Ein Drache zum diktieren

apps_DragonIch habe ein neues Spielzeug für mein iPad entdeckt. Aber was heißt hier Spielzeug… Es ist eine App mit einer, für mich, sehr nützlichen Funktion. Ich bin nicht besonders schnell, wenn es darum geht Texte zu tippen. So dauert es bei mir immer viel zu lange um Blogeinträge oder E-Mails zu schreiben. Doch damit ist jetzt Schluss! Seit ein paar Tagen benutze ich Dragon Dictation (von Nuance). Diese wunderbare App erkennt meine Stimme und wandelt sie augenblicklich in Text um. Dabei ist sie so einfach und auf das Wesentliche reduziert, dass ich anfangs meine Zweifel hatte, ob das überhaupt funktionieren wird.
Schon vor ein paar Jahren nutzte ich auf dem PC eine Spracherkennungssoftware und zwar Dragon NaturallySpeaking (auch von Nuance). Die damals genauso perfekt funktionierte wie die heutige App, mir aber bei der Erkennung auf Dauer zu langsam war. Da ist die App, der Software von früher, weit voraus, denn sie erkennt die gesprochenen Sätze schnell und fehlerfrei.
Was sehr hilfreich beim Übertragen meiner handschriftlichen Aufzeichnungen zu meinen Romanen ist. Die schreibe ich nämlich vorwiegend mit Stift und Kladde und tippe sie anschließend ein. Da dauert es natürlich ewig, bis man ein paar Seiten geschrieben hat. Heute gelang es mir, innerhalb einer Stunde ganze fünf DinA4-Seiten zu diktieren. Und außer ein paar Eigennamen hat die Software alles fehlerfrei erkannt. Ich war total happy.

Um dann anschließend den Text weiterzuverwenden, gibt es mehrere Möglichkeiten. Man kann den Text kopieren, um ihn in eine andere Anwendung einzufügen oder per E-Mail, Twitter oder Facebook teilen.
Ganz nebenbei ist es eine wunderbare Übung zur Kommasetzung. Denn beim Diktieren, fällt einem sofort auf, wo ein Komma gesetzt werden muss. Für jemanden wie mich, mit notorischer Rechtschreibschwäche, ist dies das ideale Training.

Natürlich gibt es auch Verbesserungswürdiges. Zum Beispiel kann man während der laufenden Aufnahme nicht sehen, was die Software erkannt hat. Das geht erst, wenn die Aufnahme beendet ist. So diktiere ich meist nur wenige Sätze, um anschließend zu überprüfen, ob die Software alles richtig erkannt hat. Doch das ist meist der Fall. Außerdem muss man zwangsweise Online sein. Gut finde ich aber, dass man den Zugriff, den die App auf Kontakte und Standort haben will, unterbinden kann.

Also, ich kann diese App nur jedem weiterempfehlen, der, so wie ich, nicht so schnell tippen kann.
Und das allerbeste daran ist, diese App hat mich keinen Cent gekostet. Da frage ich mich eigentlich: Warum? Denn für so eine hilfreiche Anwendung wäre ich durchaus bereit zu zahlen. Leider gibt es diese App nur für iPad und iPhone (für Android übrigens auch), um etwas ähnliches an meinem Mac zu nutzen, müsste ich die Premium Software „Dragon Dictate für Mac“ kaufen, aber das wäre viel mehr, als das, was ich eigentlich benötige. Die im App-Store angebotenen Variante, läuft leider nicht auf dem aktuellen MacOS Betriebssystem. Schade!

Schreibarbeit

Wie zäh die Arbeit eines Autors sein kann, wird mir dieser Tage zum ersten Mal so richtig bewusst.

Links von mir liegt das lektorierte Manuskript von „Parallelwelten“, rechts meine Notizen vom Schreibseminar und dazwischen die Tastatur. Dazu höre ich Susan Boyle.
Ich arbeite mich Seitenweise voran: Korrigiere zunächst die angestrichenen Fehler, gehe dann Satz für Satz noch einmal durch. Streiche, füge hinzu, ändere, manchmal schreibe ich sogar einen kompletten Abschnitt neu. Das alles ist so langwierig und quälend, dass es mich schnell ermüdet. Mehr als 4-5 Normseiten am Tag sind nicht drin und der Papierstapel auf meinem gläserneren Schreibtisch scheint nicht kleiner zu werden.

