Der Plan des Keloskers

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 380 – »Jenseits des Schleiers« von Kai Hirdt

Die TERRANIA mit Reginald Bull und Perry Rhodan an Bord macht sich auf die Suche nach mehreren verschwundenen Raumschiffen einer Kolonialwelt. Bei der Untersuchung eines Schiffswracks werden sie von arkonidischen Raumschiffen bedrängt und zur Flucht gezwungen. Die Nottransition führt sie durch eine Raumzeit-Spalte ins Granulon der Kelosker. Die sind alles andere als erfreut über den unfreiwilligen Besuch und beschuldigen Rhodan und die Menschheit am Untergang ihres Granulons und dem Tod tausender Kelosker. Sie entern die TERRANIA und nehmen die Besatzung gefangen, wie sie es schon mit anderen Schiffen zuvor getan haben, darunter auch die vermissten Raumschiffe von der Kolonialwelt und ein Schiff der Arkoniden.
Perry Rhodan und seine Frau Thora können die TERRANIA mit Guckys Hilfe unbemerkt verlassen und machen sich auf die Suche nach einem Rückweg. Auf einem Planeten finden sie weitere im Granulon gestrandete Personen aus dem Einsteinuniversum. Alle leben auf einer Art Gefängniswelt in Anarchie und Chaos. Sie treffen auf eine Gruppe arkonidischer Wissenschaftler, die ebenfalls unbeabsichtigt hier gestrandet sind. Zusammen mit einem verbündeten Kelosker suchen sie einen Stato auf, um in den Einsteinraum zurückkehren können.
Doch irgendeiner der führenden Kelosker verfolgt einen anderen Plan, denn entgegen aller Wahrscheinlichkeiten können Perry und Thora einen Chrono-Korrelator erbeuten, der die TERRANIA und die anderen Raumschiffe durch den Stato zurückschicken könnte. Die Mediker an Bord stellen fest, dass die vor längerer Zeit Gestrandeten mit einem Virus infiziert wurden, der nicht nur die Menschheit, sondern auch alle anderen Völker der Milchstraße vernichten könnte.
Rhodan und seinen Begleitern gelingt es, in ihr angestammtes Universum zurückzukehren. Da taucht Dao Lin H’ay auf. Die Schwester der Tiefe bittet Rhodan um Hilfe zur Rettung seiner Tochter Nathalie benötigen sie ein Artefakt, eine sogenannte Träne der Sterne.

Endlich wieder mal ein Roman von Kai Hirdt. Wie sehr hatte ich mich darauf gefreut. Und tatsächlich kann mich der Co-Exposéautor unterhalten. Die Figuren stimmen, das Timing auch und der Humor sowieso. Dennoch war ich am Ende ein wenig enttäuscht. Vielleicht weil ich schon bessere Romane des Autors gelesen habe, vielleicht auch, weil mich die Darstellung der geheimnisvollen Kelsoker nicht überzeugt hat.

Die bisher als überlegen und weitsichtig beschriebenen Denker mit ihren elf Gehirnen wirken in diesem Roman eher plump und wenig clever. Wenn sie so klug sind, wie bisher beschrieben, müssten sie wissen, das Rhodan nicht für den Schaden an ihrem Granulon verantwortlich sein kann und es wenig Sinn macht, Menschen zu quälen, damit sie ihnen das Gegenteil erzählen. Die Hintergründe des Vorgehens des bösen Keloskers bleiben im Dunkeln, sowohl für Perry, als auch für mich als Leserin. Ich habe hier bewusst alle Namen weggelassen, weil ich im Laufe des Romans bei den vielen Namen irgendwann nicht mehr mitgekommen bin.

Spannend fand ich die Nebenhandlung um den Prospektor, der in einem Asteroiden ein geheimnisvolles Artefakt entdeckt und damit die Machenschaften eines Bergbaukonzerns aufdecken kann. In dieser Geschichte steckt für mich mehr Potenzial als in der Keloskersache. Für einen Roman zum Staffelauftakt hat mir ein bisschen der Wow-Effekt gefehlt.

Ich schreibe diese Rezension zirka vier Wochen nachdem ich den Roman gelesen habe und muss zurückblickend eingestehen, dass mir so gut wie nichts von der Handlung in Erinnerung geblieben ist. Im Gegenteil, ich musste einige Passagen des Romans nochmal querlesen, weil ich nicht mehr wusste, worum es überhaupt ging. Das ist sicher kein gutes Zeichen für einen Roman am Staffelbeginn.

»Jenseits des Schleiers« ist seit langem mal wieder ein NEO-Roman von Kai Hirdt. Zugegeben: es ist kein Highlight auch weil sein Inhalt kaum in Erinnerung bleibt. Es gab aber schon weitaus schlechtere Romane des Autors.

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