Traurige Poesie

Ich weiß nicht warum, aber irgendwie passt das Gedicht aus den frühen Neunzigern zu meiner heutigen depressiven Stimmung.

 

Schatten schweifen durch die Nacht
Nebelbänke hüllen sie ein
Das Herz leer
wie die Nester der Vögel im Winter
Noch brennen sie die Kerzen
wenn die Letzte verlicht
wird es dunkel sein
Dunkel und still
wie am Anfang der Zeit

 

Filmtipp zu Palestina

MiralKaum zu glauben, aber man findet sie noch, die kleinen aber feinen Filme, die fern ab vom Mainstream zugleich unterhalten und informieren.

Montag Abend lief bei EinsFestival der Film „Miral“. Die Geschichte beruht auf dem autobiografischen Roman von Rula Jebreal. In diesem Drama über eine junge palästinensische Israelin geht es um mehr, als um das (Über)Leben von Frauen im Nahost-Konflikt. Der Zuschauer erfährt sehr viel zur Geschichte Israels und Palästinas. Erzählt wird die Geschichte eines Waisenhaus‘ in Jerusalem von der Gründung Israels 1948 bis zum Vertrag in Oslo 1993.

Miral ist nur eine der im Film vorgestellten Frauenfiguren, deren Lebensweg näher beleuchtet wird. 1973 als israelische Palästinenserin geboren, wächst sie zunächst bei ihren Eltern auf. Nach dem Freitod der Mutter gibt sie der Vater schweren Herzens in die Waisenkinderschule. Dort erfährt sie eine sehr gute und vor allem pazifistische Ausbildung. Als sie mit siebzehn als Lehrerin in die Flüchtlingslager in den besetzten Gebieten geschickt wird, muss sie mit ansehen, wie Israelis die Behausungen der dort lebenden Palästinenser abreißen. In ihr erwacht der Gedanke, das man etwas dagegen tun muss. Sie lernt einen jungen Mann von der PLO kennen und verliebt sich in ihn. Als dieser einen Anschlag verübt und Miral von der Miliz auf einem Foto erkannt wird, gerät auch sie unter Verdacht. Verhaftet, verhört und misshandelt kommt sie nach 24 Stunden in einem Schauprozess frei, doch ihr pazifistisches Weltbild ist ins Wanken geraten. Ihr Glaube, das Juden und Palästinenser friedlich zusammenleben können, ist beschädigt und dennoch setzt sie alle Hoffnungen auf den Osloer-Friedensprozess.

Der Film ist durch das Schicksal der Frauen nicht nur fesselnd, sondern vor allem informativ. Obwohl er eine sehr subjektive Sicht (in diesem Fall die Sicht der Palästinenser) hat, zeigt er doch auch, dass es viele Menschen auf beiden Seiten gibt, die eine Einigung des Nahost-Konflikts herbeisehnen. Das macht auch die Widmung im Abspann deutlich. Überraschenderweise ist der in NYC geborenen Regisseur Sohn jüdischer Eltern.

Es gibt in diesem Streifen noch eine Besonderheit, die ihn für mich besonders macht: Der Vater von Miral wird von keinem geringeren als Alexander Siddig gespielt (besser bekannt als Darsteller des Dr. Julian Bashir aus STAR TREK – DEEP SPACE NINE). Der charismatische Schauspieler gehört zu meinen Lieblingsdarstellern, den ich vergangenes Jahr auf der FEDCON persönlich kennenlernen durfte. In „Miral“ zeigt er seine große darstellerische Bandbreite. Toll!

Der Karton und die Mieze

Seit vielen Jahren bin ich großer Anhänger der Simon’s Cat Katzencomics. Begonnen hat es mit einem Youtube Video, etwas später kaufte ich eine DVD mit den populären Filmchen. Irgendwann überraschte mich mein Mann mit einem 365 Tage Abreisskalender. Ich hob tatsächlich jedes Kalenderblatt auf und klebte alle in ein Album. Inzwischen besitze ich drei A5-Kladden voller Comics mit Simons’s Cat (bzw. Cats – es sind ja unterdessen zwei Miezen).

