Perry, Perry und nochmals Perry

In den letzten zwölf Monaten habe ich mich eigentlich mit nichts anderem beschäftigt, als mit PERRY RHODAN. Es ist ja schön, ein erfüllendes Hobby zu haben, aber manchmal möchte man auch mal etwas anderes sehen und hören und vor allem lesen. Die PERRY RHODAN-Redaktion hat den Lesern in diesem Jahr eine immense Fülle an Publikationen geboten, die ich fast schon ein bisschen erdrückend finde. Ich weiß, ich weiß, das Geschäftsleben ist hart vor allem im Buch- und Zeitschriftenhandel. Man muss präsent sein und publizieren was geht, um die Marke zu erhalten. Doch die Auswahl für die Leser, die möglichst alles von ihrer Lieblingsserie aufsaugen möchten, war in diesem Jahr besonders groß.

Neben der seit 1961 laufenden Erstauflage (EA), die heuer mit Band 2875 in einen neuen Zyklus startete, gibt es noch PERRY RHODAN NEO, der »Reboot« aus dem Jahr 2011. Zu 55 Jahren EA kommen also 5 Jahre NEO; das bedeutet nicht nur jede Woche einen neuen Heftroman, sondern zusätzlich alle vierzehn Tage ein NEO-Taschenheft mit dem doppelten Umfang wie ein Heftroman. Und um Lesern den Einstieg in die Serie zu erleichtern, bringt der Verlag regelmäßig abgeschlossene Miniserien in 12 Heften heraus. Anfang des Jahres startete auf diesem Weg »ARKON«, die Serie habe ich im Blog besprochen. Gleich darauf schloss sich ohne Pause »JUPITER« an, die Serie, die in dieser Woche ein Ende finden wird. Und als wäre das nicht genug, gab es im Oktober und November noch eine sechsteilige E-Book Serie mit dem Namen »TRIVID«. Vergessen wir nicht die Silberbände, die mehrmals im Jahr erscheinen und in denen frühere Romane der EA zusammengefasst und überarbeitet abgedruckt sind.

Ich weiß ja nicht, wie die PR-Redaktion in Rastatt das hinbekommt. Wahrscheinlich verfügen die Mitarbeiter über Mutanten-Fähigkeiten oder Geräte zur Zeitmanipulation. Ich lese momentan parallel zu NEO auch »JUPITER«, »TRIVID« und den Silberband »Lemuria«, was mich komplett vereinnahmt. Ich würde ja gern auch einzelne Romane der EA lesen, wie zum Beispiel die von Robert Corvus, aber das bekomme ich zeitlich einfach nicht auf die Reihe. Ich schaffe es ja nicht mal die »JUPITER«-Romane zu rezensieren, dabei gefallen mir die Hefte richtig gut.

Ich hoffe, dass man in der Redaktion den Lesern über den Jahreswechsel eine kleine Pause schenkt, man selbst durchatmet und die nächste Miniserie erst später in 2017 startet. Dann könnte ich endlich mein Lesedefizit aufholen und auch mal wieder etwas anderes lesen als über Perry und seine Freunde. Die STAR TREK »Prometheus«-Reihe von Christian Humberg und Bernd Perplies zum Beispiel. Wenn es schon STAR TREK aus Deutschland gibt, dann sollte man das als Fan auch gelesen haben.

Überraschende Aufzeichnungen gefunden

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Copyright: Christina Hacker

In den letzten Tagen kramte ich viel in alten Sachen, zum einen weil ich etwas suchte, aber auch um mal auszumisten. Dabei stieß ich auf Dinge, die sich meiner Erinnerung längst entzogen hatten. So fand ich in einem zerfledderten Notizbuch einen Text, den ich Anfang der Neunziger mit Bleistift hineingekritzelt hatte. Wie sich herausstellte, gehören die Einträge zu meinem allerersten Roman, den ich geschrieben habe.

