Spannende Military SF

Quelle: Amazon

Endlich habe ich PRISMA von Margaret Fortune gelesen. Den Vorgängerroman New Sol hatte ich an dieser Stelle schon besprochen. Die Handlung von PRISMA baut auf dem ersten Roman auf, unterscheidet sich aber signifikant vom Debutroman der Autorin. Sie nimmt eine Hauptfigur aus dem ersten Roman und erzählt deren Geschichte weiter:

… Fast ein Jahr ist seit der Explosion der Raumstation NEW SOL vergangen. Der Krieg gegen die Schatten ist allgegenwärtig. Die Ghule, unsichtbare geisterhafte Lebewesen, setzen sich in immer mehr Menschen fest und okkupieren deren Körper und Geist, ohne dass diese es bemerken. Dort ernährt sich der Parasit so lange, bis der »Besatzer« nach drei Jahren ausgebrannt ist und elendig stirbt. In der Zwischenzeit haben die »Besatzer« aber viele neue Ghule freigesetzt und setzen alles daran, sich über die Galaxis zu verbreiten. Trotz gravierender Sicherheitsmaßnahmen wird Planet um Planet infiziert und muss mit Energieschilden abgeriegelt werden.

Michael Sorenson ist immer noch verbittert, dass seine Freundin Lia sich für ihre Mission und nicht für ihn entschieden hat. In seiner Trauer und seiner Wut hat er sich als Wächter gemeldet. Nachdem die Schatten die Planeten des Sternenbunds überrennen und jeden Menschen besetzen, der nicht rechtzeitig fliehen kann, hilft Michael Überlebende von Raumstationen und Planeten zu evakuieren. Nach einer Rettungsaktion, in der er sein Leben riskiert, wird er von einer geheimen Forschungseinrichtung rekrutiert. Die Wissenschaftler entwickeln dort Waffen und Strategien, um die übermächtigen Schatten (in Form von Ghulen und Besatzern) zu bekämpfen. Die Forscher benötigen gut ausgebildete Soldaten, um die Neuentwicklungen zu testen. Die Einsätze sind gefährlich, bringen Michael aber auf andere Gedanken und verschaffen ihm neue Freunde. Wenn da nicht ein Saboteur wäre, der es auf die Forschungseinrichtung abgesehen hat und von dem nur er Kenntnis hat.

Mit dem finalen Durchbruch – der Entwicklung einer Massenvernichtungswaffe gegen die Schatten – schöpft nicht nur Michael Hoffnung, dass die Menschheit den Krieg gewinnen kann. Doch kurz vor dem großen Finale schlägt der Saboteur ein weiteres Mal zu …

PRISMA ist eindeutig ins Genre der Military-SF einzuordnen. Der Roman erinnert an einschlägige TV-Serien wie Space 2063 oder Battlestar Galactica. Die Gegner sind jedoch mehr als ungewöhnlich. Michael und seine Kameraden müssen im Kampf gegen die Ghule große Opfer bringen. Der Autorin gelingt es, das Szenario äußerst spannend zu beschreiben. Vielen Autoren hätte das als Plot genügt. Nicht so Margaret Fortune. Sie bringt mit dem Saboteur eine zweite Ebene in die Handlung ein, die sich als komplexer Thriller herausstellt und anders entwickelt, als man es erwartet. Damit hielt sie mich bis zum Schluss in Atem. Am Ende überraschte sie mich mit einer ungewöhnlichen Auflösung, die bereits die nächste Geschichte vorbereitet.

