Haariges am Samstag

Ein Novum – Ich war gestern zum ersten Mal bei einem Frisör, ich meine bei einem männlichen Vertreter der Gattung. Bisher bin ich immer von Frisörinnen frisiert worden. Was soll ich sagen: ich war überaus zufrieden.

Normalerweise schneidet mir daheim die Nachbarin die Haare. Weshalb ich schon seit Jahren keinen Frisörsalon aufsuchen musste. Nun bin ich aber in der letzten Zeit nicht oft heim gekommen, und sah inzwischen aus wie ein aufgerupfter Polsterstuhl. Morgens auch mal wie ein Punk mit Lockeniro. Weil ich aber beim Seminar in Wolfenbüttel einigermaßen vernünftig aussehen wollte, entschloss ich mich dann doch kurzerhand im Ort mal nach einem Termin zu fragen.

Am Montag hätte ich den ganzen Tag Zeit, nur haben in der Gegend alle Frisörsalons Montags geschlossen. Hm! Unter der Woche einen Termin nach 17 Uhr zu bekommen, ist so gut wie aussichtslos. Außerdem will ich nicht extra Urlaub nehmen müssen, nur um zum Frisör zu gehen. Ich hatte mich schon damit abgefunden, wie ein abgehalfterter Punk nach Wolfenbüttel zu fahren. Doch dann fragte ich Samstagvormittag in dem kleinen Salon am Marktplatz nach und der junge Mann meinte, es hätte gerade jemand abgesagt und wenn ich aufs Föhnen verzichten würde, könne er mich einschieben. Ich föhne meine Haare nur im Winter nach einem Schwimmbadbesuch, ansonsten lasse ich sie so trocknen. Also war das kein Problem für mich. Somit kam ich schneller zu einem Haarschnitt als gedacht.

Sicherheitshalber habe ich ihm zuvor noch ein Foto gezeigt, wie meine Haare aussehen sollen. Beim letzten Frisörbesuch im vergangenen Jahr hatte ich nämlich eine ziemliche Pleite erlitten und brauchte einen zweiten Haarschnitt von meiner Nachbarin, damit ich mich wieder vor die Tür trauen konnte. Der jüngere Mann (ganz so jung war er nicht mehr, ungefähr im meinem Alter) schnippelte ziemlich ordentlich, und ich war so zufrieden, dass ich ihm ein angemessenes Trinkgeld gab. Denn zu meiner Überraschung musste ich für den Schnitt weniger bezahlen als gedacht. Demnächst werde ich meinen Mann hinschicken, denn der jammert auch ständig, dass seine Haare zu lang sind.

Kreditkartenkuddelmuddel

Seit meinem Praktikum in NYC bin ich im Besitz einer Kreditkarte.

Kreditkarten sind in den USA wichtiger als alles andere. Ohne Kreditkarte ist man dort quasi nicht existent, bzw. kann man nicht mal ein Hotelzimmer buchen. Weshalb ich mir damals auf Anraten der Leute vom Council on International Educational Exchange eine Visa Card angeschafft habe. Diese habe ich in den vergangenen 20 Jahren mehr oder weniger oft genutzt. Am Ende nur noch zum Einkauf im Internet oder zur Buchung eines Mietwagens im Ausland. Ich habe immer gute Erfahrungen mit Visa gemacht und war voll zufrieden. Vor allem, als man meine Kreditkartendaten im Rumänienurlaub geklaut (Ich habe nach wie vor die Autovermietung im Verdacht.) und übers Internet bei verschiedenen Händlern eingekauft hatte, bekam ich den Schaden umgehend ersetzt.

Im Oktober vergangenen Jahres kontaktierte mich mein Betreuer bei der Sparkasse und meinte, dass die Visa Card mit meinem Geschäftskonto nicht mehr möglich wäre. Ich müsse eine Mastercard nehmen, die wäre aber dafür kostenlos. Ich sagte ihm, dass ich mein Geschäftskonto Ende des Jahres aufheben wolle, aber er meinte, ich müsse die Visa sofort kündigen. Also verabschiedete ich mich von der Visa Card und bekam eine Mastercard. Als ich, wie angekündigt drei Monate später mein Geschäftskonto auflöste, musste ich diese Mastercard abgeben und eine Neue beantragen. Die dieses Mal nicht kostenlos, dafür aber mit einem Motiv meiner Heimatstadt ausgestattet war.

