Wenn Anarchie und Chaos regiert

Wäre es ein Film, würde man sagen: wie unrealistisch. Aber man könnte zumindest darüber lachen, ohne sich Gedanken zu machen. Nur leider ist es kein Film, der sich gerade im Weißen Haus in Washington abspielt.

Da regiert ein größenwahnsinniger Präsident, der sich wie ein Elefant im Porzellanladen benimmt. Mit dem Unterschied, dass ein Elefant weniger Schaden anrichten würde. Bei den Meldungen darüber, was Trump tagtäglich so anstellt, könnte einem Angst und Bange werden. Laut den Medien herrschen im Weißen Haus seit seiner Übernahme Anarchie und Chaos. Wahrscheinlich ginge es geordneter zu, wenn stattdessen ein Mitglied der Anarchistischen Pogo Partei zum Präsidenten gewählt worden wäre. Die hatten zumindest ein durchschaubares Programm.

Beim Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und seiner Clique weiß man nicht, was sie als nächstes planen oder wen sie als nächstes gegen den Karren fahren. Dabei ist das, was sie tun, hochriskant. Ich rede nicht mal davon, dass sie mal für und mal gegen die Russen wettern, oder dass sie den NATO-Staaten mit ihrem Austritt drohen. Nein, was mich besorgt, sind die Dinge, die in den USA passieren. Sei es, dass Fakten zum Klimawandel auf institutionellen Webseiten verschwinden, dass Universitäten um ihre Mitarbeiter bangen, weil diese aus Staaten kommen, für die ein Einreiseverbot droht. Oder das Wissenschaftler um Forschungsgelder fürchten, weil ihre Ergebnisse der Regierung nicht gefallen könnten und dass die Lehrpläne von Schulen überprüft werden sollen. Damit die Bevölkerung noch weniger erfährt, was wirklich in der Welt los ist. Donald Trumps totalitäres Gehabe birgt die Gefahr eines Bürgerkriegs. Schon jetzt protestieren die Menschen gegen ihn, zurecht, wie ich finde. Aber was, wenn sich Gegner finden, die ihren Präsidenten um alles in der Welt verteidigen wollen? Einen Präsidenten, den man nicht ernst nehmen kann, aber muss.

Zum Glück scheint es noch ein paar Instanzen in den USA zu geben, die die Verfassung hochhalten und die Gesetze wahren. Aber wie lange noch …? Wie lange wird es dauern, bis aus Trump ein zweiter Erdogan wird? Nach dem Desaster, das der aktuelle Präsident angerichtet hat, sollten die Gesetzeshüter Amerikas ernsthaft über ihr Wahlverfahren nachdenken, das geschaffen wurde, um einen Präsidenten wie Trump eigentlich zu verhindern.

Und wir Europäer? … Wir sollten endlich aufhören, uns zu streiten und Geschlossenheit demonstrieren – gegenüber Trump und den Populisten aus den eigenen Reihen. Denn aus Populismus ist noch nie etwas Gutes gewachsen. Wenn Europa in die Kleinstaaterei zurück fällt, haben sowohl Russland als auch Amerika endlich erreicht, was sie schon lange wollten. Denn arbeiten tun sie an diesem Plan bereits seit einer ganze Weile. Sollten sie Erfolg haben, bricht Anarchie und Chaos auch in Europa aus, und dass wird bestimmt nicht so lustig, wie es sich die Anarchistische Pogo Partei einst erdacht hat.

Zwischen eisigen Fronten

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 141 – »Der Faktor Rhodan« von Michael Marcus Thurner

Die Inhaltsangabe des Romans habe ich im PR-Forum gepostet. Wer sich dafür interessiert, möge hier nachsehen.

