Neues aus der Küche

An den meisten Wochenenden kochen und backen wir zusammen. Essengehen kam bei uns schon immer selten vor, auch vor Corona. Wir bereiten eben beide gern selbst unser Essen zu und haben Spaß daran Neues auszuprobieren. Meistens halte ich das aber nicht im Foto fest.

Das war am vergangenen Wochenende anders, da musste ich einfach Fotos machen. Zum einen probierte ich unsere neuen Backformen aus und zum anderen versuchte ich mich erstmalig an einer Terrine, die am Ende, sagen wir es gleich, nicht ganz so gelungen ist. Agar Agar ist eben doch keine Gelantine.

Freitag und Montag habe ich mir Nudeln gekocht. Samstag und Sonntag gab es dann Mittags je eine leckere Mahlzeit, die so gut aussah, das ich ebenfalls die Kamera gezückt habe. Und am Nachmittag dann die gebackenen Desserts. Hier nun die Ergebnisse unseres Küchenmarathons.

Selbstgebackene Torteletts mit Obst: einmal ohne Tortenguss
Und einmal mit Tortenguss
Die misslungene Terrine
Früchtedessert mit Waffeln
Schweinemedaillons mit frischen Champignons, Blumenkohl und Thymian-Kartoffeln
Lachs in Blätterteig mit Spinat und Schafskäse
Bandnudeln mit Zitronenpfeffer-Hollandaise und Kirschtomaten
Bandnudeln mit selbstgemachtem Rucolapesto
Vor zwei Wochen hatten wir auf unserem Balkon gegrillt. Es gab rumänische »Mici«, Zucchini und Bratkartoffeln.

Gedanken zum Jetzt

Wenn wir in ein paar Jahren auf unsere jetzige Gegenwart zurückblicken, werden wir die Jahre 2020 und 2021 vielleicht als die »leeren Jahre« bezeichnen.

Wir werden uns erinnern an ereignislose Wochen und Monate, an Tage durch die wir uns wie Kaugummi gequält haben. Wohl dem der ein Haustier hatte, das seine Aufmerksamkeit verlangte und ihn von dem täglichen Einerlei ablenkte. Jene, die nicht im Homeoffice arbeiteten, konnten zumindest zeitweise den eigenen vier Wänden entfliehen, um zur Arbeit zu gehen. Doch auch hier war es so, dass man abends nach Hause kam und wie mit Pattex angeklebt auf der Couch saß. Die Nachrichten des Tages ignorierend, sich in einen Film oder eine Serie flüchtend oder in ein Buch. Nur um am nächsten Morgen aufzustehen, zur Arbeit zu gehen, im Strom mitzuschwimmen und doch froh zu sein, wenn abends die Haustür hinter einem wieder ins Schloss fiel. Jeden Tag der gleiche Trott ohne Abwechslung, gefangen in einer scheinbar stillstehenden Zeit ohne Hoffnung auf Änderung. Man fühlte sich wie ein Wartender. Warten auf Was: darauf das Sommer würde, darauf das die Zahlen sinken? Von denen man nie genau wusste, ob sie das abbildeten, was tatsächlich draußen vorging. Warten auf die Impfung oder auf den den Tag X, an dem alles vorbei sein würde?

Die Ereignislosigkeit manifestierte sich je länger sie anhielt. Man reduzierte Kontakte, erst erzwungen, später freiwillig. Man wollte am liebsten nichts mehr mit der Welt da draußen zu tun haben. Man begann sie zu verabscheuen, die Welt, die Menschen, alles was man früher getan hat und was man selbst einmal gewesen war. Man schloss sich ein in sein geschrumpftes Universum und ließ andere nur hin und wieder durch die Kamera an seinem Computer am eigenen Leben teilhaben. Vorfreude und frohe Erwartungen wurden gänzlich ausgelöscht und machten Resignation und Verbitterung Platz.

Wenn ich über diese Jahre eines sagen kann, dann das: Ich habe überlebt, aber ich habe nicht gelebt.

