Nachtrag zum Abend mit Terry Farrell

Das habe ich noch gar nicht gezeigt.

Die Fotos vom FKM-Event mit Terry Farrell (Jadzia Dax aus STAR TREK DS9) sind schon länger fertig. Leider konnte sie mir erst dieser Tage von der Seite des Veranstalters herunterladen. Toller Service, sofern man nicht wie ich, sein Passwort verbummelt. Aber nun sind sie ja da und sie sind ganz hübsch geworden. Eines stelle ich mal hier rein.

Wir erinnern uns gern an den schönen Abend in Deggendorf und hoffen, dass wir bis zur nächsten »MiniCon« nicht wieder drei Jahre warten müssen.

Michl erklärt die Welt

Quelle: Amazon

Entdeckt habe ich das Buch im Bücherregal meiner Schwägerin, und da sie es bereits gelesen hatte, durfte ich es mir ausleihen. (Sowas geht halt nur mit echten Büchern und nicht mit E-Books.) Zurück zum Eigentlichen.

Michael Mittermeier sah ich zum ersten Mal im Quatsch Comedy Club auf Pro 7. Das muss Mitte-Ende der Neunziger gewesen sein, als ich Studentin war und lange aufbleiben konnte. Denn der Quatsch Comedy Club kam sehr spät am Abend. Ich fand den bayrischen Stand-up-Comedian von der ersten Minute an klasse. Da passte nicht nur jede Pointe sondern auch die Mimik. Fast alle seine Programme habe ich im Fernsehen angeschaut und ich kann mich auch noch gut an sein Bühnenjubiläum erinnern, bei dem er Gratulationen von William Shatner alias Captain Kirk und Nichelle Nichols (Uhura) bekam. Ich glaube sogar zu wissen, dass die Show im ARRI-Studio in München aufgezeichnet wurde. Leider arbeitete ich damals nicht mehr dort, sonst hätte ich mir Michael Mittermeier sicher mal live angesehen.

Sein Buch finde ich aber glatt noch besser. Da kann man die Geschichten einfach länger auf sich wirken lassen. Im Showprogramm kommt ja meist gleich die nächste Pointe hinterher. Beim Lesen hat man einfach mehr Zeit den Witz sacken zu lassen und hat mehr von den lustigen Geschichten, die er mit großer Natürlichkeit erzählt. Er ist als Autor genauso wie als Comedian. Und das Buch ist ein Showprogramm in schriftlicher Form. Nicht alles ist superwitzig, zwischendrin gibt es nachdenkliche Passagen, in denen der Autor dem Leser einen Blick in die Person Michael Mittermeier gestattet. PERRY RHODAN-Autor Leo Lukas wird erwähnt und natürlich steht einiges über STAR TREK geschrieben.

Besonders gut gefielen mir die Kapitel über New York City. Ich habe dort auch mal ein halbes Jahr gelebt und kann das, was er erzählt, eins zu eins bestätigen. Ich hatte allerdings mehr mit Mäusen zu kämpfen als mit Monsterkakerlaken. Und ich stand damals auch vor dem »Limelight« in NYC und wunderte mich, warum Abends vor einer Kirche Menschenschlangen anstanden, bis man mir erklärte, dass das eine angesagte Disko sei.

Wer den Humor von Michael Mittermeier mag und mal wieder herzhaft lachen möchte (derzeit gibt es wenig zu Lachen), dem empfehle ich einen Blick in das zweite literarische Werk des Comedystars. Ich verspreche, dass niemand es bereuen wird.

»STAR TREK ist Hoffnung«

Terry Farrell in Deggendorf

»STAR TREK is hope« – dieser Satz, gesprochen von Terry Farrell, der Darstellerin der Jadzia Dax aus STAR TREK-Deep Space Nine, bezeichnete das Motto des Abends.

