Gefangene des Moby

Quelle: Perrypedia

Seit mehr als einem halben Jahr liegt der Silberband mit der Nummer 25 auf meinem Nachttisch. Ich fing an, legte ihn beiseite und fing Wochen später wieder an. Nach und nach quälte ich mich durch die Kapitel, aber der Funke wollte nicht überspringen. Die Abenteuer von Atlan und Perry Rhodan in Andro-Beta einer vorgelagerten Kleingalaxie des Andromedanebel langweilten mich. Besonders als die Handlung in das Weltraummonster wechselte.

Ich gebe zu, die Idee mit dem Moby und seinen Bewohnern ist interessant, auch das Kastensystem der Twonosern war gut ausgedacht. Doch wurde die Handlung zu sehr ausgewalzt, sodass sie schnell an Spannung verlor. Ich quälte mich mit dem Wesen genauso sehr wie die Mannschaft der CREST II. Auch die im Anschluss folgende Handlung um die BAGALO und die IMPERATOR, sowie Perry’s Einsatz auf dem Planeten Destroyed (ein etwas einfallsloser Name für eine atomverseuchte Welt) konnte mich irgendwie nicht fesseln. Das Wiederauftauchen der Laurin mit der dazugehörigen Erklärung war ja noch zu verkraften, aber das die Meister der Insel (MdI) jeden Planeten in Andro-Beta durch die ferngesteuerten Mobys zu zerstören suchen, fand ich unglaubwürdig. Ja, sie wollen Macht demonstrieren, aber für wen denn Bitteschön, wenn am Ende kein Leben in Andro-Beta mehr existiert, das vor ihnen erzittern könnte. Damit sollte wiederholt den Lesern die Gefährlichkeit der MdI vermittelt werden, die denen aber schon lange bewußt ist.

Nein, die Geschichten konnten mich nicht überzeugen. So lange habe ich noch an keinem Silberband gelesen. Nun, zumindest weiß ich jetzt, was ein Haushaltsverbrecher ist. Die Frage wurde beim Quiz zum GarchingCon gestellt und war die einzige, die ich gewusst hätte.

Bemerkenswert war auch an diesem Roman wieder, wie sehr sich der damalige Schreibstil vom heutigen unterscheidet. Viel auktoriales Erzählen, ständiges Spoilern nach dem Motto: »Sie ahnten noch nicht, was ihnen bevorstand.« An manchen Stellen dachte ich mir, wenn die Autoren dies in den heutigen Romanen bringen würden, gäbe es von den Fans wahrscheinlich einen Aufschrei nach dem anderen. Aber anscheinend hat das früher sehr gut funktioniert, sonst wäre der MdI-Zyklus nicht so beliebt.

Ich bleibe dran. Nachdem ich den Planeten Horror überlebt habe und endlich aus dem Moby befreit wurde, kann es eigentlich nicht schlimmer kommen und vielleicht finde ich früher oder später auch die Faszination, die viele Fans in diesem Zyklus sehen.

NEO – Grausam konsequent

Quelle: Perrypedia

Was Rainer Schorm im neunten Roman der Methans-Staffel von PERRY RHODAN abliefert, ist harter Tobak. Ich kann mich nicht erinnern, je einen PR-Roman gelesen zu haben, der so schonungslos und konsequent war wie »Der Weg nach Achantur«.

Die drastische Darstellung der Flucht der Mutanten Sue und Sid aus der zerstörten LEPARD, sowie die Beschreibung des Internierungslager, in dem die Mannschaft der CREST dahinvegetiert, ließ mich an manchen Stellen schlucken. Da konnte mir selbst der Auftritt eines Eric Leyden kein Lächeln ins Gesicht zaubern. Vielleicht liegt es daran, das Rainer Schorm den Physiker nicht so treffend zu charakterisieren versteht wie beispielsweise Kai Hirdt. Aber Humor hätte ohnehin an dieser Stelle nicht gepasst. Der Roman unterstreicht einmal mehr die Ernsthaftigkeit der Serie, die in manch einem der vergangenen Romane durch die unbeschwerte Erzählweise fast verloren zu gehen drohte. Mit PR-NEO Nummer 109 wird der Leser wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeführt und der Roman damit zu einem Eckpfeiler der Staffel.

Der Tod eines Mutanten kommt am Ende überraschend, ist aber in seiner Konsequenz für die Spannung genauso positiv zu bewerten, wie seinerzeit der Tod des Haluters Fancan Teik. Rainer Schorm lässt seine Figuren leiden und zwar alle. Egal ob Thora, Sue oder Perry Rhodan, keiner der Charaktere wird verschont und in vielen kleinen Sätzen wird auf eine Zukunft hingewiesen, die noch mehr Leid erwarten lässt. Homer G. Adams Gedanken am Schluss des Buches lassen erahnen, was unsere Helden in Zukunft erwartet. Große Sorgen mache ich mir auch um Thomas. Der Junge ist jetzt seit fast acht Wochen in den Händen der Entführer. Ein Umstand der nicht spurlos an seiner Kinderseele vorbeigehen wird und sicher einer der Punkte, wie die Exposéautoren die Figur an die des Thomas Cardiff aus der EA annähern möchten.

