Heißes Trekdinner im Juli

Heiß und stickig … so konnte man den gestrigen Star Trek Stammtisch bezeichnen. Der Wirt hatte zwar die Fenster geöffnet, aber das half nicht wirklich. Nach dem Essen flüchteten sich dann einige nach draußen, an die zwei provisorisch aufgestellten Tische auf dem Gehweg. Der Rest saß drin und ertrug tapfer die Hitze. Der Unterhaltung tat das aber keinen Abbruch. Die Themen waren gut durchmischt und reichten vom redigieren von Fanfiction und dem Erlernen der Klingonischen Sprache, über das „must see“ in New York City ( das Spaceshuttle „Enterprise“) bis hin zu „Girls und Panzer“ (Anime aus Japan). Das Essen war wie immer hervorragend, auch wenn ich dieses Mal nichts Portugiesisches von der Speisekarte genossen habe, sondern Wiener Schnitzel. Hin und wieder darf das auch mal sein. Die Happy Hour wurde von vielen genutzt, um leckere Cocktails zu bestellen, deren Genuss bei der abendlichen Sommerhitze fast schon wie Urlaub anmutete.

Alles in allem war es wieder ein vergnüglicher Abend. Beim nächsten Mal geht’s zum Grillen nach Ottobrunn.

Fotos gibt es hier zu sehen.

Die Star Trek-Couch

Seltsam ist es schon. Immer dann wenn es sehr heiß ist, gehen wir Möbel kaufen und entdecken dabei die tollsten Sachen. Das war bei unserer Küche so und passierte uns nun wieder bei der Suche nach einer neuen Couch.

Samstag Vormittag. Die Sonne brennt und statt ins Schwimmbad fahren wir nach Bad Reichenhall zu einem Fachhändler für Polstermöbel. Es geht um unsere Couch, die haben wir erst seit ca. eineinhalb Jahren und sind total unglücklich damit. Zum einen kann man kaum darauf sitzen, weil einem ständig irgendwelche harten Stellen pieksen und dann quietscht sie auch noch bei jeder Bewegung. Eigentlich hätten wir das Ding sofort wieder an das Versandhaus nach Pforzheim zurücksenden müssen, was wir aber leider nicht getan haben. Es muss also eine Neue her. Wir suchen schon länger, aber so richtig hat uns bisher keine überzeugt.

Das Prospekt des Händlers sah vernünftig und erfolgversprechend aus. Und tatsächlich: Wir wurden freundlich begrüßt und ehe wir uns versahen, bekamen wir ein Glas Mineralwasser und Orangensaft in die Hand gedrückt. Schon im Erdgeschoss hatten wir eine Couch ausgemacht, die sowohl optisch, als auch von der Größe in unser Wohnzimmer passt. Aber der junge und sehr nette Verkäufer führte uns dennoch durchs ganze Haus (drei Etagen plus Keller) und kam bei 30°C etwas ins Schwitzen. Als wir den dritten Stock betraten, bekamen mein Mann und ich glänzende Augen. Da stand sie – die Couch …

Die Garnitur „WAVE“ des italienischen Herstellers Formenti könnte einem Star Trek-Film entsprungen sein. Es ist quasi das Äquivalent zu unserer Küche. (Sie kostete auch in etwa so viel, obwohl sie bereits reduziert war.) Das ganze hat aber einen Haken, für diese Wohnlandschaft bräuchten wir ein Wohnzimmer, das mindestens doppelt so groß ist wie unseres. Schier unmöglich! Etwas traurig standen wir davor. Ich setzte mich zumindest mal drauf und bekam von dem netten Verkäufer den Prospekt dazu geschenkt. Er hatte wohl Mitleid mit uns. Somit können wir uns in Zukunft wenigstens an den Bildern erfreuen.

Stattdessen kauften wir an diesem Tag ein kleineres Modell (das Kleinste was sie im Hause hatten) eines bayrischen Herstellers. Dies würde zumindest ins Budget und in unser Wohnzimmer passen. Zum erfolgreichen Kaufabschluss gab es dann sogar noch eine Flasche Sekt.

So ist es im Leben. Manchmal muss man eben die Realität nehmen wie sie ist. Aber träumen, träumen darf man zumindest davon:

formenti4_WAVE_03

Langatmige Textarbeit

Heute kämpfe ich mich mal wieder durch das Manuskript meines Star Trek/Perry Rhodan Crossovers „Parallelwelten“. Nachdem ich das Projekt in den letzten Monaten etwas schleifen ließ, muss es endlich getan werden. Meine zwei Testleser wollen Lesestoff.