Das ist jetzt mehr als fünfundzwanzig Jahre her. Normalerweise beginnt man als Anfänger mit Kurzgeschichten und arbeitet sich dann voran. Ich stieg gleich mit einem Roman ein, was dann auch einige Zeit in Anspruch nahm. Bei den ersten Worten war ich 17 Jahre alt und als ich die Geschichte endlich zu Ende erzählt hatte bereits 20. Veröffentlicht wurde er aber erst 1996 als Star Trek Forum Produktion über einen Fanclub.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass es eine klassische Mary Sue-Story ist, wie sie viele Teenager schreiben. Aber davon abgesehen bin ich noch heute stolz darauf, dass ich so viel Durchhaltevermögen hatte, um das Projekt damals tatsächlich zu Ende zu bringen. Warum ich das geschafft habe, ist mir erst vorgestern aufgegangen. Und hier kommen wir wieder auf das Notizbuch zurück. Ich war ziemlich überrascht, als ich darin so eine Art Exposé zu dem Roman fand. Die Struktur und die Kapitel waren ausgearbeitet und der Inhalt jeder Szene mit einem oder zwei Sätzen beschrieben. Da war ich platt. Ich hatte tatsächlich ein Exposé geschrieben. Hätte man mich damals gefragt, was das ist, hätte ich die Frage nicht mal beantworten können, aber ich hatte instinktiv das Richtige getan.

Viel Feedback bekommt man als Hobbyautor in der Regel nicht, aber ich bin dennoch stolz darauf, dass es im Netz immer noch eine Rezension gibt. Diese Ehre wurde damals nicht vielen Hobbyautoren zu Teil. Vor allem weil die Kritik sowohl positives als auch negatives herausstellt. So findet der Rezensent, dass ich die die Action-Elemente ruhig noch etwas hätte ausbauen können und dass einige Reaktionen meiner Protagonistin überzogen wirken. Das stimmt natürlich und ich würde es heute nicht anders kritisieren. Dennoch erfreuen mich seine Worte noch heute: »Dieser Roman war das Erstlingswerk der Autorin. Respekt, Respekt ! Das Buch macht Appetit auf weitere Romane oder Stories von ihr. Christina Hacker kann mit Worten umgehen. Der Stil ist flüssig und die Figuren wirken lebendig. Auch die Story ist gut ausgedacht und hat einige überraschende Wendungen. Die Spannung entsteht mehr aus inneren Konflikten der Hauptpersonen als aus Phaserfeuer und Raumschlachten.«

Genauso war die Geschichte auch gedacht. Schön zu lesen, dass sie auch so beim Leser angekommen ist.

Inzwischen habe ich bereits vier Fortsetzungen zu der Geschichte geschrieben. Es ist also schon fast so etwas wie ein Epos entstanden. Alle Geschichten findet man als E-Books auf meiner E-Book-Seite.

Neuer FKM-Event in Planung

Da habe ich mich aber mal richtig gefreut. Heute Vormittag bekam ich eine E-Mail von Filip Krejcik von FKM-Events mit der Ankündigung einer Veranstaltung im März. Nach drei Jahren wird es endlich wieder ein »An Evening With …« geben. Als Stargast des Events ist Terry Farrell angekündigt, die bezaubernde Darstellerin der Jadzia Dax aus STAR TREK-DEEP SPACE NINE.

Die »An Evening with …«-Veranstaltungen sind perfekt organisiert und haben dennoch einen sehr persönlich Charme. Meistens kommen zwischen 50 und 100 Fans. Das ist absolut überschaubar und nicht so unpersönlich wie eine große Convention. Man kann tatsächlich sagen, dass man die Schauspieler dort hautnah erleben kann. Wir haben schon einige Abende in Deggendorf verbracht und immer sehr schöne Erinnerungen mit nach Hause genommen.  Nur als ich das Datum 18. März las, zuckte ich erstmal zusammen, weil ich glaubte, dass der Termin auf das Buchmesse Wochenende fallen könnte. Dem ist Gott sei dank nicht so. Nachdem ich den Schreck überwunden hatte, blieb mir nichts anderes übrig, als sofort meinen Mann anzurufen, der ein großer Fan der Schauspielerin ist. Ich bin mir sicher, dass wir uns noch heute Abend anmelden werden.