Der Zeichner hat eine unglaublich gute Beobachtungsgabe. Mit nur wenigen Strichen erschafft er wunderbare Geschichten, die nicht nur jedem Katzenfan ein Lächeln entlocken, sondern auch zu einem Kopfnicken anregen; frei nach dem Motto: „Ja, das kenne ich von meiner Katze!“

Das hier ist mein Lieblingsvideo von Simon’s Cat, weil es mich sehr an meine, vor genau zwei Jahren verstorbene, Katze Friedel erinnert:

 

Noch mehr Videos gibt’s im Blog von Simon’s Cat.

Faszinierende Seitenstatistik

Statistik habe ich während meines Studiums nicht wirklich gern gemacht, immerhin fand ich es nachvollziehbarer als das Berechnen n-dimensionaler Vektorräume. Aber seit ich die Statistikfunktion meines Weblogs benutze, finde ich das Thema extrem faszinierend.

Bevor hier gleich wieder jemand aufschreit wegen Datenschutz und so … Kein Sorge, es werden keine IP-Adressen gespeichert. Ich weiß also nicht, wer mich besucht und wo derjenige gerade sitzt. Ich erfahre nur von welcher Internetseite ein Besucher hergeleitet wurde, welchen Browser und welches Betriebssystem er nutzt. Sobald aber mehr als ein Besucher online war, lässt sich das für den einzelnen nicht mehr auflösen.

Unabhängig vom Besucher erfahre ich wie viele Seiten täglich, wie lange angesehen, welche Kategorien aufgerufen und welche Suchbegriffe benutzt wurden. Diese Informationen verbunden mit der täglichen Besucherzahl sind höchst interessant. So merke ich sofort, wenn irgendetwas Außergewöhnliches passiert ist, zum Beispiel wenn jemand meine Seite auf Facebook oder Twitter verlinkt hat. Je nachdem wie populär diese Seite ist, steigen plötzlich die Besucherzahlen in unterschiedlichen Größenordnungen.

Die am häufigsten aufgerufene Kategorie in meinem Blog ist die über David Rott. Entweder sind das alles Fans des Schauspielers oder viele sind einfach neugierig wer sich hinter dem Namen verbirgt. Ich merke auch sofort wenn im Fernsehen wieder ein Film mit David Rott lief, denn da schnellen plötzlich die Besucherzahlen in die Höhe.

Viele kommerzielle Webseiten nutzen solche Informationen, um gezielt Werbung einzusetzen und um an ihren Besuchern zu verdienen. Eine solche Vorgehensweise liegt mir mehr als fern. Ich möchte nur wissen, was die Besucher meines Blogs interessiert, was sie gut finden und was nicht. So erfahre ich zumindest ein klein wenig über die Personen, die meinen Blog besuchen. Obwohl ich mich über jeden persönlichen Kommentar oder jede E-Mail weit mehr freue.

Statistik von Juli 2015
Blog-Statistik Juli 2015

Werkstattbericht Papiermodellbau

PR-Paper Zellaktivator
PR-Paper Zellaktivator

Nach dem ich ja letztes Wochenende den Torbogentransmitter gebaut hatte, nahm ich mir an den beiden vergangenen Tagen nun den Zellaktivator (ZA) vor.

Ich weiß jetzt, warum es eine Superintelligenz braucht, um einen Zellaktivator zu bauen. (Jaja, ich weiß! Eigentlich wurden die ZA’s nicht von ES sondern von den Baolin-Nda gebaut, aber das sind auch Wesen mit besonderen Fähigkeiten.) So einen ZA zu bauen ist echt knifflig, besonders wenn er aus Papier ist. Allein das Ausschneiden der vielen kleinen Zacken an den Klebe-Laschen, hat mich einige Stunden beschäftigt, und das Zusammenfügen der Teile zu einer Ei-Form erfordert Geduld und Fingerspitzengefühl. Leider ist es mir trotz aller Mühe nicht so perfekt gelungen, wie ich mir das vorgestellt habe. Doch ganz ehrlich: Ich war am Ende heilfroh, als das Modell endlich stand.

Zum Glück hat es am heutigen Sonntagmorgen geregnet, sonst wäre ich nicht fertig geworden. Für den Bau des 1:3 Modells des ZA kann man gut fünf Stunden Arbeitszeit einplanen, die Wartezeit zum Trocknen der Teile nicht mit eingerechnet.

