640.000 $ – in Worten sechshundertvierzigtausend Dollar, so viel hat die Sammlung der Fans von STAR TREK-Deep Space Nine für den Dreh eines Dokumentationsfilms ergeben. Ursprüngliches Ziel waren 150.000 $. Ich berichtete darüber.
Jetzt können die Filmemacher um Ira Steven Behr mit dem vielen Geld eine Luxusdokumentation machen, die unter Umständen sogar aufbereitetes Filmmaterial beinhalten soll.
Da zeigt es sich doch wieder mal, wie beliebt DS9 bei den Fans ist, und das diese Beliebtheit von CBS bisher sträflichst ignoriert wurde. Das könnte sich nun ändern. Denn bei dem Zuspruch, die allein die Dokumentation gezeigt hat, liegt es nahe, dass sich auch die Aufbereitung des Filmmaterials der sieben Staffeln lohnen könnte. Denn bisher war DS9 in High Definition auf Blu-ray kein Thema für CBS.
Nun warte ich erst einmal gespannt auf die Dokumentation und freue mich schon mal auf das Wiedersehen mit alten Bekannten.
Sehr schön! Die Macher von Simons Cat haben aus vielen Einzelclips einen Film zusammengeschnitten, der einen Tag im Leben eines Katzenbesitzers zeigt. Ich bin ganz hingerissen von dem Streifen, obwohl ich die meisten Clips schon kannte. Aber im Zusammenhang gesehen, machen sie nochmal so viel Spaß. Und das will ich keinem vorenthalten.
Vergangene Woche wurde die Longlist des Deutschen Phantastik Preis veröffentlicht und das Voting eröffnet. Die Fans sind angehalten über die Publikationen aus dem Jahr 2016 in den Genres »Fantasy« und »Science Fiction« abzustimmen. Die Sache hat nur einen Haken. Bisher konnten die Fans ihre Lieblingspublikationen nominieren und die Liste für die Abstimmungsrunde selbst zusammenstellen. In diesem Jahr hat das eine Jury gemacht. Aus wem diese Jury bestand und wie sie gearbeitet hat, darüber erfährt man nichts, aber das Ergebnis ist katastrophal. Da tauchen unbekannte Selfpublisher auf der Liste auf, während Publikationen professioneller Verlage einfach ignoriert werden.
PERRY RHODAN ist seit vielen Jahren in der Kategorie »Beste deutschsprachige Serie« nominiert. In diesem Jahr sind nur die Miniserien PR-ARKON und PR-TRIVID gesetzt. Keine Rede von der Erstauflage oder NEO. Selbst bei den Comics ist nur der erste Band der PR-Comicreihe angegeben, nicht aber der Sammelband mit allen drei Teilen. Bei den Grafikern, das gleiche Phänomen. Zeichner der PR-Serie sind nur mit zweitklassigen Covern vertreten. So geniale Arbeiten wie die von Alfred Kelsner für Band 2827 und 2839 (siehe Bilder unten), oder die NEO-Cover von Dirk Schulz fehlen völlig.
Warum ist ARKON nominiert und JUPITER nicht? Warum taucht NEO nicht auf? Ich denke das PERRY RHODAN als Oberbegriff richtig wäre, um alle Fans zu bündeln. Doch genau hier scheint das Problem der Verantwortlichen zu liegen, die haben Angst vor zu viel Dominanz. Hinter der Jury-Entscheidung, unter dem Namen PERRY RHODAN nur mäßig gute Publikationen und Grafiken zu nominieren, steckt die klare Absicht, die Großen des Genres in die Ecke zu drängen.
Unter der seltsamen Zusammenstellung der Veröffentlichungen leidet nicht nur PERRY RHODAN. Es fehlen großartige und wichtige Publikationen aus dem Jahr 2016. Angefangen von der dreiteiligen Star Trek-Serie »Prometheus« von Christian Humberg und Bernd Perplies (CROSSCULT). Da haben zum ersten mal deutsche Autoren das Star Trek-Universum erweitert und dann wird das nicht gewürdigt, oder bei der Sekundärliteratur erscheinen weder »Invasion der Zukunft« von Hans-Peter von Peschke (THEISS) noch »Das SF-Jahr 2016« von Sascha Mamczak (HEYNE). Dergleichen fehlen wichtige Anthologien wie »Sternenfeuer« und »Schattenfeuer« aus dem Drachensternverlag (BOOKSPOT).
Mir kommt es so vor, als hätte die Jury bevorzugt Kleinverlage und Selfpublisher nominiert und die »Großen« einfach ignoriert. Dann sollte man vielleicht darüber nachdenken, einen Extrapreis für Selfpublisher zu vergeben und nicht diejenigen bestrafen, die seit Jahren das Genre am Leben erhalten.
