Katastrophenfall Winter

Winter(Alb)traum

Hatte ich schon erwähnt, dass es schneit?

Jedenfalls schneit es schon die ganze Woche, aber weil Waging nicht so hoch und vor allem am See liegt, kam der Niederschlag meist als Regen runter. Nicht so in Traunstein und Berchtesgaden. Da schneite es ununterbrochen, weshalb schon die ganze Woche die Schulen geschlossen blieben und der Verkehr nur langsam rollte.

Gestern wurde es kälter und es fing es auch in Waging an zu schneien. Heute morgen lagen gute 30-35 Zentimeter. Der Kollege hatte schon angefangen zu räumen, als ich auf Arbeit kam.

Der Schnee hörte im Laufe des Tages aber nicht auf und die Nachrichten wurden immer schlimmer. Die Kollegen kamen kaum auf die Baustellen und wenn, gab es dort kein Material, weil die Lieferdienste der Zulieferer nicht fahren konnten. Einer der Kollegen landete im Straßengraben und musste ausgegraben und herausgezogen werden.

Bis zum Nachmittag herrschte Chaos pur. Im Landkreis Berchtesgaden und Traunstein wurde der Katastrophenfall ausgerufen. Viele der Kollegen wohnen dort und müssen sehen, dass sie den Schnee von den Dächern ihrer Häuser bekommen. So hat sich der Chef entschlossen, alle heimzuschicken und morgen dicht zu machen.

Bis morgen soll es weiter schneien.

Heute morgen 6:30 Uhr
Heute Mittag 12:00
Heute Nachmittag 16:30 Uhr

 

Con-Vorbereitungen

Banner für Osnabrück

Die PRFZ bereitet derzeit ihren nächsten Con vor. Die 3. PERRY RHODAN-Tage Osnabrück finden vom 25. bis 26. Mai statt. Alle sind mit großem Eifer bei der Sache. Programmpunkte werden geplant und Ehrengäste eingeladen.

Apropos Ehrengäste! Neben Andreas Brandhorst, Uwe Anton und Rüdiger Schäfer, hat auch »Mr. Perry Rhodan persönlich« Chefredakteur Klaus N. Frick seine Teilnahme zugesagt. Na schauen wir mal, ob dass auch klappt.

Außerdem wird es wieder ein Conbuch geben, für das der verantwortliche Redakteur André Boyens noch Beiträge sucht. Und natürlich müssen all die vielen kleinen Dinge am Rand einer solchen Veranstaltung geplant werden.

Ich hatte mich bereit erklärt für die Bühnendekoration zwei Banner zu entwerfen. Eines ist schon fertig und kam gestern mit der Post. Das Ding ist riesig, sieht aber schon mal toll aus. Am Wochenende werde ich das Zweite in Angriff nehmen. Dann ist der Punkt schon mal abgehakt.

Ach so! Aktuell hat die PRFZ einen Sonder-Newsletter herausgegeben, den man sich hier kostenlos herunterladen kann. Wir wollen ein bisschen Werbung für den Verein machen. Der offizielle Newsletter mit der Nummer 27 erscheint am Wochenende und ist exklusiv nur für Mitglieder. Auf den zehn Seiten hat Redakteurin Alexandra Trinley jede Menge Interviews mit Autoren und Fans der PERRY RHODAN-Serie geführt. Ich bin auch mit ein paar Texten vertreten.

Die SOL 93 ist aktuell im Layout und wird im Februar zeitgleich mit Band 3000 erscheinen. Wenn alles klappt.

Aktion #PerryPet

Ich weise an dieser Stelle gern auf die Aktion zur Perrypedia hin. Unteranderem, weil ich am Bild für die Anzeige nicht ganz unbeteiligt war. Aber auch weil die Perrypedia ein großartiges Fanprojekt ist und unbedingt Unterstützung jeglicher Art verdient.

Außerdem ist Verena Themsen nicht nur eine tolle Autorin, deren Romane ich immer sehr gern lese, sondern sie ist auch Physikerin von Beruf. Respekt!

Schnee, Schnee und nochmals Schnee

Das Wochenende war schon heftig. Bereits am Mittwoch hatte es angefangen zu schneien. Da zog am Nachmittag ein Blizzard ähnlicher Schneesturm über Waging hinweg. Und brachte innerhalb einer halben Stunde zehn Zentimeter Schnee. Die Tage darauf schneite es ununterbrochen weiter.

