Perry Rhodan Stardust – Das Abenteuer beginnt

Willkommen zur Perry Rhodan – Stardustwoche. Nach zwölf Ausgaben der Stardust Miniserie, wird es Zeit ein Resümee zu ziehen. Und da dies natürlich nicht alles in einen Beitrag passt, gibts ab heute jeden Tag eine Rezension zu ein oder zwei Heftromanen.

Zunächst finde ich die Idee, liegen gebliebene Handlungsstränge der Perry Rhodan Serie aufzugreifen und in Miniserien fortzuführen schon mal sehr gut. Das bietet nicht nur Neulesern den Anreiz zum Einstieg, sondern bedient auch die Wünsche von Altlesern. Außerdem sind zwölf Bände eine übersichtliche Anzahl, deren Ende sowohl für Exposéautor als auch Chefredakteur absehbar sind und dem Leser den entscheidenden Vorteil bietet, keine „Füllromane“ über sich ergehen lassen zu müssen.
Die Aufmachung der Hefte unterscheidet sich zur PR-Erstausgabe durch das laminierte Cover, das einen edlen Look vermittelt und die sehr schönen Titelbilder von Arndt Drechsler aufwertet. Da investiert man am Ende auch gern ein paar Cent mehr.

Den Inhalt zur Handlung gibt es in aller Ausführlichkeit in der Perrypedia.

Und hier nun meine Meinung zu Band 1 „Die neue Menschheit“:

Ich stelle mal voran, dass ich den Stardustzyklus selbst nicht kenne und daher völlig unbedarft an die ganze Geschichte herangetreten bin.
Der Eröffnungsroman von Exposéautor Uwe Anton bietet eine schöne Einführung in das Thema, man lernt die Charaktere und Hintergründe kennen. Außerdem gönnt der „Expokrat“ unserem armen Perry endlich mal eine Frau. (Es wurde ja auch Zeit.) Admiralin Eritrea Kush, wird als taffe Stardustterranerin beschrieben, die sich von Rhodans „Aura des Unsterblichen“ nicht blenden läßt und ihn hin und wieder auch in seine Schranken weißt. Soweit so gut.
Aber…! Im Laufe der Geschichte passieren so einige Dinge, die ich dramaturgisch für nicht so sonderlich geglückt halte.
Das die Admiralin der Stardustflotte und der Polyport Präfekt alleine losziehen, um nach Kushs Sohn zu suchen (der ihr vor 60 Jahren auf eine ziemlich unglaubwürdige Art und Weise entzogen wurde), grenzt bereits an groben Leichtsinn. Spätestens aber, als sie auf Sepura 2 von der rätselhaften Station und dem Verschwinden der Talinjäger erfahren, hätte ich an Kushs Stelle die Flotte und ein paar fähige Archäologen herbeizitiert, als mich blindlings selbst in das Abenteuer zu stürzen. Aber OK, das ist Perry Rhodan und nicht Star Trek, und wenn ich eines über PR gelernt habe, dann, das man erst einmal landet, ohne vorher abzuklären, was einen denn so erwartet. :)
Natürlich geraten die beiden in Lebensgefahr aus der sie nur knapp entkommen können.

Morgen gehts an dieser Stelle weiter mit den Heftromanen 2 und 3.

„ES“ ist da!

DSC06356_1024Nach fast genau 9 Monaten ist es endlich da! Nein, nicht das was jetzt wohl einige denken. Ich rede von meiner ersten richtigen Romanveröffentlichung.

„Die Telepathin“ erscheint im Rahmen der Fan-Edition der Perry-Rhodan-Fanzentrale und kann ganz offiziell dort bestellt werden, natürlich gibt es da auch eine kleine Zusammenfassung der Handlung.
Es ist mein erster Beitrag zum Perry Rhodan Universum, bisher war ich ja ausschließlich mit Star Trek unterwegs. Es hat mir unheimlichen Spaß gemacht, die Geschichte zu erzählen und es steckt eine Menge Herzblut darin. Ich hoffe bloß, dass die Leser genauso viel Spaß damit haben werden.

