Hunger im reichsten Land der Welt

Die vereinigten Staaten zählen zu den reichsten Ländern der Welt. Hier leben die reichsten Menschen wie Elon Musk oder Bill Gates. Nirgendwo gibt es so viele vermögende Menschen, so viele Banken und so viel Geld auf einem Haufen wie hier. Und dennoch leiden sehr viele Menschen, vor allem Kinder und alte Leute, an Hunger.

Der Hunger hat viele Gründe. Vergangenes Jahr las ich einen Bericht über den mittleren Westen der USA. Dort wo große Farmen das Bild der Landschaft prägen. Hier wird vorwiegend Mais und Soja angebaut. Man sollte meinen, dass die Leute dort ausreichend mit gesunden Nahrungsmitteln versorgt werden, doch das Gegenteil ist der Fall. In den meisten der kleinen Ortschaften gibt es keine Lebensmittelgeschäfte mehr, in denen man frisches Obst & Gemüse oder Fleisch kaufen kann. Die Leute versorgen sich dort an der Tankstelle, wo es nur Tiefkühlware und ungesunde Fertiggerichte zu kaufen gibt. Wer selbst keinen Garten hat, muss auf Obst und Gemüse verzichten oder sehr lange Strecken bis zum nächsten größeren Einkaufszentrum fahren.

Und dann sind da noch die hohen Lebensmittelpreise. Ich erinnere mich an meine Zeit in New York City Ende der Neunziger. Damals lebte ich dort mehrere Monate fast nur von Reis und Tomatensoße, weil ich im Chinaladen um die Ecke günstig einen Sack Reis gekauft hatte und pürierte Tomaten aus der Dose nur 49 Cents kosteten. Manchmal kaufte ich mir im Supermarkt Wurst, Käse und Butter. Doch das kostete mich stets ein kleines Vermögen. Ich war die niedrigen Lebensmittelpreise aus Deutschland gewohnt und konnte über vier Scheiben Käse für 3,50 $ und ein paar Scheiben Salami für 4 $ nur staunen (damals kostete ein Dollar 1,76 DM). Das Vollkornbrot aus dem Supermarkt war übrigens ungenießbar ebenso wie der Jogurt. Weißbrot hatte ich irgendwann über, also fuhr durch halb Manhattan, um in einer französischen Bäckerei genießbares Brot zu kaufen. Fragt lieber nicht, was das gekostet hat. Auf der anderen Seite war ich oft versucht, einfach zu Mc Donalds oder Burger King zu gehen. Dort bekam man für 2,22 $ zwei Cheeseburger und zweimal Pommes inklusive Getränk. Das Dilemma wird sichtbar: gesunde Lebensmittel kosten in den USA viel Geld, während Fast Food spottbillig und jederzeit verfügbar ist.

Nun hat sich das in den vergangenen zwei Jahrzehnten wahrscheinlich nicht groß geändert. Vielleicht haben die Preise in den Fast Food Ketten etwas angezogen. Billiger wird das Leben nicht geworden sein, im Gegenteil. Durch die Corona-Pandemie trifft es jetzt auch Haushalte, die zuvor geradeso über die Runden gekommen sind. Ein Bericht in den Nachrichten zeigte unlängst lange Autoschlangen in denen Menschen um Lebensmittelspenden anstanden.

Umso wichtiger ist es, wenn sich Menschen mit Geld und Einfluss gegen solche Missstände einsetzen und ihre Kraft in Projekte stecken, die Menschen in der Nachbarschaft vor Hunger bewahren oder ihnen zumindest zu einer Mahlzeit am Tag verhelfen. Einer dieser Menschen ist der Schauspieler John Billingsley, bekannt durch seine Rolle als Dr. Phlox aus Star Trek: Enterprise. Wir lernten uns 2012 kennen, als ich ihn und seine Frau durch München führen dufte. Er und seine Frau Bonnie unterstützen seit Jahren die Hollywood Food Coalition (hofoco).

