Neuer Arbeitsplatz

Nach zwei Wochen daheim (Urlaub und krank) durfte ich diese Woche meinen neuen Arbeitsplatz beziehen. Der Chef hat mir und meinem Kollegen aus der Planung ein neues Büro samt Einrichtung spendiert. Neben einer Lüftungsalage gibt es bald ein Klimagerät, damit sind wir dann auch für den Sommer gerüstet.

Die schicken Schränke muss ich noch komplett einräumen. Das habe ich diese Woche nicht geschafft, weil einfach keine Zeit dafür war. Wenn man 14 Tage nicht im Büro ist, bricht alles über einen herein. So kam ich diese Woche mit zwei Kundenterminen, einem Baustellentermin (bei Eiseskälte) und einer Schulung kaum dazu, meine 729 E-Mails zu bearbeiten, geschweige denn meine Arbeit komplett zu erledigen.

Absolut Nervig ist zudem das Update der CAD-Software. Die Programmierer haben es echt geschafft, aus einem gut durchdachten und intuitiven Programm eine Katastrophe zu machen, nur weil sie in Zukunft auf Fenster verzichten wollen. Stabil läuft das Ding auch noch nicht – ich hatte wieder zwei Abstürze – und ergonomisch ist es unter aller Kanone. Ich sitze jedesmal nach dem Öffnen des Programms da und überlege, wo ich klicken muss, damit sich die Zeichnung öffnet – der entsprechende Button ist nämlich ausgegraut. Das habe ich denen von der Hotline schon ein paar mal reingedrückt, aber auf Anwender hört niemand. Ich verstehe es einfach nicht. Wieso muss man etwas verbessern, was perfekt war?

Zumindest hatte ich am Donnerstag die E-Mails auf 230 eingedämmt und die wichtigsten Pläne gezeichnet. Die Angebote werden dann kommende Woche folgen. Ich bin mir aber sicher, dass, wenn ich am Dienstag komme, die E-Mails wieder auf 400 angewachsen und gaaanz dringende andere Projekte zuerst zu erledigen sind.

Seufz! Kennt jemand das Gefühl, wenn die Arbeit immer mehr und mehr wird und man nicht mehr weiß, wo man zuerst anfangen soll. Wenn man dadurch völlig frustriert ist und sich am liebsten weinend unter den Schreibtisch verkriechen möchte. So geht es mir seit Wochen. Und dabei habe ich jetzt sogar einen Kollegen, der mir einen Teil der Arbeit abnimmt. Zum Glück, sonst hätte ich schon kapituliert.

Aber diese blöde Mehrwertsteuersenkung sorgt dafür, dass die ohnehin überlasteten Handwerksbetriebe noch weiter getrieben werden und ihre Mitarbeiter regelrecht verheizen müssen, damit die Bauherren ja die drei Prozent weniger Mehrwertsteuer kassieren können. Es ist eine Farce. Und dann bekommen auch noch diejenigen in den Ämtern und im Managment, die sich ins Homeoffice verkriechen dürfen, einen Steuervorteil, während die, die raus an die Front müssen, wie Handwerker, Verkäuferinnen und Krankenschwestern, wiedermal nichts davon haben. Aber was rege ich mich auf …

Ich genieß den Stress dann einfach im neuen Büro.

Eine KI und ihr Ei

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 236 – »Das Ei der Loower« von Lucy Guth

Den Shafakk gerade rechtzeitig entkommen, gehen die Menschen auf der CREST II einem Notruf nach. Sie befreien ein fremdes Raumschiff, dass im Sog eines schwarzen Lochs gefangen ist.
Eine Expedition ins Innere der DONDERVAND entdeckt, dass nur noch die KI des Schiffes »am Leben« ist. Die Besatzung der Loower ist schon seit 100.000 Jahren tot. Obwohl die KI die Menschen für Eindringlinge hält, lässt sie sich von ihnen helfen. Auch dann noch, als sie die eigentliche Mission des Schiffes entdecken. Sie braucht ihre Hilfe, um die wertvolle Fracht, ein frisch geschlüpfter Loower, zu »erziehen«.
Gucky scheint dazu der perfekte Lehrer zu sein, auch wenn er nach wie vor unter den Auswirkungen der Psychostrahlung leidet, die man gegen die Shafakk eingesetzt hat. Letztere stöbern die CREST II wieder auf und greifen an. Die CREST II versucht zusammen mit der DONDERVAND den Raumschiffen der Shafakk zu entkommen, während Gucky den kleinen Loower zur Vernunft bringt.
Und dann ist da noch die fremde Lebensform, die bei der Rettung der DONDERVAND aus dem Ereignishorizont des schwarzen Lochs herausgerissen wurde. Das Wesen muss zurückgeschickt werden, bevor es implodiert und beide Schiffe ins Verderben reißt.

