Neu bestuhlt

Quelle: Hag-shop.com

Seit dieser Woche habe ich einen neuen Bürostuhl – einen HAG-Capisco.

Der Capisco sieht nicht nur futuristisch aus, sondern ich sitze auch sehr gut darauf. Weil ich einen Eckschreibtisch habe, störten mich bisher die Armlehnen. Beim Capisco sind die Armlehnen im Rückenpolster integriert. Ein weiteres Merkmal ist der Sattelförmige Sitz, auf dem man sehr dynamisch sitzt. Der Capisco ist was für Leute, die sich am Schreibtisch viel bewegen. Ich habe zum Beispiel meistens Pläne auf dem Tisch neben mir liegen, auf die ich oft schauen muss.

Im November durfte ich den Stuhl schon mal testen und fand das damalige Modell aber zu hoch. Der Verkäufer rief dann aber später an, dass es den Stuhl auch mit einer kürzeren Gasfeder gibt und so habe ich jetzt einen, der zu meiner Größe passt.

Das Allerbeste an dem Stuhl ist, dass man sich auch mal verkehrt herum drauf setzen kann. Zum Beispiel bei einer Besprechung oder auch beim Arbeiten. Man sitzt ein bisschen so wie in einem Sattel. Da macht das Sitzen vor dem Computer gleich noch mal so viel Spaß.

Vielen Dank an den Chef, dass er das möglich gemacht hat.

Online mit der Bahn

Nachdem ich seit Dezember nur noch eingeschränkt nach Thüringen reisen kann – der neuen ICE-Trasse sei Dank – lohnt sich für mich auch das Flexticket nicht mehr. Wobei das mit der Flexibilität ohnehin nur noch eine Farce ist. Ich kann zwar alle möglichen Züge benutzen, aber nur an einem Tag und nur auf dieser Strecke. Früher galt das Flexticket zwei Tage für die Hinreise und einen Monat für die Rückreise. Weil ich ja nun auf die wenigen zeitlich günstigen Verbindungen festgelegt bin, kann ich auch ein Sparticket nutzen. Das hat mir bei meiner letzten Reise 29 Euro gespart. Das Einsparpotential wäre noch größer gewesen, wenn ich nicht erst einen Tag vor Abreise gebucht hätte. Beim nächsten Mal denke ich dran. So zahle ich noch weniger. Das hat die Deutsche Bahn nun davon.

Da ich inzwischen auch ein Smartphone besitze, habe ich zum ersten Mal das mit dem Handy-Ticket ausprobiert. Es funktioniert prima und ich muss zusätzlich nicht noch Ausweis oder BahnCard hervorkramen. Auch das werde ich beim nächsten Mal wieder so machen.

Was die Pünktlichkeit angeht, funktionierte es auf der Hinfahrt richtig gut. Kunststück, ich war auch fast ausschließlich mit Regionalzügen unterwegs. Auf der Rückfahrt hatte wiedermal der EC zwanzig Minuten Verspätung. Aber das bin ich gewohnt, ich wüsste nicht, wann der Zug in letzter Zeit mal pünktlich gewesen wäre (zumindest wenn ich damit gefahren bin).

Wunderliche Nachrichten

»IKEA lässt Frauen auf eine Katalogseite pinkeln.« Diese Schlagzeile hielt ich zunächst für eine Nachricht des Postillions. Doch es scheint tatsächlich zu stimmen. Wenn man Urin auf ein Feld tropft und man schwanger ist, erscheint auf der Katalogseite ein Sonderpreis für ein Kinderbett. Ich weiß nicht, ob ich das jetzt brillant oder dämlich finden soll. Ich denke dabei nur an die Konsequenzen, die so etwas haben kann. Zum Beispiel könnten ein paar Teenager aus Spaß das ausprobieren und bei einem Mädchen zeigt es eine Schwangerschaft an. Die dreht durch, bringt sich vielleicht um und am Ende stellt sich raus, es war falscher Alarm. Oder umgekehrt, jemand freut sich so über die Schwangerschaft und ist dann enttäuscht, weil der Test unzuverlässig war. Ich weiß nicht, vielleicht bin ich zu alt oder zu spießig. Ich halte das Konzept für moralisch ziemlich fragwürdig.