Sollte ich doch noch zu einem Fan von Michael Marcus Thurner werden? Nach dem Roman liegt die Möglichkeit wirklich nahe. Nachdem ich in der Vergangenheit mit der überbordenden Fantasie des Autors so meine Schwierigkeiten hatte, muss ich mir jetzt tatsächlich Sorgen machen. Denn in »Der Faktor Rhodan« stimmte vieles, auch wenn die Geschichte haarscharf an der Grenze zur Fantasy balancierte. Der Autor verzichtet auf Geschwurbel und erzählt strukturiert und klar.  Nur an der Stelle an der sich ES bei Rhodan meldet, blitzt kurzzeitig seine ausschweifende Imagination hervor. Die Szenen sind sehr lebensecht beschrieben und die Charaktere allen voran Perry Rhodan und Jemir Conba überzeugen.

Feudalistische Gesellschaften, Prinzen und Prinzessinnen – würde da nicht hin und wieder ein bisschen Technologie durchschimmern, könnte man meinen, einen Fantasyroman zu lesen. Die Geschichte ist, wenn auch nicht originell, dennoch spannend erzählt. Man könnte vielleicht bemängeln, dass sie für einen NEO-Roman ungewohnt ist und das über manche Passagen zu schnell hinweg gegangen wird. So frage ich mich, warum die Wissenschaftler beider Völker nicht an der Erforschung der Liduurischen Festung interessiert sind. Die Kolonie existiert anscheinend schon recht lange auf dem Planeten, irgendwann muss sich doch jemand mal den Kopf darüber zerbrochen haben. Vielleicht hätte man erklären können, dass wegen des anhaltenden Konfliktes Forschungen im Niemandsland verboten sind. Das wäre glaubhafter gewesen, als zu sagen, dass sie es für eine Kultstätte halten und das Interesse daran verloren haben, ohne je ins Innere vorgedrungen zu sein.

Eine weitere Tatsache, die ich bezweifele: Rhodans Multifunktionsarmband wurde zwar untersucht. Nur warum hat man es ihm zurückgegeben? Wäre es nicht sinnvoller gewesen, ihm das Armband abzunehmen, um ihn zur Kooperation zu zwingen, bzw. ihn damit an einer Flucht zu hindern? Weil er ohne das Ding völlig aufgeschmissen wäre.

Mein Fazit: Ein Lob geht an Michael Marcus Thurner für einen exzellent geschriebenen Roman. »Der Faktor Rhodan« erzählt eine spannende Geschichte, die sehr gut als Einstieg in die Serie und in die Staffel geeignet ist, weil man so gut wie keine Vorkenntnisse besitzen muss. Nur … was hat die Geschichte mit der Staffelhandlung um METEORA zu tun? Außer der Botschaft von ES und das Rhodan einen Zellaktivator und ein Ym erhält, das ihn nach Sagittarius bringt, erfahren wir so gut wie nichts. Werden wir von den Arkonidischen Kolonisten je wieder etwas hören, oder war es nur ein Füllroman? Letzteres fände ich mutig, bei einer Staffel von nur zehn Bänden. Nun, wir werden es sehen.

Provinzieller Aktionismus

Die Bewohner des Örtchens in dem wir wohnen, sind schon etwas eigen. Das behaupten sogar die Leute aus den Nachbardörfern. Auch ich habe das schon selbst zu spüren bekommen und momentan geht es wieder heiß her.