Es ist eine spannende Geschichte die Lucy Guth hier erzählt. Viele Dinge passieren gleichzeitig und man bekommt die Ereignisse aus der Perspektive von vier Personen erzählt. Das liest sich schnell und flüssig. Bemerkenswert sind die Diskussionen zwischen SENECA, der Schiffsintelligenz der CREST II, und der KI des Loowerschiffs.

Sehr schön fand ich, dass sich die Autorin viel Zeit genommen hat, um die Untersuchung des unbekannten Schiffes zu beschreiben. Ohnehin wird in diesem Roman wenig gekämpft und stattdessen viel entdeckt, sowohl in der Realität, als auch im Psychischen. Die Raumschlacht mit den Shafakk hätte am Ende nicht sein müssen, dass war definitiv zu viel des Guten. Denn die Skrupellosigkeit, mit der die Menschen unter dem Kommando von Thora gegen die Gegner vorgeht, war für einen NEO-Roman überraschend untypisch. Ich denke, da wird sich Thora von ihrem Mann eine ziemlich Standpauke anhören müssen.

Ich fragte mich nur die ganze Zeit, warum man die CRISTOBAL nicht ausschleust, die Shafakk-Schiffe damit von der CREST II (und damit auch von Gucky) weglockt, um dann die Psychowaffe gegen die Shafakk einzusetzen, so lange wie die Rettungsmission auf der DONDERVAND dauert. So weit kann der Einfluss der Strahlung auf Gucky nicht reichen.

Überhaupt. Guckys Fähigkeiten wurden dieses Mal eindeutig überstrapaziert. Lag der Ilt zu Beginn des Geschehens noch im Sterben, erholt er sich unglaublich schnell und teleportiert später gefühlt hundert Mal die Crew der CREST II zwischen den beiden Schiffen hin und her. Dass er mit seinen telepathischen Fähigkeiten dem Loower-Kind am besten helfen kann, habe ich geschluckt. Es wäre dennoch glaubwürdiger gewesen, wenn er zumindest das eine verletzte Besatzungsmitglied nicht per Teleportation hätte retten können.

Die Nebenhandlung um die Entität aus dem schwarzen Loch hat mir fast besser gefallen, als die um den kleinen Loower. Mit Donna Stetson schaffte die Autorin eine besondere Figur, die es so noch nicht in der Serie gab. Stetson ist als Autistin angelegt und ich finde, das Lucy Guth sie ziemlich glaubhaft agieren lässt. Was Donnas Chef und ihren Kollegen angeht: schön zu lesen, dass es auch im Jahr 2090 noch Arschlöcher gibt. Die einzigen Kritikpunkte, die ich anmerken kann, dass die Nebenhandlung etwas aufgesetzt wirkte. So richtig verzahnt schien sie mit dem Rest der Handlung nicht zu sein. Außerdem haben sich hier einige Anschlussfehler eingeschlichen. Stetson und ihre beiden Kollegen sind im hydropanischen Garten der DONDERVAND eingesperrt. Am Ende des 23. Kapitel bestätigt Stetsons Chef, dass die Quarantäne von der KI aufgehoben wurde und die DONDERVAND in die CREST II eingeschleust wird. In Kapitel 28 weiß er plötzlich nichts mehr davon. Außerdem kommt lange Zeit keiner der Außenstehenden auf die Idee, die drei Vermissten zu suchen. Es stellt sich auch die Frage, warum die KI der DONDERVAND das Wesen nicht selbst aufgehalten hat?

Bemerkenswert an der Handlung des Romans ist, wie hier Details aus der ganz frühen Seriengeschichte verknüpft werden. Ernst Ellert und die STERNENWIND, ebenfalls ein Schiff der Loower, werden erwähnt. Omar Hawk stellt fest, dass er bei seiner Odyssee durch die Zeitbrunnen ebenfalls auf einem solchen Schiff gewesen sein muss. Ich bin mir sicher, dass wir nicht zum letzten Mal von den Loowern gehört haben.

»Das Ei der Loower« bietet eine fesselnde Geschichte, in der fast zu viel passiert. Über viele Ereignisse wird schnell hinweggegangen, obwohl sie einer näheren Betrachtung würdig gewesen wären. Die Schlacht der Shafakk wird mit fragwürdigen Mitteln gewonnen, die die moralische Integrität der Menschen durchaus in Fragen stellen könnte. Gucky agiert zu übermächtig und einige Anschlussfehler trüben den Lesespaß. Ansonsten war das ein solider Roman der Autorin, deren Einzelbeiträge mir inzwischen fast besser gefallen, als ihre Romane in Zusammenarbeit mit Michelle Stern.

Genial finde ich übrigens das Cover von Dirk Schulz. Da hat er sich mal wieder selbst übertroffen.

Ein Jubiläum steht bevor

Die »SOL« wird 100.

