Tierischer PodCast

In letzter Zeit habe ich PodCasts für mich entdeckt. Immer wenn ich auf meinem Rudergerät trainiere höre ich einen PodCast. Meist einen der inzwischen vier Perryversum PodCasts. Hin und wieder aber schweife ich ab und höre den PodCast zu meiner Lieblings-Reality-Serie »Elefant, Tiger und Co« aus dem Leipziger Zoo. Da verpasse ich selten eine der TV-Sendungen am Freitagabend. Und wenn doch, schaue ich sie mir anschließend in der Mediathek an.

Jetzt gibt es die Serie auch im PodCast-Format. Hier wird meist einer der vielen Tierpfleger interviewt. Man erfährt sehr viel Neues über diese Leute. Beispielsweise wie sie zu dem Beruf gekommen sind und was ihnen daran besonders gefällt. Das sind immer interessante 45 Minuten, in denen ich andächtig zuhöre. Da kann es schon mal passieren, dass ich weiter rudere, als ich mir vorgenommen habe.

Also, wer die Sendung kennt und mag, sollte unbedingt mal beim PodCast reinhören.

Zu viel zu tun, zu wenig Zeit

Es ist wie verhext. Es gibt Zeiten, in denen man nicht wirklich etwas zustande bringt. Man nimmt sich das und das vor, aber dann funkt wieder irgendwas dazwischen und man wird davon abgebracht.

Momentan gehts mir mal wieder so. Ich wurschtle den ganzen Tag vor mich hin, auf der Arbeit und daheim, und am Ende des Tages habe ich dennoch das Gefühl, nichts fertigzubekommen zu haben. Eigentlich wollte ich heute über unsere Kartoffelernte bloggen und über das Politnavi, stattdessen kümmere ich mich um die Reklamation der SOL103 (zu wenige Exemplare gedruckt und zu spät geliefert) und schreibe Seitenweise Anträge und Widersprüche wegen unserer Wallbox oder telefoniere mit Anwälten.

Gestern hat es mich dann noch im Flur der Länge lang hingeschmissen. Ich hatte den feuchten Fleck auf den Fliesen nicht gesehen und bin mit Schwung darauf ausgerutscht. Jetzt kühle ich mein blaues Knie (zum Glück das gesunde) und hoffe, dass das angeschlagene zweite Knie keinen allzu großen Schaden genommen hat. Ich war so froh, dass es sich seit einem Jahr einigermaßen ruhig verhält. Dafür ist mein Nacken wieder so verspannt, das ich mich morgens nach dem Aufwachen kaum bewegen kann und mich ständig unterschwelliges Kopfweh plagt.

Auf meiner »to do-Liste« von heute stehen zwei Artikel, die ich noch schreiben muss und eine Kurzgeschichte. Ob ich das hinbekommen weiß ich nicht, vom Schreiben an meinem Roman ganz zu schweigen. Ich hoffe, dass ich zumindest einen Text heute noch fertigbekomme.

Dass ich zwei NEOs im Rückstand bin, ist auch noch nicht vorgekommen. Zumindest einen habe ich heute morgen schon mal angefangen. Aber eigentlich kann ich es mir momentan nicht leisten, zu lesen, weil so viel anderes ansteht. Das ist alles irgendwie deprimierend.

Das Bild von unserer diesjährigen Kartoffelernte vom Balkon, will ich dennoch niemandem vorenthalten. Drei Sorten Kartoffeln von insgesamt drei Pflanzen – kann sich sehen lassen. Mal sehen, wie sie schmecken.

Spaziergang zum Wasserfall

Ich weiß nicht, ob ich es schon mal erwähnt habe, aber ich habe ein Faible für Wasserfälle. Auf Madeira sind wir mal einen ganzen Tag lang alle Wasserfälle abgefahren, die wir finden konnten, und das waren eine ganze Menge. Zu einem sind wir gut zwei Stunden hingewandert, auf der schmalen Brüstung eines Levada und dann erwartete uns nur ein armseliges Getröpfel. Im Maggia-Tal im Tessin haben wir an einem einsamen Wasserfall gerastet. Die Erinnerungen daran sind heute noch präsent.