Zur Zeit gibt es zwei große Themen, die den Ort bewegen bzw. die Bevölkerung. Da ist zum einen der Bürgerentscheid, den ein paar Aktivisten anstreben, in dem es um die Ansiedlung eines REWE- und eines Rossmann-Marktes geht. Einige glauben, dass deswegen die »Innenstadt« ausbluten wird. (Das ist sie schon längst.) Was viele aber meiner Meinung nach vergessen ist, dass 2012 mit der Schleckerpleite die beiden Drogeriemärkte starben und im vorletzten Jahr auch noch der Penny zu gemacht hat. Geblieben sind ein Lidl und drei Edeka-Märkte, wovon einer (in der Ortsmitte) 2018 schließen wird. Ansonsten ist außer einem NKD und ein paar Klamottenläden nicht mehr viel los. Wir persönlich frequentieren häufig den Bioladen, aber auch da gibt es nicht alles. Die Betreiberinnen des Bücher- und Spielzeugladens sind über siebzig, des Weiteren gibt es noch zwei Bäcker und zwei Metzger, ein Haushaltswarengeschäft und einen kleinen Baumarkt auf der grünen Wiese. Keine optimalen Einkaufsmöglichkeiten also. Wenn ich meinen Perry kaufen will oder mal eine DVD oder Drogeriewaren, muss ich in die Kreisstadt fahren. Das sind immerhin 12 km und die Parkmöglichkeiten dort sind eher schlecht als recht. Für eine Touristengemeinde mit sechstausend Einwohnern (im Winter) und zehn- bis zwölftausend (im Sommer) ist das Angebot ungenügend. Machen wir uns nichts vor, die Ansiedlung eines weiteren Lebensmittel- und eines Drogerie-Marktes ist also zwingend. Das Argument, das damit der Ort ausstirbt ist schlicht falsch. Denn in den vergangenen Jahren wurden sukzessive Geschäfte geschlossen, obwohl sich kein großer Markt angesiedelt hat, sondern im Gegenteil sich die Einkaufsmöglichkeiten reduziert haben. Was das Sterben der Geschäfte vorantreibt, sind vor allem die abartig hohen Mieten, die hier verlangt werden. So machen die meisten kleinen Läden nach ein zwei Jahren wieder zu. Wer seinen Laden nicht im eignen Haus hat, hat schlechte Karten. Das ist zumindest meine Beobachtung. Deshalb werden wir uns auch nicht auf den ausliegenden Unterschriftenlisten eintragen.

Aber ich sprach ja von zwei Aufregern. Der zweite ist so gut, den will ich niemandem vorenthalten. Da las ich doch letztens, dass man den örtlichen Bahnhof für 500.000 Euro behindertengerecht ausbauen will. Wow, dachte ich mir, das ist in etwa so unsinnig wie Schnee im Sommer. Erst von wenigen Jahren wurde das Bahnhofsgebäude an einen Privatinvestor verkauft, was dazu führte, dass es jetzt keine Wartehalle mehr gibt, sondern nur noch eine Überdachung wie an einer Bushaltestelle. Dann ist die Zufahrt von den Autos und Anhängern des neuen Grundstückbesitzers so zugeparkt, dass man kaum noch zum Bahnhof hin kommt. Es gibt weder einen befestigten Fußweg, noch ausreichend Park- und Wendemöglichkeiten. Busse kommen überhaupt nicht mehr durch. Aber es soll unheimlich viel Geld in den Ausbau des Bahnsteigs gesteckt werden, weil es gerade Fördermittel gibt. Der größte Witz an der Geschichte kommt aber noch. Die »Bimmelbahn«, die von hier in nur eine Richtung fährt, ist mindestens 30 Jahre alt, wenn nicht noch älter. Vergangenes Jahr hat man die Sitze neu bezogen, LCD-Displays angebracht und alles ein wenig aufgehübscht. Aber der Zutritt zu den Wagons führt nur über eine steile mehrstufige Treppe. Die Fahrzeuge sind gar nicht für Rollstuhlfahrer oder sonstig Gehbehinderte geeignet. Und wer weiß, wie lange die Deutsche Bahn, bei den geringen Fahrgastzahlen eigentlich noch die Strecke betreiben wird. Weil mit Auto oder Bus (sofern einer fährt) ist man deutlich schneller.

Das Monument Valley von Südostoberbayern

Monument Valley im Kurpark

So langsam schmilzt der Schnee von den Wiesen und zutage treten unzählige Maulwurfshügel. Die Erosion hat ganze Arbeit geleistet, denn die Häufchen sehen aus wie die Felsformationen des Monument Valley. Richtige Miniatur-Landschaften kann man auf den Grasflächen im Kurpark und überall bewundern.