Zur Geschichte will ich nur so viel verraten, dass sie für Perry Rhodan vielleicht ein wenig ungewöhnlich ist. Zu Beginn der Romanserie in den 60ern spielten Frauen eher keine oder nur eine untergeordnete Rolle. Es hat mich beim Lesen der Silberbände immer wieder gestört, dass solch tolle Figuren wie Thora oder Anne Sloane erst richtig gut aufgebaut wurden, um dann schließlich sang und klanglos in der Versenkung zu verschwinden, um am Ende in einem Nebensatz getötet zu werden. Die Serie war halt damals auf männliche Leser ausgerichtet. In der heutigen Erstauflage hat sich da zwar schon einiges getan, dennoch schafft es die Serie bis heute nicht, mehr weibliche Leser anzulocken. Das mag an vielen Dingen liegen, auf die ich jetzt nicht näher eingehen werde.
In meiner Geschichte spiele ich einwenig mit den damaligen Zuständen in der Solaren Flotte und ich hoffe es gelingt mir, dies auf eine augenzwinkernde Art und Weise zu tun. Natürlich kann der Roman meinen Star Trek Background nicht ganz verhehlen. Ich kam nicht umhin, einige der moralischen Ansichten aus Star Trek einzuflechten, aber ich versuchte dabei sehr einfühlsam vorzugehen. Und habe mich auch bei den „romantischen“ Szenen sehr zurückgehalten, denn ich weiß ja: „Sex sells, nur nicht bei Perry Rhodan!“ (O-ton: Robert Vogel auf der FedCon 23). ;)

Ach ja, das hätte ich ja beinahe vergessen, dass Cover wurde von mir gestaltet. Ich denke, es ist mir gelungen den Inhalt des Romans in die Abbildung zu transportieren. Es vermag vielleicht die eine oder andere weibliche Leserin anzusprechen und den Hardcore-PR-Fans vorab zu signalisieren, auf was sie sich einlassen. :)

Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich beim Team der PRFZ bedanken, dafür das sie an mich geglaubt und mir so viel Vertrauen entgegengebracht haben. Mein ganz besonderer Dank gilt dabei Michael Haitel für das Lektorat und die gute Zusammenarbeit.

Der Roman kann ab sofort im Shop der PRFZ bestellen werden.

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Zwei Whisky und mehr

51WGEZ5X5TLKlaus N. Frick „Zwei Whisky mit Neumann“

Da hab ich mich da doch tatsächlich von der lockeren Erzählweise des Autors anstecken lassen und mir nach den beiden „Peter Pank“-Bänden auch noch diese Ausgabe zu Gemüte geführt.
Im Grunde genommen ist es eine Sammlung autobiografischer Kurzgeschichten aus seinen Enpunkt-Egozines, von witzig über spannend bis hin zu nachdenklich. Wie immer von gnadenloser Wirklichkeitstreue und so lebensnah wie das eigene Dasein. Kritiker werden bemängeln, dass dies keine große Literatur sei. Doch diesen Anspruch beabsichtigt der Autor wahrscheinlich auch nicht. Ich denke, es geht ihm einfach darum Geschichten zu erzählen. Und welchen Spaß er daran hat, spürt man als Leser ganz deutlich. Da ist es auch gar nicht so schlimm, dass man bei der einen oder anderen Geschichte vergeblich auf eine Pointe wartet. Man wird extrem gut unterhalten und vielleicht hat man selbst schon mal ähnliches erlebt und entdeckt sich wieder. Vergnüglich ist es allemal.

Für mich war das eigentliche Highlight des Buches aber etwas anderes, nämlich die in Scrapbooking-Form illustrierten ersten Seiten mit Fotos aus alten Tagen und Rezensionen zu den Enpunkt-Fanzines. Einfach nur genial! Davon hätte ich gern mehr gewollt.

Ich muss ja zugeben, dass ich KNF’s lockeren Schreibstil nur in geringen Dosen konsumieren kann, weil ich sonst dazu neige, ihn zu adaptieren und das macht sich für meine Geschichten nicht wirklich gut.

Lost in Translation

Perry Rhodan 2771 – Pilger der Gerechtigkeit

Die Inhaltsangabe spare ich mir, die gibt’s in aller Ausführlichkeit hier.