Dann lese ich am Wochenende in der Tageszeitung, wie sich eine hiesige Sprenggesellschaft über ein neues Betätigungsfeld freut – die Sprengung von Windkraftanlagen. Ich habe mir verwundert die Augen gerieben, als ich das gelesen habe. Da werden in Norddeutschland ganze Windparks zurückgebaut. Angeblich um sie durch neuere und modernere Anlagen mit mehr Leistung zu ersetzen. Warum muss man die Masten denn unbedingt sprengen? Kann man nicht einfach eine neue Anlage drauf setzen? Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Betonmasten schon nach wenigen Jahren so marode sind, dass sie nicht wieder verwendet werden können. Da wird erst irrsinnig viel Geld investiert, um die Anlagen zu bauen und dann investiert man wenige Jahre später noch mal richtig viel Geld, um sie wieder zu sprengen. Mit Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein hat das nichts mehr zu tun. Das widerspricht dem Ökostromgedanken und entzieht sich irgendwie meiner Logik. Aber ich muss nicht alles verstehen.

Die Sache mit der Hygiene

Das es um Deutschlands Krankenhäuser schlechter bestellt ist, als man immer denkt, wurde mir bei meinen Besuchen in den letzten Tagen bewusst. Einerseits hängen dort überall Desinfektionsmittel zur Hand-Desinfektion herum, aber der Fußboden wurde in fünf Tagen nicht ein einziges Mal gewischt. Da liegen Tupfer und Kanülen auf dem Boden, benutzte Waschlappen und Handtücher hängen über der Heizung und verteilten ihre Keime in die schlechte Luft. Das Fenster konnte nur gekippt werden, was einen wirklichen Luftaustausch nur bedingt ermöglichte. Eine Patientin aus dem Zimmer kam wegen Verdacht auf Lungenentzündung auf die Intensivstation und ihr angebrochener Jogurt gammelte einen Tag lang auf dem Nachtschrank vor sich hin. Der Mülleimer im Bad quoll schon über, als das Zimmer bezogen wurde und wurde auch in den darauffolgenden Tagen nicht geleert.

Technik und Ausstattung sind auf dem Stand der Neunzigerjahre. Ein Röhrenmonitor für das ganze Zimmer, keine Kopfhörer, sondern eine Art Telefonhörer, den man sich zum Fernsehgucken aus Ohr halten muss. Telefon gibt es auch nicht (zum Glück war die Benutzung von Handys erlaubt) und um das Bett auf- oder abzustellen, benötigt man die Hilfe einer Pflegekraft. Das Essen besteht aus Pulver angerührten Suppen oder anderem Fertigfraß.

Mir war nicht klar, dass es in Deutschland noch Kliniken gibt, in denen es so rückständig zugeht. Ärgerlich ist vor allem die mangelnde Hygiene. Da wurde die Besuchertoilette laut Plan öfter gereinigt als die Patientenzimmer. Am Sonntag brannte im Flur vor den Aufzügen nicht mal Licht. Es war düster, weil es dort keine Fenster gibt. Wahrscheinlich eine Sparmaßnahme.

Nein, ich möchte ganz sicher nicht in einem solchen Krankenhaus behandelt werden. Da mögen die Ärzte noch so einen guten Ruf haben, wenn das Drumherum nicht passt, hilft auch der beste Arzt nichts.

Alle Neune!

Wie immer fand am 6. Januar das Trekbowling des Münchner Trekdinners statt. Wir waren zum zweiten Mal dabei und es hat viel Spaß gemacht. Vielleicht nicht so viel wie im vergangenen Jahr, aber immerhin.

