Aufregender Vorabend

Große Aufregung gestern am späten Nachmittag. Wir saßen gemütlich auf der Couch, als die Sirene heulte. Ich sagte noch scherzhaft zu meinem Mann, dass sie sich ihren Probealarm am Vormittag (jeden ersten Samstag im Monat um 11:11 Uhr) hätten sparen können. Wir blieben sitzen, weil es öfters Alarm gibt, meist wenn es auf der Umgehungsstraße mal wieder gekracht hat.

Erst als die Signalhörner der Feuerwehr in relativer Nähe erklangen, stand ich auf und sah aus dem Fenster nach Westen, wo gerade die Sonne hinter dem Käsewerk unterging. Ihre Strahlen kämpften sich durch eine trübe Wolke.
»Sieht aus wie Rauch«, sagte ich zu meinem Mann.
Er konterte, das sei nur eine Wolke.
In dem Moment blickte ich nach links zur Ortsmitte und entdeckte die dicke schwarze Qualmwolke, keine fünfzig Meter Luftlinie von uns entfernt direkt hinter dem Verwaltungsgebäude vom Käsewerk, auf dessen Dach auch die Sirene steht.

»Das ist der alte Bauernhof«, meinte mein Mann gleich.
»Nur weil das Gebäude alt ist, muss es nicht brennen. Das kann auch die Glasbläserei sein«, erwiderte ich.
Jede Menge Feuerwehrautos waren zu hören, ein paar wendeten auf dem Vorplatz vom Käsewerk, das Auto vom Katastrophenschutz fuhr dagegen die Einbahnstraße verkehrt herum rauf. Der Parkplatz vor unserem Haus füllte sich minütlich mit Autos von Schaulustigen. Spätestens als ein Viehtransporter eintraf, war klar: es war der Bauernhof, der brannte. Mein erster Gedanke: »Die armen Kühe.«

Es ist der einzige verbliebene Bauer im Ort, dessen Kuhstall direkt gegenüber der Verwaltung vom Käsewerk steht. Bei dem ich mich schon längst gefragt habe, warum der mitten im Ort, umgeben von Parkplätzen, Straßen, Wohn- und Geschäftshäusern in einem winzigen baufälligen Stall noch Kühe halten durfte. Die armen Viecher hatten wahrscheinlich noch nie Tageslicht gesehen.

Zum Glück herrschte an diesem Nachmittag Ostwind, der den Rauch und das Feuer von dem angrenzenden Ärztehaus wegwehte. Man roch nichts, aber die schwarzen und weißen Qualmwolken waren schon beängstigend. Inzwischen ging die Sonne unter und färbte den Rauch gelb ein.

Die Löscharbeiten dauerten bis spät in die Nacht. Scheinwerfer strahlten in den Himmel, immer wieder stiegen weiße Rauchwolken auf. Es wurde kalt. Man hörte Autos kommen und fahren. Es war eindeutig geschäftiger als an einem üblichen Samstagabend. Chiemgau24 verkündetet die ersten Nachrichten und zeigten die ersten Bilder. Tatsächlich war das Stallgebäude bis auf die Grundmauern niedergebrannt, das angrenzende Wohnhaus wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Die gute Nachricht, niemand war verletzt worden, alle 13 Kühe konnten gerettet werden und wurden auf umliegende Bauernhöfe verteilt.

Heute Vormittag schauten wir uns die Brandruine aus der Nähe an. Der Parkplatz und die Straße davor waren noch gesperrt, das Haus ist einsturzgefährdet. Es lagen noch Stroh und verkohlte Holzbalken davor. Ich glaube nicht, dass hier wieder ein Kuhstall stehen wird.

Neues über grüne Sonnen

Grüne Sonnen gibt es nur bei Perry Rhodan

… so schrieb ich im November 2017, als ich mich über die grünen Sonnen bei PERRY RHODAN NEO aufgeregt habe. Dieser Tage bekam ich freundlicherweise einen Link zugeschickt, der mich zu einem Artikel in Spektrum der Wissenschaft führte. Hier stellt die Autorin eine wissenschaftliche Arbeit vor, die sich mit der Frage beschäftigt: »Welche Farbe hat die Sonne?«.

Astrophysiker René Heller vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen hat die Spektren unterschiedlicher Sterne genommen und sie mit den spektralen Empfindlichkeiten des menschlichen Auges verknüpft. Sein Ziel war es, herauszufinden, wie wir die Sterne wahrnehmen würden, könnten wir sie im Weltraum direkt beobachten. In Anbetracht dessen, dass wir nur einen winzigen Ausschnitt des tatsächlichen Spektrums sehen, sind erstaunliche Ergebnisse herausgekommen.

Er hat sich nicht nur angesehen, wie ideal sich die Sterne zu einem schwarzen Strahler verhalten, sondern er untersuchte auch den Einfluss von Randabfall und Metallzität (also wie viele schwere Elemente der Stern in seiner Hülle hat).

