Die SOL gratuliert zum 60. Seriengeburtstag

Die SOL 103 beschäftigt sich umfassend mit dem 60-jährigen Jubiläum der PERRY RHODAN-Serie. Dazu liefert Alexandra Trinley den ersten Teil einer Reihe mit Rückblicken auf die Geburtstage der Heftromanserie. In der ersten Folge deckt sie die ersten 21 Jahre ab und stellt tatsächliche Ereignisse in den Erscheinungsjahren den Romanen gegenüber. Zwei weitere Teile dieser Reihe folgen in den kommenden Ausgaben.

Gerhard Huber und Michael Tinnefeld nähern sich dem Thema auf fannische Weise. Sie erzählen wie eine Begegnung auf einem Con ihre Freundschaft begründete. Wolf Mathis setzt sich mit den Strukturen der Serie auseinander, während Norbert Fiks die anderen Science-Fiction-Heftromanserien in Deutschland unter die Lupe nimmt.

Im Interview beantwortet Peter Dachgruber, wie es sich anfühlt, ein Raumschiffdesigner zu sein und warum er so viel Herzblut in die Technik von PERRY RHODAN NEO und den Miniserien investiert.

Stefan Wepil malte die Welten des Sternenrads und Erich Herbst präsentiert die Ergebnisse einer Umfrage zu den Stammtischen in Corona-Zeiten. Besprechungen der Erstauflage und NEO sind wie selbstverständlich ebenfalls im Heft enthalten.

Mit Ausgabe 103 wird auch die Einladung für die Online-Mitgliederversammlung der PRFZ am 24. September verschickt, bei der ein neuer Vorstand gewählt wird. Es wäre schön, wenn möglichst viele Mitglieder daran teilnehmen könnten.

Das Titelbild ist eine optische Hommage an all die Titelbilder aus 60 Jahren Seriengeschichte. Die SOL wird voraussichtlich Mitte August an die Mitglieder der PRFZ verschickt.

Verpasst!

Da habe ich doch glatt übersehen, dass ich unlängst meinen zweitausendsten Beitrag auf dieser Seite geschrieben habe. Zweitausend Artikel zu den unterschiedlichsten Themen in knapp sieben Jahren. Na, gut, sehr oft schrieb ich über PERRY RHODAN. Kommentierte, erzählte und regte mich aber auch über anderes auf.

In letzter Zeit bin ich nicht mehr ganz so streng mit mir und zwinge mich nicht, abends nach der Arbeit noch einen sinnvollen Text hier hereinzustellen. Oftmals erledige ich dann Dinge für die SOL oder lese Magazine für die FanSzene. In letzter Zeit schreibe ich tatsächlich öfter an meinem Roman. Auf das er endlich fertig werde.

Schauen wir mal was die nächsten Monate bringen. Langweiliger wird die Welt um mich herum sicher nicht werden, eher das Gegenteil vermute ich.

And the winner is … not

Gestern wurden die Gewinner des Kurd Laßwitz Preis‘ bekanntgegeben. Es freut mich zu lesen, dass Andreas Eschbach mit »Eines Menschen Flügel« den Preis für den besten Roman gewonnen hat. Er steht bei mir im Regal, aber ich habe ihn noch nicht angerührt. Bei den Kurzgeschichten gewann eine Geschichte aus der Mars-Ausgabe des »Exodus«-Magazins. Ich habe sie damals gelesen, erinnere mich aber nicht mehr, um was es ging, sie kann also nicht sehr einprägsam gewesen sein. Die Geschichte von Carsten Schmidt, über eine KI und einen Alzheimer-Patienten, die mir so gut gefallen hat, ist leider auf den hinteren Plätzen gelandet. Schade.