Hier noch der Auszug aus der Ankündigung des Veranstalters mit allen relevanten Informationen:

Der Event findet wie gewohnt im „Hauptquartier“ von FKM-Events statt, nämlich in Deggendorf – erneut im Tagungsraum der Deggendorfer Stadthallen.

Einlass ist ab 17:00, Programmbeginn ist um 18:00, Dauer bis ca. 21:00. Im Mittelpunkt steht natürlich unser Stargast – so wird es wie gewohnt ein Q&A-Panel geben, gefolgt von der Fotosession, die auch diesmal im Eintrittspreis bereits enthalten ist (Die Fotos werden direkt in der Woche nach dem Event per E-Mail bzw. gesichertem Download zur Verfügung gestellt).

Im Anschluss wird Terry im Rahmen der Autogrammstunde noch Fotos und Autogramme verkaufen.

Der Preis für ein reguläres Ticket beträgt 49.- € in der „Early Bird“-Phase bei Bestellung bis 4. Dezember.2016. Zusätzlich gibt es diesmal auch ein auf 10 Teilnehmer limitiertes Premium-Package mit weiteren Inklusivleistungen.

Als besondere Aktion haben wir noch einen Afternoon Tea mit Terry im Angebot, der auf 12 Teilnehmer limitiert ist und bereits um 15:30 stattfindet.

Im Anschluss an den offiziellen Teil des Evenings sind alle Teilnehmer eingeladen, im Foyer der Stadthalle zu einem gemütlichen Ausklang des Abends mit einem leckeren Dinner-Büffet zusammenzukommen. Voraussichtlich wird sich auch Terry hier noch einmal unters Volk mischen.

Anmelden kann man sich auf der Homepage von FKM-Events.

Star Trek Freunde im Fernsehen

Im Blog einer Freundin vom Münchner Trekdinner habe ich gestern Abend mit Erstaunen gelesen, dass sie zusammen mit ihrem Mann vom Bayerischen Rundfunk interviewt wurden. Mit dabei waren noch zwei weitere Fans vom Trekdinner. Die Aufnahmen entstanden schon im September, die Sendung »nacht:sicht« wurde aber erst am 14.11. ausgestrahlt. Das Thema war natürlich Star Trek. Wir haben uns den Beitrag sogleich angesehen und ich war positiv überrascht.

Der Moderator zeigte Sachverstand, die üblichen Klischees über Star Trek-Fans wurden ausgelassen und das Gespräch mit Metin Tolan zur Physik von Star Trek war außerordentlich interessant. Wir haben das Buch des Professors von der Technischen Universität Dortmund daheim im Regal stehen und wir haben bereits 2005 einen Vortrag von Metin Tolan im Deutschen Museum in München angehört. Da hatte der Herr noch keine grauen Haare.

Alles in allem ist es eine sehr schöne Sendung, die der BR produziert hat. Die dreißig Minuten kann man sich auch ansehen, wenn man kein Star Trek-Fan ist.

Hier der Link zum Beitrag in der Mediathek des BR.

Travel Guide für exotisches Reiseziel

Quelle: Amazon
Quelle: Amazon

Einen Reiseführer der besonderen Art entdeckte ich dieser Tage bei Amazon.

