Alles Gute zum Sechzigsten!

Uschi Zietsch, alias Susan Schwartz, feiert heute ihren 60. Geburtstag. Die Autorin schreibt schon seit Anfang der Neunzigerjahre bei PERRY RHODAN mit und ist auch mit ihren eigenen Verlag seit langer Zeit erfolgreich.

Der Stammtisch München, bei dem sie quasi zum Inventar gehört, hat ihr zu Ehren eine Publikation herausgebracht, um ihr zu gratulieren. Beteiligt hat sich alles was Rang und Namen hat bei PERRY RHODAN und in der Fan-Szene. Es ist ein schönes dickes Buch geworden, mit vielen Fotos, Geschichten und Glückwünschen. Eine solche Würdigungen erhält nicht jeder.

Ich durfte Uschi im Namen der PRFZ gratulieren und ein kleines Geschenk in Form einer Papiernen Schneekugel übersenden. In den kommenden Urlaubstagen werde ich mir Zeit nehmen, dass Buch zu lesen.

Liebe Uschi, ich wünsche Dir alles Gute, bleib gesund und schreibe weiter fleißig für NEO und die Erstauflage.

Die Druuns kommen

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 256 – »Die Flüsterfürstin« von Ben Calvin Hary

Etwa einhundert Jahre bevor Erde und Mond nach M 3 versetzt werden, stürzt das Akonenraumschiff TRAVINOL auf einem Planeten innerhalb der Dunkelwolke ab. Die überlebende Crew sieht sich alsbald mit einheimischen Insekten – von den Akonen Druuns genannt – konfrontiert, die nicht nur die Schiffstechnik schädigen, sondern die auch in die Gehirne eines Teils der Besatzung eindringen und sie fremdsteuern. Es beginnt ein Kampf um das Wrack und Möglichkeit für die Druuns, den Planeten zu verlassen.
Die SOL empfängt den Notruf der TRAVINOL. Die FAIRY fliegt mit Gucky, Sam Breiskoll, Omar Hawk sowie dem Okrill Watson den Planeten an. Doch sie finden nur noch das zerstörte Raumschiff vor. Die Crew muss vor fast einhundert Jahren gestorben sein. Watson wird unbemerkt von den Druuns »infiziert« als er ihre Nester zerstört.
Zurück auf der SOL breiten sich die Insekten exponentiell über das ganze Schiff aus und infizieren einen Großteil der Crew. Die befallenen Menschen verhalten sich zunehmend aggressiv, sobald sie auf Nichtinfizierte treffen. Perry Rhodan und die Schiffsführung beschließen, alle Nichtinfizierten in die FAIRY zu evakuieren und das Schiff von der SOL abzukoppeln.
Aus einem Baugefühl heraus fliegen sie erneut den Planeten mit dem abgestürzten Wrack an, um vielleicht mehr über die Hintergründe der Druuns zu erfahren. Und tatsächlich in Kavernen unterhalb der TRAVINOL treffen sie auf Välfouerr dem Mentor von Callibso, der ihnen mitteilt, dass sich mit Hilfe der Druuns ein Quantenschatten auf die SOL gelangt ist und sich nun in der Positronik versteckt.
Die FAIRY kehrt daraufhin zur SOL zurück, auf der alles wieder normal zu sein scheint. Da erwacht Sam Breiskolls Sohn Bjo, der von NATHAN heimlich an Bord gebracht wurde, aus seiner Tiefschlafkapsel.

Freunde des gepflegten Horrors kommen bei dem Roman sicher auf ihre Kosten. Die Situation auf der SOL erinnerte mich stark an den Film »Die Körperfresser kommen«, was vielleicht auch ein bisschen beabsichtigt war. Jedenfalls finden sich Perry Rhodan und seine Frau Thora schnell in einer gefährlichen Situation wieder, aus der sie in letzter Sekunde gerettet werden können.

Der Gruselfaktor ist auch in den Kapiteln um Valkia die Kommandantin der TRAVINOL stets präsent. Deren Aufzeichnungen über den Absturz und das Überleben der akonischen Crew sind spannend geschrieben und man weiß bis zum Schluss nicht, wer eigentlich auf der bösen Seite steht und wer auf der guten.

Sehr schön finde ich die Charakterisierung von Sam Breiskoll, dem Chefmedizinier der SOL, der um seinen in Stasis befindlichen Sohn bangt und in Cole Reeves einen Verbündeten an Bord der SOL findet. Hier nimmt der Autor Bezug zu einer seiner Figuren aus Band 245.

Obwohl ich wie immer ein bisschen befangen bin, weil ich den Roman schon in der Manuskriptfassung gelesen habe, finde ich ihn gut geschrieben. Sehr lebendig und bildhaft gezeichnet, mit viel Gespür für die Charaktere.

Der einzige Punkt, den ich schon am Manuskript bemängelt habe, ist die Präsensform von Valkias Aufzeichnungen. Obwohl sie in diesem Fall sogar gerechtfertigt ist und obwohl ich ein Fan des Erzählens im Präsens bin, hatte ich Probleme, vor allem bei den Übergängen zu den anderen Kapiteln, die klassisch im Präteritum geschrieben sind. Da kam ich regelmäßig ins Straucheln. Da half mitunter nur, eine kurze Lesepause einzulegen.

