Inzwischen gibt es so einige Bildergalerien, auf denen man Fotos von den 2. Perry Rhodan Tagen Osnabrück betrachten kann. Dort bin ich ebenfalls ein paar mal vertreten. Zusammengefasst werden die Links in den nächsten Tagen auf der Seite der PRFZ zu den PR-Tagen. Also immer mal wieder vorbeischauen.
Und den Opener von Raimund Peter will ich natürlich auch niemandem vorenthalten. Raimund hat viel Zeit investiert und einen richtig schönen Animationsfilm gezaubert, den man unbedingt gesehen haben muss.
Der Pfingstsonntag begann regnerisch. Gleich nach dem Frühstück checkten wir aus unserem Hotel aus und fuhren in Richtung Ulm. Auf geradem Weg war das aber nicht möglich, weil alle paar Kilometer die Straße gesperrt war. Eine Umleitung nach der anderen blockierte unseren Weg. Ich hatte die Karte auf dem Schoß und lotste meinen Mann quer durch die schwäbische Pampa. Denn wenn wir nach den Umleitungsschildern gefahren wären, wären wir wahrscheinlich nie dort angekommen, wo wir in wollten. Der Wust an Umleitungsschildern war am Ende so groß, dass man nicht mehr wusste, welches Schild zu welcher Umleitung gehörte. Zumindest kam man an Ortschaften vorbei, von denen man nicht mal geahnt hätte, dass es sie gibt. Außerdem war kaum Verkehr und so war die Fahrerei nicht so stressig.
Den Mittag und Nachmittag verbrachten wir auf einer Geburtstagsfeier. Inzwischen hatte es auch aufgehört zu regnen. Und als wir am späten Nachmittag auf der A8 nach Hause fuhren schien sogar die Sonne vom weißblauen Himmel.
Heute habe ich erstmal die Fotos gesichtet und fügte die Besten zu den Blogeinträgen dazu.
Dinkelsbühl wirbt mit dem Titel »Schönste Altstadt Deutschlands« und ich finde zurecht. Was sofort auffällt, sind die Fassaden der alten Häuser. Dort finden sich keine Werbeschilder und keine modernen Beschriftungen. Sondern sie sind zurückhaltend in altdeutscher Schrift bemalt. Da mag es auf den ersten Blick seltsam aussehen, wenn der asiatische Name eines Restaurants über den Fenstern steht, aber zum Gesamtbild passt es allemal. Das Städtchen innerhalb der Stadtmauer ist überschaubar, im typisch fränkischen Stil, viel Sandstein, ein bisschen Fachwerk, alles recht bunt bemalt, wirkt es sehr harmonisch, bis auf …
Ja, auch hier sind es wieder die vielen Autos und der Verkehr, der den schönen Eindruck trübt. Direkt vor den Stadttoren gibt es große Parkplätze. Warum also, muss man unbedingt in die engen Gassen fahren und dort verzweifelt nach einem Parkplatz suchen? Ich verstehe es nicht. Zumal ab heute Mittag die Hauptstraße vor dem Münster ohnehin gesperrt war, wegen des Siebenbürger-Treffens.
Das fand ich sehr spannend. Inzwischen kann ich den Dialekt ganz gut identifizieren und ich glaube, dass ich noch nie so viele Siebenbürgen-Sachsen auf einem Haufen gesehen und gehört habe. Noch nicht mal auf unserer Hochzeit. Es gab sogar einen kleinen Markt, auf dem Spezialitäten aus Siebenbürgen angeboten wurden. Von der Kuttelsuppe, über Mici und Sauerkrautwickel bis hin zu Hanklich und Baumstriezel. Letzteren haben wir uns gegönnt. Frisch gebacken und noch warm ist er besonders lecker. Ich habe noch ein Koch- und ein Backbuch erstanden, damit wir die Lieblingsspeisen meines Mannes auch richtig nachkochen können.
Nach dem Mittag verschwand die brennende Sonne hinter dunklen Wolken. Die schwüle Hitze wurde unerträglich und wir gingen langsam zum Parkplatz zurück. Auf dem Weg zurück zum Hotel brachen dann schon die ersten Regenschauer über uns herein und gerade im Hotel angekommen, krachte es. Das Gewitter zog jedoch schnell vorüber. Wir legten uns ein bisschen hin und wurden jäh aus dem Mittagsschlaf gerissen, als plötzlich eine Blaskapelle vor unserem Fenster aufspielte. Im Restaurant des Hotels fand eine Geburtstagsfeier statt und für das Geburtstagskind spielte die Blasmusik auf.