Das PERRY RHODAN-Paper der PRFZ beinhaltet noch ein weiteres Modell im Maßstab 1.1, doch ob ich mir das antun will, weiß ich noch nicht. Da muss ich schon einen besonders guten Tag haben.

Psychologisches Verwirrspiel

shutter_islandAls der Film „Shutter Island“ vor ein paar Wochen im Fernsehen lief, machte ein Gewittersturm meinem Filmvergnügen vorzeitig den Gar aus – Kein Sendesignal mehr. Weil ich den Film aber ungemein spannend fand und unbedingt wissen wollte wie er ausgeht, kaufte ich ihn mir. Gestern Abend habe ich mir endlich den vollständigen Film ansehen können.

Die Handlung ist schnell zusammengefasst: 1954 – Zwei US-Marshalls sollen in einer Nervenheilanstalt auf einer Atlantikinsel das Verschwinden einer Patientin aufklären. Doch der Fall ist verzwickt, denn die Anstaltsleitung scheint etwas verbergen zu wollen. Marshall Teddy Daniels vermutet das hinter Shutter Island mehr steckt, als nur ein Hospital für geistesgestörte Schwerverbrecher. Als ein Sturm über die Insel hinwegfegt und Daniels plötzlich an Halluzinationen leidet, spitzt sich die Lage zu und er sieht sich bald im Zentrum eines Komplotts.

Martin Scorsese zieht in diesem Mystery-Thriller alle Register seines Könnens. Hier wird mit beklemmenden Bildern gearbeitet, die Gänsehaut verursachen. Von der ersten bis zur letzten Minute wird eine äußerst spannende Geschichte erzählt, von der man sich nicht abwenden kann. Teddy Daniels, gespielt von Leonardo DiCaprio, wird immer mehr in die komplexe Handlung verstrickt und bald wissen er und auch der Zuschauer nicht mehr, was eigentlich auf der Insel vor sich geht. Die Spannung hält bis zum Schluss und überrascht mit einem Ende, das niemand erwartet.

Ich war von der verzwickten Handlung des Films vollkommen fasziniert. Obwohl sich Erinnerungen, Halluzinationen, Träume und Wirklichkeit zunehmend miteinander vermischen, fiel es mir dennoch nicht schwer dem Geschehen zu folgen. Die meist düsteren und blutigen Bilder, blieben trotz ihrer Gewalttätigkeit stets ästhetisch und wirkten niemals abstoßend.

Auf einen Fehler muss ich dennoch hinweisen. In den Erinnerungs-Szenen, die sich um die Befreiung des KZ Dachaus drehen, schneit es. Die Befreiung war Ende April 1945 und da gab es, denke ich, weder strengen Frost noch Schnee.

Den Zenit überschritten

Man soll bekanntlich aufhören, wenn es am schönsten ist oder wenn man am Gipfel des Erfolgs angelangt ist …

Vielleicht hätte Rita Mae Brown, die Autorin der beliebten Mrs. Murphy Krimireihe, das beherzigen sollen. Ich habe ihre Bücher immer mit großer Begeisterung verschlungen. Die Geschichten aus der beschaulichen Kleinstadt Crozet in Virginia wurden von ihr so wunderbar geschrieben, dass man die Bewohner und ihre Vierbeiner einfach ins Herz schließen musste. Die Mrs. Murphy Bücher boten immer spannende Mordfälle, die zumeist von der sympathischen Harry und ihren Tieren, der Katze „Mrs. Murphy“ und dem Corgi „Tucker“, aufgeklärt wurden. Später kamen noch „Pewter“ die verfressene Katze eines Ladenbesitzers dazu und natürlich all die Pferde und anderen Tiere auf Harrys Farm. Diese Geschichten machten sogar mir Spaß, obwohl ich alles anderes als ein Krimifan bin. Rita Mae Brown verlieh ihren Charakteren immer eine emotionale Tiefe, die mich als Leser ansprach und von der ich mich mitreisen ließ. Doch irgendwann war aus den Krimis die Luft raus, zuletzt versuchte die Autorin pro Roman ein Thema abzuhandeln (Weinanbau, Pferdezucht etc.), dass war zwar ganz interessant, aber die Geschichten verloren dadurch ihren Reiz.

