Seit ich 2013 angefangen habe, die Silberbände zu lesen, bin ich leider noch nicht so weit gekommen, wie ich gehofft habe. Gut, ich habe auch die Taschenbücher des Plophos-Zyklus gelesen, der bekanntlich nicht in den Silberbänden enthalten ist, aber durch manchen Silberband habe ich mich regelrecht quälen müssen. Ich denke dabei an die Bände über die Hohlwelt Horror oder über die Mobys.
Diese Woche habe ich Band 30 ausgelesen und das war mal wieder ein Silberband, der mich richtig begeistert hat. In »Bezwinger der Zeit« kehren Perry Rhodan und die Crew der Crest III aus der Vergangenheit zurück. Im Anschluss müssen sie einen geheimen Angriff der Meister der Insel auf die Erde abwehren. Das war sehr spannend.
Was mich an dem Roman aber besonders angesprochen hat, war der innenpolitische Konflikt um Perry Rhodan in seiner Rolle als Administrator. Die Heimtücke der MdI zielt darauf ab, das Solare Imperium zu destabilisieren und Rhodan politisch in Bedrängnis zu bringen. Am Ende steht sogar die Vernichtung der Erde als Ziel. Natürlich kommen Rhodan und die Terraner davon. Was sie nicht nur den Mutanten, sondern auch einigen exzentrischen Mitgliedern der Solaren Abwehr zu verdanken haben.
Amüsant fand ich die Handlungsebene um den Matten-Willy, der nichts unversucht lässt, um Perry Rhodan zu helfen. Auch wenn er dabei mehr Glück als Verstand beweist. Das war für einen Roman der EA aus dieser Zeit eine ungewöhnlich Charakterbezogene Geschichte.
Sehr schön! Wenn der nächste Silberband auch so spannend ist, schaffe ich es vielleicht doch noch meinen Mann einzuholen. Der ist nämlich schon bei Band 41.
Nun ist es endlich offiziell. Nachdem ich das jetzt mehr als ein halbes Jahr mit mir herumschleppen durfte, ohne etwas zu verraten, bin ich jetzt einigermaßen erleichtert.
Ich trete die Nachfolge von Hermann Ritter an, der in den vergangenen 15 Jahren die Clubnachrichten in der PERRY RHODAN-Erstauflage betreut hat. Ich habe also gewissermaßen meine eigene vierwöchentlich erscheinende Kolumne bekommen, in der ich über die Fan-Szene berichten darf. Das umfasst das Internet, genauso wie Magazine und Fanzines sowie Veranstaltungen. Es ist im Endeffekt dasselbe, was ich seit Jahren in meinem Blog mache. Mit dem Unterschied, dass es nun gedruckt und von viel mehr Menschen gelesen wird. Das ist ein schöner Gedanke, an den ich mich erst noch gewöhnen muss.
An dem Tag an dem mich Klaus N. Frick per E-Mail fragte, ob ich den Job übernehmen will, ging es mir gesundheitlich gar nicht gut. Am Abend brachte mich mein Mann noch ins Krankenhaus und ich verbrachte eine schlaflose Nacht in der Notaufnahme. Ich hatte also viel Zeit, um darüber nachzudenken, ob ich das Angebot annehmen soll oder nicht. Im Nachhinein fühlte es sich so an, als sei mir in der dunkelsten Stunde ein Lichtstrahl geschickt worden. Das war derart bezeichnend, dass ich gar nicht ablehnen konnte. Und so sagte ich wenige Tage später zu. Inzwischen habe ich bereits zwei Ausgaben zusammengestellt. Es macht Spaß und ich lerne nach und nach all die Fanzines und Clubs kennen, die sich mit PERRY RHODAN und Science Fiction beschäftigen. Ich habe festgestellt, dass es meist dieselben Leute sind, die in der Szene aktiv sind.
Weil ich immer alles richtig machen will, habe ich mir sogar ein paar alte Perry-Hefte herausgeholt und mir angesehen, wie meine Vorgänger die vier Seiten gefüllt haben. Dabei habe ich eine Menge interessanter Fakten aufgeschnappt und auch festgestellt, dass sich so viel in der langen Zeit nicht geändert hat.
