Persönlichkeitsbildung mittels »Krieg der Sterne«

Starwarsidenties»Star Wars Identities« heißt die Ausstellung, die noch bis Oktober in der kleinen Olympiahalle in München zu sehen ist.

Mit einer Ausstellung hat das interaktive Multimedia-Abenteuer jedoch wenig gemein. So ist man als erwachsener Besucher zunächst irritiert, wenn man Daten-Armbändchen und Bluetooth-Headset ausgehändigt bekommt. Im filmisch inszenierten Intro werden die beiden Charaktere Anakin and Luke Skywalker vorgestellt und über die Entwicklung ihrer Persönlichkeit gesprochen. Das dies anfangs eher an belehrenden Schulunterricht erinnert als an den Besuch einer Ausstellung, sorgt beim älteren Publikum für Unverständnis …

… als es dann hieß, man sollte die Armbänder in die Felder an den einzelnen Stationen legen, um seine eigene Persönlichkeit zu entdecken, fragte ich mich schon ernsthaft, wo ich da hinein geraten war. Warum ich mich dennoch auf das Spielchen einließ, kann ich nicht genau sagen. Doch je länger ich mich durch den Parcours bewegte, umso faszinierter war ich. Die interaktiven Stationen rund um die, in Glasvitrinen ausgestellten, Originale, waren mit viel Sorgfalt entwickelt. Die im Scherenschnitt animierten und durch Filmausschnitte unterstützten Informationen zur Entwicklung menschlicher Persönlichkeit, sind nicht nur für Kinder wissenswert. Für sich selbst wählte man so eine Art Avatar, den man anschließend von Station zu Station anhand interaktiver Entscheidungen und dem Beantworten von Fragen eine eigene Persönlichkeit verleihen konnte. Das machte tatsächlich Spaß und die Zeit verging, ohne das man es bemerkte. Am Ende war ich um ein paar neue Erkenntnisse zur menschlichen Psychologie reicher und hatte meinem Avatar eine komplexe Persönlichkeit geschenkt, die ich mir per E-Mail zusenden konnte.

Besonders eindrucksvoll waren die Raumschiffmodelle, die in einer riesigen Vitrine ausgestellt waren. Wenn man sich davor stellte, wirkte es beinahe so, als würden die Schiffe mit Überlicht fliegen. Auch die Konzeptzeichnungen gefielen mir, dazu bekam man noch Informationen zum Dreh geliefert.  Im obligatorischen Shop am Ausgang konnte man T-Shirts und anderes Merchandise zu »Star Wars Identities« einkaufen.

Wir haben mit Freunden aus dem Trekdinner München die Ausstellung gemeinsam besucht (mehr dazu in Sandras Blog). Leider verloren wir zwischenzeitlich die Gruppe, weil doch sehr viele Leute gleichzeitig die Ausstellung besichtigten. Wahrscheinlich gingen wir auch zu schnell durch. Durch meine Nachtblindheit bekam ich nämlich zunehmend Probleme. Mir schmerzten die Augen, weil es in der Halle recht dunkel ist. Ach ja, ein paar Sitzgelegenheiten wären auch nicht verkehrt.

Mein Fazit: Für kleine und große Star Wars-Fans ist die Ausstellung durchaus zu empfehlen. Einzig der stolze Eintrittspreis von 20-25 Euro pro Person schlägt vor allem bei Familien mit Kindern auf die Geldbörse. Mehr Infos zur Ausstellung gibt es hier: starwarsidentities.de

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NEOversum in Vorbereitung

Ein neues Projekt wirft seine Schatten voraus. Es ist ein Fanprojekt, um nur soviel zu verraten. Und ja, ich konnte mal wieder nicht »Nein« sagen. Aber in diesem Fall beteilige ich mich wirklich gerne und bin sogar ein wenig stolz, gefragt bzw. empfohlen worden zu sein.

Aber als ich heute das Paket vom Verlag aufmachte, wurde mir erst bewusst, wie viel Arbeit vor mir liegt. Und ich wünschte mir auf der Stelle, der Tag hätte ein paar Stunden mehr, damit ich das alles auch bewältigen kann. Das Gute ist, noch gibt es keinen Termindruck. Ich muss also nicht hetzen und kann mich gut vorbereiten. Außerdem, was tut man nicht alles für die Lieblingsserie und ihre Fans.

Zu allererst mal lesen!