Die SOL-Redaktion war ja ebenfalls nominiert. Wir sind, wie erwartet, Letzte geworden. PERRY RHODAN ist halt in diesen Kreisen nicht so angesehen. Außerdem war die Konkurrenz stark. Ich hätte den Preis Hardy Kettlitz oder Dieter von Reeken gegönnt, die seit vielen Jahren im Verlagsgeschäft sind und sich viel für die deutschsprachige SF verdient gemacht haben. Gewonnen haben aber andere, nämlich der Freundeskreis Science Fiction Leipzig e.V. Ob verdient oder nicht, aber über die Begründung für den Preis kann sich jeder selbst seine Gedanken machen: »… für die kontinuierliche Organisation des ElsterCons auch in Pandemie-Zeiten«. Sie waren die einzigen die vergangenes Jahr in Deutschland einen Con veranstaltet haben. Tja, den Mutigen gehört eben die Welt.

Solche Preisverleihungen sind nie fair, weil sie immer subjektiv sind, und die Menschen, die dafür abstimmen, immer wieder Leute aus den eigenen Reihen nominieren. Daher hat es mich schon sehr gewundert, überhaupt nominiert worden zu sein. Allein das sollte mich schon stolz machen.

Kritik einstecken kann man lernen

»Wer seinen Hintern zum Fenster raushängt, der muss damit rechnen, dass es drauf regnet.« Den Satz von NEO-Exposéautor Rainer Schorm sage ich jedes Mal zu mir selbst, wenn ich in der einen oder anderen Weise Kritik für meine schreiberische oder redaktionelle Arbeit einstecken muss.

Diese Woche hatte ich gleich zwei Mal das Vergnügen, mich mit Kritiken zu meiner Kolumne »FanSzene« auseinanderzusetzen. Unabhängig voneinander wurden Inhalt und Aussagen kritisiert. Noch vor ein paar Jahren hätte mich das total verunsichert. Inzwischen habe ich gelernt, konstruktiv damit umzugehen. Die Kritiker meinen es nicht böse, sie haben nur einen anderen Standpunkt oder eine andere Meinung. Das ist legitim. Meist ist es der fehlende Einblick in die Abläufe, um zu verstehen, warum ich das eine Fanzine nicht dafür aber das andere besprochen habe? Warum in der Ausgabe der SOL jene Artikel drin sind und nicht andere. Ich kann allen nur versichern, dass es gute Gründe gibt für das, was ich schreibe und tue. Was meine Aussagen betrifft, so hat jeder seine eigenen Ansichten. Ich finde es gut, wenn sich jemand gegenteilig äußert, denn das beweist mir, das diejenigen es gelesen und sich damit auseinandersetzt haben. Das bringt ganz viel für mich selbst, weil manches von einem anderen Standpunkt ausgesehen, tatsächlich einen anderen Eindruck macht. Insofern bin ich froh, wenn sich jemand kritisch äußert. Es sollte aber konstruktiv sein, da bin auch auch gern bereit, mit demjenigen zu diskutieren.

Es gab diese Woche auch angenehme Kritik. Zum Beispiel zur SOL 102. Uwe Bätz, der fleißig alle Romane der PERRY RHODAN Erstauflage rezensiert, schrieb in seinem Blog »Ansichten zu PERRY RHODAN« zur aktuellen Ausgabe der SOL. Und Volker Hoff hat zusammen mit Martin Ingenhoven ein YouTube-Video über die SOL 102 gedreht.

Beides freut mich natürlich sehr. Ich hoffe, auch die anderen Leser der SOL hatten viel Freude mit den Beiträgen im Heft. Momentan arbeite ich schon an der Ausgabe 103.

Interview beim Radio Freies Ertrus

Markus Regler vom Radio Freies Ertrus hat mit mir ein Interview geführt. Markus ist ebenfalls Mitglied der PRFZ und ein zuverlässiger Lieferant von Artikeln und Geschichten für die SOL. Im Interview befragt er mich gleichermaßen zu meiner Arbeit für die SOL und zur FanSzene, stellt aber auch ein paar Fragen an die Hobbyautorin in mir. Das Ganze lief per E-Mail und ich habe, glaube ich, mal wieder viel zu viel gequasselt (geschrieben). Aber lest selbst: »Die Kommandantin der SOL«

Radio Freies Ertrus ist ein Podcast, bei dem sich alles um die PERRY RHODAN Erstauflage dreht. Jeden Monat erscheint eine neue Sendung, in der die aktuellen Heftromane besprochen werden. Hörenswert sind auch die Sondersendungen, in denen Autoren oder Fans zu Wort kommen.