Alles in allem ist »Die Flüsterfürstin« ein spannender Roman, der eine neue, dem Erstauflagenleser bekannte, Figur in NEO einführt und mit dem geheimnisvollen Quantenschatten eine neue Bedrohung für Perry Rhodan und die Menschheit heraufbeschwört.

Der perfekte NEO

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 255 – »Die perfekte Welt« von Lucy Guth

Auf ihrem Weg durch die Dunkelwolke in M3 trifft die SOL auf ein seltsames Phänomen. Ansammlungen sogenannter neutraler Quanten führen zu einer Reihe absurder Vorfälle an Bord des Raumschiffes. Der integrierte Schlachtkreuzer FAIRY verwandelt sich in einen lebendigen Organismus, die Wasserfläche in einem der Habitate wird zu Gelee und Gucky wächst nach dem Genuss eines Möhrentörtchens erst zu einem Riesen, um kurze Zeit später auf Mausgröße zu schrumpfen. Perry Rhodan muss den Bordarzt aus dem Kokon einer Riesenspinne befreien und im Reaktorraum wachsen überdimensionale fleischfressende Pflanzen.
Chefwissenschaftler Geoffry Waringer glaubt, dass die freien neutralen Quanten mit den Gedächnisinhalten der Crew interagieren und so Gedanken zur Realität werden lassen. Besonders absurd wird es, als die Sensoren der SOL ein Sonnensystem entdecken, das dem Solsystem wie ein Ei gleicht. Perry, Thora, Gucky und Waringer fliegen in einer Space-Disk den dritten Planeten an und landen in Terrania auf einer zweiten Erde. Dort herrscht ein zweiter Perry Rhodan, der seine Vision einer perfekten Welt gnadenlos verfolgt. Unteranderem verändert er mittels sogenannter Schwellensprünge die Realität derart, dass sie seinem Ideal entspricht. Entstehende Abweichungen werden stets aufs Neue korrigiert. Menschen verschwinden, andere tauchen auf, Gebäude, Städte und Landschaften verändern sich nach jedem Sprung. Koalitionen zerbrechen, formen sich neu und wer nicht ins Raster passt, wird auf dem Merkur zwangsinterniert.
Perry Rhodan und seine Freunde von der SOL werden geschnappt und müssen sich nicht nur der Gegner und Anhänger von Rhodan II erwehren, sondern auch mit den Auswirkungen der Schwellensprünge klarkommen. Denn nach einem Sprung können Freund und Feind vertauscht sein und sich der eben noch sichere Ort in eine Falle verwandeln.
Letztendlich findet Waringer heraus, dass dieses zweite Solsystem aus Perry Rhodans Gedanken entstanden ist und nur er in der Lage ist, Rhodan II aufzuhalten und den Spuk zu beenden. Nachdem dies glückt, kehren die vier auf die SOL zurück.

Wow! Was für eine Geschichte. Das ist Science Fiction wie ich es liebe. Ich vermag meine Begeisterung kaum zügeln, über das, was die Autorin hier abgeliefert hat.

Klar ist die Idee, das Raumzeit und Gedanken miteinander verschränkt sind, nicht neu. Bereits in der Episode »Der Reisende« bei Star Trek: The next Generation geriet die Besatzung der Enterprise ebenfalls an einen Ort, an dem ihre Gedanken real wurden. Für diesen NEO-Roman wurde das Thema jedoch so passend variiert, dass die Idee noch sehr viel mehr Tiefe bekommt.

Ausgerechnet Perry Rhodans Traum von einer perfekten Welt erschafft eine ganz und gar nicht perfekte Gesellschaft, die sich selbst durch ständige Korrekturen nicht perfektionieren lässt. Die Schicksale seiner Freunde und Familie, die für diesen Traum geopfert werden, belegen, dass es die perfekte Welt nicht geben kann.

Das Wiedersehen mit vielen Bekannten aus dem NEOversum ist ein weiteres Highlight der Geschichte. Egal ob Crest, Clark Flipper oder Eric Leyden, die Charaktere sind so treffend beschrieben, dass es ist ein Fest ist, diese Figuren nochmal erleben zu dürfen.

Auch wenn die Meinung in der PR-Redaktion eine andere sein mag, für mich steht fest: einen Serienroman mit einer derartigen Detailtreue kann nur ein echter Fan schreiben. Und Lucy Guth ist NEO-Fan der ersten Stunde.

»Die perfekte Welt« ist für mich einer der besten NEO-Romane, die ich bisher gelesen habe und ganz sicher einer der besten in dieser Staffel. Eine faszinierende Science-Fiction-Idee in perfekter Ausführung – was will man mehr.

