Christinas Multiversum

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Bilderfluten

Am Wochenende hatte ich wegen des Regenwetters Zeit, die Fotos einzusortieren, die schon seit Monaten herum lagen. Dabei wurde mir bewusst, dass mein Leben ziemlich gut dokumentiert ist.

Mein Vater hat immer gern und viel fotografiert. Es gibt beinahe aus jedem meiner Lebensmonate ein oder mehrere Bilder. Obwohl das in der DDR teuer war und man ewig warten musste, bis man seine Bilder oder Dias wieder beim Fotografen abholen konnte. Besonders lange dauerten Farbfotos. Da wartete man schon mal bis zu sechs Monate, um dann vielleicht herauszufinden, dass das Bild gar nichts geworden ist. Heute in Zeiten der digitalen Fotografie unvorstellbar.

Nun, jedenfalls habe ich die Leidenschaft am Fotografieren geerbt. Als ich alt genug war, schenkten mir meine Eltern eine analoge Spiegelreflexkamera, von da ab fügte ich der ohnehin schon großen Foto- und Dia-Sammlung meiner Eltern weitere Alben mit Fotos hinzu.

Später kaufte ich mir diverse Digitalkameras. Weil ich aber Spaß an gedruckten Fotos habe, die man in die Hand nehmen und anschauen kann, lasse ich immer von den gelungensten Bildern Abzüge machen. Auch das hat die Bilderflut wachsen lassen. Eine Zeit lang habe ich es mit digitalen Fotorahmen versucht, in die man nur die Speicherkarte einlegen muss. Trotzdem ist das nicht dasselbe, wie ein richtiges Bild in der Hand zu halten.

Inzwischen bin ich dazu übergangenen, Fotobücher zu gestalten, die schaut man gern an und die nehmen nicht ganz so viel Platz im Schrank ein, wie ein Fotoalbum. Seien wir ehrlich, jeden Tag schießen Millionen von Menschen, Milliarden von Fotos. Die meisten davon bleiben in den Speichern der Smartphones oder auf den Festplatten der Computer und werden im Zweifelsfall nie wieder angesehen. Ich finde das schade, denn es gibt so viele Momente, an die man sich erst wieder erinnert, wen man ein Foto davon in der Hand hält.

Ciao Bella

Passend zum 1. Mai schreibe ich über eine Erinnerung an meine Kindheit, die mich dieser Tage auf ungewöhnliche Weise heimgesucht hat.

Ich stehe morgens auf Arbeit in der Küche und brühe mir einen Tee auf, da kommt einer der Azubis herein und trällert »Bella Ciao, Bella Ciao, Bella Ciao Ciao Ciao!«. Ein Lied, dass ich das letzte Mal vor bestimmt vierzig Jahren gehört habe. Das Partisanenlied gehörte zu den Liedern im Musikunterricht, die wir bis zum Abwinken gesungen haben. Woher kennt ein 19-jähriger dieses Lied, fragte ich mich.

Das Internet wusste die Antwort. Es gibt wohl eine Netflix-Serie, in der das Lied immer mal wieder von den Protagonisten gesungen wird. Das hat mehrere Bands und DJs veranlasst, dass Lied modern aufzupeppen und einen Remix daraus zu machen. Der avancierte im letzten Jahr zum Sommerhit und zwar nicht nur im Heimatland des Liedes – in Italien.

Es ist schon erstaunlich, irgendwann erlebt alles ein »Revival«. Die Auferstehung eines Partisanenliedes, das ich aus dem Musikunterricht der DDR kenne, hätte ich allerdings nicht erwartet. Neugierigerweise habe ich mir mal die Videos diverser Interpretationen bei YouTube angesehen. Mensch, wenn wir das damals geahnt hätten, hätten wir das Lied sicher mit mehr Enthusiasmus gesungen. So war es Pflicht und wurde eher mit negativer Einstellung gesungen. Obwohl es eigentlich nicht übel klingt.

Irgendwo habe ich dann im Netz noch den deutschen Text von damals ausgegraben. Die Übersetzung in der Wikipedia ist nur bedingt singbar. Wahnsinn! Wir müssen das Lied damals wirklich sehr oft gesungen haben, denn die ersten Strophen konnte ich noch auswendig.

Ich bin mir fast sicher, dass es auch am 1. Mai gespielt und gesungen wurde, während wir durch die Straßen unserer Heimatstadt marschierten und Birkengrün mit roten Fähnchen schwenkten. Lange ist es her.

Sportunterricht in der DDR

Nachdem ich mich am Dienstag seit langem mal wieder auf die Waage gestellt habe und mich dabei der blanke Schrecken ereilte, habe ich beschlossen, diese Woche nach der Arbeit nach Hause zu »walken«. Drei Kilometer sind keine Entfernung, außerdem war das Wetter schön, da macht so ein bisschen Bewegung Spaß.