Es handelt sich in diesem Fall um einen Reiseführer des Planeten Vulkan. Edel aufgemacht mit vielen farbigen Zeichnungen, ein paar netten Gimmicks und jeder Menge Infomaterial über die Kultur der Vulkanier und ihres Planeten. Es gibt sogar Landkarten zu Orten, die in der STAR TREK-Serie erwähnt oder sogar gezeigt wurden. Dazu kommen vulkanische Berühmtheiten zu Wort wie Spock, Saavik, T’Pau, T’Pol und Tuvok. Es gibt Tipps zu Übernachtung und Gastronomie genauso wie zu Sehenswürdigkeiten und Naturwundern. Witzig sind Verhaltensratgeber wie: Was tut man, wenn man ungewollt ein Katra (Seele) übertragen bekommt oder in ein vulkanisches Hochzeitsritual verwickelt wird? Nützliche Dinge, die man durchaus auf Vulkan gebrauchen kann.

Für Vulkan Fans ist der Reiseführer ein unbedingtes Muss, aber auch für Hobbyautoren ist er nicht uninteressant, weil sich darin, jede Menge verwertbares Infomaterial für Geschichten befindet.

Allein die Tatsache, das es diesen Reiseführer jetzt gibt, ärgert mich ein bisschen. Denn vor gut zehn Jahren begann ich, für meinen Roman »Suraks Erben« umfangreiches Datenmaterial zu sammeln, das ich anschließend in einem Reiseführer verarbeiten wollte.  Ich habe das Projekt in zwei Jahren auch ziemlich weit gebracht, bis ich krankheitsbedingt keinen Antrieb mehr hatte, damit weiterzumachen. Ich schloss zwar den Roman ab, aber der Reiseführer blieb auf der Strecke. Megabytes an Daten schlummern noch irgendwo auf einer der vielen Festplatten und warten darauf gehoben zu werden. Weil ich damals sehr gründlich recherchiert habe und sowohl Kapitel über Flora & Fauna, als auch über Gesellschaft, Politik, Kultur und Medizin angelegt habe. Dazu umfangreiches Bildmaterial. Aber weil ich niemals dachte, dass irgendjemand auf die Idee käme, einen Reiseführer über Vulkan zu machen, habe ich das Projekt nicht mit der notwendigen Inbrunst vorangetrieben. Und wie heißt es so schön: wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Nun war jemand schneller. Ärgerlich, aber nicht zu ändern. Spannend finde ich ja, dass im Quellenverzeichnis einige der Publikationen und Quellen angegeben sind, die auch ich genutzt habe.

Ach ja, der Reiseführer ist in englischer Sprache, erschien bei Insight Editions und kann bei allen Onlinehändlern und im Buchhandel unter der ISBN: 978-1-60887-520-7 bestellt werden.

BuchmesseCon Dreieich 2016

Ich war gespannt. Hatte ich doch schon so viel über den legendären BuchmesseCon in Dreieich gehört und gelesen. Und da eine Freundin ganz in der Nähe wohnt, nutzte ich die Gelegenheit der Traditionsveranstaltung einen Besuch abzustatten.

Das Bürgerhaus in Dreieich war schnell gefunden, ein Parkplatz dagegen eher schwieriger, vor allem wenn man erst am Nachmittag dort aufschlägt.
Im Foyer bezahlten wir unseren Eintritt und nahmen die obligatorische Contüte in Empfang. Ich hatte mich noch nicht gedreht, als ich schon von einer befreundeten Autorin begrüßt wurde, die ich aus Wolfenbüttel kannte. Gleich darauf stand eine Foristin aus dem PR-Forum vor mir. Kaum einen Schritt weiter, kam mir ein Fan entgegen, mit dem ich vor mehr als zwanzig Jahren zur Premiere von STAR TREK »Generations« in Berlin gewesen war, der sich aber nur noch dunkel an mich erinnerte.