Der ohne Zweifel spannende Roman, zeigt die andere Seite des Aufbruchs der Menschheit ins All. Nämlich die, dass es keinen Gewinn ohne Verlust gibt. Ich gebe zu, Rainer Schorms NEO-Roman hat mich nachhaltig beeindruckt, auch wenn ich lieber die humorigen Geschichten von Kai Hirdt mag.

Zum Schluss noch ein kleiner Gedanke zum Planet Geesen. Die Beschreibung des kapitalistischen Systems erinnerte mich sehr stark an Ferenginar aus Star Trek. Allein die Unterhaltung zwischen den beiden Lagerarbeitern, dass ihnen jetzt fünf Promille ihres Lohns für die Ausleuchtung ihres Arbeitsplatz abgezogen werden, könnte den Ideen eines gewissen Barbesitzers (Quark) entnommen sein. Eine sehr schöne Parallele und sicher nicht ohne Systemkritik.

Viel Science in der Fiction

Quelle: Perrypedia

Inzwischen bin ich zu einem glühenden Anhänger von PERRY RHODAN NEO geworden. Das, was die beiden Expokraten derzeit machen, ist für mich ganz großes Kino. So auch der achte Roman der »Methans«-Staffel von Michael H. Buchholz »Die Freihandelswelt«.

Endlich macht sich mal jemand Gedanken darüber, wie groß die Entfernungen innerhalb der Milchstraße wirklich sind. In den alten EA-Zeiten ist man mal schnell nach Arkon aufgebrochen und war in gefühlt einem Tag dort. Da der Kugelsternhaufen M13 aber 34.000 Lichtjahre vom Sol-System entfernt ist und die Sprungreichweite der Transitionstriebwerke nur maximal 500 Lichtjahre, mit je 18 Stunden Zwangspausen, beträgt, kann man sich ja ausrechnen, wie lange man bis dahin braucht. Danke dafür, ein bisschen wissenschaftliche Korrektheit in die Serie zu bringen.

Noch besser geschildert war die Situation auf der Erde. Ich mag solche innenpolitischen Scharmützel, das hat mir in der EA schon im Plophos-Zyklus gut gefallen. Reginald Bulls Bemühungen den Vizeadministrator und dessen Nachfolger von der Notwendigkeit der Transitionsdämpfer im Erdorbit zu überzeugend, war nicht nur witzig erzählt, sondern man litt förmlich mit Bully mit. Der Anschlag auf sein Leben und seine Verfolgung des Attentäters waren Hollywoodreif und bildeten einen schönen Kontrast zur Nebenhandlung mit Thora oder der Mission der CREST unter Federführung von Perry Rhodan. Besonders gefreut hat mich das Wiederauftauchen von Eric Leyden als neuen Chefwissenschaftler des Flaggschiffs der Solaren Flotte. Die Figur ist mit so viel Liebe charakterisiert, dass ich hoffe, ihn noch oft im Einsatz erleben zu dürfen. Besonders gern lese ich auch von Leydens Assistentin Belle McGraw, einem Charakter mit dem ich mich hundertprozentig identifizieren kann.

Auch Thoras Auftreten war in jedem Satz glaubwürdig. Den Spagat zwischen besorgter Mutter und ehemaliger Raumschiffkommandantin hat der Autor gut hinbekommen. Sie wirkte nie wehleidig oder übertrieben tough. Ihr die »Old Men« an die Seite zu geben, ist eine gute Idee. Nur fand ich es etwas unglaubwürdig, dass man den Administrator der Erde auf eine solche Mission gehen lässt. Wenn er zuvor seinen Posten endgültig geräumt hätte, um den Staffelstab an seinen Nachfolger weiterzureichen, bzw. wenn er sich bei Neuwahlen nicht mehr zur Wahl gestellt hätte, wäre es für mich glaubwürdiger gewesen.

Im dritten Handlungsstrang erfährt man nur wenig. Perry Rhodan kommt nach Hause und bricht sofort mit dem Flaggschiff wieder auf, um nach dem verschollenen Crest zu suchen. An dieser Stelle fragte ich mich etwas verwirrt, wann ist die CREST zurückgekommen. Vielleicht habe ich die Stelle auch überlesen, aber ich war doch etwas irritiert, als sie plötzlich auf dem Raumhafen stand.