NEO_Reihe

Ambivalenter Heiler

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN ARKON Band 7 – »Welt der Mediker« von Björn Berenz

Kaum glaubt sich Perry Rhodan auf der ATLANTIS in Sicherheit, schickt ein heimtückischer Angriff ihn und die Besatzung ins Reich der Träume. Wieder erwacht, stellen sie fest, dass Sahira entführt wurde. Die ATLANTIS folgt fremdbestimmt einem Kurs zu einem Sammelpunkt in der Nähe des Arkon-Systems. Dort wartet die riesige Flotte des unbekannten Feindes, dem sie auf Gedeih und Verderb ausgeliefert zu sein scheinen.
Indes erwacht Sahira auf Aralon, der Heimatwelt der galaktischen Mediziner. Der Mantar-Heiler Aspartamin will im Auftrag von Imperator Bostich endlich hinter ihr Geheimnis kommen. Doch er hat nicht mit Goloshir gerechnet. Der ehrgeizige Ara Mediker will die Situation nutzen, um seiner ins Stocken geratenen Karriere einen Schub zu geben.

Der Autor Björn Berenz ist für mich kein Unbekannter. Ich kenne ihn durch seinem humoristischen Roman »FKK im Streichelzoo«, den ich an dieser Stelle noch besprechen werde. Dass das Schreiben eines PERRY RHODAN Romans eine ganz andere Nummer ist, merkt man dem »Jungautor« durchaus an. Der Roman liest sich flüssig, hält sich stilistisch aber oftmals zu eng an die Regeln, was mich die Leichtigkeit aus seinem »Streichelzoo-Roman« vermissen lässt. Er geht sehr ambitioniert vor und versucht mit viel Action Spannung zu erzeugen. Das gelingt ihm zwar, geht aber zu oft auf Kosten der Logik. Bei der Anwendung überzogener Spannungselemente ist es wichtig, das sie sich logisch in die Handlung einfügen. So ist die Flucht Goloshirs mit Sahira in der Leka-Disk gegen Ende eine Aneinanderreihung von Unmöglichkeiten. Wenn die Arkoniden schon ein Startverbot verhängen, tun sie das aus einem bestimmten Grund, der leider hier nicht genannt wird. Wahrscheinlich war Bostich auf der Suche nach Sahira oder Apartamin. Das sie nur auf Grund der Aussage, das Schiff stünde unter Quarantäne, den Mediker ohne Überprüfung fliegen zu lassen, ist genauso unlogisch, wie die Tatsache, dass die Positronik der Leka-Disk überhaupt erst den Start erlaubte.

Besonders auffällig, während der hektischen Actionszenen fehlten wichtige Details oder gingen in dem Drunter und Drüber verloren. So fragte ich mich nach dem Kampf Goloshirs mit Aspartamin: wo ist Sahira, steckt sie immer noch mit dem Mantra-Heiler in der Rotunde? Dafür gab es an anderer Stelle Informationen, die ich als Leser schon aus den vergangenen Romanen hatte. Sahiras Lebensgeschichte und ihr Tanz mit den Nocturnen war schlicht Infodump.

Auch die Charakterisierung von Goloshir erschien mir etwas unglücklich. Anfangs wird er als skrupelloser Ehrgeizling gezeigt, der die eigenen Kollegen als Versuchskaninchen benutzt. Dann zeigt er sich Sahira plötzlich sehr einfühlsam und menschlich, um sie am Ende plötzlich wieder für seine eigenen Zwecke einzuspannen. Die Gefühlskälte und Skrupellosigkeit die er Aspartamin vorwirft, trägt er selbst in sich. Die Ambivalenz, die der Autor wahrscheinlich zeigen wollte, kam leider nicht glaubhaft rüber.

Ebenfalls zweifelhaft ist die Situation auf der ATLANTIS. Da wird einfach so die Besatzung narkotisiert, Sahira entführt und die Positronik gesperrt. Keiner der Experten kann irgendetwas daran ändern und niemand hat eine Idee, wer es gewesen sein könnte. Wie sind die Entführer an Bord gekommen? Gibt es keine Backupsysteme, die unabhängig von der Positronik sind? Und überhaupt, wie kommt Tekener auf die ATLANTIS. Da wurde zu wenig erklärt und es bleiben zu viele Fragen offen. Was bezweckt Atlan mit der Einnahme des Arkon-Systems, wenn er doch mit Bostich unter einer Decke steckt? Bekämpfen sich die Extrasinne jetzt gegenseitig? Das wäre für den Unbekannten, der hinter dem Impuls steckt, sicher nicht erstrebenswert.