Ich muss gestehen, viel Ahnung vom Bowling habe ich nicht. Im letzten Jahr »bowlte« ich zum ersten Mal. Als Jugendliche hatte ich zwar gelegentlich beim Kegelclub meines Vaters die Kegel aufgestellt. – Ja in der Tat, damals machte man das noch mit den Händen. Wofür es den Job eines Kegeljungen bzw. im meinen Fall den des Kegelmädchens gab. Am Ende des Abends wurde man für seine Arbeit auch entlohnt. Ich weiß aber nicht mehr, wie viel ich bekommen habe. – Aber gekegelt habe ich damals nie.

Dafür stellte ich mich am Samstag gar nicht so dumm an. Gut, ein paar Treffer gingen daneben. Aber das lag auch an der Bahn, die hatte einen leichten Linksdrall. Wenn man die Kugel nämlich ganz langsam rollen ließ, bog sie ab der Mitte der Bahn ab und rollte nach Links. Egal, ab dem zweiten Spiel hatte ich mich eingespielt und traf in jeder Runde alle Neune! Problem war nur. Beim Bowling gibt es zehn Kegel (oder wie auch immer die da heißen). Zehn – also einen Strike – schaffte ich nur einmal. Die anderen waren geübter und schneller. Die gehen auch öfter, weshalb ich am Schluss nur auf den drittletzten Platz von 23 Leuten gelandet bin. Mein Mann wurde immerhin Zehnter, trotz oder wegen seiner ausgefallenen Wurftechnik. (Ich hatte zwischenzeitlich Bedenken, er mache bei einem seiner Würfe die Bahn kaputt.)

Da der Italiener bei dem wir vergangenes Jahr anschließend essen waren, dicht gemacht hat, und uns die Preise und das Angebot des Ersatz-Italieners abgeschreckt haben, sind wir nach dem Bowling wieder nach Hause gefahren. Vielleicht findet sich ja im nächsten Jahr ein anderes Lokal. Es muss ja kein Italiener sein.

Fotos und einen weiteren Bericht gibt es im Blog von Sandra.

Heavy Metal Kaffee

Extra starker Kaffee

Heutzutage gibt es nichts, was es nicht gibt. Da entdeckte ich doch diese Woche in einer ansässigen Kaffeerösterei eine spezielle Sorte Espresso.

Heavy Metal Espresso!

Gut ich hätte mir lieber Punkrock-Kaffee gewünscht, aber Heavy Metal Espresso tut es zur Not auch. Die extra stark gerösteten Robustabohnen sind wahrscheinlich nichts für meinen empfindlichen Magen, aber probieren werde ich den Kaffee dann doch. Witzig ist auch die Warnung auf der Verpackung, dass man, wenn man den Kaffee mit Milch trinkt, zu den Weicheiern gehört. Da muss ich mich dann ja wohl doch zusammenreißen, weil ohne Milch bekomme ich Kaffee normalerweise nicht runter. Außerdem habe ich letztens gelesen, das Psychopathen ihren Kaffee schwarz trinken. Hm! Ob das stimmt? Keine Ahnung, aber ich möchte es auch nicht herausfinden. So »fucking strong« bin ich dann doch nicht.

Meine Wünsche an die Zukunft

Neues Jahr, neues Glück – könnte man sagen.

Es gab einiges, was im vergangenen Jahr nicht so gelaufen ist, wie gewünscht, gesellschaftlich wie privat. Ich habe beschlossen, mich davon nicht verrückt machen zu lassen. Sind es doch nur die üblichen Veränderungen im Leben, vor denen man keine Angst haben sollte, sondern denen man sich stellen muss. In den meisten Fällen entpuppen sie sich später als gut und bereichernd. Dennoch habe ich ein paar Wünsche an die Zukunft. Schließlich darf man noch träumen.

Zum Beispiel, dass diesem Clown von Präsidenten mal einer die Grenzen zeigt, oder ihm zumindest ein bisschen Hirn leiht.