Dass es bei uns in der Gegend auch spektakuläre Wasserfälle gibt, ahnte ich bisher nicht. Am Wochenende haben wir einen gefunden. Dank Google Maps. Der Wasserfall heißt passend »Wasserwandl« und ist für hiesige Verhältnisse beeindruckend. Vom Wanderparkplatz Kohlstadt aus geht man in 50 Minuten einen mäßig steilen Forstweg hinauf. Inzwischen sind dort mehr Radfahrer unterwegs als Wanderer, was schon ein bisschen seltsam ist. Der Bach ist häufig angestaut und bietet Ausblicke auf viele kleinere Wasserfälle. Es ist keine sehr anstrengende Tour, die sogar für nicht passionierte Berggeher oder mit Kleinkindern geeignet ist.

Im Tal war es angenehm frisch. So um die 20 Grad, während außerhalb der Berge die Dreißig-Grad-Marke überschritten wurde. Wir verbrachten etwa eine Viertelstunde dort, machten ein paar Fotos und gingen dann wieder zurück zum Auto.

Hier ein paar Impressionen:

Zwei SF-Romanzen zum anschauen

Science Fiction und Romantik in einem Film, geht das überhaupt? Ja, das geht. Das haben schon so einige phantastische Filme wie »Die Frau des Zeitreisenden« oder »Passenger« bewiesen. Heute möchte ich an dieser Stelle zwei weitere Filme dieser Gattung vorstellen.

»Clara« oder »A billion Stars« erzählt die Geschichte einer jungen Künstlerin und des menschenscheuen Astronomen Isaac Bruno, der auf der Suche nach intelligentem Leben im All ist. Beide lernen sich durch Zufall kennen und Clara hilft Isaac bei seinen Forschungen. Doch die junge Frau ist krank. Hin und wieder wird sie von Visionen heimgesucht, die sie nicht versteht. Das führt nicht nur zu Konflikten zwischen den beiden ungleichen Persönlichkeiten, sondern Claras Visionen verhelfen Isaac zum Durchbruch. Dann stirbt Clara …

Mehr möchte ich vom Inhalt nicht verraten, denn der Twist am Schluss des Films ist genial und behandelt ein Thema der Science Fiction, dass in dieser Form noch nicht oft aufgegriffen wurde. Ein bisschen erinnert mich der Film an »Contact« mit Jodi Foster. Auch da ist eine Wissenschaftlerin auf der Suche nach außerirdischem Leben.

Wer mal einen Blick riskieren möchte, sehe sich den Trailer an:

Eine weitere Science-Fiction-Romanze sahen wir vorgestern Abend an. »Für immer Adaline« erzählt ebenfalls von einer jungen Frau. Die wird 1908 geboren und verunglückt 1935 bei einem Autounfall. Der Zufall will es, dass in dem Augenblick in dem sie im kalten Wasser eines Flusses stirbt, ein Blitz einschlägt und sie durch den Stromstoß wiederbelebt wird. Von dem Tag an altert Adaline nicht mehr. Sie bleibt für immer neunundzwanzig und das wird sehr bald für sie und ihre Tochter zu einem Problem. Adaline muss sich verstecken und wechselt alle zehn Jahre die Identität. Keiner außer ihrer Tochter kennt ihre wahres Ich. Sie lässt sich nicht fotografieren und geht Beziehungen aus dem Weg. Bis sie an einem Silvesterabend Ellis begegnet. Der junge Mann lässt nicht locker und lädt sie immer wieder zu Dates ein. Adaline stimmt zu, mit ihm seine Eltern zu besuchen. Doch da nimmt das Drama seinen Lauf. Ellis Vater ist Adalines verflossene Liebe. Er erkennt sie natürlich wieder …

Das einzige, was mir an dem Film nicht gefallen hat, war das Happy End. Ansonsten ist es ein großartiger Film mit hochkarätiger Besetzung. Harrison Ford sieht mal richtig alt aus, im Gegensatz zu der unverbrauchten Darstellerin der Adaline, die optisch auch im Jahr 2015 aussieht, als käme sie direkt aus den Dreißigerjahren des 20. Jahrhunderts, ohne das sie altmodisch wirkt. Der Look ist perfekt.