Ich hatte die Treppe zum Foyer erglommen, da traf ich schon die nächsten Bekannten. Nach einer herzlichen Begrüßung, schlenderten wir erstmal zwischen den Ständen hindurch und bewunderten die Vielzahl der anwesenden Verlage und deren Publikationen. Während wir uns mit einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen stärkten, kamen weitere Freunde und Bekannte vorbei. Jedesmal gab es ein großes Hallo und viele interessante Gespräche. So flog der Nachmittag an mir vorüber, ohne das ich mir eine der Lesungen anhören konnte. Ich stand mit staunendem Blick herum und plauderte, lernte Personen kennen, von denen ich bisher nur gehört, oder mit denen ich telefoniert bzw. E-Mails ausgetauscht hatte und knüpfte neue Kontakte. Besonders gefreut, hat mich das Zusammentreffen mit Oliver Plaschka, der immer sehr rührig in meinem Blog die Rezensionen zu seinen NEO-Romanen kommentiert. Überrascht und gefreut hat mich auch das Zusammentreffen mit Michael Haitel, der für die FanEdition der PRFZ verantwortlich ist. An dieser Stelle gleich mal ein Hinweis, ihm liegen bereits Manuskripte für die FanEdition bis 2019 vor.
Einzig Hermann Ritter, den ich gern mal persönlich kennengelernt hätte, ging mir an diesem Nachmittag durch die Lappen.

Später plauderte ich vor dem Stand vom Verlag »in Farbe und Bunt« noch mit Kai Hirdt und Madeleine Puljic, im Foyer mit Verena Themsen. Gemeinsam warteten wir auf das Verlags-Panel der PERRY RHODAN Redaktion, dass um 18 Uhr beginnen sollte. Kurz vor Sechs nahm ich meinen Platz im Holodeck 4 ein und wunderte mich, dass der Raum nicht voll wurde. Ein Blick auf das Programm zeigte, dass im Nachbarraum Bernd Perplies und Christian Humberg aus ihrer Romanserie STAR TREK »Prometheus« lasen. Diese Parallelität fand ich etwas unglücklich, weil ich mir das auch gern angehört hätte. Doch das Perry-Panel wollte ich unter keinen Umständen verpassen.

Klaus N. Frick übernahm die Moderation. Am Tisch saßen außerdem Verena Themsen, Kai Hirdt und Neuling Madleine Puljic. Nach der Vorstellungsrunde hatte der PR-Chefredakteur einige Fragen vorbereitet, die er den Autorinnen und dem Autor stellte. Hauptsächlich ging es um das neue Taschenbuch »Die falsche Welt«, das die Heftromane 2812-2815 enthält und gerade bei Bastei-Lübbe erschienen ist. Klaus N. Frick erklärte, dass der Verlag mit Taschenbüchern mit abgeschlossenen Handlungen versuchen will, ehemalige Leser in die Serie zurückzuholen.

»Überallzugleichschreiber« Kai Hirdt sprach über die Fortsetzung der Comic-Reihe und nannte mit dem 23. Januar sogar ein voraussichtliches Erscheinungsdatum, an dem die PERRY RHODAN Comics in die zweite Runde gehen werden. Er verriet an dieser Stelle auch einen Spoiler. Er sorgt in der Geschichte nämlich dafür, dass das Dimesextatriebwerk der SOL zerstört wird und schafft damit eine Erklärung, warum die SOL mehr als vierzig Jahre braucht, um in die Milchstrasse zurückzukehren.

Die Wienerin Madeleine Puljic sprach vor allem über ihre Arbeit mit Kai Hirdt am NEO Roman »Das Cortico-Syndrom«, der in zwei Wochen erscheinen wird.

Im Anschluss stellten die anwesenden Fans Fragen. Im Blickpunkt stand vor allem der vergangene Zyklus der EA, wobei sich hier die Lager zwischen Begeisterung und Ablehnung die Waage hielten. Es gab Fragen zur kommenden Miniserie und Klaus N. Frick machte allen bewusst, dass zur Zeit fünf PERRY RHODAN Serien in Bearbeitung sind: EA, NEO, »Jupiter«, »Trivid« und die für Frühjahr geplante Miniserie.

Punkt 19 Uhr war das Panel beendet. Ich drehte noch eine Verabschiedungsrunde, bevor mich mein Chauffeur vor der Tür des Bürgerhauses abholte.

