De(ppen)generation

Für wie degeneriert müssen uns die Fernsehverantwortlichen eigentlich halten? Ehrlich, das was uns heute als „Sendevielfalt“ präsentiert wird, ist abgründig. Offenbar scheint das Programm aus einer endlosen Abfolge von Superstar, Bachelor, Dschungelcamp, Next Topmodel und Let’s Dance zu bestehen. Immer abwechselnd und schön banal.
Das Schlimme daran ist, die Leute sehen sich den Schmarr’n auch noch an, denn sonst hätten die Sender schon längst die Formate eingestellt. Anscheinend gibt es genug Menschen, deren voyeuristisches Ego sich angesprochen fühlt. Und auch man selbst kann sich dem nicht entziehen. Selbst wenn man wegsieht, holt es einen spätestens bei einem Blick in die Onlinenachrichten wieder ein. Auch wenn man nichts davon wissen will.
Machen wir uns nichts vor, die Medien haben uns längst im Würgegriff. Sie versuchen uns auf eine manipulierende Weise zu kontrollieren. Jeder der dem nicht gewachsen ist, verfällt ihnen früher oder später. Manchmal komme ich mir vor, als verwandelten wir uns in eine Gesellschaft von degenerierten Individuen; im höchsten Maße abhängig von der Flut an Informationen und medialen Kontakten. So wie die Arkoniden bei Perry Rhodan, die sich nur noch mit sinnfreien virtuellen Spielchen beschäftigten.
Spätestens bei diesem Gedanken wird mir Angst und Bange um die Menschheit.

Pendelverkehr

Heute motze ich ausnahmsweise mal nicht über die Deutsche Bahn, sondern über die Bayrische Oberlandbahn (BOB) und die Münchner Verkehrs Betriebe (MVV). Beide sind daran schuld, dass ich seit Mitte Dezember nicht mehr pünktlich zur Arbeit komme. Die einen schaffen es nicht, zwei Zugteile in angemessener Zeit aneinander zu kuppeln, die anderen haben eine ohnehin schon unzumutbare Busverbindung noch unzumutbarer gemacht.

Doch eines nach dem anderen: Vor etwa einem Jahr hat die BOB die Bahnstrecke zwischen München und Salzburg von der Deutschen Bahn übernommen. Die neuen Züge bekamen den wohlklingenden Namen MERIDIAN. Anfangs lief der Betrieb mehr schlecht als recht, weil nicht genügend Züge vorhanden waren. Nach dem Fahrplanwechsel im Sommer besserte sich die Situation und die Regionalzüge waren eine echte Alternative zu den maroden IC’s der Deutschen Bahn. Sie waren genauso schnell, obwohl sie unterwegs öfters hielten. Ich entschloss mich also morgens mit dem MERIDIAN zu fahren, statt mit dem 10 Minuten später fahrenden IC. Und tatsächlich der MERIDIAN war nicht nur früher in München, sondern auch deutlich pünktlicher. Außerdem war er nicht so überfüllt, weil zwei Zugteile eingesetzt wurden. Seit Dezember ist alles anders. Es werden auch jetzt zwei Zugteile eingesetzt, aber erst ab Rosenheim. Was nichts anderes heißt, als das beide Zugteile in einem zeitraubenden Prozess erst aneinander gekuppelt werden müssen. Seitdem benötige ich 5 bis 10 Minuten länger. Und werde, wenn’s dumm kommt, auch noch vom IC überholt. Das nenne ich „Fortschritt“.