Wir flüchteten und fuhren ein bisschen durch die Gegend, besichtigten eine Keltenschanze und bestiegen den Blasienberg direkt neben dem Dorf, in dem wir übernachten. Bei der Feuchtigkeit und der Hitze, die nach dem Gewitter herrschte, kamen wir ganz schön ins Schwitzen. Aber wir wurden mit einem wunderbaren Blick über das Ries und einer außergewöhnlichen Flora belohnt. Solche blühenden Wiesen sieht man heute viel zu selten. Leider.
DinkelsbühlStadtmauer von DinkelsbühlStadttor von DinkelsbühlAuf dem BlasienbergBlick auf Kirchheim a. RiesPanorama vom Blasienberg
Ich sollte mich nicht beschweren, wenn ich eine Stadt besuche, von der ich weiß, dass sie von japanischen und amerikanischen Touristen heimgesucht wird, und ich dann tatsächlich auf die genannten Touristenströme treffe. Wobei, ich kann mir vorstellen, dass es im Sommer hier noch viel viel schlimmer zugeht. Die Saison hat gerade erst begonnen.
Kurz gesagt, man kann sich Rothenburg ob der Tauber ansehen, aber man muss es nicht. Schon gar nicht bei 30 Grad und während des Aufbaus eines Mittelaltermarktes. Denn die Touristenmassen alleine waren nicht das Hauptproblem. Mich störten vor allem die vielen vielen Autos, die sich rücksichtslos durch die Gässchen drängelten. Alle paar Meter musste man stehenbleiben, um irgendwelche fetten SUVs oder Lieferwagen durchzulassen. Das nervte auf Dauer. In Nördlingen fand ich das nicht ganz so schlimm, obwohl auch hier jeder durch die Stadt fahren kann, wer will. Ich persönlich fände es ohnehin besser, alle historischen Stadtkerne in verkehrsberuhigte Zonen umzuwandeln, in denen nur Anwohner herumfahren dürfen. Aber dann würden die ansässigen Händler wieder das Jammern anfangen. Man kennt das ja.
Es gibt ein paar sehr schöne Ecken in Rothenburg. Der Burggarten gehört dazu und die begehbare Stadtmauer mit den Türmen natürlich auch. Wir haben sogar in einem der vielen Andenkengeschäfte etwas gekauft. Vor vielen Jahren hatten mir meine Eltern auf einem Weihnachtsmarkt ein Fachwerkhäuschen aus Ton gekauft. Das hing zwölf Jahre in meiner Münchner Wohnung an der Wand und hängt jetzt in meinem Arbeitszimmer im Haus meiner Eltern. Schon immer wollte ich noch ein zweites Häuschen dazu haben. Heute in Rothenburg habe ich endlich eines erstanden. Es ist aber kein Häuschen sondern ein Turm. Das Original steht in Lindau, hat uns die Verkäuferin erklärt.
Dank mykiosk.de erfuhr ich auch, wo ich in Rothenburg den aktuellen NEO bekomme und wir hielten auf der Rückfahrt am Einkaufszentrum am Bahnhof, wo ich mich fürs Wochenende mit Heftromanen eindeckte. Anschließend fuhren wir wieder zurück ins Hotel. Hinwärts waren wir auf der A7 gut eine Stunde unterwegs. Rückwärts auf der Romantischen Straße (B25) dauerte es dann ein bisschen länger, dafür waren die Aussichten schöner.
Morgen steht dann Dinkelsbühl an. Das ist nur 25 Kilometer entfernt und wie wir heute erfahren haben, findet an diesem Wochenende dort das Fest der Siebenbürgensachsen statt. Da mein Mann von da kommt, wird das für ihn und für mich sicher interessant.
RothenburgKirche mit Durchfahrt (Rothenburg)Stadttor mit Kirche (Rothenburg)Die bekannteste Ansicht von Rothenburg
Nach den anstrengenden letzten Wochen, den ständigen Auf’s und Ab’s, dem Wechselbädern aus Freude und Enttäuschung wollen wir versuchen in den nächsten Tagen ein bisschen abzuschalten. Und weil wir nicht weit reisen wollten, machen wir Urlaub in Bayern und Baden Württemberg. Gut, dafür hätten wir genau genommen auch zu Hause bleiben können, aber sich woanders den Wind um die Nase wehen zu lassen, ist dann doch besser.
Als Reiseziel haben wir jene Touristenhochburgen ausgesucht, die bei den Japanern und Amis besonders beliebt sind und in denen ich noch nie war. Zeit, das endlich mal nachzuholen. Unser Hotel steht in einem Dorf in der Nähe von Nördlingen. Daneben ist ein Bauernhof, es gibt eine Koppel auf der Pferde, Esel und Ponys grasen und eine eingezäunte Wiese auf der sich fünf Alpakas tummeln. Die sehen echt aus wie Schafe mit langen Hälsen. Von hier aus wollen wir Tagestouren nach Dinkelsbühl, Rothenburg ob der Tauber und Nördlingen unternehmen.