Exemplarischer Schäfer

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band – »Die Exemplarische Instanz« von Rüdiger Schäfer

Die Überschweren haben im Handstreich das Solsystem eingenommen. Sie scheinen sehr viel über die Menschen zu wissen und setzen dieses Wissen strategisch ein. Protektor Reginald Bull setzt auf Kooperation mit den Invasoren, auch weil die dezimierte Terranische Flotte nicht in der Lage ist, gegen die Tausenden mit Transformkanonen bestückten Schiffe der Invasoren vorzugehen. Der Befehlshaber der Überschweren, Leticron, lässt sich auf dem Mars nieder und macht Bull zu seinem Handlanger. Später bricht Leticron mit einem Teil seiner Flotte ins Wegasystem auf, um auch die Ferronen in sein Sternenreich einzugliedern.
Auf dem Mars formiert sich derweil Widerstand. Einige Menschen wollen die Besatzung durch die Überschweren nicht hinnehmen und verüben einen Anschlag. Thomas Rhodan da Zoltral, der unter einer Tarnidentät auf dem Mars unterwegs ist, will sich die Rebellen näher ansehen.
Auch das Medizinische Zentrum auf Mimas wird von den Überschweren in Besitz genommen. Als Ronald Tekener seine Schwester beschützen will, gerät er mit zwei Überschweren zusammen. Bevor die ihm aber ernsthaft schaden können, bekommt er Unterstützung von Jennifer Thyron der Sicherheitschefin der Whistler Corporation. Gemeinsam fliehen sie von Mimas auf den Mars.

Rüdiger Schäfer weiß, wie man Frauen rumkriegt, zumindest als Leserinnen von NEO. Die Romanze zwischen Ronald Tekener und Jennifer Thyron war exzellent geschrieben mit der richtigen Dosis Humor und Romantik. Damit bekommt er mich eigentlich immer. (Thyron war übrigens in der Erstauflage lange Zeit Tekeners Frau.) Nur ihre Reise mit dem Müllfrachter war nicht gut durchdacht. Warum sollte Mimas seine medizinischen Abfälle erst mit einem Raumschiff auf den Mars schicken, um sie dann dort mittels Desintegratorentechnologie aufzulösen? Das hätte man auch auf Mimas machen können, zum einen weil es billiger wäre und zum anderen würde man die Gefahren minimieren, die ein Transport medizinischer Abfälle mit sich bringt. Außerdem müssen Tekener und Thyron zwei Tage ohne zu Trinken auskommen und sind am Ende noch so fit, dass sie einen drohenden Absturz aus dem Müllcontainer überleben. Das halte ich für realitätsfern. Da wäre ein Versorgungsfrachter, der Güter aus den Kolonien durch das Solsystem transportiert, glaubhafter gewesen.

Spannend ist ebenfalls der Handlungsstrang um Thomas Rhodan in seiner Tarnidentität. Er muss untertauchen, als das Quinto-Center von den Überschweren entdeckt und übernommen wird. Auf dem Mars kommt er nicht nur in Kontakt zu den Rebellen, die den Besatzern um Leticron Widerstand leisten, sondern er erfährt auch, dass das Langstrecken-Kurierschiff ERNSTING mit Neuigkeiten von der Erde und von Perry Rhodan im Solsystem eingetroffen ist. Das einzig nervige an den Kapitel ist, dass der Name von Thomas Rhodan da Zoltral in gefühlt jedem zweiten Absatz voll ausgeschrieben wird.

Nicht weniger bewegend ist Reginald Bulls »Auseinandersetzung« mit Leticron. Der Überschwere ist schwer einzuschätzen. Er gibt sich kumpelhaft aber verschlagen. Rüdiger Schäfer gelingt es sehr gut, den Konflikt darzustellen, den Bull mit sich selbst und seiner aufbrausenden Natur durchlebt. Um die Menschen im Solsystem zu schützen, muss er dem Besatzer bedingungslos gehorchen. Leticrons Ziele dagegen sind schwer zu fassen, zumal seine Herkunft nach wie vor ein Geheimnis bleibt. Viel wichtiger ist, dass er offenbar einen Verbündeten hat, der die Menschen sehr gut zu kennen scheint und von dessen Wissen Leticron profitiert. Der maskierte Mensch nennt sich Braas’cooi. Der Beschreibung nach, steckt kein anderer als Alaska Saedelaere hinter der Maske.

Die Handlungsebene im Solsystem finde ich nach diesem Roman fast noch spannender als Perrys Abenteuer mit der SOL in M3. Ich bin hin- und hergerissen, möchte ich jetzt doch wissen, wie die Geschichte um Leticron und die Terraner weitergeht. Was Leticron und die Überschweren angeht, bin ich mir sicher, das sie irgendwas mit den Mehandor Schwestern zu tun haben, die damals die Pläne der Transformkanone gestohlen haben. Offensichtlich sind sie nicht von einem Saurier gefressen worden, sondern vermutlich in die Vergangenheit gereist.

Noch zu erwähnen sind die kurzen Szenen über einen Akonen, der durch die Versetzung auf dem Mars materialisiert ist und von zwei Farmern gerettet wird. Auch da bin ich gespannt, wie es mit ihm weitergeht. Eines ist mir jedoch noch nicht klar: Was ist mit dem Planeten und seinem Mond aus dem Akon-System, stehen die jetzt anstelle der Erde, oder ist da nichts? Das wurde nicht explizit beschrieben.