Sport gehörte in der Schule nie zu meinen Lieblingsfächern. Mich als unsportlich zu bezeichnen, soweit würde ich nicht gehen. Ich war halt dünn, zierlich und hatte kaum Kraft. Mir lagen eben nicht alle Sportarten, die wir im Sportunterricht exerzieren mussten. In Ballsportarten war ich eine Niete. Ich hasste Volleyball, weil ich mir dabei regelmäßig die Handgelenke aufschlug. Beim Basketball traf ich nicht, wurde dafür aber beim Völkerball regelmäßig schmerzhaft abgeschossen. In der Leichtathletik gab es Sportarten, die ich mochte und andere eher nicht. Hochsprung gefiel mir und ich gehörte dabei zu den besten in der Klasse. Leider durften wir nicht jede Sprungtechnik anwenden, weil die Matten nicht dazu ausgelegt waren. Daher war bei mir bei 1,15 m Schluss.

Was ich so gar nicht gern machte, waren Dauer- oder Crosslauf oder Kurzstreckenläufe. Ich schaffte niemals die geforderten Zeiten, um eine halbwegs vernünftige Zensur zu bekommen. Im 2000 Meterlauf kam ich stets keuchend als eine der letzten ins Ziel und bekam eine Fünf. Die Mädchen aus der Klasse, die gar nicht erst losgelaufen waren, lachten mich aus. Die bekamen auch eine Fünf, ohne sich dafür anzustrengen. Was ich echt ungerecht fand. Bei Weitwurf oder Kugelstoßen versagte ich ebenso. Wo sollte bei nicht mal 50 kg Lebendgewicht auch der Schwung herkommen.

An dieser Stelle muss ich mal abschweifen und erzählen, womit wir immer Weitwurf gemacht haben. Das glaubt mir immer keiner, wenn ich das erzähle. Wir warfen nicht mit Ball, Diskus oder Speer, wir warfen mit Handgranaten-Attrappen. Ja, ernsthaft. Das waren mit Sand gefüllte ausrangierte Handgranaten. Außerdem gab es Stöcke mit einem Metallende, die wir »Panzerfäuste« nannten. Die Jungs fanden das sicher gut. Wir Mädchen bekamen von der Lehrerin immer gesagt, dass wir mit in die Luft gehen würden, wenn die Granaten echt wären, weil wir nicht weit genug warfen. Auch eine Art der Motivation. Interessant ist, dass wir uns damals keine Gedanken darüber gemacht haben. Wenn ich heute daran denke, stellen sich mir die Haare auf. Schulkinder mit Handgranaten – unglaublich! Das gab es nur in Bürgerkriegsländern oder in der DDR.

Im Winter hatten wir immer Geräteturnen. Das liebte ich sehr und hier konnte ich endlich mit guten Noten punkten, um die schlechten Ergebnisse aus den anderen Sportarten auszubügeln. Bodenturnen und Pferdsprung gehörten zu meinen Favoriten. Beim Stufenbarren fehlte mir ein bisschen das Krafttraining. Ein oder zwei Jahre ging ich sogar in eine Sportgruppe für Geräteturnen. Ich war die Jüngste und wurde von den großen Mädels gnadenlos gemoppt, worauf ich irgendwann nicht mehr hinwollte.

Sportunterricht in der DDR war hart. Ich erinnere mich, wie ich beim Rundenlaufen auf dem Schulhof gestürzt war und die Lehrerin fragte, ob ich mir ein Pflaster aus dem Sekretariat holen dürfe. Ich durfte nicht. Ich musste die Sportstunde blutend beenden, um mich anschließend umziehen und im Sekretariat verarzten lassen. Dazu hatte ich zehn Minuten Zeit, so lang war die Pause bis zur nächsten Stunde. Hinzu kamen die hohen Anforderungen. Die DDR war ein Leistungssport-Land und das spiegelte sich im Sportunterricht wieder. Die Ansprüche stiegen von Klassenstufe zu Klassenstufe. Gute Noten bekamen nur die Sportasse, die dann irgendwann auf die Sportschule wechselten, wenn es ihre schulischen Leistungen erlaubten. Die unsportlichen, körperlichBeeinträchtigten fielen da hinten runter. Es gab so einige, denen der Schulsport das Zeugnis versaute. Eine Drei war das Beste, was ich am Ende des Schuljahres rausholen konnte. Dafür musste ich mich ziemlich anstrengen und schaffte es meist nur mit vielen Einsen im Geräteturnen.

Ich weiß nicht, wie der Sportunterricht heute so abläuft, aber so streng wie damals sicher nicht. Dennoch wäre ich dafür, Noten im Sportunterricht abzuschaffen. Sport soll Freude machen und keine Qual sein. Ich denke, dass viele als Erwachsene heute mehr Sport machen würden, wenn sie in der Schule nicht irgendwelche Traumata im Schulsport durchlitten hätten.

