Schnell in der Loipe

Nachdem uns der Winter lange genug auf die Folter gespannt hat, nutzten wir heute morgen die Gelegenheit und zogen zum ersten Mal in der Saison auf unseren Langlaufski los.

Da ich kein so guter Skifahrer bin, brauche ich immer ein bisschen, um wieder reinzukommen. Die Bedingungen dazu waren heute aber alles andere als ideal. Bei minus zwei Grad Celsius und Sonnenschein sah die gut präparierte Loipe zwar verlockend aus. Weil es aber gestern leicht geregnet hatte, war der Schnee entsprechend hart und eisig. Die Ski schmirgelten vor sich hin, die Stöcke rutschten weg, weil sie sich kaum durch die harte Oberfläche bohren konnten. Vorsichtig arbeitete ich mich Schritt für Schritt vorwärts. Während mein Mann mit seinen Skatingski an mir vorbeiflog, führten die Bedingungen bei mir dazu, dass es mich schon beim Einfahren gleich mal schmiss. Schön war das nicht, zumal die Schneedecke hart wie ein Brett war und ich nicht mehr ganz so beweglich wie früher. Das sind die Situationen in denen man eindeutig merkt, dass man alt wird. Eigentlich hatte ich da schon genug. Aber ich wollte einerseits meinen lieben Mann nicht enttäuschen, andererseits ging es auch darum, den inneren Schweinehund zu besiegen. Und so rappelte ich mich auf und lief tapfer weiter. Ich kam bis zum nächsten kleineren Abhang …

Meine Ski fühlten sich in der Spur wie Schlittschuhe an und sobald es leicht bergab ging, war ich nur noch Passagier. Ich wurde immer schneller, weil Bremsen heute irgendwie gar nicht klappte und so lag ich bald nochmal im Schnee. Das war der Punkt an dem ich laut schimpfend das Handtuch schmiss. Ich war wütend über meine eigene Unfähigkeit. Stapfte eine Weile gnatzig mit den Skiern in der Hand quer durchs Gelände und drehte meine Runden anschließend lieber in der »Babyloipe« auf dem angrenzenden Sportplatz.

Vielleicht hätten wir die Ski nicht wachsen sollen und vielleicht waren wir auch ein bisschen früh dran, als dann nämlich die Sonne höher stand und der harsche Schnee das Wachs von den Ski geschmirgelt hatte, ging es tatsächlich besser. Aber da kamen weitere Skisportler und es drohte voll zu werden.

Für das erste Mal in diesem Winter war es okay. Ich habe mich zumindest eine Stunde lang bewegt. Spaß gemacht, hat es mir nicht.

Erster Stammtisch im neuen Jahr

Am Freitag fand zum ersten Mal im Jahr 2016 ein Trekdinner statt. Trotz Eisregenwarnung sind wir in die Landeshauptstadt gefahren und standen bei der Einfahrt nach München erst einmal im Stau. Mit einer halben Stunde Verspätung trafen wir endlich ein und erhaschten noch die letzten beiden Plätze am Tisch.

Das Lokal war so proppenvoll, dass wir auf unseren Stammraum verzichten mussten und stattdessen ausgelagert wurden. Was nicht unbedingt vorteilhaft war, denn es war dort reichlich eng. Die Zuspätgekommenen mussten sich an die Nachbartische verteilen. So kam man nicht unbedingt mit jedem ins Gespräch. Aus dem Nachbarraum erklang merkwürdiger Gesang Marke: Operndiva, die die Noten nicht trifft. Da wäre mir jede noch so schlechte Punkband lieber gewesen. Ständig liefen fremde Leute durch den Raum, der Raumteiler wurde zu und wieder auf und wieder zu gemacht. Kurz: Es war ziemlich unruhig.

Beim Essen hatte ich mich für ein Schnitzel entschieden, weil ich nach einer komplett fleischlosen Wochen Appetit darauf hatte. Geschmeckt hat es wie immer wunderbar, nur fühlte ich mich in meiner Ecke etwas beengt. Mein Mann genoss seinen Salat Italia und machte sich anschließend noch über meine Reste her.

Im Anschluß führten wir am Tisch spannende Gespräche über Haftanstalten und die juristischen Hintergründe einer Mordanklage, tauschten uns über den Trailer zum neuen Star Trek-Film und die angekündigte neue Serie aus. Ich klingte mich irgendwann aus, um auch mit dem Autorennachwuchs ein Wort wechseln zu können.

Ruckzuck war es neun Uhr und wir mussten wegen des vorhergesagten Eisregens die Heimfahrt antreten, die allerdings völlig problemlos verlief. Mal sehen, ob es im Februar etwas ruhiger ist und dann probiere ich mal die Tagliatelle mit Gambas.

