Liebenswerter Osterhase

Hat sich schon mal jemand Gedanken gemacht, wie der Osterhase entstand und warum ein Hase Eier legen kann? Die Antworten auf diese Fragen liefert der super sympathischen Werbespot von NETTO für Ostern, den ich gestern bei YouTube entdeckte. Da stimmt alles, die Geschichte, die schöne Animation und die Musik. So muss Werbung aussehen. Obwohl NETTO unter den Discountern keinen so guten Ruf genießt, schaut man sich das Filmchen gern auch öfter an.
Übrigens, gibt es zum Spot auch ein »Making of …«. Das finde ich mindestens genauso spannend.

 

Fernsehlosigkeit

Eine halbe Stunde …

… so lange haben wir in der vergangenen Woche ferngesehen. Gerade mal die Sendung Elefant, Tiger und Co. konnte uns vor die Glotze locken. Und selbst unser DVD-Konsum beschränkte sich auf Independence Day 2 am Samstag und eine Folge Zurück in die Vergangenheit am Sonntag. Es ist schon fast bedenklich, wie wenig ich noch fernsehe. Als ich noch allein lebte, lief der Fernseher den ganzen Abend und am Wochenende habe ich vor allem Sport geguckt. Da mein Mann mit Sportsendungen so gar nichts anzufangen weiß, habe auch ich mich in den letzten Jahren davon entwöhnt.

Das Gute ist, ich vermisse das Fernsehen nicht. Im Gegenteil, ich genieße es in aller Stille ein Buch zu lesen oder vor dem Computer zu sitzen und E-Mails oder Blogeinträge zu schreiben. Manchmal telefoniere ich auch mit der Familie oder Freunden, oder gehe Online-Shoppen. Bei dem Mist, der derzeit im Fernsehen läuft, ist das für mich klar die bessere Alternative.

Gesetz mit Haken

Seit gestern gilt ein neues Gesetz zum Recht der Arbeitnehmerüberlassung. Das soll vornehmlich die Rechte von Leiharbeitern und Fremdpersonal stärken. Das hört sich auf den ersten Blick sehr sinnvoll an und ich begrüße das im Grunde auch, weil mit Leiharbeit und Werksverträgen in Deutschland in den letzten Jahren sehr viel Schindluder getrieben wurde. Nur glaube ich, dass das Ganze wieder nach hinten los gehen wird und viele der Leiharbeiter, die jetzt noch beschäftigt sind, auf kurz oder lang ihren Arbeitsplatz verlieren werden. Denn das Gesetz schreibt den Arbeitgebern vor, dass Leiharbeiter in Zukunft nach 18 Monaten fest eingestellt werden müssen. Das klingt nach einer guten Idee. Nur glaube ich nicht, dass sich große ausländisch geführte Unternehmen darauf einlassen. Meine Erfahrung sagt mir, dass die Arbeitnehmer nach 18 Monaten wieder gehen müssen und dafür neue Leihkräfte angeheuert werden. Normalerweise haben Leihfirmen dann die Verpflichtung ihre Arbeitnehmer im Anschluss weiter zu vermitteln, was aber in vielen Fällen nicht wirklich getan wird. Meist bekommen die Betreffenden die Kündigung schon am Werktor in die Hand gedrückt. Mal davon abgesehen, dass Leiharbeit für mich immer ein bisschen nach Menschenhandel riecht. Denn die Leihfirmen kassieren kräftig für ihre Angestellten und geben es nicht an sie weiter. Außerdem muss man sich mal in die Lage des Leiharbeiters versetzen. Da hat man sich gerade eingearbeitet, hat vielleicht Gefallen am Umfeld gefunden und würde gern dort bleiben, muss aber wieder gehen, weil a das Gesetz es so verlangt und b der Arbeitgeber einen nicht fest einstellen möchte. Für Arbeitgeber rechnen sich langfristige beschäftigte Leihkräfte eigentlich nicht. Es wäre günstiger, sie von Anfang an fest anzustellen. Warum große Unternehmen das dennoch nicht machen, liegt einfach am Kündigungsschutz. Gerade amerikanische Firmen setzen auf Flexibilität und geben kurzfristig lieber mehr Geld aus, als langfristig jemanden einzustellen. Klingt unlogisch, ist es auch, aber ich habe das genau so erlebt.