Ich höre immer wieder gerne rein.

Eine neue Epoche

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 250 – »Zeitenwende« von Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm

Um einer Auseinandersetzung mit einer Flotte von Kolonisten aus dem Weg zu gehen, versucht man den erdnahen Raum in ein Antitemporales Gezeitenfeld (ATG) zu hüllen und temporal so zu versetzen, dass Erde und Mond aus der Wirklichkeit verschwinden. Das Experiment geht gründlich schief. Nicht nur das beide Planeten, inklusive der CREST II und der halben Terranischen Flotte, um eine räumliche Distanz von 34000 Lichtjahren in den Kugelsternhaufen M 3 versetzt werden. Bei ihrer Ankunft im Akonsystem zerstören sie den Blauen Schirm, den die Akonen um ihr Sonnensystem gelegt haben, um sich abzuschotten. Zum Glück reagieren sowohl Terraner als auch Akonen besonnen. Es kommt zu einer friedlichen Verständigung. Recht schnell wird klar, dass eine Dunkelwolke in M 3 für die Versetzung von Erde und Mond ins Akonsystem verantwortlich ist. Doch für die Erkundung der Dunkelwolke benötigt man ein besonderes Schiff. NATHAN stellt daraufhin Perry Rhodan das Großraumschiff SOL zur Verfügung.
Im Solsystem bleibt Protektor Reginald Bull mit dem Rumpf der Terranischen Flotte zurück und muss sich mit Tatcher a Hainu, dem Anführer der Kolonisten und den verbliebenen Terranern herumschlagen, ohne zu wissen, was aus der Erde und seinen Freunden geworden ist. Doch nicht nur das … plötzlich materialisiert eine riesige Flotte in der Nähe des Pluto und fordert die Bewohner des Sonnensystems auf, sich der Exemplarischen Instanz der Überschweren zu unterwerfen. Ihr Anführer Leticron fackelt nicht lange und zerstört PUMA den Außenposten der Terraner auf dem Pluto.

Die Versetzung der Erde von ihrem angestammten Platz ist ein beliebtes Motiv in der PERRY RHODAN-Serie. Es war nur ein Frage der Zeit, bis es auch bei NEO aufgegriffen wurde. Seit dem Tod von Iratio Hondro und dem Ende des Dunkellebens sind zwölf Jahre vergangen. Eine Zeit, die die Terraner offensichtlich genutzt haben, um sich technologisch weiterzuentwickeln. Gesellschaftlich scheint es aber nach wie vor in den Beziehungen zu den Kolonien zu hapern.

Wie groß muss die Not der Kolonisten sein, dass sie einen offenen Feldzug gegen die Terranische Flotte im Herzen des Solsystems wagen? Selbst Perry Rhodan fragt sich, wie das mit den Kolonien so schieflaufen konnte. Vielleicht, weil man die Menschen bzw. die Kolonisten nicht einbezogen hat, sie nicht abgeholt hat, in ihren Sorgen und Nöten. Andererseits scheint die Terranische Union nicht viel daraus gelernt zu haben, denn sie begehen den gleichen Fehler erneut. Sie experimentieren mit dem ATG, ohne die Erdbewohner zu fragen, ob sie das überhaupt wollen. Sie wurden erst kurz zuvor darüber informiert. Wow, das finde ich schon sehr hart. Da wird Perry Rhodan hoffentlich noch einiges blühen, denn die Auswirkungen der Versetzung werden viele Opfer fordern. Nicht nur diejenigen, die durch seismische Störungen und dem Absturz einer Kunstsonne gestorben sind. Die Folgeschäden der veränderten Sonnenstrahlung werden katastrophal sein. Natur und Menschen sind auf das Spektrum von Sol »geeicht«. Eine blaue Sonne mit hoher UV-Strahlung wird wohl einiges an Veränderungen bringen. Da bin ich gespannt, was sich die Exposéautoren alles dazu einfallen lassen.