Wer mal reinschauen will, hier ist der Trailer:

Ist das noch Journalismus oder schon Propaganda?

Bei der Recherche für meinen Roman, in dem es unteranderem um unabhängige Medien geht, stieß ich auf ein Interview mit Michael Meyen – Professor für Kommunikationswissenschaft an der LMU in München.

Der Inhalt lässt aufhorchen. Wer immer noch glaubt, die Presse sowie die Privaten- und Öffentlich-Rechtlichen Sender seien unabhängig und dürften frei schreiben, dem werden die Augen geöffnet. Die Vierte Macht im Staat existiert nicht, wenn sie überhaupt je existiert hat. Alles ist mit allem verbunden. Schon die Studenten an den Hochschulen wählen nicht mehr Themen, die sie selbst interessieren, sondern gezielt Themen, die für ihre weitere Karriere Erfolg versprechen. Man schreibt, was diejenigen hören möchten, die das Geld oder die Macht im Staat haben.

In den Aufsichtsräten der Sendeanstalten sitzen Politiker oder ehemalige Journalisten, die sich einst von den Parteien haben kaufen lassen, indem sie jahrelang als deren Pressesprecher gedient haben und als Belohnung nun einen Führungsposten beim Fernsehen bekamen. Es ist wie beim Fußball, nur nicht so offensichtlich. Während die großen und kleinen Medienhäuser zunehmend unter finanziellen Druck geraten und sparen müssen auf Teufel komm raus. Da leidet zwangsläufig die Vielfalt, Qualität und Unabhängigkeit des Journalismus.

Dazu passt, dass in letzter Zeit viele Journalisten die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten verlassen haben. Es ist erstaunlich, vor allem wenn man bedenkt, das früher ein Job bei ARD und ZDF als angesehen und sicher galt. Irgendetwas muss passiert sein, dass so viele der ARD und dem ZDF den Rücken kehren oder sogar gegangen wurden. Ich mag nicht spekulieren, aber ich mache mir da meine Gedanken.

Michael Meyen bestätigt mein Gefühl. Es gibt eine echte Realität und es gibt die Medienrealität. Beides entfernt sich zunehmend voneinander. Ansätze gab es schon vor der Pandemie. Durch Corona sind die Probleme nur noch sichtbarer geworden. Und das Ganze lässt sich auch auf die Wissenschaft übertragen. Auch hier wird oftmals nur noch geschrieben, was erwünscht ist. Kritische Stimmen werden bestenfalls nicht erhört, schlechtestenfalls verlieren Wissenschaftler ihre Reputation oder bekommen keine Finanzierung für ihre Projekte. Auch daran scheitert Fortschritt.

Wer jetzt denkt, dass seien alles nur Verschwörungstheorien, dem sei ein Satz gesagt, der sich in den vielen Kommentaren unter dem Video findet: »Man muss niemandem Böswilligkeit unterstellen, wenn Unvermögen ausreicht.«

Es braucht schon starke Nerven, sich die Ausführungen anzuhören. Selbst wenn nur ein Bruchteil davon stimmt (Ich gehe davon aus, dass ein Mensch, der sich jedenTag damit beschäftigt, weiß wovon er spricht.), steht uns das Ende der freien Demokratie bevor. Und Michael Meyen muss wissen, wie sich sowas anfühlt. Er wurde in der DDR geboren und ist dort aufgewachsen. Ich sag ja, wir Ostdeutschen sehen vieles mit anderen Augen und trauen erst einmal niemandem, nicht mal uns selbst.

Die Bahn in Pandemiezeiten

Ich hatte diese Woche wieder das Vergnügen mit der Deutschen Bahn zu fahren. Ich bin extra schon am Dienstag gefahren, weil Streik angekündigt war. Angesichts der vollen Züge hatte wohl nicht nur ich diese Idee.