Die Erkenntnis: rote Zwerge sehen für uns nicht rot aus, sondern maximal orange. Auch weiße Zwerge sind nicht immer weiß, sondern ebenfalls orange, zumindest wenn sie schon einige Jahrmillionen auf dem Buckel haben. Blaue Überriesen sehen wir eher als hellblau. Und unsere Sonne? Die ist nicht gelb, sie erscheint uns auf der Erde nur so, weil wir sie durch die Atmosphäre beobachten. Von einem Raumschiff aus gesehen, würde sie uns weiß erscheinen mit einem leicht gelblichen Touch, die Astronauten und Kosmonauten können das sicher bestätigen.

Am Ende bestätigt René Heller nochmal, dass es keine grünen Sonnen gibt, weil Sterne ihr Licht zum Glück nicht in Stufenfunktionen ausstrahlen. Außer eine außerirdische Spezies hat einen Tarnschirm um ihre Sonne gelegt, weil sie grünes Licht sexy findet, sowas ist natürlich nie auszuschließen. Zwinker!

Wer sich für die komplette Studie von René Heller interessiert, kann sie sich hier herunterladen. Ich fand es sehr interessant, man sollte sich aber ein bisschen mit Farbmetrik und Spektren auskennen und sie ist natürlich in englischer Sprache.

Hunger im reichsten Land der Welt

Die vereinigten Staaten zählen zu den reichsten Ländern der Welt. Hier leben die reichsten Menschen wie Elon Musk oder Bill Gates. Nirgendwo gibt es so viele vermögende Menschen, so viele Banken und so viel Geld auf einem Haufen wie hier. Und dennoch leiden sehr viele Menschen, vor allem Kinder und alte Leute, an Hunger.

Der Hunger hat viele Gründe. Vergangenes Jahr las ich einen Bericht über den mittleren Westen der USA. Dort wo große Farmen das Bild der Landschaft prägen. Hier wird vorwiegend Mais und Soja angebaut. Man sollte meinen, dass die Leute dort ausreichend mit gesunden Nahrungsmitteln versorgt werden, doch das Gegenteil ist der Fall. In den meisten der kleinen Ortschaften gibt es keine Lebensmittelgeschäfte mehr, in denen man frisches Obst & Gemüse oder Fleisch kaufen kann. Die Leute versorgen sich dort an der Tankstelle, wo es nur Tiefkühlware und ungesunde Fertiggerichte zu kaufen gibt. Wer selbst keinen Garten hat, muss auf Obst und Gemüse verzichten oder sehr lange Strecken bis zum nächsten größeren Einkaufszentrum fahren.

Und dann sind da noch die hohen Lebensmittelpreise. Ich erinnere mich an meine Zeit in New York City Ende der Neunziger. Damals lebte ich dort mehrere Monate fast nur von Reis und Tomatensoße, weil ich im Chinaladen um die Ecke günstig einen Sack Reis gekauft hatte und pürierte Tomaten aus der Dose nur 49 Cents kosteten. Manchmal kaufte ich mir im Supermarkt Wurst, Käse und Butter. Doch das kostete mich stets ein kleines Vermögen. Ich war die niedrigen Lebensmittelpreise aus Deutschland gewohnt und konnte über vier Scheiben Käse für 3,50 $ und ein paar Scheiben Salami für 4 $ nur staunen (damals kostete ein Dollar 1,76 DM). Das Vollkornbrot aus dem Supermarkt war übrigens ungenießbar ebenso wie der Jogurt. Weißbrot hatte ich irgendwann über, also fuhr durch halb Manhattan, um in einer französischen Bäckerei genießbares Brot zu kaufen. Fragt lieber nicht, was das gekostet hat. Auf der anderen Seite war ich oft versucht, einfach zu Mc Donalds oder Burger King zu gehen. Dort bekam man für 2,22 $ zwei Cheeseburger und zweimal Pommes inklusive Getränk. Das Dilemma wird sichtbar: gesunde Lebensmittel kosten in den USA viel Geld, während Fast Food spottbillig und jederzeit verfügbar ist.

Nun hat sich das in den vergangenen zwei Jahrzehnten wahrscheinlich nicht groß geändert. Vielleicht haben die Preise in den Fast Food Ketten etwas angezogen. Billiger wird das Leben nicht geworden sein, im Gegenteil. Durch die Corona-Pandemie trifft es jetzt auch Haushalte, die zuvor geradeso über die Runden gekommen sind. Ein Bericht in den Nachrichten zeigte unlängst lange Autoschlangen in denen Menschen um Lebensmittelspenden anstanden.

Umso wichtiger ist es, wenn sich Menschen mit Geld und Einfluss gegen solche Missstände einsetzen und ihre Kraft in Projekte stecken, die Menschen in der Nachbarschaft vor Hunger bewahren oder ihnen zumindest zu einer Mahlzeit am Tag verhelfen. Einer dieser Menschen ist der Schauspieler John Billingsley, bekannt durch seine Rolle als Dr. Phlox aus Star Trek: Enterprise. Wir lernten uns 2012 kennen, als ich ihn und seine Frau durch München führen dufte. Er und seine Frau Bonnie unterstützen seit Jahren die Hollywood Food Coalition (hofoco).