Und noch etwas seltenes haben wir am Wochenende bei unseren Spaziergängen beobachtet – im Bach tummelte sich ein Pärchen Wasseramseln. Die sind richtig selten und ich denke mal, dass neunzig Prozent der Bevölkerung nicht wissen, wie eine Wasseramsel aussieht. Die amselgroßen Vögel sind dunkelgrau bis schwarz und haben einen auffälligen weißen Latz. Wir standen mehrere Minuten am Bach und sahen ihnen beim Tauchen zu. Wasseramseln tauchen wie Enten, sie können unter Wasser hervorragend schwimmen.

Zur Wasseramsel habe ich eine besondere Erinnerung. So hieß nämlich ein Jugendbuch, das ich als Teenager gelesen habe und unheimlich toll fand. Nicht nur wegen der Liebesgeschichte, sondern wegen der tollen Illustrationen. Die waren so lebensecht gezeichnet, dass ich damals hin und weg davon war. Das Buch besitze ich übrigens heute noch. Vielleicht nehme ich es mal wieder zur Hand und lese es.

Bettgeschichten

Heute plaudere ich aus dem Schlafzimmer.

Ha! Wer jetzt glaubt, dass ich intime Details über mein Liebensleben ausplaudere, den muss ich enttäuschen. Es geht mir um das Darunter. Seit einigen Wochen haben wir eine neue Matratze. Die Anschaffung erfolgte spontan, nachdem mich in der Münchner U-Bahn die Werbung des Herstellers angesprochen hatte. Und weil mir seit einigen Monaten jeden morgen Nacken und Rücken schmerzten, dachte ich daran, eine neue Matratze zu kaufen. Die Letzten kauften wir, als ich noch in München wohnte. Es war also an der Zeit.

Die Matratzen-Internetanbieter haben keinen guten Ruf und der Anbieter EVE, für den ich mich entschied, fiel im vergangenen Jahr bei Stiftung Warentest durch. Doch die Firma hat sich bemüht und die Probleme abgestellt, in dem sie die Fertigung von England nach Deutschland verlegten und die Matratze nachbesserten. Das Verkaufsargument das mich zum Kauf bewogen hat, war aber das 100-tägige Rückgaberecht. Innerhalb dieses Zeitraums, kann man die Matratze testen und bei Nichtgefallen zurückschicken. Man bekommt dann den vollen Preis rückerstattet. Das finde ich großartig, weil mir nämlich schon einmal passiert ist, dass ich im Geschäft Probe gelegen bin und mich für ein Modell entschied. Doch als ich die Matratze dann zuhause hatte, war sie viel zu weich. Das kann bei EVE nicht passieren.

Ich bestellte also eine EVE-Matratze. Und weil wir wegen unseres winzigen Schlafzimmers nur ein 1,60 m breites Bett haben, entschied ich mich aus Kostengründen gleich für eine 160×200 cm Matratze. Das heißt, ab sofort gibt es bei uns keine Besucherritze mehr.

Kurios fand ich bei der Bestellung aber folgendes: als ich mir die Seite mit meinem iPad ansah, zeigte mir das Fenster einen Rabatt-Code mit einem Wert von 100 Euro an. Ich freute mich, wollte die Bestellung aber an unserem Mac fortsetzen, weil das bequemer ist. Doch als ich hier die Seite öffnete, wurde mir nur ein Rabatt-Code von 50 Euro angezeigt. Ich tippte also einfach den Code vom iPad ein und siehe da, ich bezahlte 100 Euro weniger für die nicht ganz billige Matratze. Letztendlich hat sie aber etwa so viel gekostet, wie die zwei Einzel-Matratzen, die wir in München gekauft hatten. Sie war also nicht teurer.