Titelbildvariante Quelle: Perrypedia

Ein Handlungsstrang wird aus der Sicht von Auris von Laas-Tor erzählt. Die Akonin verliert durch seismische Aktivitäten bei der Ankunft der Erde im Akonsystem ihren Bruder. Es ist bewundernswert, wie sie dennoch einen kühlen Kopf bewahrt und die Vorgänge logisch durchdenkt. In der Erstauflage waren Perry und Auris einander zugeneigt. Ich bin gespannt, ob das bei NEO ebenfalls ein Thema sein wird und wie Thora ihren Mann verteidigt. Das Volk der Akonen wird von den Autoren sehr schön eingeführt, das hat mir ausgesprochen gut gefallen. Da freue ich mich, mehr zu lesen.

Reginald Bull sitzt nun also im Solsystem fest und darf sich mit den Vertretern der TU und den aufständigen Kolonisten herumärgern. Hier hat ein wenig die verblüffte Reaktion der Kolonisten gefehlt, da hätte ich mir mehr Unglauben und Widerstand gewünscht. Tatcher a Hainu akzeptiert einfach das Fehlen der Erde und hält seine Flotte zurück. Das fühlte sich ein wenig langweilig an, gerade wegen der vorangegangenen Vorfälle, bei denen ein Schiff der Terranischen Flotte zerstört wurde.

Am Ende wird es nochmal spannend, als die Flotte der Überschweren ankommt, um das Solsystem zu unterwerfen. Offensichtlich ist man auf der Erde in der galaktischen Politik nicht ganz auf dem Laufenden. Hätte man sehen können, das wieder eine Invasion bevorsteht? Vielleicht wäre ein Blick nach außerhalb der Lokalen Blase nicht schlecht gewesen. Explorerschiffe, die in der Galaxis die Lage sondieren und potentielle Gefahren auskundschaften. So wurde das zumindest in der Erstauflage gelöst. Angesichts des Vorfalls denke ich mir, das NATHAN genau wusste, was er tat, als er das Projekt mit dem ATG-Feld ausgeheckt hat. Wahrscheinlich wurden Erde und Mond genau deshalb räumlich versetzt, um Leticron und seiner Flotte zu entgehen.

Ohne Zweifel ist den beiden Autoren mit »Zeitenwende« ein großer Wurf gelungen. Da steckt viel potentielle Handlung für die nächsten fünfzig Bände drin. Die legendäre SOL ist nur ein Highlight von vielen. Kenner der Erstauflage finden viele bekannte Schauplätze und Personen wieder und die Nur-NEO-Leser dürfen noch tiefer in die Welt von PERRY RHODNA eintauchen. Wer jetzt bei NEO einsteigen will, sollte das unbedingt tun. Einen geeigneteren Zeitpunkt kann es gar nicht geben.

Die Risszeichner in der SOL

Mitte Mai erscheint die neue Ausgabe der SOL, dem Magazin der PRFZ. Mitglieder des Vereins dürfen sich auf 80 Seiten geballte Information und Unterhaltung freuen.

Schwerpunktthema der SOL 102 sind die Risszeichner. Seit Beginn der PERRY RHODAN-Serie begleiten Risszeichnungen die Romane der Erstauflage. Sie gehören wie selbstverständlich zur Serie dazu und erweitern das Lesevergnügen auf besondere Weise. Neben Interviews mit Verena Themsen und Georg Joergens, einer Zusammenfassung des Risszeichnerprogrammpunktes bei der PERRY RHODAN Online Woche vom Juli 2020, erklärt Gregor Paulmann, wie die Risszeichung der THORA entstand und zeigt Mark Fleck die erste Risszeichnung zu PERRY RHODAN NEO.

Dazu kommen wie immer die Besprechungen der PERRY RHODAN-Erstauflage und NEO, sowie ein ausführlicher Rückblick auf den »Mythos«-Zyklus. Die Fan-Szene wird durch ein Interview mit den Podcastern von der Dritten Macht vertreten. Susanne Modl präsentiert den zweiten Teil ihres Wörterbuchs der Arkonidischen Sprache. Norbert Fiks nimmt uns in einer Kurzgeschichte noch einmal mit zum Mond und erklärt in einem weiteren Artikel welchen Stellenwert PERRY RHODAN bei den SF-Preisen in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten hatte.