Seit einigen Monaten beschäftige ich mich jetzt schon mit dem Inhalt des Heftes, das im November erscheinen wird. Eigentlich nicht nur mit dem Inhalt, sondern auch mit dem Drumherum. Schließlich soll es etwas ganz besonderes werden.

Heute darf ich schon mal das Cover präsentieren, das Raimund Peter nach meiner Idee gefertigt hat. Ich finde es sieht stark aus. Bisher gab es erst zwei SOL-Ausgaben mit umlaufenden Cover. Für die Leser wird es im Innenteil ein dazu passendes Poster geben.

Inhaltlich geht es bunt zu. Wir haben 32 Seiten mehr als sonst, die mit Artikeln, Interviews und Berichten zur größten Science-Fiction-Serie der Welt gefüllt sind. Im Schwerpunkt geht es um PERRY RHODAN und die Zukunft. Wir zeigen zwei Jugendliche, die PERRY RHODAN lesen. Weiterhin gibt es eine witzige Geschichte über SF im Perryversum und was Perry Rhodan persönlich davon hält. Klaus N. Frick spricht über die Aktivitäten im Jubiläumsjahr 2021. Die NEO-Exposéautoren Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm berichten wie es bis Band 250 weitergeht. Und wir stellen einen PERRY RHODAN-Podcast vor, ein Format, das für die Serie zukunftsweisend sein könnte.

Ein österreichischer Journalist hat uns ein Interview mit dem chinesischen Bestseller-Autor Cixin Liu zur Verfügung gestellt. Die ehemaligen Redakteure der SOL und ihr Layouter kommen zu Wort. Es gibt wieder ein Preisrätsel mit verzwickten Fragen und ich habe einige Reaktion zum »Mord« an Mausbiber Gucky zusammengetragen. Ach ja, und wir berichten natürlich von der PROW, der PERRY RHODAN Online-Woche im Juli diesen Jahres.

Ich denke mal, da sollte für jeden etwas dabei sein. Ich freue mich schon, wenn ich das Heft in Händen halten darf.

Jahresernte vom Balkon

Dank meines Mannes grünte und blühte in diesem Jahr wieder unser Balkon. Er gießt nämlich regelmäßig. Ich würde das vergessen, weshalb ich mich nur mit Orchideen umgebe, die nehmen es einen nicht übel, wenn man sie mal vergisst zu wässern.

Von außen betrachtet sah unser Balkon im Sommer wie ein Urwald aus. Das lag unteranderem an den massiv austreibenden Tomaten, die aber nicht so gut geschmeckt haben, wie in den vergangenen Jahren. Außerdem macht sich inzwischen der Weinstock breit. Der hatte heuer fünfzig Trauben und rankt bereits über die Balkontür zur anderen Seite. Das große Fenster wächst quasi langsam ein.

Die Kartoffelernte fiel ausreichend aus. In Ermangelung von mehr Platz, war das ganz okay. Die Him- und Erdbeeren wuchern sowieso fast von allein. Am ertragreichsten aber waren unsere Chilis. Wir hatten eine große Pflanze mit gelben Früchten sowie meine selbstbezogene Minichili aus dem vergangenen Jahr. Die gelben Chilis habe ich zu Ketten gebunden und in der Küche zum Trocknen aufgehängt. Die Minis reifen am Strauch, die ernte ich später. Jedenfalls können wir wieder viele scharfe Sachen kochen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Nussernte fällt dieses Jahr mager aus. Fast alle Bäume sind im Frühjahr abgefroren. Bei denjenigen, die Nüsse dran haben, sind es viel weniger als in den Jahren zuvor. Aber wir haben noch genug im Keller. Die Nüsse gehen uns also nicht aus.

Ein Paket und seine Waage

Ich wollte ein Paket an eine gute Freundin schicken. Deren Tochter ist fünf geworden und sie sollte zu ihrem Geburtstag eine Überraschung bekommen. Das Paket war schnell gepackt: Ein paar Süßigkeiten, ein Buch, Mal-Hefte und ein Set mit Stiften und Farben. Es wurde recht sperrig, deshalb wählte ich einen größeren Karton und stopfte die Lücken mit Papier aus.

Es war Freitag, wenn ich das Paket noch an diesem Tag abschicken würde, käme es am Montag, spätestens Dienstag pünktlich zum Geburtstag an.

Wir trugen den übergroßen Karton zur Postfiliale in der Fußgängerzone. Das Licht im Inneren brannte, doch an der Tür begrüßte uns ein Schild, auf dem stand, dass die Postfiliale die ganze Woche über geschlossen wäre.

Na Prima! Ich fummelte mein Smartphone aus der Tasche und schaute nach, wo ich das Paket noch würde abgeben können. (Ein Hoch auf das Internet.) Eine der wenigen Alternativen war im »Marktkauf«, einem Einkaufszentrum draußen vor der Stadt. Im dortigen Getränkemarkt könnte man das Paket abgeben, stand da. Da wir ohnehin Getränke holen wollten, würden wir also mit dem Auto dorthin fahren und das Paket einfach aufgeben.