Inzwischen gilt in den Zügen keine FP2-Maskenpflicht mehr, sondern es reicht eine medizinische Maske. Es hat sich auch jeder daran gehalten, zumindest mehr oder weniger. Auffällig war, dass viele im Zug am Essen waren. Ich hatte in Bamberg wieder eine Dreiviertelstunde Aufenthalt und habe mir beim McCafé einen Kaffee und ein Eis gekauft, das ich dann bei schönstem Sonnenschein auf dem zugigen Bahnsteig genossen habe. Als Alibi um keine Maske tragen zu müssen. Am Bahnsteig in Bamberg herrscht nämlich FFP2-Maskenpflicht. Was voll sinnvoll ist, wenn die Sonne scheint und der Wind geht und nur alle zehn Meter ein Reisender steht. Ich sag dazu nichts mehr, jeder Aerosol-Forscher schüttelt darüber nur mit dem Kopf.

Als ich da stand, fuhr am Nachbargleis ein Zug mit auffälligen Wagons ein. Siehe Bilder. <Ironie> Bei deren Anblick kam mir der Gedanke, dass das wohl die neuen Wagons für Ungeimpfte und Maskengegner sein könnten oder die neue Holzklasse der DB. Weil Stühle muss dann jeder selbst mitbringen, dafür gibt es viel frische Luft und gute Rundumsicht. </Ironie> Wenn es nicht so ernst wäre, könnte man darüber lachen.

Zurück zu meiner Zugfahrt. Am Nürnberger Bahnhof gab es dann mal wieder ein Problem mit einem Triebwagen. Der Zug fuhr an, bewegte sich 500 Meter und stand dann zehn Minuten in der Ausfahrt vom Gleis. Das Alarmsignal vom Lockführer erklang. Der Ton bedeutet eigentlich nie etwas Gutes. Zum Glück haben sie das Problem aber beheben können. Und zum Glück ist nichts so verlässlich, wie die Verspätungen bei der Deutschen Bahn. Denn der EC nach Graz mit dem ich ab München fahren wollte, hatte auch zwanzig Minuten. Damit habe ich meinen Anschluss geschafft, sonst wäre es eng geworden. Ich fahre jetzt seit 2007 mehr oder regelmäßig mit den EC-Zügen Richtung Salzburg. Die Verspätungsstatistik dieser Züge ist unübertroffen. Ich kann die Tage an einer Hand abzählen, an denen der Zug mal pünktlich war.

Im Urlaub

Bevor sich der eine oder andere Besucher meines Blogs wundert, weil ich nichts schreibe. Ich bin seit Donnerstag im Urlaub in Thüringen.

Donnerstagmittag sind wir losgefahren, den Staus auf der A9 zum Trotz. Die Alternativroute über Pfaffenhofen war dann aber nicht ganz so clever, weil das Ampelmanagement in Pfaffenhofen unterirdisch ist. Alle haben Vorfahrt, nur nicht der Verkehr auf der B13, was dazu führt, dass man nur im Schritttempo durch den Ort kommt, weil man an jeder Ampel gefühlte Ewigkeiten wartet.

Dann hat unser Bordcomputer hat auf dem Navigationsdisplay ein kurioses Zeichen angezeigt. Das umgestürzte Auto bedeutet nicht zu viel Wind, sondern Unfall. Normalerweise sind da immer zwei Autos abgebildet, die zusammengefahren sind. Das Auto, das auf dem Dach liegt, war mir jedenfalls neu. Der im Bild angezeigte Unfall, war aber nur eine Reifenpanne. Also nichts schlimmes. Allerdings war der Verkehr auf der Autobahn schon recht heftig. Nichts im Vergleich zum Verkehr in Lockdownzeiten.

Am Freitag waren wir dann noch in der Keksfabrik von Griesson einkaufen. Das ist immer wieder ein Erlebnis. Man steigt aus dem Auto und schon umfängt einen der Duft frisch gebackener Kekse. Im Laden dann Regale voller Kekse, teils Kiloweise abgepackt. Es gibt alles was das Herz begehrt, mit Schokolade oder ohne, Waffeln, Cookies, Schokokekse und eine 3,6 kg Prinzenrolle. Also wer gern Kekse ist, kann sich dort eindecken. Es gibt aber auch Salzgebäck, Chips, Gummibärchen und Pralinen. Wer mal in die Nähe von Kahla kommt, sollte sich das zumindest mal ansehen. Wir waren noch in der Porzellanfabrik und haben uns noch ein paar Tassen gekauft.