Ich hatte die Karte bis zum Juni, wo ich nach unserem Urlaub feststellte, dass es eine Buchung gab, die nicht von mir veranlasst worden war. Also ließ ich die Karte sperren und bekam eine Neue. Auch hier bekam ich wenige Tage später den Betrag ersetzt. Dieses Mal war es eindeutig, dass die Daten wieder bei der Autovermietung geklaut worden waren. Und das war keine 08/15 Autovermietung, sondern eine renommierte Firma, die wir über den ADAC gebucht hatten.

Ich bekam also wieder eine neue Kreditkarte. Die vierte, in einem halben Jahr. Im August löste ich dann mein Konto bei der Sparkasse in Saalfeld auf, weil die inzwischen so exorbitante Preise für den Kontoservice verlangen, obwohl ich ausschließlich Online-Banking mache. Ich wechselte also Konto und Sparkasse und bekam wieder eine neue Kreditkarte. Dieses Mal nahm ich wieder eine Visa Card. Auf das ich die länger behalte, als die Mastercards.

Alles in allem »verschleißte« ich fünf Kreditkarten innerhalb eines Jahres, dass sollte nicht sein. Es ist nämlich ziemlich blöd, wenn man sich dauernd neue Kreditkartendaten und Pin-Nummern merken muss. Von den ganzen Änderungen bei den Onlinehändlern mal abgesehen.

Unterm weissblauen Himmel

Vergangene Woche waren wir ein bisschen spazieren. Man kann ja nicht nur den Pinsel schwingen und Möbel hin- und herräumen.

Es ist Herbst, die Bäume verfärben sich und die Tage sind, nach dem sich der Nebel verzogen hat, so sonnig und klar, dass die Alpen zum Greifen nahe sind. Der Himmel zeigt sich ganz im bayrischen Rautenmuster. Jetzt ist mir auch klar, woher die Bayern die Idee für ihre Flagge haben.

Das Oktoberfest läuft und ich bekomme davon zum Glück überhaupt nichts mit. Dafür liegen überall die Nüsse unter den Nussbäumen in der Gegend. So viele, dass man welche zurücklassen muss, weil man sie nicht alle fortgetragen bekommt.

Am Wochenende werden wir mal wieder zum See spazieren. Da war ich das letzte Mal im Frühjahr. Im Sommer meiden wir den See, wegen der vielen Touristen. Im Herbst ist es dort schön ruhig und man kann die Wasservögel beobachten. Mal sehen, ob wir dann wieder so einen schönen weissblauen Himmel haben.

Bilder von neuen Domizil

Weil mich einige Leute darauf angesprochen haben, die gern ein paar Fotos von unserer neuen Solaren Residenz sehen wollten, lade ich hier mal ein paar hoch. Bilder vom Inneren muss ich nachreichen, weil wir mit dem Einräumen noch nicht fertig sind.

Wir wohnen im ersten Stock. Die weiße Wand im Hintergrund von Bild eins und drei ist das Bergader Käsewerk. (Nein, es riecht bei uns nicht nach Käse.)

1. Links der Südbalkon neben den Fenstern vom Wohnzimmer und Hobbyraum.
2. Rechts der Westbalkon neben den Fenstern von Schlafzimmer und Küche.
3. Die Fenster von Bad und WC.
4. Der Eingang zur Straße.
5. Der Eingang zur Gartenseite.

Behörden, Institutionen und Co.

Es ist höchst erstaunlich, an was man alles denken muss, wenn man umzieht. Vom Einwohnermeldeamt, übers Finanzamt bis zu Telekom und Post, jeder braucht die neue Adresse. Das ist ein Aufwand, den ich tatsächlich etwas überschätzt habe. Und trotzdem liegt man nachts wach und überlegt, ob man nicht jemanden vergessen hat. Sind alle Abos umgemeldet? Wurden alle Online-Accounts mit der neuen Adresse versehen und vor allem sind alle Versicherungen umgemeldet?

Es gibt zwar so etwas wie einen Nachsendeauftrag, aber den lässt sich die Deutsche Post einiges kosten. 26 Euro, bei denen mir die Mitarbeiterin auf der Poststelle geraten hat, doch lieber einen Zettel an den alten Briefkasten zu machen. Wir sind ja »nur« ins Nachbarhaus gezogen.

Am unproblematischsten war die Telekom, obwohl ich das nicht so reibungslos erwartet hätte. Nachdem es vor sechs Wochen noch hieß, dass frühestens Anfang Januar eine Umschaltung möglich sei. Wie sich herausstellte, war das ein Systemfehler und bei einem Anruf am nächsten Tag bekamen wir den 1. Oktober genannt. Das klappte sogar. Gegen fünf Uhr nachmittags, hatten wir wieder Telefon und Internet. Na ja, den Computer haben wir erst heute morgen wieder vernetzt. Immerhin.