Ich fand den Tag in Dreieich sehr bereichernd, nicht nur wegen der fruchtbaren Gespräche, sondern auch wegen der vielen Eindrücke, die ich gewonnen habe. Das einzige war, dass ich anschließend kaum noch einen Ton herausbrachte. Nun, das kommt davon, wenn man gefühlte vier Stunden am Stück redet.
Eines ist aber ganz sicher: ich versuche im nächsten Jahr wiederzukommen.

Verena Themsen & Klaus N. Frick
Verena Themsen & Klaus N. Frick
Kai Hirdt & Madeleine Puljic
Kai Hirdt & Madeleine Puljic

Zweimal Giacchino

Quelle: Amazon

Momentan höre ich mal wieder Soundtracks. Dieses Mal sind beide von Michael Giacchino, dem Mann der neben den STAR TREK Filmen für viele große Filme in den vergangenen Jahren die Musik geschrieben hat. Das beste am STAR TREK Reboot von 2009 war eindeutig die Musik. Michael Giacchino hat einen wunderbaren Score geschaffen, von dem ich nie genug bekommen kann. (Die Musik lief übrigens auch während der Trauung von meinem Mann und mir.)

Zu Giacchinos neusten Werken gehört der Soundtrack zu STAR TREK Beyond bei dem ich besonders den Track »Night on the Yorktown« sehr gelungen finde. Den könnte ich momentan in Dauerschleife hören, wenn die anderen Titel des Albums nicht auch so super wären. Vielleicht gibt es ja wie beim Film 2009 ein Spezial Edition Album mit zwei CD’s.

 

 

Quelle: Amazon

Der andere Soundtrack, ebenfalls von Giacchino stammt aus dem Animationsfilm »Zoomania«. Unter den Extras auf der Blu-Ray gibt es sogar eine kurze Featurette, die sich mit der Filmmusik beschäftigt und in der Michael Giacchino zu Wort kommt und zeigt, was für ungewöhnliche Instrumente für den Film eingesetzt wurden (unter anderem ein altes Ölfass). Highlight des Soundtrack ist aber der Song »Try Everything« von Shakira. Den Ohrwurm wird man nicht so schnell wieder los.

Beide Soundtracks eignen sich übrigens gut, wenn man konzentriert schreiben möchte.

Positiv überrascht

Aufmerksamen Lesern meines Blogs und Freunden die mich kennen, wird aufgefallen sein, dass ich mich noch nicht zum neuen Star Trek Film geäußert habe. Das hatte einen guten Grund. Ich wollte erst dann ein Urteil fällen, wenn ich ihn zum zweiten Mal gesehen habe. Nach dem ersten Kinobesuch war ich mir nicht sicher, was ich von dem Film halten sollte. Daher habe ich ihn ihn mir gestern noch einmal in Ruhe angesehen und bin ziemlich angetan. Meine Befürchtungen haben sich allesamt nicht bestätigt.

Gut, der Plot steht auf wackeligen Beinen und ist ein wenig dünn, wird aber durch viele wunderbare Szenen gefüllt, die manchmal sogar als Herz gehen. Die Stärke der letzten drei Star Trek Filme liegt eindeutig in den Figuren. »Star Trek-Beyond« bildet da keine Ausnahme. Das Zusammenspiel der Crew und die Nebencharaktere sind glaubhaft und sympathisch. Mir gefällt der Charakter der Jaylah sehr gut, sie erinnert ein wenig an Ray aus »Star War-Das Erwachen der Macht«. Selbst der Bösewicht hat mich beim zweiten Anschauen überzeugt, obwohl seine Intentionen erst sehr spät herauskommen. Das könnte man als einen der wenigen Kritikpunkte des Films sehen.