Alles in allem ist der PR-NEO mit der Nummer 8 wieder ein lesenswerter Roman bei dem ich viel Spaß hatte. Es gibt jetzt drei Handlungsebenen: das Sol-System, Thora und die »Old Men« an Bord der LEPARD in M13 und Perry Rhodan sowie Eric Leyden an Bord der CREST auf der Suche nach Achantur. Das ist gerade noch zu verkraften, mehr Handlungsstränge sollten es aber nicht werden.

In der falschen Welt

Quelle: perry-rhodan.net

Endlich habe ich den Minizyklus der aktuellen PERRY RHODAN-Erstauflage »Die falsche Welt« gelesen. Geschrieben wurde der Vierteiler von Andreas Eschbach und Verena Themsen. Zum Inhalt erzähle ich an dieser Stelle nichts, den kann jeder in der Perrypedia nachlesen.

Ohne Zweifel – Andreas Eschbach ist ein Könner. Sein »Techno-Mond« hat mich seinerzeit dazu gebracht wieder in die EA einzusteigen. Seine Romane verbinden die Figurenbezogene Schreibweise, mit dem treibenden Stil der alten Heftromane. Die Handlung geht zügig voran, da wird nicht geschwafelt, keine ausschweifende Exposition betrieben. Die Sätze sind knapp und auf den Punkt formuliert. So mag ich das. Die Figuren sind sauber gezeichnet, die kypernetische Agentin, die sich erst spät als solche entpuppt, ist gut charakterisiert. Man glaubt sie vor sich zusehen, wenn sie sich auf der Suche nach Informationen durch die Holos wühlt. Auch Germo Jobst, der Junge mit dem Psi-Induktor, ist mir schnell ans Herz gewachsen. Die Figur des alten Sehers Ch’Daarn ist grandios ausgedacht. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, einem Topsider seherische Fähigkeiten zuzuschreiben. Atlan geht in seiner Rolle als Pilot der ATLANC auf. Die Erklärung, wie sich das Schiff an ihm als Piloten orientiert, fand ich originell. Das wird im laufenden Zyklus sicher noch spannend. In seinen Abenteuern mit der Posbi, Jawna Togoya, auf Lemur (der Erde im Jahr 2577 NGZ) schwingt der Glanz alter Zeiten mit. Eine Winzigkeit muss ich aber kritisieren. Atlans Reaktion auf den Tod seiner beiden jungen Mitstreiter war zu platt. Da hätte ich mir mehr emotionale Tiefe gewünscht, oder zumindest mehr Schuldgefühle. Schließlich war er es, der die beiden zu der Mission überredet hat. Ihr Tod wurde meiner Meinung nach zu wenig thematisiert. Für mich kam Atlans Figur in diesem Moment als zu gefühlskalt rüber. Sicher hat er im Laufe seines langen Lebens schon viele Untergebene sterben sehen, aber die Posbi und er haben sich nicht mal versichert, ob die beiden jungen Menschen tatsächlich getötet wurden.

Die zwei nachfolgenden Romane von Verena Themsen fügen sich im Stil nahtlos an. Die Haluter in den Mittelpunkt zu stellen, war zwar ein vorhersehbarer Schachzug, denn es war frühzeitig klar, dass Atlan nur mit ihrer Hilfe zum Richterschiff auf dem neuen Erdmond »Suen« vorstoßen wird. Die Autorin beschreibt das Katz- und Mausspiel zwischen der kybernetischen Agentin und dem Team um Atlan, Jawna und Germo sehr ambitioniert. Das Auftauchen Rico’s – Atlans langjährigem getreuen Roboter – überrascht und gibt der Geschichte die erhoffte Wendung. Allein das Ende erschien in meinen Augen etwas hektisch. Da passierte zu viel in zu kurzer Zeit, als dass man die Handlung richtig genießen konnte. Die überbordende Storyline hätte locker einen weiteren Roman füllen können.

Nichtsdestotrotz gehört der Vierteiler »Die falsche Welt« zu den herausragenden Romanen des aktuelle Zyklus‘. Überhaupt ist die Darstellung des falschen Universums in der das Atopische Tribunal gesiegt hat, wunderbar beschrieben. Den Exposé-Autoren gelingt es damit, den Lesern die eigentliche Gefahr zu zeigen, die vom Tribunal und seinen Machenschaften ausgeht. Bisher gab es dazu nur Andeutungen, hier bekommt man endlich das Ergebnis präsentiert. Die Menschen, die sich wieder Lemurer nennen, sind eigentlich eine versnobte Gesellschaft, die nur noch mit sich selbst beschäftig ist. Eingelullt vom aufgezwungenen Frieden durch das Tribunal, vegetiert sie vor sich hin und scheint in großen Teilen ihrer eigentlichen Menschlichkeit beraubt. Vielfach erinnerte es mich an unsere Realität. Ein Spiegelbild, dass uns die Autoren sicher nicht ohne Grund vor Augen halten. Großartig! Davon würde ich gern mehr lesen.