Dass ich ein Fan der PR-Clubnachrichten bin, habe ich hier oft genug erwähnt. Deshalb ist es mir wirklich eine Ehre das »Amt« zu übernehmen. 15 Jahre hat Hermann Ritter die Clubnachrichten gemacht, Klaus N. Frick vor ihm 16 Jahre lang. In 15 Jahren werde ich 60 Jahre alt sein. Mal schauen, ob es bis dahin noch PERRY RHODAN und die Fan-Szene gibt. An mir soll’s nicht liegen.
PERRY RHODAN NEO Band 192 – »Der letzte Blick auf SOL« von Kai Hirdt
Perry Rhodan wird von NATHAN beauftragt herauszufinden, wie weit die geistige Beeinflussung von ANDROS inzwischen reicht. Dazu bricht er mit zwei Freiwilligen in einer Space-Jet auf. Der Einsatz geht fehl und auch die Crew der MAGELLAN gerät unter ANDROS Einfluss. Nur Bully und Rhodan sind durch Zelldusche und Zellaktivator nicht betroffen. Gerettet werden Rhodan und die MAGELLAN schließlich von Atlans GARTAVOUR.
Mirona Thetin persönlich kommt dem Protektor und seinem Schiff zu Hilfe.Auf dem Mars versuchen sie und Rhodan herauszufinden, wer das Notsignal gesendet hat, das Mirona hergelockt hat. Es war Mironas Schwester, Avandrina. Die liegt im sterben, beschützt durch die Bestie Tro Khon, die von Icho Tolot und dem Leyden-Team im Kuipergürtel aufgestöbert wird. Während er Avandrina an Rhodan und Mirona übergibt, behält er Tolot und das Team Leyden gefangen, ohne zu verraten, warum. Auf Mimas erlangt Avandrina mit Hilfe von Sud so lange das Bewusstsein wieder, dass sie Rhodan eine Aufgabe erteilen, und sich mit ihrer Schwester versöhnen kann. Weil Bully NATHANS Vorschlägen zur Verteidigung gegen ANDROS nicht traut, versucht er selbst den Prototypen einer Waffe zu testen. Doch die Mission scheitert. Zwei Besatzungsmitglieder der MAGELLAN sterben, während Bully in letzter Sekunde von einem Posbischiff gerettet werden kann.
Perry Rhodan watete durch den flüssigen Sauerstoff auf der Suche nach einer Feueraxt. Es war in der Tat keine so gute Idee gewesen, die Temperatur im Hangar auf minus 200 Grad Celsius abzusenken, ohne zuvor die Atmosphäre abzusaugen. Und warum zur Hölle hatte Bully ihn gebeten, eine Feueraxt aus dem Schiffswrack zu holen? In Raumschiffen gab es nichts, was man im Brandfall mit einer Axt hätte bearbeiten können. Die Schläge hätten nur unschöne Dellen im Metall hinterlassen, aber kein Leben gerettet. Rhodan hielt inne. Das ergab keinen Sinn, außer dass sich der Chef der Raumflotte einen Scherz mit ihm erlaubte.
Er aktivierte das Interkom. »Bully?« Ein Feixen drang aus dem Lautsprecher, ein unterdrücktes Lachen, das ihm seine Ahnung bestätigte. »Okay, hier gibt es keine Feueräxte nur einen See aus flüssiger Luft. Du hast gewonnen. Sag es!«
»April, April!«, prustete Reginald Bull los.
Mit dieser kleinen Geschichte fasse ich mal die physikalischen Aussetzer des Romanes zusammen. Denn das ist nämlich alles, was ich an dem furiosen Werk von Kai Hirdt auszusetzen habe. Jede Seite des Romans ist vollgepackt mit aktionreicher Handlung, gelungenen Dialogen, die nicht nur Spaß machen, sondern mitunter auch ziemlich tiefsinnig sind. Mir als Leserin wurde es zu keinem Zeitpunkt langweilig. Es ist wahrlich ein Feuerwerk, was der Autor hier abbrennt.
