So viel zu lesen und so wenig Zeit

Irgendwie geht mir zunehmend die Zeit ab. Vor allem fürs Lesen fehlt sie mir. Inzwischen stapeln sich die Comics, Magazine, Romane, Romanhefte und Leseproben auf meinem Schreibtisch. Ich kam am Wochenende nicht mal dazu, die zwei Leseproben zu begutachten, die ich vom Münchner Perry-Event mitgebracht habe.

Zumindest habe ich inzwischen mit dem Band 193 von NEO begonnen, das hatte ich wegen des Autors bisher vor mir hergeschoben, aber ich bin positiv überrascht. Es ist nicht so schlimm, wie befürchtet.

Dafür war ich selbst recht fleißig in den letzten Tagen und habe Texte für die Kolumne, die »SOL« und sogar vier Seiten für meinen Roman geschrieben. Das verschafft mir zumindest ein nicht ganz so schlechtes Gewissen.

Momentan beschäftigen mich in all die Berichte und Videos zur Veranstaltung in München. Ganz viel wurde inzwischen darüber geschrieben, vorwiegend positiv. Und Ben Calvin Hary, mit dem ich am Samstag leider nur kurz plaudern konnte, hat das erste offizielle Video hochgeladen.

Das teile ich an dieser Stelle sehr gern. Vor allem wegen des witzigen Beitrags von Chefredakteur Klaus N. Frick.

PERRY RHODAN 3000 in München – Das Drumherum

Die Perry-Ausstellung

Zwei Tage ohne einen Blogeintrag von mir. Insider werden ahnen warum. Obwohl ich mir am Freitagvormittag eigentlich vorgenommen hatte, etwas zum anstehenden Perry 3000 Event in München zu schreiben, kam dann doch alles anders. Ich empfing stattdessen einen Journalisten in unserer Wohnung, mit dem ich über Star Trek, PERRY RHODAN und das Schreiben plauderte. Über das etwaige Ergebnis dieses Besuchs werde ich an dieser Stelle natürlich berichten.

Freitagnachmittag fuhren wir mit dem Auto nach München. Kurz vor 17 Uhr trafen wir im Truderinger B&B-Hotel ein. Dass die Kartenzahlung nicht funktionierte, war das einzige Manko an unserem Hotelaufenthalt. Das Hotel war neu, die Zimmer nett eingerichtet. Das Bett vielleicht ein bisschen zu hart für meinen Geschmack, dafür waren Parken und W-LAN kostenlos. Kurz frischgemacht, ging es anschließend mit der U-Bahn in die Innenstadt zum Italiener. Im »Solo Italia« hatte der Münchner Perry-Stammtisch »Ernst Ellert« sein monatliches Treffen extra um einen Tag nach hinten verschoben. Als wir gegen 18 Uhr eintrafen war es schon gut voll. Ein paar Tische waren aber noch frei und auch die füllten sich schnell. Es gab leckere Pizza und tolle Gespräche. Ein paar Perry-Autoren verirrten sich auch hierher, außerdem waren drei Fans aus Japan gekommen. Je länger der Abend andauerte, um so lauter und stickiger wurde es. Aber das machte nichts, weil alle in froher Stimmung waren und dem nächsten Tag entgegenfieberten. Jürgen Müller kam mit einer schlechten Nachricht aus dem Literaturhaus zum Stammtisch. Es waren die falschen Vitrinen für die geplante Ausstellung geliefert worden. Sie waren zu klein und der mühsam ausgetüftelte Ausstellungs-Katalog obsolet. Doch die Münchner wollten sich bis zum nächsten Morgen etwas einfallen lassen, noch war es nicht zu spät. Damit es auch bei uns nicht allzu spät wurde, gingen auch wir kurz vor zehn. Schließlich wollten wir am nächsten Morgen frisch und munter sein.