Über einhundert STAR TREK-Fans aus ganz Deutschland waren in Deggendorf zu einem kleinen aber feinen Event zusammengekommen, um die Schauspielerin live zu erleben. Darunter waren Fans jeder Altersklasse, Frauen wie Männer gleichermaßen, mit verschiedensten Berufen und aus unterschiedlichsten Bevölkerungsschichten. An diesem Abend waren sie eine Gemeinschaft mit einer Gesinnung – gelebte Toleranz und Miteinander sozusagen. Terry Farrell beantwortete die Fragen der Fans mit Geduld und Offenheit. Sie sprach über ihre Arbeit am Set der Serie genauso aufrichtig, wie über ihr anschließendes Leben als Hausfrau und Mutter oder die politische Situation in den Vereinigten Staaten. Auch darüber, dass sie jetzt, nachdem ihr Sohn Max fast erwachsen ist, wieder mehr für ihre Karriere tun möchte. Max begleitete seine Mutter nach Deutschland. Zum ersten Mal übrigens in seinem Leben, obwohl sein Vater deutsche Eltern hat. Terry bestätigte auf Nachfrage hin auch, dass sie seid Ende 2016 mit Adam Nimoy liiert ist, dem Sohn von Spockdarsteller Leonard Nimoy. Geduldig ließ sie sich im Anschluß an die »Frage und Antwort«-Runde noch mit jedem Fan fotografieren und erfüllte Autogrammwünsche.

Der Abend mit Terry begann für mich und meinem Mann schon am Nachmittag. Wir hatten den »Afternoon Tee mit Terry« gebucht. Eine exklusive Zusammenkunft von zwölf Fans mit der Schauspielerin, zu der sie ebenfalls ihren Sohn mitbrachte. Der Dreizehnjährige traute sich sogar in der kleinen Runde der Fans ein paar Sätze zu sagen. Um die Reserviertheit zu Beginn zu überbrücken und etwas Schwung in die Runde zu bringen, schlüpfte Terry in die Rolle der Gastgeberin und verteilte Sandwiches an die Fans. Bald war die peinliche Stille der ersten Minuten überwunden und es entwickelten sich lockere Gespräche. Im Anschluss an die Stunde bei Kaffee, Tee und Gebäck durften wir noch teilhaben, wie Terry ein Interview für die DVD der Veranstaltung gab. Dabei konnte man ihre Professionalität bewundern. Während eine junge Frau auf der Seite (außerhalb der Kamera) ihr Fragen stellte, galt die Aufmerksamkeit der Schauspielerin ausschließlich der auf sie gerichteten Kamera. Fragen beantworten, ohne den Interviewpartner anzusehen, hätte ich wahrscheinlich nicht hinbekommen.

An diesem Abend traf ich sehr viele Menschen wieder, die ich im Laufe meiner langen Zeit im STAR TREK-Fandom kennengelernt und schon seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Manche der Anwesenden kenne ich bald 23 Jahre. Zwischen den Programmpunkten gab es viel Zeit zum Reden und um in Erinnerungen zu schwelgen. Während viele noch zum Dinner-Büffet blieben, fuhren wir nach dem Ende des offiziellen Programms nach Hause.

Diese kleinen Veranstaltungen mit einem Schauspieler finde ich inzwischen viel schöner als die großen unpersönlichen Cons, bei denen man die Stars nur von weiten sehen kann. Daher kann ich die FKM-Events nur empfehlen. Nach dem großen Erfolg vom vergangenen Abend holt Veranstalter Filip Krejcik bestimmt bald wieder einen STAR TREK-Schauspieler nach Deggendorf.

Star Trek am Bodensee

Am Steuer der Enterprise

Vergangenen Samstag waren wir in Sachen STAR TREK unterwegs. Gleich nach dem Frühstück fuhren wir los, um bis zum Mittag in Friedrichshafen am Bodensee zu sein. Dort trafen wir uns mit Teilen des Münchner Trekdinners. Gemeinsam wollten wir die STAR TREK-Ausstellung im Dornier Museum besuchen. Auf Grund diverser Staus kamen wir erst kurz vor eins an. Die anderen warteten bereits auf uns.

Bevor wir ins Museum reingingen, machten wir ein Gruppenfoto vor dem Senkrechtstarter, der auf dem Platz vor dem Eingang steht. Drinnen wurde noch ein Foto vor den Pappaufstellern gemacht, die Karten gekauft und dann ging es schon los.