Perry im Comicuniversum

Quelle: Perrypedia

Perry Rhodan Comic Nr. 1 »Die Kartographen der Unendlichkeit« von Kai Hirdt, Marco Castiello und Michael Atiyeh

Für jemanden wie mich, der nicht mit klassischen Comics aufgewachsen ist, ist der Kauf eines Comics immer eine Fallentscheidung. Zumeist kaufe ich sie, weil mir die Zeichnungen darin gefallen, weniger wegen der Geschichte, die erzählt wird. Das ist tatsächlich für mich erst in zweiter Linie wichtig. Wenn ich eine tolle Geschichte möchte, kann ich auch einen Roman kaufen, da habe ich dann auch länger etwas davon.

Den neuen PERRY RHODAN-Comic habe ich allerdings aus beiden Gründen gekauft, nämlich weil mich einerseits die Geschichte reizte und ich andererseits an den Zeichnungen interessiert war.
Und tatsächlich, auf den 32 Seiten bekommt man viele schöne Szenen präsentiert, die sehr aussagekräftig illustriert wurden. Ich hatte auch keine Mühe, wie so oft, die Reihenfolge der Sprechblasen zu ermitteln. Die Darstellung der SOL fand ich großartig und das innenliegende Poster ist natürlich ein nettes Extra.

Entgegen vielen anderen Fans störe ich mich auch nicht an der etwas freizügigen Darstellung der Damen. Dies gehört bzw. gehörte schon immer zu einem klassischen Comic dazu. Die Figur des Gucky finde ich allerdings nicht ganz so gelungen. Er sieht einem Nutria ähnlicher als einer Maus. Aber auch dass ist wahrscheinlich Geschmacksache. Jeder hat seine ganz eigene Vorstellung von dem Mausbiber. Spannend finde ich die Handlungszeit. Das Schöne am PERRY RHODAN-Universum ist, dass es genügend Lücken enthält, die viel Spielraum für neue Geschichten lassen. Für den Comic nutzt man geschickt die Lücke zwischen Band 700 und der weiteren Handlung des Aphilie-Zyklus. Als die SOL im Jahr 3540 auf Irrfahrt zwischen den Galaxien unterwegs ist, um den Weg zur Milchstrasse zu suchen, findet auch das, bei den Fans so beliebte oder auch umstrittene, Dimesextatriebwerk seine Verwendung. Und mit der Insektoidenspezies treffen Perry und die Crew der SOL innerhalb der Handlung auf eine interessante Herausforderung.

Es gab im Voraus unter den PERRY RHODAN-Fans heiße Diskussionen zum neuen Comic, besonders als die ersten Bilder dazu auftauchten. Einige Fans scheinen sich nicht mit der dortigen Darstellung des Perryversums identifizieren zu können. Manche sprachen sogar davon, dass es nicht ihr Perry ist … Richtig! Und ich finde, dass muss es auch nicht. Es gilt letztlich nicht, die Wünsche und Interessen der Altfans zu erfüllen, sondern es geht vielmehr darum, neue Fangruppen zu erschließen und vor allem ein jüngeres Publikum anzusprechen. Das funktioniert heute wie früher am besten über Comics. STAR WARS hat das mit »The Clone Wars« sehr eindrucksvoll bewiesen. In diesem Sinne haben die Macher um Kai Hirdt, der schon für die Perry-Comics von der Alligatorfarm verantwortlich zeichnete, sehr professionelle Arbeit geleistet. Der neue PERRY RHODAN-Comic braucht sich nicht vor den anderen Publikationen im Comicregal zu verstecken und das allein ist schon eine bemerkenswerte Leistung. Eines sollte klar sein, man wird es nie allen Recht machen können. Sicher ist, dass man das Perryversum vielfältiger gestalten und breiter auffächern muss, um auch in Zukunft bestehen zu bleiben. Der Comic ist ein guter Versuch in diese Richtung.

Wenn in ein paar Wochen der Band mit der Nummer zwei des PERRY RHODAN-Comic erscheint, werden die Verkaufszahlen zeigen, ob das Projekt erfolgreich war. Aber ob der Erfolg ein nachhaltiger sein wird, das heißt, ob man damit tatsächlich neue und jüngere Leser gewonnen hat, wird sich erst in Zukunft zeigen. Vielleicht ist bis dahin auch der intensive Geruch der Druckfarben verflogen.

Erschienen ist der Comic bei Cross Cult, die in Deutschland auch die Herausgeber der neuesten STAR TREK-Comics und Romane sind.

Thora in Not

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Nr. 107 »Botschaft von den Sternen« von Rüdiger Schäfer

Wenn mir bereits auf Seite zehn eines Romanheftes die Tränen in den Augen stehen, dann ist ein positives Zeichen für den Roman. Eingefleischte PERRY RHODAN Fans würden das vielleicht nicht so sehen, aber ich stehe dazu. Die Szene, in der Perry den trauernden Gucky auf den Arm nimmt und zum Schiff zurück trägt, wühlt auf und berührt.