Frisch und munter war ich am Samstagmorgen zwar nicht, weil ich wegen der Aufregung und der harten Matratze kaum schlafen konnte. Aber nach einem ausführlichen Frühstück im McCafé gegenüber vom Hotel und einem kurzen Spaziergang zur U-Bahn war das vergessen. Bei der Fahrt in die Stadt stellte ich fest, wie sehr ich das U-Bahnfahren in München vermisst habe. Zwölf Jahre in München prägen. So war es tatsächlich ein schönes Gefühl, sich mal wieder im Münchner »Untergrund« herumzutreiben. Da ich so gut wie alle U-Bahnstationen in München kenne, klappte das natürlich auch mit der Orientierung.

Das Literaturhaus in München steht am Salvatorplatz in der Nähe vom Odeonsplatz. Eine Gegend in die, wie ich behaupte, die wenigsten Münchner kommen. Zumindest bin ich in den zwölf Jahren in München nie dort gewesen, obwohl ich gar nicht so weit davon gewohnt und gearbeitet habe. Es ist eine Gegend in der die dicken Autos auf der Straßen stehen und in der die »Fünf Höfe« eine Klientel anlocken, die mehr Geld auf dem Konto hat, als der Durchschnittsmünchner. Das zeigte sich dann später auch bei der Suche nach etwas Essbarem.

Dennoch die Location im dritten Stockwerk des Literaturhauses war schon beeindruckend. So hoch über den Dächern der Stadt. Die alten Holztreppen knarrten und man war schon etwas außer Puste, wenn man oben ankam. Doch die Sonne schien und die 11 Grad draußen fühlten sich nach Schnee und Kälte fast schon Frühlingshaft an. Die Organisatoren erwarteten die Fans mit einem Button, der nach Vorzeigen des Tickets ausgehändigt wurde und es einem gestattete den Saal zwischendurch mal zu verlassen und wieder hineinzukommen. Die ersten hatten sich im Saal schon die besten Plätze gesichert. Ich begrüßte erst einmal Freunde und Bekannte, bevor wir dann auch in der vierten Reihe noch zwei freie Stühle entdeckten. Wie erwartet musste man die wenigen weiblichen Gäste im Saal suchen. Mehr als zehn Frauen waren nicht gekommen. Der Altersdurchschnitt im Saal lagt bei über 50, nur zwei Kinder drückten ihn etwas nach unten.

Das Programm begann pünktlich und der Plan wurde auch den ganzen Tag lang auf die Minute eingehalten. Das war Präzisionsarbeit. Zu den einzelnen Programmpunkten erzähle ich an anderer Stelle detailliert. Ich kann nur sagen, das es abwechslungsreich und informativ war und viel gelacht wurde. Bei der Fragerunde am Ende hatte ich sogar noch den Mut eine Frage zu stellen. Ich war einigermaßen stolz auf mich.

Die erste Pause nutzte ich nicht nur für das Einsammeln von Autogrammen, sondern auch für Gespräche mit den Fans und Autoren, sowie um einen Happen zu essen. Den fanden wir übrigens nicht weit vom Literaturhaus in einer Filiale von »Vinzenz Murr«. Das Restaurant und Café im Literaturhaus selbst, entsprach nicht unbedingt unserem Geldbeutel und außerdem war zu hören, das viele Fans weggeschickt wurden, weil angeblich nicht genügend Platz war. Nun, ja, die Perry-Fans entsprachen vielleicht nicht dem typischen Publikum, was dort normalerweise verkehrt. In der Kaffeepause am Nachmittag tranken wir einen Kaffee in der Bäckerei Schmidt am Eingang vom REWE in der Salvatorpassage, mit Krapfen und Nusshörnchen.

So gestärkt machte der Haupt-Programmpunkt rund um den Band 3000 noch mehr Spaß. Die anschließende Fragerunde verging wie im Flug und dann war es auch schon wieder zu Ende. Draußen war es bereits dunkel geworden. Das Foyer im dritten Stock war aber noch gefüllt mit Fans, die bei einer zweiten Autogrammstunde Unterschriften in einer exklusiven Broschüre zum Event sammelten. Für uns hieß es Abschied nehmen. Gern wäre ich länger geblieben, aber wir hatten noch gute zwei Stunden Heimfahrt vor uns. Außerdem gebe ich zu, das ich ziemlich kaputt war. Von 10 Uhr morgens bis 19 Uhr abends zu sitzen und konzentriert dem Programm zu lauschen, war dann doch anstrengender als gedacht. Auf dem Nachhauseweg legten wir noch einen Zwischenstop bei McDonalds ein. (Damit ist mein Bedarf an FastFood auch wieder für die nächsten Monate gestillt.)