Boykott ist das einzige, was man tun kann: einfach in den Kategorien »Keine Stimme abgeben« anklicken und dafür seinen eigenen Vorschlag eintragen. Vielleicht wachen die Verantwortlichen dann auf, was für eine sinnentleerte Liste sie da aufgestellt haben.
Das Schärfste jedoch ist, dass auf der Internetseite des Deutschen Phantastik Preis ein Foto veröffentlicht wurde, das vom PERRY RHODAN-WorldCon 2011 stammt. Es zeigt Tom Hillebrand, der ein paar mal den Preisverleihung moderiert hat. Entweder derjenige, der die Seite gestaltet hat, hatte keine Ahnung, oder war zu faul sich ein Bild von den Preisverleihungen in Dreieich zu besorgen. Bei alledem dann noch ein Foto von einer PERRY RHODAN-Veranstaltung für die Internetseite des Phantastik Preis zu verwenden, finde ich einfach nur frech.
Apropos Dreieich. Dei Verleihung des Deutschen Phantastik Preis fand all die Jahre auf dem BuCon in Dreieich statt. Im letzten Jahr durfte ich der netten kleinen Veranstaltung sogar beiwohnen. In diesem Jahr werden die Preise im großen Rahmen mit viel Pomp auf der Phantastika in Oberhausen vergeben. Das die Preisgelder auch schon mal höher waren, fällt da schon gar nicht mehr ins Gewicht.
PR 2827 Quelle PerrypediaPR 2839 Quelle: Perrypedia
Samstagmorgen auf der A8. Das Autoradio meldet einen Unfall zwischen Irschenberg und Bad Aibling auf der Gegenfahrbahn. Kaum erreichen wir Rosenheim stockt der Verkehr auch auf unserer Seite. Zuerst denke ich noch, dass es am erhöhten Verkehrsaufkommen liegt, weil die A93 einmündet, doch der zähfließende Verkehr zieht sich über Kilometer hin bis … bis zur Unfallstelle auf der Gegenfahrbahn. Keine fünf Meter danach löst sich sich der Stau in nichts auf.
Toll! Da verbrachten wir zwanzig Minuten im Stau, nur weil so ein paar Gaffer unbedingt glotzen müssen, wie ein paar Autos auf der anderen Fahrbahn ineinander gefahren sind.
Ich bin dafür, klappbare Sichtschutzwände im Mittelstreifen der Autobahn zu installieren oder die Fahrbahnen so gegeneinander zu versetzen, damit man keine Einsicht hat. Aber das würde zu viel kosten.
Ich habe es getan … ich habe mir mein erstes Punk T-Shirt zugelegt.
Nachdem mich Musik und Literatur der letzten Wochen doch ziemlich vereinnahmt hat, wahr anzunehmen, das es sich irgendwann auch auf mein Äußeres durchlagen würde. Für einen Irokesen-Haarschnitt bin ich dann leider doch zu alt und gefärbte Haare habe ich eh schon, also musste etwas anderes her, um meine Leidenschaft für Punkrock zu zeigen. Als ich bei dem großen Onlineriesen das T-Shirt sah, konnte ich nicht widerstehen. Ab jetzt wird man mich also häufig mit »Schleimkeim« T-Shirt antreffen.
Ob ich mir jetzt auch eine Killernieten-Lederjacke zulege, überlege ich mir aber noch.
Es hatte die ganze Nacht geregnet, die Straßen glänzten vor Feuchtigkeit. Feiner Nieselregen traf mein Gesicht, als ich auf dem Fahrrad zur Arbeit strampelte. Es roch nach Erde und Regenwürmern …
Ja, nach Regenwürmern. Kennt noch jemand den eigenartigen Geruch, der sich nur dann ausbreitet, wenn die Straße mit hunderten Regenwürmern gepflastert ist? Sie kringeln sich über den feuchten Asphalt, die meisten schon von Autoreifen zermatscht. Der Geruch des Todes.
Diese Woche habe ich in einem Magazin gelesen, dass es in Deutschland 47 Arten von Regenwürmern gibt. 19 davon stehen kurz vorm Aussterben. Ich wusste gar nicht, das es bei Regenwürmern eine so große Artenvielfalt gibt und das sie in ihrer Existenz bedroht sind. Wie so vieles andere auch. Dabei macht besonders die Chemie-basierte und auf Maschineneinsatz ausgerichtete Landwirtschaft den Regenwürmern zu schaffen. Dabei könnte die Landwirtschaft von den Würmern profitieren. Regenwürmer schaffen günstige Bodenstrukturen, machen aus abgestorbenen Pflanzen neue Nährstoffe, reichern die Böden mit Mineralien aus der Tiefe an, schaffen Kinderstuben für Nützlinge und fressen Pilze, die Nutzpflanzen gefährden. In Folge leiden die Böden an zu hoher Verdichtung, können weniger Wasser aufnehmen und ableiten, was wiederum zu Überschwemmungen und Bodenerosion führt.