Seit 1987 verteilt die Wohltätigkeitsorganisation Lebensmittel und Mahlzeiten an Bedürftige und das 365 Tage im Jahr. Zuerst waren es nur Sandwiches, heute sind es ca. 65.000 Mahlzeiten im Jahr zuzüglich Lebensmittel- und Hygienepakete. Man sollte meinen, dass es in Hollywood keine Armut gibt, aber das ist falsch. Gerade hier gibt es mehr hungernde Menschen als sonstwo im Großraum Los Angeles. In einem Flyer der hofoco heißt es:

»Wir helfen Überlebenden von häuslicher Gewalt, ausgerissenen Jugendlichen, Jugendlichen in der Übergangsphase, Senioren, Mitgliedern der LGBTQ+-Gemeinschaft, Menschen mit Behinderungen, Veteranen, Familien, ehemaligen Häftlingen oder auch Menschen mit psychischen Erkrankungen und Drogenabhängigkeit. Einige unserer Gäste sind gezwungen, zwischen Miete und Essen wählen. Keiner wird abgewiesen.«

Die Mitglieder der Hollywood Food Coalition wollen den Menschen Hoffnung machen und zu einem humanerem Dasein verhelfen. Niemand ist vergessen und jeder ist wichtig – das ist die Philosophie hinter dem Anliegen. Das beinhaltet nicht nur Essen, sondern auch medizinische Versorgung und Beratung. Inzwischen sammelt die Hollywood Food Coalition mehr Lebensmittel, als sie für ihren Bezirk benötigt, diese Überschüsse fließen an andere Hilfsorganisationen im Großraum Los Angeles, damit jeder, der es notwendig hat, Hilfe erhält.

»Wir glauben, dass das Schmieden von Allianzen mit Gleichgesinnten der schnellste Weg ist, um sinnvolle Veränderungen innerhalb unserer Gemeinschaft zu bewirken. Aus diesem Grund bauen wir aktiv Partnerschaften mit anderen sozialen Einrichtungen, Gemeindegruppen, kleinen und großen Unternehmen, Kirchen aller Konfessionen, Nachbarschaftsräten, sowie Städten und gewählten Führungspersönlichkeiten der Stadt und des Bezirks. Wir teilen Lebensmittel, Wissen und Ressourcen mit Dutzenden von Gruppen mit dem Ziel, die Qualität und Quantität der Dienstleistungen für die Bedürftigen in der ganzen Stadt zu erhöhen.
Wir sind ein „barrierefreier“ Koalitionsbauer über programmatische und geografische Grenzen hinaus.«

Die Corona-Pandemie erleichtert ihnen die Arbeit nicht gerade, weil jetzt nicht nur 63 Prozent mehr Mahlzeiten ausgegeben werden müssen, sondern die Menschen nicht vor Ort verköstiget werden können und Essen nur zum Mitnehmen angeboten werden kann. Unterstützer werden daher ständig gesucht, ob als Volunteer oder finanziell. Firmen und Privatleute können Sachspenden wie Lebensmittel, Hygieneprodukte und Kleidung einreichen. Mehr informationen zur Hollywood Food Coalition gibt es auf deren Homepage, und in den sozialen Netzwerken, dort finden regelmäßig Spendenaufrufe statt, an denen man sich beteiligen kann. Man kann auch mittels PayPal oder Kreditkarten spenden, was von Europa aus, die sinnvollste Alternative darstellt.

Mir ist klar, dass auch in Deutschland jeden Tag Menschen Hunger leiden, dass die Zahl der Bedürftigen, die von den Tafeln versorgt werden, jedes Jahr ansteigt. In den kommenden Wochen und Monaten wird es da noch größeren Zulauf geben. Aber dies ist nichts, verglichen mit den Zuständen in den USA. Wo es kein engmaschiges Netz staatlicher Absicherung gibt, das Menschen auffängt, die durch Krankheit, Arbeitslosigkeit und Trennung ins Straucheln geraten sind. Daran sollten wir immer mal wieder denken, wenn wir uns über die deutsche Politik ärgern.

Hier noch zwei Bilder mit Statistiken, die ich sehr spannend finde:

Durchmischte 5. Staffel

Quelle: Filmstarts.de

»The Expanse« ist unbestritten eine der besten SF-Serien der letzten zehn Jahre. Keine andere Serie verknüpft spannende Geschichten, starke Charaktere und visuelle Effekte so genial miteinander. Es mag daran liegen, dass die Geschichte auf einer literarische Vorlage basiert. Dabei weicht die Serienhandlung mal mehr oder weniger von den Originalromanen ab. Die Serienproduzenten beweisen ein Gespür für Charaktere und Spannungsbogen. Daher ist es kaum verwunderlich, dass die Serie nach ihrer Absetzung auf Syfy bei Amazon Prime ein neues Zuhause gefunden hat. Der Amazongründer Jeff Bezos persönlich hatte sich für die Serie eingesetzt.