Ein Herz für den Rüsselmops

Quelle: PRFZ

Was hat Erich von Däniken mit einer Comicfigur wie dem Rüsselmops zu tun? Einfache Antwort: er war es, der den Schöpfer des Rüsselmops, Reinhard Habeck, dazu inspirierte.

Das liegt inzwischen fast vierzig Jahre zurück. Seit dem tauchten die Comicstrips mit dem kleinen grünen Außerirdischen regelmäßig im PERRY RHODAN-Report auf und sind inzwischen längst Kult.

Erst 2013 erschien das erste Buch, das sich komplett dem Rüsselmops widmete. Über siebzig Seiten erstrecken sich die farbenfrohen Comics mit den Abenteuern vom Rüsselmops und seinen Freunden. Das Buch im A4-Querformat bietet einen schönen Rahmen für die thematisch geordneten Geschichten. So zeigt sich, dass offensichtlich auch ein Außerirdischer mit Alltagsproblemen zu kämpfen hat. Augenzwinkernden hält uns der Künstler einen Spiegel vors Gesicht und bringt uns auf nette Weise zum Schmunzeln.

Im Nachwort erfahren wir vom Autor persönlich, wie der Rüsselmops entstand. Eine kurze Biografie über Reinhard Habeck rundet das schöne Bilderbuch ab.

Das Vorwort stammt von Erich von Däniken, der sich selbst als »militanten Mopsianer« bezeichnet und den Rüsselmops seinen galaktischen Freund nennt. So schließt sich der Kreis um den kleinen Außerirdischen mit dem großen Herzen.

Fazit: Das Buch über den Rüsselmops ist ein Bilderbuch für Junge und Junggebliebene.

Erschienen ist die Publikation im Ancient Mail Verlag. Sie kostet 14,90 EUR und ist über den SpaceShop der PRFZ erhältlich.

Rodeln im Park

Das Geschrei ist schon lange vor dem Betreten des Kurparks zu hören, dazwischen ein mehrstimmiges Juchzen und Lachen.

Der Winter ist da! Endlich, werden viele Eltern sagen, deren Nachwuchs heuer sehr lange auf den ersten Schnee warten musste. Heute ist der Rodelhang voller Kinder. Mit allem, was annähernd nach Schlitten aussieht, stürzen sie sich todesmutig den kleinen Berg hinunter. Stapfen wieder hinauf und fahren erneut. Ein paar ganz Eifrige haben eine kleine Schanze gebaut und rodeln mit großen Sätzen darüber hinweg. Einer benutzt seinen Plastikschlitten als Snowboard. Er kommt nur ein paar Meter weit, bevor er sich überschlägt, lachend wieder aufsteht und weiterfährt.

Der schneebedeckte Boden ist stellenweise schon braun verfärbt. Hier und da gucken bereits Grasbüschel aus dem Schnee. Egal, solange es irgendwie rutscht, wird weitergerodelt.

Bumms! Und wieder ist einer von der Bahn abgekommen und liegt mit der Nase im Schnee.

Oben auf dem Gehweg stehen die Eltern, schauen dem Treiben der bunten Anoraks zu. Ich muss schmunzeln, wenn ich sehe, wie Väter zusammen mit ihren Sprößlingen gemeinsam hinabrodeln und dabei viel vorsichtiger agieren, als die größeren Kinder drumherum.

Auch wenn das Geschrei ohrenbetäubend ist, ich bleibe stehen, schaue eine Weile zu und freue mich. Das Bild der rodelnden Kinder hat etwas Frohes, etwas Friedliches. Anders als die Bilder aus den Nachrichten, die mit Krieg, Tod und Katastrophen angefüllt sind.

Die Fröhlichkeit der Kinder steckt an. Als ich weitergehe, kommt mir die Welt plötzlich nicht mehr ganz so verzweifelt vor.

Geheimniskrämerei beendet

Mit einer gewissen Erlösung nahm ich heute morgen zur Kenntnis, dass auf der PERRY RHODAN-Homepage endlich der Artikel erschienen war, auf den ich seit Tagen warte. Darin geht es um Ben Calvin Hary und seinen ersten professionellen Roman für die PERRY RHODAN-Serie.

Ben und ich kennen uns schon länger. Wir sind beide FanEdition-Autoren. Ich war seinerzeit von seinem Fan-Roman sehr angetan und habe eine Rezension darüber geschrieben. Außerdem arbeiten wir im Rahmen der PRFZ zusammen. Er unterstützt mich beim Newsletter und ich stehe ihm zur Seite, wenn er Informationen zur SOL braucht. Auf dem GarchingCon im vergangenen September standen wir uns dann endlich auch von Angesicht zu Angesicht gegenüber.