Alles in allem waren es zwei aufregende Tage, an denen ich viele alte und neue Gesichter gesehen habe. Ich habe einige Neuigkeiten erfahren und hatte viel Spaß. Vielen Dank an die PERRY RHODAN-Redaktion für den tollen Event und auch danke an den Münchner Stammtisch für die perfekte Organisation. Das mit den zu kleinen Vitrinen ist wahrscheinlich keinem Fan aufgefallen, weil die Sachen auch auf kleiner Fläche perfekt präsentiert wurden.

Wer jetzt wissen möchte, was genau beim Stammtisch passierte und was in den einzelnen Programmpunkten erzählt wurde, den verweise ich auf meine Kolumne in der EA und auf die SOL 94. Dort werde ich ausführlich über alles berichten. Dafür gibt es hier ein paar Fotos.

Foyer im Literaturhaus
Gleich geht’s los!
Klaus N. Frick hält die Eröffnungsrede
In der Kaffeepause

Busch & Bernemann

Quelle: Amazon

Das Dirk Bernemann zu einem der meist unterschätzten Autoren in Deutschland zählt, habe ich an dieser Stelle bereits mehrfach erwähnt. Seine Werke zeichnen sich nicht nur durch einen besonderen Stil aus, sondern vor allem durch bedrückende und extreme Bilder. Damit schafft er es das Leben, als das zu entblößen, was es ist – knallhart und kompromisslos. Dieser Tage las ich zwei seiner früheren Werke, die zwar anders sind als gewohnt, aber nicht weniger genial.

Eines davon ist der Comic »Max & Murat«. Comic ist vielleicht zu viel gesagt, es ist eine Bildergeschichte, die sich an die berühmte Geschichte von »Max & Moritz« von Wilhelm Busch anlehnt.

Dirk Bernemann tut etwas, dass Busch seinerzeit unterschlagen hat, er bindet den Hintergrund der Figuren mit ein. Und versucht auf diesem Weg, dem Leser zu vermitteln, was die beiden Kids zu ihren Taten anstachelt, die vom Anbrennen von Luxusautos, bis hin zum Drogenverkauf an Kinder reichen.

Das Heft mit gerade mal 24 Seiten ist in Versform geschrieben. Wobei die Reime nicht ganz so flüssig klingen, wie die von Busch, was aber oft an den modernen Begrifflichkeiten liegt. Die sind für Reime manchmal einfach zu sperrig.

Illustriert wurde das Heft von Phillip S. Neundorf. Die Bilder wirken wie Graffiti und unterstreichen damit, die modernen sieben Streiche von »Max & Murat«.

Das schöne an der Geschichte ist, dass Bernemann im Gegensatz zu Wilhelm Busch nicht den Finger erhebt, sondern die Lebenssituation der beiden für sich erklären lässt.

»Max & Murat« erschien 2013 im Unsichtbar Verlag und ist im Buchhandel oder bei den gängigen Onlinhändlern erhältlich. Es kostet 5 Euro, die gut investiert sind.

Neues Kontrollcenter

Workstation

Unlängst spendierte mir mein Chef zwei neue Bildschirme. Nicht das ich mit den alten unzufrieden gewesen wäre. Ich wollte meine, eigentlich der Kollegin vermachen, weil sie nur zwei mickrige 19 Zoll Bildschirme hatte. Ich hätte dann die vom ungenutzten Arbeitsplatz aus dem Werksbüro genommen. Doch der Chef bestellte gleich zwei neue.