Dabei habe ich so viele Ideen zu neuen Projekten im Kopf, die ich so gern aufschreiben würde. Aber ich diszipliniere mich, raffe mich auf.
Gedanklich habe ich mit der Geschichte schon längst abgeschlossen. Doch ich will, dass sie auch wirklich gut wird. Besser als der Kram, den ich bisher geschrieben habe. Mit der neuen Perspektive, die ich in Wolfenbüttel erhalten habe, sehe ich meine bisherigen Arbeiten in einem völlig neuen Licht. Und was ich da erblicke, ist weder schön noch perfekt. Es ist weit von dem entfernt, wo ich hin möchte. Ich stelle fest, dass da wohl noch ein langer, steiniger Weg vor mir liegt.

„Die Telepathin“ im Netz

Gestern habe ich in einem Beitrag auf st-ebooks.de auf meinen Roman „Die Telepathin“ zur PR-FanEdition hingewiesen. Jeder der mag, kann ab sofort seinen Kommentar zum Buch dort abgeben.

Seit heute morgen gibt es auch auf der offiziellen Verlagsseite einen Eintrag, in dem auf das Erscheinen der FanEdition 15 hingewiesen wird. Ich freu mich wahnsinnig, dass ist so richtig motivierend.

Ups, jetzt ist meine „Telepathin“ auch noch bei Facebook gelandet. Ich bin ja selbst kein großer Facebookfan, aber wie das so ist, klappern gehört eben zum Handwerk und da kommt man heute an Facebook nicht vorbei.

Telepathin auf stebooks Kopie screenFE15

„ES“ ist da!

DSC06356_1024Nach fast genau 9 Monaten ist es endlich da! Nein, nicht das was jetzt wohl einige denken. Ich rede von meiner ersten richtigen Romanveröffentlichung.

„Die Telepathin“ erscheint im Rahmen der Fan-Edition der Perry-Rhodan-Fanzentrale und kann ganz offiziell dort bestellt werden, natürlich gibt es da auch eine kleine Zusammenfassung der Handlung.
Es ist mein erster Beitrag zum Perry Rhodan Universum, bisher war ich ja ausschließlich mit Star Trek unterwegs. Es hat mir unheimlichen Spaß gemacht, die Geschichte zu erzählen und es steckt eine Menge Herzblut darin. Ich hoffe bloß, dass die Leser genauso viel Spaß damit haben werden.

Zur Geschichte will ich nur so viel verraten, dass sie für Perry Rhodan vielleicht ein wenig ungewöhnlich ist. Zu Beginn der Romanserie in den 60ern spielten Frauen eher keine oder nur eine untergeordnete Rolle. Es hat mich beim Lesen der Silberbände immer wieder gestört, dass solch tolle Figuren wie Thora oder Anne Sloane erst richtig gut aufgebaut wurden, um dann schließlich sang und klanglos in der Versenkung zu verschwinden, um am Ende in einem Nebensatz getötet zu werden. Die Serie war halt damals auf männliche Leser ausgerichtet. In der heutigen Erstauflage hat sich da zwar schon einiges getan, dennoch schafft es die Serie bis heute nicht, mehr weibliche Leser anzulocken. Das mag an vielen Dingen liegen, auf die ich jetzt nicht näher eingehen werde.
In meiner Geschichte spiele ich einwenig mit den damaligen Zuständen in der Solaren Flotte und ich hoffe es gelingt mir, dies auf eine augenzwinkernde Art und Weise zu tun. Natürlich kann der Roman meinen Star Trek Background nicht ganz verhehlen. Ich kam nicht umhin, einige der moralischen Ansichten aus Star Trek einzuflechten, aber ich versuchte dabei sehr einfühlsam vorzugehen. Und habe mich auch bei den „romantischen“ Szenen sehr zurückgehalten, denn ich weiß ja: „Sex sells, nur nicht bei Perry Rhodan!“ (O-ton: Robert Vogel auf der FedCon 23). ;)