Ballons

Quelle: Amazon

1979 war ich fünf Jahre alt. Ich kann mich also nur noch rudimentär an dieses Jahr erinnern. So richtig zusammenhängende Erinnerungen habe ich erst, seit ich ein Jahr später in die Schule gekommen bin.

Ereignisse aus dieser Zeit kenne ich fast nur aus den Erzählungen meiner Eltern. Dazu gehört auch die Geschichte über zwei Familien, die mit einem Heißluftballon über die Grenze geflogen sind. Das betrifft mich insbesondere, als das ich aus der Region stamme, in der das damals passierte, und wir indirekt davon betroffen waren, da die Staatsicherheit im Anschluss nach allen Seiten ermittelte. So tauchten sie auch in der Siedlung auf, in der wir unser Wochenendhaus hatten. Meine Mutter erzählte, Männer in Lederjacken wären gekommen und hätten nach einem unsere Nachbarn gefragt, der wohl die Familien kannte. Erst Stunden später haben meine Eltern im Radio von der Ballonflucht erfahren. Aus dem Westradio versteht sich, wir hörten damals immer Bayern 3.

Die innerdeutsche Grenze verlief im übernächsten Tal. Wir hätten hingucken können, wenn der Berg nicht davor gewesen wäre. Manchmal konnte man am Horizont die Scheinwerfer vom Grenzzaun sehen. Meine Mutter erzählt immer, dass diese Nacht, in der die Familien flohen, besonders klar gewesen ist. Meine Oma behauptete damals steif und fest, sie habe einen Heißluftballon am Himmel gesehen. Ob das stimmt, weiß ich nicht, möglich wäre es, denn der Ballon muss ganz in unserer Nähe gestartet sein.

Schon allein aus diesem Grund musste ich mir den Film »Ballon« von Michael Bully Herbig ansehen, der im vergangenen Jahr im Kino lief. Wie immer bei solchen Produktionen, war ich skeptisch. Es gibt nur wenige Filme, in denen die DDR stimmig dargestellt wird. Doch »Ballon« überzeugte mich. Er war spannend und das obwohl man den Ausgang kannte. Er handelte die Problematik mit dem notwendigen Feingefühl ab. Die Figuren waren glaubhaft und vielschichtig. Das Setting passte ebenfalls. Man sah schöne Luftaufnahmen vom Thüringer Schiefergebirge und die Wohnungen, Häuser und Autos waren mit viel Liebe zum Detail wiedererweckt worden.

Es gibt zwei Dinge, die mir aufgefallen sind. Am Anfang des Films sieht man Kinder mit blauen Luftballons rumlaufen, die dann in den Himmel steigen. Ich habe in meiner Kindheit niemals einen Helium gefüllten Luftballon besessen. Das gab es nicht. Meine Eltern wüssten auch nicht, dass die sowas in der DDR mal gesehen hätten. Es ist heute schon schwer, an Helium zu kommen, damals war das vermutlich noch schwieriger. Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass solche Luftballons in der grenznahen Region, in der wir wohnten, wahrscheinlich sogar verboten waren.

Der zweite Negativpunkt ist wahrscheinlich der Wahrnehmung des Protagonisten geschuldet, der, wohin immer er auch blickt, Spitzel vermutet. Das suggeriert dem unkundigen Zuschauer, dass in der DDR hinter jeder Ecke, in jedem Fenster Spitzel der Stasi gelauert haben, und dass man stets aufpassen musste, was man auf der Straße gesagt hat. Das hat definitiv nichts mit der Wirklichkeit zu tun, die ich erlebt habe. Letztlich waren es ja nicht fremde Leute, die einen bespitzelt haben, wenn man im Fokus der Stasi stand, sondern Freunde oder Verwandte, also Menschen, denen man vertraute. Das war ja gerade das Perfide.

Schön dargestellt fand ich die Naivität der Ostdeutschen. So glaubte die Familie nach ihrem ersten gescheiterten Versuch, dass ihnen mittels Kontakt zur amerikanischen Botschaft, von den Amis geholfen wird. Da hätte ja jeder kommen können. Die ostdeutsche Bevölkerung war den Amerikanern doch völlig egal, genauso wie den Russen. Interessiert waren die höchstens an Wissensträgern, alles andere wurde ignoriert. Was im Film auch so gezeigt wird.

Fazit: Ein sehr spannender Film mit tollen Schauspielern, der zeigt, welches Risiko Menschen im Osten der Freiheit wegen eingegangen sind. Aber auch in welche Gefahren sie dabei ihre Kinder gebracht haben.