Es tauchen Personen auf, die man nicht auf der Rechnung hatte. Es werden Fäden aus lang zurückliegenden Staffeln verknüpft. So langsam schält sich heraus, was lange im Verborgenen lag. Aber es wird auch einiges endgültig zu den Akten gelegt. Die Liduuri sind tot. Das kosmische Schachspiel zwischen ANDROS und ES steuert auf sein Ende zu und noch weiß niemand, wer gewinnen wird. Zumindest muss Rhodan sich nun nicht mehr entscheiden, welchen Personen die Liduuri eine Zelldusche gewähren sollen. Es wäre auch ziemlich hart. Wobei, zumindest seine Frau Thora geht in dieser Hinsicht nicht leer aus. Sie erhält den Zellaktivator von Avandrina.
Erwähnenswert sind auch die vielen Nebenschauplätze aus dem Roman. Um nur einige zu nennen: Rhodans Einsatz in der Space-Jet, Tro Khons Rache an Tolot, Bullys Alleingang und NATHANS kryptische Versuche, die Menschen und das Sonnensystem vor ANDROS zu schützen. Ich frage mich zwar, warum die Menschen dem Mondgehirn immer noch misstrauen, obwohl es ihnen bisher immer geholfen hat; auf unkonventionelle Art zwar, aber es hat nie einem Menschen geschadet.
»Der letzte Blick auf Sol« liefert Unterhaltung pur. Die physikalischen Unkorrektheiten kann ich angesichts der berauschen Fülle verschmerzen. Den etwas übertrieben dramatischen Titel auch. Ich bin gespannt, wie es weiter geht. Die Staffel startet besser, als ich erhofft hatte.
Das Programm ist da. Am vergangenen Mittwoch schneite der Briefumschlag mit dem Programm-Flyer ins Haus.
Den Programmpunkten zufolge verspricht der 9. Februar 2019 ein anstrengender aber auch toller Tag zu werden. Da ist vieles, was mich interessiert und die anderen Perryfans sicher auch. Besonders gespannt bin ich auf das NEO-Panel mit den beiden Exposé-Autoren. Wollte ich doch Rainer Schorm schon immer mal persönlich treffen.
Aber auch die Punkte rund um Band 3000 klingen informativ. Genauso wie die Vorstellung der neuen Projekte innerhalb der PERRY RHODAN-Serie: Perry Rhodan Biografie von Andreas Eschbach, die Taschenbuchreihe zu den Dunkelwelten und Miniserie Mission SOL.
Von 10 – 19 Uhr eine geballte Ladung Perry, so gefällt mir das. Es wird zwar kein Weltcon werden, aber dennoch eine würdige Veranstaltung. Schade nur, dass nicht jeder Fan, der wollte, ein Ticket erhalten hat.
Zum Vorglühen verschiebt der Münchner PERRY RHODAN-Stammtisch »Ernst Ellert« seinen Stammtischtermin vom Donnerstag- auf den Freitagabend, also auf den 8. Februar 2019. Es ist Treffen für alle, die schon früher angereist sind. Der Stammtisch findet am 8. Februar um 18 Uhr im Lokal »Solo Italia« in der Bergstraße 5 in München statt. Mehr Infos unter: www.prsm.clark-darlton.de
PERRY RHODAN NEO Band 191 – »Pilgerzug der Posbis« von Oliver Plaschka
Reginald Bull geht dem Notruf eines Händlerschiffes nach und entdeckt im Kuipergürtel eine erneute Manifestation von ANDROS. Einundzwanzig Posbi-Schiffe materialisieren in der Plutobahn und bitten um Einlass ins Sonnensystem. Bei den Verhandlungen mit den Positronisch-biologischen Robotern erfährt Perry Rhodan nicht nur, dass die Posbis im Leerraum durch eine Seuche dezimiert wurden. Sie sind auch auf der Suche nach der Einen, dem ersten Prototyp mit stabilisiertem Kern, von NATHAN ins Solsystem gelockt worden. Das Mondgehirn bittet Rhodan die Posbis gewähren zu lassen, die sich daraufhin bei Sedna, der Sonne und dem Mond sammeln und eine Waffe bauen, mit der ANDROS endgültig vernichtet werden soll. Tifflor und Sud gelingt es derweil John Marshall aus dem Block zu befreien, in dem er aus dem Creaversum zurückgekehrt ist.