Seit 1987 verteilt die Wohltätigkeitsorganisation Lebensmittel und Mahlzeiten an Bedürftige und das 365 Tage im Jahr. Zuerst waren es nur Sandwiches, heute sind es ca. 65.000 Mahlzeiten im Jahr zuzüglich Lebensmittel- und Hygienepakete. Man sollte meinen, dass es in Hollywood keine Armut gibt, aber das ist falsch. Gerade hier gibt es mehr hungernde Menschen als sonstwo im Großraum Los Angeles. In einem Flyer der hofoco heißt es:

»Wir helfen Überlebenden von häuslicher Gewalt, ausgerissenen Jugendlichen, Jugendlichen in der Übergangsphase, Senioren, Mitgliedern der LGBTQ+-Gemeinschaft, Menschen mit Behinderungen, Veteranen, Familien, ehemaligen Häftlingen oder auch Menschen mit psychischen Erkrankungen und Drogenabhängigkeit. Einige unserer Gäste sind gezwungen, zwischen Miete und Essen wählen. Keiner wird abgewiesen.«

Die Mitglieder der Hollywood Food Coalition wollen den Menschen Hoffnung machen und zu einem humanerem Dasein verhelfen. Niemand ist vergessen und jeder ist wichtig – das ist die Philosophie hinter dem Anliegen. Das beinhaltet nicht nur Essen, sondern auch medizinische Versorgung und Beratung. Inzwischen sammelt die Hollywood Food Coalition mehr Lebensmittel, als sie für ihren Bezirk benötigt, diese Überschüsse fließen an andere Hilfsorganisationen im Großraum Los Angeles, damit jeder, der es notwendig hat, Hilfe erhält.

»Wir glauben, dass das Schmieden von Allianzen mit Gleichgesinnten der schnellste Weg ist, um sinnvolle Veränderungen innerhalb unserer Gemeinschaft zu bewirken. Aus diesem Grund bauen wir aktiv Partnerschaften mit anderen sozialen Einrichtungen, Gemeindegruppen, kleinen und großen Unternehmen, Kirchen aller Konfessionen, Nachbarschaftsräten, sowie Städten und gewählten Führungspersönlichkeiten der Stadt und des Bezirks. Wir teilen Lebensmittel, Wissen und Ressourcen mit Dutzenden von Gruppen mit dem Ziel, die Qualität und Quantität der Dienstleistungen für die Bedürftigen in der ganzen Stadt zu erhöhen.
Wir sind ein „barrierefreier“ Koalitionsbauer über programmatische und geografische Grenzen hinaus.«

Die Corona-Pandemie erleichtert ihnen die Arbeit nicht gerade, weil jetzt nicht nur 63 Prozent mehr Mahlzeiten ausgegeben werden müssen, sondern die Menschen nicht vor Ort verköstiget werden können und Essen nur zum Mitnehmen angeboten werden kann. Unterstützer werden daher ständig gesucht, ob als Volunteer oder finanziell. Firmen und Privatleute können Sachspenden wie Lebensmittel, Hygieneprodukte und Kleidung einreichen. Mehr informationen zur Hollywood Food Coalition gibt es auf deren Homepage, und in den sozialen Netzwerken, dort finden regelmäßig Spendenaufrufe statt, an denen man sich beteiligen kann. Man kann auch mittels PayPal oder Kreditkarten spenden, was von Europa aus, die sinnvollste Alternative darstellt.

Mir ist klar, dass auch in Deutschland jeden Tag Menschen Hunger leiden, dass die Zahl der Bedürftigen, die von den Tafeln versorgt werden, jedes Jahr ansteigt. In den kommenden Wochen und Monaten wird es da noch größeren Zulauf geben. Aber dies ist nichts, verglichen mit den Zuständen in den USA. Wo es kein engmaschiges Netz staatlicher Absicherung gibt, das Menschen auffängt, die durch Krankheit, Arbeitslosigkeit und Trennung ins Straucheln geraten sind. Daran sollten wir immer mal wieder denken, wenn wir uns über die deutsche Politik ärgern.

Hier noch zwei Bilder mit Statistiken, die ich sehr spannend finde:

Hostwechsel

Von den Lesern meines Blogs unbemerkt, habe ich diese Woche den Host gewechselt. Mein bisheriger Host hat sich zurückgezogen, weil die ganzen rechtlichen Sachen inzwischen zu viel Arbeitskraft und Zeit für eine Privatperson gebunden haben. Er hat mich aber in hoffentlich gute Hände weitervermittelt. Bisher lag mein Blog auf den Servern von All-Inkl.com, dort wird er auch bleiben. Ich habe aber nun einen direkten Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit All-Inkl.com geschlossen.