Gestern machten wir auf der Herfahrt einen Zwischenstopp in Augsburg. Dort war ich zwar in diesem Jahr schon mal, hatte damals aber keine Zeit mir die Innenstadt anzusehen. Wir bummelten durch die Fußgängerzone, speisten sehr lecker und günstig in einem asiatischen Imbiss und ich probierte anschließend die Eissorten Macadamia und Kaktus. Eigentlich wollte ich ja noch die Sorte Ananas-Thai-Basilikum kosten, aber das wäre dann doch des Guten zu viel gewesen.
Heute nun stand Nördlingen auf dem Programm. Wir folgten dem historischen Rundweg durch die Altstadt, legten einen Teil des Weges auf der alten Stadtmauer zurück, die man übrigens komplett begehen kann. (Tipp für Mittelalter-Fans: alle drei Jahre findet in Nördlingen das Historische Stadtmauerfest statt, bei dem die Stadt für ein Wochenende ins Mittelalter »zurückversetzt« wird.) Mein Mann bestieg den »Daniel«. Nein, nicht das, was jetzt mancher vielleicht denkt. Der »Daniel« ist der Turm der Stadtkirche St. Georg. Ich bekam unterdessen ganz unverhofft eine einstündige Kirchenführung, weil sonst niemand da war. Später stieß noch mein Mann und ein älteres Pärchen hinzu. Die Dame aus der Kirchgemeinde erklärte uns die architektonischen Besonderheiten des Bauwerks, was ich sehr interessant fand. So ist die Kirche aus Suevit erbaut. Einem Gestein, das durch einen Meteoriteneinschlag in der Gegend vor 15 Millionen Jahren entstanden ist.
Um Meteoriten ging es auch nach dem Mittagessen. Da besuchten wir das Rieskrater-Museum, das Größte seiner Art in der Welt. Ich lernte, dass man Einschlagkrater kategorisieren kann und welche Gesteine bei einem Einschlag entstehen. Besonders spannend fand ich den Meteoriten-Simulator, dabei kann man interaktiv Asteroiden oder Kometen in unterschiedlicher Größe auf die Erde stürzen lassen und sich dann das Ergebnis ansehen. Spannend sind auch die Exponate; von Eisenmeteoriten über Fossilien, die bei Einschlägen entstanden, bis hin zum Mondgestein ist dort alles ausgestellt. Echt sehenswert. Die Sonderausstellung zum Mars beginnt leider erst morgen, dass habe ich zu spät gesehen, sonst wären wir erst am Samstag dorthin gefahren.
Spät am Tag bestiegen wir noch den Goldberg, der nur wenige Kilometer von unserem Hotel aus dem ehemaligen Kraterboden wächst. Die Kalksteinfelsen leuchteten in der Abendsonne, ein leichter Wind blies über uns hinweg und Insekten summten im blauen Himmel. Die Kulisse wirkte wie aus einem Karl-May-Film. Oben angekommen lag uns das Ries zu Füßen. Grüne Felder unterbrochen von den roten Dächern der Dörfer und der ferne Kraterrand, der als bewaldete Hügel den Horizont begrenzt. Außer uns war keine Menschenseele zu sehen, es gab keinen Lärm. Die Luft roch nach den Blüten der Luzerne, die überall blühte. Ich finde, es war der schönste Abschluss eines Urlaubstags, den man erleben kann.
NördlingenDer »Daniel« in NördlingenRathaus in NördlingenSt. GeorgBlick vom GoldbergAuf dem Goldberg
PERRY RHODAN NEO Band 148 – »Schatten über Ambaphal« von Rainer Schorm
Rainer Schorm schildert das Leben der Gurrads mit dem schwarzen Loch und die Abhängigkeit der Autarkie von dem Phänomen auf ungewöhnliche Weise. Sogenannte Ambatare (weibliche Gurrads) sind in der Lage mit Hilfe der Konterdrogen Helmenkit und Pankit mit der Entität zu kommunizieren, die sie Amba nennen. Es scheint sich dabei um eine Wesenheit zu handeln, die sich hinter dem Ereignishorizont vor etwas versteckt. Das Auftauchen von Perry Rhodan und Tuire Sitareh versetzt Amba in Aufregung, so dass es zu gravitativen Störungen kommt, die den Anflug ihres Schiffes stören. Nach einigen Schwierigkeiten gelingt es ihnen zusammen mit Vanjak in die Hauptstadt Cata Amba vorzudringen, wo sie von einer Gruppe Mutama gestellt werden. Auch hier erinnerte mich die Begrüßungsszenen zwischen Vanjak und seiner verflossenen Flamme Serona ein bisschen zu sehr an das Verhalten der Klingonen bei Star Trek, Beißen und Kratzen inklusive. Während Tuire mit den Mutama auf die gut vorbereitete Mission geht, um die Projektoren zu zerstören, begleitet Serona Rhodan zum Gan Choma, damit er seine Frage nach METEORA stellen kann. Beides gelingt, hat aber tiefgreifende Auswirkungen auf das schwarze Loch, bei denen Rhodan nicht sicher sein kann, ob sie für die Terraner positiv oder negativ sind.
