Von Katzen und hohen Mächten

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 385 – »Das Erbe der Kartanin« von Rüdiger Schäfer

Das Tor zum Larengranulon steht offen. Das Volk des Konzils der Sieben startet seine Invasion des Einsteinuniversums am Vela-Pulsar in der Milchstraße. Trotz diverser Anpassungsschwierigkeiten der Larischen SVE-Raumer droht den Terraner eine verheerende Niederlage gegen die Larenflotte. Da hilft auch nicht die Unterstützung ihrer Verbündeten, den Arkoniden und den Akonen. In buchstäblich letzter Sekunde greifen die Posbis in den Konflikt ein und schließen vorerst die Transgranulare Schwelle. Es wird sich zeigen für wie lange.
Durch die Erzählung der Erlebnisse von Dao-Lin-H’ay und Nathalie Rhodan da Zoltral erfährt Perry Rhodan, dass die Artefakte eine zentrale Ursache für den Einfall der Laren in die Milchstraße darstellen. Doch der Ursprung dafür könnte noch viel weiter zurückliegen und viel tiefer gehen, als es sich selbst das Konzil der Sieben jemals vorstellen könnte – im Subkosmischen Kontinuum.

Okay! Jetzt sind wir bei Thez angelangt. Das war mein erster Gedanke, als die Schwestern der Tiefe ihre Theorie des Subkosmischen Kontinuum vorgestellt haben. Dies existiert noch unterhalb (oder oberhalb) des Quantenraums und hier sollen die Entscheidung getroffen werden, welche der Quantenrealitäten Wirklichkeit werden. Es ist also doch nicht alles Zufall im Quantenraum. So habe ich das zumindest verstanden. Eigentlich wollte man bei NEO auf das Zwiebelschalenmodell verzichten, aber offensichtlich kommt man auch bei dieser Serie nicht daran vorbei, um die Geschehnisse irgendwie plausibel zu erklären.

Rüdiger Schäfer liefert in der Haupthandlung des Romans eine gigantische Weltraumschlacht und lässt seine Protagonisten an der Irrsinnigkeit dieses Unterfangens verzweifeln. Es ist schwer, nicht die Moral zu verlieren, wenn man derartig angegriffen wird. Auch ein Perry Rhodan muss einsehen, dass manchmal der Angriff die beste Verteidigung ist.

Im zweiten Handlungsstrang erfahren wir mehr über die Kartanin Dao-Lin-H’ay. Ihrem Schicksal widmete der Autor bereits mindestens drei Romane in denen er ihren Lebensweg und ihre Beziehung zu Nathalie Rhodan beschreibt. Er führt das in diesem Roman konsequent fort und wirft dabei etwas Licht auf die Artefakte und ihre Herkunft. Ich erfahre zudem, wie Nathalie verschwunden ist und warum es so wichtig ist, die Träne der Sterne zu finden.

Am Ende sind sich alle einig, dass man Eric Weidenburn finden muss, um mehr über die Artefakte und ihre Wirkung zu erfahren.

»Das Erbe der Kartanin« erklärt ein wenig die Hintergründe zu den Artefakten, ergeht sich aber zu sehr in philosophischen Betrachtungen über Moral und Wissenschaft, als dass mich die Romanhandlung wirklich fesseln konnte. Und nein, bei diesem Rüdiger Schäfer-Roman musste ich nicht ein einziges Mal weinen.

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