Ich kann nicht unbedingt sagen, dass es mir Spaß macht. Textarbeit ist wirklich harte Arbeit, gehört aber dazu, wenn man die eigenen hohen Ansprüche erfüllen möchte.

Eigentlich lockt mich ja mein neues Geheimprojekt viel mehr … Nein!

Ich muss das „Parallelwelten“-Projekt jetzt endlich zu Ende bringen. Zumal sich das Ergebnis inzwischen schon sehen lassen kann. Von einem Testleser habe ich ganz viel konstruktive Kritik bekommen, die ich einarbeiten konnte. Sowas freut mich immer sehr, weil es mich in meiner Entwicklung als Autor weiterbringt.

Dafür werde ich heute eben mal nicht so viel bloggen. Ein anderes Mal wieder mehr.

„Der“ Con in Garching

Für einen Star Trek-Fan hört sich die Verwendung des Artikels „der“ in der Kombination mit dem Wort „Con“ komisch an. Schließlich hat man viele Male „die“ FEDCON besucht. Der Unterschied leitet sich wahrscheinlich aus dem zugrundegelegten Begriff des Wortes Con ab: Sprich, aus dem Wort Convention wird „die“ Con, während sich bei Perry Rhodan aus dem Wort Convent „der“ Con ergibt. Man berichtige mich, wenn ich das falsch interpretiere.

Nun findet im September, genau vom 4.9. – 6.9., ein solcher Con in Garching bei München statt. Mit Con Nummer 10 macht der Perry Rhodan Stammtisch München die Dekade voll. Der beliebte Event wird seit Jahren im Bürgerhaus in Garching veranstaltet. Dort treffen sich Autoren, Zeichner und Fans der Perry Rhodan Serie um sich auszutauschen, um Neues zu erfahren und um sich mit Heftromanen und Merchandise einzudecken.

Das finde ich prima und habe mich in diesem Jahr zum ersten Mal für den Garching Con angemeldet. Vorallem bin ich schon ganz gespannt, all den Fans (aus dem Forum) und den Autoren mal in Natura gegenüber zu stehen.

Das wird sicher ein Spaß.

Für alle Nicht-Perry Fans aus der Nähe von München, die es interessiert. Der Eintritt für alle drei Tage kostet bis 31. Juli nur 25 EUR. Anmelden kann man sich hier:
GarchingCon 2015

Die Sache mit den Blockbustern

Im nächsten Jahr wird Star Trek 50 Jahre alt. Das alleine wäre ein Grund um den Geburtstag mit einer neuen Film- oder TV-Produktion zu würdigen, doch das scheint den Verantwortlichen irgendwie schwer zu fallen.

Da lese ich doch letztens, dass das bereits fertige Drehbuch zum neuen Star Trek-Kinofilm abgelehnt wurde, weil es zu Star Trek lastig war. Da frage ich mich doch: Wie bitte? Was soll es denn sonst sein? Wollte das Studio vielleicht mehr Star Wars drin haben oder mehr Hobbits und vielleicht noch ein paar Teenie-Vampire? … Ach nein, die sind ja schon wieder out. Mal ehrlich, glauben die wirklich, dass sie mehr Publikum in die Kinos bekommen, wenn sie in den Film weniger Star Trek Inhalte einfließen lassen. Allein der Name weckt doch schon gewisse Erwartungen, wenn die dann nicht erfüllt werden, sind die Fans zu Recht sauer und den Nichtfans ist es egal, weil sie schon immer wussten, dass Star Trek „Mist“ ist.

Das man auch mit einem Star Trek-Plot sowohl bei den „normalen“ Besuchern punkten, als auch die Fans glücklich machen kann, hat der 4. Star Trek-Film schon bewiesen.

Bei einem guten Film ist es wie mit einem guten Buch, wenn die Geschichte stimmt, ist es egal was drauf steht, er wird auch dann sein Publikum außerhalb des Fandoms finden. Es dauert nur eben etwas länger, da Mundpropaganda gefragt ist. Doch da das Filmgeschäft eben nur ein Geschäft ist, gibt man den Filmen heute weder die Zeit, noch konzentriert man sich auf das Wichtigste – die Geschichte. Wichtig scheinen nur möglichst viele, möglichst teure und möglichst spezielle Effekte zu sein. Manche der zurzeit in den Kinos laufenden Blockbuster scheinen nur noch aus Effekten zu bestehen. Wie ein Werbetrailer der „Special Effects“-Industrie, nach dem Motto: Schaut her, was wir alles können! Das ein Film auch eine gute Geschichte erzählen muss, scheinen sowohl die Produzenten, aber auch die Kinozuschauer vergessen zu haben.