Interview auf Russisch

Ich betreibe heute mal Metablogging. Das heißt, ich berichte über einen Blogeintrag eines Perryfans aus Russland, mit dem ich für die SOL ein Interview geführt habe. Das Interview hat der Fan nun auf Russisch auf seinem Blog veröffentlicht. Wer Lust hat mal meinen Namen auf Russisch zu lesen, darf gern dort vorbei schauen. Mit dem Google-Übersetzer kann man dem Text sogar ziemlich gut folgen.

Fast dreißig Jahre nach meiner letzten Russischstunde habe ich die Interviewfragen in Russisch verfasst und anschließend die Antworten zurück ins Deutsche übersetzt. Es ist erstaunlich, wie viel von den acht Jahren Russischunterricht hängen geblieben ist. Zum Lesen, bzw. zum Erfassen der Zusammenhänge reicht es allemal. Übersetzen konnte ich damals schon ziemlich gut. Die Sprache gehörte auch zu meinen Lieblingsfächern, gerade wegen ihrer grammatikalischen Komplexität – mit sechs Fällen, drei Geschlechtern und dem kyrillischen Alphabet.

Aber seien wir ehrlich, ich könnte in einem Moskauer Restaurant zwar die Speisekarte lesen, aber weder Essen noch Trinken bestellen. Im Sprechen bin ich eine absolute Null. Da bekomme ich höchstens ein paar Begriffe und wenige Verben zusammen, geschweige denn richtige Sätze. Verbale Kommunikation haben wir leider nicht wirklich im Unterricht gelernt. Wie auch, wir haben ja nie einen Russen getroffen, obwohl es bei uns in der Stadt eine ganze Kaserne voll gab. Doch die armen Soldaten durften da nicht raus – die sind höchstens in der Nacht über den Zaun geklettert und haben im Garten meiner Oma Obst und Gemüse geklaut, weil sie so wenig zu essen bekommen haben. Und die Offiziere mit ihren Frauen und Kindern haben sich mit den DDR-Bürgern nicht abgegeben. So kommt es, dass ich zwar Russisch lesen, und zumindest ein paar Worte sowie meinen Namen schreiben, aber nicht wirklich kommunizieren kann.

Was ich besonders lustig finde, sind die Namen der PERRY RHODAN-Mitarbeiter Philine-Marie Rühmann und Klaus N. Frick in kyrillischen Buchstaben. Da auch Eigennamen im Russischen gebeugt werden, bekommen sie je nach Fall unterschiedliche Endungen angehängt, was mitunter echt witzig klingt.

Beispiel?

Филене-Мари Рюманн (Philine-Marie Rühmann)

Клаусу Н. Фрику bzw. Клауса Н. Фрика (Klausu N. Fricku bzw. Klausa N. Fricka)

Ostfrauen und die Emanzipation

Anlässlich des internationalen Frauentags, lief am 8. März im Abendprogramm des MDR eine Reportage über Frauen im Osten. Ich fand die Sendung sehr aufschlussreich und kann dem dort Gesagten nur zustimmen. In den Erzählungen der Frauen habe ich mich zum Teil selbst wiedergefunden.

»Ostfrauen sprechen nicht von Emanzipation, weil sie emanzipiert sind.« Das ist der Kernsatz der Reportage. Und tatsächlich, als junge Frau habe ich mir nie Gedanken darüber gemacht, dass man es als Frau schwerer haben soll, als ein Mann. Selbst als ich in meiner ersten Woche an der Uni zu einer Begrüßungsveranstaltung der Gleichstellungsbeauftragten eingeladen wurde, fragte ich mich, was das sollte und wozu ich das brauche. Warum brauche ich jemanden der eine Sonderstellung für mich fordert, wo ich doch für mich selbst sprechen kann? Das es in der Gesellschaft der BRD notwendig ist, als Frau für seine Rechte zu kämpfen, habe ich spätestens mit dem Wechsel ins Berufsleben und in die alten Bundesländer erfahren müssen. »Sie haben das falsche Geschlecht« waren nur einer der Sprüche in Vorstellungsgesprächen, die ich mir anhören durfte. Bei mehreren Bewerbern wurde immer der Mann eingestellt, auch wenn ich die bessere Qualifizierungen vorweisen konnte.

»Ostfrauen sind pragmatischer und tragen die Wahrheit auf der Zunge.« Noch ein Zitat, das ich so unterschreiben würde. In der Sendung gezeigt wurde – der berühmte Ausspruch von Regine Hildebrandt, warum das westdeutsche Abitur ein Jahr länger dauert … Antwort: wegen einem Jahr Schaupielunterricht. Es war mir immer ein Gräuel mich verstellen zu müssen, jemandem etwas vorzumachen, aufzuschneiden auf Teufel komm raus. Aber ohne das geht und ging man in der Wirtschaft des Westens verloren. Vor allem wenn die Chefin eine Frau war, empfand ich es noch schwerer. Diese Art Zickenkrieg kannte ich aus dem Osten nicht und konnte nicht damit umgehen. Weshalb ich noch heute lieber mit Männern zusammenarbeite. Da wird Tacheles geredet und nicht sich nicht hinter falschen Mienen versteckt. Man darf da als Frau halt nicht empfindlich sein, das gehört für mich zur Gleichberechtigung dazu.