In dieser Woche nahm ich „Die Geburtstagskatze“ aus dem Bücherregal und las das Buch auf dem Weg zur Arbeit. Nun ja, ich versuchte es zumindest. Denn das, was sich mir bot, war alles andere, als das, was ich von der Autorin gewohnt war. Es scheint fast, als versuche sich ein Fan an einer Mrs. Murphy Geschichte. Belehrende Kommentare zu allerlei politischen und gesellschaftlichen Problemen der Vereinigten Staaten, wechselten sich ab mit Beobachtungen übers Wetter. In den Dialogen geht es entweder um Pferdezucht oder Finanzen. Über allem schwebt der Gedanke, wie schlecht es doch allen geht und wie schön es früher war. Die Tiere dienen nur noch als Stichwortgeber. Kurz um, ich war entsetzt. Noch nie hatte ich einen schlechteren Roman gelesen. Dank des Schreibseminars, dass ich im letzten Jahr besucht habe, weiß ich inzwischen auch, warum er nicht funktioniert. Der Text ist ausschließlich in Autorenperspektive geschrieben. Ich weiß nicht, ob das bei den früheren Romanen auch so war, aber hier fiel mir das zum ersten Mal richtig ins Auge. Exposition, also die Einführung des Lesers in den Roman, in dieser Art und Weise zu vermitteln ist zwar langweilig, wäre aber zu verschmerzen, wenn es nicht im gleichen Stil weiterginge. Die Handlung gleicht einem losen Faden, begleitet von gesellschaftskritischen Bemerkungen. Die zu vielen neuen Figuren bleiben blass und selbst die altbekannten Helden wie Harry, Fair, Big Mim oder Tante Tally werden nicht weiterentwickelt. Die Szenerie in welche die Handlung gebettet ist, wird kaum beschrieben; wenn ich nicht noch die verbliebenen Erinnerungen an die grandiosen ersten Romane hätte, könnte ich mir nicht vorstellen, wie es in Crozet aussieht. Außerdem kommen Aussagen hinzu, die wahrscheinlich witzig sein sollen, aber völlig daneben gehen, anders kann ich mir folgenden Satz nicht erklären: „Der Spaziergang war an einem angenehmen Tag angenehm und an einem unangenehmen Tag nicht unangenehm.“ Häh?

Ich habe den Roman bis zur Hälfte und dann nur noch quer gelesen, bevor ich ihn auf den Stapel für meine Booklooker-Verkäufe gelegt habe. Wobei ich dabei ein schlechtes Gewissen habe. Denn ich bin mir nicht sicher, ob man diesen Roman wirklich jemandem anbieten sollte.

Liebe Mrs. Brown! Ich bin maßlos enttäuscht. Das hatte ich nicht von Ihnen erwartet. Hatten Sie vielleicht einen Ghostwriter engagiert, der für Sie das Buch geschrieben hat? Anders kann ich mir die mangelnde Qualität nicht erklären. Der Roman liest sich, als hätten Sie keine Lust mehr auf die Katzenkrimis um Mrs. Murphy. Nun, dann hätten Sie die Reihe vielleicht frühzeitig beenden und sich etwas Neuem widmen sollen. Manchmal ist ein Ende mit Schrecken besser, als ein Schrecken ohne Ende.

Cookie-Philosophie

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Seltsam, seltsam! Seit gestern poppt ständig diese Meldung auf, wenn ich einen Blog oder eine andere Google gestützte Seite besuche. Ist ja nett, dass man mich darüber informiert, dass meine Daten gespeichert und weiterverarbeitet werden, damit ich beim nächsten Internetbesuch jede Menge lästiger personalisierter Werbung im Browser zu sehen bekomme. Aber was ist, wenn ich damit nicht einverstanden bin? Darf ich die Seite dann nicht besuchen, oder was? Das ist ja so, als würde mir jemand die Pistole auf die Brust setzen und sagen: Friss oder Stirb! Was ist das denn für eine Philosophie? Ich denke da gerade an die Nutzer, die ihre Blogs über Google-blogspot betreiben. Wissen die, das Google ihre Leser dazu auffordert, den Blog zu verlassen, wenn sie nicht ausspioniert werden wollen?