Wie schon bei New Sol ist auch bei PRISMA stilistisch noch Luft nach oben. Die Formulierung »ich lasse« in vier hintereinander folgenden Sätzen zu verwenden, finde ich etwas unglücklich. Die Handlung ist im Ich-Präsenz aus der Sicht von Michael erzählt, enthält aber auch einige Kapitel im Präteritum, aus der Sicht der obersten Lenker des Sternebundes. Hier hätte ich mir mehr Informationen zur politischen Struktur gewünscht. Die Autorin erklärt zwar das eine oder andere, aber nicht so ausführlich, wie man es in der Science-Fiction-Literatur gewohnt ist. Auch bei der Figurencharakterisierung ist noch nicht alles perfekt. Außer Michael werden viele Figuren nur angerissen, man hat so gut wie kein Bild von ihnen. Dass sie im Fortgang der Handlung nur mit dem Nachnamen angeredet werden, macht es umso schwerer sie auseinanderzuhalten. So hat auch die Übersetzerin hin und wieder die Geschlechter der Figuren verwechselt. Wobei ich irgendwann aufgegeben habe, dem nachzuspüren, weil es für die spannende Handlung ohnehin nicht relevant ist. Michaels Entwicklung ist dagegen sehr anschaulich dargestellt. Positiv fand ich auch die vielen starken weiblichen Charaktere. Was insbesondere für junge Frauen interessant sein könnte, die sonst mit Military SF nicht so viel am Hut haben.

Margarete Fortune ist es mit PRISMA gelungen, ein eigenständiges Universum zu bauen, das jedoch noch viele weiße Flecken hat. Aber die Autorin hat noch drei weitere Romane, um die Lücken zu schließen. Trotz der stilistischen Ungereimtheiten ist der Plot so spannend, dass man locker darüber hinweg sehen kann. Für Fans klassischer Science Fiction und besonders für Fans von Military SF ist PRISMA unbedingt zu empfehlen.

Bahn ins Stromgeschäft

Auszug aus einer E-Mail

Da erreichte mich letztlich eine E-Mail von der Deutschen Bahn, die mich etwas in Erstaunen versetzte. Nein, es ging nicht um Fahrplanangebote, ein Gutschein war es leider auch nicht. Es war eine Werbemail, in der die Deutsche Bahn als Stromanbieter auftrat.

…? Richtig gehört, die Deutsche Bahn verkauft jetzt auch Strom, sogar einhundert Prozent Ökostrom. Und ich als BahnCard-Inhaberin sollte eine Preisgarantie bekommen, wenn ich noch in diesem Monat zu DB Strom 24 wechsle.

Ich wusste ja, das die Deutsche Bahn seit dem geplanten Börsengang an vielen weiteren Geschäften weltweit beteiligt ist, an Luftfracht und Schifffahrtsrouten. Aber, dass die jetzt auch Strom verkaufen, war mir neu.

Ganz ehrlich! Vielleicht sollte sich die liebe Deutsche Bahn mal auf ihr Kerngeschäft konzentrieren; Menschen und Fracht auf der Schiene möglichst schnell, ohne Verspätungen und Zugausfälle von A nach B zu befördern. Vielleicht auch mal darum, die Fahrpläne besser aufeinander abzustimmen und alle Städte gleich gut anzubinden und nicht nur die Großstädte. Damit wäre viel erreicht. Und auch mir wäre mehr geholfen, als mit einem günstigen Stromtarif.

Aus der Seele eines Serienkillers

Quelle: Dorgon.net

DORGON Band 101 »Schwarze Seele« von Roman Schleifer

Nach der Lektüre des Manuskriptes war ich etwas verstört. Ich hatte einen handfesten SF-Roman erwartet, bekam aber stattdessen einen Mix aus Thriller und Lovestory, der genauso gut auch auf der Erde unserer Gegenwart spielen könnte.

Ohne Frage, die Geschichte um einen Serienkiller und einer Ermittlerin bei der Polizei ist spannend geschrieben und man bangt bis zum Ende mit der Protagonistin, dass sie den Typen endlich das Handwerk legt. Aber meine Erwartungshaltung war eine andere. Den SF-Anteil finde ich zu aufgesetzt. Das hat für mich nicht richtig funktioniert, weil der Planet Cluver und seine Bewohner eine Spur zu Menschenähnlich waren. Einerseits hatte sich der Autor exotische Bezeichnungen für Blumen, Obst oder andere Dinge ausgedacht, an anderer Stelle tauchen dann aber plötzlich Orangen oder Schokolade auf, aber auch technische Dinge wie Autos, Handys oder Hubschrauber, die dann auch genauso bezeichnet werden. Das hat mich etwas verwirrt, weil es einfach nicht zu dem phantastischen Setting passen wollte.