So kam ich morgens in die Arbeit und sah mich meinem neuen »Kontrollzentrum« entgegen. Zwei Bildschirme a 32 Zoll (ca. 81 cm), das ist auf den ersten Blick überwältigend. Das kann Frau gar nicht komplett überblicken. Aber man gewöhnt sich verdammt schnell daran. Als ich am vergangenen Wochenende vorm PC bei meinen Eltern saß und auf den 19 Zoll Minibildschirm guckte, war das tatsächlich eine Umstellung.

Damit die Monitore auch schick aussehen, habe ich mir gleich ein neues Hintergrundbild von der PERRY RHODAN-Seite herunter geladen. Nämlich das Cover von NEO 181, gezeichnet von Dirk Schulz. Ich finde, es sieht in dieser Größe verdammt gut aus.

Falls sich jemand wundert, dass es auf meinem Schreibtisch so aufgeräumt aussieht: das Foto entstand an einem Donnerstag kurz vor Feierabend. Weil am Freitag immer die Putzfirma kommt, müssen die Schreibtische aufgeräumt sein. Unter der Woche sieht es bei mir chaotischer aus.

Handyverträge von Anno dazumal

Die großen Mobilfunkanbieter scheinen ein Problem zu haben, vielleicht sogar mehrere. Seit die EU die Auslandstarife egalisiert hat, verdient es sich wohl nicht mehr so gut und da müssen anscheinend Mittel und Wege gefunden werden, um an Geld zu kommen.

Ich hatte für meine Eltern einen Handyvertrag abgeschlossen. Irgendwann Mitte der 2000er muss das gewesen sein, also noch zu Zeiten als Smartphones noch nicht das Nonplusultra waren. Nun erzählte mir meine Mutter am Wochenende, dass seit Tagen jemand Unbekanntes auf ihrem Handy anrief und mich sprechen wolle. Ich war verdutzt, kennen doch die Nummer meiner Mutter nur wenige Eingeweihte. Und vor allem, woher wussten die Anruferin meinen Namen?

Heute morgen klingelte es wieder. Eine Frauenstimme nuschelte mir einen Namen entgegen und fragte, ob ich denn diejenige welche bin. Dann schwafelte sie etwas von einem Handytarif. Ich fragte erstmal ziemlich patzig, wie sie denn zu dieser Nummer und meinem Namen käme. Das stände doch hier in den Vertragsdaten, offenbarte sie mir. Da begann ich zu verstehen, fragte aber sicherheitshalber noch mal nach, von welcher Firma sie denn anrief. Es stellte sich heraus, dass es mein Mobilfunkanbieter war und sie mir mitteilen wollten, dass der Handytarif meiner Eltern nicht mehr verlängert werden könne, weil er nicht »der neuesten Technik« entspräche. Das wäre auch aus einer SMS hervorgegangen, die sie vor ein paar Tagen verschickt hätten.

Ich versuchte ihr klarzumachen, das meine Mutter mit fast 80 Jahren keine Ahnung habe, was eine SMS ist und schon gar nicht, wie sie die auf dem winzigen Handydisplay ihres Nokia-Handys lesen kann. Die Frau war hartnäckig und glaubte fest, dass sie jetzt auf der Stelle mit mir über einen Tarifwechsel verhandeln könne. Ich stand mit gepackten Koffern in der Küche und wollte gleich zum Bahnhof fahren, um rechtzeitig meinen Zug zu bekommen. Es war also der schlechtmöglichste Zeitpunkt, um einen neuen Handytarif auszuhandeln. Ich gab ihr kurzerhand meine Handynummer, die sie laut meiner Vertragsnummer eigentlich wissen müsste und vertröstete sie auf den heutigen Abend.

Denn ich wollte mich erst einmal kundig machen, was es denn für Handytarife gibt, die dem nahe kommen, was meine Eltern brauchen, nämlich nur, um zum telefonieren. Und siehe da, sowas gibt es nicht mehr. Kein Anbieter schon gar nicht meiner, hat irgendeinen Tarif mit dem man nur telefonieren kann. Hinzu kommt, dass meine Eltern zwar einen Vertrag haben, dafür aber keine Grundgebühr bezahlen, sondern nur das, was sie wirklich vertelefonieren und das sind im Monat maximal 1-2 Euro. Sowas gibt es aber anscheinend nicht mehr. Dafür gibt es eigentlich keinen Handyvertrag mehr, an dem nicht irgendwelche Datenpacks und was weiß ich inbegriffen sind. Ich will das aber nicht. Ich möchte für meine Eltern einen Tarif, mit dem sie nur telefonieren können. Es sollte auch kein Prepaid-Tarif sein, weil ich nicht immer da bin, um ihnen das Handy aufzuladen.