Am Freitag kam dann auch noch Wind auf, der sich über Nacht zum Sturm steigerte. Am Samstagmorgen türmten sich hohe Schneewehen rund ums Haus und auf den Straßen auf. Nachts hörte man alle zehn Minuten den Schneepflug fahren. Auf den Gehsteigen war kaum noch ein Vorankommen und die Autos auf dem Parkplatz vorm Haus mühten sich mit den Schneemassen, besonders die SUVs.

Wir hatte am Samstag zu einer kleiner Feier geladen. Einige unserer Gäste blieben auf den Weg zu uns fast im Schnee stecken. Rund um Traunstein ging stellenweise gar nichts mehr. Das hat sich über den Sonntag noch weiter verschlimmert. Während es in Waging am Samstagabend bereits wärmer wurde und zu tauen begann, blieb es in den Höhenlagen kalt und auch der Schnee kam dort nicht als Regen runter.

Heute und morgen bleiben die meisten Schulen in der Gegend geschlossen. Viele Straßen sind wegen Lawinengefahr und umgestürzter Bäume gesperrt. Bei Inzell ist eine Starkstromleitung abgerissen, was zu Stromausfällen geführt hat. Keine zehn Kilometer weiter Richtung Norden ist von dem Schneechaos kaum etwas zu spüren.

Jedenfalls könnte das bedeuten, dass wir vielleicht am Wochenende mal Langlaufen gehen können, sofern sich die Situation entspannt. Mein Mann hatte sich bereits am Freitag tapfer durch die Loipe bewegt.

Handarbeiten für Nerds

Star Trek zum Sticken

Abends vor dem Fernseher muss ich immer irgendwas zwischen den Fingern haben. Meist häkle ich, früher habe ich oft gestickt.

Mein Mann hat mir jetzt zu Weihnachten die passende Lektüre geschenkt. Jetzt kann ich auch im Star Trek- und Star Wars-Universum handarbeitstechnisch unterwegs sein.

Die Stickmuster habe ich tatsächlich auch schon ausprobiert. Damit lassen sich Handtücher und anderes mit witzigen Star Trek-Motiven versehen.

Das Star Wars-Häkelset enthält unter anderem Anleitungen zu allen Star Wars Charakteren aus den klassischen Filmen. Allerdings entpuppt sich das Set bei näherem Betrachten als Mogelpackung. Ein riesiger Karton und kaum Inhalt. Mit der mitgelieferten Wolle kann man gerade mal zwei Figuren (Yoda und Stormtrooper) fertigen. Dabei wäre in dem Karton Platz für Wolle für mindestens die Hälfte aller Figuren. Aber nun ja, so ist das bei Merchandising-Produkten meistens viel Luft und wenig Substanz. Da ich genug Wolle im Schrank habe, versuche ich mich an Ewok Wicket. Ich werde darüber berichten.

 

ANDROS kam, sah und ging

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 190 – »Als ANDROS kam …« von Rüdiger Schäfer

Bestien fallen ins Solsystem ein. Fünf von ihnen, darunter Masmer Tronkh machen sich auf der Suche nach Perry Rhodan auf den Weg zur Erde. Die Terranische Flotte kann sie nur im Auge behalten, aber nicht aufhalten. Derweil ballt sich innerhalb der Plutobahn, gespeist durch die Energie des Sonnenchasmas und des Sedna-Nexus ANDROS als eine Art interdimensionale Blase zusammen. Wenn es ihm gelingt, sich auszubreiten, bedeutet das nicht nur das Ende des Solsystems, sondern auch der Milchstraße und Andromeda, da er in Verbindung mit der großen Ruptur steht, der beiden Galaxien verbindet. Als sich Schiffe der Terraner ANDROS nähern, werden sie von den Bestienschiffen angegriffen, die ihn verteidigen. Die TERRANIA unter Systemadmiral Markus Everson steht kurz vor der Vernichtung, als endlich die MAGELLAN zurückkehrt und in den Kampf eingreift.
Perry Rhodan hat einen Plan um Masmer Tronkh zu verjagen. Zusammen mit Gucky und Tolot fliegt er nach Terrania, wo die Bestien bereits Teile der Stadt in Schutt und Asche gelegt haben. Doch sein Plan scheint nicht zu funktionieren. Es kommt zur Konfrontation zwischen Gucky, Tronkh und Tolot. Kurz bevor Rhodan zu scheitern droht, kommt ihm sein Sohn Thomas mit Unterstützung von NATHAN zu Hilfe. Gemeinsam können sie die Bestien von der Erde verjagen und bis in den Kuipergürtel zurückdrängen. Damit steht ANDROS ohne Verteidigung da.
Aber selbst mit allen Schiffen der Flotte könnten die Menschen nichts gegen das Geisteswesen ausrichten. Da öffnet sich plötzlich der Transfernexus auf dem Mond. Mehr als vierhundert Laurinschiffe fliegen von dort ins System ein und beschießen ANDROS mit allem was sie haben. Das Geisteswesen muss sich geschlagen aus dem Solsystem zurückziehen, genauso wie die Bestien.
Rhodan weiß, dass die Laurin – die genauso schnell verschwinden, wie sie gekommen sind – den Terranern nur eine Verschnaufpause verschafft haben. ANDROS und die Bestien werden wiederkommen und zurückschlagen.