Die Ausstellung war wie ein Holodeck gestaltet, zumindest sollten die gelben Gitterlinien an Wänden und am Boden das simulieren. Die Ausstellungsstücke stammten meist von Martin Netter, dem Sammler aus der Nähe von Hannover. Es gab aber auch Leihgaben aus dem Hermann Oberth Museum in Feucht und der ESA. Es gab auch einen Nachbau einer Brücke aus der Classic Serie. Hier konnte man auf dem Captain-Sessel mit einer Virtual Reality-Brille ein Abenteuer erleben. Darauf habe ich aber auf Anraten der Museumsangestellten verzichtet. Bei meinem Hang zur Motion Sickness ist so ein Trip nicht zu empfehlen. Mir wird ja sogar im Planetarium schlecht, wenn sich der Himmel über mir dreht.

Die Ausstellung war nicht sehr groß und ich wäre wahrscheinlich enttäuscht gewesen, wenn wir nur den Eintritt für die Ausstellung genommen hätten. Doch so hatten wir den Eintritt für das ganze Museum bezahlt und konnten uns auch die vielen Flugzeuge im Hangar und im Außenbereich ansehen. Besonders gefiel mir, dass man alles anfassen und Flugzeuge auch betreten konnte. Nicht so überragend war die kulinarische Betreuung. Am Eingang wurde groß Werbung für die STAR TREK-Gerichte gemacht, die es im Museumsrestaurant geben sollte, und dann machen die um 14 Uhr Küchenschluss, obwohl das Museum erst um 17 Uhr schließt. Als wir dann zwanzig vor Drei wenigstens ein Stück Kuchen bestellen wollten, gab es nur noch ein Stück. Das überließ ich meinem Mann und aß dafür ein Dessert im Glas, das vom Mittag noch übrig war.

Das eigentliche Highlight des Museums ist aber der Flugplatz vor dem Gebäude. Hier starteten und landeten hin und wieder größere und kleinere Maschinen. Auch der Zeppelin kam alle Stunde vorbei, um Passagiere auszuspucken und neue aufzunehmen. Wie ein Zeppelin startet und landet, sieht man auch nicht alle Tage. Ein Großeinkauf im Museumsladen rundete den schönen Nachmittag ab. Während die Münchner noch in ein nahegelegenes Restaurant zum Essen gingen, fuhren wir weiter nach Ulm. Dort besuchten wir Verwandtschaft und feierten am nächsten Tag noch den Geburtstag der Nichte meines Mannes, bevor wir uns wieder auf den Weg gen Heimat machten.

Sandra hat in ihrem Blog vom Trekdinner Event in Friedrichshafen berichtet, mit vielen Fotos.

Erfolgreiches Crowdfunding

640.000 $ – in Worten sechshundertvierzigtausend Dollar, so viel hat die Sammlung der Fans von STAR TREK-Deep Space Nine für den Dreh eines Dokumentationsfilms ergeben. Ursprüngliches Ziel waren 150.000 $. Ich berichtete darüber.

Jetzt können die Filmemacher um Ira Steven Behr mit dem vielen Geld eine Luxusdokumentation machen, die unter Umständen sogar aufbereitetes Filmmaterial beinhalten soll.

Da zeigt es sich doch wieder mal, wie beliebt DS9 bei den Fans ist, und das diese Beliebtheit von CBS bisher sträflichst ignoriert wurde. Das könnte sich nun ändern. Denn bei dem Zuspruch, die allein die Dokumentation gezeigt hat, liegt es nahe, dass sich auch die Aufbereitung des Filmmaterials der sieben Staffeln lohnen könnte. Denn bisher war DS9 in High Definition auf Blu-ray kein Thema für CBS.

Nun warte ich erst einmal gespannt auf die Dokumentation und freue mich schon mal auf das Wiedersehen mit alten Bekannten.