Schauen wir mal. Die Probleme aus dem Januar, dass meine Seite öfters nicht erreichbar war, haben sich inzwischen gegeben. Ich steuere übrigens auf den 2000ten Blogeintrag zu. Wenn es soweit ist, werde ich das an dieser Stelle natürlich abfeiern.

An dieser Stelle nochmal Danke an Florian für die vielen Jahre, die Du erst meine Webseite und später den Blog administrativ betreut hast.

Dies und das aus der Küche

Ich habe lange kein Foodblogging gemacht, stelle ich gerade fest. In den vergangen Wochen haben wir an den Wochenende wieder einiges gekocht und gebacken. Hier nur eine kleine Auswahl.

Los geht’s mit einer Birnen-Quark-Torte. Irgendwie war mir danach, mal wieder eine Torte zu backen. Ich schaute im Kühlschrank nach, was noch da war und suchte mir ein passendes Rezept raus. Am Ende konnte ich endlich die Dekorelemente verarbeitet, die ich vergangenes Jahr mal gekauft hatte. Sah toll aus und hat super geschmeckt. Aus den Resten habe ich dann noch ein Dessert gemacht, dass man einige Tage im Kühlschrank aufheben konnte.

Zwiebelkuchen mit Gorgonzola

 

 

Das Rezept für den Zwiebelkuchen mit Gorgonzola stammt aus der »Schrot und Korn«. Ich hatte es schon eine Weile herumliegen. Es ist einfach zu machen und hat auch super lecker geschmeckt. Allerdings war die Zwiebel ein bisschen zu viel für meinen Magen-Darm-Trakt. Seit meiner Darm-Op bin ich da sehr empfindlich. Ich hatte es fast befürchtet. Das wird es wohl so bald nicht wieder geben.

 

Da waren die Schinken-Käse-Rohrnudeln schon eher das Richtige. Das machte ich mal zum Abendessen. Obwohl wir abends eigentlich nicht warm essen, vor allem nicht so üppig. Aber bei dem Rezept muss man nicht alles sofort essen, sondern kann den Rest gut im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag zur Brotzeit essen, da es fast wie ein Sandwich ist.

 

 

Neu ausprobiert haben wir die Blechkartoffeln mit Erbsengemüse. Dazu hat mein Mann Wurststreifen gebraten. Das Gericht machen wir sicher wieder mal. Es ist relativ einfach und geht auch einigermaßen schnell, sofern man mehlige Kartoffeln nimmt.

 

Ich liebe ja den Bienenstichkuchen, den meine Mutter früher immer zu Geburtstagen gebacken hat. Das ist ein altes DDR-Rezept. Man kann es mit Mürb- oder Hefeteig machen. Ich habe dieses Mal Hefeteig genommen. Das Topping besteht aus einer erhitzten Mischung von Zucker, Honig und Kokosraspeln, dazwischen kommen Preiselbeeren, damit es nicht zu süß ist. Da ich leider nicht mehr genug Kokosraspeln hatte, habe ich kurzerhand noch gemahlene Mandeln reingerührt. Sah zwar etwas dunkler aus als mit Kokos, hat aber genauso gut geschmeckt.

 

Heute gab’s dann Brokkoliauflauf mit Rinderhack und Fetakäse. Diese Art Auflauf kann man eigentlich mit fast allem Gemüse machen. Mir war mal wieder nach Brokkoli. Zum Kaffee hatte ich Selterskuchen mit Johannisbeeren (selbst gepflückt aus dem Garten meiner Schwiegereltern) und Kakaonips gebacken. Der war so gut, dass ich nicht mal mit dem Fotografieren hinterher kam.

Neue Mobilität

Ende November schrieb ich  hier, dass wir eine Autofahrt gemacht haben. Heute kann ich nun endlich auch verkünden weshalb. Es ist eine längere Geschichte geworden, als gedacht. Aber sonst hätte ich ja nichts zu schreiben.

Seit zirka einem Jahr liegt mir mein Mann in den Ohren, dass er gern ein Elektroauto möchte. Nach dem Desaster mit dem Toyota Yaris wollte ich eigentlich nichts davon hören. Zumal unser Corsa erst drei Jahre alt ist. In fast jeder freien Minute saß mein Mann auf der Couch und konfigurierte E-Autos. Ich wurde informiert, was es alles so gibt und welches Auto welche Vorteile hat. Er las jeden Artikel, der irgendwie mit Elektromobilität zu tun hatte und wir fuhren im Sommer auch mal in ein Autohaus, um uns das eine oder andere Auto anzusehen.

Ich blieb skeptisch und wollte mich eigentlich nicht überreden lassen. Wie das so ist, irgendwann kann man es nicht mehr mit ansehen, wie der eigene Ehemann von Tag zu Tag unglücklicher wird. Ich gab nach. Unteranderem auch deshalb, weil mir das Auto gefiel, was er sich final ausgesucht hatte. Außerdem war es ein VW. Ich als alte Golffahrerin habe immer noch ein inniges Verhältnis zu der Marke, obwohl ich meinen Golf II schon 2013 abgegeben habe.