Das ist aber nur die eine Seite der Medaille des neuen Gesetzes, denn es greift noch tiefer. Und das halte ich für umstritten. Mit dem neuen Arbeitsrecht verschärfen sich auch die Regeln für die Scheinselbständigkeit. Ich spreche hier nicht von den niedrig bezahlten Jobs in der Logistikbranche oder in Schlachtereien, wo Menschen dazu gezwungen werden, sich als Selbständige zu verdingen. Ich spreche eher von den Experten in der IT-Branche, die als Freelancer arbeiten und zwar freiwillig, weil sie die Vorteile genießen, wie freie Zeiteinteilung, keine Präsenzpflicht sowie den höheren Verdienst.

Ich war 15 Jahre lang freiwillig selbstständig und 15 Jahre lang schwebte das Damoklesschwert »Scheinselbstständigkeit« ständig über mir. Die Einstufung, was als selbstständig und was als scheinselbstständig gilt, war von Anfang an schwammig und dehnbar formuliert. Es ist nach wie vor eine Grauzone und ich glaube das jeder Selbstständige in seiner Laufbahn die Grenze schon einmal überschritten hat. Denn so einfach, wie sich das der Gesetzgeber vorstellt, ist es in der Praxis nicht. Man kann nicht zeitgleich für mehrere Firmen arbeiten. Man kann sich nicht teilen, wenn man von zwei Firmen zur gleichen Zeit angeheuert wird. Manchmal ist auch das Projekt für eine Firma größer, als das der anderen und schwupp, ist der festgelegte Anteil, den man für einen einzigen Arbeitgeber im Jahr arbeiten darf, überschritten. Dann kann ich nicht einfach aufhören und sagen, ich mache nächstes Jahr weiter. Neben den Festlegungen zu den benutzen Arbeitsmitteln und getrennten Räumlichkeiten, kommt nun ein neuer Punkt dazu. Für die Erledigung der Aufgabe soll der Freelancer jetzt nur noch eine Pauschale erhalten, damit er das Risiko, unter Umständen unwirtschaftlich zu arbeiten, selbst trage. Das heißt nichts anderes, als das Freelancer nicht mehr in Stunden abrechnen dürfen. Das ist wie ein Werksvertrag. Jeder Handwerker würde da nur mit dem Kopf schütteln. Das ist in etwa so, als dürfe der Fliesenleger nur das abrechnen, was auf seinem Kostenvoranschlag steht, auch wenn ein Mehraufwand entsteht, weil die Fliesen, die der der Kunde haben will, sich schlecht schneiden lassen. Das zählt dann als unternehmerisches Risiko. Das kann es doch nicht sein.

Die Gesetze zur Scheinselbständigkeit hat die Schröder-Regierung verbrochen, um den Missbrauch zu stoppen. Gut gemeint, aber absolut unpassend für Leute, die in der IT arbeiten und das freiwillig machen. Ich kenne einige, die das tun. Sie verdienen als Freelancer nicht nur mehr, als wenn sie angestellt wären, sondern möchten einfach kein Angestelltenverhältnis. Warum lässt man solche Leute nicht so arbeiten wie sie wollen? Das Hauptargument ist ja, das Freelancer das Sozialsystem umgehen, dafür nehmen sie aber bei jedem Auftrag 19 Prozent Umsatzsteuer für den Staat ein. Das sind Millionen, die jährlich von Selbstständigen in das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands fließen. Lösen ließe sich das, wenn man als Selbstständiger freiwillig in die Sozialversicherungskassen einzahlen dürfte. Ich hätte sehr gern in die gesetzliche Rente und in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt, aber das war schlicht nicht möglich, weil es der Gesetzgeber nicht vorsieht. Ich wäre auch lieber in der gesetzlichen Krankenversicherung geblieben, aber dort habe ich sowohl Arbeitnehmer- als auch Arbeitgeberbeitrag bezahlt und das war auf Dauer unrentabel, um es mal aus ökonomischer Sicht zu sehen.

Wie gesagt, das neue Gesetz ist ein zweischneidiges Schwert. Es möchte Gutes tun und Arbeitnehmer schützen, bestraft aber auf der anderen Seite viele, die eben nicht ins Muster passen. Vielleicht sollte man einfach eine Einkommensgrenze für Scheinselbstständigkeit festlegen. Wer über einem bestimmten Jahresgehalt liegt, tut dies aus freiwilligen Gründen und sollte nicht dafür bestraft werden. Und er sollte die Möglichkeit bekommen, in die Sozialversicherung einzuzahlen. Damit wäre allen geholfen.