Nach diesen Informationen bin ich gestern Morgen mit meinem Fahrrad Schlangenlinien gefahren, um nicht noch mehr Regenwürmer zu überfahren. Schon komisch, wie so ein paar Infos den Blickwinkel verändern!
Übrigens, der Forscher Otto Ehrmann hat für Baden-Württemberg berechnet, dass das Gewicht aller lebenden Regenwürmer der doppelten Masse aller Menschen, ihrer Rinder und Schweine entspricht.
Die Meldung ereilte mich am frühen Nachmittag. Nichtsahnend warf ich einen Blick auf die PR-Homepage und da stand sie, die traurige Nachricht über den Tod von Michael H. Buchholz. Das war der Moment, an dem ich erst einmal schlucken musste. Mein nächster Gedanke war: was wird jetzt aus NEO? Ziemlich eigennützig, und ich schämte mich auch gleich dafür.
Für mich als Fan von PERRY RHODAN-NEO ist der Tod von Michael H. Buchholz ein schwerer Schlag. Auch wenn ich von seiner Krankheit wusste, so war da doch immer die Hoffnung, dass er es schaffen würde. Das seine Arbeit für NEO ihm die Kraft geben würde, den Krebs zu besiegen. Leider hat es nicht gereicht. Das Loch, das sein Tod in die Herzen von Familie und Freunden reißt, vermag nichts und niemand zu schließen.
Auch auf NEO wird es Auswirkungen haben. Gerade jetzt, nachdem die Serie über Band 150 hinaus verlängert wurde und es viel Raum für neue Handlungen gibt, muss es ohne ihn weitergehen. Kann Rüdiger Schäfer die Exposéarbeit ganz allein fortführen, trotz seines Fulltimejobs? Oder wird/muss sich ein Nachfolger finden? Kein Mensch ist wirklich zu ersetzen. Michaels Art zu schreiben war besonders. Er verzauberte seine Leser mit außergewöhnlichen Geschichten, in die er immer wieder wissenschaftliche Erkenntnisse unserer Zeit verwob. Keiner vermochte das so gut zu platzieren, wie er. Er hatte bestimmt noch viele Ideen für NEO, die er jetzt leider nicht mehr verwirklichen kann. Ich bin sicher, dass mir sein Beitrag zu PERRY RHODAN-NEO schmerzhaft fehlen wird.
Es war mir leider nicht vergönnt, den Autor persönlich kennenzulernen. Aber ich hoffe, dass ihm meine Rezensionen zu seinen Romanen gefallen haben, denn seine Geschichten gehörten immer zu den Staffel-Highlights. Wenn in zwei Wochen Band 144 erscheint, wird dies ein ganz besonderer Moment für mich und viele Fans sein. Augenblicke in denen wir in Gedanken bei ihm und er mit seinen Worten bei uns ist.
Mit Michael H. Buchholz steht ein weiterer Name auf der langen Liste der zu früh verstorbenen PERRY RHODAN-Autoren. Sein Tod ist ein schmerzlicher Verlust für PERRY RHODAN, insbesondere für NEO. Meine Gedanken sind in diesen Stunden bei seiner Familie und seinem Freund Rüdiger Schäfer. Er verliert mit Michael nicht nur einen Freund, sondern auch einen überaus kreativen Kollegen. Ich wünsche ihm viel Kraft, um den Schicksalsschlag zu überwinden.
Mein Bamboo-Stift sah nämlich schon etwas abgegriffen aus. Der Lack blätterte immer stärker ab und das blanke Messing fühlte sich nicht gut in der Hand an. Also dachte ich mir, dass der Stift mit Perlen ummantelt bestimmt toll aussehen würde.
Die größte Herausforderung war, ein passendes Muster zu finden. Auf einer japanischen Internetseite wurde ich schließlich fündig, musste es für meine Bedürfnisse aber erst anpassen. Bis ich das soweit hatte, vergingen Stunden.
Auch beim Perlen hatte ich echt Probleme wieder reinzukommen. Schon das Einfädeln der Nadel stellte mich vor Herausforderungen und mit Brille geht gar nichts mehr. Ich muss sie inzwischen absetzen, wenn ich solchen Kleinkram mache.
