Zwischen Sex und Genderwahnsinn

Quelle: Amazon

»Sex ist wie Mehl« heißt das aktuelle Buch von Jürgen von der Lippe, das es auch als Live-Comedy-Lesung gibt. Letzteres kann ich nur empfehlen. Wir haben Tränen gelacht, als wir beim Abendessen Jürgen von der Lippe, Gabi Decker und Robert Louis Griesbach gelauscht haben.

Viele kennen Jürgen von der Lippe als Sänger von Liedern wie »Guten Morgen liebe Sorgen« oder als Hawaiihemd tragenden Showmaster aus »Geld oder Liebe«, übrigens eine der wenigen Fernsehshows, die ich sehr gern gesehen habe. Was die Wenigsten wissen: Der Mann ist Philosoph, Germanist und Linguist und hat diese Fächer auf Lehramt studiert. Außerdem war er mal mit Margarete Schreinemakers verheiratet.

In seinem neuesten Werk geht es wie eigentlich immer um Zweideutiges, leicht Anrüchiges aber stets Bodenständiges. Es geht um die Sorgen und Nöte von ganz normalen Leuten. Dabei ist der Autor sich nicht zu schade, sich selbst lächerlich zu machen.

Das Herausragenste ist jedoch sein Wortwitz, der intelligent und zugleich hintergründig ist, und über den man dennoch herzlich lachen kann. Ich persönlich finde die Stellen am besten, als er den Genderanhängern und ihren Wortschöpfungen linguistisch auf den Zahn fühlt und beweist, das vieles davon sprachlich vollkommen falsch ist.

Die Lesung fand vor echtem Publikum statt. Unterstützt wird Jürgen von der Lippe von Gaby Decker und Robert Louis Griesbach, die mit ihm abwechselnd die Dialoge lesen.

Wer mal wieder herzhaft lachen möchte und politisch unkorrekte Witze ertragen kann, dem sei dieses ungewöhnliche Hörbuch empfohlen. Anhänger des Genderns mögen es sich bitte zur Aufklärung anhören.

Nixon und Schröder

Ein vulkanisches Sprichwart sagt: »Nur Nixon konnte nach China gehen«. Spock sagte das in Star Trek VI und meinte damit, dass nur Kirk mit den Klingonen verhandeln konnte. Das Sprichwort gibt es auch im Englischen und zwar schon seit den Siebzigern.

Heute haben wir eine ähnliche Situation. Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder ist nach Moskau gereist, wie auch immer er das gemacht hat. Er will mit Putin verhandeln. Und vielleicht bringt es ja tatsächlich was.

Man kann von Schröder halten was man will – im Grunde hat seine Partei während seiner Amtszeit die Sozialdemokratie in Deutschland verraten – aber das er tatsächlich den Mut aufbringt, nach Moskau zu reisen und seinem Kumpel Wladimir ins Gewissen zu reden, nötigt mir Respekt ab. Er hätte sich auch einfach von dem Mann im Kreml distanzieren können, wie von seinen Parteigenossen gefordert. Stattdessen sucht er auf eigene Faust das Gespräch.

Ich wünsche ihm Glück. Und sollte er Erfolg haben, dann sollte das vulkanische Sprichwart fortan lauten: »Nur Schröder konnte nach Moskau gehen«.

Perrymäßig eingekleidet

Endlich kann ich auch entsprechend gekleidet zum nächsten PERRY RHODAN Event gehen. Ich habe mir meine ersten offiziell lizensierten Bekleidungsstücke im PERRY RHODAN Spreadshirt-Shop gekauft. Vorletztes Wochenende gab es eine Rabattaktion, da konnte ich nicht nein sagen. Außerdem gibt es seit kurzer Zeit tolle Aufdrucke, die zum einen nur Perryfans kennen und die ich total witzig finde.

Ich habe mich allerdings nur für ein Sweatshirt mit normalem PERRY RHODAN Logo entschieden und für ein »Sofortumschalterin« T-Shirt, selbstverständlich in rosa, was sonst. Ich habe die größte Größe bestellt, die es für Frauen gab … nun, es passt geradeso. Die fallen schon ziemlich klein aus.

Jetzt warte ich darauf, dass es endlich wärmer wird, damit ich es anziehen kann.

Zur rechten Zeit

Wenn ich mir die Entwicklung der Kraftstoffpreise an den Tankstellen so ansehe, bin ich meinem Mann umso dankbarer, dass er mich vor mehr als einem Jahr überredet hat, ein Elektroauto zu kaufen. Wir laden entweder an unserer eigenen Wallbox oder kostenlos an der Ladestation der Gemeinde. Billiger kann Autofahren momentan nicht sein.

