Neues Geheimprojekt

Falls ich in nächster Zeit in meinem Blog eine etwas saloppe Ausdrucksweise an den Tag lege, nicht wundern. Ich arbeite an einem neuen Romanprojekt. Zur Zeit betreibe ich noch Recherche, während ich schon an den ersten Kapiteln arbeite. Ich verrate an dieser Stelle nur so viel, es steckt ein wenig autobiographisches darin und es hat nichts mit Science Fiction zu tun. Obwohl ja das Thema für mich fast wie Science Fiction ist, deshalb auch die Recherche. Auf jeden Fall wird die Geschichte ungewöhnlich werden, sowohl vom Inhalt als auch von der Sprache her. Sehen wir mal, wie ich das so hinbekomme.

Neues von der Telepathin

CoverTelepathin_SUps! Das habe ich doch glatt übersehen.

Als ich heute Nachmittag den PR 2791 von Uwe Anton beenden will, fällt mein Blick auf die kleine Anzeige auf Seite 57. Ich stutze, weil mir das Bild bekannt vorkommt. Und tatsächlich, da ist noch einmal eine Anzeige zu meiner Fan-Edition. Kein Wunder das sie sich so gut verkauft, wenn der Verlag gleich zwei Anzeigen für mich schaltet.

Mein Dankeschön geht an die Perry Rhodan-Redaktion!

Und weil ich gerade dabei bin, will ich hier auch nochmal Werbung machen. Es gibt nämlich eine zweite Auflage, weil die erste schon beinahe vergriffen ist. Wer den Roman bis jetzt noch nicht bestellt hat, kann das ab sofort im Shop der PRFZ nachholen.

… Und vielleicht auch mal eine Rezension verfassen. Meinungen können auch gerne hier als Kommentar hinterlassen werden. Ich würde mich freuen.

Bahnlyrik

Heute wieder ein Gedicht aus meinem Fundus. Es entstand zwischen 1994 und 1995 auf meinem Weg zur Berufsschule.
Irgendwie passt es immer noch, wenn ich morgens in den Zug steige. Da sieht man mal, dass manche Dinge sich nie ändern.

 

Leben am Morgen

 

stumme Gesichter

wirre Gespräche

Leben am Morgen

eilig rollen Räder über Gleise

Lichter blitzen

Landschaften in Nebel gehüllt

schläfrig drängen Massen dem Tag

entgegen

 

 

Gegenseitiges Befruchten

Diese Woche habe ich mich mal als Lektor versucht.

Eine Freundin, ebenfalls Hobbyautorin, hatte mich gefragt, ob ich mir das erste Kapitel ihrer Fanfiction-Geschichte ansehe. Also habe ich am Dienstag auf der Zugfahrt das 12-seitige Manuskript durchgeackert. Das war eine spannende Erfahrung, da ich plötzlich Dinge entdeckte, die ich in meinen eigenen Texten nie erkannt hätte. Bekanntlich sieht man Fehler bei anderen besser als bei sich selbst. Ich habe Formulierungen kritisiert und Vorschläge gemacht, wie es besser klingen würde – sowohl textlich als auch inhaltlich. Immer wieder habe ich Hinweise gegeben, meine Gedanken geäußert und kritisiert – stets offen und ohne falsche Zurückhaltung. Das hat nicht nur enorm Spaß gemacht, sondern war auch noch sehr lehrreich.

Der direkte Vergleich zwischen meiner Arbeit und der einer anderen Autorin bringt es an den Tag, wir sind alle nicht vollkommen und machen ähnliche Fehler. Der eine eben mit der Erzählperspektive und der andere mit etwas anderem.
Der Fehlerverfolgung und Kommentarfunktion von „Word“ sei Dank, das sich das alles technisch sehr einfach weitergeben lässt. Dennoch habe ich am Mittwoch mehr als drei Stunden mit der Textdatei verbracht. Das war echt Knochenarbeit, die mir aber sehr viel Vergnügen bereitet hat. (Dazu habe ich Punkrock von Pascow gehört. Sollte mir das zu denken geben? …)

Übrigens: Besagte Hobbyautorin redet noch mit mir und hat mich in der Nachbesprechung meines Lektorats über die korrekte Verwendung des Konjunktivs II aufgeklärt. Sowas nenne ich, sich gegenseitig befruchten und finde das richtig gut.