So nach und nach gelingt es Rainer Schorm mich von seinen Qualitäten als Autor zu begeistern. Der letzte Roman von ihm liegt jetzt fünf Hefte zurück und ich stellte beim Lesen fest, was mir in den letzten fünf Geschichten gefehlt hat – die Technikbeschreibungen. »Schatten über Ambaphal« fühlte sich vom ersten Wort nach Science Fiction an. Seien es die Kapitel in denen es um das schwarze Loch geht oder um den Handlungsstrang, in dem Tuire Sitareh den Plan der Mutama unterstützt, das Netzwerk aus Projektoren auszuschalten, das Suurt abriegelt. Beides ist spannend und vor allem glaubhaft erzählt. Der Autor versucht zumindest sich an bekannten wissenschaftlichen Theorien zu orientieren. Natürlich muss die Singularität um Ambaphal eine Besonderheit sein, denn ich kann mir nicht vorstellen, wie ein Planet einen stabilen Orbit um ein schwarzes Loch halten soll. Selbst ein siebenfacher Schwarzschildradius erscheint mir zu nah. Zumindest müsste es erhebliche Dilatationseffekte geben, da in der Nähe einer Singularität die Zeit bekanntlich langsamer vergeht. Die Idee mit den beiden Drogen, die sich gegenseitig beeinflussen, halte ich immer noch nicht für elegant, aber zumindest bietet sie eine passende Erklärung, warum nur ausgesuchte Gurrads mit Amba kommunizieren können und zeigen die wahre Scheinheiligkeit der Autarkie. Das Auftauchen von Harno hat mich dagegen sehr überrascht und ich musste tatsächlich erst einmal nachlesen, wann die Entität bei NEO aufgetaucht war, nämlich in PR-NEO 15.
»Schatten über Ambaphal« ist ein guter Roman, an dem es wenig auszusetzen gibt. Der Autor zeigt seine Klasse in der Beschreibung schwieriger technisch-wissenschaftlichen Vorgänge, ohne damit zu übertreiben. Die Geschichte ist spannend und intelligent geschrieben und macht neugierig auf den nächsten Band. Mehr kann man als Leser eigentlich nicht verlangen.
Den Sonntagmorgen in Osnabrück ließen wir entspannter angehen. Nach einem ausgiebigen Frühstück bummelten wir erst weit nach neun Uhr zum »Haus der Jugend«. Einige Fans und auch PR-Redakteur Klaus Bollhöfener waren schon nach dem Frühstück abgereist und so fanden sich weniger Leute in den Con-Räumen ein, als am Tag zuvor. Dafür entdeckte ich Wim Vandemaan, der sich unauffällig unter die Fans mischte, um seinen Programmpunkt zu absolvieren.
Ich hielt am PRFZ-Stand die Stellung und verkaufte fleißig FanEditionen, Dorgon-Romane und die Rüsselmopscomics, damit auch Magnus den Con erleben durfte. Immer wieder kam ich dabei ins Gespräch mit Fans und Aktiven aus dem PR-Forum. Es ist schön die Menschen hinter den E-Mailadressen und Avataren kennenzulernen.
»Kurs 3000« hieß der Programmpunkt zur PERRY RHODAN-Erstauflage und Wim Vandemaan wurde nicht müde, die Fragen der Fans zu beantworten. Ich bekam von draußen nur mit, dass er bis weit hinein in die Mittagspause überzog. Reinhard Habeck bildetete den Abschluss an diesem Tag. Zusammen mit Uwe und meinem Mann packte ich schon mal den Stand zusammen, hängte Poster und Banner ab und räumte Tische beiseite. Als Herbert Keßel im Hauptsaal die Dankesworte sprach und die letzten verbliebenen Fans verabschiedete, war schon alles verstaut, die Kasse gezählt. So dass Herbert die Kartons in den nächsten Tagen nur noch abzuholen braucht.