Hm!

Mit diesem Ausdruck lässt sich der Roman von Rüdiger Schäfer umschreiben. Das dem meist keine positive Kritik folgt, wissen zumindest die PERRY RHODAN-Autoren aus ihrer Erfahrung mit dem PR-Chefredakteur.

Der Roman steht systematisch für die ganze Staffel. Es sind zu viele Schauplätze, zu viele Ansatzpunkte und zu viel, was nicht richtig zusammenpasst. Es fehlt der Rote Faden, der die Geschichte zusammenhält, außer man nimmt die Zerrissenheit der Staffel als Gemeinsamkeit.

Ob man die beiden Rhodansöhne und NATHAN betrachtet oder Rhodan und sein Kampf gegen die Bestien oder ANDROS‘ Motive, all das wirkt bemüht. Man spürt, dass die Exposé-Autoren die Töpfe, die Frank Borsch in den ersten 100 Bänden geöffnet hat, mit jenen Töpfen, die sie selbst aufgemacht haben, zusammenrühren wollen. Herausgekommen ist eine, sagen wir mal, genießbare Suppe aber kein Vier-Gänge-Menü eines Sternekochs. Wenn wir schon bei Töpfen und Suppen sind.

Das Auftauchen der Laurins kommt unerwartet und wird nur unzureichend erklärt. Selbst NATHAN weiß nicht so recht, ob sie nun aus dem Creaversum kommen oder Gestrandete im Einsteinraum sind. Mit den Laurins und dem Symboflexpartner, mit dem Rhodan die Bestien verjagen kann, bedient sich der Autor gleich zwei Deus ex Machina, um die Plotverwicklungen zu lösen, in die er sich als Exposé-Autor selbst verstrickt hat.

Irritiert haben mich die beiden Handlungsstränge auf der Erde. Die am Beginn mit den Viehzüchtern aus Südaustralien und die mit dem kleinen Mädchen aus Friedrichsdorf bei Frankfurt (!). Ich habe keinen Handlungsbezug entdecken können, außer das sehr klischeehafte Aufeinandertreffen zwischen Masmer Tronkh und dem Kind, was mich an diverse Disney-Verfilmungen erinnerte. Solche Schlaglichter mögen innerhalb der Staffel hilfreich und nett sein, gehören aber meiner Meinung nach nicht in einen Abschlussband, wo in erster Linie das Finale abgehandelt werden sollte.

Antworten auf die großen Fragen des »Wie und Warum« der Allianz bleiben auch im letzten Roman der Staffel unbeantwortet. Ich bin mir immer noch nicht im Klaren darüber, welchen Grund ANDROS für die Gründung der Allianz hatte. Denn so wie es aussieht, ist sein einziges Ziel einen Zwischenraum aus Creaversum und Einsteinraum zu formen, in dem er schmerzlos existieren kann. Warum also braucht er die Allianz? Denn offensichtlich benötigt er weder die Maahks, noch die Goldenen, noch die MdI um sich im Solsystem zu manifestieren. Er braucht höchstens die Bestien, die ihn verteidigen, bis sich sein neues Zuhause etabliert hat, aber selbst das ist fraglich. Denn es bleibt unklar, wie ANDROS seine Untertanen rekrutiert und wie er mit ihnen Kontakt aufnimmt. Warum ein Jahrtausende währender Krieg mit den humanoiden Völkern, wenn es nur darum geht, sich »ein Haus zu bauen«? Nein, dieses Motiv ist mir zu schwach, zu simpel, da hätte ich mir etwas Komplexeres gewünscht.