Einen Roman von Oliver Plaschka zu lesen, ist immer wieder ein besonderes Vergnügen. Hier stimmen nicht nur die Charakterisierung der Figuren, sondern auch der gesamte Plot. Seine Texte werden aufgelockert durch witzige und gleichzeitig intelligente Bemerkungen und Dialoge, die mir regelmäßig ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Außerdem gibt er sich sehr viel Mühe, die astronomischen und physikalischen Gegebenheiten im Roman möglichst akkurat zu beschreiben. Das ist es, was ich unter professionellem Erzählen verstehe.
Der Roman erschien wenige Tage nach dem 6. Januar. Ich wurde irgendwie den Gedanken nicht los, dass die pilgernden Posbis eine Anspielung auf die heiligen drei Könige (die eigentlich keine Könige waren, sondern weise Männer) sein sollten. Im Roman heißen sie Hek, Mo und Cal. Konsequenterweise hätte ich sie Cas, Mel und Bal genannt. Aber das wäre wahrscheinlich zu viel des Guten gewesen.
Das Besondere an diesem Roman sind die Briefe, die Rhodans Tochter Nathalie ihrer imaginären Freundin Ansa schreibt. Der Leser erhält einen Blick in die Psyche eine Kindes, dass anders ist als seine Spielkameraden. Außerdem beschert uns der Autor das erste Kochrezept innerhalb eines NEO-Romans. Ich hätte es allerdings besser gefunden, wenn sich diese Briefe bis zum Ende des Romans durchgezogen hätten, und Nathalie in die Kommunikation mit den Posbis eingespannt worden wäre.
Sehr gut schildert der Autor die Verunsicherung der Menschen mit dem Auftauchen der Posbis, denen die Menschen an Feuerkraft nichts entgegenzusetzen haben. Man spürt wie misstrauisch Perry Rhodan und die Administration geworden sind, angesichts der wiederholten Eroberungen der Erde durch Außerirdische. Wobei nicht ganz richtig ist, wenn es heißt, dass der Absturz des Posbi-Schiffs auf dem Mond ungeklärt ist. Soweit ich mich erinnere, wurde das Schiff damals (in der MEISTER DER SONNE-Staffel) von den Menschen abgeschossen, weil sie einen Angriff vermuteten.
Ein Wermutstropfen ist die angebliche Romanze zwischen Belle McGraw und John Marshall. Die kam quasi aus dem Nichts. In den vergangenen Staffeln wurde nicht mal ansatzweise angedeutet, dass zwischen den beiden etwas läuft oder gelaufen ist. Belles Motivation hätte der Autor näher erklären müssen. Darauf komme ich aber unten nochmal zurück.
Großartig waren wie immer die Szenen zwischen Eric Leyden und seinen menschlichen Kollegen. Fesselnde Dialoge, die witzig aber nicht albern sind. Oliver Plaschka kommt damit dem großen Leyden-Interpreter Kai Hirdt sehr nahe.
Fazit: Oliver Plaschkas erster Staffeleinstieg »Pilgerzug der Posbis« ist ein absolut lesenswerter Roman, der Hoffnung auf eine spannende Abschluss-Staffel schürt.
Die PRFZ bereitet derzeit ihren nächsten Con vor. Die 3. PERRY RHODAN-Tage Osnabrück finden vom 25. bis 26. Mai statt. Alle sind mit großem Eifer bei der Sache. Programmpunkte werden geplant und Ehrengäste eingeladen.
Apropos Ehrengäste! Neben Andreas Brandhorst, Uwe Anton und Rüdiger Schäfer, hat auch »Mr. Perry Rhodan persönlich« Chefredakteur Klaus N. Frick seine Teilnahme zugesagt. Na schauen wir mal, ob dass auch klappt.
Außerdem wird es wieder ein Conbuch geben, für das der verantwortliche Redakteur André Boyens noch Beiträge sucht. Und natürlich müssen all die vielen kleinen Dinge am Rand einer solchen Veranstaltung geplant werden.
Ich hatte mich bereit erklärt für die Bühnendekoration zwei Banner zu entwerfen. Eines ist schon fertig und kam gestern mit der Post. Das Ding ist riesig, sieht aber schon mal toll aus. Am Wochenende werde ich das Zweite in Angriff nehmen. Dann ist der Punkt schon mal abgehakt.