Ich bin mir dennoch sicher, dass wir irgendetwas vergessen haben. Aber das wird sich schon klären mit der Zeit. Zumindest sind wir jetzt die alte Wohnung los und in der neuen heimisch geworden, auch wenn erst nächste Woche die Küche kommt und wir erst am 14.10. die Badmöbel bestellen. Es hängen die ersten Bilder, die Regale und Schränke sind bereits halb gefüllt. Und unsere neue Regendusche will eingeweiht werden.

Schauen wir mal!

Sonne außer Rand und Band

Quelle: perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 183 – »Sonnensturm« von Susan Schwartz

Die MAGELLAN sieht sich umzingelt von einer Flotte Laurins. Bei einem Fluchtversuch setzt sie in größter Not die Transformkanone ein. Beim ersten Mal kann sie die Laurins erfolgreich zurückdrängen, beim zweiten Mal bekommt eines der Schiffe der Unsichtbaren einen Streifschuss und havariert. Die Flotte flieht und lässt das Schiff zurück. Perry Rhodan lässt die FERNAO an dem Laurinschiff andocken. Mit Hilfe von Tim Schablonski und einiger Kampfroboter dringt er in das Wrack vor, um Überlebende zu bergen. Sie finden tatsächlich zwei halbsichtbare Wesen, die sie retten und zur MAGELLAN bringen. Tifflor und Sud können die beiden stabilisieren. Einer spricht im Fieberwahn und mit Hilfe der Positronik können Luan Perparim und Icho Tolot das Idiom der Laurins entschlüsseln. Die Worte, die der Fremde vor sich hin betet, geben ihnen aber zu denken. Er spricht von einem dunklen Schrein der gerettet werden muss.
Im Sonnensystem passiert derweil Ungeheuerliches. Auf Sedna etabliert sich ein Transfernexus, der mit dem Sonnenchasma und dem Nexus auf dem Erdmond reagiert und die Fusionsprozesse auf der Sonne beschleunigt. Das solare Gestirn droht sich vorzeitig zu einem Roten Riesen aufzublähen. Zunächst fallen die Ikaroiden-Sonden der Sonnenaktivität zum Opfer, später dann auch Vulkan, auf dem sich die Liduuristation befindet. Bei dessen Evakuierung kommen mehrere Schiffe zu schaden und können nur mittels einer risikoreichen Aktion gerettet werden. Auch auf der Erde richtet der Sonnensturm schwere Schäden an. Die Erde droht über kurz oder lang unbewohnbar zu werden.
Als Thora von den Ereignissen erfährt, reist sie zum Erdmond, um NATHAN einen Besuch abzustatten. Das Gehirn ist verwirrt, reagiert kaum oder unberechenbar auf die Kommunikationsversuche der Wissenschaftler. Viele Forscher haben die Forschungsstation am Rande des Mondgehirns aus Sicherheitsgründen bereits verlassen. Nur Thora und ihren beiden Söhnen gelingt es, in den Sicherheitsbereich von NATHAN vorzudringen. Dabei scheint NATHAN besonderes Interesse an Rhodans Jungen zu haben, denn die beiden sind auf einmal verschwunden. Thora wird von NATHAN hinauskomplimentiert. In der Forschungsstation trifft sie Administrator Ngata. Der droht, das Mondgehirn mit einer atomaren Bombe zu vernichten.

Susan Schwartz kann den furiosen Staffelauftakt von Kai Hirdt nicht fortsetzen. Dabei weiß ich nicht einmal genau, woran es liegt. Ihre Geschichten vor allem die Evakuierung Vulkans und die Schlaglichter auf die vom Sonnensturm Betroffenen sind spannend. Vielleicht liegt es am routinierten Tonfall, warum mich das Schicksal der Leute dennoch nicht zu berühren weiß.

Warum Thora ihre beiden Söhne auf dem Mond in Gefahr bringt – weiß sie doch von den Vorgängen beim letzten Mal – ist mir ebenso schleierhaft, wie die Tatsache, dass wieder einmal die Bedrohung von der Sonne ausgeht. Das wirkt inzwischen mehr als ausgelutscht. Ich hätte es weitaus spannender gefunden, wenn die Bedrohung von innen heraus gekommen wäre. Kai Hirdt hat mit Sdelo Willem eine hochpotente Figur entwickelt, die zusammen mit dem Fiesling Ngata, das Sonnensystem und die Erde auch ohne Sonnensturm ins Chaos stürzen könnte.