Paradies 2.0

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 144 – »Verkünder des Paradieses« von Michael H. Buchholz

Es sollte der letzte Roman sein, den Michael H. Buchholz schrieb. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf, ist es schwer einen objektiven Blick zu behalten.

Mit dem Auftauchen der Memeter ereilt die Menschheit in NEO die dritte Invasion in Folge. Im Gegensatz zu den Vorangegangenen ist zumindest der Grund originell. Ohne die vorherige Sitarakh-Invasion und die Zerstörungen, die im Auftrag von Masmer Tronkh erfolgten, wäre die Thematik noch um vieles brisanter. Weil die Menschheit ihren Planeten heruntergewirtschaftet hat, soll sie von der Erde vertrieben bzw. ins »Paradies« verbracht werden. Wie auch immer dieses Paradies 2.0 beschaffen sein wird. Vielleicht ist es auch nur eine virtuelle Realität und die Menschen werden auf dem riesigen Memeterschiff in eine Art Matrix »verpackt«. Das ist eine Idee, die sogar in einem eigenständigen Roman außerhalb des Perryversums funktionieren könnte.

Der Autor vermag die Hilflosigkeit der Terraner sehr plastisch zu erzählen. Im Verlauf der Handlung tauchen Figuren auf, mit dessen Wiedersehen man nicht mehr gerechnet hatte, so wie Lionel Dahl, den verurteilten Assistenten von Bully. Wie immer versucht Michael H. Buchholz die Vorgänge wissenschaftlich genau zu erläutern, um Glaubhaftigkeit zu erzeugen und er stellt interessante Bezüge zur Historie her. Das gelingt ihm sehr gut.

Jedoch … die Manipulationen der Memeter an den Menschen sind so offensichtlich, das ich mich frage, warum die Verantwortlichen das nicht schon frühzeitig erkennen und etwas dagegen unternehmen. Andererseits, wenn die Memeter über soviel Macht verfügen, menschliche Gehirne zu manipulieren. Warum setzen sie Menschen für ihre Zwecke ein, um andere Menschen zu überzeugen? Warum hüllen sie die Erde nicht gleich in ein Strahlungsfeld und schalten die Menschheit gleichzeitig aus? Und warum lassen sie den Menschen so viel Zeit? Das sind nur ein paar der Fragen, die sich mir als Leser immer wieder stellten. Den Grund für die Invasion scheine ich zumindest erahnen zu können. Hinter den Memetern steht ANDROS, während ES mit den Liduuri kooperiert. Somit steht die Erde im Fadenkreuz einer Auseinandersetzung zwischen den beiden Superintelligenzen. Der Hauptgrund, warum es erneut das SOL-System trifft, kann eigentlich nur im Vorhandensein des Sonnenchasma liegen und am Halaton, das ja nach wie vor durch den Spalt sickert. Sicher werden wir in den nächsten Romanen die Antworten erfahren.

Für die emotionale Ebene sorgt diesmal der Handlungsstrang um Bully. Und genau dieser ist es auch, der mich spüren lässt, dass Michael von seinem nahen Tod wusste oder es zumindest erahnte. Die Gedanken, die sich Bully macht und der Herzinfarkt, der ihn auf den letzten Seiten ereilt, zeugen davon, dass sich der Autor intensiv mit dem Tod und dem Sterben auseinandergesetzt haben muss. Und tatsächlich macht er das so überzeugend, dass ich ein paar Tränen verdrückte.

»Verkünder des Paradieses« ist zwar nicht so herausragend wie sein letzter Band 133 »Raumzeit-Rochade«. Aber er enthält viele gute Ideen, die vielleicht sogar noch besser funktioniert hätten, wenn es die Sitarakh nicht gegeben hätte. So seufzen Leser wie Romanfiguren gleichsam darüber, dass der Erde schon wieder eine Invasion droht. Mit dem Wissen um den gesundheitlichen Zustand des Autors, in dem er den Roman verfasste, erlangen viele seiner Aussagen im Buch eine tiefere Bedeutung und das macht die eine oder andere Ungereimtheit im Plot wett. Ich bin zutiefst traurig, dass es keine Romane mehr von Michael H. Buchholz geben wird. Seine Fähigkeit wissenschaftlich Fundiertes in seinen Geschichten einzubringen und mit historischen Bezügen zu verknüpfen, machte die Genialität seiner NEO-Romane aus. Ich werde das sehr vermissen.