Am Ende ist ANDROS zwar besiegt, aber nicht geschlagen. Und auch die Bestien sind noch immer eine Gefahr für die ganze Galaxis. Ihr Untergang wird bewusst hinausgezögert, damit die nächste Staffel ihren Namen tragen kann. Obwohl, wenn ich recht bedenke, die Bestien haben in den vergangenen Romanen eine größere Rolle gespielt als die Allianz.

»Als ANDROS kam …« ist ein wenig befriedigender Abschluss einer in sich zerrissenen Staffelhandlung, die von Anfang an nach einem Weg sucht und ihn bis zum Ende nicht findet. Da können auch die pseudoreligiösen Gedanken und die moralischen Grundsätze, die Rüdiger Schäfer Perry Rhodan in den Mund legt, nicht darüber hinwegtrösten. Schade!

Esmera – Eine Frau steht ihren Mann

Quelle: splitter-verlag.de

Nachdem ich jetzt einige Comics bzw. Grafik-Novels vom Splitter-Verlag kennen und lieben gelernt habe, stand »Esmera« von Zep und Vince schon länger auf meinem Wunschzettel. Nun habe ich das schön bebilderte Werk von meinem Mann zu Weihnachten bekommen.

Bei dem Comic handelt es sich um eine pornografische Liebesgeschichte. Wobei, so richtig harte Sexszenen gibt es nicht zu sehen, dafür viel nackte Haut, große Brüste und der eine oder andere Penis. Okay, das muss man mögen. Es ist aber nicht das Wichtigste an dem Buch.

Was mir besonders gut gefallen hat, war die Geschichte hinter den Bildern. In dem Mädchen Esmera schlummert eine ungewöhnliche Gabe, die, verriete ich sie hier, potentielle Leser spoilern würde. Ich sage nur, dass sie unerwartet ist und den Verlauf der Handlung bestimmt, die von den frühen sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts bis ins Jahr 2015 reicht. Zusammen mit Esmera erlebt der Leser historische Ereignisse, wie die Studentenunruhen Ende der Sechziger, Hippies, AIDS und den Wandel der Gesellschaft vom prüden Katholizismus bis hin zur sexuellen Revolution. Das ist spannend und unterhaltsam zugleich.

Die Zeichnungen sind ausschließlich in Schwarz-Weiß, was dem Ganzen einen künstlerischen Touch verleihen soll. Mir hätte es gefallen, wenn wenigstens einige davon bunt gewesen wären. Aber auch so ist es eine schöne Geschichte, die durch die Zeichnungen an Intensität gewinnt. Ich bin mir sicher, das würde auch gut als Erotikfilm funktionieren.

»Esmera« erschien 2016 bei Splitter und ist direkt beim Verlag oder im gut sortierten Comic-Handel erhältlich.

Anleitung zur Revolution

Quelle: randomhouse.de

Kim Stanley Robinsons Roman »New York 2140« ist so wie New York City selbst – polarisierend. Jeder der irgendwann einmal seinen Fuß in die Metropole an der Ostküste der USA gesetzt hat, kann bestätigen, es gibt nur zwei Zustände: entweder man hasst diese Stadt abgrundtief oder man liebt sie über alles. Dazwischen gibt es nichts. Menschen, die NYC kennen und lieben, werden der Liebeserklärung des Autors an die Stadt uneingeschränkt zustimmen. Denn der Hauptprotagonist des Romans sind nicht die Menschen, sondern die Stadt selbst.