Fazit: Ein flüssig zu lesender Roman mit zu vielen Plotholes und Unwägbarkeiten. Ein gutes Beispiel dafür, dass perfekter Schreibstil und Spannung keine Garanten für einen guten Roman sind. Sondern das es gerade Individualität und die kleinen Details sind, die über die Qualität eines Romans entscheiden. Das macht »Welt der Mediker« in meinen Augen zum bisher schwächste Roman der Serie.

Noch eine persönliche Bemerkung zu Goloshir. Da mich der Name des Aras sehr stark an Gholdorodyn erinnerte, hatte ich beim Lesen immer das Bild des Keloskers vor Augen. Das war echt verstörend.

Absichtliche Wohnraumverknappung

Es gibt Dinge, die man zunächst nicht glauben will, wenn man sie hört und dennoch weiß man erfahrungsgemäß, das sie stimmen. Vor allem wenn es den Egoismus einiger Mitmenschen betrifft.

Wir wohnen in einem Kurort und wie ich bereits hinreichend erwähnte, sind hier die Immobilienpreise nicht gerade niedrig. Aber weil die Gegend attraktiv ist (Berge, See und Vollbeschäftigung) möchten viele Menschen hier leben. Der Zuzug ist seit Jahren ungebremst. Die wenigsten jedoch können sich das leisten. Meist sind es vermögende Rentner aus München oder anderen Großstädten, die hier ihren Lebensabend verbringen wollen und die darum auch bereit sind, die hohen Preise für Häuser und Grundstücke zu zahlen. Problematisch ist es für junge Familien oder Menschen, die nicht so viel Geld auf der hohen Kante haben, die aber hier wohnen möchten, weil sie hier arbeiten. Zum Beispiel im Tourismus, der Gastronomie oder im Käsewerk. Für die bleibt der Wohnraum begrenzt, weil es viel zu wenig Mietwohnungen und zu wenig bezahlbaren Grund gibt.

Es gibt aber eine Kehrseite der Medaille. Ich kenne mindestens fünf Häuser in der näheren Umgebung die leer stehen. Neue Häuser, teils noch nicht einmal innen ausgebaut und sogar ein Haus, in dem sechs Familien unterkommen könnten. Doch die Häuser stehen leer. Und ich fragte mich schon lange, warum das so ist. Gestern erfuhr ich den Grund. Es ist der pure Egoismus einiger Menschen:

Ein Waginger Unternehmer baute vor fünf Jahren eine Villa, mit bester Aussicht und großer Tiefgarage, keine 50 Meter von uns entfernt. Er hatte nie vor, dort einzuziehen, geschweige denn die Villa zu vermieten oder zu verkaufen. Er baute das Haus nur dorthin, weil mal sein Elternhaus dort stand und niemand anderer auf dem Grundstück bauen sollte. Und weil Bauzwang bestand, hat er eben gebaut. Und jetzt stehen die mehr als 200 qm einfach leer, während Familien händeringend eine Wohnung suchen. Unglaublich!

Aber es geht noch schlimmer. In das, seit Jahren leerstehende sechs Familienhaus wollte die Gemeinde anerkannte Asylbewerber einquartieren. Der Besitzer ein sehr bekannter Waginger, ließ daraufhin die Bäder herausreißen und einen hohen Zaun um das Grundstück errichten. In der Diskussion mit den Bürgern drohte er an, wenn nötig auch das Dach abdecken zu lassen, nur damit dort keine Flüchtlinge einziehen können!!!

Für mich ist es absolut unverständlich, dass solche Menschen nicht juristisch belangt werden können. Ein solches Gebaren ist schon beinahe kriminell. Sie könnten wenigsten die Wohnungen und Häuser vermieten, aber selbst das tun sie nicht. Was nur bedeuten kann, dass sie kein Herz dafür aber eindeutig zu viel Geld haben.

Der einzige Trost für mich ist in solchen Momenten, dass auch das Totenhemd solcher Leute keine Taschen hat.