Am Samstag hatte mein Vater 85. Geburtstag, den wir in Nachbarschaftlicher Runde gefeiert haben und gestern haben wir im Wochenendhaus nach dem rechten gesehen. Das Wetter war ganz okay. Es hätte am Samstag nicht unbedingt dann mit Regnen anfangen müssen, wenn wir den Grill aufgebaut haben. Schauen wir mal, was die Tage noch bringen.

Die SOL gratuliert zum 60. Seriengeburtstag

Die SOL 103 beschäftigt sich umfassend mit dem 60-jährigen Jubiläum der PERRY RHODAN-Serie. Dazu liefert Alexandra Trinley den ersten Teil einer Reihe mit Rückblicken auf die Geburtstage der Heftromanserie. In der ersten Folge deckt sie die ersten 21 Jahre ab und stellt tatsächliche Ereignisse in den Erscheinungsjahren den Romanen gegenüber. Zwei weitere Teile dieser Reihe folgen in den kommenden Ausgaben.

Gerhard Huber und Michael Tinnefeld nähern sich dem Thema auf fannische Weise. Sie erzählen wie eine Begegnung auf einem Con ihre Freundschaft begründete. Wolf Mathis setzt sich mit den Strukturen der Serie auseinander, während Norbert Fiks die anderen Science-Fiction-Heftromanserien in Deutschland unter die Lupe nimmt.

Im Interview beantwortet Peter Dachgruber, wie es sich anfühlt, ein Raumschiffdesigner zu sein und warum er so viel Herzblut in die Technik von PERRY RHODAN NEO und den Miniserien investiert.

Stefan Wepil malte die Welten des Sternenrads und Erich Herbst präsentiert die Ergebnisse einer Umfrage zu den Stammtischen in Corona-Zeiten. Besprechungen der Erstauflage und NEO sind wie selbstverständlich ebenfalls im Heft enthalten.

Mit Ausgabe 103 wird auch die Einladung für die Online-Mitgliederversammlung der PRFZ am 24. September verschickt, bei der ein neuer Vorstand gewählt wird. Es wäre schön, wenn möglichst viele Mitglieder daran teilnehmen könnten.

Das Titelbild ist eine optische Hommage an all die Titelbilder aus 60 Jahren Seriengeschichte. Die SOL wird voraussichtlich Mitte August an die Mitglieder der PRFZ verschickt.

Flut im Westen und Süden

Der Höllenbach am Sonntagabend Pegelstand ein Meter

»Vor Feuer kann man ausreisen, vor Wasser nicht.« Den Satz pflegte immer meine Großmutter zu sagen, wenn sie mir vom Saale-Hochwasser aus ihrer Kindheit erzählte. Wie folgerichtig die Aussage ist, haben viele Menschen in Westdeutschland und heute auch im Berchtesgadener Land erleben müssen. Das sind schon grausige Bilder. Aus dem PERRY RHODAN-Fandom hat es Menschen getroffen, die ich kenne. So wurde der Arbeitsplatz von Martin Ingenhoven in der Eifel vom Wasser der Ahr weggespült, zum Glück konnten die Tiere des Ponyhofs noch rechtzeitig gerettet werden.

Das der Klimawandel schlimmer ist als die Corona-Pandemie, ist jetzt hoffentlich in den Köpfen der Politiker angekommen, und auch das man Flüssen ihren Raum lassen muss. In den vergangenen Jahrzehnten, besonders Mitte des vergangenen Jahrhunderts wurde so mancher Bach begradigt und in ein Betonbett gezwängt, spätestens jetzt rächt sich das bitter. Denn die hohen Fließgeschwindigkeiten werden zu einer Gefahr für Häuser und Menschen, sollte es doch einmal so ein Extremwetterereignis geben, wie in der vergangenen Woche.