In den vergangenen Wochen lief nun die fünfte Staffel. Wir haben uns gestern das Staffelfinale angesehen. Die erste Hälfte der Staffel hatte einige richtig tolle Folgen. Da saß man mitunter nägelkauend vor dem Fernseher und war enttäuscht, als die Folge zu Ende war. Überraschend war, wie viele verschiedenen Handlungsstränge in den Einzelepisoden erzählt wurden, die innerhalb der Folge nicht aufgelöst wurden. In der zweiten Hälfte konzentrierte sich die Handlung dann meiner Meinung nach zu sehr auf eine Hauptfigur. Das hat der Spannung geschadet. Entweder hat die Schauspielerin, Dominique Tipper, Fans in der Produzentenriege, oder sie hat die Produzenten unter Druck gesetzt. Jedenfalls ging es gefühlt fast nur noch um Naomi Nagata. Dabei fiel mir auf, dass die Figur öfter »out of character« agierte, wie man so schön sagt. Normalerweise kennt man Naomi als taff und beherrscht. Sie ist Technikerin und ließ sich bisher kaum von Gefühlen leiten. In dieser Staffel traf sie nicht nur ein paar fragwürdige Entscheidungen, sondern agierte zudem noch weinerlich und schwach. Es sah fast so aus, als wolle sie Michael Burnham aus »Star Trek: Discovery« Konkurrenz machen. Es ist schon sehr offensichtlich, wie ähnlich sich beide Charaktere sehen. Da beugten sich die Verantwortlichen der derzeitigen Diversitätsdebatte. Ich finde, das  »The Expanse« dies eigentlich nicht nötig hatte, weil die Charaktere an sich sehr ausgewogen sind.

Zurück zur Staffelhandlung. Durch die Zeit, die man mit Naomi vergeudete, blieben für die letzte Folge so viele Handlungsfäden offen, dass ich mich fragte, wie sie das eigentlich alles auflösen wollen. Es überraschte mich, dass sich auch die letzte Folge fast zur Hälfte um Naomi drehte, während die anderen kaum in Aktion traten, allen voran Alex und Bobby. Die beiden Marsianer bekam am wenigsten Sendezeit. Dabei war ihre Geschichte um die Aufdeckung einer Verschwörung innerhalb der Marsregierung spannend genug, um mehr Raum einzunehmen. Auch James Holden, sowie Amos Burton und Clarissa Mao kamen in der letzten Folge zu wenig zum Zug. Entsprechend hektisch verliefen die letzten Minuten, in denen so viel passiert, dass man es locker in einer weiteren Episode hätte erzählen können. Das fand ich sehr schade.

Noch mehr bedauere ich aber den Serientod von Alex Kamal. Der Schauspieler wurde aus der Serie geschrieben, weil gegen ihn Vorwürfe wegen sexueller Belästigung vorliegen. Die Vorwürfe kamen im Sommer 2020 auf und konnten trotz offizieller Untersuchung bisher nicht nachgewiesen werden. Ich sehe das kritisch, wie leicht kann man heute in den sozialen Medien denunziert werden, obwohl man unschuldig ist. Ich werde den Charakter jedenfalls vermissen.

Meine absolute Lieblingsfigur in der Serie ist allerdings Chrisjen Avasarala. Die Generalsekretärin der Vereinten Nationen hat sich über die ganzen Serie hinweg von der skrupellosen Politikerin zu einer weitsichtigen Anführerin gewandelt. Sie entspricht keinem der sonstigen Klischees, ist unberechenbar und trägt immer so tolle Klamotten.

Eine sechste Staffel ist angekündigt, gleichzeitig soll es die letzte Staffel sein, obwohl es neun Romane gibt. Band 9 ist gerade erschien. Aber bekanntlich soll man aufhören, wenn es am Schönsten ist.

Auch wenn die Staffel nicht hundertprozentig perfekt war. »The Expanse« beweist, dass man vor allem eine gute Geschichte braucht, um erfolgreich zu sein, dass innere Logik und Glaubwürdigkeit die Erfolgsgaranten für eine Fernsehserie sind. Verglichen mit »The Expanse« ist »Star Trek: Discovery« billiger belangloser Abklatsch. Dies tut um so mehr weh, als das der Executive Producer und Autor mehrerer Folgen von »The Expanse« – Naren Shankar – einst für TNG und DS9 geschrieben hat.