Ach ja, das hätte ich ja beinahe vergessen, dass Cover wurde von mir gestaltet. Ich denke, es ist mir gelungen den Inhalt des Romans in die Abbildung zu transportieren. Es vermag vielleicht die eine oder andere weibliche Leserin anzusprechen und den Hardcore-PR-Fans vorab zu signalisieren, auf was sie sich einlassen. :)

Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich beim Team der PRFZ bedanken, dafür das sie an mich geglaubt und mir so viel Vertrauen entgegengebracht haben. Mein ganz besonderer Dank gilt dabei Michael Haitel für das Lektorat und die gute Zusammenarbeit.

Der Roman kann ab sofort im Shop der PRFZ bestellen werden.

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Geheimprojekt vor der Auslieferung

Ich habe gerade erfahren, dass sich mein Geheimprojekt „lasziv“ auf dem Schreibtisch des Verantwortlichen räkelt und nur darauf wartet, an mich verschickt zu werden. Ich bin jetzt schon ganz hippelig.

Sobald es da ist, poste ich einen Kommentar mit Foto. Versprochen! Dann hat die Geheimniskrämerei auch ein Ende.

Literarisches Superschnäppchen

FederweltAuf dem Schreibseminar in Wolfenbüttel kam in den vielen Gesprächen, die ich dort führte, jemand auf die „Federwelt“ zu sprechen. Die „Federwelt“ ist eine Zeitschrift für Autorinnen und Autoren mit jeder Menge Tipps zum Schreiben und Veröffentlichen. Seitdem liebäugelte ich damit, mir mal eines dieser Hefte zu kaufen und näher anzusehen. Jetzt bot sich mir auf einer bekannten Online-Auktions-Plattform die ultimative Chance – 18 Ausgaben von Nr. 91-108 in einem Rutsch. Da musste ich einfach mitbieten und bekam schließlich auch den Zuschlag für ganze 11,40 EUR inkl. Versand. Was für ein Schnäppchen! (Der Originalpreis pro Ausgabe liegt bei 6,50 EUR.)

Die Hefte kamen gestern an und schon beim bloßen Durchblättern bin ich an einigen interessanten Artikeln hängengeblieben. Der Inhalt ist abwechslungsreich und reicht von Schreibtipps, über Marketingstrategien bis hin zu Interviews von Leuten aus der Branche. Ich glaube, da habe ich in der nächsten Zeit viel zu lesen und zu lernen. Über den einen oder anderen Artikel werde ich sicher hier berichten.

Bundesakademie 2015

DSC06298_1024Heute fand ich das neue Programm der „Bundesakademie für Kulturelle Bildung“ im Briefkasten. Toll schaut es aus, sehr hochwertig gemacht und mit hochwertigem Inhalt.
Ich muss ja sagen, das ich, seit dem ich in Wolfenbüttel war, großer Fan der Bundesakademie bin. Da stimmt irgendwie alles – das Kursangebot genauso wie das Umfeld oder die Verpflegung. Wenn man in dem Heft ein bisschen blättert, stellt man sehr schnell fest, das einem da ein umfassendes und abwechslungsreiches Programm geboten wird. Egal ob es sich dabei um bildende Kunst, darstellende Kunst, Literatur, Museum oder Musik handelt, da ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Natürlich gibt es auch wieder zwei Seminare zum Thema phantastische Literatur, für die ich mich bewerben wollte. Dumm ist nur, das gerade das Kurzgeschichten-Seminar zu einem für mich saublöden Termin stattfindet. Nämlich an unserem 5. Hochzeitstag. Das kann und will ich meinem Mann nicht antun. Er hat sich schon in diesem Jahr für mein Hobby geopfert und drei langweilige Tage in Wolfenbüttel verbracht. Also bleibt mir nur noch der Termin im November und ich hoffe sehr, dass es dann auch klappt. Denn das Thema hört sich sehr interessant an: „In der Meisterklasse – Wie man beim Fantasy-, Horror- und Sciencefiction-Roman von Vorbildern lernt“.