Jedenfalls hat bis jetzt niemand von meinem Anbieter bei mir zurückgerufen. Das liegt wahrscheinlich einfach daran, dass, sobald ich das Haus betrete, ich keinen Handyempfang mehr habe und mich Anrufe und SMS nur sporadisch erreichen. Darum sollten sich die Mobilfunkanbieter endlich mal kümmern, dann wäre ich auch bereit, mehr Geld für einen Vertrag zu bezahlen. Aber solange das nicht geschieht und die sich nicht bei mir melden, sitze ich das jetzt einfach aus. Mal sehen was passiert, ob sie meine Eltern wirklich Ende März, wenn der Vertrag abläuft, einfach vom Netz trennen. Ich bin gespannt.

Schnell = Express, Oder?

Ich habe lange nichts über die Deutsche Bahn gebloggt. Was nicht daran liegt, dass ich nichts erlebt hätte. Allerdings ist es inzwischen müßig immer die gleichen Geschichten zu erzählen. Bei meinen Reisen in den vergangenen Wochen und Monaten war ich nämlich nur in Ausnahmefällen pünktlich am Ziel. Verspätungen, ausgefallene Züge, Zwischensprints auf den Bahnhöfen, damit man den Anschlusszug bekommt; das wiederholte sich fast bei jeder Fahrt.

Seit dem Fahrplanwechsel ist es auch noch so, dass eine Verbindung, die eh schon besch… war, weiter verschlechtert wurde. Ich bin jetzt am Freitag erst mittags in Saalfeld. Dafür darf ich montags eine Stunde später fahren. Immerhin wurde die Fahrtzeit auf 5 Stunden und 12 Minuten reduziert. Noch schneller ginge es, wenn der Regionalexpress auch ein richtiger Express wäre.

Unter einem »Express« verstehe ich einen Zug, der nicht an jedem klitzekleinen Bahnhof hält. Zwischen Nürnberg und Bamberg scheint das auch zu funktionieren. Da hält der »Regionalexpress Nürnberg-Leipzig« auch nur in größeren Städten. Ab Bamberg aber hält der Zug an jedem Dorfbahnhof. An den meisten steigt maximal der Zugbegleiter aus und ein, um das Signal zur Weiterfahrt zu geben. Jeder kann sich ausmalen, wie sinnvoll ein solcher Halt ist und wieviel Energie dafür flöten geht. Dabei gibt es durchaus Bahnen mit der Möglichkeit zum Bedarfshalt.

Früher unterschied man bei der Bahn zwischen Regionalbahn und Regionalexpress, die fuhren abwechselnd auf der Strecke. Irgendwann wurden die Regionalbahnen abgeschafft und in den Regionalexpress überführt, was das Kürzel »Express« letztendlich ad Absurdum führt.

Jedenfalls habe ich am Freitag von 8:38 Uhr bis 12:05 Uhr gebraucht, um von Nürnberg nach Saalfeld zu kommen. Dreieinhalb Stunden für eine Strecke, für die ich in besten Zeiten keine zwei Stunden gebraucht habe. Kein Wunder, wenn da alle mit dem Auto fahren.

Eine positive Seite hat diese Entwicklung allerdings. Da die Verbindungen, die ich nehmen kann, immer weiter eingeschränkt werden, verzichte ich inzwischen darauf, den teuren Flexpreis zu buchen. Denn »flexibel« fahren kann ich auf dieser Strecke ohnehin nicht. Ich nutze jetzt immer den Sparpreis oder Supersparpreis zusammen mit Rabattcoupons von Duplo und Hanuta. So kostete mich die Fahrt zu meinen Eltern an diesem Wochenende statt 100 Euro nur 34 Euro. Das sich die Deutsche Bahn damit ins eigene Fleisch schneidet, scheint sie nicht zu begreifen.