Ich weiß nicht so recht. Den Heftroman hatte ich ja eigentlich nur gekauft, weil die üblichen Rezensenten ihn so himmelhoch gelobt haben. Ich dagegen habe mich echt schwer damit getan. Irgendwie scheint der Text meine Gehirnwindungen zu überfordern. Die Geschichte mag zwar interessant sein, geht aber in der Vielzahl obskurer Namen von Figuren und exotischen Spezies verloren. Auch den vielen Bezügen zu geschichtlichen Ereignisse in ferner Vergangenheit konnte ich nicht immer folgen, da ich einen Großteil davon nicht kenne und wenn dann nur Bruchstückhaft.
Die Kapitel, die aus der Sicht der ordischen Stehle geschrieben sind, erinnern in ihrer voluminösen verschnörkelten Sprache an E-Literatur, die auch von Goethe stammen könnte. Ganz sicher ist diese Überzogenheit vom Autor so gewollt, aber mir war sie ein paar Nummern zu groß. Ich möchte doch nur unterhalten werden und der Handlung folgen können, was mir bei diesem Heftroman nicht gelungen ist, aber wahrscheinlich bin ich dafür einfach nicht gebildet genug.
Na ja, vielleicht habe ich beim nächsten Roman ja mehr Erfolg. Das ist ja das Gute an einer Heftromanserie: Neue Woche – neuer Autor – neues Glück!

Was mir dennoch gefallen hat? Das Cover finde ich witzig.

Geheimprojekt vor der Auslieferung

Ich habe gerade erfahren, dass sich mein Geheimprojekt „lasziv“ auf dem Schreibtisch des Verantwortlichen räkelt und nur darauf wartet, an mich verschickt zu werden. Ich bin jetzt schon ganz hippelig.

Sobald es da ist, poste ich einen Kommentar mit Foto. Versprochen! Dann hat die Geheimniskrämerei auch ein Ende.

Dank für den Punk

DankPunkKlaus N. Frick „Vielen Dank, Peter Pank“

Ehrlich gesagt, hätte ich nie gedacht, dass ich mich mal mit dem Thema Punk auseinander setzen würde. Ganz ehrlich, jeder der mich kennt, wird jetzt mit dem Kopf schütteln: Was denn, du und Punk? Als die stets angepasste, brave Tochter, in der Schule als Streber verschrieen (obwohl ich dort nie einen Finger krumm machen musste), bin ich das genaue Gegenteil eines Punkers. Obgleich in den Achtzigerjahren aufgewachsen, tangierte mich diese Szene kaum. Wahrscheinlich hatte ich keinen Grund zu Protest oder war einfach nur zu feige dafür. So kommt es, das ich mich erst jetzt, 30 Jahre später, dem Phänomen oder besser dieser Weltanschauung widme. Und das kam so…
Immer wieder trifft man im Leben auf interessante Menschen, deren konträres Weltbild, das Eigene auf den Kopf stellt. So ähnlich ging es mir. Dabei wollte ich doch nur den E-Book Auszug eines gewissen Chefredakteurs lesen, einfach so aus Neugier. Völlig fasziniert, habe ich mir dann die beiden Bücher bestellt (allerdings als Printausgaben, ich lese halt gern auf Papier) und was soll ich sagen…