Spannend fand ich die Aussage am Ende, dass die ostdeutschen Frauen nach der Wende im Westen mehr für die Emanzipation der Frau getan haben, als Alice Schwarzer es je hätte tun können. Die Frauen im Osten haben sich eben nicht in die Rolle der Hausfrau zurückfallen lassen, sondern ihren Lebensstil zwischen Arbeit und Familie fortgeführt und in die alten Bundesländer getragen. Somit haben sie es im Laufe der Jahre salonfähig gemacht, als Frau einer Arbeit nachzugehen und gleichzeitig Mutter zu sein, ohne sich das Stigma der Rabenmutter überstülpen zu lassen.

Ich gebe zu, Frauen die in Westdeutschland aufgewachsen sind, werden das alles nur schwer verstehen. Sie ist auch kaum vermittelbar, die Selbstverständlichkeit, mit der man in Ostdeutschland als Frau gelebt hat, die Freiheiten, die man genoss und die man sich herausnahm. Da war es nicht verpönt, wenn man eben nicht kochen konnte. (Kochen und backen gehörte nicht zum Lehrplan in den Schulen.) Es war selbstverständlich wenn man seine Kinder in die Grippe oder den Kindergarten gab, um arbeiten zu gehen. Und ja, es gab auch die Möglichkeit länger zu Hause zu bleiben, oder Halbtags zu arbeiten wie meine Mutter es getan hat.

Das einzige, was ich an der Sendung negativ anmerken kann, ist: Die Frauen, die im Rahmen der Sendung interviewt wurden, waren vielmals Politikerinnen oder zumindest in irgendeine Form politisch oder öffentlich engagiert. Vielleicht hätte es der Sendung gutgetan noch mehr Frauen »aus dem Volk« zu zeigen. Das klingt blöd, aber ich weiß nicht, wie ich es besser ausdrücken soll. Ich denke da an Frauen wie meine Mutter, die Verkäuferin war und dann im Büro gearbeitet hat. Daran hätte man die Unterschiede zwischen dem Leben als Frau vor und nach der Wende besonders deutlich zeigen können. Von der Arbeitslosigkeit aus dem Arbeitsleben in den Haushalt gepfercht zu werden, die Beschneidung der persönlichen Freiheit durch den §218 und die klischeebelastete Behandlung durch Medien und Presse.

In Sachen Emanzipation waren die Frauen in der DDR deutlich weiter, als wir es heute sind. Und das finde ich nach wie vor als eines der schmerzlichsten »Verdienste« der deutschen Wiedervereinigung.

Kassettenkind

Mein SKR-700

Viele Punkbands bringen ihre Songs wieder oder immer noch auf Vinyl heraus. Mangels Plattenspieler könnte ich die nicht mal abspielen. Ich könnte den wahrscheinlich auch gar nicht bedienen. Wenn ich als Kind irgendwas auf Platte anhören wollte, so haben die immer meine Eltern aufgelegt. Fasziniert war ich damals aber nicht von dem Plattenspieler, sondern am meisten von dem Marderhaarpinsel, mit dem man die Staubkörner von den Platten entfernte.

Später besaß ich selbst auch ein oder zwei eigene Platten. Eine haben mir meine Eltern im Intershop gekauft, eine andere erreichte mich in einem Westpaket. Irgendwo habe ich die auch noch und meine Eltern haben noch mindestens zwei, wenn nicht gar drei Plattenspieler herumstehen (und ein Grammophon), aber wie gesagt, ich wüsste wirklich nicht mehr, wie man die bedient.

Ab 1988 war ich Kassettenkind, denn da bekam ich zur Jugendweihe und Konfirmation meinen ersten Kassettenrekorder. Einen SKR 700 – gute DDR-Ware. Der hat damals mit 1540 Ostmark ein Vermögen gekostet (für das Geld mussten meine Eltern zwei bis drei Monate arbeiten), aber dafür funktioniert er heute noch. Der Rekorder hatte den Vorteil, dass ein Radio integriert war und man die Lieblingssongs direkt und ohne Kabel aufnehmen konnte. Ein Mikro hatte er aber auch. So kam es, das ich 1988 und 1989 jeden Freitagabend vor dem Radio verbrachte und bei der Hitparade auf Bayern 3 eifrig mitgeschnitten habe. Und wehe der Moderator hat in den noch laufenden Song reingequatscht …

Irgendwann kam ich auf die Idee mangels Videorekorder auch Filme und Serien vom Fernsehen aufzunehmen. Leider hatte unser alter Fernseher keine Buchse für das »Überspiel- /Diodenkabel« und ich musste das integrierte Mikrophon des SKR benutzen. So wurden die Eltern kurzerhand zum Schweigen verurteilt, während im Fernsehen der Lieblingsfilm lief und ich hektisch die Kassette drehte, wenn eine Seite fertig bespielt war. Später hörte ich das Aufgenommene immer während der Hausaufgaben. So kommt es, dass ich einige Filme aus meiner Jugendzeit noch heute Wort für Wort mitsprechen kann – so oft habe ich die Kassetten gehört.