Aber das ist nur ein Teil meines Problems. Das Schlimmste, die Busfahrt am Ende meiner frühmorgendlichen Reise, kommt erst noch. Bis Dezember brauchte der Bus von der vorletzten U-Bahn Haltestelle bis zur Haltestelle, an der meine Arbeit liegt, 10-12 Minuten. Weil er aber ständig Verspätung hatte, wurde von den MVV-Planern einfach der Fahrtweg verlegt. Ich muss jetzt bis zum Endbahnhof der U-Bahn fahren und kann erst dort in den Bus einsteigen. Dann quält sich der Bus quer durchs Gelände eines großen Klinikums, was ich am frühen Morgen, wenn man in die hellerleuchteten Fenster sehen kann, besonders „motivierend“ finde. Da kommt man zunächst nur an Labors vorbei, dann am riesigen Gebäude der Notaufnahme, wo man die Ärzte dabei beobachten kann, wie sie Verletzte versorgen. Anschließend geht es weiter: links – an der Stiftung für Organspende vorbei, rechts – am Pathologischen Institut und schließlich an Hangar und Landeplatz des Rettungshubschraubers. Wenn man endlich durch ist, fühlt man sich irgendwie selber krank. Kurzum ich brauche jetzt nochmal 10 Minuten länger, im ganzen also 20 Minuten für eine Strecke, die ich auch zu Fuß in 20 Minuten bewältigen und dabei auch noch was für meine Gesundheit tun kann. Außerdem muss ich dazu nicht durchs Klinikgelände.

Insgesamt lege ich am morgen 120 Kilometer zurück und bin von Haustür zu Haustür mehr als zweieinhalb Stunden unterwegs.
Ach ja, Abends muss ich die gleiche Strecke zurückfahren.

Das Heiratsverhalten der Akademiker

Heute stieß ich bei SPIEGEL ONLINE auf einen sehr interessanten Artikel. Darin geht es um einen der Gründe, warum in unserer Gesellschaft Arm und Reich immer weiter auseinander driften – nämlich dem veränderten Heiratsverhalten.

Auf den ersten Blick hätte ich das nie als eine der Ursachen festgemacht, aber bei Nahem betrachtet, klingt es durchaus logisch …

Früher, als es noch keine Emanzipation gab, als Frauen nicht studierten, sondern hauptsächlich in sozialen oder kaufmännischen Berufen tätig waren, blieb Männern mit akademischer Bildung gar nichts anderes übrig, als unter ihrem Stand zu heiraten. Einer „ärmeren“ Frau dagegen bot sich mit so einer Heirat eine Aufstiegschance. So wurde das Geld quasi verteilt.
Heute heiratet ein Arzt eine Ärztin und nicht mehr die Krankenschwester. Paare lernen sich schon im Studium kennen und man bleibt mehr oder weniger in der gleichen „Schicht“. Und weil dann alle beide gut verdienen, fällt das Vermögen am Ende doppelt so groß aus.

Interessante Tatsache, die aber keineswegs darüber hinwegtäuschen sollte, dass gewichtigere Gründe vorliegen, warum es immer mehr Arme und immer weniger Menschen mit mittlerem Einkommen gibt. Das geht bei Mindestlöhnen los und endet bei überzogenen Managergehältern. Dagegen ist das Heiratsverhalten von Akademikern nur eine Randerscheinung.

Bob der tierische Helfer

Quelle: Amazon

„Bob der Streuner“; „Bob und wie er die Welt sieht“ und „Ein Geschenk von Bob“ von James Bowen

Es gibt Bücher, die liest man an und kommt nicht wieder davon los. So ging es mir mit den Geschichten von James Bowen. Ich weiß heute nicht mehr, warum ich mir sein erstes Buch gekauft habe. Sicher nicht, weil es in der Bestsellerliste des Spiegels auftauchte, wahrscheinlich war es der Kater mit dem Schal auf dem Umschlag, der mich Katzennärrin angesprochen hat.
Ich las in der Buchhandlung nur ein paar Zeilen und war schon gefesselt.
Die Leidensgeschichte des jungen Drogenabhängigen, der sich um einen verletzen Kater kümmert, der schließlich sein Leben verändern sollte, ist so anrührend ehrlich geschrieben, das mir oft die Tränen kamen. Diese besondere Geschichte gehört nicht umsonst zu den Bestsellern der letzten Jahre. Es ist vor allem die Schlichtheit mit der Bowen sie erzählt. Auch wenn er gewiss schriftstellerische Hilfe hatte, ist es dennoch seine Sichtweise, die zu Papier gebracht wurde.
Keine Frage, anrührende Geschichten mit Tieren gehen immer, aber in diesem Fall war das vom Autor nicht bezweckt und das macht es so besonders.
Es mag Leute geben, die das Verhalten des Katers für Humbug halten, für eine überzogene Darstellung, um der Dokumentation Würze zu verleihen. Ich glaube nicht, das dem so ist. Jeder der selbst mit Haustieren zusammenlebt, weiß wie unglaublich intelligent, sich diese verhalten. Tiere, speziell Katzen, haben einen siebten Sinn dafür, wenn es Herrchen oder Frauchen nicht gut geht, oder sie einfach nicht gut drauf sind. Sie legen dann mitunter ein Verhalten an den Tag, das sehr viel menschliches an sich hat.
Gestern habe ich innerhalb von drei Stunden die 184 Seiten von „Ein Geschenk von Bob“ gelesen. Allein das sagt schon alles. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen und hätte beinahe meine Haltestelle verpasst. An einigen Stellen war ich so emotional kompromittiert, wie Spock ausdrücken würde, dass ich ein Taschentuch zücken musste.
Auch wenn die Geschichte nicht auf einem wahren Hintergrund beruhen würde, wäre mir das egal. Ich empfinde alle drei Bücher über Bob und seinen jungen Freund als ein wunderbares Geschenk, das mir einige sehr bewegende Stunden bescherte, die ich nicht missen möchte.