Auch die Konfrontation mit den Laurins im Torransystem wirkt nicht so richtig überzeugend. Wieder einmal irren Rhodan und Co durch ein fremdes Raumschiff und schaffen es, ohne Kenntnisse der technischen Gegebenheiten Türen zu öffnen und Schaltpulte zu bedienen. Dieses Mal kommt erschwerend hinzu, dass sowohl Schiff als auch Besatzung eigentlich unsichtbar sind. Nein, auch dieses Szenario habe ich schon zu oft bei NEO gelesen.

»Sonnensturm« ist ein geradeso befriedigender Roman, von dem allein das Titelbild besticht, auch wenn die Szene so nicht im Roman vorkommt.

Das Ursache-Wirkungs-Prinzip

Viele Menschen haben die Fähigkeit verloren, Ursache und Wirkung abzuschätzen, oder haben diese Fähigkeit nie erlernt. Eine Beobachtung, die ich in der jüngsten Vergangenheit immer häufiger mache. Dieses mangelnde Bewusstsein für die Folgen der eigenen Taten ist meines Erachtens das Hauptproblem für das, was in der letzten Zeit zunehmend schief geht.

Bei Jugendlichen kann ich das Phänomen vielleicht noch verstehen, obwohl ich mir sage, dass sie es eigentlich hätten lernen müssen. Was aber besonders schlimm ist, dass viele Erwachsene ebenfalls nicht erkennen, oder erkennen wollen, welche Auswirkungen ihr Handeln hat. Selbst unsere hochgelobten Politiker – die sogar noch mehr als andere – sind davon nicht ausgenommen.

Mal ehrlich, wenn ich in einer Position wie der von Herrn Maaßen bin, dann würde ich mir jedes Wort überlegen, was ich in der Öffentlichkeit sage. Selbst wenn ich anders denke, kann ich nicht etwas behaupten, worüber ich keinerlei Beweis habe. Ihm hätte bewusst sein müssen, welche Folgen seine Behauptung hat. Schon allein damit hat sich der Mann in meinen Augen für den Posten disqualifiziert.

Vorausschauendes Denken sollte eine der wichtigsten Voraussetzungen eines Politiker sein. Doch gerade das, scheint bei den wenigsten vorhanden. Ob bewusst oder unbewusst, darüber will ich nicht urteilen. Problematisch ist, dass dieses vorausschauende Denken auch nicht mehr an die nächste Generation weitergegeben wird. Kinder lernen es nicht mehr, weil Eltern und Erzieher diese Fähigkeit eingebüßt zu haben scheinen, genauso wie problemorientiertes Denken. Bei vielen jungen Menschen stelle ich fest, dass sie vor ein Problem gestellt, zu wenig Kreativität aufbringen können, um das Problem zu lösen. Dabei kann man »um die Ecke denken« durchaus lernen.

Ich finde ja, dass die Schulen auf solche Fertigkeiten mehr Wert legen sollten, als auf das Auswendiglernen von Vokabeln oder historischen Fakten. Es sollte Fächer geben wie »Improvisation« oder »Logik«. Vor allem sollte aber viel mehr Augenmerk auf Naturwissenschaften gelegt werden und zwar schon so früh wie möglich. Jüngere Kinder lassen sich nämlich viel mehr dafür begeistern, als es die Eltern wahrhaben wollen. Viele vermitteln ihren Kindern von vornherein, dass Physik, Chemie und Mathematik langweilig und schwierig sind, und rauben ihnen damit die Unvoreingenommenheit.

Obwohl ich ein eher kreatives, als mathematisch begabtes Kind war, habe ich dennoch Gefallen an Chemie und Astronomie gefunden. Und auch Logikrätsel mache ich heute noch gern, weil man da so schön um die Ecke denken kann. Wenn man einmal das Prinzip von Ursache und Wirkung verstanden hat, lässt sich nämlich vieles voraussehen.

Endspurt beim Umzug

Noch ein paar Kleinigkeiten und der Auszug ist vollzogen. Ende der Woche übergeben wir unsere Wohnung. Bis dahin muss noch die Terrasse geräumt und alles nochmal geputzt werden.

Seit Montag schlafen und wohnen wir schon in der neuen Wohnung. Alles ist neu und ungewohnt. Es gibt neue Geräusche an die man dich gewöhnen muss und es riecht anders. Die Wege sind weiter – 83 Quadratmeter sind eben doch um einiges größer als 53. Die Schränke und Regale stehen, sind aber nur zum Teil eingeräumt, weil wir uns zunächst um unsere alte Wohnung kümmern müssen. Weshalb wir noch aus Kisten leben und dauernd auf der Suche sind. Aber so nach und nach findet alles seinen Platz. Mitte Oktober kommt die zusätzliche Küchenzeile und dann kann man endlich auch richtig in der Küche hantieren. Momentan steht nämlich der Einbauherd auf dem Kühlschrank.