Düsterer Blick in die Zukunft

Quelle: Kino.de

Es war der Trailer zu Ghost in the Shell, der mich angefixt hatte und wegen dem wir ins Kino gingen. Optisch hatte mich die Vision der Zukunft überwältigt, und auch die Geschichte klang interessant und tiefgründig. Doch der Film entpuppte sich schnell als brutales und emotionsloses Actionkino. Sicher, es gab eine Vielzahl beeindruckender Effekte und guter Science Fiction, auch die Grundidee hinter der Geschichte, die sich erst im zweiten Teil des Filmes langsam heraus schält, ist nicht so platt, wie man anhand der Ballerei und des sinnlosen Gemetzels vermuten würde. Aber … und es ist ein großes aber … der Botschaft des Films mangelt es an Moral. Da ist ständig von Menschlichkeit die Rede, die verteidigt werden soll und doch handelt die Hauptfigur »Major« alles andere als das. Überhaupt, weder Protagonisten und Antagonisten handeln menschlich. Da wird erst geschossen und dann Fragen gestellt. Die einzig menschliche Szene kommt am Schluss als sich Mutter und Tochter gegenüberstehen. Doch danach macht Major weiter wie zuvor. Als wäre es ein legitimes Mittel, aus Rache oder Gerechtigkeit zu töten.

Der Film zeigt in durchaus beeindruckenden aber auch verstörenden Bildern eine Zukunft, in der ich nicht leben möchte. Einige Einstellungen waren richtig gruselig. Eine Welt in der Vernetzung und körperliche Optimierung erstrebenswert sind; eine Welt ohne Natur, die nur auf Technologie setzt; eine Welt die einerseits extrem fortschrittlich und andererseits zutiefst rückwärtsgewandt ist. Eine Welt in der der Mensch nichts mehr zählt. Im Grunde greift die Handlung die Tendenzen unserer Gegenwart auf und extrapoliert sie in die Zukunft  – ein wahrer Alptraum von Cyberpunk. Manche sprechen von einem Vorläufer zu Matrix.

Überzeugt hat mich dagegen Scarlett Johansson. So viel Emotionslosigkeit muss man erst einmal rüberbringen als Schauspielerin und das mit einer Natürlichkeit, die ihres gleichen sucht. Auch die Visualisierungen sind hervorragend gelungen. Allein die Aussage des Films gegenüber der literarischen Vorlage geht in den bisweilen unnötigen Gewaltorgien unter, leider.

Wer Action mag und auf Mord & Totschlag steht, wird Gefallen an dem Film finden. Wer ein wenig mehr erwartet und auf eine Botschaft zwischen den Zeilen hofft, wird bei Ghost in the Shell vergeblich warten.

Hinzu kam, dass wir noch ein weiteres Problem mit dem Film hatten: das leidige Thema 3D. Umweltfreundlich wie wir sind, nehmen wir unsere 3D-Brillen immer wieder her. Warum soll ich mir bei jedem Kinobesuch eine neue Brille kaufen? So brachten wir auch dieses Mal unsere Brillen ins Kino mit. Schon beim Aufsetzen hatte ich das Gefühl, dass etwas nicht stimmte. Aber ich dachte mir noch nichts dabei, weil die Cyberumgebung ohnehin etwas verwirrend war. Je länger der Film dauerte, desto unangenehmer wurde der Effekt. Da war der Hintergrund vorn und die agierenden Personen hinten. Ich nahm irritiert die Brille ab und fragte meinen Mann, ob er das auch so sehen würde. Er war sich nicht sicher. Da diese Brillen mit Polarisation arbeiten, stellte ich einige Versuche an und siehe da, wenn ich mir die Brille verkehrtherum aufsetzte, verschwand der irritierende Effekt und das Bild war gewohnt dreidimensional. Auch mein Mann setzte seine Brille verkehrt herum auf und bestätigte meine Wahrnehmung. Nach dem Kino berichteten wir an der Kasse von unserer Erfahrung und die junge Dame erklärte uns, dass man das »System« getauscht hat und die alten Brillen nicht mehr wirken. Sie entschuldigte sich vielmals und reichte uns kommentarlos zwei neue Brillen. Das fand ich gut. Ich bekam auch wieder eine, die man an die Brille heften kann, für Brillenträger optimal. So sind wir für den nächsten 3D-Streifen gerüstet. Hoffentlich ist der besser.

Jubiläumsbeitrag zum 900.