Robinson setzt ihr mit »New York 2140« ein besonderes Denkmal. Er zeigt ein NYC in einer realistischen Zukunft als Opfer von globaler Erwärmung und Kapitalismus. Dabei schwankt der Roman stets zwischen Erzählung und Sachbuch. Seine Figuren sind so unterschiedlich, wie sie nur sein können. Vom aufstrebenden Börsenmakler über zwei Computer-Hacker, einer Polizeichefin, einer Sozialarbeiterin, einem Showsternchen, bis hin zu einem Hausmeister, zwei obdachlosen Jungen und einem alten Mann. Alle leben und überleben in einer gefluteten Großstadt, kämpfen mit den Schwierigkeiten, die ein Leben in der Gezeitenzone mit sich bringt. Acht Handlungsstränge führt der Autor in acht übergreifenden Kapiteln zu einem gemeinsamen Ziel, in dem es um nichts weniger als eine Revolution geht. Es ist im Grunde eine Anleitung zu zivilem Ungehorsam. Die Unterschicht gegen die wenigen Superreichen, denen zu jener Zeit neunzig Prozent des Planeten gehören. Robinson zeigt einen Weg, wie eine solche Revolution ohne Gewalt möglich ist. Dabei spielt er den Prozess bis zu seinem Ende durch. Ich habe selten eine solch durchdachte Zukunftsvision gelesen, die trotz Katastrophen und unfähiger Politiker einen positiven Beigeschmack hat.

Kim Stanley Robinson fügt wie ein Sternekoch ausgewählte Zutaten zusammen und zaubert daraus ein Gericht, das funktioniert und den Gaumen der Leser schmeichelt. Auch wenn manch ein Handlungsstrang kürzer hätte ausfallen können, ohne das es dem Mahl geschadet hätte. Auf 811 Seiten breitet er sehr viele Informationen aus. Nicht alle sind handlungsrelavant. So verliert er sich oft in ausschweifenden Beschreibungen, mit denen New York-Unkundige vermutlich wenig anfangen können, außer sie verfolgen die Bewegungen seiner Figuren mittels GoogleMaps nach.

Schwer zu lesen sind auch oft die Dialoge, die sich nicht selten über mehrere Seiten ohne jegliche Adressierung erstrecken. Absätze im Text sind ebenso rar gesät. Wer da nicht konzentriert bleibt, gerät leicht ins Schleudern. Das Forderndste aber sind die vielen Informationen, mit denen Robinson seinen Roman spickt. Wer keine Kenntnisse über Finanzwirtschaft oder die Geschehnisse der Finanzkrise von 2008 mitbringt, wird sich schwertun. Begriffe wie Allmende werden nicht vollständig erklärt. Auch die vielen Namen aus der Vergangenheit der Stadt könnten Unkundige verwirren. Ich gestehe, wenn ich NYC nicht aus eigener Erfahrung kennen und nicht das Sachbuch »The value of nothing« von Raj Patel gelesen hätte, wäre mir vieles unklar geblieben. Insofern ist der Roman für unvorbereitete Leser schwierige Kost, weil er von den Lesern Geduld und das Bedürfnis nach Wissen fordert. Etwas, dass in unserer kurzlebigen auf Action ausgerichteten Gegenwart selten geworden ist.

Die Geschichte in »New York 2140« ist keine Dystopie, obwohl sie aus einem dystopischen Szenario emporsteigt. Sie zeigt, wozu Menschen fähig sind, wenn sie durch Intelligenz, eisernen Willen und Motivation neue Weg beschreiten. Wege, die nicht nur den New Yorkern, sondern der ganzen Welt zu einem besseren Leben verhelfen. Das macht für mich die Essenz und die Faszination dieses Buches aus. Da sind die Länge und die etwas langatmige Erzählweise des Autors eher zweitrangig.

Das Cover gehört zu meinen Lieblingsmotiven des Jahres 2018.

Der Roman erschien 2018 bei Heyne und ist in jeder gut sortierten Buchhandlung sowie im Onlinehandel erhältlich.

2018 Jahresrückblick

Am letzten Tag des Jahres möchte ich einen persönlichen Blick auf die vergangenen Monate werfen. Im Großen und Ganzen war es ein erfolgreiches Jahr mit vielen schönen Momenten. Besonders freue ich mich, dass ich wieder viele tolle Menschen aus aller Welt kennenlernen durfte und zwar in- und außerhalb des PERRY RHODAN-Fandoms. Es hat mir gezeigt, dass für die Menschheit noch nicht alles verloren ist

Es hielt so einige Überraschungen für mich bereit, nicht nur in privater, sondern auch in beruflicher Hinsicht. Im Sommer bekam ich ein Angebot, dass ich nicht abschlagen konnte, worüber ich aber noch nicht reden möchte. Spätestens im Februar wird das Geheimnis gelüftet. Versprochen! Aber auch in meinem »Brotjob« hat sich einiges getan. Seit November arbeite ich neben meiner bisherigen Arbeit zusätzlich freiberuflich für ein Planungsbüro. Das deutet mehr Geld, aber auch weniger Freizeit. Was der eine oder andere wahrscheinlich schon daran bemerkt hat, dass ich nicht mehr ganz so regelmäßig blogge. Mit meiner ehrenamtlichen Arbeit als Chefredakteurin der SOL habe ich jetzt im Grunde vier Jobs.