Die Katze im Homeoffice

Jeder Katzenbesitzer wird das kennen, kaum sitzt man vor dem Computer kommt die Katz und platziert sich wahlweise auf die Tastatur oder so vor den Monitor, dass man weder tippen noch etwas erkennen kann. Gelegentlich wird dann auf dem Schreibtisch oder dem Schrank herumgeturnt und mit Stiften oder der Computermaus gespielt. So, dass man den Gast irgendwann freundlich aber bestimmt hinunter dirigieren muss, um weiterzuarbeiten. Die Ruhe hält aber nicht lange an, spätestens fünf Minuten später liegt sie wieder laut schnurrend auf der Tastatur.

Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es ist, wenn man gerade eine Videokonferenz hat. Simon Tofield weiß es und lässt uns sehr anschaulich daran teilhaben.

Ich wünsche viel Spaß!

Verpasst!

Da habe ich doch glatt übersehen, dass ich unlängst meinen zweitausendsten Beitrag auf dieser Seite geschrieben habe. Zweitausend Artikel zu den unterschiedlichsten Themen in knapp sieben Jahren. Na, gut, sehr oft schrieb ich über PERRY RHODAN. Kommentierte, erzählte und regte mich aber auch über anderes auf.

In letzter Zeit bin ich nicht mehr ganz so streng mit mir und zwinge mich nicht, abends nach der Arbeit noch einen sinnvollen Text hier hereinzustellen. Oftmals erledige ich dann Dinge für die SOL oder lese Magazine für die FanSzene. In letzter Zeit schreibe ich tatsächlich öfter an meinem Roman. Auf das er endlich fertig werde.

Schauen wir mal was die nächsten Monate bringen. Langweiliger wird die Welt um mich herum sicher nicht werden, eher das Gegenteil vermute ich.

Der perfekte NEO

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 255 – »Die perfekte Welt« von Lucy Guth

Auf ihrem Weg durch die Dunkelwolke in M3 trifft die SOL auf ein seltsames Phänomen. Ansammlungen sogenannter neutraler Quanten führen zu einer Reihe absurder Vorfälle an Bord des Raumschiffes. Der integrierte Schlachtkreuzer FAIRY verwandelt sich in einen lebendigen Organismus, die Wasserfläche in einem der Habitate wird zu Gelee und Gucky wächst nach dem Genuss eines Möhrentörtchens erst zu einem Riesen, um kurze Zeit später auf Mausgröße zu schrumpfen. Perry Rhodan muss den Bordarzt aus dem Kokon einer Riesenspinne befreien und im Reaktorraum wachsen überdimensionale fleischfressende Pflanzen.
Chefwissenschaftler Geoffry Waringer glaubt, dass die freien neutralen Quanten mit den Gedächnisinhalten der Crew interagieren und so Gedanken zur Realität werden lassen. Besonders absurd wird es, als die Sensoren der SOL ein Sonnensystem entdecken, das dem Solsystem wie ein Ei gleicht. Perry, Thora, Gucky und Waringer fliegen in einer Space-Disk den dritten Planeten an und landen in Terrania auf einer zweiten Erde. Dort herrscht ein zweiter Perry Rhodan, der seine Vision einer perfekten Welt gnadenlos verfolgt. Unteranderem verändert er mittels sogenannter Schwellensprünge die Realität derart, dass sie seinem Ideal entspricht. Entstehende Abweichungen werden stets aufs Neue korrigiert. Menschen verschwinden, andere tauchen auf, Gebäude, Städte und Landschaften verändern sich nach jedem Sprung. Koalitionen zerbrechen, formen sich neu und wer nicht ins Raster passt, wird auf dem Merkur zwangsinterniert.
Perry Rhodan und seine Freunde von der SOL werden geschnappt und müssen sich nicht nur der Gegner und Anhänger von Rhodan II erwehren, sondern auch mit den Auswirkungen der Schwellensprünge klarkommen. Denn nach einem Sprung können Freund und Feind vertauscht sein und sich der eben noch sichere Ort in eine Falle verwandeln.
Letztendlich findet Waringer heraus, dass dieses zweite Solsystem aus Perry Rhodans Gedanken entstanden ist und nur er in der Lage ist, Rhodan II aufzuhalten und den Spuk zu beenden. Nachdem dies glückt, kehren die vier auf die SOL zurück.

Wow! Was für eine Geschichte. Das ist Science Fiction wie ich es liebe. Ich vermag meine Begeisterung kaum zügeln, über das, was die Autorin hier abgeliefert hat.