Im Getränkemarkt dann die Ernüchterung. »Da müssen Sie runter in den Markt. Hier können Sie keine Post aufgeben.« Wir kauften also Getränke und trugen das Paket quer über den riesigen Parkplatz zum Haupteingang vom Supermarkt. Ich fragte an der Information nach der DHL-Annahmestelle und man verwies mich auf einen Geschenkeshop außerhalb des Marktes. Ich war irritiert. In dem Moment machte mich mein Mann darauf aufmerksam, dass auf dem gegenüberliegenden Zeitungskiosk ein DHL-Logo leuchtete.

Wir gingen hinüber, warteten einige Minuten bis die Verkäuferin auftauchte und den Kunden vor uns bediente. Mit dem sie übrigens noch ein kleines Schwätzchen hielt. Sie kannten sich wohl. Neben dem Tresen, waren die üblichen Paketzettel ausgelegt, die man zum Versenden brauchte. Ich hatte aber schon einen draufgeklebt.

Als wir endlich dran waren, schob ich ihr das Paket über den Tresen.
»Sie wollen ein Paket aufgeben?«, fragte sie ernsthaft.
»Ja, sieht so aus.«
»Ich habe aber keine Waage.«
»Wie? Sie haben keine Waage? Das ist doch ein Paket-Shop.«
»Ja, schon, aber nur für Notfälle.«
»Das ist ein Notfall, weil die Postfiliale in der Stadt zu hat.«
»Wissen Sie denn, wie viel es wiegt?«
Ich schüttelte den Kopf. »Wenn ich gewusst hätte, dass Sie keine Waage haben, hätte ich es vorher gewogen.«
Sie nahm das Paket, hob es an und sagte skeptisch: »Das wiegt bestimmt mehr als fünf Kilo.« Dann fummelte sie mit ihrem Handy herum.
»Haben Sie schon mal ein Paket angenommen?«, fragte ich vorsichtig.
»Ehrlich gesagt, nicht. Aber ich kann das Paket schon annehmen. Es wird nur schwierig wegen dem Gewicht.«
»Was passiert, wenn das Paket falsch frankiert wird und zurückkommt. Wer haftet dafür?«
»Das weiß ich nicht.«
Ich kapitulierte. »Geben Sie mir mein Paket! Ich versuche es lieber an anderer Stelle zu versenden.«
»Das ist eine gute Idee!« Sie schien tatsächlich erleichtert, als sie mir das Paket über den Tresen zurück gab.

Wir trugen das Paket also wieder raus aus dem Markt und entdeckten tatsächlich den kleinen Geschenkeladen, über dem ein Postzeichen prangte. Als ich den winzigen Laden betrat, der mit allerlei Krempel gefüllt war, fragte ich die Verkäuferin gleich: »Sie haben hoffentlich eine Waage?«
Sie schaute mich einigermaßen verdutzt an. »Selbstverständlich habe ich eine Waage. Das ist ein Paket-Shop.«
»Na, ja Ihre Kollegin am Kiosk drinnen hat zwar einen Paket-Shop aber keine Waage.«
»Wie, da gibt es einen Paket-Shop und die haben keine Waage? Wie will sie denn dann Pakete frankieren.«
»Ich fürchte, dass weiß sie auch nicht so genau.«
Kopfschüttelnd stellte die Frau mein Paket auf die Waage. Es wog genau 4,6 kg.
Ich bezahlte und ging.

Nie hätte ich geglaubt, dass es einmal so schwierig sein kann, ein Paket aufzugeben. Es erinnerte mich an meine Zeit in NYC, wo ich einmal ein 20 Kilo-Buchpaket von der Hauptpost hinter dem Madison Square Garden verschicken wollte. Es hat mich eine Stunde und viele Formulare gekostet. Acht Wochen später kam es in Deutschland an, in einem löchrigen Sack mit dem Aufdruck »US Mail«. Mein Vater hat ihn aufgehoben.

Betongrau

Nachdem wir in den vergangenen Wochen ziemlich viel mit dem Auto unterwegs waren, ist uns etwas aufgefallen. Es gibt eine neue Trendfarbe in Sachen Autolack: Betongrau in allen Variationen.

Das erste Auto bei dem es mir direkt ins Auge stach, war ein VW Beetle. Das Ding sah aus, wie aus den Dreißigern. Ein eintöniges Grau, wie von einer Fotografie aus dem vergangenen Jahrhundert. Von da ab entdeckten wir immer mehr Autos, die grau waren. Nicht Metallic-Silber, sondern einfach nur Opake-Grau, mal heller, mal dunkler, mal mit einem Touch ins Beige. Vor allem SUVs in der Farbe fielen uns auf der Autobahn auf. Sie wirkten auf mich wie rollende Betonklötze.