Irritierend finde ich nach wie vor die riesige Dusche. Wenn ich da allein drinstehe, komme ich mir vor wie in einem Tanzsaal. Ich freue mich schon auf Regenbrause, die wir gekauft, aber noch nicht installiert haben. Der Badspiegel hängt auch noch nicht, da muss dann eben der in der Toilette herhalten, zum hübsch machen.

Ich denke es wird noch mindestens bis Ende Oktober dauern, bis wir einigermaßen fertig sind. Aber wenn ich morgens auf die Bäume und die Grünfläche vorm Haus blicke und die Rollos unseres geräumigen Wohnzimmers aufmache, weiß ich, dass sich die Schufterei in den vergangenen Wochen gelohnt hat.

Telefon und Internet sind auch noch in der alten Wohnung, weil die Telekom inzwischen mehr als sechs Wochen Vorlaufzeit benötigt. Ich hoffe, die Umstellung klappt bis zum 1. Oktober. Ich warne deshalb schon mal vor, falls wir Anfang Oktober möglicherweise nicht erreichbar sein werden.

Arbeitsreiche Urlaubswoche

Wer macht den sowas?

Ich bin völlig fertig. Vier Tage Wohnung streichen, ein Tag Küche abbauen und dabei feststellen, dass die Wand nicht komplett gefliest ist. Also in den Baumarkt rennen, Fliesen und Kleber kaufen und auch noch die Wand fliesen. Zum Glück bin ich Tochter eines Fliesenlegers und habe schon als Kind zugesehen, wie das geht. Am Montag kommt der Elektriker und verlegt noch zwei Steckdosen in der Küche und einen Kabelanschluss im Hobbyraum, damit wir dort auch Fernsehen können. Dann heißt es Regale bauen und Möbel schleppen.

Es ist erstaunlich, was man in einer Woche so alles schaffen kann, wenn man sich reinhängt. Dabei waren wir nur zu dritt – mein Mann, mein Schwiegervater und ich. Hilfe hatten wir nur, als es daran ging, die sperrige Arbeitsplatte aus der alten Küche über den Balkon nach draußen zu hieven. Nach sieben Zimmern weiß ich jetzt, dass ich perfekt im Abkleben von Türen, Fenstern und Sockelleisten bin. Mein Mann rannte die ganze Zeit mit der Spachtel und der Farbrolle durch die Gegend, während mein Schwiegervater für die Ecken und Kanten zuständig war. Ich habe auch ab und zu mal den Pinsel geschwungen und die vergessenen Stellen nachgestrichen. Zum Glück deckte die Farbe gleich, obwohl alle Wände farbig gestrichen waren. Insgesamt haben wir fünfeinhalb Eimer Farbe verstrichen.

Den Küchenabbau brachten wir auch gut über die Runden. Ich habe alle Schränke nummeriert und die Löcher in der Wand dokumentiert, damit sie in unserer bisherigen Wohnung wieder aufgebaut werden kann. Das muss aber der neue Besitzer machen. Das mit den fehlenden Fliesen war natürlich eine höchst unerwartete Überraschung. Wer denkt sich denn, dass die Wand nicht bis zum Ende gefliest ist und sie vier Zentimeter hinter dem Schrank aufhören. Selbstverständlich gab es die Fliesen nicht mehr im Baumarkt. 20 x 20 Fliesen sind schon seit Jahren out. Heute gibt es nur noch diese riesigen Fliesen. Als Alternative haben wir jetzt drei 20 x 50 Fliesen genommen. Es kommt ein schmaler Schrank davor, so dass es nicht auffällt.

Und wir mussten die Steckdosen und Schalter auswechseln, weil sie schon ziemlich vergilbt und teilweise auch gebrochen waren. Bloß habe ich von dem neuen Schalterprogramm zu wenig Steckdosen und Rahmen bestellt, weil einige der Dosen erst nach dem Abbau der Küche zutage gekommen sind. Bei einem Blick ins Internet habe ich dann festgestellt, dass die Steckdosen und Schalter bei Amazon mit Mehrwertsteuer weniger kosten, als wenn ich sie über die Firma beim Großhandel bestelle. Unglaublich!

Wenn alles fertig ist, haben wir jedenfalls sehr viel mehr Platz. Wir freuen uns schon darauf, alles einzurichten.