»Die Exemplarische Instanz« ist ein typischer Roman von Rüdiger Schäfer, der die Charaktere in den Vordergrund stellt und mit viel Emotion eine ausgesprochen spannende Geschichte erzählt. Großartig.

Haluter und Bestie in Nöten

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 253 – »Die Amber-Protokolle« von Rainer Schorm

Die Bestie Tro Khon und der Haluter Icho Tolot, wurde von Perry Rhodan in M3 von einem Planeten gerettet. Nun erzählen sie der Crew der SOL, wie sie dort gelandet sind.
Tro Khon war zuletzt mit dem Leyden-Team zusammen, bevor sie in Kreell eingeschlossen und durch eine Anomalie in die Zeit vor Beginn des Universums gezogen wurden und er anschließend allein auf der Bernsteinwelt Amber in M3 strandet. Wo er von der Wesenheit Tiamat festgehalten wird.
Icho Tolot untersucht Jahre lang einen Datenspeicher, den er auf bei einer Mission im Monoceros-Ring erhalten hatte. Die Erforschung der Daten gestaltet sich schwierig und so erhält er erst spät einen Hinweis in Form eines Signals, das ihn durch den Sonnentransmitter von Algol C ebenfalls auf die Bernsteinwelt führt. Hier befreit er Tro Khon und beide entkommen der ungewöhnlichen Welt.
Auf ihrer Suche nach dem Zielort des Signals gelangen sie auf einen Planeten
 mit einer verlassenen Station der Loower oder der Vorgänger. Hier treffen sie wieder auf das scheinbar körperlose Wesen Tiamat, das in Tolot die ideale körperliche Hülle sieht. Tolots geistige Übernahme durch Tiamat kann von Tro Khon verhindert werden, aber die Station erkennt in den beiden eine Gefahr und setzt sie so lange fest, bis Rhodan sie befreien kann.
Das ambivalente Wesen Tiamat, mit dem auch schon Omar Hawk und Sofgart Kontakt hatte, scheint eine nicht unwichtige Rolle zu spielen. Noch offenbaren sich nur Puzzleteile des kosmischen Plans, in den die Menschen und ihre Freunde hineingezogen wurden. Selbst die Versetzung der Erde nach M3 und der Bau der SOL durch NATHAN sind offensichtlich kein Zufall.

Rainer Schorm, bekannt für seine detaillierten technischen Beschreibungen, schöpft bei diesem Roman aus dem Vollen. Ob es bei der Untersuchung des Datenträgers ist oder bei der Reise von Tro Khon bis hin zu der negativen Sonne, um die sich die Bernsteinwelt Amber dreht, vieles ist komplex geschrieben und erfordert erhöhte Aufmerksamkeit. Ich konnte den Roman nur Kapitelweise lesen, alles andere wäre mir zu viel geworden. Dennoch habe ich, glaube ich, nicht alles verstanden, was der Autor mir erzählen wollte. Vieles wird über quantenphysische Zusammenhänge erklärt, die sich mir jedoch verweigern.

Auch dachte ich zunächst die Bernsteinwelt sei das Zentrum der Dunkelwolke und das Ziel von Tolot. So wunderte ich mich, dass er das System so schnell verlassen hat, um dann wieder der Signalspur aus dem Datenspeicher zu folgen. Etwas ermüdend fand ich am Ende die Spekulationen von Rhodan und der Crew der SOL über die Wesenheit von Tiamat. Das hat weder mich noch die Beteiligten weitergebracht.

Die Charaktere allerdings sind gelungen. Das Zusammenspiel der beiden so unterschiedlichen oder doch gleichen Individuen ist unterhaltsam geschrieben. Die oft zynischen Kommentare der Bestie lassen tief blicken. Tro Khon, durch die Infektion mit Cruum-Sporen beinamputiert und höllische Schmerzen erleidend, hat dazu noch Depressionen und nun kommt auch noch »Darmfraß« dazu. Die Bestie kann einem echt leid tun. Der Blick in Tolots Kopf ist ebenfalls nicht ohne Reiz. Wie er die Menschen sieht und wie er über die Bestie denkt, wirkt einerseits sehr menschlich, andererseits aber dennoch fremd.

Das Schicksal des Leyden-Teams ist endlich geklärt, wenn auch nicht so spektakulär wie ich es mir gewünscht hätte.

»Die Amber-Protokolle« ist ein sehr schwieriger Roman voller technischer und quantenphysikalischer Vorgänge. Viel passiert in der laufenden Handlung nicht, aber es werden einige Puzzleteile aus der Vergangenheit zusammengefügt. Der Datenträger aus Band 188 taucht wieder auf und man erkennt, wie tief die Handlung der NEO-Serie trotz ihrer kurzen Staffeln inzwischen verknüpft ist.