Äußerst gut gefallen hat mir dieses Mal das Setting. Nicht nur an Bord der Enterprise oder auf dem Planeten. Es war vor allem die Raumstation »Yorktown« die mich mit offenem Mund hat staunen lassen. Eine solche Konstruktion habe ich noch nie zuvor gesehen, das ist eine ganz eigene Mischung von Motiven aus »Inception« und »Elysium«. Nur wird es auf einer Konstruktion wie dieser, wohl niemals ein Nachtleben geben, weil es nicht dunkel werden kann. Dennoch ist der Anblick etwas fürs Auge.

Bemerkenswert sind auch die vielen lustigen Momente. Die Komik ist nie übertrieben. Außer McCoys Sprüchen, da wäre weniger mehr gewesen. Sehr schön auch die Szenen, in denen auf den Tod von Botschafter Spock eingegangen wird und die alte Crew am Ende noch eine kleine Ehrung erfährt. Beim »for Anton« im Abspann bekam ich unweigerlich Gänsehaut. Man merkt dem Film an, dass die Macher sehr viel liebevoller an die Materie herangegangen sind als bei den Filmen zuvor.

Was ich nicht so mochte, waren die hektischen Actionszenen, die mir teilweise auch zu brutal sind. Auch die Szenen um den Bösewicht sind eine Spur zu düster. Aber wahrscheinlich braucht man das heutzutage, um einen Film verkaufen zu können.

Ich gebe zu, ich bin positiv überrascht. »Star Trek-Beyond« ist meiner Meinung nach der beste Teil der Trilogie. Auch wenn Kahn als glaubwürdiger Bösewicht nicht zu toppen sein wird. Ich werde ihn mir den Streifen sicher noch öfter anschauen.

Am Anfang war das Chaos

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Im Rahmen der William Shatner Edition »Unendliche Weiten« sahen wir uns dieser Tage »Chaos on the Bridge« an.

Die Dokumentation berichtet vom Neustart der Star Trek Serie in den Achtzigern. Erzählt wird die Hintergrundgeschichte der ersten Staffeln von »Star Trek: Das nächste Jahrhundert«. Dazu kommen sowohl Autoren, Produzenten, als auch Schauspieler zu Wort. William Shatner höchstpersönlich wirft einen Blick hinter die Kulissen und befördert News zu Tage, die Star Trek Fans in Staunen versetzen werden. Selbst ich, die seit dem Start der Serie 1990 in Deutschland dabei ist, wusste nicht genau, was da im Hintergrund gelaufen ist.

Man hatte zwar immer mal wieder gehört, dass Gene Roddenberry versucht hat, seine Ideen mit Macht durchzusetzen. Aber wie und mit welchen Mitteln, davon hatte ich bisher nichts gehört. Besonders die Autoren litten in den ersten drei Jahren »Höllenqualen«. Da wurden Drehbücher von Roddenberrys Anwalt und von ihm selbst umgeschrieben und die Namen der Autoren aus dem Skript entfernt. So geschehen mit Autorin D. C. Fontana im Pilotfilm »Mission Farpoint«. Erst ein Gericht entschied, dass ihr Name gleichwertig neben dem von Roddenberry auftauchte. Manche Autoren waren nur eine Woche lang beschäftigt, bevor sie grundlos und ohne ihr Wissen buchstäblich vor die Tür gesetzt wurden. Als Gene Roddenberry erkrankte, gab es zunächst keinen der Entscheidungen traf. Kurz danach übernahm ein Freund von Roddenberry die Leitung und führte die Serie in seinem Sinne fort. Was sich für das Autorenteam höchst schwierig gestaltete, da es innerhalb der Enterprise-Crew keine Konflikte geben durfte. Und auch in der Föderation sollte es ohne Reibereien abgehen. Als Autor weiß man aber, dass jede Geschichte einen tragenden Konflikt braucht, um zu funktionieren. Ich kann mir nur ansatzweise vorstellen, wie sehr sich die Autoren für eine spannende Geschichte ohne Konflikt abmühen mussten. Selbst als die Produktion des Drehbuchs bereits in der Vorbereitung war, kam Roddenberry und verwarf das Manuskript, um drei Tage später ein neues zu präsentieren. Die Anzahl der Autoren, die in der ersten Staffel verschlissen wurden, beläuft sich auf 30! Und das bei 26 Episoden.