Klar ist die Idee, das Raumzeit und Gedanken miteinander verschränkt sind, nicht neu. Bereits in der Episode »Der Reisende« bei Star Trek: The next Generation geriet die Besatzung der Enterprise ebenfalls an einen Ort, an dem ihre Gedanken real wurden. Für diesen NEO-Roman wurde das Thema jedoch so passend variiert, dass die Idee noch sehr viel mehr Tiefe bekommt.

Ausgerechnet Perry Rhodans Traum von einer perfekten Welt erschafft eine ganz und gar nicht perfekte Gesellschaft, die sich selbst durch ständige Korrekturen nicht perfektionieren lässt. Die Schicksale seiner Freunde und Familie, die für diesen Traum geopfert werden, belegen, dass es die perfekte Welt nicht geben kann.

Das Wiedersehen mit vielen Bekannten aus dem NEOversum ist ein weiteres Highlight der Geschichte. Egal ob Crest, Clark Flipper oder Eric Leyden, die Charaktere sind so treffend beschrieben, dass es ist ein Fest ist, diese Figuren nochmal erleben zu dürfen.

Auch wenn die Meinung in der PR-Redaktion eine andere sein mag, für mich steht fest: einen Serienroman mit einer derartigen Detailtreue kann nur ein echter Fan schreiben. Und Lucy Guth ist NEO-Fan der ersten Stunde.

»Die perfekte Welt« ist für mich einer der besten NEO-Romane, die ich bisher gelesen habe und ganz sicher einer der besten in dieser Staffel. Eine faszinierende Science-Fiction-Idee in perfekter Ausführung – was will man mehr.

Neue Brücke und ein alter Biber

Weil ich dieses Wochenende mal wieder in Saalfeld bin, wollte ich mir die neueste Errungenschaft der Stadt anschauen. Nach Pfingsten wurde die neue Bohlenwand-Brücke eingeweiht. Die Rad- und Fußgängerbrücke verbindet die Ortsteile Obernitz und Reschwitz und erspart den Fahrradfahrern auf dem Saale-Radweg einiges an Steigungen. Bis in die Achtzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts stand dort eine Holzbrücke, die wurde aber abgerissen, weil sie marode war. Die Bewohner der Ortschaften mussten von da an einen langen Umweg fahren, um von einer Seite der Saale zur anderen zu kommen.

Das moderne Bauwerk ist schon beeindruckend. Mir war gar nicht bewusst, dass die Saale an dieser Stelle so breit ist – weiter vorn ist ein Wehr. Dementsprechend lang ist die Hängebrücke, die sich über den Fluss spannt. Es ist auffällig ruhig und friedlich hier. Ein paar Radfahrer waren gestern am späten Nachmittag dort unterwegs und auch zwei Reiterinnen. Das Wasser floss träge durch die grüne Hölle der Uferböschungen, die an dieser Stelle sehr ursprünglich aussehen.

Irgendwann kam ein großer Nutria angeschwommen. Das sind südamerikanische Zwergbiber (auch Biberratte genannt), die in der DDR wegen ihres Pelzes gezüchtet wurden und die nach Aufgabe der Farmen an der Saale ausgesetzt wurden. Die Tiere sind hier ansässig geworden und haben sich vermehrt. Sie sehen von vorn aus wie ein Biber haben aber einen langen dünnen Schwanz und keinen breiten. Das Exemplar, das unter der Brücke hindurch schwamm, hatte eine beachtliche Größe. Ich glaube, die sind auch nicht ganz so ungefährlich, wie sie aussehen. Zumindest tummelte sich der Nutria dann auf der Wiese eines angrenzenden Grundstücks. Dass der Grundstücksinhaber dort ebenfalls zu Gange war, schien das Tier nicht zu interessieren. Es dauerte auch nicht lange und er bekam Gesellschaft von einem kleineren Artgenossen. Gemütlich grasten sie eine Weile in der Abendsonne und tauchten alsbald wieder im Wasser der Saale unter.

Eine Tierbeobachtung am Rande der Stadt. Es gibt inzwischen an der Saale übrigens auch richtige Biber, die haben sich nach vielen Jahrzehnten von allein wieder hier angesiedelt. Ob und wie sie sich mit den Nutrias vertragen, kann ich aber nicht sagen.

Darf Jugendliteratur flach sein?