Ach so! Aktuell hat die PRFZ einen Sonder-Newsletter herausgegeben, den man sich hier kostenlos herunterladen kann. Wir wollen ein bisschen Werbung für den Verein machen. Der offizielle Newsletter mit der Nummer 27 erscheint am Wochenende und ist exklusiv nur für Mitglieder. Auf den zehn Seiten hat Redakteurin Alexandra Trinley jede Menge Interviews mit Autoren und Fans der PERRY RHODAN-Serie geführt. Ich bin auch mit ein paar Texten vertreten.
Die SOL 93 ist aktuell im Layout und wird im Februar zeitgleich mit Band 3000 erscheinen. Wenn alles klappt.
PERRY RHODAN NEO Band 190 – »Als ANDROS kam …« von Rüdiger Schäfer
Bestien fallen ins Solsystem ein. Fünf von ihnen, darunter Masmer Tronkh machen sich auf der Suche nach Perry Rhodan auf den Weg zur Erde. Die Terranische Flotte kann sie nur im Auge behalten, aber nicht aufhalten. Derweil ballt sich innerhalb der Plutobahn, gespeist durch die Energie des Sonnenchasmas und des Sedna-Nexus ANDROS als eine Art interdimensionale Blase zusammen. Wenn es ihm gelingt, sich auszubreiten, bedeutet das nicht nur das Ende des Solsystems, sondern auch der Milchstraße und Andromeda, da er in Verbindung mit der großen Ruptur steht, der beiden Galaxien verbindet. Als sich Schiffe der Terraner ANDROS nähern, werden sie von den Bestienschiffen angegriffen, die ihn verteidigen. Die TERRANIA unter Systemadmiral Markus Everson steht kurz vor der Vernichtung, als endlich die MAGELLAN zurückkehrt und in den Kampf eingreift. Perry Rhodan hat einen Plan um Masmer Tronkh zu verjagen. Zusammen mit Gucky und Tolot fliegt er nach Terrania, wo die Bestien bereits Teile der Stadt in Schutt und Asche gelegt haben. Doch sein Plan scheint nicht zu funktionieren. Es kommt zur Konfrontation zwischen Gucky, Tronkh und Tolot. Kurz bevor Rhodan zu scheitern droht, kommt ihm sein Sohn Thomas mit Unterstützung von NATHAN zu Hilfe. Gemeinsam können sie die Bestien von der Erde verjagen und bis in den Kuipergürtel zurückdrängen. Damit steht ANDROS ohne Verteidigung da. Aber selbst mit allen Schiffen der Flotte könnten die Menschen nichts gegen das Geisteswesen ausrichten. Da öffnet sich plötzlich der Transfernexus auf dem Mond. Mehr als vierhundert Laurinschiffe fliegen von dort ins System ein und beschießen ANDROS mit allem was sie haben. Das Geisteswesen muss sich geschlagen aus dem Solsystem zurückziehen, genauso wie die Bestien. Rhodan weiß, dass die Laurin – die genauso schnell verschwinden, wie sie gekommen sind – den Terranern nur eine Verschnaufpause verschafft haben. ANDROS und die Bestien werden wiederkommen und zurückschlagen.
Hm!
Mit diesem Ausdruck lässt sich der Roman von Rüdiger Schäfer umschreiben. Das dem meist keine positive Kritik folgt, wissen zumindest die PERRY RHODAN-Autoren aus ihrer Erfahrung mit dem PR-Chefredakteur.
Der Roman steht systematisch für die ganze Staffel. Es sind zu viele Schauplätze, zu viele Ansatzpunkte und zu viel, was nicht richtig zusammenpasst. Es fehlt der Rote Faden, der die Geschichte zusammenhält, außer man nimmt die Zerrissenheit der Staffel als Gemeinsamkeit.
Ob man die beiden Rhodansöhne und NATHAN betrachtet oder Rhodan und sein Kampf gegen die Bestien oder ANDROS‘ Motive, all das wirkt bemüht. Man spürt, dass die Exposé-Autoren die Töpfe, die Frank Borsch in den ersten 100 Bänden geöffnet hat, mit jenen Töpfen, die sie selbst aufgemacht haben, zusammenrühren wollen. Herausgekommen ist eine, sagen wir mal, genießbare Suppe aber kein Vier-Gänge-Menü eines Sternekochs. Wenn wir schon bei Töpfen und Suppen sind.