Der erste Deutsche im All

Siegmund Jähn – In der DDR kannte ihn jeder, in der Bundesrepublik nur wenige. Für die einen ist er ein Held, für die anderen nur das Überbleibsel eines totalitären Staates. Er hat den Vaterländischen Verdienstordern erhalten, aber nie das Bundesverdienstkreuz und das obwohl seine Leistung genauso zu würdigen sind, wie die eines Alexander Gerst.

Heute vor 40 Jahren flog der damals 41-jährige als erster Deutscher ins All. Es muss für die Bundesdeutschen ein herber Schlag gewesen sein, dass der erste Deutsche im All ein Bürger der DDR war. Vielleicht deswegen, oder weil der Raumfahrt in der BRD nie so großes Interesse entgegengebracht wurde wie in der DDR, ist er für sie bis heute kein Held. Sicher, er war SED-Mitglied, wie viele andere auch. Er glaubte an die Ideen des Sozialismus. Das diese Ideen von ein paar Oberen missinterpretiert bzw. zum Schaden des eigenen Volkes ausgenutzt wurden, daran konnte auch ein Sigmund Jähn nichts ändern. Warum aber sein Flug ins All noch heute weder von der Bundesregierung noch der Politik gewürdigt werden, ist mir schleierhaft. Bundeskanzlerin Angela Merkel schickte dem Kosmonauten zum 80. Geburtstag nicht einmal eine Grußkarte und das obwohl sie selbst aus der DDR stammt. Aber vielleicht hätte sie damit für jemanden Partei ergriffen, der in den Augen vieler westdeutscher Politiker mit den Diktatoren des Sozialismus gleichzusetzen ist. Obwohl sein einziges »Verbrechen« darin bestand mit den Sowjets ins All zu fliegen und somit Generationen von Jugendlichen in der DDR ein Vorbild für Mut und Idealismus war.

Das alles ist mir unverständlich, denn da oben im All gibt es keine Grenzen, dort sind wir alle nur Menschen. Das Alexander Gerst Sigmund Jähn als seinen Freund bezeichnet, beweist das Grenzen nur in den Köpfen existieren.

Ein wunderbarer Artikel zu diesem Thema erschien dieser Tage in der ZEIT.

Das Westpaket

Heute möchte ich mal wieder aus meiner Kindheit erzählen. Ich kam darauf, weil ich in den vergangenen Wochen zwei Carepakete erhalten habe. Was und von wem ist an dieser Stelle nicht wichtig, aber es erinnerte mich daran, wie es war, als Kind ein Paket aus dem Westen zu bekommen.

Sie kamen meist nur zwei oder dreimal im Jahr, aber es war immer aufregend. Man fragte sich, was wohl drin sein wird. Meistens waren die Westpakete an meine Oma adressiert. Weil ich nach der Schule immer bei ihr war, bekam ich das natürlich als einzige Enkelin direkt mit und durfte dabei sein, wenn ausgepackt wurde. Allein das Öffnen eines Westpakets glich einer heiligen, fast rituellen Handlung. Meist war der Karton zum Schutz zusätzlich in braunes Papier eingeschlagen und mit einem Hanfstrick verschnürt. Heutzutage ist das gar nicht mehr erlaubt, das mit dem Strick. Man löste zunächst die Knoten, so dass die Schnur nicht beschädigt wurde. Aufschneiden kam überhaupt nicht in Frage, weil man den Strick später noch verwenden konnte. Weil ich kleine Finger hatte, durfte ich das immer machen. Die Knoten waren manchmal ganz schön fest, und es dauerte etwas, sie zu lösen, aber ich bekam das hin. Wenn nicht, half Oma mit einer Häkelnadel nach.

Dann wurden vorsichtig die Klebestreifen des Packpapiers gelöst und der eigentliche Karton mit dem Inhalt entblößt. Das Papier wurde gefaltet und ebenfalls für den späteren Gebrauch aufbewahrt. Was mir mal wieder vor Augen führt, wie verschwenderisch wir derzeit mit den Dingen umgehen. Heute hebt kaum einer mehr Geschenkpapier oder Packpapier auf. Wenn, dann höchstens mal einen Karton oder einen großen Umschlag, in dem man wieder etwas versenden kann. In der Regel landet alles im Altpapier.