Wenn man ehrlich ist, dürfte die Bahn bei dem Qualitätsverlust auch nicht mehr verlangen.

Zurück aus Lemuria

Quelle: Perrypedia

Seit ich 2013 angefangen habe, die Silberbände zu lesen, bin ich leider noch nicht so weit gekommen, wie ich gehofft habe. Gut, ich habe auch die Taschenbücher des Plophos-Zyklus gelesen, der bekanntlich nicht in den Silberbänden enthalten ist, aber durch manchen Silberband habe ich mich regelrecht quälen müssen. Ich denke dabei an die Bände über die Hohlwelt Horror oder über die Mobys.

Diese Woche habe ich Band 30 ausgelesen und das war mal wieder ein Silberband, der mich richtig begeistert hat. In »Bezwinger der Zeit« kehren Perry Rhodan und die Crew der Crest III aus der Vergangenheit zurück. Im Anschluss müssen sie einen geheimen Angriff der Meister der Insel auf die Erde abwehren. Das war sehr spannend.

Was mich an dem Roman aber besonders angesprochen hat, war der innenpolitische Konflikt um Perry Rhodan in seiner Rolle als Administrator. Die Heimtücke der MdI zielt darauf ab, das Solare Imperium zu destabilisieren und Rhodan politisch in Bedrängnis zu bringen. Am Ende steht sogar die Vernichtung der Erde als Ziel. Natürlich kommen Rhodan und die Terraner davon. Was sie nicht nur den Mutanten, sondern auch einigen exzentrischen Mitgliedern der Solaren Abwehr zu verdanken haben.

Amüsant fand ich die Handlungsebene um den Matten-Willy, der nichts unversucht lässt, um Perry Rhodan zu helfen. Auch wenn er dabei mehr Glück als Verstand beweist. Das war für einen Roman der EA aus dieser Zeit eine ungewöhnlich Charakterbezogene Geschichte.

Sehr schön! Wenn der nächste Silberband auch so spannend ist, schaffe ich es vielleicht doch noch meinen Mann einzuholen. Der ist nämlich schon bei Band 41.

Rettet die Bienen!

Quelle: volksbegehren-artenvielfalt.de

… lautet der Slogan eines Volksbegehrens, für das man sich ab heute in den Rathäusern in Bayern eintragen kann.

Ich habe das vorhin schon getan, weil ich das Thema Artenschutz wichtig finde. Und das nicht nur, weil ich die Tochter eines Imkers bin. Es geht bei dem Volksbegehren nicht nur um den starken Rückgang der Bienenvölker in den vergangenen Jahren, sondern um alle Insekten und Pflanzen, die von der extensiven Landwirtschaft immer mehr verdrängt werden. Es geht auch um Korridore zwischen Biotopen, damit es in den wenigen geschützten Bereichen nicht zu Inzucht unter den Arten kommt. Das Thema ist also sehr viel weitreichender als nur der Schutz der Bienen.

Natürlich sind viele Landwirte nicht gut auf das Volksbegehren zu sprechen, weil die meisten inzwischen zu Handlangern der Industrie geworden sind. Das bemerkt man besonders hier im südlichen Bayern, wo es im Sommer eigentlich nur noch grüne Wiesen und Maisfelder gibt. Artenvielfalt kann da nicht entstehen.

War es in den 80er-Jahren die Industrie und der von ihr verursachte saure Regen, der die Natur bedrohte, so ist inzwischen die Landwirtschaft Schadfaktor Nummer eins. Dagegen muss mit Gesetzen vorgegangen werden. Es darf nicht sein, dass ein Bauer mehr Tiere besitzt, als sein Grund und Boden ernähren kann, und er Sojafutter aus Brasilien zukaufen muss. Wofür wiederum Regenwald abgeholzt wird. Es darf auch nicht sein, dass Lebensmittel wie Weizen und Mais angebaut werden, um sie zu Biogas oder Biosprit zu verarbeiten, während auf der Südhalbkugel Menschen an Hunger sterben.