Fragwürdige Preisverleihung

Vergangene Woche wurde die Longlist des Deutschen Phantastik Preis veröffentlicht und das Voting eröffnet. Die Fans sind angehalten über die Publikationen aus dem Jahr 2016 in den Genres »Fantasy« und »Science Fiction« abzustimmen. Die Sache hat nur einen Haken. Bisher konnten die Fans ihre Lieblingspublikationen nominieren und die Liste für die Abstimmungsrunde selbst zusammenstellen. In diesem Jahr hat das eine Jury gemacht. Aus wem diese Jury bestand und wie sie gearbeitet hat, darüber erfährt man nichts, aber das Ergebnis ist katastrophal. Da tauchen unbekannte Selfpublisher auf der Liste auf, während Publikationen professioneller Verlage einfach ignoriert werden.

PERRY RHODAN ist seit vielen Jahren in der Kategorie »Beste deutschsprachige Serie« nominiert. In diesem Jahr sind nur die Miniserien PR-ARKON und PR-TRIVID gesetzt. Keine Rede von der Erstauflage oder NEO. Selbst bei den Comics ist nur der erste Band der PR-Comicreihe angegeben, nicht aber der Sammelband mit allen drei Teilen. Bei den Grafikern, das gleiche Phänomen. Zeichner der PR-Serie sind nur mit zweitklassigen Covern vertreten. So geniale Arbeiten wie die von Alfred Kelsner für Band 2827 und 2839 (siehe Bilder unten), oder die NEO-Cover von Dirk Schulz fehlen völlig.

Warum ist ARKON nominiert und JUPITER nicht? Warum taucht NEO nicht auf? Ich denke das PERRY RHODAN als Oberbegriff richtig wäre, um alle Fans zu bündeln. Doch genau hier scheint das Problem der Verantwortlichen zu liegen, die haben Angst vor zu viel Dominanz. Hinter der Jury-Entscheidung, unter dem Namen PERRY RHODAN nur mäßig gute Publikationen und Grafiken zu nominieren, steckt die klare Absicht, die Großen des Genres in die Ecke zu drängen.

Unter der seltsamen Zusammenstellung der Veröffentlichungen leidet nicht nur PERRY RHODAN. Es fehlen großartige und wichtige Publikationen aus dem Jahr 2016. Angefangen von der dreiteiligen Star Trek-Serie »Prometheus« von Christian Humberg und Bernd Perplies (CROSSCULT). Da haben zum ersten mal deutsche Autoren das Star Trek-Universum erweitert und dann wird das nicht gewürdigt, oder bei der Sekundärliteratur erscheinen weder »Invasion der Zukunft« von Hans-Peter von Peschke (THEISS) noch »Das SF-Jahr 2016« von Sascha Mamczak (HEYNE). Dergleichen fehlen wichtige Anthologien wie »Sternenfeuer« und »Schattenfeuer« aus dem Drachensternverlag (BOOKSPOT).

Mir kommt es so vor, als hätte die Jury bevorzugt Kleinverlage und Selfpublisher nominiert und die »Großen« einfach ignoriert. Dann sollte man vielleicht darüber nachdenken, einen Extrapreis für Selfpublisher zu vergeben und nicht diejenigen bestrafen, die seit Jahren das Genre am Leben erhalten.

Boykott ist das einzige, was man tun kann: einfach in den Kategorien »Keine Stimme abgeben« anklicken und dafür seinen eigenen Vorschlag eintragen. Vielleicht wachen die Verantwortlichen dann auf, was für eine sinnentleerte Liste sie da aufgestellt haben.

Das Schärfste jedoch ist, dass auf der Internetseite des Deutschen Phantastik Preis ein Foto veröffentlicht wurde, das vom PERRY RHODAN-WorldCon 2011 stammt. Es zeigt Tom Hillebrand, der ein paar mal den Preisverleihung moderiert hat. Entweder derjenige, der die Seite gestaltet hat, hatte keine Ahnung, oder war zu faul sich ein Bild von den Preisverleihungen in Dreieich zu besorgen. Bei alledem dann noch ein Foto von einer PERRY RHODAN-Veranstaltung für die Internetseite des Phantastik Preis zu verwenden, finde ich einfach nur frech.