Mit Band 7 der Methans-Staffel beginnt ein neuer Handlungszweig, der mich zwar den lieb gewonnenen Eric Leyden vermissen lässt, dafür aber Thora in den Mittelpunkt der Handlung stellt. Als in der Öffentlichkeit stehende Mutter, die sich um ihren entführten Sohn sorgt, muss sie so einiges durchmachen. Und gerade jetzt, wo Perry Rhodan weit weg ist. Thoras Charakterisierung ist Rüdiger Schäfer dabei genauso gut gelungen, wie die der anderen vertrauten Personen. Allen voran Bully und Lesly K. Pounder. Besonders die Kapitel über die Mutanten im Lakeside Institut sind erkenntnisreich. Da die Mutanten bei NEO inzwischen ausgefallenere Fähigkeiten aufweisen, als zum Beispiel in der Erstausgabe, ist der Blick, den der Autor hier auf die wissenschaftlichen Hintergründe wirft, durchaus ernst zu nehmen. Schön auch, dass er das Kompetenzgerangel und die Bürokratie in der Terranischen Union anspricht. Früher hat in der EA keiner gefragt, ob die Terranische Flotte einfach so einen Kidnapper jagen darf. Man hat es einfach getan, auch wenn man dabei einen Krieg riskierte.

Im zweiten Handlungsstrang, der wieder sofort an die Ereignisse aus dem Vorgängerroman anknüpft, geht es um Perry Rhodans Odyssee zwischen dem Violett- und dem Revek-System und später zur Relaiskette der Mehandor. Auch hier gibt es verschiedene Meinungen innerhalb der Crew. Es wird beraten, was zu tun ist. Das sind ja ganz neue Ansätze, dass finde ich gut. Die Maahk-Flotte ist bereits nach Arkon aufgebrochen, ohne das jemand die Arkoniden warnen konnte. Natürlich schafft Rhodan es in alter Manier, sich das Bestienschiff unter den Nagel zu reisen, auch wenn der Aulore Sitareh zunächst sichtlich mit der Steuerung des Schiffes überfordert ist. Das es überhaupt funktioniert, dafür wurde der Grundstein bereits im Vorgängerroman gelegt und so wirkt es einigermaßen glaubhaft.

Die Rettung der drei Mehandor aus dem völlig zerstörten Frachter und ihre Erzählungen, lassen viel Interpretationsspielraum für die kommenden Romane. Da man als Leser aber bereits weiß, dass sich die nächste Staffel mit den Posbi beschäftigen wird, kann man sich doch das eine oder andere zusammenreimen. Auch der plötzliche Notruf des todgeglaubten Crest und der Hinweis auf den Hort des Ewigen Lebens machen neugierig darauf, wie es weitergeht.

Wie immer gefällt mir an Rüdiger Schäfers Romanen, dass er zusätzliche Informationen einbaut. Kleine Zitate, kurze Erläuterungen zu wissenschaftlichen Themen, da merkt man sofort, mit was sich der Autor persönlich beschäftigt und welche Interessen er hat.

Mein Fazit: Wieder ein guter Roman aus der Feder meines PERRY RHODAN Lieblingsautoren, wenn auch nicht ganz so brillant wie der »Oxydkrieg«.

Kampf der Titanen

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO – Band 106 »Der Zorn der Bestie« von Kai Hirdt

Erneut ist es Kai Hirdt, der einen NEO-Roman für mich zum Erlebnis werden lässt. Im Gegensatz zum schwächelnden Vorgängerroman, trumpft der Autor hier mit so viel Witz und Lockerheit auf, das man seine Freude am Schreiben in jedem Satz herauslesen kann. Von allen bisherigen Autoren glückt ihm die Darstellung des kauzigen Dr. Dr. Eric Leyden am besten. Er kehrt die Macken des Wissenschaftlers so glaubhaft heraus, dass man die Figur fast greifbar vor Augen hat. Aber er weiß auch die anderen Figuren gezielt zu charakterisieren, allen voran Perry Rhodan und Reginald »Bully« Bull. Und auch mit ihm gelingt Kai Hirdt der große Wurf. So lebensnah wie der Flottenchef im Roman auftritt, habe ich Bully selbst aus den alten Heftromanen nicht in Erinnerung. Perfekt!