Das Auftauchen der Laurins kommt unerwartet und wird nur unzureichend erklärt. Selbst NATHAN weiß nicht so recht, ob sie nun aus dem Creaversum kommen oder Gestrandete im Einsteinraum sind. Mit den Laurins und dem Symboflexpartner, mit dem Rhodan die Bestien verjagen kann, bedient sich der Autor gleich zwei Deus ex Machina, um die Plotverwicklungen zu lösen, in die er sich als Exposé-Autor selbst verstrickt hat.
Irritiert haben mich die beiden Handlungsstränge auf der Erde. Die am Beginn mit den Viehzüchtern aus Südaustralien und die mit dem kleinen Mädchen aus Friedrichsdorf bei Frankfurt (!). Ich habe keinen Handlungsbezug entdecken können, außer das sehr klischeehafte Aufeinandertreffen zwischen Masmer Tronkh und dem Kind, was mich an diverse Disney-Verfilmungen erinnerte. Solche Schlaglichter mögen innerhalb der Staffel hilfreich und nett sein, gehören aber meiner Meinung nach nicht in einen Abschlussband, wo in erster Linie das Finale abgehandelt werden sollte.
Antworten auf die großen Fragen des »Wie und Warum« der Allianz bleiben auch im letzten Roman der Staffel unbeantwortet. Ich bin mir immer noch nicht im Klaren darüber, welchen Grund ANDROS für die Gründung der Allianz hatte. Denn so wie es aussieht, ist sein einziges Ziel einen Zwischenraum aus Creaversum und Einsteinraum zu formen, in dem er schmerzlos existieren kann. Warum also braucht er die Allianz? Denn offensichtlich benötigt er weder die Maahks, noch die Goldenen, noch die MdI um sich im Solsystem zu manifestieren. Er braucht höchstens die Bestien, die ihn verteidigen, bis sich sein neues Zuhause etabliert hat, aber selbst das ist fraglich. Denn es bleibt unklar, wie ANDROS seine Untertanen rekrutiert und wie er mit ihnen Kontakt aufnimmt. Warum ein Jahrtausende währender Krieg mit den humanoiden Völkern, wenn es nur darum geht, sich »ein Haus zu bauen«? Nein, dieses Motiv ist mir zu schwach, zu simpel, da hätte ich mir etwas Komplexeres gewünscht.
Am Ende ist ANDROS zwar besiegt, aber nicht geschlagen. Und auch die Bestien sind noch immer eine Gefahr für die ganze Galaxis. Ihr Untergang wird bewusst hinausgezögert, damit die nächste Staffel ihren Namen tragen kann. Obwohl, wenn ich recht bedenke, die Bestien haben in den vergangenen Romanen eine größere Rolle gespielt als die Allianz.
»Als ANDROS kam …« ist ein wenig befriedigender Abschluss einer in sich zerrissenen Staffelhandlung, die von Anfang an nach einem Weg sucht und ihn bis zum Ende nicht findet. Da können auch die pseudoreligiösen Gedanken und die moralischen Grundsätze, die Rüdiger Schäfer Perry Rhodan in den Mund legt, nicht darüber hinwegtrösten. Schade!
Die größte Science-Fiction-Serie der Welt startet neu durch
Das Jahr 2019 wird für PERRY RHODAN, die weltweit größteScience-Fiction-Serie, zu einem besonderen Abschnitt derlangen Seriengeschichte: Mit dem dreitausendsten Bandkommt ein Roman in den Handel, auf den Zigtausende Leserseit Jahren gewartet haben. Dank verschiedener Partner imBuchhandel erweitert sich zudem das Portfolio der aus demsüddeutschen Rastatt kommenden Marke.
Seit im September 1961 der erste PERRY RHODAN-Roman erschienen ist, hat sich die Science-Fiction-Serie zu einem der erfolgreichsten Unterhaltungsprodukte »made in Germany« entwickelt. PERRY RHODAN-Romane werden weltweit veröffentlicht: in Japan und Brasilien ebenso wie in Frankreich, den Niederlanden oder Tschechien.