Sehr gut geschildert war dagegen die Innenansicht des Serienkillers, wie er schon als Junge damit begann zu morden. Bei der weiblichen Hauptfigur melde ich Zweifel an. Da waren einige Reaktionen dabei, die für mich als Frau nicht stimmig waren. Zuerst ist sie total misstrauisch und dann springt sie mit einem Triebtäter ins Bett, obwohl ihre Instinkte Alarm schlagen …

Wer auf Sex und Crime steht, wird mit dieser Geschichte glänzend unterhalten. Wer aber so ein empfindliches Gemüt wie ich hat, der wird sich vor den Handlungen des Täters gruseln. Das ist nichts für Weicheier. Spannend ist es allemal.

Wer möchte, kann sich die Geschichte als kostenloses E-Book hier herunterladen.

Das andere Star Trek

Auf den gestrigen Abend hatte ich mich richtig gefreut. Es war so wie früher, als neue Star Trek-Folgen im Abendprogramm liefen. Nun ist The Orville nicht Star Trek, aber irgendwie ist die Serie es dann doch. Die Gesprächsthemen der Besatzungsmitglieder sind etwas ungewohnt, aber die Mischung aus Comedy und SF-Serie gefiel mir gut. Eben weil die Handlung der Folgen nicht der Lächerlichkeit geopfert werden, sondern weil sie richtige Geschichten erzählen, die höchst ungewöhnlich sind. Die Vielzahl der Star Trek-Darsteller, die in den ersten beiden Folgen auftauchten, war erstaunlich, und auch die Macher hinter der Kamera sind für Star Trek Fans keine Unbekannten.

Mir haben die ersten beide Folgen sehr gut gefallen und ich habe mich seit langem mal wieder gefühlt wie in den 90ern. Das einzige nervtötende beim Zuschauen ist die Werbung. Die war früher auch mal besser. Jetzt wird fast nur noch für irgendwelche Internetseiten und Veranstaltungen geworben, nicht mehr für Produkte. Das finde ich schon ein bisschen seltsam. Wahrscheinlich fiel mir das nur deshalb auf, weil ich seit langem kein Fernsehen mehr gucke, sondern nur noch Serien und Filme aus der Konserve.

Das wird sich in den nächsten Wochen wohl ändern, denn heute Abend startet auch die neue Staffel von Akte X. Wieder eine Serie aus den 90ern, die ich damals mit großer Leidenschaft verfolgt habe.

Hoffentlich mutiere ich bei dem derzeitigen Fernsehprogramm nicht noch zum Fernsehjunkie.

Strandspaziergang am See

Es ging ein schneidend kalter Wind. Weil die Sonne so schön schien, wollten wir dennoch einen Spaziergang machen. Ich schlug vor, zum See zu gehen.

Im Winter ist der See am Strandbad besonders schön. Blesshühner und Enten tummeln sich im Wasser. Das Schilf am Ufer hat eine goldene Färbung und wenn die Sonne vom blauen Himmel scheint, so leuchtet der See wie ein blauer Spiegel.

Nicht so an diesem Samstagvormittag. Der Wind aus Osten blies so heftig, dass die Oberfläche des See unruhig wie ein Ozean war. Wellen schlugen mit lautem Getöse gegen den Strand. Das Wasser hatte schon einen Teil des Ufers abgegraben. Laub und Holzstücke schwammen in der Brandung. Die Enten saßen am Ufer und betrachten skeptisch das aufgewühlte Wasser. Nur die Blesshühner ließen sich auf den Wellen treiben.