Wir überlegen jetzt, bei der nächsten Eigentümerversammlung den Vorschlag einzureichen, eine Photovoltaikanlage und Solar-Panels auf den Dächern der vier Häuser installieren zu lassen. Ab 2025 müssen wir das ohnehin.

Mission im Wegasystem

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 272 – »Die Hölle der Wega« von Ruben Wickenhäuser

Die SOL lädt im System von Rho Geminorum ihre Stützmassespeicher auf, als sie von einer Flotte der Überschweren entdeckt wird. Das Schiff kann durch ein gewagtes Manöver durch die Sternencorona fliehen, muss aber zwei Raumjäger mit Kadetten zurücklassen.
Nach ihrer Flucht findet die Besatzung der SOL das havarierte ferronische Raumschiff PLUMOON im Leerraum. Sie retten die einzige Überlebende und beschließen mit Hilfe des Wracks ins Wegasystem zu fliegen. Dort gibt es auf dem Planeten Capra große Vorkommen von Schwingquarzen, die die SOL nach wie vor für den Betrieb ihrer Systeme benötigt.
Während sich die SOL in der Atmosphäre des Gasriesen Gol verbirgt, fliegen Perry Rhodan, Gucky und die Besatzung zweier Space-Disks nach Capra. Die Space-Disks sind in das Wrack des ferronischen Raumschiffes eingebaut und sollen dem Außenteam den Rückflug ermöglichen.
Nach der Bruchlandung der PLUMOON mitten in einem Flüchtlingslager der Topsider, müssen sich Rhodan und Co nicht nur mit dem Leiter des Lagers, Worrka, und dem Anführer der Topsider, Lark-Kerr, auseinandersetzen, sondern auch mit dem Überschweren, der das Kommando über das Wegasystem hat. Als ein Sandsturm über das Lager fegt, fliegen Rhodan und sein Team zusammen mit dem Lagerleiter und Mineralogen Worrka zu den nahegelegenen Höhlen, in denen sie ein großes Vorkommen von Gemingadrusen orten.
Auf ihrem Weg durch den Fels landen sie in einem Raum, in dem sich eine Menge Schwingquarze und ein Transmitter befinden. Sie registrieren zu spät, dass es sich um ein Falle Leticrons handelt. Der Überschwere ist bereits auf dem Planeten und Rhodan und seiner Crew dicht auf den Fersen. Als er Rhodans Gruppe erreicht, greift er an. Sie haben seiner Kraft nichts entgegenzusetzen, ihre einzige Möglichkeit ist eine Flucht durch den Transmitter, doch der scheint beschädigt.
Die SOL ortet ebenfalls Schwingquarze auf dem Gasriesen. Omar Hawk, sein Okrill Watson und die gerettete Ferronin fliegen auf die Oberfläche des Planeten und kämpfen sich zu einer Transmitterstation durch. Der Transmitter ist mit dem auf Capra verbunden. Er aktiviert sich plötzlich und Gucky bittet den Oxtorner um Hilfe beim Kampf gegen Leticron. Watson kann den Überschweren so lange betäuben, bis sich das Außenteam durch den Transmitter in Sicherheit gebracht hat, inklusive der Gemingadrusen, die aus dem Vorrat der Überschweren stammen. Leticron erleidet nicht nur eine Niederlage, sondern auch einen empfindlichen wirtschaftlichen Verlust.

Anfangs habe ich mich mit dem Roman sehr schwer getan. Erst nach einem Drittel nahm mich die Handlung gefangen. Die ersten Kapitel über die Kadetten, die bei einem Einsatz stranden, finde ich nach der Beendigung der Lektüre noch rätselhafter als zu Beginn. Was sollte das? Die Szenen stehen in keinem Zusammenhang zur nachfolgenden Handlung. Offensichtlich sollte hier etwas vorbereitet werden. Ich bin gespannt, wann und ob das wieder aufgenommen wird.

Nachdem die Handlung nach Capra wechselt, beginnt sie zunehmend Spaß zu machen. Die Nöte von Worrka mit seinem Team und seiner Aufgabe ein Flüchtlingslager aufzubauen, obwohl er Mineraloge ist, erzählt der Autor schön plastisch. Der Gedanke, dass die Ferronen nun für ihre ehemaligen Unterdrücker die Topsider sorgen müssen, ist eine reizvolle Idee, die voller Konflikte steckt. Aber auch die Gedankengänge des Topsiders Lark-Kerr sind gut eingefangen.