Unsere EVE wurde innerhalb von einer Woche auf Rechnung geliefert. Der Karton war sehr groß, aber nicht so groß, wie man annehmen sollte. Die Matratze war für den Versand vakuumverpackt worden und nur eine Rolle von einem Meter Länge und 40 cm Durchmesser. Ausgepackt, passte sie zunächst nicht in unser Bett, sondern stand ein paar Zentimeter darüber hinaus. Das hat sich inzwischen gegeben. Und weil sie so dick ist (25 cm) könnte man theoretisch auch auf einen Lattenrost verzichten.

Und wie schläft es sich nun?

Großartig! Sowohl mein Mann als auch ich sind begeistert. Ich habe keine Rückenschmerzen mehr und habe mir sogar noch das EVE Kopfkissen nachbestellt. Ich glaube nicht, dass wir uns von der Matratze wieder trennen werden, auch wenn wir es könnten. Außerdem kommt man jetzt viel leichter aus dem Bett, weil es nicht mehr so tief ist. Das soll ja mit zunehmendem Alter zum Problem werden. So sind wir für die Zukunft gut gerüstet.

Semidokumentarischer Spielfilm zur Mondlandung

Quelle: Amazon

Eigentlich wollte ich Fritz Langs »Frau im Mond« kaufen, aber der Film ist in Deutschland aus welchen Gründen auch immer schwer zu bekommen. Bei meiner Suche stieß ich auf den Film »Rakete zum Mond« von Robert A. Heinlein. Der kann nicht schlecht sein, dachte ich mir, denn der Film hat einen Oskar gewonnen. Und tatsächlich …

1950 gedreht, sollte der Film eine Mondlandung für die damalige Zeit möglichst realistisch abbilden. In der Tat sieht das zwar etwas unbeholfen aus, aber man gab sich unheimlich Mühe dem Zuschauer von damals zu erklären, was passiert, wenn Menschen mit einer Rakete starten und zum Mond fliegen. Aus heutiger Sicht hört sich vieles haarsträubend an: Eine einstufige Rakete mit Atomreaktor, die auf dem Mond landen und wieder starten kann. Dazu eine Besatzung, die aus nicht trainierten Technikern und einem in die Jahre gekommenen General besteht. Aber in die Produktion flossen für die Zeit viele bekannte wissenschaftliche Fakten und auch die Spezialeffekte wissen zu überzeugen.

Die Geschichte ist einfach gestrickt. Nach mehreren Fehlversuchen droht die amerikanische Regierung den Raketenforschern das Geld zu entziehen und das Projekt zu beenden. Da wendet sich ein General an die Privatindustrie. In einer propagandistischen Rede und mittels eines Trickfilms überredet er die Investoren ihr Geld dem Projekt zur Verfügung zu stellen. Weil die Regierung den Start der Rakete aus Sicherheitsgründen verbieten will, starten vier Männer übereilt mit der Rakete in Richtung Mond, in letzter Minute sozusagen. Start und Mondlandung glücken, nur die Antenne wird in Mitleidenschaft gezogen und muss auf dem Weg zum Mond bei einem Weltraumspaziergang repariert werden. Auf dem Mond stellt das Kontrollzentrum auf der Erde fest, dass der Treibstoff nicht reicht, um die vier Mondfahrer zurückzubringen. Deshalb werfen sie allen Ballast von Bord und können nach einigem hin und her doch starten und zurückkehren. Die Landung auf der Erde wird nicht mehr gezeigt. Da war wohl das damals irrsinnige Budget von 600.000 Dollar erschöpft.

»Rakete zum Mond« kann man fast schon als Propagandafilm für die Mondlandung bezeichnen. Er sollte vor allem zur Aufklärung dienen und den Rückhalt der Bevölkerung für das Raketenprojekt und eine Mondlandung sichern. So spricht man damals schon von einem Wettlauf und einer atomaren Bedrohung durch die Ostblockstaaten. Der Film basiert auf einer Geschichte von Robert A. Heinlein, dem Hard-SF Autor schlechthin. In seinem Roman haben die Nationalsozialisten bereits Atomwaffen auf dem Mond stationiert. Darauf wurde in dem Film Gott sei dank verzichtet. Geblieben ist die visionäre detailreiche Beschreibung der Technik.