Zudem war es bitter kalt. Wenn es noch ein paar Tage so kalt blieb, würde der See zufrieren. Doch momentan schlugen die Wellen gegen die Treppen und Mauern, Gischt spritzte auf und der Lärm war ohrenbetäubend. Ich kam mir vor wie bei einem Strandspaziergang am Meer. Nur das es viel zu kalt war, um mit den Füßen durchs Wasser zu waten. Ich blieb staunend stehen, machte ein paar Fotos und filmte. So hatte ich den See noch nie gesehen.

Als wir zehn Minuten später zurückgingen, den Wind im Rücken, die Sonne von vorn, hatte ich mir die Haut im Gesicht erfroren. Den restlichen Tag schmierte ich mich mit Creme ein, um das Brennen zu mildern. Drum merke: starker Wind und zweistellige Minusgrade sind nicht gut für die Haut.

PERRY RHODAN YouTube-Kanal

YouTube-Videos sind bei Jugendlichen heutzutage beliebter als Fernsehen. Um als Firma oder Verlag diese Zielgruppe zu erwischen, braucht man zwangsläufig einen YouTube-Kanal auf dem regelmäßig neue Videos hochgeladen werden. Das gilt selbstverständlich auch für die PERRY RHODAN-Redaktion.

Videos auf YouTube gibt es bei PERRY RHODAN schon länger. Jetzt jedoch startet die Redaktion mit monatlich erscheinenden Clips durch. Verantwortlich für die Beiträge ist mein guter Freund und Autoren-Kollege Ben Calvin Hary, der in den letzten Monaten durch seinen eigenen YouTube-Kanal auf sich aufmerksam machte. Ben kennt sich nicht nur sehr gut mit der PERRY RHODAN-Serie aus, sondern auch mit all dem anderen nerdigen Zeug. Außerdem arbeitete er beim Radio und weiß als Online-Redakteur die Möglichkeiten des Internets auszuschöpfen.

Ich finde, er macht seine Sache ziemlich gut. Deshalb werde ich ab jetzt regelmäßig reinschauen, was es im YouTube-Kanal der PERRY RHODAN-Redaktion Neues gibt.

Hier kommen schon mal die ersten Beiträge.

Ein Alien im Dschungel der Religionen

Quelle: Amazon

Jeder kennt sie oder hat zumindest schon mal einen Ausschnitt gesehen – Filme »Made in India«.

Bollywood – so bezeichnet man die größte Filmindustrie der Welt. Hier werden mehr Filme produziert als irgendwo sonst. In Bollywoodfilmen geht es meist um Liebe und es wird gesungen und getanzt was das Zeug hält. Das ist in Europa nicht unbedingt Massentauglich, findet aber auch hierzulande seine Fans.

2014 produzierte Rajkumar Hirani den erfolgreichsten indischen Film aller Zeiten, in dem es – um was sonst – natürlich um Liebe geht. Aber PK – Andere Sterne andere Sitten ist auch so etwas wie ein Science-Fiction-Film, in dem ein Außerirdischer mit der religiösen Kultur der Menschen konfrontiert wird.

Ich habe mir das Machwerk angesehen und bin total begeistert. Im Grunde geht es um die Suche nach Gott, in die der Alien PK (Aamir Khan) verwickelt wird. Weil jemand sein Amulett stielt, mit dem er sein Raumschiff rufen kann, ist er auf der Erde gestrandet. Jeder, dem er begegnet und den er nach dem Amulett fragt, gibt ihm nur eine Antwort: »Dir kann nur Gott helfen.« Also macht sich PK auf die Suche nach Gott. Muss aber schnell feststellen, dass die Menschen an viele Götter glauben und das deren Stellvertreter sich nicht so göttlich verhalten, wie sie es sollten. In Jaggu (Anushka Sharma) einer jungen TV-Reporterin findet er eine Freundin, die ihn bei seiner Suche unterstützt. Als PK am Ende nach Hause zurückkehrt, hat er von den Menschen eines gelernt: zu lügen. Die Menschen jedoch haben durch ihn erfahren, dass Gott nicht immer der ist, den die Religionen dazu gemacht haben.