…da eröffnen sich neue unbekannte Welten, um es mal ganz pathetisch auszudrücken.
Dabei rede ich nicht einmal davon, wie man Zigaretten klaut oder einen explosiven Molotowcocktail bastelt. Wissen, das ich hoffentlich niemals brauchen werde. Vielmehr faszinierte mich die Ziellosigkeit des Protagonisten, die beinahe ansteckend ist. Da sind Gedanken und Handlungen beschrieben, die mir so fremd sind, als würden sie von einem Außerirdischen stammen. Allein die Menge an Alkohol die Peter Pank innerhalb des kurzen Zeitraums konsumiert… ich glaube so viel Hochprozentiges habe ich in meinem ganzen Leben nicht getrunken. Irgendwann beschleicht einen die dumpfe Befürchtung, dass der eigene Alkoholspiegel im Blut allein durchs Lesen ansteigen könnte.
Richtiggehend fertig war ich aber nach der Erzählung über die Pfingstschlacht von Wackersdorf. Ehrlich, ich habe das damals zwar irgendwie mitbekommen, aber erst heute wirklich begriffen, was da passiert ist. Es liest sich so echt, als stünde man direkt vor Ort. Das war schon ein bisschen gruselig.
Gegen Ende des Buchs läßt die Faszination dann ein klein wenig nach. Letztendlich verliert sich die Handlung zwischen ständigem Saufen und den vergeblichen Versuchen Frauen anzubaggern. Lichtblicke sind da nur die eingestreuten Erinnerungen von Peter Pank, die, wie ich finde, meist amüsanter und mitreisender formuliert sind als die Rahmenhandlung. Aber ich glaube, dass das vom Autor so beabsichtigt ist, um die zunehmende Sinnlosigkeit in Peters Leben zu demonstrieren.
Besonders mag ich an dem Roman die freche direkte Sprache, die nichts beschönigt und auch unangenehme Dinge beim Namen nennt, angenehme übrigens auch. (Die Sexszenen fühlen sich durchaus echt an.) Diese Unbekümmertheit passt so hervorragend zum Thema, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie man die Geschichte anders hätte erzählen können. Dabei habe ich mich beim Lesen sehr oft gefragt, wie viel autobiographisches in den Geschichten steckt, aber das wird und sollte wohl besser Geheimnis des Autors bleiben.
Was am Ende zurückbleibt, ist die Erkenntnis, das die Lebenseinstellung Punk zwar mit der Musik verbunden ist, diese alleine aber aus einem Menschen noch keinen Punker macht.

Im Nachhinein bin ich KNF dankbar für seinen kleinen Einblick in die Welt von Peter Pank. Es war eine durchaus aufschlussreiche Erfahrung. Nur an eines werde ich mich ganz sicher nicht gewöhnen – die Krachmusik.

Ich freue mich schon darauf, bald mit Peter Pank nach Avignon zu reisen („Peter Pank: Chaos en France“), doch zuvor muss ich erst noch die „Schrecken der Hohlwelt“ (PR-Silberband 22) über mich ergehen lassen.

Stories und mehr

Es ist an der Zeit an dieser Stelle etwas Werbung für die Perry-Rhodan-Fan-Zentrale e. V. (kurz PRFZ) zu machen.

Bisher war ich ja eher im Star Trek Universum aktiv, leider entwickelt sich das momentan in eine Richtung, die mir nicht so gefallen will. Und da ich schon als 16-18 jährige gern Perry Rhodan gelesen habe, bin ich jetzt quasi wieder nach Hause zurückgekehrt.
Den diversen Star Trek Fanclubs habe ich in den vergangenen Jahren aus unterschiedlichsten Gründe den Rücken gekehrt. Der OSTFC wurde mir zu kommerziell und das Star-Trek-Forum hat sich leider wie so viele kleine Clubs Ende der Zweitausender aufgelöst.
Seit Mitte des Jahres bin ich nun Mitglied der PRFZ, wo ich sehr freundlich aufgenommen wurde. Weil die PRFZ auch Nachwuchsautoren eine Chance gibt, ihre Werke einem größeren Publikum zu präsentieren, war die PRFZ meine erste Wahl.
Neben der aktuellen Ausgabe der SOL, bekam ich als Begrüßungsgeschenk noch einen Storyband, über den ich mich wirklich gefreut habe. Dort sind neun sehr schöne Geschichten drin, von Autoren, die inzwischen zu den Perry Rhodan Stammautoren gehören. Auch die Illustrationen und das Farbcover gefallen mir sehr gut und erinnern mich etwas wehmütig an die Starbase Ausgaben des Star Trek Forums. Eine Geschichte hat mir besonders gut gefallen und zwar die von Rüdiger Schäfer. Weil es genau die Art von Geschichte ist, die ich wahrscheinlich selbst geschrieben hätte. Außerdem kommt mir sein Erzählstil sehr entgegen. Ich möchte fast sagen, das er, obwohl er erst sehr wenige PR-Romane verfasst hat, inzwischen zu meinen Lieblingsautoren zählt. Aber dazu mehr, wenn ich die Stardust-Reihe rezensiere.