Geheimnis zwischen Trümmern

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN ARKON Band 6 – »Unternehmen Archetz« von Dennis Matthias und Marc A. Herren

Ein ausgestoßener Mehandor, ein undurchschaubaren Arkonide und zwei USO-Agenten jagen einem geheimnisvollen Artefakt hinterher, jeder aus einem anderen Bewegrund und mit verschiedenem Ziel. Während einer Geld und der andere Macht im Sinn hat, steht bei Tekener sein Auftrag im Vordergrund. Er ist Imperator Bostich auf der Spur, der zusammen mit zwei Mehandor in der Trümmerwüste Badchat auf Archetz unterwegs ist. Davor muss er jedoch mit dem arkonidischen Positronikspezialisten Ro’ol, bei einem Brettspiel um sein Leben kämpfen. Und auch Sverlon steht unter Druck. Der Sippenlose Mehandor scheint Ärger regelrecht anzuziehen. Sein Wunsch nach Geld und einem Raumschiff, um von dem verhassten Planeten zu verschwinden, rückt in greifbare Nähe, als ein seltsamer Arkonide seine Hilfe anfordert. Sverlon soll Kontakt zu den Trümmerhändlern auf der Oberfläche aufnehmen, die sie zu einem uralten Artefakt führen können.

Was das Titelbild verspricht, bekommt man als Leser eins zu eins geliefert – spannende Action. Doch im Gegensatz zum vorangegangenen Roman kommt sie glaubhaft, nachvollziehbar und abwechslungsreich herüber, ohne klischeebelastet oder parodistisch zu sein. In mehreren miteinander verknüpften Handlungssträngen, erzählen die beiden Autoren eine rasante Geschichte in deren Mittelpunkt die Aufklärungsmission Ronald Tekeners auf der Hauptwelt der galaktischen Händler steht.

Allein die Szenen mit dem Positioniker Ro’ol fand ich überzogen und deplatziert, wenn auch unterhaltsam, bedienen sie zu viele Klischees. Und das ein Mann wie Tekener so leichtsinnig agiert … da es aber der einzige Schwachpunkt in diesem fulminanten Roman ist, lässt sich das verschmerzen. Interessant ist die Charakterisierung von Mehandor Sverlon. Schon seine erste Szene in dem einschlägigen »Etablissement« ist grandios erzählt. Dagegen wirkt Ronald Tekener in der Figurenzeichnung fast schon etwas blass. Da gefiel er mir in Band 5 besser.

Der Roman sticht vor allem durch seine Vielseitigkeit heraus. Die ausgefallenen Schauplätze, vor allem die Trümmerwüste an der Oberfläche, faszinieren. Außerdem bekommt man jede Menge Informationsschnipsel geliefert. Die Handlung ist dicht, ohne überstürzt zu wirken und endet mit einer Überraschung. Das Geheimnis entpuppt sich als Portal zur Welt Iprasa, Heimat der Raumnomaden, vielleicht sogar in deren Vergangenheit. Leider wird es am Ende aus mir nicht ganz nachvollziehbaren Gründen von den Trümmerhändlern zerstört. Die eigentlich auch herausfinden wollten, was es damit auf sich hat.

Fazit: Die beiden Autoren haben mit »Unternehmen Archetz« einen handfesten, wenn auch nicht originellen Roman geliefert, der die Handlung der Miniserie zumindest einen kleinen Schritt voran gebracht hat. Die Geschichte hat mich zumindest so gefesselt, dass ich beinahe meine Haltestelle verpasste und das muss ein Roman erst einmal schaffen.

Rumgraben in Rumgraben

imageEine kuriose Ortsangabe fand ich heute im Verbindungsportal der Deutschen Bahn.

Kurz vor Feierabend wollte ich nachsehen, ob mein Zug pünktlich ist oder wieder Verspätung hat. Natürlich war er wieder verspätet, aber die rote Meldung daneben amüsierte mich so sehr, dass ich gar nicht ärgerlich sein konnte. Dort stand etwas von einer Baustelle zwischen Traunstein und Rumgraben und die »graben« dort tatsächlich »rum«. Das ist witzig, auch wenn die dauernden Baustellen seit Februar echt nerven. Wenn eine beendet ist, fangen sie eine neue an. Ich habe heute einen Plan entdeckt, auf dem alle Baustellen bis September eingezeichnet sind. Wohlgemerkt nur die Baustellen auf der Strecke zwischen Salzburg und München. Da braucht man als Pendler einen langen Atem und viel Galgenhumor. Vielleicht war das ja der Zweck der Meldung. Bei mir hat es jedenfalls geklappt.

Übrigens, ich habe dann doch den früher fahrenden Meridian genommen, der keine Verspätung hatte und tatsächlich pünktlich am Zielort ankam. Tja, der wird ja auch nicht von der Deutschen Bahn betrieben.