Die Darsteller Aamir Khan und Anushka Sharma spielen grandios. Die verzwickte Geschichte ist gespickt mit komischen Szenen und einem Augenzwinkernden Blick auf die indische Kultur. Als Europäer bekommt man einen guten Eindruck, wie diese Kultur funktioniert und das sie sich in vielerlei Hinsicht nicht von der europäischen unterscheidet. Die großen Gefühle kommen in dem Film auch nicht zu kurz. Denn um Jaggu und PK entspinnt sich eine wunderbare Liebesgeschichte, die nur für einen von beiden in einem Happy End mündet. Im Fokus des Streifens stehen jedoch die Weltreligionen. Produzent und Regisseur Rajkumar Hirani gelingt es, sie allesamt kritisch zu hinterfragen, ohne die Religionen zu verleumden oder die Existenz Gottes in Frage zu stellen.

PK – Andere Sterne andere Sitten ist ein großer Spaß mit vielen Wahrheiten und einem Blick auf das Indien des einundzwanzigsten Jahrhunderts. Selbst die Gesangseinlagen und Tanzszenen halten sich während der 147 Minuten in Grenzen. Das der Film in Brügge beginnt und die belgische Stadt von ihrer schönsten Seite gezeigt wird, ist ein zusätzlicher Leckerbissen für die europäischen Filmfans.

Leider gibt der Trailer den Kern des Filmes nicht im Mindesten wieder. Schade!

Mord im Hyperraum

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 168 – »Die MAGELLAN-Morde« von Kai Hirdt

Ein Mord geschieht auf der MAGELLAN, ausgerechnet als sich hunderte von Gaids an Bord befinden. Die wollen sichergehen, dass das Kombinat aus Paddlerplattform und Raumschiff so schnell wie möglich aus »dem hellen Kopfrund« verschwindet. Das Misstrauen der Gaids nach dem Fehltritt der Menschen verwandelt sich durch den Mord in gefährliche Hysterie. Sie drohen die Plattform mitsamt der MAGELLAN zu vernichten, sollten die Menschen den Mörder nicht ausliefern. Rhodan und seine Experten rätseln noch, wie das ungewöhnliche Verbrechen passieren konnte, da wird ein weiterer toter Gaid gefunden. Die Hinweise verdichten sich, dass die Mutantin Tani Hanafe hinter den Verbrechen steckt. Grund genug für Tim Schablonski Partei für seine Exfreundin zu ergreifen und selbst zu ermitteln.

Mit einem fulminanten Kriminalroman setzt Kai Hirdt die Handlung um die Gaids fort, die Madeleine Puljic so wunderbar eingeführt hatte. Das Ganze liest sich wie aus einem Guss, nicht ganz verwunderlich, da beide Autoren schon seit einiger Zeit nicht nur literarisch gemeinsame Wege gehen. Kai Hirdt gelingt es auch dieses Mal die Charaktere äußerst lebendig zu gestalten. Der Roman wird ausschließlich aus der Perspektive von Tim Schablonski erzählt. Dabei ist es ein Vergnügen zu erfahren, was er über seine Mitmenschen und die etwas nervigen Gaids denkt.

Gleichsam ist der Kriminalplot unheimlich spannend, ohne die bisherige Staffelhandlung zu vernachlässigen. Der Autor verwebt alles so gut miteinander, dass man bis zum Ende mitfiebert. Es gibt auch keine Logikbrüche oder Plotholes. Selbst die Auflösung ist so originell wie schlüssig. Dank einer bemerkenswerten Eigenschaft der Gaids können Rhodan und seine Mannen sich von ihren Bewachern befreien und in die Ödnis vorstoßen. Was sie dort finden, verspricht genug Spannung für die verbliebenen beiden Romane der Staffel.