Aber auch die Geschichte wurde von den beiden Expokraten, Rüdiger Schäfer und Michael H. Buchholz, wieder perfekt inszeniert. Kai Hirdt macht daraus einen spannenden und furiosen Roman. Wobei Furios das Stichwort ist. Der Furior der die »Bestie« treibt, ist der Schlüssel zur Handlung. Der Kampf der beiden Haluter ist aktiongeladen und unglaublich gut in Szene gesetzt. Man glaub fast zu hören, wie die Steine aufeinanderprasseln, wenn die Giganten gegen den Fels krachen. Man riecht den Staub, der entsteht und ist mittendrin. Wenn Haluter Fancan Teik Perry Rhodan warnt, nicht ins Violett-System zu fliegen, so beißt er bei dem unerschrockenen Protektor auf Granit. Rhodan erinnert da sehr stark an den frühen Rhodan der Erstauflage und genau das unterscheidet ihn vom Rhodan der Borsch-Ära. Er ist weniger zögerlich, sondern geht auch mal ein Risiko ein.

Noch beim letzten Roman bemängelte ich, das die Terraner fremde Technik viel zu schnell erlernen und für sich nutzen konnten. Szenen wie diese gibt es auch in diesem Roman, auch hier wird die Mannschaft um Perry und die Mutanten mit fremder Technik konfrontiert. Doch im Gegensatz zu Susan Schwarz, erklärt Hirdt dem Leser, wie die Menschen an das Problem herangehen. Er erklärt ihre Vorgehensweise so genau, dass selbst das Unglaubwürdige plötzlich glaubwürdig wird. Er zeigt aber auch, dass die Terraner eigentlich völlig überfordert sind und nur rudimentär in die fremden Systeme eingreifen können, ohne sie zu verstehen. Das ist der Punkt, in dem sich die beiden Romane im wesentlichen unterscheiden.

Mit dem Tod des Haluters nehmen die Exposéautoren zwar einen wichtigen und vielleicht auch beliebten Charakter aus der Serie, schaffen dadurch aber viel mehr Spannung, weil sie den überlegenen Faktor in Perry Rhodans Team beseitigen. Ich finde das sehr mutig und konsequent. Wobei ich dann doch lieber gesehen hätte, wenn die Mutanten im Körper der Bestie eine Granate hinterlassen und sich nicht nicht nur auf die Kampftechnik von Tuire Sitareh verlassen hätten.

Der fiese Cliffhanger am Ende des Romans, macht so viel Lust auf mehr, dass ich es kaum noch erwarten kann. So muss ein spannender Heftroman aussehen. Von mir gibt es dafür eine »Eins mit Sternchen« fürs gesamte Team.

Schwerer Stand

Vor einem halben Jahr erzählte ich, wie ich zum PERRY RHODAN-Leser wurde. Damals deutete ich bereits eine Fortsetzung der Geschichte an …

Erster Juli 1990 – die Währungsumstellung. Die Einführung der D-Mark veränderte alles. Von einem Tag auf den anderen (bzw. übers Wochenende) waren alle DDR-Artikel aus den Geschäften verschwunden, dafür gab es alles zu kaufen, was man von den Besuchen aus dem Westen kannte. Zeitschriften und Heftromane gehörten da natürlich dazu. Bei den Ostdeutschen besonders populär waren die Publikationen, die in der DDR verboten waren, wie der Spiegel, die Bravo und die als »Schundliteratur« verschrieenen Heftromane. Da spielte es auch keine Rolle, wenn die Ausgaben schon ein paar Monate, Jahre oder mehr auf dem Buckel hatten, im Gegenteil, diese waren dann kostengünstiger. So war die Nachfrage nach Magazinen und Heften aus Antiquariatsbeständen besonders groß und ein paar findige Geschäftsleute nutzten ihre Chance. Auf den Märkten, die jetzt wöchentlich (meist Samstags) abgehalten wurden, reihten sich bald Tapeziertische mit Kartons voller Zeitschriften und Heftromanen. Das Angebot erstreckte sich vom Arztroman, über Liebesromane, bis hin zu John Sinclair. Letzterer war besonders bei meinen Schulfreundinnen aus der Gruftiszene beliebt.

Nach der Lektüre der ersten drei Heftromane jener mir damals unbekannten SF-Romanserie, die ich aus dem Schwarzwald mit nach Hause gebracht hatte, stand für mich natürlich PERRY RHODAN im Vordergrund. Ich hatte nur ein Problem: Die Händlerin hatte hunderte, wenn nicht gar tausende Heftromane mit den Abenteuern von Perry und seinen Mannen. Wo fing ich da an? Also fischte ich wahllos ein paar zusammenhängende Ausgaben aus den Kartons und kaufte sie für 50 Pfennig das Stück. Wenn ich sie eine Woche später ausgelesen wieder zurückbrachte, bekam ich 20 Pfennig pro Heft wieder heraus und konnte das Geld sofort in neue Romane investieren. So las ich mich durch einen Großteil des Cappin-Zyklus. Zwischendurch kaufte ich mir auch hin und wieder am Kiosk die Romane aus der Erstauflage. Bis ich ein paar Jahre später in der Buchhandlung die ersten STAR TREK-Romane vom Heyne-Verlag entdeckte. Von da an konzentrierte ich mich voll und ganz auf die Abenteuer aus dem STAR TREK-Universum. In den Neunziger Jahren war STAR TREK Kult, jeden Monat kamen mindestens ein, wenn nicht zwei, Romane heraus; jeden Nachmittag liefen Folgen von TNG (The Next Generation) im Fernsehen und manchmal sogar zwei Serien parallel. Man kam an STAR TREK einfach nicht vorbei und so geriet der unsterbliche Perry bei mir in Vergessenheit.