Das sich die Autofarben in den vergangenen vierzig Jahren von bunt zu Schwarz-Weiß-Silber-Einheitsgrau gewandelt haben, darüber hatte ich schon mal geschrieben. Inzwischen kenne ich auch die Gründe, warum viele bunte Autofarben im Laufe der achtziger Jahre verschwanden. Es lag unteranderem an den Pigmenten. Die meisten Pigmente, die in den Siebzigern für Autolacke hergenommen wurden, enthielten Schwermetalle, diese Pigmente wurden aus gesundheitlichen Gründen vom Markt genommen. Und mit den Pigmenten verschwanden auch die Farben. Es traf vor allem viele Gelb- und Grüntöne.

Heute spielt der Wiederverkaufswert bei der Autofarbe eine große Rolle. Bunte Autos verkaufen sich als Gebrauchtwagen nicht so gut wie ein schwarzes, weißes oder silbernes Auto. Dennoch werden die Straßen wieder bunter. Erfreulicherweise entdeckten wir in den Staus, an denen wir vorbeifuhren, wieder mehr blaue und rote Autos, unlängst sogar einen sehr schönen grünen Opel Mokka. Vielleicht kommen sie ja zurück, die bunten Farben. Spätestens dann, wenn die Leute die Nase voll haben vom Einheitsgrau.

Mein Favorit ist immer noch das Orange vom Cross-Polo.

Quelle: Wikipedia

Verkehrsinfarkt in Innenstädten

Kommt es mir nur so vor oder wird der Straßenverkehr in den Städten immer dichter? Ich kenne nur die Situation in Traunstein und Saalfeld, aber da fiel mir in letzter Zeit auf, dass immer mehr Autos durch die Stadt fahren, sich Staus bilden oder man als Fußgänger kaum noch über die Straßen kommt.

Oftmals ist das Problem hausgemacht. Der Irrglaube, wenn die Leute nicht bis in den Laden fahren können, würde dies dem Einzelhandel schaden, ist nachweislich falsch. Mehrere Studien aus Skandinavien zeigen, dass verkehrsberuhigte Zonen mehr Leute in die Geschäfte locken. Dass Verkehr eher abschreckt, kann man in Saalfeld gut beobachten. Seit der Sanierung des Marktplatzes ist es noch leichter mit dem Auto in und durch die Stadt zu fahren. Rund um den Marktplatz wurden neben zwei Bushaltestellen jede Menge Parkplätze angelegt, es gibt keine Fußgängerüberwege oder Ampeln mehr, an denen man warten muss und so fahren nicht nur diejenigen durch die Innenstadt, die einkaufen möchten, sondern auch diejenigen, die auf dem schnellsten Weg von einer Seite der Stadt auf die andere wollen, obwohl es eine alternative Route gibt, die nur unwesentlich länger ist. Und so kommt man, wenn man von der Fußgängerzone auf den Marktplatz will, meistens kaum über die Straße. Wie oft sehe ich dort ältere Leute hilflos an der Straße stehen, die sich nicht rübertrauen, weil ein Auto nach dem anderen vorbeifährt. Seit auch die Straße vor dem Rathaus wieder für den Verkehr geöffnet ist (sie war Jahrzehnte gesperrt) kann man das Phänomen beobachten, dass Autofahrer auf der Suche nach einem Parkplatz mehrere Runden um den Markt drehen, bis eine Parkstelle frei ist. Wenn man sich also vom Markt kommend durch parkenden Autos schlängelt, um über die Straße zum dort ansässigen Einkaufszentrum zu kommen, muss man aufpassen nicht über den Haufen gefahren zu werden. (Das gleich gilt übrigens auch für die Fußgängerüberwege in unserer Straße. Da halten die wenigsten Autos an, obwohl sie müssten.)

Dabei befindet sich keine 100 Meter entfernt an den Rändern der Innenstadt große Parkplätze, auf denen man für kleines Geld den ganzen Tag parken kann. Ich wäre dafür, die Tarife fürs Parken am Markt auf sechs Euro die Stunde zu erhöhen und die Ein- und Ausfahrt mit einer Schranke zu sichern. Vielleicht würden sich dann auch wieder mehr ältere Leute zum Einkaufen zu Fuß in die Stadt trauen. Und einige der Geschäfte müssten nicht schließen, weil die ältere Kundschaft ausbleibt.

Ein ähnliches Problem gibt es übrigens auch in Traunstein. Da ist es die Straße vorm Bahnhof, die oftmals so von Autos verstopft ist, dass man kaum mehr aus der Tiefgarage herauskommt. Die meisten, die hier durchfahren, wollen nicht zum Bahnhof, um jemanden abzuholen oder zu bringen. Die meisten nutzen die Straße als Abkürzung, weil sie sich dadurch eine Ampelkreuzung sparen. Auch hier wäre eine Schranke angebracht, dann würde der Bahnhofsvorplatz in Traunstein wieder an Attraktivität gewinnen.