Jeder von uns kann etwas dagegen tun. Das fängt schon damit an, seinen Rasen im Vorgarten eben nicht bereits im Frühjahr zu mähen, sondern zu warten, bis er geblüht hat. Auf dem Balkon kann man Pflanzen halten, an denen Bienen und andere Insekten Nahrung finden, wie z. B. Lavendel. All diese kleinen Dinge können eine Veränderung wirken, wenn viele Leute mitmachen.

Genauso wie bei dem Volksbegehren. Deshalb rufe ich meine Freunde und Bekannten aus Bayern auf: Geht bis zum 13. Februar ins Rathaus eures Ortes und unterschreibt. Damit wir alle gemeinsam etwas verändern können.

Wer mehr wissen will, findet die Antworten hier: https://volksbegehren-artenvielfalt.de/

Im Auftrag der Fans

Quelle: www.perry-rhodan.net

Nun ist es endlich offiziell. Nachdem ich das jetzt mehr als ein halbes Jahr mit mir herumschleppen durfte, ohne etwas zu verraten, bin ich jetzt einigermaßen erleichtert.

Ich trete die Nachfolge von Hermann Ritter an, der in den vergangenen 15 Jahren die Clubnachrichten in der PERRY RHODAN-Erstauflage betreut hat. Ich habe also gewissermaßen meine eigene vierwöchentlich erscheinende Kolumne bekommen, in der ich über die Fan-Szene berichten darf. Das umfasst das Internet, genauso wie Magazine und Fanzines sowie Veranstaltungen. Es ist im Endeffekt dasselbe, was ich seit Jahren in meinem Blog mache. Mit dem Unterschied, dass es nun gedruckt und von viel mehr Menschen gelesen wird. Das ist ein schöner Gedanke, an den ich mich erst noch gewöhnen muss.

An dem Tag an dem mich Klaus N. Frick per E-Mail fragte, ob ich den Job übernehmen will, ging es mir gesundheitlich gar nicht gut. Am Abend brachte mich mein Mann noch ins Krankenhaus und ich verbrachte eine schlaflose Nacht in der Notaufnahme. Ich hatte also viel Zeit, um darüber nachzudenken, ob ich das Angebot annehmen soll oder nicht. Im Nachhinein fühlte es sich so an, als sei mir in der dunkelsten Stunde ein Lichtstrahl geschickt worden. Das war derart bezeichnend, dass ich gar nicht ablehnen konnte. Und so sagte ich wenige Tage später zu. Inzwischen habe ich bereits zwei Ausgaben zusammengestellt. Es macht Spaß und ich lerne nach und nach all die Fanzines und Clubs kennen, die sich mit PERRY RHODAN und Science Fiction beschäftigen. Ich habe festgestellt, dass es meist dieselben Leute sind, die in der Szene aktiv sind.

Weil ich immer alles richtig machen will, habe ich mir sogar ein paar alte Perry-Hefte herausgeholt und mir angesehen, wie meine Vorgänger die vier Seiten gefüllt haben. Dabei habe ich eine Menge interessanter Fakten aufgeschnappt und auch festgestellt, dass sich so viel in der langen Zeit nicht geändert hat.

Dass ich ein Fan der PR-Clubnachrichten bin, habe ich hier oft genug erwähnt. Deshalb ist es mir wirklich eine Ehre das »Amt« zu übernehmen. 15 Jahre hat Hermann Ritter die Clubnachrichten gemacht, Klaus N. Frick vor ihm 16 Jahre lang. In 15 Jahren werde ich 60 Jahre alt sein. Mal schauen, ob es bis dahin noch PERRY RHODAN und die Fan-Szene gibt. An mir soll’s nicht liegen.

Für alle die die offizielle Meldung auf der PERRY RHODAN Homepage noch nicht gelesen haben, hier ist der Link:
https://perry-rhodan.net/aktuelles/news/die-perry-rhodan-fan-szene-als-neue-rubrik