Ich finde übrigens die Veröffentlichungsweise von Amazon Prime gut, nämlich nur eine Folge pro Woche, wie es früher immer war. Da erhält man sich die Spannung und genießt die Serie umso mehr.

Die Classic-Katzen

Quelle: Amazon

Weil mir die Star Trek-Katzen aus TNG so gut gefielen, bestellte ich mir gleich noch die Buchausgabe mit den Star Trek Classic Charakteren. Auch hier sind die Figuren gut getroffen. Spock als Siamkatze zum Beispiel oder Scotty mit den geknickten Ohren.

Das Buch ist ähnlich gestaltet wie die TNG-Ausgabe und stellt bekannte Szenen aus der Serie dar. Das kätzische Star Trek Logo finde ich fast noch besser, als das aus dem TNG-Buch.

Wenn man sich ein bisschen bei einschlägigen Onlinehändlern umschaut, gibt es zu den Star Trek Cats jede Menge Merchandise, wie Figuren, Kalender, Tassen und natürlich T-Shirts …

Nein, ich habe es nicht lassen können und mir ein Wesley-Cat T-Shirt gekauft. Da konnte ich einfach nicht widerstehen.

Die Star Trek Katzen

Quelle: Amazon

Man nehme Katzen, stecke sie in Star Trek-Uniformen und stelle damit Szenen aus der Serie nach. Das Ganze verpacke man in ein kleines Büchlein und fertig ist das ideale Geschenk für den nerdigen Katzenfreund.

Als mir mein Mann das Buch gestern überreichte, traf er damit genau ins Schwarze. Ich mag Star Trek und ich liebe Katzen. Ich konnte mich an den Zeichnungen gar nicht sattsehen. Wesley als kleine Tigerkatze ist noch süßer als im Original.

Das Buch erzählt keine Geschichte, man kann nur anhand der Szenen erraten, welche Charaktere als Katzen umgesetzt wurden und aus welcher Episode die Szene stammt. Das ist nicht viel …

aber hey, was soll’s. Ich liebe es!

Verärgertes Fandom

Vor wenigen Wochen ging die dritte Staffel von Star Trek: Discovery zu Ende. Ich habe sie nicht gesehen, da wir kein Netflix haben. Aber was man so darüber hört und liest, klingt nicht gerade ermutigend.

Wie schon mehrfach gesagt war ich persönlich schon von der ersten und zweiten Staffel nicht überzeugt, dabei versuchte ich mit niedrigen Erwartungen und möglichst vorurteilsfrei an die Serie heranzugehen. Was allerdings schwerfällt, wenn man die Meinungen der Star-Trek-Fans im Vorfeld wahrgenommen hat. Das veränderte Aussehen der Klingonen, eine Mary Sue als Hauptprotagonistin und der fehlende wissenschaftliche Bezug, waren die Hauptkritikpunkte der Fans. Dem konnte ich nur zustimmen, nachdem ich die ersten Episoden gesehen hatte. Mir fiel vor allem die arg konstruierten Geschichten auf, die erzählt wurden und die vielen Logiklöcher, die von Folge zu Folge und von Staffel zu Staffel mehr wurden.

Nun scheint das in Staffel drei nicht wirklich besser geworden zu sein, zumindest in den letzten Folgen. Es ist wohl dasselbe passiert wie bei Star Trek: Picard, auf einen starken Beginn folgte ein unsägliches Finale, das weder logisch war, noch den »Idealen« von Star Trek entsprach. Anschauen werde ich sie mir irgendwann, wenn sie auf DVD oder Blu-Ray erhältlich sein wird.

Meinen Freund Ben Calvin Hary hat die Staffel so gewurmt, dass er ein Video darüber gemacht hat, in dem er die Frage stellt: Ist die dritte Staffel von Discovery wirklich so schlecht? Offensichtlich ist sie das wohl, wenn man sich die Kommentare der Fans dazu durchliest.

Wen das Video interessiert, ich teile es an dieser Stelle gern.

Bilder im Advent 24 – Positive Zukunftsvision

Zum Abschluss meines kleinen Adventskalenders steht ein Fotomosaik mit dem Logo der Vereinten Föderation der Planeten. Und damit jeder die Einzelbilder auch anschauen kann, habe ich es in voller Größe hochgeladen. Warum das Logo der Föderation? Weil es ein Sinnbild ist, für was Star Trek steht. Für Völkerverständigung, für Frieden und für eine lebenswerte Zukunft aller.