Aber in einem Autoland wie Deutschland sind solche Gedanken reine Blasphemie.

Ich und die Einheit

Ich, 1990!

Die Frage wird immer im Raum stehen: Was wäre aus mir geworden, wenn die Deutsche Einheit nicht gekommen wäre? Was für ein Mensch wäre ich heute? Hätten sich meine Träume und Wünsche erfüllt, oder hätten sich andere Träume und Wünsche entwickelt?

Ich kann es nicht sagen, denn als ich im September 1990 in die 11. Klasse des neugegründeten Gymnasiums kam, befand sich schon alles im Wandel. Betriebe und Fabriken mussten schließen, meine Eltern verloren beide ihren Arbeitsplatz. Meine Mutter ging mit 53 Jahren ebenfalls nochmal zur Schule und machte eine Umschulung zur EDV-Sachbearbeiterin. Einen Job, den sie nach den drei Jahren Ausbildung für ganze drei Monate innehatte, bevor ihn das Arbeitsamt nicht mehr bezahlte und ihn die nächste geförderte Kandidatin bekam. Mein Vater, der altersbedingt seine Stelle als Fliesenleger vor Jahren hatte aufgegeben müssen, ging wieder auf Baustellen, damit wenigstens einer Geld nach Hause brachte.

Ich wollte nach dem Abitur Grafik-Design studieren und belegte fürs Abitur daher nur Grundkurse in Mathe und Physik. Dass ich letztendlich keinen Studienplatz bekam, weil das ohnehin schwierig ist und zu dieser Zeit nochmal schwieriger war, verbuche ich inzwischen als positiv. Ich wäre wahrscheinlich damit nicht glücklich geworden. So begann ich nach der zwölften Klasse eine Ausbildung zur Druckvorlagenherstellerin, die ich aber weit weg von zuhause machen musste. Denn der Arbeitsmarkt im Osten nach 1990 schrumpfte immer weiter, Jobs und Ausbildungsplätze waren Mangelware. Man benötigte schon sehr gute Beziehungen, um eine Arbeit zu bekommen. Das änderte sich auch nach dem Studium nicht. Zumindest reichten meine Grundkurskenntnisse in Mathe und Physik, um Elektrotechnik zu studieren. Was viel über die Qualität des damaligen Abiturs aussagt, das man uns übrigens damals im Westen nicht anerkennen wollte. Obwohl ich in Thüringen studiert habe, fand ich dort keine Arbeit als Ingenieurin. Wie so vielen blieb mir nur der Weg in den Westen (bzw. Süden).

Wie hat es Peter Richter in seinem Roman »89/90« formuliert: »Wir waren der letzte Jahrgang, der noch alles mitmachen durfte – damals in der DDR. Wir waren aber auch der erste Jahrgang, dem nach der Wende die Welt offen stand – wenn man es zu nutzen wusste.« Fast eine ganze Generation ging fort. Diese Generation könnte heute hier im Land in den Führungspositionen sitzen, wenn man sie gehalten hätte. Nur wenige sind geblieben bzw. zurückgekommen. Unser Landrat zum Beispiel, der machte mit mir Abitur, studierte Volkswirtschaft im Ausland und ist in diesem Jahr zum zweiten Mal als Landrat wiedergewählt worden. Doch das sind Ausnahmen. Die meisten nutzten die Chance, um sich ein fern der Heimat ein Leben und eine Karriere aufzubauen, die sie vor Ort nie erlangt hätten. Heute ist die Stadt voller alter Menschen. Von zehn Bewohnern im Landkreis arbeiten nur noch vier. Eine Zahl die beängstigend aufzeigt, was passiert, wenn man der Jugend im eigenen Land keine Perspektiven bietet.

Was wäre aus mir geworden? Würde ich jetzt mit Kindern und Enkeln im Haus meiner Eltern wohnen? Hätte ich mich von der Partei kaufen lassen, um einen gutgezahlten Posten zu bekommen? Oder wäre ich irgendwann angeeckt und hätte gegen das System aufbegehrt? Niemand weiß es, und das ist auch gut so. Denn letztendlich habe ich der Wiedervereinigung zu verdanken, dass ich gelernt habe, selbstständig zu handeln, eigene Wege zu beschreiten, um für mich herauszufinden, was ich kann und was mir wichtig ist.

Außerdem hätte ich nie meinen lieben Mann kennengelernt. Allein deshalb ist das heute ein guter Tag.