Nahezu verrückt ist die Idee, zwei Space-Disks in das Wrack der PLUMOON einzubauen. Wie das funktionieren soll und wie die Space-Disks da wieder rauskommen, ohne Schaden zu nehmen, habe ich nicht ganz verstanden. Auch nicht, warum die Andruckabsorber innerhalb der Space-Disk wirken sollen, wenn sie in einem Schiff stecken, in dem die Absorber kaum funktionieren. Die Vibrationen und Scherkräfte wirken sich durch den Kontakt zum Schiff trotzdem auf die Space-Disks aus. Die schweben da ja nicht frei rum, sondern sind eingebaut. Wahrscheinlich habe ich das nur nicht richtig verstanden.

Sehr fasziniert hat mich die Expedition von Omar Hawk in die Kavernen auf der Oberfläche von Gol. Nachdem ich ausgeblendet habe, dass es realistisch wahrscheinlich unmöglich ist, auf der Oberfläche eines Gasriesen herumzuspazieren, und dabei Sonnenstrahlen zu beobachten, die die Oberfläche erhellen, machte der Ausflug mit Hawk richtig Spaß. Die unterirdischen Kavernen mit den Marienglaskristallen machen die unglaubwürdige Situation durchaus wett. Bei dem Transmitter der sich aktiviert bzw. desaktiviert, war ich zunächst verwirrt. Die Situation erklärt sich aber am Ende. Wobei ich nicht ganz glaube, dass die Gemingadrusen einfach so im Herumliegen transportiert werden können.

Wissenschaftliche Erbsenzählerei ist bei »Die Hölle der Wega« unangebracht, dann würde man vermutlich nicht mehr fertig werden. Wer sich darauf einlässt und die unlogischen Zusammenhänge ausblendet, bekommt einen reizvollen und durchaus spannenden Roman geliefert. Ich freue mich jedenfalls, in Zukunft wieder einmal etwas über die neuen Besatzungsmitglieder der SOL Worrka und Lark-Kerr zu lesen.

Die Ananasse

Ich habe am Wochenende kleine Ananasse (das heißt wirklich so) aus Perlen hergestellt. Zwar musste ich erst ein bisschen tüfteln, bis ich das Muster raus hatte, aber nun geht es wie am Schnürchen. Ich habe schon eine ganze Kollektion in verschiedenen Farben gefertigt als Ohrringe oder Anhänger.

Die auf dem Bild sind die ersten.


Moderna Gate und Labortheorie

Moment mal!

Verstehe ich das richtig, dass der CEO von Moderna, Stephane Bancel, es für möglich hält, dass das SarsCov19-Virus in dem Labor in Wuhan erschaffen wurde und zwar womöglich mit einem Bestandteil eines Krebsmittels von Moderna, das Moderna 2016 hat patentieren lassen?

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Gensequenz die sowohl im Spikeprotein des Virus‘ gefunden wurde, als auch in dem Patent von Moderna vorkommt? 1:30 Millionen?

Klar das ist FOX, aber wenn der CEO es selbst sagt, das er es für möglich hält … Ich komme mir gerade ziemlich verarscht vor!

Schaut es euch selbst an, ab Minute 7:40.

Die SOL kommt an

Vor etwa einer Woche ist die SOL 105 bei den Mitgliedern eingetroffen. Die Rückmeldungen zum Heft fallen bis jetzt durchweg positiv aus, was mich sehr freut. Denn dann haben wir in der SOL-Redaktion alles richtig gemacht. Uwe Bätz hat beispielsweise einen schönen Text zur SOL 105 geschrieben.

Besonders gut kommt das Cover bei den Lesern an. Dieter Bohn hat dafür viel Lob einstecken dürfen. Ich fand es von Anfang an sensationell. Dieters Bilder liegen nun schon seit zwei Jahren auf meiner Festplatte. Die Ausstellung mit seinen Gemälden der »Meister der Eastside« sollte auf dem ColoniaCon 2020 stattfinden. Bekanntlich wurde nichts daraus und auch nicht im Jahr 2021. Ich hoffe nun, dass im Mai 2022 der ColoniaCon mitsamt der Ausstellung endlich glatt über die Bühne gehen kann.

Ich wusste schon beim ersten Blick auf die Bilder, dass ich das mit dem »Jülziish-Mädchen mit dem Perlenohrlamellengehänge« unbedingt als Cover haben wollte. Aber weil ich Dieter wegen der Ausstellung nicht vorgreifen wollte, wartete ich ab. Ein halbes Jahr vor dem Con 2022 fragte ich nach, ob ich das Bild nehmen dürfte und ob er nicht noch ein bisschen was dazu schreiben wollte. Er schlug mir ein anderes Bild als Cover vor, doch ich blieb eisern. Ich wollte das Porträt, vor allem weil es so gut zum Schwerpunkt passt. Dass es nun im Fandom so einschlägt, bestätigt mir, dass ich den richtigen Riecher hatte.