Wir verabredeten uns noch zum Abendessen, dann verließen mein Mann und ich das »Haus der Jugend«. Wir nutzen das sonnig warme Wetter für einen Stadtbummel, holten uns ein leckeres Eis (Karamell mit Meersalz und Chili-Schokolade) und erkundeten das Geheimnis der blauen Bänder. Die hatten wir schon tags zuvor entdeckt. Sie zogen sich über die Fassaden mehrerer Häuser und der evangelischen Kirche. Keiner konnte uns genau sagen, wozu sie dienten. Joe Kutzner vom TCE gab mir schließlich einen Tipp und wir suchten einen Punkt, an dem die Striche auf den Häusern ein Bild ergeben sollten. Wir wurden tatsächlich fündig. Das Gebilde aus blauen Ringen schälte sich erst mit großem Abstand heraus und symbolisiert wohl die Lutherrose. Es hat jedenfalls mit dem Lutherjahr zu tun und wird noch bis zum Dezember zu sehen sein. Die blauen Linien sind übrigens nicht aufgemalt, sondern nur aufgeklebt. Trotzdem eine tolle Idee, wie ich finde.
Kurz vor 18 Uhr wir trafen uns mit Arndt Elmer und seiner Frau, sowie Herbert und Magnus im Foyer vom Walhalla. Zum Abendessen besuchten wir wieder das Kartoffelhaus. Dort lauschte ich andächtig den spannenden Geschichten von Arndt Elmer über seine Zeit als Autor bei der PERRY RHODAN-Serie. Für mich als Quasi-Neueinsteiger eröffnet sich dabei eine faszinierende Welt und ich bin mir sicher, dass ich nicht die einzige bin, die an so etwas Gefallen findet. Vielleicht wäre das auch etwas für die SOL. Erst weit nach 22 Uhr kam ich an diesem Abend ins Bett.
Zum Abschluss noch mein ganz persönliches Fazit: das ersten Mal lernte ich einen Con aus der Perspektive des Veranstalters kennen, obwohl ich nur eine von vielen Helfern war. Ich möchte mich an dieser Stelle bei all meinen Mitstreitern und Organisatoren bedanken, die den kleinen Con im Norden zu einem schönen Erlebnis werden ließen. Denn die 2. Perry Rhodan Tage in Osnabrück waren ein Con von Fans für Fans. Ein bisschen traurig war ich über die geringe PR-Autorenbeteiligung, die im Gegensatz zu vergleichbaren Veranstaltungen definitiv zu Wünschen übrig ließ. Rüdiger Schäfer konnte aus beruflichen Gründen nicht teilnehmen, hatte aber wenigstens eine Videobotschaft verfasst. Dennis Mathiak hatte wegen Krankheit abgesagt. Kai Hirdt und Wim Vandemaan konnten nur ein paar Stunden da sein und so hielten einzig Roman Schleifer, Uwe Anton und Arndt Elmer an beiden Tagen die Stellung (von den »Jung«-Autoren Dietmar Schmidt und Olaf Brill abgesehen). Daran müssen wir als Veranstalter definitiv noch arbeiten. Vielleicht gelingt es uns beim nächsten Mal mehr PR-Autoren nach Osnabrück zu locken, denn die Stadt ist auch ohne Con eine Reise wert.
Was mich ganz besonders freute, war das Feedback der Fans, die mir gegenüber sehr offen Lob und Kritik an der SOL äußerten. Bereitwillig ließ ich mich von ihren Vorschlägen inspirieren und sammelte viele neue Ideen für die kommenden SOL-Ausgaben. Alles in allem waren es zwei gelungene Tage, die ich unter Gleichgesinnten verbringen durfte und in denen ich den leidigen Alltag für ein paar Stunden ausblenden konnte. Denn dieses Abtauchen ist dann doch das Schönste an einem Con.
Seltsame blaue Bänder …… werden zu einem optischen Wunderwerk
Wer jetzt Erotisches erwartet, den muss ich enttäuschen. Der Titel dieses Beitrags ist ein Zitat Uwe Antons aus dem TERMINUS-Programmpunkt vom Samstagabend. Lustsklavinnen und Fächeljungs werden nämlich das Thema des sechsten TERMINUS-Bands sein, der in wenigen Wochen erscheint. Es ist der einzige Spoiler, der bei mir hängengeblieben ist. Das lässt wahrscheinlich tief blicken … nun ja.
Doch von Anfang an.
Nach den schweißtreibenden Aufbau- und Vorbereitungsarbeiten am Freitagnachmittag, trafen wir uns mit den anwesenden Autoren, Klaus Bollhöfener von der PR-Redaktion und ein paar Fans zum Abendessen vorm Hotel Walhalla. Der kurze Weg führte uns durch die schöne Altstadt Osnabrücks in ein Steakhouse auf dem Kirchplatz. Im Biergarten wurden schnell ein paar Tische zusammengerückt, damit alle Platz fanden. Kaum das wir saßen, begann Roman Schleifer (»Der Schleifer von Wien«) Klaus zum Thema WeltCon anlässlich von Band 3000 zu löchern. Doch der PR-Redakteur blieb standhaft, und ließ sich auch nichts entlocken, als der Druck von allen Seiten zunahm. Es wurde viel spekuliert, Vorschläge und unmoralische Angebote unterbreitet … es half alles nichts, Klaus schwieg sich zu dem Thema aus.