Quelle: Amazon

Als PERRY RHODAN-Leser ist man ganz schön verwöhnt. Das stellte ich in den letzten Wochen fest, als ich ein Jugendbuch aus einem anderen Verlag gelesen habe. Es geht um die Romanversion der Serie »The Mandalorian«.

Weil wir uns nicht noch einen Streamingdienst leisten wollen, haben wir Disney+ nicht abonniert und sind somit nicht in den Genuss der Serie um den Mandalorianer und das Kind gekommen. Die erste Folge lief ja auf Pro7, die haben wir uns noch angesehen. Weil die Serie so gelobt wird und wir wissen wollten, wie die Geschichte weitergeht, hatte ich dann den Roman zur Serie gekauft. Erst später stellte ich fest, das es ein Jugendbuch war und sich an jüngere Leser richtet.

Was habe ich mich in den letzten Wochen damit gequält. Wenn es mir nicht darum gegangen wäre, mitreden zu wollen, hätte ich das Buch nach zwanzig Seiten in den Stapel abzugebender Bücher gelegt. Ich hab mich dann aber doch Kapitel für Kapitel durchgebissen. Sagen wir mal so, ein Laie wird es vielleicht nicht so extrem merken. Er wird die Figuren im Buch vielleicht oberflächlich finden und wer die Serie nie gesehen hat, wird Probleme haben, sich die Orte vorzustellen und mit einigen Begriffen nichts anzufangen wissen.

Stilistisch ist das Buch nämlich ein Abgrund. Es liest sich, als hätte ein ambitionierter Zwölfjähriger versucht, die Serie nachzuerzählen. Figurencharakterisierung – Fehlanzeige, Beschreibung der Landschaften und Orte – eher mager, Einhalten der richtigen Erzählperspektive – »Erzählperspektive« – was ist das? Ständig tauchen Begriffe und Namen auf, die nicht erklärt werden und bei denen der Autor offensichtlich voraussetzt, das man sie kennt. Aber selbst mein Mann, der ein absoluter Star Wars Crack ist, wusste manchen Begriff nicht einzuordnen. Obwohl er sogar die Kinderserien »Clone Wars« und »Rebels« gesehen hat und die Filme IV bis VI auswendig mitsprechen kann. Außerdem hat er fast alle Star Wars-Romane gelesen, die ja bei Star Wars zum Serienkanon gehören.

Ich musste mich schon ziemlich zusammenreißen, um das zu konsumieren. Da es eine Übersetzung ist, kann man nicht sagen, ob das Original besser gewesen wäre. Selbst wenn nicht, der Übersetzer hätte mehr daraus machen müssen. Zumindest die Erzählperspektiven hätte er richtigstellen können. Wie gesagt, die PERRY RHODAN-Redaktion würde ihren Lesern niemals so etwas zumuten. Ich glaube, gegen die Romanfassung von »The Mandalorian« hebt sich der schlechteste Perryroman noch deutlich ab.

Dass der Roman als Jugendbuch herausgekommen ist, macht die Sache eher schlimmer als besser. Denn wenn Jugendliche mit so schlechter Literatur konfrontiert werden, finden sie nur schwer die Faszination zum Lesen. Zumindest wird es ihnen erschwert, Freude daran zu haben. Das Buch richtet sich tatsächlich an Leute, die die Serie gesehen haben. Nur die haben die Bilder dazu im Kopf, ohne sie spielt die Handlung in sogenannten »Weißräumen«. Außerdem leidet man auch nicht mit den Figuren mit, weil es keine Innenansichten der Figuren gibt. Man weiß nicht, was in ihren Köpfen vorgeht und wie sie sich gerade fühlen. Da geht viel erzählerisches Potential verloren, was einen Roman .. nein, was Literatur erst ausmacht.

Bei dem Buch, das in Deutschland bei Panini erschien, stand bei Disney definitiv das Geld im Vordergrund, was man damit verdienen kann. Ob der Inhalt für Jugendliche wertvoll ist, scheint da niemanden interessiert zu haben.

Ob ich anhand des Buches die Serie jetzt noch sehen möchte. Hm? Vielleicht irgendwann, wenn sie auf BluRay rauskommt oder im FreeTV.