Im privaten Bereich ist der Umzug zu nennen, den mein Mann und ich in diesem Jahr absolviert haben. Das Ganze kam unerwartet und ziemlich plötzlich. Es ging aber auch schnell vorüber, so dass wir Kauf, Verkauf und Umzug (inkl. Renovierung) innerhalb von zwei Monaten über die Bühne gebracht haben. Wir mussten dafür aber auch viel Geld in die Hand nehmen, weshalb ich die zwei neuen Jobs zur rechten Zeit gekommen sind. Ärgerlich sind bei einem solchen Kauf/Verkauf vor allem die Ausgaben, die man zusätzlich an Notar, Ämter, Makler und Staat abtreten muss. Da kommt schnell eine fünfstellige Summe zusammen, bei der man sich fragt, für was eigentlich.

Erfreulicher war dagegen unsere Urlaubsreise im Mai an die Algarve und unser Wochenendtrip nach Karlsruhe im August. Den Rest der Urlaubstage verbrachten wir mit Renovierung und Umzug, was sich aber gelohnt hat.

Gesundheitlich gab es Höhen und Tiefen. Man merkt eben, dass man älter wird und nicht mehr alles so leicht wegsteckt. Das soll mich aber nicht aufhalten. Ich habe es zumindest durchgezogen, dass ich von April bis Oktober jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit und nach Hause gefahren bin. Das sind immerhin sechs Kilometer mit Steigung.

Natürlich hat nicht alles so geklappt, wie gewünscht. Mit meinem Punkroman habe ich einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Dafür konnte ich mich durchringen meinen Fanroman von 2014(!) online zu stellen. Mit der großen SF-Romanze, die ich eigentlich in diesem Jahr schreiben wollte, habe es nur auf 50.000 Zeichen geschafft. Irgendwann bekomme ich die aber auch fertig.

Was die Welt außerhalb meines kleinen Kosmos betrifft, sorge ich mich sehr um die Zukunft der Menschheit. Wie Alexander Gerst kürzlich so treffend sagte, zerstören wir unser Raumschiff Erde, obwohl wir kein Zweites haben. Es regieren Neid, Hass, Geiz und Kurzsichtigkeit auf der Welt und das nicht nur unter Politikern. Leider haben viele Menschen noch nicht begriffen, dass wir es selbst in der Hand haben. Dass wir in der Verantwortung stehen und es nicht den Politikern überlassen sollten. Das hat in der Vergangenheit nur selten funktioniert. Wir können Veränderungen erzwingen, indem wir unser Verhalten ändern; indem wir unseren Kopf gebrauchen und auf die Bequemlichkeiten verzichten, die uns lähmen. Wir sollten es nicht für uns tun, sondern für die nachfolgenden Generationen.

In dem Sinne wünsche ich allen Lesern meines Blogs einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Ein spannendes Jahr für PERRY RHODAN

Die größte Science-Fiction-Serie der Welt startet neu durch

Das Jahr 2019 wird für PERRY RHODAN, die weltweit größte Science-Fiction-Serie, zu einem besonderen Abschnitt der langen Seriengeschichte: Mit dem dreitausendsten Band kommt ein Roman in den Handel, auf den Zigtausende Leser seit Jahren gewartet haben. Dank verschiedener Partner im Buchhandel erweitert sich zudem das Portfolio der aus dem süddeutschen Rastatt kommenden Marke.

Seit im September 1961 der erste PERRY RHODAN-Roman erschienen ist, hat sich die Science-Fiction-Serie zu einem der erfolgreichsten Unterhaltungsprodukte »made in Germany« entwickelt. PERRY RHODAN-Romane werden weltweit veröffentlicht: in Japan und Brasilien ebenso wie in Frankreich, den Niederlanden oder Tschechien.

Dazu kommen zahlreiche Buchausgaben im deutschsprachigen Raum sowie weitere Begleitprodukte wie Comics, Hörspiele und Hörbücher. Die Serie ist multimedial aufgestellt: Jeder Roman wird sowohl in gedruckter Form als auch in Form von E-Books und Hörbüchern publiziert.