Wolfenbüttel und die Folgen

IDSC06074_1024ch bin ja selbst Schuld. Ich habe das so gewollt und muss nun die Konsequenzen tragen.

Im Frühjahr diesen Jahres erfuhr ich von der Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel. Unter den vielen Bildungsmöglichkeiten die es dort gibt, finden sich auch Schreibseminare für phantastische Literatur. Da ich seit etwa eineinhalb Jahren wieder verstärkt schreibe, dachte ich mir, das es eine gute Idee wäre, mal so ein Seminar zu besuchen. Meine ebenfalls als Hobbyautoren tätigen Freundinnen, rieten mir ab. So nach dem Motto: Das braucht man doch nicht oder Schreiben ist reines Talent, entweder man kann es oder nicht.
Ich ließ mich aber nicht von der Idee abbringen. In mancher Hinsicht neige ich zu Perfektion und da erschien mir ein professionelles Schreibseminar der richtige Ansatz zu sein. Zumal ich gerade in der Rekordzeit von einem Jahr den 6. Band meiner T’Cai Reihe fertiggestellt hatte und ihn für durchaus gelungen hielt.
Also rief ich in Wolfenbüttel erst einmal an, um mich bei einem sehr freundlichen Herrn (Olaf Kutzmutz) zu erkundigen, ob ich denn für ein solches Seminar eigentlich geeignet bin. Wenig später reichte ich online meine Bewerbung ein. (Ja, man muss sich für diese Seminare bewerben.) Als dann die Teilnahme-Bestätigung einging, war ich so richtig glücklich.

Am vorletzten September Wochenende war es dann soweit. Schon Tage vorher war ich aufgeregt und das kumulierte in einer ungebremsten Unruhe. Das legte sich jedoch schnell, als ich erkannte, das meine Mitstreiter (eine bunt gemischte Truppe aller Altersklassen mit verschiedensten beruflichen Hintergründen) durchweg sehr nett waren und wir allesamt das gleiche Ziel verfolgten, nämlich unsere Schreibkenntnisse zu verbessern. Die Dozenten, unter ihnen auch Olaf Kutzmutz, zeigten sich offen und kritisch, aber ohne erhobene Zeigefinger und ohne persönlich zu werden. Was, soweit ich gehört habe, bei anderen Schreibseminaren nicht selbstverständlich ist.
So erfuhr ich über Erzählperspektiven und „Weißräume“ und das ich genau damit ein Problem habe. Der Ausschnitt meines Romans krankt an fehlender Szenenbeschreibung und oftmaligen Perspektivenwechsel. Emotionale Kopplung bekomme ich zwar hin, die ist aber widersprüchlich und leidet an fehlender Tiefe. Kurzum, nach dem Rundumschlag von Seminarteilnehmern und Profiautoren, blieb von meiner Geschichte nicht viel übrig. Da half es auch nicht mehr, dass ich am letzten Tag einen kleinen Abschnitt in einer Schreibaufgabe neu formulieren durfte und zumindest diese Aufgabe einigermaßen erfüllte. Ich war einfach nur schlecht.
Jetzt trage ich mich mit dem Gedanken den ganzen Plot in Frage zu stellen und komplett zu überarbeiten. Was nichts anderes heißt, als die Arbeit eines ganzen Jahres im Papierkorb zu versenken.

Dennoch, die Teilnahme an diesem Seminar hat mir die Augen geöffnet und ich bin allen voran den Dozenten für ihre konstruktive Kritik dankbar. Es wird ganz sicher nicht mein letztes Seminar gewesen sein. Ich freue mich darauf, wieder teilnehmen zu dürfen.

Einen ausführlichen Bericht zum Schreibseminar an der Bundesakademie gibt es hier.

Und übrigens, Wolfenbüttel ist eine sehr schöne Stadt, wie man anhand der Fotos unschwer erkennen kann.
(Beschreibung der Bilder in ihrer Reihenfolge: Das Gästehaus der Bundesakademie,  „Klein Venedig“, Wolfenbüttels berühmte Bibliothek, Fachwerk reiht sich hier an Fachwerk)

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