Fun Facts zur Maskentragepflicht

Der Herr Söder hat im Januar in Bayern das Tragen von FFP2-Masken in Handel, Gastronomie und im öffentlichem Nahverkehr eingeführt – gebracht hat es wenig, Bayern hatte dennoch die höchsten Inzidenzen. In Waging gilt trotz niedrigem Inzidenzwert auf den Parkplätzen der Supermärkte eine Maskentragepflicht. (Die wurde ursprünglich mal bei Inzidenzen ab 200 eingeführt, aber nie wieder abgeschafft.) Zurück zur Bahn. Jedenfalls muss in Bayern nun auch im Fernverkehr eine FFP2-Maske getragen werden. Die darf dann aber, sobald der Zug die Grenze zu Thüringen überfahren hat, gegen eine normale medizinische Maske getauscht werden. Im Nahverkehr in Thüringen muss man nur einen geeigneten Mund-Nasen-Schutz tragen, sprich, da geht dann auch wieder eine Stoffmaske.

Irgendwie finde ich das alles reichlich absurd. Maskenpflicht hin oder her, aber solche Vorschriften tragen dazu bei, dass die Leute das Ganze nicht ernst nehmen und als Bevormundung bzw. Humbug sehen. Bei solchen Absurditäten braucht sich bitte kein Politiker beschweren, dass Menschen zu Querdenkern werden. Die Herren da oben fahren ja auch nicht mit der Bahn, sondern mit ihren Dienstwägen oder Privatfliegern, ansonsten kämen die nie auf solche Ideen. Ich würde gern jeden Politiker mal dazu einladen, sich sechseinhalb Stunden lang mit einer FFP2-Maske in die Bahn zu setzen, beziehungsweise am Bahnhof von Zug zu Zug zu hetzen. Mir war jedenfalls vor lauter Sauerstoffmangel richtig schwummrig und den Rest des Tages kribbelte mir die Nase, von dem Ausschlag im Gesicht rede ich gar nicht mal.

Das bringt mich zu einer weiteren Frage, die ich mir schon seit einiger Zeit stelle: Prüft eigentlich irgendjemand diese billigen chinesischen Masken, die unsere Regierung da eingekauft hat und nun verteilen lässt, regelmäßig auf Schadstoffe? Gibt es dazu Gutachten, was da alles drin ist und was wir da eigentlich täglich einatmen? Für alles gibt es Zertifikate und Grenzwerte. Soweit ich weiß, werden die Masken nur auf ihre Tauglichkeit und den Sitz geprüft, was alles in dem Stoff steckt und ob das auf Dauer alles so unbedenklich ist, das wage ich zu bezweifeln. Zumindest nicht bei den Masken aus China. Bei der Deutschen Welle bin ich auf einen Artikel gestoßen, der sich mit dem Thema näher befasst. Aber die Aussagen sind mir am Ende dann doch zu schwammig.

Deshalb gehen wir auf Nummer sicher und benutzen ausschließlich Produkte »Made in Germany«. Damit tun wir auch noch was für die heimische Wirtschaft, außerdem stinken die Masken auch nicht so.

Noch ein Fakt am Rande. Noch vor einem Jahr stand in den Anweisungen zur Arbeitssicherheit über FFP2-Masken, dass diese nicht von Kindern, Senioren und Menschen mit Lungenproblemen getragen werden dürfen. Man benötigte sogar ein pneumologisches Gutachten, dass man in der Lage ist, so eine Maske überhaupt zu tragen. Kurz nach der Einführung der FFP2-Maskenpflicht wurde der entsprechende Satz aus der Anweisung für Arbeitssicherheit gelöscht. Das sind so Sachen, die mir dann doch immer wieder zu denken geben. Jetzt prüft die Regierung auch noch die Herstellung von FFP2-Masken für Kinder. Da bleibt einem doch glatt die Luft weg, auch ohne Maske.

Piks die Zweite und anderes

So, gestern zum zweiten Mal geimpft. Nebenwirkungen noch keine. Der Arm tut ein bisschen weh, aber sonst geht‘s. Schauen wir mal, ob ich in einer Woche wieder Gelenk- und Muskelschmerzen bekomme, so wie nach der ersten Impfung.