Als wir nach 22 Uhr zurück ins Hotel kamen, wurden die Diskussionen im Biergarten des Hotels fortgesetzt. Mein Mann und ich klinkten uns allerdings aus, da wir schon seit fünf Uhr morgens auf den Beinen waren und gingen in unser Hotelzimmer direkt am Biergarten. Das Zimmer war nicht schlecht, aber selbst bei geschlossenem Fenster, konnte man noch dem Stimmengewirr der Hotelgäste folgen. Kurz gesagt an Schlaf war nicht zu denken. Ich las noch ein wenig und kämpfte dann mit dem viel zu weichen Kopfkissen, bis ich endlich weit nach Mitternacht einschlief. Zuvor kam ich noch mit meinem Mann überein, dass wir am Morgen um ein neues Zimmer bitten würden. Das wurde erfreulicherweise vom Hotel ohne Probleme arrangiert. So begann mein Erster Con-Tag früh morgens mit dem nachgeholten Blogeintrag vom Freitag. Anschließend nahmen wir ein sehr reichhaltiges Frühstück ein, bevor wir unsere Koffer packten, die vom Personal ins neue Zimmer gebracht werden sollten, sobald es bereit war.
Das »Haus der Jugend«, Veranstaltungsort der 2. Perry Rhodan Tage Osnabrück, lag nur wenige Meter vom Hotel entfernt, mitten in der Altstadt. Es herrschte schon reger Betrieb im Foyer, als wir ankamen und unsere Con-Beutel und Namenschilder in Empfang nahmen. Ich ging gleich um die Ecke und kümmerte mich um den PRFZ-Stand, den wir in weiser Vorraussicht schon tags zuvor aufgebaut hatten. Es war unheimlich heiß an diesem Morgen und die Luft sowohl im Hauptsaal, als auch in den Con-Räumen hätte besser sein können. Die Aufregung verlieh mir zusätzlich weiche Knie und ich musste mich zunächst ins Freie setzen und tief durchatmen, damit ich nicht auf der Stelle umgefallen bin. Während sich Magnus Keßel um den Verkauf am Stand kümmerte, versuchte ich mit viel Wasser und Schokolade meinen Kreislauf wieder in Gang zu bekommen. Vor der Tür traf ich den einen oder anderen Bekannten, sowie jene, die ich bisher nur vom Hörensagen oder aus dem Forum kannte. Das lenkte mich ein wenig ab.
Um zehn Uhr begab ich mich noch etwas wacklig in den Hauptsaal. Ich riss mich zusammen und hielt mich an meiner Wasserflasche fest. Nach dem wunderbaren Con-Opener von Raimund Peter, stand nämlich sofort unser erster Programmpunkt auf dem Plan. Am Grußwort des Veranstalters (in dem Fall des PRFZ-Vorstandes) müssen wir noch ein wenig üben, denn das fiel zu meiner Überraschung nämlich aus. Stattdessen bat Nils Hirseland die SOL-Redaktion auf die Bühne. Neben Nils, der auch den PROC vertrat, saßen Alexandra Trinley, Michael Tinnefeld und Norbert Fiks mit mir am Tisch. Die letzten beiden hatte ich erst wenigen Minuten zuvor zum ersten Mal live und in Farbe gesehen. Als Moderator stärkte mir Roman Schleifer den Rücken, sonst wäre der Programmpunkt wahrscheinlich nicht so unterhaltsam geworden. Die Redaktionsmitglieder stellten sich vor, ich beantwortete ein paar Fragen von Roman, ging auf Fragen aus dem Publikum ein und noch bevor ich es richtig registrierte, war unsere halbe Stunde schon vorbei. Im Anschluss folgte der STELLARIS-Programmpunkt, den ich allerdings nicht anschauen konnte, weil ich mich für den Dienst am Stand gemeldet hatte. Das Geschäft lief ganz ordentlich. Magnus hatte schon einiges verkauft und die Nachfrage war wie immer gut.