Besonders hervorheben möchte ich den bewegenden Beitrag von Katja Bruck über ihren Vater den Künstler Johnny Bruck und den sehr aufwendig recherchierten Artikel von Stefan Wepil zum Sternenrad, der im nächsten Heft mit den »Welten des Sternenrads« fortgesetzt werden wird.

Außerdem erwarten euch eine Betrachtung über queere Charaktere bei PR, eine Vorstellung welche PERRY RHODAN-Spiele es für den ATARI gab und eine Besprechung der Space-Thriller.

Die NEO-SOL

Seit dieser Woche ist der 250. Band von PERRY RHODAN NEO erhältlich. Gelesen habe ich ihn zwar noch nicht. Aber ich möchte heute meine Glückwünsche an alle Autoren und die Redaktion richten, für zehn Jahre NEO-Serie. Ihr macht eine großartige Arbeit. Danke für die vielen schönen Lesestunden, die ich bis jetzt mit den Charakteren im NEOversum verbringen durfte.

Ich bin zwar erst 2014 eingestiegen und lese die Serie erst seit Band 75 regelmäßig, aber dafür mit stetig wachsender Begeisterung.

Ab Band 250 startet die Serie in eine neue Epoche, die viele Veränderungen bringt. Unteranderem bekommen Perry Rhodan und seine Mitstreiter ein neues Schiff. Für alle Leser meines Blogs, die bei PERRY RHODAN nicht bewandert sind: Dieses Schiff gilt in der PERRY RHODAN-Erstauflage als Legende und ist auch Namensgeberin für das Magazin der PRFZ – die SOL.

Jetzt hat NEO also auch seine SOL. Die wurde von Technikberater Peter Dachgruber bereits im vergangenen Jahr konzipiert und in den letzten Wochen von Modellbauer und Fan Raimund Peter als Computermodell gebaut und animiert. Sieht sie nicht toll aus?

Wer mehr von Raimund Peter sehen will, dem empfehle ich seinen YouTube-Kanal. Dort findet man auch das großartige Video zur RAS TSCHUBAI, das er animiert hat. Wer wissen will, was ein Omniträger-Schiff ist und wie die Schiffe bei PERRY RHODAN aufgebaut sind, der sollte sich das halbstündige Video unbedingt ansehen. Es wurde von einem Profisprecher vertont und enthält einige witzige Szenen.

Die SOL 101 ist aufgebrochen

Nicht mehr lange und die SOL 101 erreicht die Mitglieder der PERRY RHODAN FanZentrale.

An Bord dreht sich dieses Mal fast alles um Johnny Bruck. Der Künstler, der drei Jahrzehnte die Titelbilder der PERRY RHODAN-Serie prägte, würde im März 2021 seinen 100. Geburtstag feiern. Aus diesem Grund widmet ihm die SOL einen Schwerpunkt, der sich mit dem Künstler und seinem Werk auseinandersetzt. Wir konnten dazu Experten wie Frank G. Gerigk und Michael Thiesen gewinnen. Aber auch die Sicht der PR-Redaktion und der Fans auf den Meister soll gezeigt werden. Und wo Johnny Bruck drin ist, muss auch Johnny Bruck draufstehen, deshalb stammt die Zeichnung für das Cover der SOL von ihm.

Ein weiteres Highlight im Heft ist eine PERRY RHODAN-Kurzgeschichte von Robert Feldhoff, die vor mehr als einem Jahrzehnt in einer Beilage der Zeitschrift »DIE ZEIT« erschienen ist.
Weitere Beiträge beschäftigen sich mit Band 1 der Erstauflage und den teils astronomischen Summen, für die das Romanheft im Internet angeboten wird.

Reginald Rosenfeldt, Mitarbeiter von »Die Sprechblase«, macht sich Gedanken darüber, wo sich die Autoren Karl-Herbert Scheer und Clark Darlton zu PERRY RHODAN möglicherweise inspirieren ließen.
Im Interview berichtet Michael Marcus Thurner über seine Arbeit an der neuen PERRY RHODAN-Miniserie »Wega« und seinem Vorhaben »Altes Eisen auf Reisen«.