Die Wahl meines Mannes war auf einen ID3 gefallen, weil der einen großen Akku mit 450 km Reichweite hat. Wir gingen also in ein Autohaus und machten eine Probefahrt. Der Golf GTE, der dort in der Ausstellung stand, gefiel mir eigentlich noch besser. Aber als ich mich hinters Steuer setzte, kam ich erst in den Sportsitz nicht rein und anschließend nicht mehr raus. Das ist definitiv nichts für Leute mit meiner Figur.

Weil der Autoverkäufer aber nicht in der Lage war, uns ein bereits verfügbares Auto zu bestellen, was die Ausstattung hatte, die sich mein Mann vorstellte, suchten wir uns ein anderes Autohaus. Dazu mussten wir bis zum Chiemsee fahren, aber es lohnte sich. Der Verkäufer war nett. Wir verhandelten mit Abstand hinter einer Plexiglasscheibe und er konnte uns das Auto heraussuchen, was wir wollten.

Es hieß, dass das Auto bereits gebaut war und innerhalb von zwei Wochen geliefert werden könnte. Wenn alles gut ginge, bekämen wir es noch vor Weihnachten. Naja, so schnell ging es dann leider doch nicht, auch wegen des Mitte Dezember verhängten Lockdowns. Das Auto kam erst am 30. Dezember. Leider nur das Auto, nicht der Brief. Um die 1000 Euro Sonderprämie von VW zu bekommen, musste das Auto noch 2020 angemeldet werden. Aber ohne Brief und mitten im Lockdown, wie sollte das gehen?

Der Brief kam dann erst am 11. Januar, das Auto wurde vom Autohaus angemeldet (selbst kann man das ja momentan nicht) und wir erhielten die Prämie. Doch abholen durften wir das Auto nicht, denn es fehlte eine entscheidende Kleinigkeit – die Winterreifen. Die waren nicht mitgekommen und ließen nach wie vor auf sich warten. Sowohl der Verkäufer als auch wir, waren inzwischen genervt. Es wurde vom Autohaus sogar versucht, die Reifen bei eBay zu kaufen. Es zog Woche um Woche ins Land. Vergangene Woche Dienstag rief dann das Autohaus an, dass sie jetzt versuchen wollten, die Reifen im Ersatzteillager von VW zu bestellen. Am Donnerstag dann der erlösende Anruf, die Reifen sind da (nicht die aus dem Lager, sondern die, die mit dem Auto bestellt wurden).

Am Freitag fuhren dann mein Mann und mein Schwiegervater los, um das Auto abzuholen. Endlich ist es da, ich bin einigermaßen erleichtert, denn mein Mann war am Ende nur noch ein Nervenbündel. Am Samstag sind wir ein bisschen durch die Gegend gefahren, um uns mit dem Auto vertraut zu machen. Es hat ein paar nette optische Spielereien, die Sitze sind komfortabel und es fährt wahnsinnig ruhig. Kein Vergleich zu unserem Diesel-Corsa. Heute hat mein Mann es zum ersten Mal an die Ladesäule am Fremdenverkehrsamt in Waging gesteckt, weil es in den nächsten Tagen sehr kalt werden soll und wir gerüstet sein wollen. Die Ladesäule ist keine 400 Meter entfernt und der Öko-Strom dort kostet nichts.

Nachrichten aus einer verrückten Zeit

Wir leben tatsächlich in seltsamen Zeiten. Alles ist im Wandel und vieles nicht zum Guten. Ich erkenne immer mehr, dass wir zu lange über unsere Verhältnisse gelebt haben und wir uns ab jetzt einschränken müssen, oder nach Alternativen suchen.

Hamburg verbietet den Bau von Einfamilienhäusern. Ja, das konnte ich auch erst nicht glauben, es stimmt aber. Ab sofort dürfen nur noch Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Irgendwie verstehe ich die Argumente der Gesetzgeber. Einfamilienhäuser sind heutzutage oft viel zu groß, sie sind nicht energieeffizient und nehmen viel Platz ein. Bei uns um die Ecke wird gerade ein Grundstück mit mehreren Einfamilienhäusern gebaut. Auf der gleichen Fläche könnte man locker viermal so viele Menschen unterbringen. Früher gab es Reihenhäuser. Die finde ich viel praktischer, sie werden aber nicht mehr gebaut. Warum eigentlich? Stattdessen habe ich diese Woche wieder drei Einfamilienhäuser geplant. In das Kleinste wird eine Familie mit vier Kindern einziehen. Das Größte baut eine junge Frau, die noch keine Kinder hat. Vergangenes Jahr habe ich ein Haus geplant, da hatte allein eines der zwei Kinderzimmer 29 Quadratmeter. So viele Quadratmeter hatte meine Wohnung ins München. Das ganze Einfamilienhaus mit drei Etagen kam auf 350 Quadratmeter. Das ist definitiv übertrieben. Bei den Preisen für Grundstücke können sich normale Familien das eigentlich gar nicht mehr leisten. Aber Einfamilienhäuser ganz zu verbieten … ob das der richtige Weg ist. Auf dem Land sicher nicht.