Inzwischen habe ich noch weitere Romane aus dem Shop der PRFZ bestellt, einen davon habe ich HIER bereits besprochen. Weitere werden sicher folgen.

Kurzum ich finde es schön, dass es in unserer Konsumgesteuerten Welt noch solche von Fans organisierten Clubs gibt, dass es Menschen gibt, die ihre Freizeit für ihr Hobby und das anderer opfern. Leider werden es immer weniger.

Mit „Mein Freund Perry“ im Tal der Tränen

fanedition14_smallEigentlich wollte ich ja nur mal Nachlesen was andere Perry Rhodan (im Nachfolgenden zu PR abgekürzt) Fans für die PR-FanEdition geschrieben haben. Also habe ich mir ein paar der Hefte bei der PRFZ bestellt.
Als ich die zuletzt erschienene Ausgabe von Ben Calvin Hary zur Hand nahm, hatte ich alles erwartet, nur das nicht.

Vielleicht sollte ich vom Autor Schmerzensgeld verlangen, oder mir zumindest die beiden Packungen Taschentücher ersetzen lassen. :-)

Eines ist sicher, ich werde dieses Buch kein zweites Mal lesen!
Was zunächst sehr negativ klingt, aber überhaupt nicht so gemeint ist.

In der Handlung des Romans geht es um den elfjährigen Tobias, der auf dem Dachboden auf die alten PR-Hefte seines Vaters stößt. Als der Junge unheilbar erkrankt, ist das einzige Ziel, was ihm am Leben erhält, alle Hefte der Serie bis Band 1500 zu lesen. Dazwischen träumt er von den Abenteuern seiner Helden, in denen er eine nicht unwichtige Rolle spielt. Am Ende tritt er seinem Schöpfer gegenüber, hinter dem sich nichts anderes als die Superintelligenz ES verbirgt.

Nun bin ich ein sehr mitfühlender Mensch und dieser Roman hat mich emotional stark „kompromittiert“, wie die Vulkanier sagen würden. Eigentlich mehr noch, ich war nämlich fix und fertig. Ich habe schon lange nicht mehr so viele Tränen bei einer Geschichte vergossen, wie bei dieser. Das war fast schon ein bisschen „to much“. Ich neige ja auch dazu traurige Geschichten zu schreiben, aber diese hat mir die Beine weggezogen.
Der Autor schafft es die Gedankenwelt des Jungen auf nachvollziehbare Weise, den Lesern darzubringen. Schön fand ich, das die Krankheit des Jungen nie beim Namen genannt wird, weil ihm das selbst nicht wichtig ist, ganz im Gegenteil zu uns Erwachsenen, die möglichst jedes Detail darüber in Erfahrung bringen würden.
Einzig (bzw. ausgerechnet) die eingeflochtenen PR-Abenteuer schmälern das Lesevergnügen. Aber nicht etwa, weil sie schlecht geschrieben sind. Nein, sondern weil die Hauptstory so dominant ist, dass die Perry-Kapitel manchmal nur als störendes Beiwerk wirken. Ich habe mich dabei ertappt, dass ich die Abschnitte einfach nur überflogen habe, um endlich zu erfahren, wie es mit Tobias weitergeht. Und das ist schade, da die kleinen Geschichten wirklich spannend sind und sehr genau den Ton der Heftromane jener Zeit treffen.
Dabei ist die ganze Geschichte wunderschön geschrieben, sprachlich vollendet, zutiefst anrührend und mit guten Ideen, aber…, und jetzt kommt ein Aber, das mir wirklich schwerfällt, …es ist nicht die Geschichte, die ich mir an dieser Stelle erhofft habe bzw. die ich im Rahmen der PR-FanEdition lesen möchte. Da ich nicht weiß, wie andere Leser aus dem PR-Universum sie aufnehmen werden, stehe ich mit dieser Sicht möglicherweise auch ganz alleine da. Ich weiß es nicht. Mir persönlich ist es zu wenig Perry Rhodan.