Wenn es damals noch genügend Kunden gab, die die PERRY RHODAN-Hefte gekauft haben, dann hat sich das heute gewandelt. PERRY RHODAN hat im Osten Deutschlands einen schweren Stand. Am letzten Freitag bekam ich gerade noch das letzte Heft der aktuellen Erstausgabe, den neuen NEO-Roman leider nicht.
Die Händlerin von damals mit den Tapeziertischen voller Heftromane, verkauft diese immer noch in ihrem kleinen Laden, den sie seit November 1990 betreibt. Doch inzwischen sind die Kisten mit Science Fiction-Heften auf zwei zusammengeschrumpft. Dort teilen sie sich den Platz mit John Sinclair und ein paar Fantasy-Heftchen. »Noch vor ein paar Jahren«, so erzählt sie mir, »kamen ab und an ein paar ältere Herren, die sich ihren PERRY RHODAN gekauft haben. Aber heute, heute fragt keiner mehr danach.« Auch ist sie froh darüber, dass ihr vor ein paar Monaten ein junger Mann die ersten zwanzig Silberbände abgekauft hat, die seit gut einem Jahrzehnt im Regal standen. Verdient habe sie daran aber nichts. »Das hier«, sie zeigt hinter sich ins Regal, wo Kartons mit »Dr. Norden« und diverse Liebes- und Adelsromane stehen, »verkauft sich nach wie vor gut.« Eines hat sich indes nicht geändert, so kostet ein Heft einen Fünfziger und man bekommt einen Zwanziger wieder, wenn man es zurückbringt. Nur die Währung ist inzwischen eine andere.

Wie ich dann doch wieder zu PERRY RHODAN zurückfand, dass erzähle ich ein anderes Mal.

Die Klasse von 1990

25 Jahre sind vergangen, seit ich die zehnklassige Oberschule abgeschlossen habe. Gestern habe ich einige meiner Mitschüler bei einem sehr netten und angenehmen Treffen wiedersehen dürfen.

25 Jahre sind eine lange Zeit. Eine Zeit die an keinem spurlos vorübergegangen ist, auch wenn einige äußerlich nicht um ein Jahr gealtert schienen. Tief drinnen sind wir aber längst nicht mehr die unbekümmerten Jugendlichen von damals. Wir sind erwachsen geworden. Der eine oder andere Schicksalsschlag wie Krankheit und Tod Angehöriger, Scheidung oder berufliche Rückschläge haben ihre Furchen in den Charakteren hinterlassen. Manche waren vielleicht nicht mehr so fröhlich oder spontan wie früher, während andere, die einst still und zurückhaltend waren, plötzlich viel gelöster und freier auftraten.

Im Vergleich zu den vergangenen Klassentreffen (5, 10, 15 und 20 Jahre) ist mir aufgefallen, dass wir ehrlicher zueinander geworden sind. Keine Rede mehr von „Mein Haus, mein Auto, mein Pferd …“. Es wurde viel über Familie geredet, über Trennungen und die Sorgen mit den Kindern oder den Eltern, über den Stress auf Arbeit und auch darüber eine Arbeit zu finden, die Spaß macht und mit der man sich identifizieren kann. Etwas, das bei den wenigsten der Fall zu sein schien. Vielleicht ist es wirklich so, dass man mit Vierzig einen Schnitt macht und sich darüber klar wird, was für einen selbst im Leben wichtig ist.

Ich führte an diesem Abend ein paar sehr nette Gespräche; redete über Star Trek und Perry Rhodan und darüber, dass ich schreibe. Und da fiel mir etwas auf. Wenn ich jemandem aus Bayern oder Baden-Württemberg von Perry Rhodan erzähle, kommt meist die Reaktion: „Ach, das kenne ich von früher! Das gibt es noch?“ Im Osten jedoch werde ich nur gefragt: „Wer ist das?“ Leider war die Heftromanserie in der DDR genauso verboten wie die Bravo oder andere „Schundpublikationen“ des Klassenfeindes. Es gibt nur sehr wenig Ostdeutsche die die größte Science Fiction Serie der Welt überhaupt kennen. Schade eigentlich.

Mir hat der Abend viel Spaß gemacht, auch ein Grund warum ich trotz Husten und Heiserkeit bis kurz vor Mitternacht geblieben bin. Ich freue mich schon auf das nächste Treffen in fünf Jahren.

Erleuchte mich!