Zurück zum Westpaket. Nachdem die schützende Hülle um das Paket gefallen war, entfaltete sich dieser unbeschreibliche Geruch, den ich heute noch in der Nase habe. Es war diese spezielle Mischung aus Seife und Kaffee, die man heute nirgendwo mehr riechen kann. Es roch gleichzeitig fremd aber auch verlockend. Ich stellte mir vor, dass es im Westen überall so riechen musste. Habe aber später festgestellt, das dem nicht so ist. Manchmal erahne ich diesen Geruch, wenn ich in meiner Heimatstadt das große Marktkauf-Einkaufscenter besuche.

Da lag nun der ausgepackte Karton, meist eine Verpackung für Waschmittel oder Lebensmittel. Kartonagen, wie man sie heute noch im Supermarkt hinter der Kasse mitnehmen kann. Oftmals hatte sich die Verwandtschaft oder Bekanntschaft aus dem Westen nochmals die Mühe gemacht und einen Strick um den bloßen Karton gebunden, dann waren wieder meine Künste gefragt. Heute denke ich, dass man das tat, um den Damen im Zollpostamt mehr Arbeit zu bescheren und sie eventuell davon abzuhalten, das Paket überhaupt zu öffnen. Es war nämlich so, dass Pakete, die vom Westen in den Osten gingen, stichprobenartig kontrolliert wurden. Stichprobenartig deshalb, weil man sofort merkte, ob das Paket geöffnet worden war oder nicht. Denn nicht alle Pakete, die uns erreichten, waren tatsächlich auch geöffnet worden. Außer, manch Genossin oder Genosse (den Job durften nur staatstreue Parteimitglieder machen) hatten sich nur geschickter angestellt, wer weiß. Jedenfalls näherte man sich dem Inhalt eines Westpaketes nur Schritt für Schritt, was die Vorfreude vermehrte.

Erst nach dem Öffnen des Kartons wurde klar, ob es sich um ein »Seifenpaket« oder ein »Fresspaket« handelte. Ein Seifenpaket enthielt Seife, Waschmittel, Shampoo (ich mochte das mit Apfelduft), Kosmetikartikel aber auch Secondhand-Kleidung, Spielzeug oder Bücher. Wobei Letzteres eher weniger, weil man immer damit rechnen musste, dass eines der Bücher in der DDR auf dem Index stand und entweder rausgenommen oder das Paket an den Absender zurückgeschickt wurde. Ich kann mich nur an zwei Bücher erinnern, die ich auf diesem Weg bekommen habe: darunter »Heidi« von Johanna Spyri (die Schneiderbuch-Ausgabe) und ein Comic mit der Biene Maja, beides befindet sich immer noch in meinem Besitz. Über den Inhalt von Seifenpaketen freuten sich eher die Erwachsenen. Als Teenager profitierte ich höchstens von den Klamotten. So stammt meine erste Jeans aus einem Westpaket. Sie war mir zwar gute 30 Zentimeter zu lang, dafür aber eine echte Levis. Auch an ein T-Shirt mit Rollschuhen im Glitzerdruck kann ich mich erinnern, vermutlich besitze ich auch das noch irgendwo.

Ein Fresspaket war für mich als Kind dagegen eine richtig tolle Sache. Mit klopfendem Herzen packte ich die Schokolade, den Kaffee, die Kekse oder Bonbons aus. Allein die Verpackung der Waren beeindruckte. Alles glänzte, war bunt und fühlte sich glatt an. Vor allem roch es gut. Verpackungen in der DDR bestanden, sofern vorhanden, nur aus braunem oder grauen Recycling-Karton. Mir war klar, dass ich den Inhalt mit meinen Cousinen und Cousins teilen musste. Wobei ich Glück hatte, weil die meisten schon zu alt und einige bei den Staatsorganen der DDR tätig waren und das gar nicht hätten nehmen dürfen. Egal, es gab immer etwas, das für mich abfiel, ob es die Duplos mit den Sammelbildchen waren, die Marshmellows mit Kokos oder die Tafeln Ritter Sport- oder Milka-Schokolade. Die durfte ich natürlich nicht sofort und auf einem Schlag essen. Nein, die wurden über Monate eingeteilt. Ich kann mich erinnern, dass mich meine Mutter einmal sehr geschimpft hat, weil ich eine halbe Tafel Schokolade auf einmal gegessen hatte und das vor dem Essen. Man muss dazu sagen, dass ich als Kind stets ein schlechter Esser war, dürr und mager und es immer Kampf beim Abendrot gab, bis ich wenigstens eine Scheibe Wurst- oder Käsebrot gegessen hatte.