Um zwölf Uhr stand die Mitgliederversammlung der PRFZ im sogenannten Teeraum an. Inzwischen hatte sich erfreulicherweise auch mein Kreislauf stabilisiert. Ich war als einzige Frau zugegen und von der regen Beteiligung (ca. 25 Mitglieder) überrascht. André Boyens versuchte die Versammlung unbürokratisch und zügig durchzuziehen. Was vor allem der Hitze geschuldet war, die in dem kleinen Raum herrschte, und die hitzige Diskussionen gar nicht erst aufkommen ließ. Nach Kassenbericht, Entlastung des Vorstandes und Abstimmung zum Antrag der Zusammenlegung von PROC und PRFZ, konnte die Versammlung nach gut 50 Minuten erfolgreich beendet werden.
Ich hatte gerade noch Zeit, um etwas zu essen … Übrigens kümmerten sich die jungen Leute aus dem »Haus der Jugend«, ganz rührend um die Con-Teilnehmer. Es gab Getränke (leider keine zuckerfreien Softgetränke), Kuchen und kleine Snacks. Wer Hunger auf mehr hatte, konnte diesen in den umliegenden Kneipen und Restaurants stillen … Um halb zwei stand der zweite Programmpunkt mit meiner Beteiligung an. Roman Schleifer und ich berichteten über unsere Zusammenarbeit an der FanEdition 18 im vergangenen Jahr, gaben Tipps, wie man an so ein Projekt herangehen kann und was man beachten sollte, um eine möglichst spannende Geschichte zu erzählen. Wir versuchten das Publikum auf die FanEdition neugierig zu machen, ohne zu viel von der Handlung zu verraten. Das ist gar nicht so einfach. Aber die Werbung hat sich gelohnt, denn im Laufe des Nachmittags ging die FanEdition bis auf 3 Exemplare weg, die restlichen verkauften wir noch am Sonntag. Einige ließen sich ihre Exemplare von mir signieren.
Der anschließende NEO-Programmpunkt wurde moderiert von Ralf Boldt, der das ausgezeichnet machte. Das war richtig professionell und ich hoffe, dass wir Ralf auch beim nächsten Mal überzeugen können, nach Osnabrück zu kommen. Leider verpasste man am Beginn des Programmpunktes, Rüdiger Schäfers Ansprache auszustrahlen und holte das erst vor der Lesung nach. Das ist auch ein Punkt, den wir beim nächsten Mal besser organisieren müssen. NEO-Autor Kai Hirdt war extra für ein paar Stunden aus Hamburg gekommen. Eigentlich wollte er das ganze Wochenende über bleiben, aber ein Abgabetermin saß ihm im Nacken. Trotzdem fand ich schön, dass er sich für die Fans Zeit genommen hat. Viel verraten wurde zum kommenden Zyklus wie zu erwarten nichts, aber Kai, Lektor Dieter Schmidt und Klaus Bollhöfener hatten dennoch ein paar Anekdoten in petto. Nach der Gesprächsrunde schloss sich die Lesung von Rüdiger aus Band 150 an, die er aufgezeichnet hatte. Weil ich mich nicht Spoilern lassen wollte, verzichtete ich darauf und kehrte an den Stand der PRFZ zurück. Beziehungsweise streifte durch das Con-Gebäude und plauderte mit Menschen, die ich bisher nur Online kennengelernt hatte und half schließlich unserem Aktiven Uwe bei der Organisation der Autogrammstunde.
Den nächsten Programmpunkt absolvierten Klaus Bollhöfener, Herbert Keßel und Hermann Ritter zum Thema 20 Jahre PRFZ. Was mir die Gelegenheit gab, den Macher der Clubnachrichten endlich einmal in Persona zu erleben. Eine Stunde lang lauschte ich den Geschichte aus der guten alten Zeit. Und sogar Herbert Keßel als Moderator ließ sich ein paar Worte entlocken. Der Vorstand der PRFZ, sonst ausgesprochen gesprächig, wirkte in Gegenwart von Hermann und Klaus fast schon eingeschüchtert. Dennoch war der Punkt eine echte Bereicherung, gerade für mich als Neuling im Fandom sind solche Rückblicke ausgesprochen spannend. Ich hoffe, dass wir beim nächsten Mal wieder einen solchen Programmpunkt anbieten können. Unabhängig von einem Jubiläum der PRFZ und gern auch mal mit einem Autor wie Arndt Elmer, der viel aus der alten Zeit zu berichten weiß.
Von der Auktion bekam ich nur den Anfang mit, denn die Zeit bis zum Hauptprogrammpunkt TERMINUS nutzten wir (ein Teil der SOL-Redaktion) um im nahegelegenen Kartoffelhaus zu speisen. Im Biergarten bei schönster Abendsonne plauderten Gerhard Huber mit Begleitung, Michael Tinnefeld, Norbert Fiks, mein Mann und ich über Gott und die Welt und natürlich auch über Perry Rhodan. Mit dabei war auch Gucky, für den es leider keine Mohrrüben, sondern nur Kartoffeln gab. Aber ich versprach ihm, demnächst per Transmitter eine Mohrrübe zu schicken.