Und wenn selbst mein Vater, der eigentlich keine Leseratte ist, „Bob der Streuner“ komplett gelesen hat, muss das Buch etwas ganz Besonderes sein.

Übrigens: Die Bücher gibt es in jeder Buchhandlung sowie bei diversen Drogeriemarktketten, und sie sind auch für Menschen mit Katzenallergie geeignet. :)

Die Büchersucher

Da wir nur begrenzten Platz in unserer kleinen Wohnung haben und deshalb nicht jedes Buch und jede DVD behalten können, nutze ich seit einem Jahr Booklooker.de. Das ist ein Internetportal für antiquarische Literatur, in dem es inzwischen aber auch Hörbücher, DVDs, und CDs gibt.
Nach Anmeldung kann man dort nach Belieben kaufen und verkaufen. Privatleute, kleine Antiquariate und auch große Händler wie Bücher.de bieten dort alles an, was der Medienmarkt hergibt. Sowohl gebraucht als auch neu. Manchmal kann man da echte Schätze entdecken.
Zuerst habe ich nur hin und wieder bei Booklooker.de gekauft, und das eigentlich nur, um dem Onlineriesen mit der Kriegerin nicht noch mehr Gewinn zu verschaffen. Inzwischen kaufe ich dort nicht nur, sondern verkaufe auch. Im letzten Monat lief das Geschäft mit unseren gebrauchten DVDs und Büchern so gut, dass ich erstmals mehr verkauft als gekauft habe. Wobei DVDs deutlich besser gehen als Bücher.
Natürlich dreht es sich hier nur um kleine Summen, meist zwischen einem und zwanzig Euro, also nichts womit man reich werden könnte. Die einzigen, die wirklich was verdienen sind die Deutsche Post und Booklooker.de. Letztere, weil man eine geringe Verkaufs-Provision zahlen muss (6,9% zzgl. MwSt). Was ich aber okay finde, schließlich stellen sie das Portal zur Verfügung.
Ich finde die Idee dahinter gut, gerade was CDs oder DVDs betrifft. Manchmal kauft man einen Film, der einem dann nicht gefällt und der dann Jahre im Regal vor sich hin gammelt, bis man ihn schließlich wegwirft. So wird er wenigstens genutzt. Das ist schon aus rein ökologischer Sicht sinnvoll. Andererseits ist Booklooker auch eine Fundgrube nicht mehr lieferbarer Titel. Hier bekommt man auch Bücher, die schon längst vom Markt verschwunden sind, und das zu Preisen, die sich nicht in astronomischen Höhen bewegen.

Verwaiste Innenstädte

In meiner Heimatstadt läuft gerade eine Bürgerbefragung. Es geht um den Neubau eines Fachmarktzentrums auf brachliegenden Grundstücken in Bahnhofsnähe.

Der Bahnhof ist zu Fuß zwanzig Gehminuten vom Zentrum entfernt und liegt an einer stark befahrenen Bundesstraße. Solche Grundstücke sind für Handelsmärkte natürlich wie geschaffen. Nur gibt es dort in der Nähe wenig Wohnraum. Was daran liegt, dass das Bahnhofsgelände durch Bombenbeschuss im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört wurde und sich anschließend meist nur Industriebetriebe angesiedelt hatten, die die Wende nicht überlebten. In den letzten Jahren wurden dann mehrheitlich die meisten Ruinen abgerissen und auf den freigewordenen Flächen soll nun etwas Neues entstehen.