Als ich vor ein paar Wochen mehr oder weniger unfreiwillig erfuhr, dass er für die neue Miniserie PERRY RHODAN-Arkon schreiben wird, habe ich mich sehr für ihn gefreut. Natürlich durfte ich mit niemandem darüber reden. Außer mit Ben! Was wir dann auch reichlich getan haben. Und ich glaube, dass dieser Umstand sowohl ihm, als auch mir eine gewisse Erleichterung bereitete, und uns auch ein wenig zusammenschweißte.

Nun ist es offiziell und ich darf ihm auch endlich in aller Öffentlichkeit herzlich gratulieren. Er ist übrigens erst der dritte Autor der FanEdition-Reihe, der es in die erweiterte Riege der PERRY RHODAN-Autoren geschafft hat. Wenn das mal kein Achtungserfolg ist, den sich Ben mehr als redlich verdient hat.

Der Roman wird am 19. Februar 2016 als Band 3 von PERRY RHODAN-Arkon unter dem Titel »Die Kristallzwillinge« erscheinen. Bitte unbedingt kaufen und lesen!

Eine gute Figur …

»Jetzt habe ich meinen Mann immer zu hause, auch wenn er mal nicht da ist.«
»Wie jetzt?«

Er steht nämlich als Figur in unserer Vitrine, zwischen Jadzia Dax und Prinzessin Leia. Ein bisschen blass sieht er aus, dafür aber reichlich realistisch. Besser als jedes Foto! Ob er sich wiederkennt, wenn er sich in zwanzig Jahren betrachtet?

Ich finde: Ein außergewöhnliches Geschenk.

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Die Bluthänflinge

Quelle: Universal Music

Die niederländische Band »The Common Linnets« (dt. die Bluthänflinge) wurden Europaweit schlagartig bekannt, als sie beim Eurovision Songcontest 2014 den zweiten Platz belegten. Ihr Lied »Calm after the Storm« wurde bei den Radiosendern rauf und runter gespielt. Definitiv häufiger als der damalige Gewinnersong von Conchita Wurst. Das Debütalbum der Band hat mich damals sehr begeistert.

2015 veröffentlichte die Band ihr zweites Album. Jetzt habe ich auch dieses gehört. Und bin nach wie vor von ihnen angetan. Ihre Musik, die irgendwo zwischen Rock/Pop und Country angesiedelt ist, geht auch von ihrem zweiten Album gut ins Ohr. Der Chorähnliche Gesang erinnert stellenweise ein wenig an ABBA. Die Auswahl der Lieder ist abwechslungsreich und sticht positiv aus dem Popallerlei heraus, was man derzeit im Radio hören kann.

Ein Gründungsmitglied hatte die Band bereits nach dem Auftritt beim ESC verlassen, das merkt man den Lieder nicht an. Die Balladen sind gefühlvoll interpretiert, das Countryelement schwingt im Hintergrund mit und erzeugt den einzigartigen »The Common Linnets« Sound. Eine Musik, die ich, vor allem beim Schreiben, immer gern höre.

Die bei Universal-Music erschienen Alben, sind überall im Handel und auf allen Onlineplattformen erhältlich. Mehr Infos gibt es auf der Internetseite der Band.

BB-8 Droide im Eigenbau

Es gibt viele unglaublich kreative und talentierte Leute, wenn die sich dann noch bei YouTube tummeln, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. So ging es mir am Wochenende, wo ich fast eine Stunde fasziniert mehreren YouTube-Filmen folgte, die zeigen wie jemand den BB-8 Droiden aus Star Wars VII in Lebensgröße baut.

Der Mann heißt James Bruton, stammt aus England und macht die abgefahrendsten Basteleien im Bereich Comic und SF, die ich bisher gesehen habe. Auf seiner Internetseite XRobots.co.uk kann man seine Werke bewundern, die nicht nur optisch perfekt aussehen, sondern hinter denen meist auch eine ausgeklügelte Technik steckt. Allein die Dokumentation zum Bau des BB-8 Droiden (Version 2) beweist, welche Fähigkeiten Bruton in sich vereint. Minutenlang sitzt man mit offenem Mund davor und staunt. Der Hobbybastler kennt sich nicht nur mit Design und Konstruktion im Allgemeinen aus, sondern auch mit Hardware-Programmierung von Elektronik. Für seine Projekte nutzt er 3D-Drucker, aber auch herkömmliche Techniken, für die er alles selbst entwickelt und das gewonnene Wissen in Tutorials allen zur Verfügung stellt. Ob Risszeichnungen oder Source Code, im Download-Bereich seiner Seite findet sich alles zum nachbauen.