Man kennt ja die Machenschaften der „Datenkrake“ Google inzwischen und ohne Google wäre das Internet wahrscheinlich nicht das, was es jetzt ist, das ist mir klar und ich schätze Google als Suchmaschine. Aber mir als Nutzer keine Wahl zu lassen, mich für oder gegen Cookies zu entscheiden, dass finde ich schon ziemlich dreist. Zum Glück haben die meisten Browser die Funktion, Cookies nach Schließen des Programms zu löschen.

Was bin ich froh darüber, dass es WordPress gibt. Damit habe ich zumindest „gefühlt“ ein gutes Gewissen meinen Lesern gegenüber.

Sinfonie am Himmel

Als ich vorletzte Woche früh morgens die Jalousie im Schlafzimmer öffnete, war ich angesichts, des sich mir bietenden Himmelsschauspiels, regelrecht verzückt. Präzise wie mit einem Lineal gezogen, glühten mehrere Kondensstreifen am Morgenhimmel. Es erinnerte mich an Notenlinien, fehlte nur noch der Notenschlüssel.

Kondensstreifen sind ein alltägliches Bild in unserer Gegend und meist führen sie in verschiedene Richtungen. Wahrscheinlich kreuzen sich über uns mehrere Flugrouten. Hin und wieder fliegt auch mal ein Passagierjet im Tiefflug über uns hinweg, wenn er auf dem wenige Kilometer entfernten Salzburger Flughafen landen will.

Man kann schon sagen, dass der Verkehr am Himmel in den letzten drei Jahrzehnten deutlich zugenommen hat. In meiner Kindheit war ein Kondensstreifen noch etwas Besonderes. Heute dagegen sind sie von unserem Himmel nicht mehr wegzudenken. Auch wenn sie sicher nicht das sind, was die Chemtrail-Verschwörungstheorie aus ihnen macht, haben sie Einfluss auf unser Klima. Zuletzt konnte dies während des Vulkanausbruchs auf Island, durch das angeordnete Flugverbot bewiesen werden. An den Tagen an denen keine Flieger über Europa flogen, waren die Tage heißer und die Nächte kühler und das bis zu fünf Grad Celsius.

Außerdem sollte man ehrlich zugeben: Überall wird vom Kohlendioxidausstoß geredet. Flugzeuge produzieren eine Menge davon und das auch noch hoch oben in der Atmosphäre. Das ist sicher noch schlechter für die Umwelt, als die vielen Autos in unseren Städten. Vielleicht sollten wir auch mal daran denken, wenn wir die Streifen am Himmel bewundern.

Kondenstreifen

Beobachtungen am Sommerhimmel

Bei schönstem Sommerwetter lagen wir vergangene Tage auf unseren schaukelnden Liegestühlen und beobachteten den dunkler werdenden Abendhimmel. Nach und nach ließen sich die Sterne blicken, wobei mein Mann sie viel früher wahrnahm als ich. Meine Augen waren nie gut und werden wohl auch nicht besser.

Zu dieser Jahreszeit muss man schon ziemlich lange warten, bis sich der Himmel in seiner vollen Pracht zeigt. An diesem Abend hatten aber die Mücken etwas dagegen und vertrieben uns kurz nach zehn Uhr von der Terrasse. Leider, denn so bekamen wir viele der Sternzeichen nicht mit. Die Leier zum Beispiel mit der hellblau leuchtenden Wega oder Bootes mit dem orangen Arktur oder auch die nördliche Krone, die sich südlich des Zenits als geschwungener Bogen präsentiert.

Gut sichtbar auch das Sommerdreieck bestehend aus den Sternen Deneb (im Sternbild Schwan); Altair (im Adler) und Wega (in der Leier). Wega ist übrigens der hellste Stern am nördlichen Nachthimmel, weil sie uns mit 26 Lichtjahren relativ nah ist. Eine junger heißer Stern, der von einer Gas und Staubscheibe umgeben ist. Deneb dagegen ist so hell, weil der Stern verglichen mit unserer Sonne riesig ist. Er hat etwa den 100- bis 200-fachen Durchmesser der Sonne und leuchtet weiß. Altair ist uns noch näher wie Wega etwa 17 Lichtjahre und nur 1,7 mal größer als unsere Sonne.

Wenn man im flachen Land wohnt, bekommt man dicht über dem Horizont sogar das Sternbild Skorpion zu sehen.
Vorausgesetzt ist auch dunkel genug.

vds-astro.de
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