Geplant sind zirka zehn Fachmärkte, also Textil- und Schuhgeschäfte, ein Lebensmittel- und Elektronikfachmarkt sowie weitere Objekte wie Fitnesscenter und Sonnenstudio. Nun ist es nicht so, dass es das in Saalfeld nicht schon zur Genüge gäbe. Problem an der Geschichte ist vor allem, das die ansässigen Geschäfte in der Stadt zu Recht befürchten, noch mehr Kunden zu verlieren. Das Einkaufserlebnis der Innenstadt schrumpft sowieso schon seit Jahren, was nicht zuletzt an der Ansiedlung großer Verbrauchermärkte in den Industriegebieten außerhalb der Stadt liegt. Das geplante Fachmarktzentrum würde den verbliebenen Händlern wahrscheinlich den Todesstoß versetzten.

Dabei könnte man die freie Fläche für einen Neubau der Medizinischen Fachschule nutzen, die im oberen Teil der Stadt auf engstem Raum angesiedelt ist, und durch die die dortigen Anwohner mit ständig zugeparkten Straßen zu kämpfen haben. Oder aber für produzierendes Gewerbe und Industrie, das von der guten Verkehrsanbindung profitieren könnte. So würde auch sichergestellt, dass junge Menschen in der Stadt bleiben und nicht, wie bisher wegziehen. Die Einwohnerzahl schrumpft seit Jahren, schon jetzt beträgt die pro Kopf Verkaufsfläche das 1,5 fache zum Bundesdurchschnitt. Da sind noch mehr Läden nicht sinnvoll.

Ich kenne nur wenige Städte in Thüringen, die es besser gemacht haben. Ilmenau zum Beispiel. Die Stadt ist nicht nur deswegen attraktiv, weil sie Universitätsstadt ist, sondern weil es dort eben keine Fachmarktzentren und Großmärkte auf der „grünen Wiese“ gibt. Oberbürgermeister und Stadtrat haben dafür gesorgt, dass die vielen kleinen Geschäfte im Stadtkern erhalten geblieben sind. Die Bewohner und Studenten freut’s. Nicht für umsonst ist Ilmenaus Oberbürgermeister seit 1990 im Amt.

Viele Saalfelder Bürger sind gegen das vom Stadtrat beschlossenen Fachmarktzentrum und nun gibt es eine Bürgerbefragung. Doch was nützt diese noch, wenn die Grundstücke schon 2012 an den Investor verkauft wurden und der Bürgermeister offen sagt, das gebaut werde, egal wie die Bürgerbefragung ausgeht. Da frage ich mich doch ernsthaft, warum führt man die Befragung dann überhaupt durch? Um den Schein von Demokratie zu waren?

Ich habe dennoch abgestimmt. Und zwar mit NEIN.

Hochgefühl

Am gestrigen Abend überkam mich ein Glücksgefühl nach dem anderen, deshalb scheine ich heute den ganzen Tag an der Decke zu schweben. Ich hoffe, das hält noch etwas an, bevor mich die Realität wieder gnadenlos auf den Boden zurückholt.

Angefangen hat es damit, dass ich am Hauptbahnhof schnell noch das neueste Perry Rhodan Heft gekauft habe, bevor ich mich auf den langen Weg nach Thüringen machte. Schon beim Durchblättern des Heftes bin ich im Laden fast aus den Latschen gekippt, wie man so schön sagt.
Da stand sie – schwarz auf weiß – eine Anzeige zu meiner FanEdition. Ich war platt. Dann schoss mir der Gedanke durch den Kopf, dass die Heftromane eine Auflage von etwa 80.000 Stück haben, und das dort jetzt überall mein Name steht. Spätestens da bekam ich weiche Knie.
Später im Zug las ich auf der Leserkontaktseite auch noch den Bericht bzw. das Interview zur PRFZ, in dem nochmals Werbung für meinen Roman gemacht wurde. Ich war hin und weg.
An alle Verantwortlichen der PRFZ und der Perry Rhodan-Redaktion: Leute ihr seid Spitze.