Kritik einstecken kann man lernen

»Wer seinen Hintern zum Fenster raushängt, der muss damit rechnen, dass es drauf regnet.« Den Satz von NEO-Exposéautor Rainer Schorm sage ich jedes Mal zu mir selbst, wenn ich in der einen oder anderen Weise Kritik für meine schreiberische oder redaktionelle Arbeit einstecken muss.

Diese Woche hatte ich gleich zwei Mal das Vergnügen, mich mit Kritiken zu meiner Kolumne »FanSzene« auseinanderzusetzen. Unabhängig voneinander wurden Inhalt und Aussagen kritisiert. Noch vor ein paar Jahren hätte mich das total verunsichert. Inzwischen habe ich gelernt, konstruktiv damit umzugehen. Die Kritiker meinen es nicht böse, sie haben nur einen anderen Standpunkt oder eine andere Meinung. Das ist legitim. Meist ist es der fehlende Einblick in die Abläufe, um zu verstehen, warum ich das eine Fanzine nicht dafür aber das andere besprochen habe? Warum in der Ausgabe der SOL jene Artikel drin sind und nicht andere. Ich kann allen nur versichern, dass es gute Gründe gibt für das, was ich schreibe und tue. Was meine Aussagen betrifft, so hat jeder seine eigenen Ansichten. Ich finde es gut, wenn sich jemand gegenteilig äußert, denn das beweist mir, das diejenigen es gelesen und sich damit auseinandersetzt haben. Das bringt ganz viel für mich selbst, weil manches von einem anderen Standpunkt ausgesehen, tatsächlich einen anderen Eindruck macht. Insofern bin ich froh, wenn sich jemand kritisch äußert. Es sollte aber konstruktiv sein, da bin auch auch gern bereit, mit demjenigen zu diskutieren.

Es gab diese Woche auch angenehme Kritik. Zum Beispiel zur SOL 102. Uwe Bätz, der fleißig alle Romane der PERRY RHODAN Erstauflage rezensiert, schrieb in seinem Blog »Ansichten zu PERRY RHODAN« zur aktuellen Ausgabe der SOL. Und Volker Hoff hat zusammen mit Martin Ingenhoven ein YouTube-Video über die SOL 102 gedreht.

Beides freut mich natürlich sehr. Ich hoffe, auch die anderen Leser der SOL hatten viel Freude mit den Beiträgen im Heft. Momentan arbeite ich schon an der Ausgabe 103.

Zwangsläufige Annäherung

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 252 – »Kampf um SENECA« von Susan Schwartz

Die Lage im Akon-System ist nach wie vor angespannt. Akonen und Terraner stehen sich misstrauisch gegenüber. Die Unsicherheit auf beiden Seiten in der Bevölkerung ist groß, dennoch geben sich die Regierungen hoffnungsvoll. Akonische und menschliche Wissenschaftler versuchen den Blauen Schirm zu reparieren. Die komplette Raumflotte ist auf der Erde gelandet. Nur die CREST II mit der Interims-Kommandantin Gabrielle Montoya befindet sich noch im Weltraum zwischen den Planeten, weil die Schiffspositronik SENECA sich immer seltsamer verhält.
Montoyas Kontakt zur Akonin Auris von Las-Toór ist herzlich und so lädt diese als Mitglied des Hohen Rates eine Delegation der CREST II nach Drorah zu einem Empfang in der Hauptstadt ein. Die friedliche Begegnung wird auf beiden Planeten in den Medien ausgestrahlt und soll das Mistrauen abbauen.
Doch ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt dreht SENECA durch und die CREST II droht auf den Planeten zu stürzen. Der Impakt würde nicht nur die Crew, sondern auch Millionen Akonen auslöschen. Von der akonischen Delegation an Bord zurückgelassene Nanomaschinen zerstören nach und nach die Positronik. In letzter Minute gelingt es den Spezialisten auf der CREST II, allen voran Donna Stetson und den Zwillingen Bumipol und Sianuk na Ayutthaya die Naniten den Grund für SENECAS Probleme auszumachen.
Zum Glück erfahren weder die akonische noch die terranische Bevölkerung etwas von der Beinahekatastrophe. Stattdessen können die Wissenschaftler in enger Zusammenarbeit den Blauen Schirm reparieren und wieder aktivieren.

Susan Schwartz hat die undankbare Aufgabe die Situation im Akon-System von allen Seiten zu beleuchten. Das gelingt ihr gut. Man gewinnt einen Einblick, wie die normalen Bewohner beider Welten die Katastrophe sehen, welche Gefühle sie dabei haben und wie sie auf unterschiedliche Art versuchen, mit der geänderten Lage zurecht zu kommen. Vielleicht kommt manche Aussage ein wenig belehrend rüber, aber die Autorin bemüht sich um Glaubhaftigkeit.

Mittels sechs oder sieben Perspektiven erzählt die Autorin ihre Geschichte, die eigentlich viele kleine Geschichten sind. Besonders gut gefallen hat mir die Handlung um Merle van Leeuwen und die Akonin Pinar von Rohan. Sie sind beide für die Reparatur des Blauen Schirms verantwortlich, müssen zusammenarbeiten, obwohl sie zunächst einander nicht mögen. Gut fortgesetzt hat die Autorin auch die aufkeimende Freundschaft zwischen Gabrielle Montoya und Auris von Las-Toór.