Da ist die derzeitige Hitze nerviger. Zum Glück habe ich seit einer Woche ein klimatisiertes Büro auf Arbeit. Es ist halt von Vorteil, wenn man in einer Firma arbeitet, die Klimaanlagen verkauft und installiert. Aber nachts ist es so warm in der Wohnung, da sich die Wände tagsüber so aufheizen. Bei geschlossenen Jalousien bekommt man die Hitze nachts nicht raus. Ich kann aber nicht mehr bei Licht schlafen, seit ich hier wohne. Früher war das kein Problem. Außerdem zogen die letzten Abende immer wieder Unwetter über uns hinweg. Zum Glück hat es nur stark geregnet und nicht gehagelt. Ein paar Orte weiter sahen die Rasenflächen gestern Abend aus wie auf einer Driving Ranch. Hagelkörner so groß wie Golfbälle und teils noch größer.

Ich wollte noch ein paar Bilder von unserem Dschungel auf dem Balkon nachreichen. Die Erdbeeren tragen sehr fleißig, die Himbeeren sind auch schon reif. Ich habe uns noch eine Chilipflanze gekauft, weil unsere beiden Minichilis den Winter im Wohnzimmer leider nicht überstanden haben – Blattläuse.

Und wir haben die erste Gurke geerntet. Wobei ich hoffe, dass da noch eine kommt, weil die anderen irgendwie nicht wachsen wollen. Geschmeckt hat sie auf jeden Fall sehr lecker.

Buchmesse mal anders

Am Wochenende war ich auf der Buchmesse Saar. Richtig gehört, es gab wieder eine Buchmesse, auf der man sich mit Autoren und Verlagsmitarbeitern treffen konnte, an richtigen Messeständen …

Nein, natürlich bin ich dafür nicht ins Saarland gefahren, das musste ich auch nicht. Die ganze Veranstaltung fand online statt. Jeder Verlag hatte einen eigenen kleinen dreidimensional gestalteten virtuellen Messestand, auf dem man sich umsehen und informieren konnte. Und wenn jemand da war, konnte man sich mit demjenigen mittels Videochat unterhalten. Ein clevere Idee, die auch die PERRY RHODAN-Redaktion genutzt hat. An drei Tagen standen Mitarbeiter aus der Redaktion und Autoren den Lesern Rede und Antwort.

Nun ja, wenn sich mehr Leser dorthin verirrt hätten und man ihnen zuvor klar erklärt hätte, wie das alles funktioniert. Am Freitag habe ich mich noch nicht getraut, da ich nicht wusste, wie ich an der »Live Beratung« teilnehmen konnte und was mich da erwartet. Bin ich dort allein oder sind andere auch dort? Ist das wie eine Zoom-Konferenz oder erwartet mich etwas ganz anderes? Da war sicher die Hemmschwelle gerade für viele ältere Leser einfach zu groß. Selbst internetaffine Menschen wie ich, die sich normalerweise nicht in den sozialen Medien tummeln, hatten Berührungsängste. Wenn man nicht weiß, was passiert, dann klickt man nicht so einfach auf einen Link. Sollte das Format in Zukunft weiter Bestand haben, dann müsste das im Voraus besser kommuniziert werden. Da reicht ein Link auf den Messestand nicht aus, der ist nämlich nicht selbsterklärend.

Diejenigen Fans, die nicht dort waren, haben aber definitiv etwas versäumt. Denn es war aus meiner Sicht eine schöne Gelegenheit mal wieder mit alten Bekannten zu plaudern. So führte ich am Samstagmittag fast zwei Stunden quasi ein Privatgespräch mit Rüdiger Schäfer über NEO und das PERRY RHODAN-Fandom. Am Nachmittag hatte ich dann eine nette Unterhaltung mit Ben Calvin Hary und einer jungen Frau, die gerade das Perryversum entdeckt. Am Freitag hatte Janina Zimmer aus der PERRY RHODAN-Redaktion »Standdienst.« Am Sonntag sollte Klaus N. Frick dort sein. Ob er da war, kann ich nicht sagen, denn es war keine Uhrzeit angegeben und kein Leser setzt sich stundenlang vor den Computer und wartet, bis die Live-Beratung irgendwann vielleicht mal freigeschaltet wird.

Übrigens auch die Autoren hatten kleinere Probleme mit der Technik. So konnte Rüdiger Schäfer mich zwar sehen, ich ihn aber nicht. Bei Ben hat es dann besser geklappt, auch wenn die Internetverbindung ab und zu schwächelte. Wie gesagt, ich glaube, das Format hätte sicher auch anderen Fans gut gefallen, aber die wenigsten haben es wahrgenommen oder haben sich nicht getraut.