Zurück im »Haus der Jugend« hatte sich im Hauptsaal schon die TERMINUS-Crew um Uwe Anton versammelt. Dennis Mathiak hatte abgesagt, dafür nahmen neben Roman Schleifer, Lektor Dieter Schmidt auch die Autoren Dietmar Schmidt (Band 5) und Olaf Brill (Band 8) am Tisch Platz. Die Moderation übernahm in gewöhnt lässiger Weise »der Schleifer von Wien«. Die Stunde war nicht nur informativ – auch wenn kaum etwas zur Handlung zu erfahren war – sondern sehr unterhaltsam. Uwe verriet, wie am Anfang schon erwähnt, intime Details aus Band 6 von Susan Schwartz und machte den Programmpunkt zu einem echten Highlight.
Den letzten Beitrag des Tages absolvierte Rüsselmopserfinder Reinhard Habeck. Leider musste ich den aus Gründen totaler Erschöpfung auslassen. Wir gingen ins Hotelzimmer zurück, wo ich erst einmal unser neues Zimmer begutachtete und dann todmüde ins Bett fiel.
Vor dem Haus der JugendWarten auf den BeginnDie PerryPaper ModelleAm Stand der PRFZDie Crew der SOL stellt sich vorInside STELLARISFanEdition-GeplauderNEO im Fokus20 Jahre PRFZDie Herren von TERMINUS
Für alle die sich wundern, dass es die nächsten Tage etwas ruhiger in meinem Blog ist, den kann ich beruhigen. Ich bin das Wochende über in Osnabrück bei den 2. Perry Rhodan Tagen.
Die Anfahrt hat schon mal geklappt. Die Deutschen Bahn zeigte sich von ihrer besten Seite. In acht Stunden Zugfahrt und nur zwei Minuten Verspätung. Gratulation! Genutzt habe ich die viele Zeit für meinen Roman, der jetzt geschätzte 20.000 Zeichen länger ist als gestern. Und ich habe außerdem Dreiviertel des NEO-Romans von Reiner Schorm gelesen. Vielleicht schreibe ich auf der Heimfahrt schon die Rezension.
Nach dem Aufbau des Stands der PRFZ gestern Nachmittag, bei tropischen Temperaturen, haben wir den Abend in großer Runde mit Perry Rhodan-Autoren, -Redaktion und Fans ausklingen lassen.
Ich freue mich schon sehr darauf, heute all die Fans und Fandom-Aktiven, mit denen ich in den vergangenen Monaten gemailt habe, einmal persönlich kennenzulernen.
Heute schreibe ich mal über etwas Kulinarisches im Blog. Keine Angst, ich werde bestimmt keine »Food-Bloggerin« oder wie immer das auch heißen mag.
Mein Mann und ich kochen gern und regelmäßig. Am Wochenende sowieso und an den Tagen, an denen ich zu hause arbeite, bekommt mein Mann immer etwas zu essen, wenn er nachmittags von der Arbeit kommt. Wir bevorzugen Gerichte mit Gemüse, Fleisch gibt es selten (und wenn vom Bio-Metzger), einmal im Monat kochen bzw. braten wir auch mal Fisch. Ja, ich weiß, man sollte mehr Fisch essen, aber wegen der Überfischung gibt es das bei uns nicht zu oft. Neue Gerichte werden erst von mir ausprobiert und wenn sie gut sind, landen sie in unserem Rezeptordner.
In den letzten Wochen probierte ich mal wieder etwas neues. Ich gehöre eigentlich nicht zu den Leuten, die ihr Mittagessen im Internet posten. Aber das Ergebnis sah so sensationell aus, dass muss ich teilen.
Zum einen hatte ich im aktuellen Eve-Magazin (3/2017) ein neues Spargelrezept entdeckt. Da ich Spargel sehr mag, und immer wieder mit Zubereitungsarten jongliere, musste ich das unbedingt nachkochen. Spargel im Blätterteig-Käse-Mantel. Ich kann nur sagen, es schmeckt so lecker, wie es aussieht. Da spielte es auch keine Rolle, das im Orignialrezept grüner Spargel verwendet wird.
Und dann entdeckte ich vor einiger Zeit bei YouTube in einer Maggi-Werbung die Rosenmuffins. Das klang einfach und ich probierte das am Montag gleich mal aus. (Leicht abgewandelt, weil ich keine Tütengerichte vertrage.) Meinen Kollegen hat es geschmeckt und optisch war es auch eine Schau. Am besten wirken die Muffins mit Salamischeiben. Beim nächsten Mal versuche ich die Zucchini in runde Scheiben zu schneiden, das sieht optisch noch mehr nach Rose aus.