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO »Erleuchter des Himmels« von Susan Schwarz

Nach der anfänglichen Euphorie fühle ich mich nach diesem Roman etwas ernüchtert. Er ist nicht schlecht, hat durchaus seine Szenen. Der Autorin gelingt es sehr gut die Besonderheiten der Charaktere herauskitzeln und dennoch schafft es der Roman nicht, mich zu überzeugen. Da sind zu viele unglaubliche Zufälle; zu viele undurchdachte Handlungen; zu viele Ungereimtheiten. Habe ich mich bei den ersten Romanen darüber gefreut, wie nahe sich die Geschichte an der Wirklichkeit orientiert, um so enttäuschter bin ich, dass in »Erleuchter des Himmels« nichts mehr davon zu spüren ist. Die Überraschungen werden wie von einem Magier aus dem Hut gezaubert. Auf dem Mond wurde also eine Maahkwalze gebaut, in Zusammenarbeit mit Atlan. Das hat Rhodan doch sicher schon früher gewusst. Es lässt den Versuch in Band 104 eine der Maahkwalzen zu kapern, sinnlos, ja verantwortungslos, erscheinen. Wozu das Risiko eingehen, wenn die Lösung in Form der MAYA bereits existiert. Die Mutanten konnten bei dem Unternehmen zwar den Maahk-Transponder erbeuten, aber das war nicht geplant, sondern auch einer von vielen unmöglichen Zufällen. Der Transponder ist ein Thema für sich. Fremde Technologie, die so mir nichts dir nichts von einem terranischen Wissenschaftler verstanden und an die eigenen Schiffssysteme angeschlossen werden kann. Also Bitte! Programmierer durchschauen nicht mal die Programme der eigenen Kollegen, wenn diese nicht kommentiert sind und dabei »sprechen« sie eine Programmiersprache. Der Transponder ist nicht nur nach einer völlig fremden Logik verfasst, sondern besteht zudem noch aus einer, auf unbekannten Materialien basierenden, Hardware. Ein solches Artefakt zu verstehen und zu verwenden, würde ganze Generationen von Wissenschaftlern beschäftigen. Hier erledigen es ein Arkonide und ein Hyperphysiker in unfassbar schneller Zeit.

Ob es die Maahk-Tarnanzüge sind, oder die Reaktionen der anderen Maahks auf die MAYA, manchmal hatte ich das Gefühl, die Maahks wurden zu leichtgläubigen Ignoranten degradiert. Wo sie doch in den Romanen zuvor bewiesen haben, dass sie scharf denkenden Logiker sind, die sich nicht übers Ohr hauen lassen. Hier schlüpft ein Schiff durch den Bündler, kommt in einem Sonnensystem heraus, in dem sich hunderttausende von Maahk-Schiffen auf einen Kriegseinsatz vorbereiten und keinen scheint es zunächst zu interessieren, woher das Schiff kommt und was es hier will? Das man Stunden später doch noch danach fragt, rettet die Situation auch nicht mehr. Die vielen Zufälle machen die Geschichte für mich einfach unglaubwürdig. Die Gigantomanie, die ich schon in den alten Heftromanen unmöglich fand, eingeschlossen. Hat sich eigentlich schon mal jemand die Mühe gemacht, den Ressourcenverbrauch dafür auszurechnen?

Das Gleiche gilt für den Handlungsstrang auf dem Jupiter. Man mag mir mangelnde Fantasie vorwerfen, aber ein bisschen rationaler Verstand und wissenschaftliche Logik in einem Science Fiction Roman sei mir als Leser bitte gegönnt. Anfangs habe ich die wirre Geschichte mit der durchgeknallten Stationspositronik gar nicht richtig erfasst. Und auch hier sind es viel zu viele Zufälle und Wunder, die mir das Lesevergnügen vereitelt haben. Leyden und sein Team sind viel zu rasch in der Lage die Symbole der fremden Sprache zu entziffern und anzuwenden – Ja sogar die Positronik umzuprogrammieren. Das steht im Widerspruch zu dem zögerlichen Prozess in der Marspyramide zwei Romane zuvor, wo sie lange rätseln mussten und am Ende doch nicht sicher waren, ob sie das Geheimnis des Ma-Bab-Ben richtig interpretiert haben.

Ich bin mir sicher, dass es sehr viele PERRY RHODAN Leser gibt, die sich von dieser Art Geschichten angesprochen fühlen. Ich gehöre leider nicht dazu. Mir fehlte dabei ein bisschen der Bezug zur Realität. Denn die NEO-Handlung spielt nur 30 Jahre in der Zukunft und nicht im Jahr 3000. Die Menschen hatten nur sehr wenig Zeit, Erfahrungen mit 5D-Physik zu sammeln, um so souverän damit umzugehen wie in diesem Buch. In meinen Augen ist das bisher der schwächste Roman aus dem Methans-Zyklus. Aber man muss ja nicht alles mögen.