Intuitiver Schreibtrainer

PapyrusSeit heute bin ich stolzer Besitzer von »Papyrus Autor«.

Nachdem ich die Software jetzt über einen Monat lang ausgiebig testen konnte, habe ich sie mir gekauft. Für einen Autor ist der Schritt von Office Word zu Papyrus vergleichbar mit dem Schritt von der Schreibmaschine zum modernen Textprogramm am PC.

Papyrus ist nicht nur ein Textverarbeitungsprogramm. Es ist viel mehr. Von der Datenbankanbindung, in der man externe Verweise, Datenblätter und alles mögliche speichern kann, über Mindmaps-Tool und Zeitstrahl (zum Plotten essentiell) bis hin zum E-Lektor ist alles dabei. Allein die Lesbarkeit- und Stilanalyse ist unglaublich hilfreich. Ebenso wie das anzeigen von Wörtlicher Rede (der Rest des Textes wird ausgeblendet). Alles in allem hat mir das beim Schreiben der FanEdition sehr geholfen. So sehr, dass ich es von jetzt an für alle meine Schreibprojekte nutzen werde.

Vergesst Word! Papyrus erzieht den Autor beim Schreiben zu Disziplin und besserem Stil. Zumindest ging mir das so. Nur die Sätze muss man schon noch selbst tippen.

Nicht zu vergessen die Exportversionen. Mit Papyrus lassen sich .epub und .mobi Dateien erstellen. Aber natürlich auch .doc und .rtf Dateien ausgeben. Einziger Wermutstropfen: Man muss ein wenig Geld in die Hand nehmen, aber im Vergleich zu Produkten von Adobe und Microsoft ist das Programm geradezu lächerlich günstig.

Wer mehr über Papyrus wissen will, dem lege ich die Rezension des c’t-Magazins ans Herz.

Die Demoversion kann man auf der offiziellen Seite downloaden. www.papyrus.de

Mein Beitrag zum Conbuch

Manchmal ist es vorteilhaft auf einem E-Mail-Verteiler zu stehen. Durch meine Arbeit für den Newsletter der PRFZ, gelangte ich in den letzten Monaten auf den einen oder anderen wichtigen.

So kam es, dass Anfang Dezember 2015 der Organisator des Colonia Con 22, Bernd Robker, in die Runde fragte, wer etwas zum Conbuch beitragen möchte. Ich bot ihm einen Auszug aus »Parallelwelten« an. Er meinte, da das Conbuch auch bei Amazon als E-Book erscheinen würde, wäre es ihm lieber, keine lizenzrelevanten Inhalte zu verwenden. Er würde aber gern etwas unabhängiges von mir veröffentlichen. Zwei Wochen zuvor war ich in Wolfenbüttel. Wir hatten dort eine Szenen aus meinem, zugegebenermaßen noch recht rudimentären Roman »Vor dem Ende der Hoffnung« besprochen, die ich bereits überarbeitet hatte. Sicherheitshalber schickte ich Bernd noch eine zweite Szene, die deutlich mehr Science Fiction Elemente hatte und bat ihn sich eine auszusuchen. Überraschenderweise wählte er die erste Szene, die eigentlich wenig Phantastisches enthält, dafür aber recht actionlastig ist. Anschließend kam ich in den Genuss eines zweistufigen Lektorats, das die Szene nochmal deutlich straffte und verbesserte. So wurde sie dann auch im Conbuch abgedruckt. Und für diejenigen, die kein Exemplar bekommen haben, können sie nun hier nachlesen.

Viel Spaß!

Weiterlesen

Fotoerinnerungen

Aus Gründen, die ich nicht näher kommentieren will, beschäftige ich mich zur Zeit mit alten Fotos.

Dabei fand ich unteranderem das Beweisfoto für meinen »übermäßigen« Bierkonsum als Kind. In roten Gummistiefeln, Kittelschürze und Sonnenhut spazierte ich damals auf unserem Wochenendgrundstück herum, plantschte mit Vorliebe in unserem Pool und leerte unbeaufsichtigte Bierflaschen. Das gemauerte Bassin in dem ich damals baden ging, gibt es noch, wurde in den vergangenen Jahrzehnten aber nicht mehr genutzt. Und das Grundstück ist in den vierzig Jahren auch ziemlich zugewachsen.

Das Mädchen mit den Zöpfen ist meine Cousine, die trank damals lieber Limo.