Aber als der Anfang dann gemacht war, ging die Arbeit in Peyotetechnik flott voran. Jetzt habe ich doch glatt Lust noch einen zu machen.
Der Film »12 Years a Slave« stand einige Zeit in unserem Regal, bis wir uns das umfangreiche Werk endlich angesehen haben. Selbst nach zwei Tagen bin ich immer noch beeindruckt. In meinem Kopf eifern die schönen Landschaftsaufnahmen aus den amerikanischen Südstaaten mit den grausamen Bildern der Handlung um die Wette. Die Geschichte ist in jeder Hinsicht eindrucksvoll erzählt und um so berührender, weil man weiß, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt.
Der afroamerikanische Geigenspieler Solomon Northup lebt als freier Mann in Saratoga/New York, bis er von ein paar Gaunern nach Washington gelockt und entführt wird. Zusammen mit anderen Entführungsopfern bringt man ihn mit einem Schiff nach Louisiana und verkauft ihn auf dem Sklavenmarkt. Anfangs versucht er noch sich gegen das Schicksal aufzulehnen und mit Hilfe seiner Kenntnisse die Aufmerksamkeit seiner Herren zu erlangen, doch dass bringt ihm nur mehr Leid und Ärger ein. Er macht sich zunehmend unsichtbarer, ohne jedoch der unmenschlichen Behandlung durch seine Herren entgehen zu können. Nach zwölf Jahren hat er schon beinahe aufgegeben, als sich ihm endlich eine Chance bietet, der Sklaverei zu entkommen.
Die Darstellungen der Lebensumstände afroamerikanischen Sklaven im neunzehnten Jahrhundert sind sehr authentisch und es braucht schon eine Menge, um die Szenen auszuhalten. Ich war ein paar Mal kurz davor, mich abzuwenden, weil ich die Gewalt nicht ertragen konnte. Die vielen bekannten Schauspieler überzeugen in ihren Rollen. Neben Hauptdarsteller Chiwetel Ejiofor spielen Filmgrößen wie Brad Pitt, Benedict Cumberbatch und Michael Fassbender. Regisseur Steve McQueen inszeniert das Drama in ruhigen Bildern, die unter die Haut gehen und noch lange nachwirken.
Ich habe mich während und nach dem Film gefragt, wie es möglich sein konnte, dass Menschen andere Menschen schlimmer als Tiere behandeln konnten. Auch und vor allem weil sie sich als gläubig bezeichnet haben. Die haben nicht verstanden, was in der Bibel steht. Ich weiß nur nicht, ob wir Menschen von heute wirklich besser sind, oder ob wir die Methoden der Unterdrückung nur besser tarnen.
»Das sind aber keine Märzenbecher«, sagte die Verkäuferin als ich den Topf mit den Blumenzwiebeln auf den Ladentisch stellte.
Ich deutete auf das Schildchen im Topf, das eindeutig einen Märzenbecher zeigte. »Das steht es aber …«, brachte ich meinen Einwand vor.
Die Verkäuferin schüttelte den Kopf. »Märzenbecher sind gelb.«
In dem Moment wurde mir klar, das sie von Osterglocken sprach, die im Bairischen auch Märzenbecher genannt werden. Ich wollte aber für unsere Terrasse jene weißen Blümchen, die zur Zeit neben den Schneeglöckchen überall in den Vorgärten blühen.
Da kollidierten sie wieder die beiden Dialekte – das Thüringische und das Bairische. Wie oft bin ich schon in einer hiesigen Bäckerei schief angesehen worden, als ich nach Pfannkuchen verlangt habe. Die heißen in Bayern bekanntlich Krapfen. Als Pfannkuchen bezeichnet man hier Crêpes, die ich als Eierkuchen kenne. Genauso kennen viele meiner bayrischen Bekannten das Wort »Spreißel« nicht (für Holzsplitter, den man sich in die Haut gestochen hat), obwohl das eigentlich ein süddeutsches Wort ist. Auch mit »Rewinzchen« komme ich hier nicht allzu weit, das ist Ostthüringisch und bedeutet übrigens »Feldsalat«.
Wenn ich mit meinem Mann über die Unterschiede zwischen den Begriffen spreche, hat er nur ein mitleidiges Lächeln übrig. Er muss sich mit größeren Herausforderungen herumschlagen, weil er aus einer gänzlich anderen Sprachgegend kommt, in der, sagen wir mal, so eine Art Mittelhochdeutsch gesprochen wird. Da versteht man als Uneingeweihter zunächst kein Wort. Da heißen Krapfen – Krappen, Spreißel – Schiwer und Crêpes – Kletitten. Als Marzebecher (Märzenbecher) werden aber auch da Osterglocken bezeichnet.