Interessant finde ich die politischen Ränkespiele innerhalb des Akonischen Hohen Rats beschrieben. Unglücklich bin ich über die Zusammensetzung der terranischen Notregierung. Da gibt es doch sicher jüngere Politiker als nur einen greisen Julian Tifflor. Ich habe sowieso nicht verstanden, warum die komplette Erdregierung sich während der Versetzung an Bord der Raumflotte aufhielt und nicht auf der Erde. Als hätten sie Angst, dass etwas schiefgehen würde. Gegenüber der normalen Bevölkerung war dieses Verhalten nicht in Ordnung und außerdem ist es heute schon bei Regierungen üblich Staatschefs und ihre Stellvertreter nicht gemeinsam auftreten zu lassen. Manche dürfen sich nicht mal in der gleichen Stadt aufhalten. Ich warte bereits darauf, wann die ersten Klagen gegen die TU und die Terranische Regierung eingereicht werden.

Ausgerechnet die Haupthandlung um SENECA hat mich nicht restlos überzeugt. Es ist spannend geschrieben, aber dennoch ziemlich vorhersehbar. Es hatte sich schon im vorangegangenen Roman angedeutet, dass die Akonen an Bord der CREST II irgendetwas angestellt haben. Dennoch ist die Erklärung nicht logisch. Nanomaschinen sind sehr klein, dennoch sind sie makroskopisch. Bei dem schiffsweiten Systemcheck hätten sie in der Hardware auffallen müssen, unter dem Mikroskop zum Beispiel. Die Zwillinge begeben sich aber virtuell in die Software der Positronik, dort können sie vielleicht Computerviren, -würmer oder Softwarefehler aufspüren, aber sicher keine Naniten.

»Kampf um SENECA« ist ein spannender Roman, den ich sehr schnell durchgelesen habe und der sehr eindrucksvoll die menschlichen und akonischen Charaktere in der Ausnahmesituation in Szene setzt.

Spannung an zwei Fronten

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 251 – »Hinter der Dunkelwolke« von Lucy Guth

Das Auftauchen der SOL bringt Unruhe ins Verhältnis zwischen Terranern und Akonen, dennoch versuchen beide Völker zusammenzuarbeiten. Die Akonen sehen in der SOL eine Gefahr für das Blaue System und Perry Rhodan ist zugleich bestrebt, das neue Raumschiff in Augenschein zu nehmen. Er wechselt mit Thora von der CREST II auf die SOL. Nicht nur, um das System der Akonen möglichst schnell zu verlassen, sondern auch um bald den Grund für die Versetzung von Erde und Mond nach M3 herauszufinden und wenn möglich rückgängig zu machen.
Die SOL dringt dazu in die Dunkelwolke im Zentrum von M3 ein, die von den Akonen auf Grund der dort drohenden Gefahren gemieden wird. Das Schiff übersteht den Transfer und landet in einer Art Quantenuniversum, ohne Möglichkeit auf Rückkehr. Dafür empfangen sie einen Notruf und entdecken auf einem Planeten die DOLAN.
In einer Anlage der Loower bzw. der Vorläufer stoßen sie auf Icho Tolot und Tro Khon, die in ihrer verfestigten Form dort schon so lange ausharren, dass sie kaum noch am Leben sind. Der Arkonide Sofgart kann sie mit Hilfe des F’Atkor wiederbeleben und Rhodan, Hawk und Gucky sie aus der zum Leben erwachenden Station herausholen.

Derweil gibt es ein Problem mit SENECA auf der CREST II. Die Bordpositronik verhält sich irrational und verursacht schiffsweite Störungen und das ausgerechnet, als eine Delegation der Akonen das Schiff besichtigt. Die Positronik sieht ihre Existenz in Gefahr und nicht einmal Positronikpsychologin Donna Stetson kann zu SENECA durchdringen.

Ein wahrlich furioser Roman. Beide Handlungsebenen versprechen Spannung und starke Charaktere. Da ist kein Satz zu viel und keiner zu wenig. Die Charaktere sind lebhaft gezeichnet und ihre Probleme nachvollziehbar. Es macht einfach Spaß Donna Stetson bei der Arbeit mit SENECA zuzusehen oder mit Thora durch die SOL zu streifen.

Die Schiffstechnik der SOL wird gut eingeführt. Die Ideen für das Generationenschiff sind originell von Peter Dachgruber ausgedacht. Da steckt eine Menge Hirnschmalz drin. Wie zum Beispiel die, mittels einer Mikrosingularität betriebene, Energieversorgung oder die fünf verschiedenen Habitate, in denen die Besatzung lebt und die sich an verschiedenen Welten orientieren. Da möchte man selbst gern mitreisen oder kann sich vorstellen wie viele schöne Geschichten man dort erzählen könnte.