Von Sleekern und Mausbibern

Quelle: Perrypedia

PERRY RHODAN NEO Band 235 – »Das Mausbibergrab« von Ben Calvin Hary

Um an den kriegerischen Shafakk vorbeizukommen, fliegt die CREST II das Heimatsystem der schwarzen Mausbiber an. Auf dem Heimatplaneten sorgt eine psionische Strahlung dafür, dass die Shafakk lethargisch und »zahm« agieren. Der Omnit Bingdu verspricht Perry Rhodan, dass er die Psi-Quelle duplizieren kann, damit die CREST II endlich ins Omnitische Herz vorstoßen kann.
Nach der Landung der des Raumschiffes auf dem Heimatplaneten der Mausbiber, bricht Perry Rhodan mit Omar Hawk, Gucky und Cameron Canary auf, die geheimnisvolle Psi-Quelle zu finden. Unterwegs treffen sie einen jungen Ilt und seine Mutter, die auf der Suche nach dem Ursprung ihres Volkes sind. Es soll sich im geheimnisvollen Tross befinden, einem Turm, der auch das Ziel von Rhodan ist. Doch das Bauwerk wird nicht nur von trägen Shafakk belagert, sondern auch von bewaffneten Drohnen beschützt. Die Mutter des jungen Ilt stirbt bei einem Angriff und wird von Gucky und den Terranern begraben.
Im Tross treffen Rhodan und seine Begleiter einen alten Freund wieder. Woggrill der Sleeker, sorgt im Auftrag des obersten Shafakk dafür, dass die schwarzen Mausbiber die Geschichte ihres Volkes erfahren. Woggrill hilft den Terranern, die Psi-Quelle zu finden und zu stehlen. Da Bingdu die Strahlung nicht kopieren kann, müssen sie den Couhl, eine 300.000 Jahre alte Mausbibermumie mit sich nehmen. Nur mit ihrer Hilfe kann die CREST II der Raumschiffflotte der erwachenden Shafakk entkommen.
In einer Nebengeschichte versucht die terranische Biologin, Danielle Pyme, hinter das Geheimnis des Okrill Watson zu kommen und erlebt dabei mehr als eine Niederlage.

Als ich das Manuskript zu diesem Roman Testgelesen habe, hatte die Sagittarius-Staffel noch nicht einmal begonnen. Ich hatte also einen ziemlichen Wissensvorsprung. Doch im Gegensatz zum letzten Mal, verspürte ich keinerlei Anschlussprobleme. Ich habe lange überlegt, ob das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen für die Staffelhandlung ist. Schlecht in dem Sinne, dass der Handlungsfortschritt zu gering ist, gut deshalb, weil die Handlung besser verzahnt ist. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus beiden. Fest steht, dass mich der Roman weit mehr überzeugen konnte, als die ersten Bände der Staffel. Band 234 mal ausgenommen, aber der trägt nicht zur Staffelhandlung bei.

Der Autor hat mich gut unterhalten, sowohl mit der Geschichte um die Mausbiber, als auch über die Biologin und ihre Probleme mit dem Okrill. Er hat die Figuren gut getroffen, selbst der so schwierig zu schreibende Sleeker Woggrill konnte mich überzeugen. Das einzige, was ich nicht gut fand (das hatte ich bereits beim Testlesen im Manuskript angemerkt), ist die Tatsache, dass Perry Rhodan den Couhl einfach mitnimmt, ohne groß über die Konsequenzen nachzudenken. Bei »Star Trek« würde man das als schweren Verstoß gegen die Oberste Direktive ahnden. Denn der Eingriff in die Bevölkerungsentwicklung des Planeten ist schwerwiegend. Die Shafakk, die durch die Psi-Strahlung, bisher besänftigt waren, werden den Ilts, die dort leben, wahrscheinlich den Gar ausmachen. Das ist eigentlich unverantwortlich und kann nicht im Sinne eines moralisch handelnden Perry Rhodan sein.

Zwar steht dem die Bedrohung durch das Dunkelleben gegenüber, einer Gefahr, die nicht nur die Völker der Milchstraße auslöschen könnte, sondern das ganze Universum in Gefahr bringt. Aber er denkt noch nicht einmal darüber nach, er hadert nichtmal mit dem Gedanken, dass er damit einen Teil der Planetenzivilisation zum Tode verurteilt. Da hätte ich mir ein bisschen mehr Widerstand gewünscht, auch von Seiten Guckys. Der hat durch den Besuch auf dem Planeten erfahren, dass seine Parafähigkeiten offensichtlich angeboren sind. Außerdem liegt ihm der junge Ilt am Herzen. Der heißt übrigens Tscham-Pi, wird von Gucky aber »Jumpy« genannt. Leser der Erstauflage wissen, dass Guckys Sohn Jumpy hieß.

Das Abenteuer um »Das Mausbibergrab« ist unterhaltend geschrieben, mit vielen Wendungen, auch der Einsatz des Okrill kommt erfrischend rüber. Nur Perry Rhodans Entscheidung, einem Volk ein lebenswichtiges Artefakt zu stehlen, um die eigenen Interessen durchzusetzen, finde ich moralisch höchst fragwürdig. Denn es kann dazu führen, dass aus dem Planeten bald ein einziges großes Mausbibergrab wird. Wie das grandiose Cover von Dirk Schulz bereits andeutet.

