Perlenweisheiten am Mittagstisch

»Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Bead und Pearl?«, wurde ich dieser Tage am Mittagstisch gefragt. Neben mir stand, wie zumeist, eine Dose mit Perlen und irgendwie kamen wir dadurch auf die »Black Pearl« zu sprechen.

»Pearls sind die echten Perlen, die man aus einer Muschel holt. Während man als Beads, den Glitterkram aus Glas oder Plastik bezeichnet, den man im Bastelladen kaufen kann und der, wie du weißt, manchmal schon beinahe so teuer sein kann wie eine echte Perle.«
»Aha, da gibt es im Englischen also wieder zwei Worte, wofür es im Deutschen nur eines gibt«, stellte mein Mann fest.
»Na ja, auf den ersten Blick schon. Aber unter uns Perlenverrückten gibt es viele Worte für Perlen«, warf ich ein.
Er sah mich zunächst etwas irritiert an.
»Das ist wie mit den Ferengi und dem Regen«, sagte ich, weil Star Trek-Vergleiche bei meinem Mann immer gut ankommen. »Du weißt doch, die haben 178 Worte für Regen, weil es auf Ferenginar immer regnet. Dafür haben sie keines für knusprig.«
»Und was hat das jetzt mit den Perlen zu tun.«
»Na ja! Es gibt Rocailles, Bugles, Bicones, Rondells, Drops, Tubes, Squares, Cubes, Tilas, Half-Tilas, Twinbeads, Delicas, Rullas, Bricks, Pyramids, O-Beads, Magatamas, Hexagons, Lentils, Crecents, Daggers, Triangles, Rizos, Superduos, Oblongs, Farfalle  …«
»Danke, es reicht. Ich hab’s verstanden.«

Und für alle, die wissen wollen, wie solche Perlen aussehen und was es sonst noch gibt, die können ja mal einen Blick in den Katalog von Preciosa werfen oder auf die Seite von Miyuki.

Aus der Bastelecke

Ich stelle fest, dass ich eigentlich viel zu wenig über meine Perlenmanie blogge. Dabei habe ich in letzter Zeit wieder so einige neue Kreationen geschaffen.

Letztes Projekt waren geflochtene Lederarmbänder, diese lassen sich gut beim Fernsehgucken nebenher machen. Geflochten wurden die Armbänder aus vier Einzelsträngen in zwei verschiedenen Flechttechniken. Irgendwann hatte ich mal Holzknöpfe gekauft, ohne genau zu wissen, was ich damit anfangen sollte. Endlich konnte sich sie einer sinnvollen Verwendung zuführen. Die Idee die Armbänder in blau-weiß zu machen, kam übrigens von meinem Mann, quasi als Schmuck für den modebewussten Bayern. Vor einiger Zeit hatte ich ein ähnliches Armband aus Twinbeads verkauft, dass sehr gut angekommen ist.

Wer an einem der Armbänder interessiert ist, kann sich bei mir melden. Ich habe ja genug davon gemacht.

Armbänder_3 Armbänder_2 Armbänder_1

Armbänder_4

Neues aus dem Perlenlabor

Es ist eigentlich kaum zu glauben, das ich in den Wochen, in dem ich an diesem Blog schreibe, noch nichts über eines meiner liebsten Hobbys gepostet habe.
Da wird’s aber jetzt wirklich Zeit.

Ich habe nämlich mal wieder ein paar Armbänder gemacht. Nichts großartiges, ich wollte nur das Muster mal ausprobieren.
Momentan gibt es ja überall diese komischen Armbändern aus Gummiringen. Erstmal sind sie verhältnismäßig teuer und andererseits will ich gar nicht wissen, wie viele Schadstoffe die Gummiteile enthalten. Gefallen tun mir die Armbänder, die sich daraus fertigen lassen, ja schon, aber ich würde mir nie so ein Ding ums Handgelenk wickeln.
Jetzt stieß ich auf ein Muster, mit dem man aus Glasperlen ein ähnliches Armband fädeln kann …

… und hier ist das Ergebnis:

(Es ist anfangs aufwendiger als es aussieht, macht aber Spaß wenn man den Trick erstmal raus hat.)

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Wer sich für das Muster interessiert, kann es HIER finden.