Doch nicht nur die Autoren waren gefrustet, die Schauspieler traf es gleichermaßen. Fast alle waren davon überzeugt, dass die Serie das ersten Jahr nicht überleben würde. Patrick Stewart zum Beispiel. Das Studio wollte unbedingt ihn haben, Roddenberry aber lehnte ab, weil Stewart eine Glatze hatte. So erschien der Brite mit Perücke zum Vorsprechen. Roddenberry fand das albern und bat ihn die Perücke abzunehmen und siehe da, er war von Stewarts Performance dermaßen überzeugt, dass er euphorisch einwilligte. Denise Crosby fühlte sich hingegen permanent unterfordert. Sie war 15 Stunden lang am Set und in der Folge sah man nur ihre Beine in den Brückenszenen. Ein Grund, warum sie schließlich aus der Serie ausstieg. Auch Gates McFaddens Rausschmiss wird im Film hinreichend beleuchtet. Da der Produzent die Figur der Dr. Crusher nicht mochte, nahm man in der zweiten Staffel Diana Muldaur als Dr. Pulaski in die Serie auf. Was bei den Zuschauern gar nicht gut ankam und somit Gates McFadden in der dritten Staffel zurückkehren durfte.

Zusätzlich sorgten auch ein Autorenstreik und Patrick Stewarts Drohung hinzuschmeißen dafür, dass die Serie kurz vor dem Aus stand. Erst nach dem Tod von Gene Roddenberry und der Übernahme von Rick Berman stabilisierte sich die Produktion. Das strenge Gerüst von Roddenberrys Forderungen wurde aufgeweicht, damit spannende Geschichten mit Konflikten möglich wurden.

Ich kann jedem Star Trek Fan nur empfehlen, sich diese Dokumentation anzusehen. Nicht nur die Interviews sind sehenswert, vor allem die als Comic-Strip nachgestellten Szenen sind außergewöhnlich und unterstreichen die unglaubliche Vorgänge, die sich zwischen 1987 und 1992 abgespielt haben. Für TNG-Fans ein absolutes Muss.

Religion im Bundeswehreinsatz

Quelle: JS-Magazin.de
Quelle: JS-Magazin.de

Durch Zufall stieß ich dieser Tage auf das JS-Magazin. Dabei handelt es sich um »Die evangelische Zeitschrift für junge Soldaten«. Aufgefallen ist mir das Magazin nur durch das Titelbild der Januarausgabe. Unter dem Aufhänger »Gott und Vader« – Religionen in Sci-Fi-Filmen findet sich im Heft ein toller Artikel mit Fotos. In dem präzise recherchierten Text wird der Umgang mit Religionen unteranderem in STAR WARS, STAR TREK und anderen SF-Filmen & -Serien beleuchtet. Das ist nicht Pulitzerpreisverdächtig, aber ordentlich in einer einfachen aber verständlichen Sprache verfasst. Die Informationen sind allesamt richtig und vor allem objektiv dargestellt. Hier wird nichts gewertet und nicht mahnend der Zeigefinger erhoben. Etwas, das man in der deutschsprachigen Presse äußerst selten findet, besonders bei einem so heiklen Thema wie Religion und SF.

Aber auch der Rest des Magazins hat mich überrascht. Viele Bundeswehrspezifische Probleme werden angerissen, Soldaten und Soldatinnen kommen zu Wort. Es wird über Politik gesprochen und Tipps von Seelsorgern abgedruckt. Ebenfalls fasziniert hat mich der Artikel über die Bürokratie beim Bund. Dabei habe ich mir nicht nur einmal die Haare gerauft.

Wer sich für den Artikel zu Religion & SF interessiert: das JS-Magazin gibt es kostenlos und natürlich auch zum Download.