Meteorologin Michaela Koschak, die unteranderem beim MDR für die Wettervorhersage zuständig ist, erklärte sehr gut, wie die Verlangsamung des Jetstream dafür sorgt, dass sich die Wetterlagen so lange an einem Ort halten und entweder für Dürren oder eben für Dauerregen sorgen. Schuld ist die immer weiter fortschreitende Erwärmung der Arktis und Antarktis.

Auch bei uns hat es am Wochenende viel geregnet, wir wurden allerdings nur gestreift. Dennoch, der Höllenbach, der zwanzig Meter von unserem Haus entfernt vorbeifließt, ist ganz schön voll. Bis zum Brückenrand fehlen nur ein Meter. Normalerweise hat der Bach einen Pegel von 15-20 Zentimeter. Auch hier wurde der ursprüngliche Bachlauf verändert, der Bach in Mauern gefasst und Überflutungsflächen zu Ackerflächen. Und zwar schon am oberen Bachlauf mitten im Wald. Dass das nicht ideal ist, wenn es stark regnet, sollte eigentlich allen klar sein. Man hat es dennoch getan, weil die gewonnenen Flächen Geld einbrachten. Und so wurden überallhin Deutschland Flüsse begradigt und Flächen bebaut, die man nicht hätte bebauen dürfen. Das verschärft die Situation bei solchen Wetterextremen um ein Vielfaches.

Neu bestuhlt

Das habe ich noch gar nicht erzählt. Wir haben uns zwei neue Stühle für unseren Esstisch gekauft. Die bisherigen Zwei zeigten nach elf Jahren leichte Auflösungserscheinungen. Nicht nur, dass die Drehgelenke quietschten (das wäre noch zu ertragen gewesen), vom Kunstlederbezug lösten sich kleine Bröckchen ab, so dass mein Mann immer weiße Farbpartikel an den Händen hatte, wenn er am Tisch saß. Wir haben lange überlegt, woher die kommen, bis ich beim Abwischen der Stuhlfläche darauf aufmerksam wurde, weil auf dem Lappen plötzlich weiße Punkte zu sehen waren.

Da uns die Stuhlform mit dem Standfuß und dem Drehgestell so gut gefallen und gute Dienste geleistet hat, wollten wir unbedingt wieder so ähnliche Stühle haben. Leider sind die nicht mehr so in Mode und waren nur noch bei einem Online-Outlet-Händler auf eBay erhältlich. Ich kaufe selten etwas bei eBay, aber ich habe mich dann doch dafür entschieden. So richtig rund lief der Kauf nicht. Zum genannten Lieferdatum kamen die Stühle nicht, Nachfragen beim Händler wurden nicht beantwortet, bis ich plötzlich vier Wochen später eine Rechnung bekam. Da war eine Telefonnummer aufgedruckt, bei der ich anrief und nachfragte, wann ich denn endlich mit den Stühlen zu rechnen habe. Ich weiß, dass sich momentan vieles verzögert und es lange Lieferzeiten gibt. Es wäre für uns auch nicht problematisch gewesen, wenn wir noch ein oder zwei Monate länger hätten warten müssen. Aber es wäre nett gewesen, meine Anfrage zu beantworten und ein ungefähres Datum zu nennen. Das kann doch nicht so schwer sein. Jedenfalls sollte ich mich dann an den Service wenden, was ich getan habe. Die reagierten erst nachdem zwei Tage später die Stühle tatsächlich geliefert wurden. Ende gut, alles gut! Der Händler hat von mir dennoch einen Punkt weniger bekommen, wegen der mangelnden Kommunikation.

Ausgepackt und zusammengesetzt waren die Stühle schnell und unkompliziert. Im Unterschied zu den alten Stühlen ist der Bezug sogar abnehmbar, so das man sie vielleicht sogar neu beziehen lassen kann, wenn sich das Kunstleder wieder auflösen sollte. Das einzig »negative« ist, die Stühle sind zirka zwei Zentimeter niedriger als die alten. Daran müssen wir uns erst gewöhnen. Aber schick sehen sie aus.