Aber auch die Situation auf der CREST II mit der Begegnung zwischen Gabrielle Montoya und Auris von Las-Toór oder mit Donna Stetson ist gut und glaubhaft geschildert. Dass die Akonen nicht darauf bestehen, an der Expedition in die Dunkelwolke teilzunehmen, weil sie zu viel Angst davor haben, hätte allerdings besser herausgearbeitet werden müssen.

Ein paar Probleme hatte ich mit der Rettung von Icho Tolot und Tro Khon. Der Planet, die Station, die Hinweise auf die Loower und die Vorläufer – das klang phantastisch, dennoch fehlten mir oft die Details. Es war spannend, aber es ging mir zu schnell, nicht alles konnte ich nachvollziehen. Erneut ist es eine Armee aus Robotern, die plötzlich erwachen und sich unseren Helden in den Weg stellen. Wieder müssen Gucky, Omar Hawk und Watson dafür sorgen, sie in einen Haufen Schrott zu verwandeln. Wieder ist es der Einsatz von Sofgarts F’Atkor der die Situation auf unerklärliche Weise rettet. Diese Szenarios hatten wir schon so oft. Da hätte ich mir gern mal was Originelleres gewünscht. Und dass sich sowohl Tolot als auch die DOLAN so schnell erholen, um den angreifenden Robotern zu entkommen, fand ich dann doch etwas unglaubwürdig. Aber das ist Jammern auf hohen Niveau.

»Hinter der Dunkelwolke« ist ein spannender und rasanter Roman, der zu keiner Zeit Langeweile aufkommen lässt und durch die SOL und die Erkundung der Dunkelwolke auch den nötigen Sense of Wonder liefert.

Eine neue Epoche

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 250 – »Zeitenwende« von Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm

Um einer Auseinandersetzung mit einer Flotte von Kolonisten aus dem Weg zu gehen, versucht man den erdnahen Raum in ein Antitemporales Gezeitenfeld (ATG) zu hüllen und temporal so zu versetzen, dass Erde und Mond aus der Wirklichkeit verschwinden. Das Experiment geht gründlich schief. Nicht nur das beide Planeten, inklusive der CREST II und der halben Terranischen Flotte, um eine räumliche Distanz von 34000 Lichtjahren in den Kugelsternhaufen M 3 versetzt werden. Bei ihrer Ankunft im Akonsystem zerstören sie den Blauen Schirm, den die Akonen um ihr Sonnensystem gelegt haben, um sich abzuschotten. Zum Glück reagieren sowohl Terraner als auch Akonen besonnen. Es kommt zu einer friedlichen Verständigung. Recht schnell wird klar, dass eine Dunkelwolke in M 3 für die Versetzung von Erde und Mond ins Akonsystem verantwortlich ist. Doch für die Erkundung der Dunkelwolke benötigt man ein besonderes Schiff. NATHAN stellt daraufhin Perry Rhodan das Großraumschiff SOL zur Verfügung.
Im Solsystem bleibt Protektor Reginald Bull mit dem Rumpf der Terranischen Flotte zurück und muss sich mit Tatcher a Hainu, dem Anführer der Kolonisten und den verbliebenen Terranern herumschlagen, ohne zu wissen, was aus der Erde und seinen Freunden geworden ist. Doch nicht nur das … plötzlich materialisiert eine riesige Flotte in der Nähe des Pluto und fordert die Bewohner des Sonnensystems auf, sich der Exemplarischen Instanz der Überschweren zu unterwerfen. Ihr Anführer Leticron fackelt nicht lange und zerstört PUMA den Außenposten der Terraner auf dem Pluto.

Die Versetzung der Erde von ihrem angestammten Platz ist ein beliebtes Motiv in der PERRY RHODAN-Serie. Es war nur ein Frage der Zeit, bis es auch bei NEO aufgegriffen wurde. Seit dem Tod von Iratio Hondro und dem Ende des Dunkellebens sind zwölf Jahre vergangen. Eine Zeit, die die Terraner offensichtlich genutzt haben, um sich technologisch weiterzuentwickeln. Gesellschaftlich scheint es aber nach wie vor in den Beziehungen zu den Kolonien zu hapern.

Wie groß muss die Not der Kolonisten sein, dass sie einen offenen Feldzug gegen die Terranische Flotte im Herzen des Solsystems wagen? Selbst Perry Rhodan fragt sich, wie das mit den Kolonien so schieflaufen konnte. Vielleicht, weil man die Menschen bzw. die Kolonisten nicht einbezogen hat, sie nicht abgeholt hat, in ihren Sorgen und Nöten. Andererseits scheint die Terranische Union nicht viel daraus gelernt zu haben, denn sie begehen den gleichen Fehler erneut. Sie experimentieren mit dem ATG, ohne die Erdbewohner zu fragen, ob sie das überhaupt wollen. Sie wurden erst kurz zuvor darüber informiert. Wow, das finde ich schon sehr hart. Da wird Perry Rhodan hoffentlich noch einiges blühen, denn die Auswirkungen der Versetzung werden viele Opfer fordern. Nicht nur diejenigen, die durch seismische Störungen und dem Absturz einer Kunstsonne gestorben sind. Die Folgeschäden der veränderten Sonnenstrahlung werden katastrophal sein. Natur und Menschen sind auf das Spektrum von Sol »geeicht«. Eine blaue Sonne mit hoher UV-Strahlung wird wohl einiges an Veränderungen bringen. Da bin ich gespannt, was sich die Exposéautoren alles dazu einfallen lassen.