Nun liegt das Drehbuch für den neuen Star Trek-Film in den Händen von Simon Pegg (dem Darsteller des Scotty), der ja schon hinlänglich bewiesen hat, dass er gute Filme machen kann, andererseits wurde der Regisseur der „Fast and Furious“-Filme für die Regie angeworben.

Man darf gespannt sein, was am Ende dabei rauskommt. Schlimmer als bei J. J. Abrams kann es eigentlich nicht werden … hoffe ich zumindest.

FEDCON Ade!

Stell dir vor wir feiern 50 Jahre Star Trek und die 25. FEDCON findet an einem Ort statt, der viel zu klein und schwer zu erreichen ist!

Die FEDCON wird im nächsten Jahr wieder im Bonner Maritim Hotel stattfinden.

Was für ein Rückschritt und das zum 25. Jubiläum. Gerade im 50. Geburtsjahr von Star Trek hätte etwas Großes stattfinden sollen, stattdessen heißt es „back to the roots“. (Achtung Ironie!) Das sie nicht gleich ins Münchner Arabellahotel zurückgekehrt sind, liegt vielleicht daran, dass dies gerade umgebaut wird.

Ehrlich, ich verstehe es nicht. Damit tun die Veranstalter den Fans keinen Gefallen. Ich vermute aber, dass der Fünfjahresvertrag mit dem Düsseldorfer Maritim ausgelaufen ist und die mehr Geld von der FEDCON GmbH sehen wollten. Um das Hotel unter Druck zu setzen, verlegen sie die Convention zurück ins Bonner Maritim Hotel. Das hat schon mal geklappt, damals als die FEDCON einmal in Fulda stattfand.

Mich haben sie damit vergrault. Bonn ist für uns verkehrstechnisch total ungünstig. Wir müssten mit dem Auto anreisen, die Parkplatzsituation rund ums Bonner Maritim war schon immer angespannt. Das Angebot an alternativen Schlafmöglichkeiten ebenso. Das Hotel ist viel zu eng. Mit Schaudern erinnere ich mich an meine letzte Con in Bonn, als gefühlte 3000 Leute dicht zusammengedrängt in den Gängen im zweiten Stock in der Autogrammschlange von Leonard Nimoy standen. Stundenlang in stickiger Luft auf der Stelle tretend. Nein, das will und muss ich mir nicht antun.

Für mich und meinen Mann ist die nächste FEDCON bereits heute Geschichte – Traurig aber wahr. Dabei waren wir schon so oft dabei.

Ambivalent ambitionierte Kritik mit Interpretationsspielraum

Als ich gestern Vormittag aus dem Keller komme, empfängt mich mein Mann mit den Worten: „Ich hab was gelesen. Rate mal!“ Nun liest mein Mann ziemlich viel, wenn der Tag lang ist und ich wäre wahrscheinlich nicht darauf gekommen, wenn er nicht beiläufig hinzugefügt hätte: „Es hat mit deiner Telepathin zu tun.“ In diesem Moment spüre ich meine Knie weich werden, Hitze wallt durch meinen Körper und ich fange beinahe an zu Hyperventilieren. In meinem Kopf ist plötzlich nur noch Platz für einen einzigen Gedanken: „Oh Gott, die Harbach-Kritik ist online.“