Apropos Dreieich. Dei Verleihung des Deutschen Phantastik Preis fand all die Jahre auf dem BuCon in Dreieich statt. Im letzten Jahr durfte ich der netten kleinen Veranstaltung sogar beiwohnen. In diesem Jahr werden die Preise im großen Rahmen mit viel Pomp auf der Phantastika in Oberhausen vergeben. Das die Preisgelder auch schon mal höher waren, fällt da schon gar nicht mehr ins Gewicht.

PR 2827 Quelle Perrypedia
PR 2839 Quelle: Perrypedia

What we left behind

Quelle: Robots and Dragons

Das habe ich noch gar nicht erzählt …

Einer der Produzenten von Star Trek-Deep Space Nine hat sich mit Adam Nimoy (dem Sohn von Spock-Darsteller Leonard Nimoy) zusammengetan, um eine Dokumentation über Deep Space Nine (DS9) zu drehen. Beteiligt an dem Projekt sind alle Darsteller außer Avery Brooks und ganz ehrlich, auf den kann man auch getrost verzichten. Wer ihn einmal live erlebt hat, wird mir zustimmen: der Mann ist eine Katastrophe. Ich habe mich damals gefragt, ist er wirklich so, oder tut er nur so. Egal.

Für mich als Fan von DS9 ginge mit der Dokumentation ein Traum in Erfüllung. Endlich würde dem Stiefkind des Star Trek Franchise eine ebensolche Würdigung zu Teil, wie TNG mit »Chaos on the Bridge«.

Angefangen wurde bereits mit dem Film, doch wie immer, fehlt es auch hier am Geld. Aber in Zeiten von Crowdfunding gibt es Mittel und Wege, ein solches Projekt zu stemmen. Deshalb haben die Produzenten eine Kampagne bei Indiegogo gestartet. Wer die Dokumentation unterstützt, wird mit unterschiedlichen Gaben belohnt. Die reichen von Buttons und Postern, über die Blu-Ray des fertigen Films, bis hin zu Treffen mit Produzenten und Schauspielern. In dem Fall ließen sich viele Fans natürlich nicht lumpen. Und so ist nach zwanzig Tagen bereits das Doppelte des benötigten Budgets beisammen. Und die Kampagne geht weiter. Damit können die Macher noch weitere Features wie Interviews drehen. Das freut mich sehr. Wir überlegen, ob wir uns auch an dem Projekt beteiligen, denn lohnen tut es sich in diesem Fall für beide Seiten.

Daran erkannt man, das Deep Space Nine immer noch eine große Fangemeinde hat. Für mich ist es die Serie mit den besten Geschichten und den ausgefeiltesten Charakteren. Kein Wunder, dass in den Neunzigern sehr viel Fanfiction zu der Serie geschrieben wurde. Auch ich habe mehr Stories zu DS9 verfasst, als zu allen anderen Serien.

Zur Kampagne bei Indiegogo gehts hier lang.
Und den lustigen Trailer dazu stelle ich hier gleich mal rein.

 

Ungewohntes Bewegungsmuster

Es gibt einen Grund, warum mir heute schon den ganzen Tag der linke Gesäßmuskel schmerzt – Muskelkater! An einer Stelle an der ich ihn nicht erwartet hatte. Gestern war ich davon ausgegangen, dass mir der rechte Arm weh tun würde, aber nun ist es die linke Ar…backe.

Nein, ich habe nicht zu viel gesessen, ich war gestern zum Bowling. Zum ersten Mal übrigens in meinem Leben und das, obwohl ich früher im Kegelverein meines Vaters ab und zu mal Kegel aufgestellt habe. Zu meiner großen Überraschung habe ich mich gar nicht so blöd angestellt, wie ich das sonst bei solchen Aktivitäten tue. Na gut, einmal habe ich die Kugel hinter mich geworfen, aber nur weil sie mir aus der Hand gerutscht ist. Und ich habe dabei auch niemanden verletzt. Aber ich kann auch zwei Strikes auf meinem Konto verbuchen, bei fünfunddreißig Durchgängen.