Die Buchmesse in Leipzig 2021 wurde abgesagt. Das kam für mich jetzt nicht so überraschend. Nach den vergangenen Wochen hatte sich das abgezeichnet. Ich bezweifle auch sehr, ob es im nächsten Jahr wieder eine Buchmesse geben wird. Ich tippe mal auf frühestens 2024/2025. Die Zeiten großer Events sind vorbei, daran werden wir uns gewöhnen müssen, egal ob in Sport und Kultur. Hier wird die Pandemie noch sehr lange nachwirken. Just heute habe ich gelesen, dass ein Messebauer seinen Betrieb umstrukturiert hat und in seiner Lagerhalle jetzt Bio-Obst und -Gemüse verkauft. Die jungen Leute, die gerade eine Berufsausbildung in der Messewirtschaft machen, kann man eigentlich nur bedauern.

Die Deutsche Bahn macht in Honig. Glaub ihr nicht? Hier ist der Beweis, die Werbung erreichte mich gestern. Der Honig stammt von stillgelegten Bahnstrecken. Noch kann man ihn nur gewinnen und nicht kaufen. Aber wenn Corona weiterhin das Land so in Atem hält und man nicht mehr mit dem Zug fahren darf, dann wird es viel mehr stillgelegte Strecken geben, als der Deutschen Bahn lieb sein wird.
Vielleicht wäre das auch eine Option für VW. Bei denen hat sich im vergangenes Jahr der Gewinn halbiert. Immerhin haben sie noch Gewinn gemacht. Was keiner so richtig weiß, VW produziert mehr Würstchen als Autos. Vielleicht sollte der Konzern komplett ins Würstchengeschäft einsteigen.

Wärmestrahlung, Induktion oder doch Gas 4

Unsere Küchenzeile mit Dunstabzug nach draußen

Für welche der drei Arten man sich letztendlich entscheidet, ist abhängig a) vom Geldbeutel, b) von den Vorlieben und c) von den technischen Gegebenheiten im Haus. Ohne Gasanschluss ist ein Gaskochfeld zum Beispiel weniger komfortabel, da muss mit Gasflaschen hantiert werden, was Risiken birgt und leicht sind die Dinger auch nicht.

Entscheidend für das Kocherlebnis ist meines Erachtens eine gute Lüftung. Es gibt die klassische Dunstabzugshaube über dem Herd, die lässt sich im Umfluft- oder Abluftbetrieb benutzen, je nachdem ob es einen Ausgang nach draußen gibt. Ich würde immer – und ich betone das immer – den Abluftbetrieb empfehlen. Bei Umluft fängt man vielleicht das Fett auf, aber nicht die Feuchtigkeit und die Gerüche. Besonders beim Kochen mit Gas ist eine Ablufthaube ein absolutes Muss. Man sollte aber vorsichtig sein, manche leistungsstarke Geräte können einen Unterdruck in der Wohnung erzeugen, auf den empfindliche Menschen, wie ich zum Beispiel, reagieren. Bei uns muss immer irgendwo ein Fenster auf sein, wenn der Dunstabzug läuft, sonst bekomme ich Kopfschmerzen.

Nun gibt es seit ein paar Jahren Kochfelder mit integriertem Dunstabzug. Entwickelt wurden die, weil sich immer mehr Menschen offene Wohnküchen nach amerikanischem Vorbild anschaffen, meist mit Kochinseln. Das Problem war hier meist, dass die Dunstabzugshaube das Bild störte. Bora war der erste Hersteller, der einen Dunstabzug im Kochfeld auf den Markt brachte. Die Rosenheimer Firma bot das Konzept sogar großen deutschen Hausgeräteherstellern an, doch die lehnten ab, weil sie glaubten, das sich das nicht durchsetzen würde. Bora hat dann mit viel Marketing, seine Kochfelder populär gemacht und ist heute Marktführer in dem Segment.

An der Idee selbst ist eigentlich nichts auszusetzen, aber nur wenn der Abzug mit Abluft betrieben wird. Umluft ist insofern problematisch, da Feuchtigkeit in die Küchenmöbel gelangt und die nach einiger Zeit schimmeln könnten. Was irgendwie logisch ist, denn wo soll die Feuchtigkeit denn sonst hin. Ich habe schon von mehreren Küchenbauern gehört, dass sich da auf Dauer die Möbel auflösen oder sich Rückstände bilden, von der aufwendigen Reinigung des Lüftungskanals ganz zu schweigen. Wenn, dann sollte mindesten ein Fettabscheider verbaut sein. Übrigens ist der optische Effekt der Absaugung nicht so, wie er in der Werbung gern suggeriert wird. Für die Aufnahmen wird Trockeneis verwendet, damit man quasi den Dunst sieht, der eingesaugt wird. Im realen Betrieb ist das nicht oder kaum sichtbar.