Ich bin selbst ein wenig überrascht von der Zahl, aber dies hier ist mein 900. Blogeintrag.

Wahnsinn!

Sicher war nicht alles wichtig, über was ich in den vergangenen zweieinhalb geschrieben habe. Und das Wenigste davon war brillant. Über einiges würde ich heute vielleicht auch nicht mehr bloggen, aber allein die schiere Menge an Text ist unglaublich. Der füllt inzwischen einen kompletten Aktenordner. Ich weiß das so genau, weil ich den Blog für meine Eltern ausdrucke, damit sie ihn dann ganz altmodisch auf Papier lesen können.

Jeden Tag bloggen, kann mitunter anstrengen, besonders wenn der Tag stressig war. Aber gerade dann hilft mir das Schreiben um runterzukommen. Es pustet das Gehirn frei von den Gedanken, die sich den Tag über festgesetzt haben und die man daheim eigentlich nicht braucht und auch nicht haben will. Ganz egal, ob es sich um Ärger während einer Bahnfahrt handelt oder um Probleme des Alltags. Nach dem Verfassen eines Blogeintrag sind die Gedanken nicht mehr so präsent, weil sie von der Kreativität des Schreibens verdrängt wurden. Damit ist das Schreiben eines Blogeintrag für mich weniger Stress denn Entspannung.

In dem Sinne auf die nächsten 900 Beiträge. Für den 1000. muss ich mir aber wirklich was besonderes einfallen lassen.

Vorfreude auf Valerian

Ein optischer Augenschmaus erwartet die Science Fiction Fans im Sommer. Dann nämlich kommt Luc Bessons Valerian – die Stadt der tausend Planeten in die Filmtheater. Der Streifen nach Motiven des französischen Comics Valerian und Veronique scheint ein echter Hingucker zu werden, wenn man nach dem Trailer urteilen mag. Das ist sicher auch ein Film, den man in 3D gesehen haben muss. Ich freue mich jedenfalls schon sehr darauf. Denn der Name Luc Besson steht seit Das fünfte Element für intelligentes und spannendes Kinovergnügen. Der Film war damals übrigens der Erste, den ich mir auf DVD gekauft habe.

https://www.youtube.com/watch?v=Ogf2uuTo0LE

Neues von SOL und Newsletter

Das Cover zeichnete Stefan Böttcher

Das Layout der SOL, dem Mitgliedermagazin der Perry Rhodan FanZentrale, ist so gut wie fertig und den Newsletter vollende ich am Freitag. Ich hoffe, dass die Themen in beiden Publikationen den Perryfans gefallen werden.

Die SOL 86 steht unter dem Schwerpunkt »Fanszene«. Neben einem Artikel zu Stefan Wepil, einem autistischen Künstler, der versucht das Perryversum zu visualisieren, erwartet die Leser eine Geschichte um ausgebrannte Zellaktivatoren und ihre Träger, ein Interview mit Martin Ingenhoven und seinem Heftehaufen und Raimund Peter erzählt, wie die »Festung der Inquisition« entstand. Die Perry Rhodan-Biografie von Angelika Rützel findet ihre Fortsetzung genauso, wie ein neues Unterwegs-Abenteuer mit Gucky. Um Inhaltliches geht es nicht nur in den Kolumnen »Das Echo von Thez« und »NEOisiert«, sondern auch im Werkstattbericht von Uwe Anton zu »TERMINUS«. Zum ersten Mal bringt die SOL exklusive Informationen zu einer aktuellen Publikation der PERRY RHODAN-Serie. Darauf bin ich ganz besonders stolz.

Auch der Newsletter enthält exklusives Material zu PERRY RHODAN. Chefredakteur Klaus N. Frick erklärt in den »Terra News« wie es bei NEO im Exposéteam weitergeht. Im Interview befragen wir Ralf Boldt über seine Aufgabe als Schriftführer der PRFZ und über den Deutschen Science Fiction Preis. Alexandra Trinley teilt nicht nur ihre persönlichen Erfahrungen vom diesjährigen Kurzgeschichten Seminar in Wolfenbüttel, sondern spricht auch mit Olaf Kutzmutz über seine Arbeit an der Bundesakademie für Kulturelle Bildung. Außerdem erfahren wir von Michelle Stern ein wenig über die Enkelin Perry Rhodans – Farye Sepheroa. Dazu gibt es in den bekannten Rubriken wieder Neues aus der PRFZ und der PR-Redaktion.