Aus der Fanszene kommen so spannende Beiträge wie ein Wörterbuch zur Arkonidischen Sprache oder zum Podcast »warpCast«.

Für Unterhaltung sorgt Alexandra Trinley mit ihrer Kurzgeschichte über eine Praktikantin bei einem Mehandor-Unternehmen. In der SOL 101 findet auch die Fortsetzungsgeschichte von Jörg Isenberg zu ihrem Ende.
Dazu kommen wie gewohnt Rezensionen zur Erstauflage und zu NEO, sowie zu den Planetenromanen.

Kurz gesagt, es sollte für jeden PERRY RHODAN-Fan etwas dabei sein.

Am Anfang war das Ei – oder ein Cover für die SOL

Ein Fotomosaik hätte es werden sollen. Diese Idee für das Cover der Jubiläumsausgabe der SOL trug ich schon sehr lange mit mir herum. Ehrlich gesagt hatte ich sie bereits im Kopf, da war ich noch nicht Chefredakteurin des Magazins. In den 2000er-Jahren gestaltete ich bereits Fotomosaike, von denen eines sogar als Titelbild eines Star Trek-Fanzine abgedruckt wurde.

Wie das im Leben oft ist, man glaubt, man habe noch ewig Zeit, dann ist plötzlich der Zeitpunkt heran und man hat noch nichts dafür getan. So ähnlich ging es mir auch hier. Wobei ich das mit dem Fotomosaik irgendwie nicht aus dem Kopf bekam. Und so ließ ich mir im Sommer von unserem Layouter Günter Puschmann hochauflösende Bilder aller bisher erschienenen SOL-Cover schicken, erstellte eine Bilddatenbank und experimentierte damit herum.

Zunächst benötigte ich ein passendes Hintergrundbild, das ich mit Hilfe der Cover darstellen wollte. Ich fand es relativ schnell im Titelbild vom PERRY RHODAN-Heft 1961 »Ein Sechstel SENECA« – eine schöne Darstellung der SOL ohne viel Schnickschnack. Aber weil die SOL 100 ein umlaufendes Titelbild bekommen sollte, passte das Format des Titelbilds von Swen Papenbrock nicht. Also beschnitt ich das Bild, retuschierte den Text weg und spiegelte es. Denn die SOL sollte möglichst nach rechts aus dem Titelbild herausfliegen.

Dann setzte ich die Mosaiksoftware »AndreaMosaic« auf das Bild und die Datenbank mit den Covern an. Die Ergebnisse waren … sagen wir mal bescheiden. Denn für ein richtig gutaussehendes Fotomosaik benötigt man sehr viele unterschiedliche Bilder. Es gab allerdings nur 99 SOL-Titel zuzüglich zwei Backcover, weil zwei Ausgaben mit umlaufendem Titel erschienen waren. Das machte summa summarum 101 Bilder, um ein Fotomosaik zu gestalten. Es war definitiv zu wenig, wie ich feststellte. In der Software gibt es zwar die Möglichkeit, Bilder mehrfach zu verwenden, aber das wirkte nicht und dann wären auch nicht alle Titelbilder angezeigt worden. Ich war ein wenig unglücklich darüber und suchte fieberhaft nach Alternativen. Da erinnerte ich mich an das Ei …

Im Frühjahr dieses Jahres hatte die PERRY RHODAN-Redaktion den Lesern »Galaktische Ostern!« gewünscht und zwar in Form eines Bildes, dass sie auf allen Plattformen im Internet verbreitet hatte. Darauf war ein Ei abgebildet, auf dessen Oberfläche die Titel verschiedener PERRY RHODAN-Romane zu sehen waren. War das die Lösung? Ein Bild mit den Titelbildern der SOL war bereits durch meine Versuche mit dem Fotomosaik vorhanden. Ich musste es nur noch auf die Oberfläche der SOL bekommen.