Dazu kommen zahlreiche Buchausgaben im deutschsprachigen Raum sowie weitere Begleitprodukte wie Comics, Hörspiele und Hörbücher. Die Serie ist multimedial aufgestellt: Jeder Roman wird sowohl in gedruckter Form als auch in Form von E-Books und Hörbüchern publiziert.
Im Februar 2019 steht ein Jubiläum vor der Tür, das sich beim Start der Serie niemand hätte vorstellen können: Am 15. Februar 2019 kommt Band 3000 in den Handel – der dreitausendste Roman in einer unendlich erscheinenden Fortsetzungsgeschichte. Er trägt den Titel »Mythos Erde«, stellt die Hauptfiguren vor völlig neue Herausforderungen und wurde von den Autoren Christian Montillon sowie Wim Vandemaan geschrieben.
Der Verlag bewirbt den Roman massiv in Bahnhöfen und direkt an den Verkaufsstellen, wo man Bücher, Zeitschriften und Heftromane findet. »Wir starten zudem eine umfangreiche Social-Media-Kampagne«, erläutert Katrin Weil, die das Marketing der Serie verantwortet. »Damit wollen wir nicht nur ehemalige Leser zurückholen, sondern ebenso neue Leser gewinnen.«
Parallel dazu bringt der Verlag eine Reihe von sechs E-Books heraus: eigenständige Kurzromane, jeder in sich abgeschlossen. »Die Autoren erzählen Geschichten, die in den ›verlorenen Jahrhunderten‹ spielen, die vor dem Band 3000 vergehen werden«, so Klaus N. Frick, der PERRY RHODAN-Chefredakteur. »Vor allem Leser, die wissen möchten, was in der verlorenen Zeit passiert ist, können sich auf die Kurzromane freuen.«
Weil der Pabel-Moewig Verlag im Buchhandel nicht mehr vertreten ist, arbeitet die Redaktion bei den Buchprojekten mit renommierten Verlagen zusammen. Unter dem programmatischen Titel »Perry Rhodan – Das größte Abenteuer« legt beispielsweise der Verlag Fischer Tor am 27. Februar 2019 einen umfangreichen Hardcover-Band vor.
Andreas Eschbach, seit Jahren als Thriller- und Science-Fiction-Autor auf den Bestsellerlisten vertreten, erzählt in diesem Buch von dem Raumfahrer Perry Rhodan und seiner Geschichte. Wie war es, in den vierziger Jahren aufzuwachsen und in den fünfziger Jahren ein junger Pilot zu sein? Warum landete nicht Neil Armstrong auf dem Mond, sondern Perry Rhodan? Es ist ein spannender Roman, der eine parallele Wirklichkeit völlig glaubhaft vermittelt.
In direktem Bezug zur Handlung der PERRY RHODAN-Serie stehen drei Taschenbücher, die im Frühjahr und Sommer 2019 bei Bastei-Lübbe veröffentlicht werden. Eine Autorin und zwei Autoren präsentieren in der »Dunkelwelten«-Trilogie neue Geschichten aus dem größten Science-Fiction-Universum der Welt. Sie sind in sich abgeschlossen, können jederzeit für sich stehen und lassen sich ohne großes Hintergrundwissen lesen.
»Bastei-Lübbe ist in den Buchhandlungen mit seinen umfangreichen Science-Fiction-Reihen sehr gut vertreten«, argumentiert der Chefredakteur. »PERRY RHODAN erhält so ein weiteres Standbein, womit wir unsere Leser noch besser erreichen.«
Im Bereich der Heftromane startet der Pabel-Moewig-Verlag im Juni 2019 darüber hinaus eine sogenannte Miniserie. Damit sind Heftromanserien gemeint, die auf zwölf Bände limitiert sind und eine eigenständige Geschichte erzählen. Diese Miniserie beschäftigt sich mit einem Raumschiff, das in der Serie längst zum Kultobjekt geworden ist. Aus der Handlung ist es verschwunden, und seit Jahren fordern die Leser seine Rückkehr …
In der Redaktion ist man optimistisch: »Neue Taschenbücher, ein Hardcover-Band, eine neue Heftromanreihe, E-Book-Sonderprodukte – für und mit PERRY RHODAN eröffnen sich im Jahr 2019 viele neue Möglichkeiten«, meint Frick. »Dank der Ideen der Autorinnen und Autoren können wir mit PERRY RHODAN getrost in die Zukunft blicken.«
Vielen Dank an Katrin Weil, für das zur Verfügung stellen des Presstextes.