Damit setzt der Film Maßstäbe für alle später erschienen Space Operas. Und ich bin mir fast sicher, dass sich auch Karl-Herbert Scheer und Walter Ernsting für die PERRY RHODAN-Serie an dem Film orientiert haben. Auf jeden Fall ein SF-Klassiker den man gesehen haben muss.

Warum allerdings oben auf dem Cover bei Amazon »Jules Verne« steht, weiß ich nicht. Auf meiner DVD steht dort »Robert A. Heinlein«, was in dem Fall auch korrekt ist.

SOL 85 und Newsletter 17

SOL 85 – Das Magazin der PRFZ

Die SOL ist gelandet.

Gestern fand ich die Nummer 85 in meinem Briefkasten. Es ist die erste Ausgabe auf der mein Konterfei über dem Editorial prangt. Das erste Heft, das von mir offiziell betreut wurde. Denn eigentlich habe ich schon bei der 84 im Hintergrund die Strippen gezogen.

Ich freue mich sehr über das Heft und hoffe, dass die Auswahl der Beiträge abwechslungsreich genug sind, um vielen Lesern zu gefallen. In dieser Woche habe ich die Artikel für das kommende Heft zusammengestellt, und die Planungen für Ausgabe 87, die im Sommer erscheinen wird, laufen ebenfalls. Es macht mir viel Spaß die Geschicke des Heftes in der Hand zu halten und die Arbeit meiner Mitstreiter zu koordinieren. Auch wenn es manchmal nicht so einfach ist, auf alle einzugehen und alles im Blick zu behalten. Ich investiere inzwischen jeden Tag mindestens eine Stunde, nur um E-Mails zu schreiben oder zu beantworten und frage mich, wie man das früher geschafft hat, als es noch keine digitale Kommunikation gab.

Dieses Mal bin ich nur mit dem Editorial und kurzen Beiträgen zu Rogue One und Arrival vertreten. Ach ja, und ich habe ein Interview mit PERRY RHODAN-Autor Kai Hirdt geführt. Das hat uns beiden viel Spaß gemacht, obwohl wir ziemlich unter Zeitdruck standen.

Vergangene Woche ging dann auch der Newsletter raus, den ich unter nicht ganz optimalen Bedingungen zusammenstellen musste. Aber da bin ich selbst schuld. Schlusslektorat der SOL und Newsletter gehen eben nicht zusammen. Außerdem habe ich in der Woche, in der ich an dem Newsletter gebastelt habe, meinen neuen Job angetreten. Das war alles ein bisschen viel. Deshalb wird der nächste Newsletter zeitversetzt zur SOL erscheinen. Dann finde ich hoffentlich auch einen Lektor der die Texte Korrektur liest.

Umso mehr freut mich, dass die PR-Redaktion in ihrem Blog lobende Worte für den Newsletter findet. Das ist aufbauend.

Urlauberverkauf

Essener im Bioladen

Heute starte ich eine neue Rubrik im Blog, mit dem Titel: Sprachunfälle.

Als Fan der Happy-Aua-Bücher von Bastian Sick sammle ich Fehltritte der deutschen Sprache, die ich auf Schildern oder in Zeitungen entdecke. Eines meiner Fotos hat es sogar in Band 5 der Happy-Aua-Reihe geschafft.

Jetzt präsentiere ich hier in unregelmäßigen Abständen meine Fundstücke. Nicht immer sind es Schreibfehler, über die man lächeln muss, manches ist einfach nur missverständlich formuliert. So wie im heutigen Fall.