Im Februar 2019 steht ein Jubiläum vor der Tür, das sich beim Start der Serie niemand hätte vorstellen können: Am 15. Februar 2019 kommt Band 3000 in den Handel – der dreitausendste Roman in einer unendlich erscheinenden Fortsetzungsgeschichte. Er trägt den Titel »Mythos Erde«, stellt die Hauptfiguren vor völlig neue Herausforderungen und wurde von den Autoren Christian Montillon sowie Wim Vandemaan geschrieben.

Der Verlag bewirbt den Roman massiv in Bahnhöfen und direkt an den Verkaufsstellen, wo man Bücher, Zeitschriften und Heftromane findet. »Wir starten zudem eine umfangreiche Social-Media-Kampagne«, erläutert Katrin Weil, die das Marketing der Serie verantwortet. »Damit wollen wir nicht nur ehemalige Leser zurückholen, sondern ebenso neue Leser gewinnen.«

Parallel dazu bringt der Verlag eine Reihe von sechs E-Books heraus: eigenständige Kurzromane, jeder in sich abgeschlossen. »Die Autoren erzählen Geschichten, die in den ›verlorenen Jahrhunderten‹ spielen, die vor dem Band 3000 vergehen werden«, so Klaus N. Frick, der PERRY RHODAN-Chefredakteur. »Vor allem Leser, die wissen möchten, was in der verlorenen Zeit passiert ist, können sich auf die Kurzromane freuen.«

Weil der Pabel-Moewig Verlag im Buchhandel nicht mehr vertreten ist, arbeitet die Redaktion bei den Buchprojekten mit renommierten Verlagen zusammen. Unter dem programmatischen Titel »Perry Rhodan – Das größte Abenteuer« legt beispielsweise der Verlag Fischer Tor am 27. Februar 2019 einen umfangreichen Hardcover-Band vor.

Andreas Eschbach, seit Jahren als Thriller- und Science-Fiction-Autor auf den Bestsellerlisten vertreten, erzählt in diesem Buch von dem Raumfahrer Perry Rhodan und seiner Geschichte. Wie war es, in den vierziger Jahren aufzuwachsen und in den fünfziger Jahren ein junger Pilot zu sein? Warum landete nicht Neil Armstrong auf dem Mond, sondern Perry Rhodan? Es ist ein spannender Roman, der eine parallele Wirklichkeit völlig glaubhaft vermittelt.

In direktem Bezug zur Handlung der PERRY RHODAN-Serie stehen drei Taschenbücher, die im Frühjahr und Sommer 2019 bei Bastei-Lübbe veröffentlicht werden. Eine Autorin und zwei Autoren präsentieren in der »Dunkelwelten«-Trilogie neue Geschichten aus dem größten Science-Fiction-Universum der Welt. Sie sind in sich abgeschlossen, können jederzeit für sich stehen und lassen sich ohne großes Hintergrundwissen lesen.

»Bastei-Lübbe ist in den Buchhandlungen mit seinen umfangreichen Science-Fiction-Reihen sehr gut vertreten«, argumentiert der Chefredakteur. »PERRY RHODAN erhält so ein weiteres Standbein, womit wir unsere Leser noch besser erreichen.«

Im Bereich der Heftromane startet der Pabel-Moewig-Verlag im Juni 2019 darüber hinaus eine sogenannte Miniserie. Damit sind Heftromanserien gemeint, die auf zwölf Bände limitiert sind und eine eigenständige Geschichte erzählen. Diese Miniserie beschäftigt sich mit einem Raumschiff, das in der Serie längst zum Kultobjekt geworden ist. Aus der Handlung ist es verschwunden, und seit Jahren fordern die Leser seine Rückkehr …

In der Redaktion ist man optimistisch: »Neue Taschenbücher, ein Hardcover-Band, eine neue Heftromanreihe, E-Book-Sonderprodukte – für und mit PERRY RHODAN eröffnen sich im Jahr 2019 viele neue Möglichkeiten«, meint Frick. »Dank der Ideen der Autorinnen und Autoren können wir mit PERRY RHODAN getrost in die Zukunft blicken.«

 

Vielen Dank an Katrin Weil, für das zur Verfügung stellen des Presstextes.