Ich hatte es schon schon vor ein paar Tagen angekündigt. Ich habe endlich mein STAR TREK-PERRY RHODAN-Crossover auf meiner E-Book-Seite online gestellt.
Nachdem ich den Roman bereits 2014 fertiggestellt hatte, habe ich sehr lange überlegt, ob ich ihn tatsächlich veröffentlichen soll. Eine Weile spielte ich mit dem Gedanken, ihn in eine Schublade zu stecken und für immer zu vergessen.
Warum, ist nicht so leicht zu erklären.
Während die Star Trek-Fans offensichtlich Gefallen an der Geschichte fanden, war die Resonanz meiner Testleser aus dem PERRY RHODAN-Universum eher durchwachsen. Einige kritisierten die emotionale Komponente und vor allem die Liebesbeziehung. Fans der Serie sind diese Art der Offenheit nicht gewohnt. Sex und Liebe ist bei PR ein heikles Thema. Zumal meine Geschichte in der Frühzeit der Serie angesiedelt ist, in der Frauen nur untergeordnete Rollen spielten und in der mehr Waffentechnik und Taktik zählten.
Nach der Lektüre der ersten Silberbände reizte mich der Gedanke dem armen Administrator ein Gefühlsleben zuzugestehen, welches er in den Heftromanen immer unterdrücken muss.
Ein weiterer Anreiz war, einmal einen PERRY RHODAN-Roman für Frauen zu schreiben. In etwa so, wie sich die Heftromanserie lesen würde, wenn sie beim Cora-Verlag erscheinen würde. (Cora verlegt unteranderem die Liebesromane der Reihen Julia, Bianca und Tiffany.) Ein PERRY für Frauen, das ist sicher nicht die brillanteste Idee, aber die Meinungen meiner Testleserinnen zeigen, dass es da tatsächlich einen Markt dafür gibt. Wenn er auch nicht sonderlich groß ist.
Und natürlich wollte ich als langjähriger Star Trek-Fan meine Lieblings-Fernsehserie und meine Lieblings-Heftromanserie miteinander verknüpfen. Das ich dazu die Heldin meiner eigenen Romanreihe gewählt habe, lag nahe.
Ich habe den Roman aber auch unter einem anderen Gesichtspunkt geschrieben. Mich ärgerten die vielen wissenschaftlichen Fehler aus der Star Trek-Neuverfilmung von 2011. Besonders die Vorgeschichte, die in dem Comic »Countdown« erzählt wird, wimmelt nur so von Logikbrüchen und Desinformationen.
Es hat mich enorme Denkarbeit gekostet, passende Erklärungen zu finden, welche die Unstimmigkeiten aus dem Film und dem Comic ausbügeln, beziehungsweise erklären sollen. Aber genau das hat großen Spaß gemacht.
Und selbstverständlich diente der Roman auch meiner Weiterentwicklung als Autorin. Ich habe ihn gefühlte hundert Mal überarbeitet, und dabei viel über meine Art zu Schreiben gelernt.
Seit 2014 liegt das Manuskript auf meiner Festplatte. Gefühlte hundert Mal habe ich das Crossover von STAR TREK und PERRY RHODAN überarbeitet und korrigiert. Irgendwann hat mich der Mut verlassen und ich war kurz davor, es endgültig in der Schublade oder im Papierkorb zu versenken.
Nun hat mir jemand neuen Mut gemacht, den Roman dennoch zu veröffentlichen. Warum, erkläre ich demnächst.
Heute präsentiere ich zunächst einmal das Cover, an dem ich in den letzten Tagen gearbeitet habe. Ganz klassisch mit Buntstift, damit es zur Reihe passt.
Das E-Book mit Illustrationen ist auch schon fertig und wird in den nächsten Tagen online gehen. Da erzähle ich auch ein wenig mehr über den Inhalt.