Ganz oft war in den Paketen auch Geld versteckt. Entweder in beigelegten Briefen oder Karten, wobei die auch verschwinden konnten, wenn das Zollpostamt sie entdeckte. Daher wurde das Geld versteckt und man musste die Verpackungen immer ganz genau unter die Lupe nehmen. Einmal fanden wir 50 DM in einer Packung mit Teebeuteln.

Ein Westpaket nur für mich bekam ich ab und zu an meinem Geburtstag von einer entfernten Bekannten meiner Großmutter. Das war meist ein Schuhkarton voll Süßigkeiten, Buntstiften und anderen Waren, die man in der DDR nicht kaufen konnte. Zur Konfirmation bekam ich eines mit Schmuck, einer Handtasche, einem schönen Halstuch und anderen Sachen, die sich ein junges Mädchen wünschte. Irgendwie schaffe ich es ich auch nach dreißig Jahren nicht, mich davon zu trennen, weil diese Geschenke noch heute für mich eine Bedeutung haben. Das mögen nicht einmal diejenigen verstehen, von denen ich die Dinge damals bekommen habe, sofern sie noch leben. Wobei ich im Nachhinein festgestellt habe, dass wir mehr Westpakete von Bekannten erhalten haben, als von der nahen Verwandtschaft.

So war das mit dem Westpaketen. Sie haben den Menschen in der DDR viel Freude gebracht und oft auch aus kleinen Nöten heraus geholfen. So wie der Katalog mit Kaminen, als mein Vater einen bauen wollte und kein Muster hatte. Der Kamin wurde nach einem Bild aus dem Katalog errichtet und brennt heute noch.

Mobil im Osten

Mein Oma und ich vorm Trabi

Viele Erinnerungen kamen gestern Abend wieder hoch, als wir uns eine Dokumentation auf ZDFinfo angesehen haben. Es ging dabei um die Mobilität in der DDR, um Trabi, Wartburg und Co.

Schon weit vor meiner Geburt besaßen meine Eltern ein Auto. Das war in der DDR nicht selbstverständlich. Als ich geboren wurde, hatten sie sogar schon ihren zweiten Wagen. In den Fünfzigern fuhr mein Vater mit dem Motorrad durch die Gegend. Meine Mutter erzählt immer, dass er eigentlich kein Auto wollte und sie ihn heimlich in der Fahrschule angemeldet hat. Nachdem er schließlich die PKW-Fahrerlaubnis hatte – in der DDR durfte es nicht Führerschein heißen (man kann sich denken wieso) – musste dann unbedingt ein Auto her. Das war irgendwann Mitte der Sechziger. Es wurde ein gebrauchter Trabant 500, der eine Monsarote Lackierung bekam. Die Farbe sponserte mein Onkel aus dem Schwarzwald.

Ich habe erst das Nachfolgemodell kennengelernt. 1971 legten sich meine Eltern einen weißen Trabant 601 zu und ließen ihn mit einem dunkelgrünem Dach und Streifen versehen. Noch nach Jahren färbte die grüne Farbe ab.

In der DDR musste man sehr lange auf ein Auto warten. Man füllte eine Anmeldung aus und dann dauerte es 12-15 Jahre, bevor man ein Schreiben bekam, dass man sein Auto abholen kann. Den weißen Trabi hatten wir bis 1984, dann bekamen wir einen neuen. Ich weiß noch, er war Monsungelb mit Papyrusweißem Dach. Paprusweiß deshalb, weil es ein schmuddeliges Weiß war. In der Fabrik bekam man zu der Zeit einfach kein reines Weiß hin. Aber das machte nichts. Verglichen mit unserem alten Auto hatte es eine »moderne« Ausstattung. Dazu gehörten Rollgurte und Nackenstützen vorn, und ausstellbare Fensterscheiben hinten. Es war ein Trabant 601 de lux und mein Vater war ziemlich stolz auf das Auto. Bis 1997 ist er damit gefahren und erst vor zwei Jahren hat er es schweren Herzens verkauft.

Unsere Trabis waren immer treue Begleiter, wir fuhren damit zur Arbeit, ins Wochenendhaus und zurück, besuchten Verwandte und reisten damit sogar durch die ganze Republik bis an die Ostsee. Dabei ließ er uns nur wenige Male im Stich. Einmal war es ein gerissener Keilriemen, dann hakte mal die Zylinderkopfdichtung und ein anderes Mal auf der Autobahn vor Potsdam riss der Spannreifen vom Gebläse. Letztendlich aber haben uns die Autos immer ans Ziel gebracht.

Ich selbst habe allerdings nie versucht, mit einem Trabi zu fahren. Da ich ohnehin kein großartiger Autofahrer bin, scheute ich das Abenteuer. Meinen Führerschein machte ich 1994 unter Zwang und fuhr dann bis 2012 einen roten Golf II. Als ich ihn verkaufte, war er 23 Jahre alt und hatte nicht mal 80.000 Kilometer auf dem Tacho.