Waging ist ein Urlauberort. Im Sommer hat die Gemeinde doppelt so viele Einwohner wie im Winter. Das da hin und wieder mal ein Urlauber aus Norddeutschland verschwindet, fällt scheinbar nicht auf. Spätestens wenn die Waginger wieder unter sich sind, wird der Verschwundene dann an die Einheimischen verkauft. Anders kann ich mir das Schild vorm Bioladen nicht erklären.

An alle Urlauber aus dem Ruhrpott: Vorsicht! Wenn Sie in Waging Urlaub machen, könnten Sie im Regal im Bioladen landen.

Im Busenladen

»Schau mal da drüben – ein Busenladen!«, rief ich.
Mein Mann sah mich entgeistert und verständnislos an. »Was?«
»Na, das Miedergeschäft dort drüben.« Ich zeigte auf ein Schaufenster voller Dessous tragender Schaufensterpuppen. Und dann begriff ich erst, dass mein Mann den Begriff »Busenladen« gar nicht kennen konnte. Den Begriff hatte ich als kleines Mädchen geschaffen.

Meine Mutter ging hin und wieder in das Miederwarengeschäft in unserer ostdeutschen Kleinstadt, um sich einen BH oder Unterwäsche zu kaufen. Ich stand dann immer vor dem großen Ladentisch und staunte über die vielen BH’s die dahinter an der Wand oder im Schaufenster hingen. Ich weiß nicht, wie alt ich damals war, aber ich ging sicher noch nicht zur Schule.
Als wir längere Zeit einmal nicht dort waren, fragte ich meine Mutter, wann wir denn mal wieder in den Busenladen gingen. Es dauerte, bis sie begriff, was ich meinte, dann lachte sie.
Von da ab, war für mich jedes Miederwarengeschäft ein Busenladen.

»Warum heißt das eigentlich Miederwaren?«, fragte mein Mann, als wir weitergingen.
Ich erklärte ihm, dass der Begriff noch aus Zeiten stammt, als Frauen noch Mieder trugen.
Er fand das ziemlich altmodisch.
Ich überlegte. »Wahrscheinlich nennt man das heute ›Dessous Shop‹.«
Mein Mann schüttelte den Kopf. »Da gefällt mir Busenladen viel besser.«

Reload der Spezialisten

Gestern fiel im ZDF der Startschuss zur zweiten Staffel der Spezialisten. Nachdem ich die Krimiserie Die Spezialisten – Im Namen der Opfer im vergangenen Jahr verfolgt habe, werden sich einige wundern, warum ich nichts über die zweite Staffel schreibe. Das hat im Großen und Ganzen damit zu tun, das David Rott als Hauptkommissar Mirko Kiefer nicht mehr dabei ist. Da ich mit Krimis und dergleichen ohnehin nicht viel am Hut habe und mich auch nicht jede Folge der ersten Staffel überzeugt hat, werde ich mir die zweite Staffel wohl nicht ansehen.

Warum und weshalb David Rott aus der Serie ausgestiegen ist, darüber könnte man spekulieren. Von offizieller Seite hieß es, dass es sich nicht mit seinen Plänen vereinbaren ließ. Nur war der Mime im vergangenen Jahr gerade mal an einer TV-Produktion beteiligt, nach Vollbeschäftigung klingt das nicht. Aber vielleicht hat er Theater gespielt, wo er eigentlich herkommt. Ich weiß es nicht, finde es jedoch schade, ihn nicht mehr regelmäßig im Fernsehen zu sehen. Auch wenn er sein Potential in der Krimiserie nicht voll ausschöpfen konnte. Leider. Überzeugt hat mich das Zusammenspiel mit Valeri Niehaus, die beiden passten gut zusammen. Und wenn man sie nicht gleich so früh in der Serie zusammengebracht hätte, wäre die Beziehungskiste ein überzeugender Spannungsbogen geworden. Aber nun ja. Vielleicht klappt es ja mit Mirkos Nachfolger, gespielt von Matthias Weidenhöfer. Ich wünsche der Produktion alles Gute.