Ich persönlich würde eine normale Dunstabzugshaube über dem Herd mit Abluft nach draußen bevorzugen. Das ist kostengünstiger, hängt aber davon ab, ob man von der Küche einen Auslass nach draußen herstellen kann. Eine Wohnküche, also eine offene Küche zum Wohnzimmer käme für mich nie in Frage. Wer viel kocht, weiß eine separate abschließbare Küche zu schätzen, ansonsten hat man nicht nur die Gerüche und fettigen Ablagerungen im Wohnzimmer, sondern auch den Lärm vom Kochen. Ich weiß nicht, ob das so toll ist, wenn einer Fernsehen will und der andere klappert mit den Töpfen.

Wärmestrahlung, Induktion oder doch Gas 3

Gaskochfeld mit »Katzenschutzblech«

Im dritten Teil der Reihe über die verschiedenen Herdarten geht es heute um Gas.

Der Profi – Kochen mit Gas

Mit Gas wird vorwiegend in osteuropäischen Haushalten gekocht. Gasherde sind dort viel verbreiteter als in Deutschland. Auch in der DDR kochte man häufig mit Gas. Ich bin in einem Haushalt mit Gasherd aufgewachsen. Meine Mutter hat nie mit etwas anderem gekocht und für sie kommt bis heute nichts anderes in Frage. Die heutigen Gasherde lassen sich im Grunde kaum mit denen von früher vergleichen. Denn auch hier gibt es inzwischen Kochfelder mit Ceranoberflächen, die leichter zu reinigen sind. Ein Hersteller hat sogar die Gasbrenner unter die Ceran-Oberfläche verbannt. Das Kochfeld sieht aus wie ein normales Cerankochfeld. Die Technologie nennt sich katalytische Verbrennung, sie spart 50 Prozent Energie und hinterlässt keinen Fettfilm. Denn es stimmt schon, dass Kochen mit Gas keine so richtig saubere Angelegenheit ist. Nicht nur die Reinigung der Kochfläche selbst ist aufwendiger. Es ist vor allem der fettige Überzug, der sich im Laufe der Zeit auf den Küchenmöbeln und Oberflächen absetzt und dem nur mit einem starken Fettreiniger beizukommen ist.
In Profiküchen dominiert Gas. Denn Gas ist heiß, schnell und punktgenau abzuschalten wie Induktion. Die Gasflammen sind allerdings beim langsamen Köcheln schwierig zu regeln. Es ist zudem egal, wie der Topfboden beschaffen ist, der kann gewölbt sein wie z. B. beim WoK.
Durch viele Sicherheitsfeatures in den Herden kann eigentlich kein Gas austreten. Man braucht auch keinen Gasanzünder mehr, moderne Gaskochfelder verfügen über automatische Zündung, weshalb sie allerdings einen Stromanschluss benötigen.
Das Gaskochfeld meiner Eltern wird durch Knebel gesteuert, besitzt aber auch eine Touchbedienung zum Ein- und Ausschalten. Unsere Katzen haben das Kochfeld oder den Timer regelmäßig mit den Pfoten eingeschaltet. Passieren kann da nichts, weil man die Knebel drehen muss, um die Flamme zu zünden, aber wir haben dann doch ein »Schutzblech« zum Abdecken gekauft.
Was ich nicht mehr möchte, ist ein Backofen mit Gas. Die ließen sich immer schlecht zünden und noch schlechter regeln. Deshalb haben wir meinen Eltern einen normalen Elektrobackofen gekauft.

Ich habe leider kein Bild vom Gaskochfeld ohne Katzen.

Vorteile: Viele Köche bevorzugen offenes Feuer zum Kochen, gerade weil man mit Gas Fleisch bei sehr hohen Temperaturen anbraten kann und sich gute Röstaromen ausbilden. Es geht schnell und wenn man die Flamme ausschaltet, ist sie aus. Der Gasverbrauch hält sich beim Kochen in Grenzen. Gasherde ohne elektrische Zündung funktionieren auch bei Stromausfall.
Nachteile: Kochen bei niedriger Temperatur ist schwierig. Man kann sich an den Flammen leicht verbrennen. Wenn der Topf schlecht über der Flamme sitzt, können die Griffe heiß werden. Vorsicht beim Hantieren mit Topflappen und Geschirrtüchern. Die Reinigung ist aufwändiger, ohne Dunstabzug mit Aktivkohlefilter schlägt sich überall in der Küche nach einiger Zeit auf den Möbeln ein klebriger Belag nieder. Weshalb ich ein Gaskochfeld nicht für offene Wohnküchen empfehle.