Durch meine Ausbildung kenne ich mich mit Bildbearbeitungsprogrammen einigermaßen gut aus. Es wäre doch gelacht, wenn ich das nicht mit »Adobe Photoshop« hinzaubern könne, dachte ich zumindest. Nun ja, so einfach war es dann doch nicht. Ein Ei ist die eine Sache, ein Objekt von der Komplexität der SOL eine andere. Ich erstellte Masken in SOL-Form legte das Fotomosaik dahinter und setzte alle möglichen Wölbungsfilter darauf an. Das Ergebnis war unbefriedigend – ein erneuter Rückschlag.

Aufgeben kam für mich jedoch nicht in Frage. Es wurde Zeit, dass ich mir Hilfe suchte und zwar von einem Profi. Raimund Peter hatte kurz zuvor Vorlagen für die Glaswürfel kreiert, die seit September 2020 im SpaceShop der PRFZ erhältlich sind. Einer der Würfel zeigt ein 3D-Modell der SOL. Im Studium hatte ich das Fach 3D-Modelling und Animation belegt. Ich wusste also, dass es für Raimund ein Leichtes sein würde, mein Bild mit den SOL-Titeln auf sein 3D-Modell der SOL zu »mappen«. Abgeleitet ist das Wort vom englischen »mapping«, dem Aufeinanderabbilden von Datenelementen aus zwei verschiedenen Datenmodellen, so heißt der offizielle Begriff für das Aufbringen einer Textur auf ein Drahtgittermodel.

Ich schickte ihm also das Bild, erklärte, was ich mir vorstellte und bat ihn um Unterstützung. Lange musste ich nicht auf eine Antwort warten. Bereits wenige Tage später landeten die ersten Entwürfe in meinem Postfach. Zudem hatte ich Raimund gebeten, ein paar passende Hintergründe auszusuchen, und das hatte er getan. Jetzt hatte ich die Qual der Wahl: ich musste aus acht sensationellen Bildern das Beste raussuchen. Das war echt schwierig, weil jedes Bild für sich eine optische Kostbarkeit darstellt. Weil es bei einem Cover aber auch auf die Platzierung der Texte und des Titels ankommt, entschied ich mich für die Nummer eins. Das Bild mit dem ruhigen Sternenhintergrund und der Galaxie. Letztere würde die Rückseite der SOL 100 aufwerten und für die Vorderseite hatten wir relativ große freie Bereiche, in die wir Texte und die Überschrift platzieren konnten.

Doch was war mit den anderen tollen Bildern? Die waren viel zu schön, um sie auf der Festplatte verstauben zu lassen. In dem Moment kam mir die Idee, zwei innenliegende Seiten zu einem Poster zu machen. Dass auf die Rückseite des Posters dann auch noch eine Risszeichnung kam, ist nochmal eine andere Geschichte.

Ursprünglich war die gar nicht geplant. Die SOL hatte nach dem Layout 96 Seiten inklusive der vier Seiten Umschlag. Als ich den Druckauftrag anlegen wollte, stellte ich fest, dass man keine 96 Seiten drucken lassen kann, sondern entweder 92 oder 100. Da ich auf Inhalt nicht verzichten wollte, beschloss ich, dass wir vier Seiten zusätzlich zu machen. Es blieb wenig Zeit, weil sich die Auslieferung sonst verzögert hätte.

Ich schlug Günter vor, auf die Rückseite des Posters eine alte Risszeichnung von ihm zu drucken und den »Unterwegs mit Gucky«-Artikel noch mit reinzunehmen zzgl. einer Grafik oder eines Comics. Günter moserte zwar, weil seine Frau an dem Tag Geburtstag hatte und er am nächsten Tag, machte es dann aber trotzdem. Er schickte mir zwei Risszeichnungen zur Auswahl. Ich entschied mich für die farbige und das war’s. Mir blieb keine Zeit, groß zu überlegen. Ich war froh, dass wir die Druckdaten mit nur zwei Tagen Verspätung hochladen konnten.

Auf alle Fälle konnten wir den Lesern der SOL 100 zum phantastischen Titelbild nun noch ein schönes Poster präsentieren. So schlüpfte aus einem Ei das Cover der SOL 100.

 

Der Text erschien im Newsletter der PRFZ im Dezember 2020.