Als ich dann am späten Abend meine E-Mails gelesen habe, traf es mich erneut: Klaus N. Frick, Chefredakteur bei Perry Rhodan, bespricht in seinem Blog meine Rezension zu seinem „Chaos en France“.
Ganz ehrlich – besser kann ein Tag nicht zu Ende gehen.

Bei so viel Ehre kriege ich fast schon wieder ein schlechtes Gewissen.

AnzeigeAch, und das in dem Heft ein Druckfehler steckt (in der Überschrift auf der dritten Seite), ist mir vor lauter Aufregung entgangen.

Atlan ist zurück

PR2779Ich bin ein wenig ratlos, nachdem ich gestern Abend die Heftroman-Triologie von Michael Marcus Thurner (MMT) fertig gelesen habe. Die PR-Hefte 2777-2779 beschäftigen sich mit der Suche nach Atlan. Der von vielen Fans heißgeliebte Arkonide, ist seit Heft 2599 nicht mehr in der Erstausgabe (EA) aufgetaucht und seine Rückkehr wurde sehnsüchtig erwartet. Doch sowohl die Suche nach ihm, als auch sein Auftauchen auf Wanderer, das in den Romanen von MMT beschrieben wird, können mich irgendwie nicht vom Hocker reißen. Inzwischen glaube ich auch zu wissen, warum. Es ist nicht, dass ich mehr erwartet hätte, es liegt wohl eher am Zuviel, dass mir als Leser hier zugemutet wird.

MMT’s Romane zeichnen sich durch eine überbordende Kreativität aus. Egal ob er Charaktere, Völker, Technik oder Umwelt beschreibt, alles sprüht vor unglaublichen Einfällen. Der Mann scheint eine unbändige Phantasie zu besitzen. Wenn es da nicht einen Haken gäbe. Durch die Vielzahl an kreativen Ideen geht etwas Entscheidendes verloren, nämlich der Kern der Geschichte. Statt die Zyklusinterne Handlung voranzutreiben, scheint man auf der Stelle zu treten. Da wird noch ein neuer Charakter hinzugefügt und noch eine neues Superartefakt und noch ein neuer Planet, von all denen wir später nie wieder etwas hören werden. Kann man das nicht einwenig eindämmen? Denn in den Romanen stecken durchaus tolle Szenen, manche anrührend andere wieder lustig. Und das alles liest sich auch nicht schlecht. Nur hat mich die Fülle an Charakteren und die exakte Beschreibung abgedrehter Orte und Handlungen völlig überfordert. Hier wäre weniger, mehr gewesen.

Ich glaube zu wissen, warum bei vielen Fans die alten Zyklen so beliebt sind, weil dort die Handlung zügig vorangebracht wurde. Es gab zwar auch hier Füllromane, also Hefte die nichts zur Zyklushandlung beitrugen. Aber die Haupthandlung wurde unbeirrt, manchmal schon Reportagenhaft, durchgezogen, was wiederum ins andere Extrem umschwenkte. Nämlich, das man kaum etwas über das Innenleben der Figuren erfuhr. Letzteres klappt in der EA heute besser und ich wünschte, man würde das mit weniger abgedrehten Ideen kombinieren. Das wäre dann solide Science Fiction, die wahrscheinlich nicht nur mir gefallen würde.

Das Cover von Arndt Drechsler zum Heft 2779 ist einfach genial. Genauso habe ich mir Atlan immer vorgestellt. (Es erinnert ein bisschen, an den britischen Schauspieler Alan Rickman.)

Mit Perry in Brasilien

Seit letzter Woche ist meine Telepathin auch in Brasilien unterwegs. Irgendjemand hat die Zusammenfassung sogar ins Portugiesische übersetzt. Das finde ich cool. Leider wird das potentiellen Lesern nichts nützen, sofern der Inhalt nicht auch übersetzt wird. Aber vielleicht gibt es ja einige deutschkundige unter den brasilianischen Perry-Fans.
Ich bin dennoch begeistert, und es zeigt mir mal wieder mehr als deutlich, wie klein das Internet unsere Welt gemacht hat.

Zur brasilianischen Seite geht’s hier lang.

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