Oder, dass sich die deutschen Politiker darauf besinnen, dass sie eigentlich Volksvertreter sind und den Willen des Volkes umsetzen sollten und nicht den Eigenen und den ihrer Lobby. Vielleicht bekommen wir dann auch endlich eine Regierung. Diese Streitereien sind nur noch peinlich.

Außerdem wünsche ich mir, dass Kai Hirdt die Drehbücher zu einer PERRY RHODAN-Serie bei Netflix schreibt. Das wäre doch mal was.

Nach den letzten Wochen mit Grippe & Co wünsche ich uns vor allem Gesundheit. Etwas, dass nicht mehr so selbstverständlich ist, wenn man älter wird. Sowie ein bisschen mehr Bescheidenheit unter den Deutschen. Die meisten von uns haben mehr, als sie brauchen und viele haben das aus den Augen verloren. Es sind oft die einfachen Dinge, die Zufriedenheit schenken.

Und vielleicht klappt es in diesem Jahr mal wieder mit einer Roman-Veröffentlichung. Drückt mir die Daumen.

Das iPhone und die Klingeltöne

Sage und schreibe eine Stunde hat es jetzt gedauert, bis ich den Klingelton von meinem alten Handy endlich auf meinem iPhone hatte.

Ich schiebe das ja schon Monate vor mir her, weil ich ahnte, dass das nicht so einfach werden würde. Zumal Apple beim letzten iTunes-Update, die Töne und Apps rausgeworfen hat. Aber dass es so kompliziert ist, und ich eine längere Internetrecherche brauchte sowie ein zusätzliches Tool installieren musste, um meinen Lieblingssong als Klingelton zu laden, ist schon der Hammer. Selbst bei meinem Uralt-Nokia ging das Kinderleicht. Wahrscheinlich waren Apple die Gewinne nicht groß genug, so dass sie es jetzt die Nutzer indirekt zwingen, Töne aus dem Store zu kaufen oder vielleicht wollen sie einfache die Individualität der Nutzer einschränken. Was weiß ich. Nervig ist es allemal, auch weil es noch vor einem Jahr einfacher war, wie mir mein Mann versicherte. Bei ihm drang der »Red Alert« schon von Beginn an aus den Lautsprechern seines iPhones, ohne große Action.

Jedenfalls klingelt nun mein iPhone wie mein altes Nokia-Handy. In den letzten Wochen habe ich das Klingeln hin und wieder überhört, einfach, weil mir das Geräusch unbekannt war.

Und für alle, die jetzt sagen, ich hätte mir ja auch ein anderes Handy kaufen können. Richtig, aber das nagelneue Samsung meiner Kollegin hat eine Woche vor Weihnachten nach fünf Monaten das Zeitliche gesegnet. Das Sony meines Mannes war vom Handling auch nicht besser. Ich weiß nicht, ob dies die bessere Alternative ist.

Ein Droide im Haus …

… erspart den Wischmop.

Seit gestern sind wir stolze Besitzer eines kleinen BB-8 Droiden. Und was soll ich sagen. Nachdem wir ihn zum Laufen … äh zum Rollen, gebracht haben, treibt er sich in den dunkelsten Ecken herum. Vorallem da, wo man nicht so oft hinkommt. Ergebnis: Spinnenweben hängen an der Antenne und Staub sammelt sich auf der weißen Kugel des Droidenkorpus. Ich kann jetzt verstehen, warum sich Leute Saugroboter anschaffen, die sind effektiv.

Unser BB-8 ist aber nur ein Spielzeug und normalerweise so teuer, dass wir uns den nie gekauft hätten, wenn es ihn nicht bei PEARL im Angebot für 90 Euro gegeben hätte. Da konnten mein Mann und ich nicht widerstehen. Er ist aber auch einfach zu knuddelig, mit all den Geräuschen, die allerdings nicht vom Droiden selbst, sondern nur von der Smartphone-App kommen.

Wenn wir schon keine Kinder haben, dann spielen wir selber …