Ich weiß nicht, als was der Mann arbeitet und für welche Firma. Aber es gibt sicher viele Firmen, die von so einem Multitalent nur träumen können.

Was mir bei seinen Video am besten gefällt, ist sein britischer Akzent, den finde ich überaus sympathisch.

Enttäuschend süß!

Quelle: Amazon

Als ich das Buch »Echt süß! – Köstlichkeiten aus Fimo, Filz und Papier« entdeckte, freute ich mich, denn darauf hatte ich schon lange gewartet. Endlich mal ein deutsches Buch zum Thema Basteln von Süßigkeiten. Doch bereits beim ersten Durchblättern kam die Ernüchterung. Die hübschen Bilder sehen professionell aus, auch die dargestellten Objekte sind gut gemacht, aber die Anleitungen zu den »Köstlichkeiten« sind mehr als unzureichend. Damit kann keiner etwas anfangen. Diejenigen, die im Umgang mit dem Material geübt sind, können sich im Internet bessere Inspirationen holen. Und jene, die in die Materie einsteigen möchten, können mit den paar Sätzen nur wenig anfangen. Ein gutes Anleitungsbuch zeigt Techniken, Fotos von Arbeitsschritten und beinhaltet Grundrisse und Schablonen. Hier findet sich nichts von allem. Die Erklärungen sind lieblos und verwirrend. Vor allem wenn es auf Seite 27 heißt: »Für die Erstellung der Bananen- und Kiwi-Scheiben bitte die jeweiligen Anleitungen auf den Seiten 24 und 27 beachten.« Es aber keine Anleitungen auf diesen Seiten gibt, beziehungsweise diese sich nicht auf die Techniken beziehen, die man benötigt. Da legt man das Buch als Leser schnell frustriert zur Seite, denn gerade bei der Arbeit mit Fimo gibt es viele Techniken, die einer Erklärung bedürfen. Auch Filzen will in seinen Grundschritten gelernt sein. Ich glaube nicht, dass es sehr viele BastlerInnen gibt, die nach diesem Buch irgendetwas zustande gebracht haben.

So gesehen ist es eigentlich nur ein Buch, dessen Bilder hübsch anzusehen sind, das zum Nachmachen aber gänzlich ungeeignet ist. Dem Sachbuch hätte gut getan, wenn man sich nur auf ein Material konzentriert und dies dann detaillierter und umfangreicher erklärt hätte. Denn nur mit Materialangaben und ein paar schwachen Erläuterungen ist wenig getan. Da hat der Christophorus-Verlag, der sonst für seine guten Bastelbücher bekannt ist, seinen Lesern keinen Gefallen getan. Zum Glück habe ich es als Preisreduziertes Mängelexemplar gekauft. Denn die 14,95 EUR ist das Buch trotz seiner Ausstattung (Hardcover, gestrichenes Papier) nicht wert.

Im folgenden habe ich eine Liste mit ein paar großartigen Bücher zum Thema Lebensmittel aus Fimo und Filz zusammengestellt, die leider nicht in deutscher Sprache erhältlich sind.
»Miniature Food Masterclass« und »Making Miniature Food and Market Stalls« von Angie Scarr
»My Favorite Felt Sweets« von Atsuko Sagara und Yoko Sanjo
»Ruko’s original Sweets made of felt« leider in japanisch und nur noch antiquarisch erhältlich, zum Beispiel bei eBay.

Und hier noch ein Bild von meinen eigenen Kreationen, die nach den Anleitungen aus dem Buch von Angie Scarr entstanden:

FimoSweets

Ein Waginger beim ESC-Vorentscheid

Es ist geschafft!

Vor ein paar Wochen erzählte ich hier, dass der Waginger Sänger Alex Diehl mit seinem Song »Nur ein Lied« am Eurovision Songcontest teilnehmen möchte. Mittels einer Petition konnten viele Unterschriften gesammelt werden und jetzt ist Alex Diehl beim ESC-Vorentscheid am 25. Februar einer von zehn Kandidaten, die um eine Teilnahme in Stockholm kämpfen. Aus meiner Sicht hat er gute Karten, um zu gewinnen und Deutschland beim ESC zu vertreten. Ich drücke ihm jedenfalls die Daumen.

Mehr Informationen zu dem Sänger und seinen Plänen gibt es auf der offiziellen Seite des ESC-Vorentscheid.

Inzwischen hat Alex Diehl sein Lied noch einmal zusammen mit dem Münchner Rundfunkorchester aufgenommen. Wobei ich seine erste Version, pur und nur mit Gitarrenbegleitung, immer noch favorisiere.