Star Trek hat auf vielfältige Weise mein Leben beeinflusst. Hätte ich ohne Star Trek: Classic, The next Generation oder Deep Space Nine angefangen zu Romane zu schreiben? Wahrscheinlich nicht. Hätte ich ohne Star Trek: Voyager Elektrotechnik studiert? Eher nicht. Hätte ich ohne Star Trek: Enterprise meinen Mann kennengelernt. Ganz sicher nicht.

Star Trek war und ist für mich wichtig. Es wird immer ein ein Teil von mir bleiben. Es ist der Glaube an eine positive Zukunft, die mich hoffen lässt.

In dem Sinne wünsche ich all meinen Lesern besinnliche Feiertage und kommt gesund ins Neue Jahr.

Bilder im Advent 23 – Durch die Wüste

 

Anfang des Monats schrieb ich bereits einige Worte zu meinem Roman »Wüstenpfade«. Heute möchte ich das Titelbild präsentieren. Die Karawane ist Teil der Handlung. Damit versucht Doktor Bashir zusammen mit einer Entwicklungshelferin aus dem Sudan des Jahres 1994 zu entkommen.

Eine Kopie der Zeichnung überreichte ich dem Bashir-Darsteller Siddig el Fadil (Alexander Siddig) als er 2014 in Düsseldorf Stargast auf der FedCon war. Der Schauspieler hat eine große Fangemeinde und engagiert sich sehr für seine Fans. In diesem Jahr hat er eine Zoom-Initiative gestartet, weil die meisten Veranstaltungen und Cons ausgefallen sind. Jede Woche können sich Fans mit ihm zu einem Zoom-Meeting verabreden. Außerdem lud er einige seiner Kollegen aus Deep Space Nine ein. Sie vertonten gemeinsam die FanFiction-Geschichte eines Fans. Mitschnitte kann man sich in seinem YouTube-Kanal ansehen.

Ich finde es großartig, wie sich der Schauspieler um die Star Trek-Fans kümmert. Wo doch die Serie bereits vor zwanzig Jahren endete. Man spürt, dass Schauspieler und Fans nach so langer Zeit immer noch wie eine Familie sind.

Bilder im Advent 20 – Good Bye Voyager

Mit dem Bild »Eclipse« möchte ich das Thema Voyager abschließen. Ich habe noch mehr Bilder zu der Serie gezeichnet. Aber wie schon gesagt, wurde meine Euphorie für die Serie relativ bald gedämpft. Die Figuren entwickelten sich nicht mehr. Die Geschichten waren nicht mehr so spannend. Ich verlor in der fünften und sechsten Staffel das Interesse an Star Trek: Voyager und wendete mich anderen Dingen zu. Die Nachfolgeserie Enterprise holte mich dann wieder ab und so blieb ich Star Trek treu.

Das Bild malte ich wieder mit Acryl, weshalb die Sonnencorona nicht so richtig gut gelungen ist. Wer genau hinsieht wird feststellen sie ist grün. So viel zu dem Spruch: »Grüne Sonnen gibt es nur bei PERRY RHODAN«. Offensichtlich existiert das Phänomen auch bei Star Trek. Vielleicht ist es auch nur die Anomalie der Woche, so genau weiß ich das nicht mehr.

Seit ich das Bild gemalt habe, sind zwanzig Jahre vergangen. Eine lange Zeit die unglaublich schnell vorüberging. Ich bin immer noch Star-Trek-Fan, obwohl ich heute nicht mehr so viel Star Trek schaue. Auch wenn mein Fanherz jetzt mehr für Perry Rhodan schlägt, werde ich weiterhin allem folgen worauf der Name Star Trek steht. Einschließlich Discovery, vielleicht wird es ja besser mit der Zeit. Man soll bekanntlich die Hoffnung nie aufgeben.

Bilder im Advent 18 – Maquis

Als bei DS9 »der Maquis« als eine Art Untergrund-Organisation gegen die Sternenflotte eingeführt wurde, gefiel mir das gar nicht. Bis dahin war die Sternenflotte für mich eine Institution gewesen, die alles richtig machte. In der es gerecht und fair zugeht und die immer für jeden das Beste wollte. Es war eine Utopie ohne Schwächen, zumindest war sie so in allen Star-Trek-Serien gezeigt worden. Dass es das im echten Leben nicht gab, wusste ich, aber ich wollte den Gedanken nicht aufgeben, dass es zumindest in meiner Lieblingsserie eine Institution gab, die nur Gutes wollte und die Bewohner der Föderation vor dem Bösen beschützte. Die Autoren von Star Trek: Deep Space Nine brachen diese Regel, sie befleckten die blütenweiße Weste der Sternenflotte und der Föderation. Damals wehrte ich mich gegen den Gedanken, heute weiß ich, dass es richtig war.