Frauen in der Solaren Flotte …

… so steht’s in der Anzeige der aktuellen „phantastisch!“

Meine Freunde vom Trekdinner haben mich vor ein paar Tagen darauf aufmerksam gemacht, dass in dem bekannten Magazin auf einer kompletten A4-Seite Werbung zu meiner FanEdition gemacht wird. Sogar mit einem Bild von mir. Der Text ist jener, den ich für die Internetseite der PRZF geschrieben habe.
Die etwas reißerische Überschrift ist aber nicht von mir. Eigentlich ist sie so nicht ganz richtig, denn es werden keine Frauen in der Solaren Flotte gezeigt, sondern es geht um den Umgang der Solaren Flotte mit Frauen. Doch ich glaube, jetzt bin ich spitzfindig.  :)

Was mich aber heute wirklich gefreut hat, ist folgende Nachricht von der Perry Rhodan Homepage:
Zum allerersten Mal in der mehr als 50jährigen Perry Rhodan-Geschichte schreibt eine Frau einen Jubiläumsband. Michelle Stern durfte den Heftroman 2800 mit dem Titel „Zeitriss“ verfassen. Somit scheinen die Frauen tatsächlich in der Solaren Flotte angekommen zu sein. Dazu sollte man („Frau“) ihr herzlichst gratulieren. ;)

anzeigePhantastisch

Die richtige Perspektive

Ich habe es geahnt … Nein, eigentlich habe ich es gewusst …

In dieser Woche traf die erste hammerharte Kritik zu meiner FanEdition ein. Mein Gott, das war erdend. Der Kritiker (selbst PR-Autor) hat nur eine Szene gebraucht, um mir zu zeigen, was ich alles falsch mache. Brutal. Decken wir lieber den Mantel des Schweigens darüber. Das Schlimmste aber ist, dass ich ihm in allen Punkten zustimmen muss. Die Fehler sind schwerwiegend und offenkundig.

Worauf man mich bereits in Wolfenbüttel aufmerksam machte, hat sich bestätigt: Ich scheitere an der Erzählperspektive. Autorenperspektive oder Figurenperspektive – ich habe Probleme das zu unterscheiden und bei einer Perspektive zu bleiben. Ganz böse ist es, weil ich mittels der Autorenperspektive auch noch so eine Art „Onkel-Dramaturgie“ betreibe. Das heißt, ich erkläre dem Leser die Situation, anstatt sie ihm zu zeigen. Momentan überlege ich mir gerade eine Strategie, wie ich das zukünftig vermeiden kann. Leider will mir noch nichts dazu einfallen. Jetzt durchforste ich erstmal meine letzten literarischen „Ergüsse“ um die Problemstellen zu markieren.

Eine weitere Sache, die der Kritiker bemängelte und die auch im Seminar angesprochen wurde: Ich beschreibe zu wenig. Die Umgebungen in denen meine Szenen spielen, bleiben meist im Unklaren. Seit ein paar Wochen lese ich deswegen die Romane von George Simenon, weil der belgische Autor ohne viele Worte eine gelungene Szenenbeschreibung liefert. Ich muss lernen, den Hintergrund meiner Geschichten besser auszuschmücken.

Puhh! Ja, Schreiben ist schwerer, als man denkt. Es hat nichts mit Talent zu tun, sondern ist harte Arbeit. Zumindest wenn man den Anspruch hat, es professionell betreiben zu wollen. Und da ich einen Hang zu Perfektion habe, wurmt es mich umso mehr, dass ich bei meiner FanEdition so stümperhaft gearbeitet habe. Nun, leider wusste ich damals noch nichts von alledem. Dennoch ist mir das Ganze jetzt ziemlich peinlich!

Wetterpoesie

Heute mal ein Gedicht passend zum Wetter.

 

Wintersturm

Dunkel bricht die Nacht herein
sich über sturmgepeitschte Landschaft legt
Wind verlorene Blätter fegt
und wie tausend Stimmen schreien
die wenigen Verbliebenen

Krümelige Reste losen Gesteins
umhergewirbelt zu Strudeln erstarrt
Widerstandslos es in Ruhe verharrt
wenn unbarmherzige Füße gemein
knirschend sie zertreten

Wärme aus den Fenstern winkt
im wilden Getöse Frieden verspricht
Hell und voll Liebe scheint das Licht
das schnell jedoch in Kälte versinkt
ohne sich zu wehren

 

Das ist eines von vielen Gedichten, die ich den neunziger Jahren geschrieben habe. Es entstand im Winter 1995/96, während mal wieder ein Sturm über den Ilmenauer Campus fegte.

Hochgefühl

Am gestrigen Abend überkam mich ein Glücksgefühl nach dem anderen, deshalb scheine ich heute den ganzen Tag an der Decke zu schweben. Ich hoffe, das hält noch etwas an, bevor mich die Realität wieder gnadenlos auf den Boden zurückholt.