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Eine Glock für Arkon

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN ARKON Band 5 – »Der Smiler und der Hund« von Gerry Haynaly

Zwei Agenten unterschiedlicher Geheimdienste auf der Suche nach der Wahrheit, so könnten man den fünften Teil der Arkon Miniserie umschreiben, der Ronald Tekener und den Kralasenen Shallowain in den Mittelpunkt stellt.

Während Tekener von USO-Chef Monkey nach Thantur-Lok geschickt wird, um nachzuforschen, was es mit dem Impuls auf sich hat und warum sich Imperator Bostich und andere Arkoniden so seltsam benehmen, findet sich Shallowain in einer weitaus verzwickteren Situation. Es sieht so aus, als habe Bostich höchstselbst, seine Leibgarde ermorden lassen. Nur Shallowain und seine Kollegin Jaga können glücklicherweise entkommen. Das deutet daraufhin, dass der Imperator unter allen Umständen vermeiden möchte, dass die Veränderungen seines Charakters von engen Vertrauten wahrgenommen und seine Handlungen in Frage gestellt werden. Sowohl Tekener, als auch Shallowain sind auf der Spur eines arkonidischen Adligen, der mehr zu den Hintergründen verraten könnte, doch der sitzt in einem Gefängnis. Aber auch Jaga hat ein Interesse daran, die Befragung des Arkoniden zu verhindern.

Die klassische Agentengeschichte von Gerry Hanayly erinnert an einschlägige James Bond- oder Actionfilme. Es gibt sogar einen weiblichen »Q«. Die Actionszenen folgen Schlag auf Schlag, wirken aber vor allem im letzten Drittel konstruiert und überhastet. Während einerseits der Autor anfangs versucht zu erklären, warum manche Kampfszene in Filmen unglaubwürdig erscheint, begeht er andererseits am Ende selbst die Fehler, die er zuvor angesprochen hat.
Die Figurenzeichnungen wirken stimmig, auch wenn ich beide Charaktere noch nicht kannte. Die Protagonisten verfügen über unterschiedliche Ausbildungen und haben einen völlig anderen Hintergrund, sind sich in ihrer Denkweise aber sehr ähnlich. Manche Dialoge kamen etwas gestelzt daher.
Gestört haben mich insbesondere die Mittel, mit denen beide Helden in den Kampf ziehen. Das war mir zu nah am Jetzt. Wenn ich »Nachtsichtgeräte« und »Infusionsnadeln« lese, stellen sich mir regelmäßig die Nackenhaare auf. Es kann doch nicht so schwer sein, einen anderen, futuristischeren Namen für diese Dinge zu finden. Und ich bezweifle ernsthaft, dass in dreitausend Jahren noch jemand weiß, was eine »Glock« ist. Auch manch ein Setting (Gefängnis) war mir nicht glaubhaft genug beschrieben, um auf einer fremden Welt im Jahr 5000 zu spielen.

Wer auf Agenten und Action steht, wird mit diesem Roman seinen Spaß haben. Mir persönlich war das geballte Hintereinander von Kampf, Flucht und Verfolgung ab der Hälfte des Romans zu üppig. Außerdem waren zu viele Bilder aus bekannten Filmen entliehen, als dass mir die Geschichte eine neue phantastische Welt gezeigt hätte. Das hektische »Schlag auf Schlag« erzeugte bei mir ein zunehmendes Unwohlsein. Mir fehlten Momente der Ruhe und Besinnung und mir fehlte vor allem eines, Informationen zum Fortgang der Serienhandlung. Der Satz im Abspann: »Der gemeinsame Einsatz von Ronald Tekener und Shallowain hat wichtige Hintergrundinformationen geliefert« brachte mich zu einem sarkastischen Lachen. Welche wichtigen Hintergrundinformationen, bitte? Außer dem Begriff »ARK-SUMMIA-Bewegung« gab es nichts neues, was die Umstände in Thantur-Lok erklärt hätte. Und was nicht auch schon die vorangegangenen Romane erläutert hätten.

Nein, mich konnte der Autor mit dem Roman so gar nicht überzeugen. Nach dem fulminanten Band 4 wirkte »Der Smiler und der Hund« wie eine Parodie auf Bond-Filme. Die Geschichte mag handwerklich gut geschrieben sein, kommt aber nicht annähernd an die intuitive Art des phantastischen Erzählens der anderen Autoren der Miniserie heran. Und vor allem lieferte sie kaum Informationen zur Handlung. Selbst das Titelbild ist da Geschmacksache.