Eigentlich mache ich das ja nicht, dass ich Inhalte aus der SOL in meinem Blog online stelle. Heute will ich mal eine Ausnahme machen, weil Dieter so viel Herzblut in das Bild gesteckt hat und er es echt verdient. In seinem Artikel beschreibt er, wie das Bild entstanden ist und ich finde das als gelernte Grafikexpertin total spannend.

 

Buntes Spektakel in Kolumbien

Quelle: Amazon

Wir haben seit ein paar Wochen Disney+, weil uns die Telekom ein Angebot gemacht hat, das wir nicht ausschlagen konnten. Und weil wir ganz gerne Animationsfilme sehen, ist das auch ganz praktisch. Hier kann man sich die neuesten Streifen anschauen und dann entscheiden, ob man sie auf BluRay im Regal stehen haben will. So sahen wir uns gestern den Film »Encanto« an.

Es geht um eine Familie in Kolumbien, deren Großmutter einst vor Banditen geflüchtet ist und ein magisches Tal entdeckt hat, das sie und weitere Flüchtlinge von der Außenwelt separiert hat und schützt. Alle ihre Kinder und Enkel wohnen in einem lebendigen Haus und verfügen über eine besondere Gabe, mit der sie das Dorf und der Gemeinschaft dienen. Einzig ihre Enkelin Mirabell hat keine Gabe abbekommen. Die junge Frau beschäftigt das sehr, sie fühlt sich nicht dazugehörig und ohne Wert. Als sie dahinter kommt, dass es ein dunkles Geheimnis um die Magie der Familie gibt, macht sie sich auf die Suche, nach einer Erklärung. Doch das, was sie findet, macht alles nur noch schlimmer. Letztendlich sieht es so aus, als sei sie es, die die Magie in Gefahr bringt.

Die Geschichte ist schön animiert. Ich bin noch ganz begeistert vom Detailreichtum der Bilder und den vielen visuellen Ideen. Ich denke, den Film muss man sich öfter ansehen, um alles zu entdecken. Das Beste ist das magische Haus, in dem die Familie lebt und das selbst lebendig ist. Auch die Figuren und die Geschichte sind spannend ohne kitschig zu sein. Es werden auch keine allzu großen Klischees bedient. Das kann man sich gut ansehen. Ich habe mich nur gefragt, warum die Figuren im Film alle mit spanischem Akzent sprechen. Die sind doch unter sich? Das muss ich nicht verstehen.

Das einzige was mich nervt, ist das Gesinge. Warum muss in Disneyfilmen eigentlich immer gesungen werden? Das ist an sich fürchterlich, noch schlimmer ist aber, dass die Lieder auf Biegen und Brechen ins Deutsche übersetzt wurden. Im Original sind sie vielleicht noch zu ertragen, aber bei dem deutschen Text und den unglücklichen Reimen stehen einem oft die Haare zu Berge.

Also wer Lust hat auf ein bisschen Magie und das Gesinge ausblenden kann, sollte sich den Film anschauen. »Encanto« ist was fürs Auge, aber nicht fürs Ohr.

Konsequenzen von Arroganz und Naivität

Wenn ich dieser Tage Nachrichten lese, dann kommt mir alles wie ein böser Albtraum vor. Dabei hat sich das irgendwie schon lange angekündigt. Ich will nicht sagen, dass es so kommen musste, aber es deutete sich an.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist unsere Gesellschaft dekadent, naiv und narzisstisch geworden. Die Klasse der besserverdienenden Bildungsbürger schaut mit Arroganz auf die Welt, versucht jedem ihr moralisch sauberes Weltbild überzustülpen, glaubt, dass nur sie die Wahrheit kennt und dies die einzig richtige ist.

Ich glaube, dass zwanzig Prozent der Deutschen inklusive ihrer Regierungsvertreter in einer Parallelwelt leben und das diese zwanzig Prozent keinen Schimmer von der Realität haben.

Nun holt uns diese Realität ein. Unerwartet und unvorbereitet stürzt Europa in einen Krieg und jeder fragt sich, wie es dazu kommen konnte. Wir waren viele Jahre zu satt und zu verwöhnt und viel zu verblendet, dass wir vergessen haben, dass man sich Frieden und Demokratie jeden Tag aufs Neue erkämpfen muss. Vielleicht hätten wir mehr auf unsere Eltern und Großeltern hören und es nicht soweit kommen lassen sollen.

Und nein, bei einem Atomschlag helfen weder Wasser und Lebensmittelvorräte im Keller, noch eine gendergerechte Sprache. Hallo! Aufwachen! Es gibt noch mehr auf der Welt als Corona oder zu viel CO2. Die Konzentration auf nur eine Sache fällt uns nun auf die Füße.