Das Trekkdinner München veranstaltet jedes Jahr am 6. Januar das obligatorische Trekbowling. In diesem Jahr zum ersten Mal zusammen mit Teilen des Dr. Who Stammtisches München, von dem sich ein Teil wiederum aus dem PERRY RHODAN-Stammtisch »Ernst Ellert« rekrutiert. Damit hatte ich nicht nur die Gelegenheit beim Trekdinner über STAR TREK bzw. den neuen STAR WARS-Film zu plaudern, sondern auch endlich mal über PERRY RHODAN. Und dann war da noch ein ehemaliges Trekdinnermitglied zu Gast, das die vergangenen neun Jahre in Neuseeland verbracht hat, da gab es natürlich ebenfalls viel zu erzählen.

Wir sind dieses Mal mit dem Zug angereist, weil die Straßenverhältnisse es bei der eisigen Kälte es nicht zugelassen haben und wir waren anschließend noch mit den Stammtischlern beim Italiener, der qualitativ nicht schlecht war, aber … bei dem ich zum ersten Mal trotz Mahlzeit, hungrig aus einem Restaurant gegangen bin. Das Üppigste an den »Portiönchen« war der Preis. (Die Münchner sind das schon gewohnt.) Wir haben uns dann am Ostbahnhof noch was beim Bäcker gekauft.

Dennoch war es ein schöner Tag, mit neuen und alten Freunden und viel Spaß.

Hier kann man die Fotos ansehen, die Sandra gemacht hat.

Fanfiction im Fokus

Quelle: Amazon

Ich hatte so meine Bedenken, als 2015 ein Buch herauskam, in dem es um Fanfiction geht. Unter dem Titel: »With Love Mary Sue – Das Phänomen Fanfiction« nehmen zwei Autorinnen das Thema Fanromane unter die Lupe. Konnte das gutgehen? Würden die schreibenden Fans auf eine angemessene Art und Weise gezeigt oder würde man uns Hobbyautoren wieder als verklärte Träumer abstempeln? Ich war mir nicht sicher, was ich davon halten sollte, deshalb ließ ich zunächst die Finger davon.

Auf der FedCon 2016 kaufte ich mir schließlich doch das Buch. Unteranderem deshalb, weil eine der Autorinnen vor Ort war und ich mit ihr einige Worte wechseln konnte. Sie erklärte mir, was sie mit dem Buch versuchen wollten; das sie für all die schreibenden Fans eine Lanze brechen wollten und zeigen, was Fanfiction bedeutet und warum es so beliebt ist. Zwischen den Feiertagen kam ich nun endlich dazu, dass Sachbuch zu lesen. Und tatsächlich, es ist eine sehr umfassende wissenschaftliche Abhandlung über Fanfiction im Allgemeinen und in Deutschland im Besonderen. Es kommen bekannte Autoren wie Andreas Eschbach, Tommy Krappweis oder Markus Heitz zu Wort aber auch PR-Chefredakteur Klaus N. Frick findet ein paar Worte, um Fanromane aus Sicht der PERRY RHODAN-Serie zu beleuchten.

Das alles ist gut und umfangreich recherchiert. Man bekommt einen Einblick von der Historie (auch Shakespeare hat Fanfiction geschrieben) über die Zeit der Fanzines, bis hin zu den heutigen Fanfiction-Foren im Internet. Wobei Letzteres ziemlich umfangreich am Beispiel der Seite Fanfiction.de abgehandelt wird. Stellenweise lesen sich die Fakten etwas trocken, da hätte ich mir mehr Lebendigkeit gewünscht. So wie Christian Humberg und Andrea Bottlinger das in ihrem Buch »Geek Pray Love« gemacht haben. Ich bin auch nicht immer einer Meinung mit den Autorinnen, was den persönlichen Umgang als schreibender Fan mit dem Objekt seiner Begierde, sprich der Serie, der Figur oder dem Schauspieler der Figur angeht. Auch der Kommentar, dass man sich irgendwann von der Fanfiction lösen und etwas eigenes schreiben sollte, mag für diejenigen gelten, die professionell schreiben wollen. Aber wie viele von den Fans wollen das schon. Für die meisten ist es ein erfüllendes Hobby, mehr nicht. Das empfand ich dann ein bisschen von oben herab. Aber im Großen und Ganzen ist das Buch sehr informativ und auch eingefleischte Fanfictionautoren wie ich, können daraus noch etwas lernen.