Angefangen hat es damit, dass ich am Hauptbahnhof schnell noch das neueste Perry Rhodan Heft gekauft habe, bevor ich mich auf den langen Weg nach Thüringen machte. Schon beim Durchblättern des Heftes bin ich im Laden fast aus den Latschen gekippt, wie man so schön sagt.
Da stand sie – schwarz auf weiß – eine Anzeige zu meiner FanEdition. Ich war platt. Dann schoss mir der Gedanke durch den Kopf, dass die Heftromane eine Auflage von etwa 80.000 Stück haben, und das dort jetzt überall mein Name steht. Spätestens da bekam ich weiche Knie.
Später im Zug las ich auf der Leserkontaktseite auch noch den Bericht bzw. das Interview zur PRFZ, in dem nochmals Werbung für meinen Roman gemacht wurde. Ich war hin und weg.
An alle Verantwortlichen der PRFZ und der Perry Rhodan-Redaktion: Leute ihr seid Spitze.

Als ich dann am späten Abend meine E-Mails gelesen habe, traf es mich erneut: Klaus N. Frick, Chefredakteur bei Perry Rhodan, bespricht in seinem Blog meine Rezension zu seinem „Chaos en France“.
Ganz ehrlich – besser kann ein Tag nicht zu Ende gehen.

Bei so viel Ehre kriege ich fast schon wieder ein schlechtes Gewissen.

AnzeigeAch, und das in dem Heft ein Druckfehler steckt (in der Überschrift auf der dritten Seite), ist mir vor lauter Aufregung entgangen.

Mit Perry in Brasilien

Seit letzter Woche ist meine Telepathin auch in Brasilien unterwegs. Irgendjemand hat die Zusammenfassung sogar ins Portugiesische übersetzt. Das finde ich cool. Leider wird das potentiellen Lesern nichts nützen, sofern der Inhalt nicht auch übersetzt wird. Aber vielleicht gibt es ja einige deutschkundige unter den brasilianischen Perry-Fans.
Ich bin dennoch begeistert, und es zeigt mir mal wieder mehr als deutlich, wie klein das Internet unsere Welt gemacht hat.

Zur brasilianischen Seite geht’s hier lang.

brasil

Autorenschule

Seit einiger Zeit besuche ich wieder die Schule. Das ist jetzt nicht wörtlich zu verstehen, aber ich lerne gerade, was es heißt, professionell zu schreiben. Da gibt es viele Dinge, über die ich mir bisher keinen Kopf gemacht habe. Dinge, wie zum Beispiel die Als-Seuche.
Letztere habe ich noch nicht ganz verinnerlicht. Es geht wohl um die korrekte Verwendung des Wörtchens als bei „Gleichzeitigkeit ohne Kausalzusammenhang“. Also das Beispiel, „Elf Menschen starben, als ein Bus in den Chiemsee fuhr.“, ist falsch, weil da ein kausaler Bezug besteht. Gemeint ist wahrscheinlich, dass die Menschen starben, weil der Bus in den See fuhr. Durch die Verwendung des Wörtchens als könnten sie aber auch am Bahnhof in Rosenheim gestorben sein, weil als nur in Sätzen verwendet wird, die in keinem kausalen Bezug zueinander stehen. Wie zum Beispiel: „In München regnete es, als Peter drei Jahre alt wurde.“ Denn es besteht kein kausaler Zusammenhang zwischen Peters Geburtstag und dem Münchner Wetter. Kompliziert wie ich finde, und auch völlig neu für mich.
Solche Dinge erfährt man übrigens aus „Deutsch für Profis“ von Wolf Schneider (ISBN: 978-3442161751) oder aus der Reihe „Tipps für angehende Autoren“ von Klaus N. Frick aus alten Ausgaben der SOL, dem Magazin der PRFZ (SOL 14 – SOL 27).
Eher allgemeine Informationen und Tipps zum Schreiben habe ich auf der Homepage von Andreas Eschbach gefunden, der das Thema sehr ausführlich und wie ich finde, auch in einer netten Art und Weise präsentiert, ohne angehende Schriftsteller zu unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.
Ich kann nur jedem, der schreiben möchte nahelegen, sich damit zu beschäftigen. Auch wenn derjenige „nur“ Fanfiction schreiben möchte. Man bekommt ganz einfach einen anderen Blick auf die eigene Arbeit.
Und letztendlich ist man doch nie zu alt, um etwas Neues zu lernen.