Ich koche immer noch ganz gern mit Gas und hatte Anfangs erhebliche Probleme mich auf Elektro umzustellen. Inzwischen bin ich dank der Kochsensorik aber Fan unseres Cerankochfeldes geworden. Nur an den Fettfilm in der Küche meiner Mutter werde ich mich nicht gewöhnen. Dafür gibt es aber Dunstabzugshauben …

Wärmestrahlung, Induktion oder doch Gas 2

Gestern stellte ich das herkömmliche Cerankochfeld vor. Heute möchte ich etwas zu Induktion sagen, weil das in den vergangenen Jahren zunehmend populärer geworden ist. Beim Kochen mit Induktion sollten man einiges beachten. Denn auch hier ist nicht alles so perfekt, wie manch einer denkt.

Der Newcomer – das Induktionskochfeld

Immer mehr Leute kaufen sich ein Induktionskochfeld, weil damit das Kochen sehr viel schneller geht, als mit Wärmestrahlung. Eine elektromagnetisches Feld erzeugt im Topfboden Kurzschlussströme, die das Gargut erhitzen. Das heißt, die Ceranoberfläche wird nicht so heiß – warm schon, durch die Kontaktwärme vom Topf – es kann also nichts anbrennen. Bei einigen Herden kann man den Topf überall hinstellen, der Herd erkennt den Topf automatisch. Auch hier verfügen die teureren Geräte über Koch- und Bratsensorik, welche die Temperatur regelt. Manche Kochfelder lassen sich sogar über eine App steuern, wenn man das möchte.
An sich ist Kochen mit Induktion eine schnelle, saubere Angelegenheit. Sie ist vor allem sicher, weil man sich am Kochfeld nicht so leicht verbrennen kann. Dafür muss man allerdings auch tief in die Tasche greifen. Induktionsherde sehr viel teuer als normale Cerankochfelder. Hersteller erklären gern, dass man die hohen Anschaffungskosten durch die Energieersparnis beim Kochen zurückbekommt. Das ist ein Trugschluss. Cerankochfelder erzeugen beim Aufheizen einen Energieüberschuss, der beim Fortkochen genutzt wird. Mit Induktion erreicht man schnell die Temperatur erhält aber keinen Überschuss, beim Fortkochen muss im Vergleich mehr Energie zugeführt werden. Die Boostfunktion verbraucht nochmal einiges mehr an Energie. Durch diese nur minimal bessere Energiebilanz wird man den Anschaffungspreis innerhalb der Lebensdauer des Geräts trotzdem nie kompensieren können. Messung haben ergeben, dass man zirka fünf Euro im Jahr spart. Induktionsherde enthalten sehr viel moderne Elektronik, die naturgemäß anfälliger für Störungen ist. Sie gehen schneller mal kaputt und die Reparaturen sind meist teuer.
Ein weiteres Gegenargument werden für einige Menschen die elektromagnetischen Felder sein, die der Herd erzeugt. Man sollte sich bei der Anschaffung eines Induktionsherdes bewusst machen, dass man sich da einen (je nach Größe) sieben bis elf Kilowatt Mittelwellensender in die Küche stellt und dann zehn Zentimeter davor steht. Wenn schon jemand Probleme bei Handymasten hat, sollte er keinen Induktionsherd kaufen.
Zudem funktioniert der Herd nicht mit allen Töpfen. Man muss sich eventuell komplett neu ausstatten. Die meisten Töpfe sind zwar heute Induktionsgeeignet, aber nicht alle haben die gleiche Qualität. Hier ist es ähnlich wie bei Cerankochfeldern, bei manchen Töpfen (den billigen) ist die Wärmeentwicklung nicht so optimal (es geht Energie verloren) und es können unangenehme Geräusche entstehen. Viele Haustiere reagieren negativ auf das hochfrequente Pfeifen, was wir Menschen weniger wahrnehmen. Für Menschen mit Herzschrittmachern und eingepflanzten Defibrillatoren sind Induktionsherde ohnehin ungeeignet.

Vorteile: Es geht richtig schnell. Wasser wird zum Beispiel mit schneller heiß, als mit einem herkömmlichen Cerankochfeld.
Nachteile: Die Schnelligkeit hat ihren Preis, die Kochfelder sind teuerer und die Elektronik ist störungsanfälliger. Man benötigt spezielle Töpfe. Haustiere und Menschen mit Herzschrittmachern und ähnlichen Implantaten reagieren auf die elektromagnetischen Felder, mit denen Wärme im Topfboden erzeugt wird. Die Energiebilanz in der Praxis ist nicht so gut, wie viele Hersteller behaupten.

Ich persönlich würde mir keinen Induktionsherd in die Küche stellen und zwar schon wegen der hohen Anschaffungskosten nicht. Schnell kochen mag mitunter nicht schlecht sein, aber dafür gibt es andere Möglichkeiten. Wo wir beim Kochen mit Gas wären …