Thomas Harbach, der Reich-Ranicki der Science Fiction-Literatur bespricht auf der Seite von Robots & Dragons meine Perry Rhodan-FanEdition. Und er schreibt viel über den Roman, ziemlich viel sogar. Es dauert eine Weile, bis ich den langen Text durchgelesen habe. Am Ende bin ich überrascht, weil es nicht so schlimm ist, wie ich erwartet hatte.
Die „emotionale Note“ der Geschichte scheint ihn nicht zu stören, obwohl ich das am ehesten befürchtet hatte. Meinem Anspruch einen emotional ansprechenden Frauentauglichen Perry Rhodan Roman zu verfassen, scheine ich wohl gerecht geworden zu sein. Harbach spricht die Perspektivenwechsel an und geht auf meine „belehrend pragmatische“ Erzählweise ein. Was ich mir im Grunde bereits gedacht hatte, denn das ich Probleme mit Erzählperspektiven habe und bei den Figuren eher das „tell“ als das „show“ praktiziere, wusste ich bereits aus Wolfenbüttel. Der Roman entstand ja vor meinem Besuch des Schreibseminars und vieles würde ich aus heutiger Sicht nicht mehr so schreiben.
Aber es wird noch interessanter. Er interpretiert Dinge in den Plot, die ich so gar nicht im Hinterkopf hatte. Zum Beispiel das Golinehs Vater der Führer seines Volkes sein soll, habe ich in keiner Zeile erwähnt. Diese Interpretationen geben mir selbst eine völlig neue Sichtweise auf meine Geschichte. Für ihn wäre die Geschichte gelungener, wenn ich auf die bekannten Helden wie Perry Rhodan oder Atlan verzichtet hätte. Aber genau das wollte ich nicht tun. Aus dem einfachen Grund weil: Wo Perry Rhodan draufsteht, sollte auch Perry Rhodan drin sein. Und ich glaube, dass dies für den Verkauf des Romans förderlich war. Andererseits wollte ich mit der Geschichte beweisen, dass ich sowohl bekannte Charaktere treffend agieren lassen kann, als auch eigene Figuren zu entwickeln weiß.

Zumindest findet Harbach das erste Drittel der Handlung spannend. Schön, dass er die von mir bewusst inszenierte Dreiteilung des Plots durchschaut hat.
Scheinbar gut gefallen hat ihm wohl die Figur des Quartiermeisters Tiberiu Varga, bei dessen Schöpfung ich selbst viel Spaß hatte. Was bei ihm nicht so gut ankam, war der von mir augenzwinkernde und bewusst klischeehafte Umgang mit den Frauen. Er bezeichnet den Mittelteil des Romans als „Persiflage auf die militärischen Hierarchien“. Gut erkannt, dass war auch so beabsichtigt, hat ihm als Leser aber nicht so gut gefallen. Schließlich bemängelt er auch: „Auf der anderen Seite geht es in ihrem Roman weniger um die Stellung der Frau innerhalb der Flotte – findet ja nicht statt – …“ Das ist richtig, deshalb war ich mit dem Werbeslogan („Frauen in der Solaren Flotte!“), mit dem die PRFZ meine FanEdition beworben hat, auch nicht glücklich.
Ich gebe zu, dass der Star Trek Bezug im dritten Teil der Handlung, wohl ein wenig zu offensichtlich ist und für den einen oder anderen harten Perry Rhodan-Fan etwas verstörend wirken könnte. Außerdem hat Harbach recht, wenn er schreibt: „Mit der Geschwindigkeit, mit welcher Christina Hacker plötzlich durch das Geschehen hetzt, gibt es auch keine Möglichkeit, Alternativen ins Auge zu fassen oder überhaupt durchzusprechen…“, und weiter, „…Es ist schade, dass die Autorin wahrscheinlich angesichts des Umfangs ihres Plots sich am Ende zu sehr beschränkt und die grandiose, aber nicht in ihren Wurzeln originelle Idee so abrupt und distanziert beschreiben muss. Vielleicht hätte ein Doppelband dem Plot gut getan.“ Genau an Letzteres hatte ich zwischenzeitlich gedacht. Nachdem mir die anfangs vorgegebenen rund 200.000 Zeichen (mit Leerzeichen) zunächst ausreichend erschienen, dann aber schneller geschrieben waren, während noch jede Menge Exposé übrig war, hätte ich vielleicht wirklich einen harten Schnitt machen sollen und die eigentlich zwei Geschichten separat erzählen müssen. Das ist mir auch erst im Nachhinein bewusst geworden.

Am Ende fällt sein Fazit dennoch überwiegend positiv aus. „Technisch ist der Roman ein ambivalentes, aber für eine „Fanproduktion“ auch zufrieden stellendes vor allem aber ausgesprochen ambitioniertes Leseerlebnis.“ Das klingt für mich positiv, genauso wie die Formulierung: „… den Leser trotzdem bei der Stange hält …“ Damit sehe ich meine Hauptaufgabe als Autor erfüllt. Ich habe es geschafft, das er als Leser den Roman bis zum bitteren Ende gelesen hat. Ebenso positiv werte ich folgenden Satz: „So bleiben zu viele Fragen trotz des Versuches, ein Happy End zu beschreiben offen und der Leser fühlt sich förmlich aus dem Roman gedrängt.“ Ich interpretiere es mal so, dass er sich eine Fortsetzung wünscht.
Als negativ aber zutreffend bewerte ich seine Aussage: „Sobald sie aber Neuland betritt, wird sie insbesondere hinsichtlich des beschränkten Seitenumfangs hektisch, aber auch belehrend pragmatisch.“ Das war nach meiner Rückkehr vom Schreibseminar auch mein erster Eindruck, als ich die Geschichte erneut durchgelesen habe. Aber da war’s schon zu spät für umfangreichere Änderungen.