Wenn alles gut geht, landet die SOL 86 Anfang Mai in den Briefkästen der Mitglieder. Der Newsletter erscheint schon einen Monat früher, in der ersten Aprilwoche. Für diejenigen, die jetzt Lust bekommen haben und noch nicht Mitglied der PRFZ sind, können sich auf der Homepage der PRFZ anmelden.

Steckerlfischer

regionale Bräuche

Heute gibt es mal wieder ein Highlight aus der Rubrik »Sprachunfälle«.

In der Gegend in der ich wohne, gibt es seltsame Bräuche, zum Beispiel »Fischerstechen«.

Den Begriff »Steckerlfisch« habe ich schon gehört. Das ist ein Fisch am Spieß über dem Feuer gebraten. Was es aber genau mit dem »Fischerstechen« auf sich hat und wer da wen sticht oder ersticht, dass weiß ich nicht so genau, aber es klingt ziemlich blutig. Vielleicht ist es so eine Art Angler am Spieß – zwecks ausgleichender Gerechtigkeit?

Da das Ganze nur bei guter Witterung stattfindet, nehme ich an, dass es sich um eine »Outdoor«-Aktivität handelt. Wahrscheinlich um so eine Art Lanzenstechen in Booten. Das hört sich spannend an, wenn … ja wenn dabei nicht auch noch »zünftige Blasmusik« gemacht würde. Das wiederum ist für mich ein Grund dort nicht aufzutauchen. Es reicht schon mitzubekommen, wenn bei uns die Straße rauf im Hotel mal wieder Heimatabend ist … dann gehe ich doch lieber auf ein Punkrockkonzert.

Michl erklärt die Welt

Quelle: Amazon

Entdeckt habe ich das Buch im Bücherregal meiner Schwägerin, und da sie es bereits gelesen hatte, durfte ich es mir ausleihen. (Sowas geht halt nur mit echten Büchern und nicht mit E-Books.) Zurück zum Eigentlichen.

Michael Mittermeier sah ich zum ersten Mal im Quatsch Comedy Club auf Pro 7. Das muss Mitte-Ende der Neunziger gewesen sein, als ich Studentin war und lange aufbleiben konnte. Denn der Quatsch Comedy Club kam sehr spät am Abend. Ich fand den bayrischen Stand-up-Comedian von der ersten Minute an klasse. Da passte nicht nur jede Pointe sondern auch die Mimik. Fast alle seine Programme habe ich im Fernsehen angeschaut und ich kann mich auch noch gut an sein Bühnenjubiläum erinnern, bei dem er Gratulationen von William Shatner alias Captain Kirk und Nichelle Nichols (Uhura) bekam. Ich glaube sogar zu wissen, dass die Show im ARRI-Studio in München aufgezeichnet wurde. Leider arbeitete ich damals nicht mehr dort, sonst hätte ich mir Michael Mittermeier sicher mal live angesehen.

Sein Buch finde ich aber glatt noch besser. Da kann man die Geschichten einfach länger auf sich wirken lassen. Im Showprogramm kommt ja meist gleich die nächste Pointe hinterher. Beim Lesen hat man einfach mehr Zeit den Witz sacken zu lassen und hat mehr von den lustigen Geschichten, die er mit großer Natürlichkeit erzählt. Er ist als Autor genauso wie als Comedian. Und das Buch ist ein Showprogramm in schriftlicher Form. Nicht alles ist superwitzig, zwischendrin gibt es nachdenkliche Passagen, in denen der Autor dem Leser einen Blick in die Person Michael Mittermeier gestattet. PERRY RHODAN-Autor Leo Lukas wird erwähnt und natürlich steht einiges über STAR TREK geschrieben.

Besonders gut gefielen mir die Kapitel über New York City. Ich habe dort auch mal ein halbes Jahr gelebt und kann das, was er erzählt, eins zu eins bestätigen. Ich hatte allerdings mehr mit Mäusen zu kämpfen als mit Monsterkakerlaken. Und ich stand damals auch vor dem »Limelight« in NYC und wunderte mich, warum Abends vor einer Kirche Menschenschlangen anstanden, bis man mir erklärte, dass das eine angesagte Disko sei.

Wer den Humor von Michael Mittermeier mag und mal wieder herzhaft lachen möchte (derzeit gibt es wenig zu Lachen), dem empfehle ich einen Blick in das zweite literarische Werk des Comedystars. Ich verspreche, dass niemand es bereuen wird.