Titelbildvariante Quelle: Perrypedia

Ein Handlungsstrang wird aus der Sicht von Auris von Laas-Tor erzählt. Die Akonin verliert durch seismische Aktivitäten bei der Ankunft der Erde im Akonsystem ihren Bruder. Es ist bewundernswert, wie sie dennoch einen kühlen Kopf bewahrt und die Vorgänge logisch durchdenkt. In der Erstauflage waren Perry und Auris einander zugeneigt. Ich bin gespannt, ob das bei NEO ebenfalls ein Thema sein wird und wie Thora ihren Mann verteidigt. Das Volk der Akonen wird von den Autoren sehr schön eingeführt, das hat mir ausgesprochen gut gefallen. Da freue ich mich, mehr zu lesen.

Reginald Bull sitzt nun also im Solsystem fest und darf sich mit den Vertretern der TU und den aufständigen Kolonisten herumärgern. Hier hat ein wenig die verblüffte Reaktion der Kolonisten gefehlt, da hätte ich mir mehr Unglauben und Widerstand gewünscht. Tatcher a Hainu akzeptiert einfach das Fehlen der Erde und hält seine Flotte zurück. Das fühlte sich ein wenig langweilig an, gerade wegen der vorangegangenen Vorfälle, bei denen ein Schiff der Terranischen Flotte zerstört wurde.

Am Ende wird es nochmal spannend, als die Flotte der Überschweren ankommt, um das Solsystem zu unterwerfen. Offensichtlich ist man auf der Erde in der galaktischen Politik nicht ganz auf dem Laufenden. Hätte man sehen können, das wieder eine Invasion bevorsteht? Vielleicht wäre ein Blick nach außerhalb der Lokalen Blase nicht schlecht gewesen. Explorerschiffe, die in der Galaxis die Lage sondieren und potentielle Gefahren auskundschaften. So wurde das zumindest in der Erstauflage gelöst. Angesichts des Vorfalls denke ich mir, das NATHAN genau wusste, was er tat, als er das Projekt mit dem ATG-Feld ausgeheckt hat. Wahrscheinlich wurden Erde und Mond genau deshalb räumlich versetzt, um Leticron und seiner Flotte zu entgehen.

Ohne Zweifel ist den beiden Autoren mit »Zeitenwende« ein großer Wurf gelungen. Da steckt viel potentielle Handlung für die nächsten fünfzig Bände drin. Die legendäre SOL ist nur ein Highlight von vielen. Kenner der Erstauflage finden viele bekannte Schauplätze und Personen wieder und die Nur-NEO-Leser dürfen noch tiefer in die Welt von PERRY RHODNA eintauchen. Wer jetzt bei NEO einsteigen will, sollte das unbedingt tun. Einen geeigneteren Zeitpunkt kann es gar nicht geben.

Die Risszeichner in der SOL

Mitte Mai erscheint die neue Ausgabe der SOL, dem Magazin der PRFZ. Mitglieder des Vereins dürfen sich auf 80 Seiten geballte Information und Unterhaltung freuen.

Schwerpunktthema der SOL 102 sind die Risszeichner. Seit Beginn der PERRY RHODAN-Serie begleiten Risszeichnungen die Romane der Erstauflage. Sie gehören wie selbstverständlich zur Serie dazu und erweitern das Lesevergnügen auf besondere Weise. Neben Interviews mit Verena Themsen und Georg Joergens, einer Zusammenfassung des Risszeichnerprogrammpunktes bei der PERRY RHODAN Online Woche vom Juli 2020, erklärt Gregor Paulmann, wie die Risszeichung der THORA entstand und zeigt Mark Fleck die erste Risszeichnung zu PERRY RHODAN NEO.

Dazu kommen wie immer die Besprechungen der PERRY RHODAN-Erstauflage und NEO, sowie ein ausführlicher Rückblick auf den »Mythos«-Zyklus. Die Fan-Szene wird durch ein Interview mit den Podcastern von der Dritten Macht vertreten. Susanne Modl präsentiert den zweiten Teil ihres Wörterbuchs der Arkonidischen Sprache. Norbert Fiks nimmt uns in einer Kurzgeschichte noch einmal mit zum Mond und erklärt in einem weiteren Artikel welchen Stellenwert PERRY RHODAN bei den SF-Preisen in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten hatte.

Besonders hervorheben möchte ich den bewegenden Beitrag von Katja Bruck über ihren Vater den Künstler Johnny Bruck und den sehr aufwendig recherchierten Artikel von Stefan Wepil zum Sternenrad, der im nächsten Heft mit den »Welten des Sternenrads« fortgesetzt werden wird.

Außerdem erwarten euch eine Betrachtung über queere Charaktere bei PR, eine Vorstellung welche PERRY RHODAN-Spiele es für den ATARI gab und eine Besprechung der Space-Thriller.