SF-Geschichten zu künstlicher Intelligenz

Quelle: plan9-Verlag.de

Sie liegt schon daheim auf dem Tisch, die Kurzgeschichtensammlung über künstliche Intelligenz. Herausgeber Klaus N. Frick hat hochkarätige Autoren dafür gewinnen können, unteranderem Andreas Eschbach. Ein paar Autoren kenne ich von den Seminaren in Wolfenbüttel. Gelesen habe ich das Buch noch nicht, außer einer Geschichte. Die gibt es bei TOR-Online, quasi als Kostprobe.

Sie stammt von Carsten Schmitt, den ich gut kenne. Wir trafen uns schon bei einigen Seminaren an der BA. Dass seine Geschichte das Aushängeschild für die Anthologie ausgewählt wurde, freut mich. Sie ist allerdings auch großartig geschrieben, sehr berührend und wirft ein völlig neues Licht auf die Möglichkeiten, die künstliche Intelligenz bietet.

Also, wer mal herein schnuppern möchte, dem empfehle ich die Kurzgeschichte »Wagners Stimme« von Carsten Schmitt. Einfach mal reinlesen.

Die vollständige Sammlung werde ich demnächst hier besprechen, zuerst ist der NEO von Ben Calvin Hary dran.

Nachruf

Manuela und ich beim Klassentreffen 2005

Die Nachricht erreichte mich am frühen Sonntagnachmittag per SMS auf der A9 kurz vor Münchberg. Eine Schulfreundin, mit der ich die Tage zuvor bereits in Kontakt war, leitete sie mir weiter.

Manuela Faber, geborene Rudolf wurde am Sonntagvormittag in einem Waldstück unweit ihres Wohnhauses tot aufgefunden. Alles Daumendrücken hatte nichts genutzt, meine Befürchtungen hatten sich bewahrheitet.

Wir lernten uns 1983 kennen, als Manuela zusammen mit anderen Schülern aus der Grundschule in Altsaalfeld an die POS wechselte und in meine Klasse kam. Sie gehörte zu den wenigen sehr guten Schülern in der Klasse. Sie war zielstrebig, verantwortungsbewusst, immer freundlich und wurde von allen sehr geschätzt.

In den folgenden Jahren entdeckte sie ihr Faible für Musik von »Depesche Mode« und »The Cure«. Sie passte ihr Äußeres dem Look der Bands an, auch wenn das von den Lehrern nicht so gern gesehen war. Ich bewunderte sie damals für ihren Mut, mit schwarzen Klamotten, schwarzen toupierten Haaren in die Schule zu kommen. Ich hätte mir das nicht getraut und glaube, dass sie nicht nur einmal damit bei der Schulleitung aneckte. Sie ließ sich nicht beirren und wegen ihrer sehr guten Zensuren, konnte ihr eigentlich niemand daraus einen Strick drehen. Außerdem gab es Ende der Achtziger Jahre vom System her kaum noch Widerstand gegen Subkulturen wie Gruftis.

Manuela hat es sich nie leicht gemacht. Ihre Noten waren gut genug, dass sie wie ich nach Abschluss der zehnten Klasse auf das neugegründete Gymnasium hätte gehen können. Doch das wollte sie nicht. Sie machte eine Ausbildung und holte das Abitur später auf der Abendschule nach. Ebenfalls etwas, wofür ich sie bewundere.

Sie studierte BWL und wurde mit 27 Jahren zur Prokuristin der Thüringen-Klinik Saalfeld ernannt. Eine Tätigkeit die sie fast zwei Jahrzehnte ausgeübt hat. Obwohl sie lieber an zweiter Stelle stehen wollte, wurde sie Ende vergangenen Jahres zur Geschäftsführerin ernannt, nachdem der bisherige Geschäftsführer kurzfristig aus seinem Vertag ausgestiegen war.

Für unsere Klasse war sie immer aktiv. Sie organisierte die Klassentreffen in den vergangenen 30 Jahren. Anfang September wollten wir unser 30-jähriges feiern, aber wegen der Pandemie wurde es abgesagt. Man kann sagen, dass der immer noch vorhandene Zusammenhalt vor allem ihr Verdienst ist.

Ich weiß nicht, was am Donnerstagvormittag passiert ist. Vielleicht wird man das nie richtig ergründen. Obwohl wir uns selten gesehen haben, bin ich bin traurig, weil ich eine langjährige Schulfreundin verloren habe. Ich trauere mit ihrer Familie, den Eltern und den 2000 Angestellten der Thüringen-Klinik, die ihre beliebte Chefin verloren haben.