Besonders lesenswert fand ich den Gastbeitrag von Sol Deande, der Betreiberin des Star Wars Fanfiction Archivs sowie das Interview mit Betsy Rosenblatt vom Archive of Our Own über die rechtliche Situation von Fanfiction. Gerade das Rechtliche scheint auch in Deutschland nach wie vor eine Grauzone zu sein.

»With Love Mary Sue – Das Phänomen Fanfiction« stellte sich also nicht als ganz so schlimm heraus, wie von mir befürchtet und so kann ich das Buch nur jedem empfehlen, der sich intensiver mit Fanfiction und ihren Auswüchsen beschäftigen möchte.

Eines jedoch habe ich vermisst, bei all den Foren, die im Buch genannt wurden, tauchte in keiner Zeile das STAR TREK Fanfiction Archiv TrekNation auf. In dem es inzwischen immerhin fast genauso viele deutsche STAR TREK Geschichten gibt, wie bei Fanfiction.de und wo sich viele Autoren tummeln, die mit Fanfiction begonnen haben und heute professionell schreiben.

Das Sachbuch von Bettina Petrik und Stefanie Zurek erschien 2015 im Verlag in Farbe und Bunt und ist überall im Buchhandel erhältlich.

Lustiger Weihnachtsstammtisch

Quelle: Sandra
Quelle: Sandra

Am Freitag war es mal wieder soweit, das Weihnachtstrekdinner der Münchner Trekkies stand auf dem Programm. Im festlich geschmückten aber völlig überhitzten Nebenraum des Bar-Restaurante-Portugal trafen sich ca. 40 STAR TREK-Fans zur Weihnachtsfeier. Sogar aus Hamburg waren Begeisterte angereist, um mit den Münchnern zu feiern.

Wie immer gab es beim kniffligen Quiz viele schöne Preise zu gewinnen, Sandra und Florian hatten einen fotografischen Rückblick aufs Trekdinner-Jahr zusammengeschnitten und am Ende durfte wieder gewichtelt werden.

Da waren wir leider schon wieder auf der Autobahn. Schade, dass wir wegen der langen Heimreise immer nur bis 22 Uhr bleiben können, denn es war wieder sehr lustig. Neben den üblichen Gesprächsthemen zu STAR TREK wurde mit Vorfreude über den kommenden STAR WARS-Film »Rogue One« gesprochen, aber auch Themen abseits fannischer Aktivitäten wurden diskutiert. Ich bekam von einem Teilnehmer ein Feedback zu meiner FanEdition, was mich ganz besonders gefreut hat. Für ihn ist der Krimi aufgegangen, da er bis zum Schluss nicht erraten konnte, wer der Täter ist. Schön zu hören. Da scheine ich tatsächlich einiges richtig gemacht zu haben. Nebenbei konnte ich auch meine begrenzten Kenntnisse über Punks loswerden und bekam aus erster Hand einen Erfahrungsbericht vom »Billy Talent«-Konzert in München.

Beim Quiz haben landeten wir mal wieder auf den vorderen Plätzen. Was dazu führte, dass beim nächsten Mal derjenige mit den wenigsten Punkten zum Gewinnern gekürt werden soll, damit nicht immer dieselben gewinnen. Kann ich durchaus nachvollziehen, aber wir sind eben so richtige Nerds. Frei nach dem Motto: »Bringe deine Kenntnisse an den Mann, selbst wenn sie nicht gefragt sind.«

Unsere selbstgebackenen STAR TREK- und STAR WARS-Plätzchen waren innerhalb von zehn Minuten aufgegessen und die von mir zur allgemeinen Erheiterung ausgeteilten Fruchtgummis in Penisform fanden ebenfalls großen Zuspruch. Übrigens war ich nicht die einzige, die sich ein Wichtelmützchen aufgesetzt hatte. Ach ja, das Essen und die Cocktails waren natürlich auch wieder sehr lecker.

Mehr zum Weihnachtstrekdinner mit Fotos in Sandras Blog. Beim nächsten Mal vergessen wir hoffentlich nicht wieder die Kamera mitzunehmen.