Star Trek war immer ein Kind seiner Zeit und es machte die Serie noch populärer, wenn mehr Realismus in die Geschichten einzog. Die Argumente, die die Mitglieder des Maquis gegen die Sternenflotte und die Föderation vorbrachten, waren glaubhaft. Das Leben bestand auch im 24. Jahrhundert nicht aus schwarz und weiß. Zudem waren die meisten Mitglieder des Maquis ehemalige Sternenflottenangehörige, die sich abgewandt hatten, weil ihnen die Politik der Föderation aus dem einen oder anderen Grund nicht passte. Dennoch gelang es den Autoren in den Geschichten über den Maquis, Verständnis für diese Menschen und ihre Wünsche zu wecken. Und so auch den Zuschauer dazu zu bringen, das Konstrukt aus Sternenflotte und Föderation zu hinterfragen.

Deshalb war es eine großartige Idee, die Crew der Voyager aus Sternenflotte und Maquis zusammenzuwürfeln. Leider war aus der Sache relativ schnell die Luft raus. Man konzentrierte sich bei Voyager auf andere Schauplätze und Figuren und die Spannungen zwischen den unterschiedlichen Gruppen, wurden nur noch am Rande angesprochen. Ich glaube, das man hier sehr viel Konfliktpotenzial verschenkt hat.

Als Erinnerung bleibt mir das Bild eines Maquis-Fighters in den Badlands, dass ich Ende der Neunziger mit Acryl gemalt habe.

Bilder im Advent 17 – Treffen mit dem Captain

Wie schon in meinem Beitrag am 10. Dezember geschrieben zierte das Bild mit den Köpfen der Classic-Crew, den Umschlag der »STARBASE« dem Fanzine des Star Trek-Forums. Heute ist nun das Frontcover dran. Es zeigt das Triumvirat der Classic Star-Trek-Serie: Kirk, Spock und Pille.

Außer dem Darsteller des Dr. Leonard McCoy – DeForest Kelley – der leider viel zu früh verstarb, habe ich sowohl Leonard Nimoy, als auch William Shatner live gesehen. Letzteren sogar mehrfach. Die Auftritte der beiden sind mir in guter Erinnerung geblieben. William Shatner sah ich zum ersten Mal auf der FedCon V im Jahr 1997. Er machte einen routinierten Eindruck, ein bisschen großspurig. Er war halt der große Star. Später sah ich ihn nochmal 2012 und 2016. Da fand ich ihn beeindruckender. Denn durch seine Arbeit an diversen Star-Trek-Dokumentationen war ihm klar geworden, dass er alles was er ist, den Fans verdankt. Er gab sich sehr Fan-nah und ließ sich mit Fans fotografieren. Mich faszinierte auch wie fit der Mann war, körperlich sowie geistig. Man muss sich vor Augen halten wie alt Shatner ist. Im nächsten März steht sein neunzigster Geburtstag ins Haus.

Leonard Nimoy hat sich viele Jahre lang geweigert in Deutschland aufzutreten. Er ist Jude und hatte große Bedenken deswegen nach Deutschland zu kommen.  1999 trat er zum ersten Mal auf einer FedCon auf. Nachdem ihm alle seiner Schauspielkollegen dazu geraten hatten. Ich konnte damals leider nicht dabei sein, weil ich gerade aus NYC zurückkam. Aber 2006 als er das zweite Mal zu Gast war, fuhr ich nach Bonn. Es war ein großartiges Erlebnis. Er zeigte sich nach wie vor schwer beeindruckt, wie euphorisch und freundlich die deutschen Fans ihn aufnahmen.

Bei Shatners Besuch auf einer der FedCons holte ich mir ein Autogramm und zwar auf die obige Originalzeichnung. Zuvor hatte sich im Jahr 2006 schon Leonard Nimoy darauf verewigt. Ich besitze also eine Zeichnung von mir auf der beide Schauspieler unterschrieben haben.