Thomas Harbach hat mich mit dieser Rezension sicher mit Samthandschuhen angefasst. Ich persönlich wäre härter mit mir ins Gericht gegangen. Ziemlich offensichtlich finde ich seine Art möglichst viele Fremdwörter in seine Rezension zu streuen, um negative Kritik zu verschleiern. So widerspricht er sich häufig selbst, wenn er im Hauptsatz etwas lobt, um es im Nebensatz zu negieren. (Siehe: „… die grandiose, aber nicht in ihren Wurzeln originelle Idee …“ Was denn nun? Wenn die Idee nicht originell ist, ist sie auch nicht grandios.) Man spürt wie er sich förmlich windet und merkt, wie schwer er sich mit dem Roman tut. Mir wäre lieber gewesen, wenn er eine eindeutige Position bezogen hätte, auch wenn diese negativ ausgefallen wäre, als dieses komische Gezerre. An einem Satz habe ich lange gerätselt und ich habe immer noch nicht ganz verstanden, was mir der Rezensent damit sagen will: „… aber vor allem ihrer unklaren Mission den Leser trotzdem bei der Stange hält und Perry Rhodan ein wenig nicht unbedingt negativ wie „Star Trek“ erscheinen lässt.“ Wer oder was ist jetzt nicht negativ?
Auffällig und störend sind auch die vielen Tippfehler im Text. Grundsätzlich freue ich mich aber, dass sich überhaupt mal jemand über den Roman geäußert hat.

Ich denke, dass mich mein Status als Hoppyautorin vor Schlimmeren bewahrt hat. Wenn ich mir ansehe, wie schlecht die Autoren von Perry Rhodan-NEO bei ihm wegkommen, bin ich schon froh, dass er mich nicht ungespitzt in den Boden gerammt hat.

Fantasy in sprachlicher Perfektion

Quelle: Amazon

Martina Bernsdorf, Finsternis über Asharan, erschienen im NOEL-Verlag

Vielleicht ist diese Rezension etwas voreingenommen. Ich kenne Martina schon gut zwanzig Jahre und dass sie schreiben kann, hat sie als Fanfiction Autorin nicht nur in ihrer aktiven Zeit im Star Trek Forum oft bewiesen. Als ich hörte, dass sie endlich ihren eigenen Roman veröffentlichen konnte, hat mich das sehr gefreut und natürlich musste ich ihn unbedingt lesen.

Wie ich schon einige Male erwähnte, bin ich nicht unbedingt ein Fantasy-Fan, aber es ist ihr wunderbarer Schreibstil, der mich von Anfang an zu fesseln vermochte. FINSTERNIS ÜBER ASHARAN ist das gelungene Werk einer überaus talentierten Autorin. Ihre Auseinandersetzung mit den Charakteren der Geschichte ist beispielhaft. In diesem Roman geht es nicht nur um epische Schlachten – auch wenn diese einem empfindlichen Gemüt wie mir manchmal etwas zu blutrünstig waren – es geht hauptsächlich um die Charaktere. Jede handelnde Figur wird bis in ihre tiefsten Winkel ausgeleuchtet. Es gibt keine strikte Trennung von Gut oder Böse – in jeder Person finden sich Charakterzüge, die diese, um es bildlich auszudrücken, nicht nur als Schwarz und Weiß definieren, sondern in allen Nuancen von Grau. Martina gibt dem Leser Einblick in die Vergangenheit der Charaktere und man lernt, warum sie so geworden sind. Es ist so wie im richtigen Leben, wo die Guten nicht immer perfekt und die Bösen nicht nur schlecht sind.
Wer sprachlich perfekte Unterhaltung sucht, wer lesbische Liebe zu akzeptieren weiß oder ein Fan von Fantasy-Geschichten im Stil von „Herr der Ringe“ ist, sollte FINSTERNIS ÜBER ASHARAN unbedingt lesen.

Inzwischen hat Martina weiteren Romane über den Kindle-Store von Amazon veröffentlicht. Eine Bibliographie und Leseproben findet man auf der Homepage der Autorin.

