging es mit dem Verkehr. Hinwärts war das Auto übrigens schneller geladen, als wir gefrühstückt hatten.

Baustellenbesichtigung bei Apolda
Es gibt viele Windparks im Thüringer Becken
Mein Vater hat unseren Kirschbaum geschmückt
Die Mutanten-Enten vom Schlosspark

 

Gedanken über Dekadenz

20 Sorten Jogurt im Kühlregal und am Ende kann ich mich für keine entscheiden. Früher war das anders. Als ich Kind war, gab es genau eine Sorte Jogurt, abgefüllt in eine 250 ml Glasflasche mit dünnem Aludeckel. Bevor ich den aß, habe ich erstmal einen Löffel Puderzucker untergerührt. Im Herbst gab es auch mal Fruchtjogurt. Nämlich dann, wenn die Leute genügend Holunderbeeren gesammelt und zur Molkerei gebracht hatten. Dann gab es für ein paar Wochen einen rötlichen Jogurt, der ein bisschen süß war. Heute habe ich die Qual der Wahl und meist kaufe wir dann doch den Naturjogurt ohne nix.

Wir leben dekadent. Das müssen wir uns immer wieder vor Augen halten. Die wenigsten von uns haben Mangel kennengelernt, also richtigen Mangel. Wir können uns heute jederzeit von jedem Ort alles bestellen, was es gibt. Einschließlich scharfer Waffen, wenn man weiß, wo. Wir sind es gewohnt, dass alles in ausreichender Menge jederzeit verfügbar ist.

Das wird sich nun ändern. Es passiert bereits, dass es manches nicht mehr gibt, oder nur zu hohen Preisen. In den nächsten Monaten wird sich das noch verschärfen und das werden wir nicht nur im Kühlregal bemerken, sondern auch bei Schokolade und anderen Lebensmitteln. Wir werden lernen müssen, mit weniger auszukommen. Das finde ich persönlich gar nicht mal so schlecht. Wozu braucht man 20 Sorten Jogurt. Andererseits wird es wie immer diejenigen am meisten treffen wird, die ohnehin schon wenig haben. Aber vielleicht werden auch einige von uns vom Thron der Dekandenz herabsteigen müssen und kürzer treten. Schaden tut es uns nicht, und für die Umwelt kann weniger Konsum nur gut sein.

Das Bild habe ich letzte Woche auf Arbeit gemacht, der Kollege hatte den Becher dabei. Es stellt für mich den Gipfel der Dekadenz dar.

Bürokratismus zum Quadrat

Mich wundert es inzwischen, dass in der Bundesrepublik überhaupt noch irgendetwas funktioniert, von staatlicher Seite gesehen. Wie starr das bürokratische System zuweilen ist, habe ich unlängst mal wieder erlebt.

Ein Kollege von mir sucht für sich, seine Frau und seine drei kleinen Kinder eine andere Wohnung. Das Mehrfamilienhaus, in dem er jetzt wohnt, ist ein Loch, heruntergekommen, dreckig, kaputt und mit zweifelhaften Mitbewohnern. Für Kinder absolut nicht das geeignete Umfeld. Weil er und seine Frau aber aus Albanien bzw. Griechenland stammen, liegen seine Chancen auf dem privaten Wohnungsmarkt etwas zu bekommen bei nahezu Null.

Also habe ich den Bauträger angesprochen, mit dem ich gerade ein Projekt zum sozialen Wohnungsbau plane. Die gaben mir den Rat, mein Kollege solle sich einen Wohnberechtigungsschein ausstellen lassen. Der Link zum Landratsamt hing gleich an der Mail dran. Dort fand ich auch das Formular, was mein Kollege ausfüllen und unterschreiben musste. Weil er sich damit nicht so gut auskennt, habe ich das Formular ausgefüllt. An einer Stelle war ich mir aber nicht sicher und rief im Landratsamt an. Nach einigen hin und her, fragte mich die Dame, wo der Kollege genau wohnt. Ich antwortet: in Traunstein. Da meinte sie, dass sie in dem Fall nicht zuständig wäre. Ich müsse mich an die Stadt Traunstein wenden. Super, dass hätte man ja auch mal auf der Internetseite schreiben können.

Ich ging also auf die Internetseite der Stadt Traunstein und suchte dort nach dem Ansprechpartner und dem Formular. Fehlanzeige! Ich fand nicht mal heraus, welches Amt dafür zuständig ist und rief den Bürgerservice an. Die nannten mir zumindest eine Telefonnummer, bei der ich anrufen konnte. Als ich dann endlich jemanden erreicht habe und die Frage nach dem Formular stellte, bekam ich zur Antwort, dass es die Unterlagen nur in Papier gäbe und man die im Rathaus abholen müsse. Auf meine Frage, ob sie mir die Sachen nicht per E-Mail schicken könnte, wurde mir gesagt, das ginge nur, wenn ich eine Vollmacht meines Kollegen vorweisen könne. O-Ton: Da könnte ja jeder kommen.

Hä? Ich hab erstmal gestutzt. Beim Landratsamt steht das Formular als Download für jeden zugänglich im Internet. Aber bei der Stadt brauche ich eine Vollmacht, um für den Kollegen per E-Mail ein PDF-Formular anzufordern, mit dem man ohne die dazugehörigen Ausweiskopien und Einbürgerungsurkunden null anfangen kann? Sowas kann man sich nicht ausdenken.

Ich habe dann den Kollegen zum Rathaus geschickt, und ihm erklärt, was er abholen soll. Er brachte mir einen dicken Stapel Papier, weil es nicht nur ein Formular ist, sondern fünf weitere. Das alles muss dann auch wieder in Papierform zurück ins Rathaus. Soviel zum Thema Digitalisierung.

Übrigens! Das eigentliche Formular für die Erteilung eines Wohnberechtigungsscheins von der Stadt Traunstein ist das gleiche wie das vom Landratsamt Traunstein. Nun, wer hätte das gedacht.

Über so viel Bürokratie kann man eigentlich nur den Kopf schütteln.

Picard

Seit einigen Wochen fiebern wir auf den Freitag hin. Dann läuft nämlich eine neue Folge von Star Trek: Picard.

Nachdem ich mit dem Abschluss der ersten Staffel so gar nicht zufrieden war – sie haben es echt verbockt – finde ich die ersten Folgen der zweiten Staffel richtig spannend. Die Handlung ist im Verhältnis zu anderen neuen Star Trek-Produktionen erstaunlich komplex und zum großen Teil sogar logisch. Der Cast ist großartig, allen voran Jeri Ryan als Seven of Nine. Ich kann mich sogar mit der Nervensäge Agnes Jurati anfreunden, die der Borgkönigin gehörig Paroli bietet.

Ich freue mich jetzt immer auf den Freitagabend, wenn wir bei Amazon Prime die aktuelle Episode ansehen können. Und ich finde es gut, dass die Folgen nicht am Stück ausgestrahlt werden, sondern nur eine pro Woche. Das ist wie früher.

Nun kam der Trailer für die dritte Staffel heraus, die gleich im Anschluss an die zweite Staffel gedreht wurde. Bei den Bildern und Namen wird einem ganz warm ums Herz. Da freut man sich noch viel mehr, hoffentlich muss man dann nicht auch noch Paramount + abonnieren, um die Serie anschauen zu können. Den Trailer gibt es schon mal hier zu sehen.