Im Epilog findet dann auch der Konflikt um Hak Gekkoor und Faktor II seinen finalen Höhepunkt. Die Szene hat mich sehr überrascht, hatte ich doch frühesten in Band 170 mit einer Auflösung gerechnet. Das kam für meinen Geschmack etwas plötzlich und hatte keinerlei Bezug zur restlichen Romanhandlung.

Fazit: »Die MAGELLAN-Morde« ist ein makelloser Roman, mit einem gut konstruierten Kriminalplot, in den der Autor sehr viel Hirnschmalz gesteckt hat. Durch lebhafte Figuren und Wortwitz macht Kai Hirdt die Lektüre zu einem einzigen Vergnügen. Gemeinsam mit NEO 167 gehört dieser Band mit zu den Stärksten der MIRONA-Staffel.

Ein »Findet Nemo« Aquarium

Heute war ich auf einer Schulung in der Nähe von Rosenheim. Die Software-Schmiede ist in einem modernen Gebäude untergebracht. Im Foyer gibt es neben einer Kaffeebar noch einen Kicker und ein großes Aquarium.

Letzteres ist ein richtiger Blickfang. Mit einem kleinen Korallenriff und jeder Menge bunter Fische sieht es aus, als käme es direkt aus dem Film »Findet Nemo«. Da waren drei Clownfische, bei einem könnte man denken, es handele sich um Nemo. Aber auch ein Doktorfisch, der aussah wie Dorie, schwamm durch das Becken.  Eine Mitarbeiterin erklärte mir in der Pause, dass irgendwo noch eine Muräne lauern würde.

Ich war jedenfalls begeistert. Obwohl ich daheim lieber kein Aquarium haben möchte. Das muss ständig geputzt und gepflegt werden. Außerdem benötigt ein solches Salzwasseraquarium auch noch Licht, eine Heizung und weitere Geräte, um den Fischen eine intakte Umwelt zu bieten. Den Aufwand möchte ich nicht betreiben. Dann doch lieber eine DVD einschieben, um Fische in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten.

Ein paar Fotos konnte ich mir aber dennoch nicht verkneifen.

Zeit für Henry

Handschriftlicher Titel

… so lautet der Arbeitstitel des Science Fiction-Romans an dem ich derzeit arbeite.

Inzwischen habe ich mir auch Zeit für die Geschichte nehmen können. Nachdem ich in den letzten Wochen die Szenenplanung ausgearbeitet habe, konnte ich nun endlich mit dem Schreiben beginnen.

Aber irgendwie geht es noch ziemlich zäh. Ich muss immer daran denken, die Szene umzusetzen, ohne dabei das Drumherum zu vergessen. Damit tue ich mich zur Zeit ziemlich schwer. Jetzt wo ich weiß, was passieren muss, worüber die Charaktere sprechen oder was sie denken, lasse ich sie ständig in »Weißräumen« agieren. Und muss anschließend mühsam den Hintergrund ergänzen. Das nervt mich irgendwie. Bei meinem letzten Roman habe ich keine so ausführliche Szenenplanung gemacht und da klappte das mit dem Drumherum irgendwie von selbst.

Habe ich jetzt zu viel geplant oder zu wenig? Diese Frage stelle ich mir momentan. Oder muss ich erst richtig in den Schreibfluss eintauchen, bis es von alleine kommt? Hm! Ich weiß es nicht. Zumindest habe ich mir über das Schreiben noch nie so viele Gedanken gemacht, wie in den letzten Tagen. Vielleicht sollte ich doch wieder drauflos schreiben. ohne so viel nachzudenken.

Zumindest konnte ich die ersten beiden Kapitel mit insgesamt 25.000 Zeichen fertigstellen. Bleiben nur noch 38 weitere Kapitel.