Gemütliche Runde beim Trekdinner

Gestern trafen sich die Münchner Star Trek Fans wieder zum monatlichen Stammtisch. Wie im März hatten wir den größeren Raum zur Verfügung, weil in unserem Stammraum eine private Feier stattfand. Die Runde war diesmal recht übersichtlich, weil einige aus persönlichen Gründen abgesagt hatten. So saßen 15 Leute gemütlich an einer Tafel und schwatzten, wobei es meist um andere Themen geht als um Star Trek. Ich plauderte zum Beispiel mit der „Autorenriege“ des Trekdinners übers Schreiben. Da lässt sich so richtig schön fachsimpeln. Dazu servierte uns das nette Personal der Bar Portugal wieder richtig leckeres Essen und für den einen oder anderen auch einen Cocktail.
Da verging die Zeit wieder viel zu schnell.

Was mir in letzter Zeit deutlich auffällt, ist der zunehmende Besucherstrom im Restaurant. Jedes Mal ist sind die Räume voller. Wahrscheinlich hat es sich inzwischen herumgesprochen, das dort hervorragendes Essen zu moderaten Preisen (für Münchner Verhältnisse) serviert wird. Und nicht nur bei den in München ansässigen Portugiesen. Einzig den Toiletten könnte eine Renovierung nicht schaden.

Leider haben wir unsere Kamera zu Hause vergessen und so gibt es dieses Mal keine Fotos.

Weltenbau bei Perry Rhodan

Quelle: Perrypedia

PR 2793: Die Weltenbaumeister von Oliver Fröhlich

Heute habe ich den Perry Rhodan-Heftroman 2793 von Oliver Fröhlich beendet und muss zugeben, dass ich sehr gut unterhalten wurde. Der Roman liest sich wie ein Agenten-Thriller. Der Autor versteht es sehr gut seine Leser auf die falsche Fährte zu locken. Mittendrin wird man von den Geschehnissen ganz schön überrumpelt; gerade als man denkt, man wüsste, was kommt. Toll, sowas gefällt mir. Da macht es mir auch nichts aus, dass der Roman für den laufenden Zyklus völlig unwichtig ist und die Haupthandlung nicht voranbringt. Aber warum auch, wenn der nächste Zyklus sowieso nahtlos in den Jetzigen übergeht.

Mir gefiel besonders die lebensnahe Charakterisierung der Figuren und die spannend erzählte Agentengeschichte, ohne exotischen Firlefanz. Außerdem waren die Schilderungen rund um die Weltenbauer und ihre Arbeit sehr gelungen, die Kapiteleinleitungen, Zitate aus einem fiktiven Buch über Holosionen, inklusive. Das ganze erinnerte mich ein wenig an die Programmierung von Holodecksimulationen bei Star Trek. Sehr nett.

Das Einzige was ich bemängele, ist die vorherrschende Brutalität. Für meinen Geschmack gab es in diesem PR-Heft zu viele Tote bzw. unschuldige Opfer. Aber so ist das, wenn man mit knallharten Terroristen zu tun hat. Wobei ich ja gern mehr über die Beweggründe der Tefrodischen Attentäter erfahren hätte.

Perry Rhodan selbst, bleibt in diesem Roman eher im Hintergrund, wobei mir irgendwie nicht eingehen will, wozu man im Jahr 5000 noch so eine altmodische Maskerade, wie Schminke, einen Fatsuite und aufgeklebte Biomolhaut im Gesicht braucht, um sich zu tarnen, wenn es SERUNs mit Mimikryfunktion gibt. Bei Gucky hat es ja auch funktioniert, warum benutzt Rhodan sie nicht auch? Nur weil der LFT-Agent, den er täuschen möchte, das durchschauen könnte? Perry Rhodan musste sich in letzter Zeit sehr oft verkleiden, für einen verurteilten und dazu noch so legendären Mann, gehört das inzwischen zur Normalität. Nur hätte man sich dafür eine originellere Technik ausdenken können.

Ach ja, mir ist noch etwas aufgefallen. Im Roman ist die Rede vom jungen Haluter Avan Tachrol, der als Pilot für das Richterschiff in Frage kommt. Aber irgendwie ist mir aus PR 2786 in Erinnerung, das Avan Tachrol zusammen mit Icho Tolot in der Galaxie Lahartoon zurückgeblieben ist. Wie passt das zusammen? Da hat sich doch nicht etwa ein logischer Fehler in die Serie eingeschlichen, oder hab ich da schlicht was überlesen?

Perry ist also zurück auf der Erde, was er dort noch so erlebt, darauf freue ich mich schon in den nächsten Romanen.